(19)
(11) EP 0 021 055 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
21.12.1983  Patentblatt  1983/51

(21) Anmeldenummer: 80102877.0

(22) Anmeldetag:  23.05.1980
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3D06P 5/15, D06P 5/13

(54)

Verfahren zum örtlichen "Weissätzen" oder "Buntätzen" von Färbungen auf textilen Flächengebilden

Process for the local "white discharging" or "coloured discharging" of dyes on textile materials

Procédé de "rongeage blanc" ou "rongeage coloré" de teintures réalisées sur des matières textiles


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI

(30) Priorität: 01.06.1979 DE 19792922373
14.07.1979 DE 19792928601

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
07.01.1981  Patentblatt  1981/01

(71) Anmelder: HOECHST AKTIENGESELLSCHAFT
D-65926 Frankfurt am Main (DE)

(72) Erfinder:
  • Birke, Walter, Dr.
    D-6230 Frankfurt am Main 80 (DE)
  • von der Eltz, Hans-Ulrich, Dr.
    D-6000 Frankfurt am Main 50 (DE)
  • Schön, Franz
    D-6230 Frankfurt am Main 80 (DE)
  • Feess, Erich, Dr.
    D-6238 Hofheim am Taunus (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
FR-2 254 677
GB-1 440 904
DE-1 146 472
GB-626419
DE-1 769 449
DE-2 365 814
   
  • CHEMICAL ABSTRACTS, Band 83, Nr. 4, 28. Juli 1975, Zusammenfassung Nr. 29766d, Seite 87, Columbus, Ohio, US, & JP - A - 50 014886 (TOKAI SENKO) (17-02-1975) * Zusammenfassung *
  • AMERICAN DYESTUFF REPORTER, Band 50, Nr. 8, 17. April 1961, New York, US, SANDOZ: "Drimarene-X, practical experience", Seite 78 * Seite 78, linke Spalte, Absatz 3; Zusammenfassung *
  • INTERNATIONALES LEXIKON TEXTILVEREDLUNG UND GRENZGEBIETE, Fischer Bobsien, 3. Auflage, 1966, Rhenus Handelsgesellschaft Ets., Vaduz, FL "Lytax-Textiloskop" * Spalte 1217, Absatz 3 "Lyogen DK" (Zitiert als Hilfsmittel in American Dyestuff Reporter) Band 50, Nr. 8, 17.04.1961, Seite 78) *
  • TEXTILE CHEMIST AND COLORIST, Band 4, Nr. 10A, Oktober 1972, Research Triangle Park, US, "Textile chemical specialties" * Seite 381, letzte Zeile "Lyogen DK" (Zitiert als Hilfsmittel in American Dyestuff Reporter Band 50, Nr. 8, 17.04.1961 Seite 78) *
   
Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft das örtliche "Weißätzen" oder "Buntätzen" von Färbungen auf textilen Flächengebilden faseriger Struktur, welche mit nicht-reaktiven Dispersionsfarbstoffen, Küpenfarbstoffen oder deren Leukoestern fertig gefärbt sind oder damit nur imprägniert und getrocknet wurden, aber noch nicht fixiert sind.

[0002] Neben dem Direktdruck zur Bemusterung von flächigem Textilgut, hauptsächlich in farbtieferen Nauncen, sind zur Erzeugung von helleren Mustereffekten verschiedene Drucktechniken bekannt, durch welche Weiß- und Bunteffekte auf zuvor hergestellten Färbungen erzielt werden können, wie beispielsweise
  1. 1) Wieß- und Buntätzen, wobei das Fasermaterial als fertige Fondfärbung mit ätzbaren Farbstoffen vorliegt,
  2. 2) Ätzreserven als Weiß- und Buntätzen, wobei auf das Fasermaterial vorher ätzbare Farbstoffe aufgebracht worden sind, die aber noch nicht fixiert sind, und
  3. 3) Reserveverfahren, wobei das Fasermaterial vor dem Färben mit Weiß- oder Buntreserven vorgedruckt wird.


[0003] Allen diesen Verfahren zur Mustergebung liegt das Prinzip zugrunde, daß die Farbstoffe örtlich an den mit den Ätzpasten bedruckten Stellen zerstört werden. Dies geschieht im Verlauf der sich an den Druckvorgang anschließenden Hitzebehandlung, die in den meisten Fällen einen Dämpfprozeß, in einigen Fällen aber auch eine Heißluftbehandlung darstellt. Bei Ätzreserven und Reserveverfahren erfolgt während dieser Hitzeeinwirkung gleichzeitig auch die Farbstoff-Fixierung auf dem nicht mit Ätzpasten bedruckten Fond. Im Falle von Buntätzen werden mit der Ätzpaste gleichzeitig ätzbeständige Farbstoffe aufgedruckt, welche die Faser dann anstatt der zerstörten Farbstoffe örtlich an denselben Stellen anfärben. Als solche können außer ätzbeständigen Farbstoffen der gleichen Kategorie auch Farbstoffe anderer Klassen eingesetzt werden.

[0004] Als farb-stoffzerstörende Produkte kommen in den Ätzpasten gemäß diesem Stand der Technik Reduktionsmittel, wie beispielsweise stabilisierte Hydrosulfitverbindungen bzw. Zinnsalze, oder auch Alkalien, wie beispielsweise Natronlauge, in Betracht. Außerdem werden in vielen Fällen noch ätzverstärkende Produkte, wie Carrier oder Anthrachinon, in solchen Ätzpasten mitverwendet.

[0005] Als wesentlicher Nachteil für alle diese bekannten Verfahren unter selektivem Einsatz von farbstoffzerstörenden Produkten gilt, daß damit gleichmäßige Aufhelleffekte nicht erzielt werden können und daß Weißeffekte nach den einezelnen Verfahren 1) bis 3) nur bei Verwendung von jeweils wenigen Farbstoffen möglich sind.

[0006] Für die vorliegende Erfindung besteht die Aufgabe somit darin, ein einfaches Verfahren zu konzipieren, entsprechend dem sich auf Fondfärbungen mustergemäße "Weiß- oder andersfarbige Buntätzen" erzielen lassen, ohne daß die weiter oben geschilderten Nachteile der bekannten Arbeitsweise auftreten bzw. die dabei festgestellten Einschränkungen in Kauf genommen werden müssen.

[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß nunmehr dadurch gelöst, daß man
  1. (1) auf die mit den Farbstoffen behandelten Textilmaterialien in dem gewünschten Muster Druckpasten aufträgt, die neben Verdickungsmitteln, sonstigen üblichen Druckhilfsmitteln und Wasser zusätzlich noch oxethylierte Fettsäuren, Fettalkohole oder Alkylphenole enthalten, welche keine Reduktionsmittel sind, die aber für die betreffenden Farbstoffe der Fondcolorierung bei erhöhten Temperaturen lösende Eigenschaften besitzen und welche die Fasersubstanzen des Textilmaterials unter Thermosol-Bedingungen selbst nicht angreifen, und man
  2. (2) nach dem Aufbringen der Druckpaste eine Trockenhitzebehandlung bei Temperaturen zwischen 180° und 220°C anschließt.


[0008] Zum Unterschied von den bekannten Ätztechniken, die auf der Zerstörung der vorgefärbten bzw. imprägnierten Farbstoffe durch das örtlich aufgetragene Ätzmittel beruhen, basiert das neue Verfahren auf der spezifischen Wirkung der farbstofflösenden Produkte vom Oxethylat-Typ, welche im Rahmen der Thermo-soloperation die gewünschten Effekte unter den als Fond aufgebrachten Farbstoffen hervorrufen.

[0009] In der GB-A-1 440 904 ist wohl die Mitwirkung von Oxethylaten bei der Erzeugung von Ätzeffekten bereits erwähnt worden. Diese Hilfsmittel dienen in dem bekannten Fall indessen als Carrier und nicht als Ätzmittel; für die letztere Aufgabe sind vielmehr Zinnsalze vorgesehen. Unter den hier gegebenen Umständen fällt den genannten Oxyethylaten auch bei ihrer Verwendung in der Ätzdruckpaste die Rolle zu, dem eigentlichen Ätzmittel (Zinnsalz) und gegebenenfalls dem ätzbestänmdigen Dispersionsfarbstoff im Verlauf des sich an den Überdruck anschließenden Dämpprozesses den Zugang in die Faser sowie die dortige Fixierung zu erleichtern. Das ist genau das Gegenteil von den Vorgängen beim beanspruchten Verfahren, wo solche Oxethylierungsprodukte die Fixierung von Farbstoffen verhindern bzw. wieder aufheben. Die Ätzmittel nach der GB-A-1 440 904 zerstören die nicht ätz-beständigen Farbstoffe aufgrund von Reduktion, die erfindungsgemäß eingesetzten Hilfsmittel unterbinden die Farbstoff-Fixierung ohne direkte Farbstoffzerstörung.

[0010] Bei der in Chemical Abstracts, Vol. 83/1975, Nr. 29 766 d beschriebenen Methode zum teilweisen Ätzen von mit Dispersionsfarbstoffen gefärbten und danach mit Polyethylenglykol-Derivaten bedruckten Flächengebilden aus Polyesterfasern steht ebenfalls nicht die Zerstörung des Farbstoffes im Vordergrund. Nach dieser Technik werden auf dem so behandelten Gewebe hellgetönte Musterungseffekte auf dunkelfarbigem Untergrund erhalten. Die Wirkungsweise der als Ätzmittel verwendeten Substanzen nach der bekannten Arbeitsweise ist also ähnlich dem herkömmlichen Abziehen von Fehlfärbungen, lediglich mustergemäß definiert. Keinerlei Aufschluß ist diesem Stand der Technik jedoch zu entnehmen, unter welchen Bedingungen die Hitzebehandlung der so bedruckten Ware erfolgen soll, denen - wie sich erfindungsgemäß herausgestellt hat - im Hinblick auf das erreichbare Ergebnis kritischer Einfluß zukommt.

[0011] In Anbetracht der zuvor erläuterten Lehren des nächstliegenden Standes der Technik mußte es nach der vorliegenden Erfindung als überraschend angesehen werden, daß Maßnahmen, die einerseits bestehende Färbungen zu beseitigen in der Lage sind - andererseits aber die Fixierung gleichartiger Farbstoffe nicht vereiteln, sofern diese zusammen mit den Hilfsmitteln vom Oxethylat-Typ appliziert werden.

[0012] Das zuvor erläuterte Verfahren kommt in erster Linie für die erfindungsgemäße Behandlung von Färbungen mit Dispersionsfarbstoffen auf Textilbahnen aus synthetischen Fasern in Frage. Als derartige Fasermaterialien von synthetischer Herkunft werden für den Einsatz nach der vorliegenden Erfindung beispielsweise Gewebe aus Polyamidfasern, Polyacrylnitrilfasern oder Cellulosettriacetatfasern, insbesondere aber solche aus Polyesterfasern, wie Polyäthylenterephthalatfasern, verstanden.

[0013] Die für diesen Zweck eingesetzten Dispersionsfarbstoffe, wie beispielsweise Azo-, Anthrachinon-, Chinophthalonoder Benzthioxanthen-Farbstoffe sind hinlänglich bekannt und im COLOUR INDEX, 3. Auflage (1971), Band 2 unter der Klassenbezeichnung "Disperse Dyes" beschrieben.

[0014] Das neue Verfahren eignet sich aber auch für die Herstellung der beschriebenen Effekte auf Textilien aus Mischungen von natürlichen Fasern mit synthetischen Fasern, welche mit Dispersionsfarbstoffen, Küpenfarbstoffen oder deren Leukoestern gefärbt oder imprägniert worden sind. Als textile Artikel dieser Gattunng werden hierfür Gemische aus Cellulosefasern mit Polyamidfasern, Cellulosetriacetatfasern oder insbesondere mit Polyesterfasern, wie Polyäthylenterephthalatfasern, in Betracht gezogen.

[0015] Die zuvor genannten Farbstoffe sind hinlänglich bekannt und im COLOUR INDEX, 3. Auflage (1971), Band 2 unter den Klassenbezeichnungen "Disperse Dyes", "Vat Dyes" und "Solubilised Vat Dyes" beschrieben.

[0016] Aus der Reihe der Dispersionsfarbstoffe sind für Misch-gewebe nur solche brauchbar, die unter Thermosolbedingungen auch die Cellulosefasern färben.

[0017] Während für Aufhelleffekte eine Vielzahl von farbstoffelösenden Produkten unterschiedlichster Konstitution in Frage kommt, sind für Weißeffekte in der Hauptsache oxethylierte Fettalkohole, Fettsäuren oder Alkylphenole und dabei insbesondere solche mit 5 bis 40 Mol Ethylenoxid pro Mol Grundsubstanz geeignet. Besonders brauchbar für diesen Zweck sind Fettalkohole mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, welche pro Mol des Alkohols mit 5 bis 40 Mol Ethylenoxid oxethyliert sind. Als Anwendungsmengen der farbstofflösenden Hilfsmittel in den Druckpasten werden zwischen 5 und 200 g Produkt mit den erwähnten Eigenschaften pro kg Druckpaste in Betracht gezogen.

[0018] Wie schon erwähnt, spielt die Art der Hitzebehandlung hinsichtlicht der gewünschten Ergebnisse eine wesentliche Rolle. Weißeffekte werden erzielt, wenn sich nach dem Druckvorgang eine Trockenhitzebehandlung anschließt, wie sie für die Fixierung von Dispersionsfarbstoffen auf Polyesterfasern nach dem sogenannten Thermosol-Verfahren üblich ist, beispielsweise ein etwa zweiminütiges trockenes Erhitzen bei 180-220°C. Die Trockenhitzebehandlung kann beispielsweise mittels Heißluft, Wärmestrahlen und/oder Kontakthitze (Leiten über erhitzte Metallzylinder) vorgenommen werden. Schließlich ist man erfindungsgemäß in der Lage, die auf die Applikation der Druckpaste folgende Hitzeeinwirkung in Form einer kombinierten Trockenhitze/Dampf-Behandlung zu bewerkstelligen.

[0019] Ferner ist es für die geschuten Effekte von Bedeutung, in welcher Applikationsstufe sich die verfahrensgemäß zu behandelnden Textilien befinden, ob als fertige Färbung oder in einem mit dem Farbstoff nur imprägnierten und getrockneten Zustand. Handelt es sich um Polyesterfasermaterialien, auf denen die Dispersionsfarbstoffe in noch nicht fixierter Form vorliegen, dann werden hauptsächlich Aufhelleffekte, seltener Weißeffekte erhalten. In diesem Fall erfolgt bei einem Thermosolprozeß im Anschluß an den Druckvorgang gleichzeitig die Farbstoff-Fixierung. Gute Weißeffekte werden dagegen nach dem neuen Verfahren erzielt, wenn fertige Färbungen mit Dispersionsfarbstoffen auf Polyesterfasermaterialien zum Einsatz gelangen. Es ist dabei unbedeutend, nach welcher Methode die Färbungen hergestellt worden waren, d.h. ob HT-Färbungen, Carrier-Färbungen, Thermosol-Färbungen oder Färbungen aus organischen Lösemitteln angewendet werden.

[0020] Es ist auch ein entscheidender Vorzug des neuen Verfahrens, daß gerade beim Einsatz von fertigen Färbungen eine wesentlich größere Anzahl von Dispersionsfarbstoffen weiß "geätzt" werden kann als dies nach den hierfür bisher bekannten Methoden der Fall war. Außerdem kann es zur Erzielung von Weißeffekten als weiterer Gewinn herausgestellt werden, daß erfindungsgemäß kein langwieriger Dämpprozeß, sondern nur eine kurze Trockenhitzebehandlung erforderlich ist. Dies hat zusätzlich den Vorteil, daß sich die bedruckte Ware während der Hitzeeinwirkung beispielsweise in einem Spannrahmen berührungslos führen läßt, was in einem Dämpfer nicht möglich ist.

[0021] Noch ein beachtlicher Nutzen der beanspruchten Arbeitstechnik ist dadurch gegeben, daß die Kosten einer kurzen Trockenhitzebehandlung deutlich niedriger liegen als diejenigen der für den genannten Zweck bisher üblichen Methoden. Außerdem kann das neue Verfahren mit verhältnismäßig einfachen maschinellen Einrichtungen (z.B. Magnetrakel in Rundschablonen) in Färbereien betrieben werden, in denen die für die Beaufschlagung von Trockenhitze benötigten Maschinen praktisch immer vorhanden sind, während die für die Fixierung nach den üblichen Druckverfahren verwendeten Dämpfer in Färbereibetrieben lange nicht in dem Umfang wie in Druckereien zur Verfügung stehen.

[0022] Im Falle von "Buntatzen" ist es überraschend, daß Farbstoffe der gleichen Kategorie sowohl als "ätzbare" Farbstoffe als auch als "ätzbeständige" Farbstoffe eingesetzt werden können. So ist man beispielsweise ohne weiteres in der Lage, eine mit dem Dispersionsfarbstoff A hergestellte Fondfärbung mit dem Dispersionsfarbstoff B "bunt zu ätzen", oder umgekehrt, eine mit dem Dispersionsfarbstoff B herge-stellte Fondfärbung mit dem Dispersionsfarbstoff A "bunt zu ätzen". Es liegt dabei natürlich in der Natur der Erfindung, daß als Fond keine allzu dunkle Färbung vorliegen sollte und daß bei den in den "Buntätzpasten" eingesetzten Dispersionsfarbstoffen nur eine reduzierte Farbausbeute erhalten wird.

[0023] Bei "Buntätzen" mit anderen Farbstoffklassen, wie beispielsweise mit Küpenfarbstoffen oder deren Leukoestern, gelten praktisch nur insoweit Einschränkungen, daß Farbstoffe ausgewählt werden, die sich nach einem Trockenhitzeprozeß fixieren lassen oder daß eine kombinierte Trockenhitze/Dampf-Behandlung erfolgt.

Beispiel 1



[0024] Ein Gewebe aus texturierten Polyesterfasern wird mit 1 % des roten Dispersionsfarbstoffes der Formel

nach dem Ausziehverfahren unter HT-Bedingungen 60 Minuten bei 130°C gefärbt und anschließend wie üblich reduktiv nachgereinigt. Die fertige, getrocknete Färbung wird sodann mit einer Druckpaste bedruckt, die pro kg folgende Bestandteile enthält:

150 g oxethylierten Stearylalkohol (25 Mol Ethylenoxid pro Mol Alkohol),

35 g eines Natriumalginats,

12 g eines Stärkeethers,

6 g eines Wasserenthärtungsmittels auf Polyphosphatbasis,

1 g Zitronensäure und als

Rest Wasser.



[0025] Nach dem Bedrucken wird das Gewebe 2 Minuten bei 215°C thermosoliert und anchließend gewaschen. Man erhält einen Druck, bei welchem die bedruckten Stellen weiß sind.

[0026] Die Zusammensetzung der Druckpasten für die folgenden Beispiele entsprechen der des Beispiels 1, wobei in Abhängigkeit von den dort verwendeten Hilfsmitteln geringe Abwandlungen bei den Mengen an Verdickungsmitteln und Wasser vorgenommen werden müssen, um druckfähige Pasten zur Verfügung zu haben.

[0027] Die Durchführungsart der sich anschließenden Beispiele 2 bis 10 ist mit der von Beispiel 1 identisch. Man erzielt in allen Fällen ähnliche Ergebnisse wie dort, wobei zum Färben die angegebenen Farbstoffe Verwendung finden (die Prozentangaben beziehen sich auf das Gewicht des zu färbenden Polyesterfasermaterials):

Beispiel 2



[0028] 

1% des roten Dispersionsfarbstoffs

C.I. Nr. 60 756 (Disperse Red 60).


Beispiel 3



[0029] 

2% des roten Dispersionsfarbstoffes

C.I. Nr. 11 116 (Disperse Red 73).


Beispiel 4



[0030] 

2% des blauen Dispersionsfarbstoffs

C.I. Nr. 63 285 (Disperse Blue 56).


Beispiel 5



[0031] 

1% des blauen Dispersionsfarbstoffs

C.I. Nr. 63 265 (Disperse Blue 73).


Beispiel 6



[0032] 

1% des gelben Dispersionsfarbstoffs

C.I. Nr. 47 023 (Disperse Yellow 64).


Beispiel 7



[0033] 

1% des gelben Dispersionsfarbstoffs der Formel


Beispiel 8



[0034] 

3% des blauen Dispersionsfarbstoffs der Formel


Beispiel 9



[0035] 

1% des violetten Dispersionsfarbstoffs der Formel


Beispiel 10



[0036] 

2% des grünen Dispersionsfarbstoffs

C.I. Nr. 56 060 (Disperse Green 1)


Beispiel 11



[0037] 

20 g des gelben Dispersionsfarbstoffs der Formel

werden in 1 Liter Wasser dispergiert. Mit dieser Klotzflotte wird ein Gewebe aus texturierten Polyesterfasern auf einem Foulard mit einer Flottenaufnahme von 60% geklotzt. Nach dem Klotzen wird das Gewebe bei 110°C getrocknet und anschließend 1 Minute bei 220°C thermosoliert. Danach wird die Färbung durch Spülen und reduktives Nachreinigen fertiggestellt. Die weitere Behandlung erfolgt wie in Beispiel 1 beschrieben. Man erhält einen Druck, bei welchem die bedruckten Stellen weiß sind.


Beispiel 12



[0038] 10 g des blauen Dispersionsfarbstoffs C.I. Nr. 11 077 (Disperse Blue 165) werden in 1 Liter Wasser dispergiert. Mit dieser Klotzflotte wird ein Gewebe aus texturierten Polyesterfasern auf einem Foulard mit einer Flottenaufnahme von 60% geklotzt. Nach dem Klotzen wird das Gewebe bei etwa 100°C getrocknet. Anschließend wird das Gewebe mit einer Druckpaste bedruckt, die pro kg 200 g oxethylierten Cocosfettalkohol (25 Mol Ethylenoxid pro Mol Alkohol) enthält. Die bedruckte Ware wird dann 2 Minuten bei 215°C thermosoliert; hierbei erfolgt gleichzeitig die Farbstoff-Fixierung an den nicht bedruckten Stellen.

[0039] Die bedruckte Ware durch Spülen und reduktives Nachereinigen fertiggestellt. Man erhält einen Druck, bei welchem die bedruckten Stellen weiß sind.

Beispiel 13



[0040] Auf texturiertem Polyestergewebe wird zunächst nach dem Ausziehverfahren unter HT-Bedingungen eine Färbung mit 0,1% des in Beispiel 7 beschriebenen gelben Dispersionsfarbstoffs hergestellt. Diese Färbung wird mit einer Druckpaste bedruckt, die pro kg 200 g oxethylierten Stearylalkohol (25 Mol Ethylenoxid pro Mol Alkohol) und 10 g des blauen Dispersionsfarbstoffs aus Beispiel 12 enthält. Nach dem Bedrucken wird das Gewebe 2 Minuten bei 215°C thermosoliert, gespült und reduktiv nachgereinigt. Man er̈halt einen blauen Druck auf gelbem Untergrund.

Beispiel 14



[0041] Umgekehrt erhält man einen gelben Druck auf blauem Untergrund, wenn man die in Beispiel 13 aufgeführten Farbstoffe vertauscht.

[0042] Arbeitet man wie in den Beispielen 13 und 14 beschrieben, so erhält man bei Anwendung der in den nachstehenden Beispielen 15 bis 17 angegebenen Farbstoffe die dort genannten Ergebnisse.

Beispiel 15



[0043] 

Blauer Druck auf rotem Untergrund

Färbung: Hergestellt mit 0,5% des in Beispiel 1 beschriebenen roten Dispersionsfarbstoffs.

Druckpaste: Hergestellt mit 20 g/kg des blauen Küpenfarbstoffs C.I. Nr. 70 507 (Vat Blue 67).


Beispiel 16



[0044] 

Gelber Druck auf rotem Untergrund.

Färbung: Hergestellt mit 0,5% des in Beispiel 1 beschriebenen roten Dispersionsfarbstoffs.

Druckpaste: Hergestellt mit 25 g/kg des gelben Küpenfarbstoffs C.I. Nr. 59 100 (Vat Yellow 4).


Beispiel 17



[0045] 

Gelber Druck auf blauem Untergrund.

Färbung: Hergestellt mit 0,2% des in Beispiel 12 beschriebenen blauen Dispersionsfarbstoffs.

Druckpaste: Hergestellt mit 20 g/kg des gelben Küpenfarbstoffs C.I. Nr. 59 105 (Vat Orange 1).


Beispiel 18



[0046] Ein Mischgewebe aus Polyesterfasern und Baumwolle 67/33 wird mit 20 g/l des roten Dispersionsfarbstoffes der Formel

und 80 g/l Thiodiglykol auf einem Foulard geklotzt (Flottenaufnahme 50%), bei 100°C in einer Hotflue getrocknet und anschließend bedruckt. Die Druckpaste enthält pro kg 150 g oxethylierten Stearylalkohol (25 Mol Ethylenoxyd pro Mol Stearylalkohol).

[0047] Nach dem Bedrucken wird die Ware 2 Minuten bei 215°C auf einem Spannrahmen thermosoliert und anschließend gewaschen. Man erhält einen Druck, bei dem die bedruckten Stellen weiß sind.

Beispiel 19



[0048] Ein Mischgewebe aus Polyesterfasern und Baumwolle 67/33 wird, wie in Beispiel 18 beschrieben, behandelt, wobei 20 g/l des blauen Dispersionsfarbstoffes der Formel

verwendet werden.

[0049] Man erhält einen blauen Druck, bei dem die bedruckten Stellen weiß sind.

[0050] Ähnliche Ergebnisse erhält man, wenn man wie vorstehend beschrieben behandelt, aber anstelle des oben genannten Farbstoffes den Farbstoff Disperse Blue 327 verwendet.

[0051] Werden im letztgenannten Fall der Druckpaste noch 40 g/kg des Farbstoffs Disperse Red 322 zugesetzt, so erhält man einen roten Druck auf blauem Untergrund.

Beispiel 20



[0052] Ein Mischgewebe aus Polyesterfasern und Baumwolle 67/33 wird mit einer Färbeflotte der folgenden Zusammensetzung geklotzt:

8 g/l olivgrünen Leukoküpenesterfarbstoffes mit der C.I. Nr. 69 501, (Sol. Vat Green 3)

1,2 g/l Ammoniumsulfat

0,8 g/l Natriumformiat und

2 g/l Natriumchlorat.



[0053] Die Flottenaufnahme beträgt 50%. Nach dem Klotzen wird bei 100°C auf einer Hotflue getrocknet und anschließend mit der gemäß Beispiel 18 zur Anwendung gelangenden Druckpaste bedruckt. Nach dem Bedrucken wird die Ware 2 Minuten bei 215°C auf einem Spannrahmen thermosoliert und anschließend gewaschen.

[0054] Man erhält einen Druck, bei dem die bedruckten Stellen weiß sind.

Beispiel 21



[0055] Ein Mischgewebe aus Polyesterfasern/Baumwolle (67/33) wird auf einem Foulard mit einer Flotte geklotzt, die pro Liter

4,6 g des roten Dispersionsfarbstoffes der Formel

0,4 g des orangen Dispersionsfarbstoffs der C.I. Nr. 26 077 (Disperse Orange 29),

1 g des blauen Dispersionsfarbstoffes der C.I. No. 63 265 (Disperse Blue 73),

14 g des braunen Küpenfarbstoffes der C.I. Nr. 59 500 (Vat Brown 45) und

3 g eines handelsüblichen Netzmittels enthält.



[0056] Die Flottenaufnahme beträgt 45%. Nach dem Klotzen wird das Gewebe bei etwa 120°C getrocknes. Anschließend wird es mit einer Druckpaste bedruckt, die pro kg 150 g eines oxethylierten Stearylalkohols (25 Mol Ethylenoxid pro Mol Alkohol) enthält.

[0057] Das bedruckte Gewebe wird dann 2 Minuten bei 215°C thermosoliert. Während dieser Behandlung erfolgt gleichzeitig die Fixierung der Dispersionsfarbstoffe auf dem Polyesteranteil des Mischgewebes.

[0058] Die Fixierung des Küpenfarbstoffs auf dem Baumwollanteil erfolgt anschließend auf bekannte, übliche Weise durch Klotzen mit Alkali und Reduktionsmittel und anschließen des Dämpfen.

[0059] Nach Fertigstellung der Ware erhält man eine braune Färbung, bei welcher die bedruckten Stellen weiß sind.


Ansprüche

1. Verfahren zum örtlichen "Weißätzen" oder "Buntätzen" von Färbungen auf textilen Flächengebilden faseriger Struktur, welche mit nicht-reaktiven Dispersionsfarbstoffen, Küpenfarbstoffen oder deren Leukoestern gefärbt sind oder damit nur imprägniert und getrocknet wurden, aber noch nicht fixiert sind, dadurch gekennzeichnet, daß man (1) auf die mit den Farbstoffen behandelten Textilmaterialien in dem gewünschten Muster Druckpasten aufträgt, die neben Verdickungsmitteln, sonstigen üblichen Druckhilfsmitteln und Wasser zusätzlich noch oxethylierte Fettsäuren, Fettalkohole oder Alkylphenole enthalten, welche keine Reduktionsmittel sind, die aber für die betreffenden Farbstoffe der Fondcolorierung bei erhöhten Temperaturen lösende Eigenschaften besitzen und welche die Fasersubstanzen des Textilmaterials unter Thermosol-Bedingungen selbst nicht angreifen, und man (2) nach dem Aufbringen der Druckpaste eine Trockenhitzebehandlung bei Temperaturen zwischen 180° und 220°C anschließt.
 
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Textilmaterialien solche aus synthetischen Fasern verwendet, welche mit Dispersionsfarbstoffen gefärbt oder imprägniert wurden.
 
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Textilien aus synthetischen Fasern solche aus Polyesterfasern behandelt.
 
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Textilmaterialien solche aus Mischungen von natürlichen Fasern mit synthetischen Fasern verwendet, welche mit Dispersionsfarbstoffen, Küpenfarbstoffen oder deren Leukoestern gefärbt oder imprägniert wurden.
 
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man als Textilien, die Mischungen aus natürlichen und synthetischen Fasern darstellen, solche aus Mischungen von Cellulosefasern mit Polyesterfasern behandelt.
 
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trockenhitzebehandlung mittels Heißluft, Wärmestrahler und/oder Kontakthitze erfolgt.
 
7. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die sich an das Aufbringen der Druckpaste anschließende Hitzebehandlung in Form einer kombinierten Trockenhitze/DampfBehandlung erfolgt.
 
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man den Druckpasten als farbstofflösendes Hilfsmittel gesättigte Fettalkohole von 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, welche mit 5 bis 40 Mol Ethylenoxid pro Mol des Alkohols oxethyliert sind, zusetzt.
 
9. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man den Druckpasten zur Erzielung von "Buntätzen" noch "ätzbeständige" Farbstoffe der gleichen Kategorie wie die zur Erzeugung der Fondfärbung verwendeten zusetzt.
 
10. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man den Druckpasten zur Erzielung von "Buntätzen" noch "ätzbeständige" Farbstoffe anderer Klassen als die zur Erzeugung der Fondfärbung verwendeten zusetzt.
 


Revendications

1. Procédé de "rongeage blanc" ou de "rongeage coloré" local de teintures sur des articles textiles plans à structure fibreuse qui sont teints par des colorants en dispersion non réactifs, des colorants de cuve ou leurs leuco-esters ou ne sont qu'imprégnés de ceux-ci et séchés, mais non encore fixés, caractérisé en ce que

(1) on applique sur les matières textiles traitées par les colorants, selon le dessin désiré, des pâtes d'impression qui contiennent, outre des agents épaississants, d'autres adjuvants d'impression habituels et de l'eau, des acides gras, des alcools gras ou des alkylphénols éthoxyéthylés, qui ne sont pas des réducteurs, mais qui possèdent à chaud pour des colorants de la coloration de fond en question des propriétés dissolvantes, et qui n'attaquent pas par eux-mêmes les substances fibreuses de la matière textile dans les conditions du procédé Thermosol, et en ce que

(2) après application de la pâte d'impression, on effectue ensuite un traitement par la chaleur sèche à des températures comprises entre 180 et 220°C.


 
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on utilise comme matières textiles des matières de fibres synthétiques qui ont été teintes avec des colorants en dispersion ou imprégnées de ceux-ci.
 
3. Procédé suivant la revendication 2, caractérisé en ce qu'on traite comme textiles de fibres synthétiques des textiles de fibres de polyester.
 
4. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'on utilise comme matières textiles des matières constituées de mélanges de fibres naturelles avec des fibres synthétiques, qui ont été teintes avec des colorants en dispersion, des colorants de cuve ou leurs leucoesters, ou imprégnées de ceux-ci.
 
5. Procédé suivant la revendication 4, caractérisé en ce qu'on traite comme textiles qui sont des mélanges de fibres naturelles et synthétiques, des textiles constitués de mélanges de fibres de cellulose avec des fibres de polyester.
 
6. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le traitement par la chaleur sèche est effectué par l'air chaud, avec un appareil de chauffage par rayonnement et/ou par contact.
 
7. Procédé suivant l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le traitement par la chaleur faisant suite à l'application de la pâte d'impression s'effectue sous la forme d'un traitement combiné chaleur sèche/vapeur.
 
8. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'on ajoute aux pâtes d'impression, comme adjuvant dissolvant les colorants, des alcools gras saturés en C8 à C18 qui sont oxyéthylés par 5 à 40 moles d'oxyde d'éthylène par mole de l'alcool.
 
9. Procédé suivant l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'on ajoute encore aux pâtes d'impression pour obtenir des "rongeages colorés", des colorants "résistant au rongeage" de le même catégorie que ceux utilisés pour produire la couleur de fond.
 
10. Procédé suivant l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'on ajoute encore aux pâtes d'impression, pour obtenir des "rongeages colorés" des colorants "résistant au rongeage" d'autres classes que ceux utilisés pour produire la coloration de fond.
 


Claims

1. A process for localized white discharging or colored discharging of dyeing on a textile sheet-like article of fibrous structure, which article has been treated by dyeing it to completion with a non-reactive disperse dyestuff, vat dyestuff, or leuco-ester of a vat dyestuff, or impregnating it therewith and drying it without fixing of the dyestuff, which comprises

(1) applying to the dyestuff-treated textile sheet-like article in a predetermined pattern a printing paste which, in addition to thickeners, other customary printing assistants and water, contains oxethylated fatty acids, oxethylated fatty alcohols or oxethylated alkylphenols having solvent properties for said dyestuff of the bottom dyeing at elevated temperature but does not destroy the dyestuff by reduction and does not attack the fiber substances of said textile and sheet-like article at thermosol conditions, and

(2) subjecting the dyestuff-treated textile sheet-like article, to which the printing paste has been applied, to dry heat at a temperature of from 180 to 220°C.


 
2. A process as claimed in claim 1, wherein the dyestuff-treated textile sheet-like article is composed of synthetic fibers dyed or impregnated with a disperse dyestuff.
 
3. A process as claimed in claim 2, wherein the textile sheet-like article is made of polyester fibers.
 
4. A process as claimed in claim 1, wherein the dyestuff-treated textile sheet-like article is composed of a mixture of natural fibers and synthetic fibers which has been dyed or impregnated with a disperse dyestuff, vat dyestuff or leuco-ester thereof.
 
5. A process as claimed in claim 4, wherein the textile-sheet-like article consists of a mixture of cellulose and polyester fibers.
 
6. A process as claimed in claim 1, wherein the dyestuff-treated textile sheet-like article to which the printing paste has been applied is subjected to hot air, radiated heat, contact heat, or a combination thereof.
 
7. A process as claimed in claims 1 to 5, wherein the dyestuff-treated textile sheet-like article, after application of the printing paste thereto, is subjected to a combined dry heat and steam treatment.
 
8. A process as claimed in claim 1, wherein the dyestuff-dissolving assistant is a saturated fatty alcohol of from 8 to 18 carbon atoms, which has been oxethylated with 5 to 40 moles of ethylene oxide per mole of alcohol.
 
9. A process as claimed in claims 1 to 5, wherein a dyestuff resistant to discharging, and of the same category as the dyestuff employed to effect the bottom dyeing, is present in the printing paste to achieve colored discharging.
 
10. A process as claimed in claims 1 to 5, wherein a dyestuff resistant to discharging, and of a category different from that of the dyestuff employed to effect the bottom dyeing, is present in the printing paste to achieve colored discharging.
 






Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente




In der Beschreibung aufgeführte Nicht-Patentliteratur