[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Schaltungsanordnung zum Synchronisieren
des Betriebs von Steuereinrichtungen, die an örtlich voneinander getrennten Stellen
vorgesehen sind und die insbesondere Straßenverkehrssignalanlagen zugehörig sind,
wobei den einzelnen Steuereinrichtungen Signalprogrammbefehle von einer gemeinsamen
Steuerzentrale zuführbar sind und wobei in der . jeweiligen Steuereinrichtung die
Zeitpunkte von Schaltwünschen zur Signalprogrammänderung innerhalb einer vorgegebenen
Zeitspanne durch gesonderte Markierungen festgelegt werden.
[0002] Mit Hilfe eines Verfahrens und einer Schaltungsanordnung der vorstehend bezeichneten
Art sollen sämtliche Steuereinrichtungen so aufeinander abgestimmt arbeiten können,
daß Steuerungsvorgänge unter Einbeziehung sämtlicher Steuereinrichtungen nach Maßgabe
eines vorgegebenen Signalprogrammplanes abgewickelt werden können. Dies ist insbesondere
bei Straßenverkehrssignalanlagen von Nutzen, deren jeder eine der betreffenden Steuereinrichtungen
zugehörig ist.
[0003] Um die vorstehend erwähnten, aufeinander abgestimmten Steuerungsvorgänge in den einzelnen
Steuereinrichtungen abwickeln zu können, ist man bisher üblicherweise so vorgegangen,
daß der zeitliche Betriebsablauf in den einzelnen Steuereinrichtungen von der Steuerzentrale
aus synchronisiert wurde. Dazu hat man bisher üblicherweise gesonderte Synchronisiersignalleitungen
von der Steuerzentrale zu den einzelnen Steuereinrichtungen hin vorgesehen. Dies bedeutet
insgesamt aber einen relativ hohen Aufwand.
[0004] Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, einen Weg zu.zeigen, wie demgegenüber
eine einfachere Synchronisierung des Betriebs der Steuereinrichtungen vorgenommen
werden kann, so daß sich insgesamt eine abgestimmte Arbeitsweise sämtlicher Steuereinrichtungen
erreichen läßt.
[0005] Gelöst wird die vorstehend aufgezeigte Aufgabe bei einem Verfahren der eingangs genannten
Art erfindungsgemäß dadurch, daß in jeder Steuereinrichtung eine von einem Zeitzeichen-Funksender
ausgesendete aktuelle Zeitinformation aufgenommen und mit einer den Zeitpunkt des
jeweils letzten berücksichtigten Schaltwunsches angebenden Markierinformation zu einer
Korrektur-Steuerinformation verarbeitet wird, nach Maßgabe der der Betrieb der jeweiligen
Steuereinrichtung synchroalsiert wird.
[0006] Die Erfindung bringt den Vorteil mit sich, daß auf relativ einfache Weise eine Synchronisierung
des Betriebs sämtlicher Steuereinrichtungen ermöglicht ist, ohne daß dazu ein nennenswerter
Aufwand erforderlich ist. Dadurch, daß von einem Zeitzeichen-Funksender, wie beispielsweise
von dem Zeitmarken- und Normalfrequenzsender DCF77, jeweils ausgesendete Zeitinformationen
aufgenommen und verarbeitet werden, brauchen von der Steuerzentrale aus keine gesonderten
Synchronisiersignale an die einzelnen Steuereinrichtungen ausgesendet zu werden, um
diese so einstellen zu können, daß sie in einer abgestimmten Weise aufeinander arbeiten.
An dieser Stelle sei noch angemerkt, daß das Verfahren gemäß der Erfindung von besonderem
Nutzen in dem Fall ist, daß eine der erwähnten Steuereinrichtungen in Betrieb gesetzt
wird, nachdem sie beispielsweise in Folge irgendeines Fehlers zuvor ausgefallen ist.
[0007] Vorzugsweise wird die Korrektur-Steuerinformation dadurch gebildet, daß zwischen
der aktuellen Zeitinformation und dem den letzten berücksichtigten Schaltwunsch angebenden
Zeitpunkt eine Zeitdifferenz gebildet wird, die durch die Dauer der maßgebenden Signalplan-Umlaufperiode
dividiert wird, woraufhin mit Hilfe des dabei gewonnenen Divisionsrestes ein der Steuereinrichtung
zugehöriger Signalplan-Umlaufzähler eingestellt wird. Hierdurch ergibt sich der Vorteil,
daß auf besonders einfache Weise die Korrektur-Steuerinformation für die Einstellung
des Signalplan-Umlaufzählers gebildet werden kann, so daß dieser Umlaufzähler nach
erfolgter Korrektur seiner Einstellung der-Ablaufsteuereinrichtung in gewünschter
zeitlicher Folge Steuersignale bzw. -impulse zuzuführen vermag. Diese Steuersignale
bzw. -impulse des Umlaufzählers bewirken dabei in der jeweiligen Steuereinrichtung,
daß diese jeweils mit einer erneuten Signalplan-Umlaufperiode beginnt, deren Größe
beispielsweise 75 sec betragen mag.
[0008] Zweckmäßigerweise wird vor Durchführung der Division von der ermittelten Zeitdifferenz
gegebenenfalls eine Versatzzeit subtrahiert. Dies bringt den Vorteil mit sich, daß
auf besonders einfache Weise eine aufeinander abgestimmte Arbeitsweise der Steuereinrichtungen
erreicht werden kann, obwohl sämtliche Steuereinrichtungen in ein und derselben Weise
synchronisiert werden.
[0009] Vorzugsweise wird anhand der aktuellen Zeitinformation überdies ein durch die jeweiligen
Steuereinrichtung abzuwickelnder Tagesprogrammplan ermittelt. Dies bringt den Vorteil
mit sich, daß auf besonders einfache Weise auch unterschiedlichen Verhältnissen gerecht
werdende Signalprogrammpläne in den einzelnen Steuereinrichtungen bereitgestellt und
benutzt werden können.
[0010] Zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung ist es zweckmäßig, eine Schaltungsanordnung
zu verwenden, die dadurch gekennzeichnet ist, daß jede Steuereinrichtung eine aktuelle
Zeitinformationen aufnehmende und auswertende Empfangs- und Auswerteeinrichtung mit
nachgeschalteter. Recheneinrichtung enthält, mit der ein synchroniserbarer Umlaufzähler
einer Signalplan-Ablaufeinrichtung verbunden ist, daß die Empfangs- und Auswertesteuereinrichtung
einen eine Anzahl unterschiedlicher Tagesprogrammpläne enthaltenden Speicher und einen
den Tagesprogrammplänen zugehörige Schaltwünsche in Form von Zeitmarkierungen enthaltenden
Speicher umfaßt, dessen gegebenenfalls vorhandene Zeitmarkierungen mit der aktuellen
Zeitinformation in einem Vergleicher vergleichbar sind, der bei Ermittelung eines
Schaltwunsches ein entsprechendes Auslösesignal an die Recheneinrichtung abgibt, und
daß die Recheneinrichtung Subtrahierschaltungen zur Ermittelung der Zeitdifferenz
zwischen dem jeweiligen aktuellen Zeitpunkt und der den zuletzt berücksichtigenden
Schaltwunsch angebenden Zeitmarkierung sowie eine Divisionsschaltung enthält, welche
die ermittelte Zeitdifferenz durch die Umlaufdauer des gerade maßgebenden Signalplanes
dividiert und welche den Divisionsrest an den Umlaufzähler der Signalplan-Ablaufsteuereinrichtung
zu dessen Einstellung abgibt. Hierdurch ergibt sich der Vorteil eines besonders geringen
schalaungstechnischen Aufwands für das Synchronisieren des Betriebs der jeweiligen
Steuereinrichtung.
[0011] Vorzugsweise-wird bei Nichtermittelung eines Schaltwunsches für den Tagesprogrammplan,
der dem durch die aktuelle Zeitinformation festgelegten Tag zugehörig ist, eine Schaltwunschermittelung
in dem dem vorhergehenden Tag zugehörigen Tagesprogrammplan durchgeführt. Hierdurch
ergibt sich der Vorteil, daß auf besonders einfache Weise auch nach längerer Außerbetriebsetzung
einer Steuereinrichtung diese hinsichtlich ihres Betriebs wieder so synchronisiert
werden kann, daß sie zeitlich abgestimmt mit den übrigen Steuereinrichtungen zu arbeiten
vermag.
[0012] Die Empfangs- und Auswerteeinrichtung und die Recheneinrichtung enthalten vorzugsweise
einen Mikroprozessor, der die Ermittelung des jeweils in Frage kommenden Tagesprogrammplanes
sowie die Ermittelung des zuletzt aufgetretenen Schaltwunsches und die Berechnung
der Korrektur-Steuerinformation für den Umlaufzähler der Signalplan-Ablaufschaltung
steuert. Hierdurch ergibt sich der Vorteil eines besonders geringen schaltungstechnischen
Aufwands in der jeweiligen Steuereinrichtung.
[0013] Anhand von Zeichnungen wird die Erfindung nachstehend beispielsweise näher erläutert.
[0014]
Fig. 1 zeigt schematisch den Aufbau einer Schaltungsanordnung gemäß der Erfindung.
Fig. 2 zeigt den näheren Aufbau einer in der Schaltungsanordnung gemäß Fig. 1 vorgesehenen
Empfangs- und Auswerteeinrichtung.
Fig. 3 zeigt den näheren Aufbau einer in der Schaltungsanordnung gemäß Fig. 1 vorgesehenen
Recheneinrichtung.
[0015] Die in Fig. 1 dargestellte Schaltungsanordnung stellt eine Steuereinrichtung dar,
die im vorliegenden Fall einer Stra-Benverkehrssignalanlage zugehörig sein mag. Diese
Steuereinrichtung steuert im vorliegenden Fall Signalgeber, von denen in Fig. 1 zwei
Signalgeber Sg1 und Sg2 angedeutet sind. Diese Signalgeber mögen beispielsweise jeweils
eine grüne Signallampe (in der Zeichnung durch einen Kreis mit einem senkrechten Strich
angedeutet) und eine rote Signallampe (in der Zeichnung durch einen Kreis mit einem
waagerechten Strich angedeutet) enthalten.
[0016] Zu der in Fig. 1 dargestellten Schaltungsanordnung gehört eine Empfangs- und Auswerteeinrichtung
EAD, die unter anderem über eine Antenne Ant Zeitinformationssignale von einem Zeitzeichen-Funksender
aufnimmt. Bei diesem Funksender kann es sich beispielsweise um den Zeitmarken- und
Normalfrequenzsender DCF77 handeln, der seriell Zeitinformationen abgibt; diese Zeitinformationen
umfassen Sekunden-, Minuten-, Stunden-, Kalendertags-, Wochentags-, Kalendermonats-
und Jahres-Informationen. An dieser Stelle sei angemerkt, daß die vorliegende Erfindung
nicht auf den seriellen Empfang von Zeitinformationen der gerade betrachteten Art
beschränkt ist. Vielmehr kann die vorliegende Erfindung auch in anderer Art und Weise
auftretende Zeitinformationen in der nachstehend noch näher zu betrachtenden Weise
verarbeiten. So könnte die Empfangs- und Auswerteeinrichtung EAD auch derart ausgelegt
sein, daß sie jeweils parallel ihr eingangsseitig zugeführte Zeitinformationen aufnimmt.
[0017] Der Empfangs- und Auswerteeinrichtung EAD ist ausgangsseitig eine Recheneinrichtung
CD nachgeordnet. In dieser Recheneinrichtung CD werden anhand der jeweiligen aktuellen
Zeitinformation Rechenoperationen ausgeführt, um die Länge der Zeitspanne zu ermitteln,
die für eine Synchronisierung der Schaltungsanordnung bzw. Steuereinrichtung zu berücksichtigen
ist. Hierauf wird weiter unten noch näher eingegangen werden.
[0018] Die Recheneinrichtung CD ist ausgangsseitig über eine Leitung Lsyn mit einem Einstell-
bzw. Synchronisiereingang eines Umlaufzählers Ctr verbunden. Wie weiter unten noch
ersichtlich werden wird, bewirkt das Auftreten eines Ausgangssignales bzw. -impulses
auf der Leitung Lsyn, daß der Umlaufzähler Ctr in eine definierte Zählerstellung eingestellt
wird. Der Umlaufzähler Ctr ist einer Ablaufsteuereinrichtung Con zugehörig, welcher
er im Zuge seines Umlaufbetriebs Signale bzw. Impulse für die eigentliche Signalprogrammabwicklung
zuführt.
[0019] Die Ablaufsteuereinrichtung Con ist ausgangsseitig zum einen mit den oben bereits
erwähnten Signalgebern Sg1, Sg2 verbunden und zum weiteren ist sie ausgangsseitig
mit der Recheneinrichtung CD verbunden, und zwar über eine Leitung Lst. Hierauf wird
weiter unten noch näher eingegangen werden. Überdies ist die Ablaufsteuereinrichtung
Con mit einem Speicher Pm verbunden, der über eine Leitung Lsp3 mit der Empfangs-
und Auswerteeinrichtung EAD verbunden ist. In diesem Speicher Pm mag das jeweils zu
benutzende Signalprogramm bzw. Verkehrssignalprogramm enthalten sein, nach welchem
die Ablaufsteuereinrichtung Con die Einstellung der Signalgeber Sg1, Sg2 steuert.
[0020] In Fig. 2 ist ein möglicher Aufbau der bei der Schaltungsanordnung gemäß Fig. 1 vorgesehenen
Empfangs- und Auswerteeinrichtung EAD veranschaulicht. Die in Fig. 2 dargestellte
Schaltungsanordnung umfaßt im einzelnen einen Empfänger Em, der eingangsseitig an
der Antenne Ant angeschlossen ist und der ausgangsseitig mit dem Eingang eines Speichers
Sp2 verbunden ist. In diesem Speicher Sp2 ist jeweils die aktuelle Zeitinformation
gespeichert, die der Empfänger Em von dem Zeitzeichen-Funksender aufgenommen hat,
auf dessen Sendefrequenz er abgestimmt ist.
[0021] Der Speicher Sp2 weist zwei Ausgänge auf, die jeweils eine Anzahl von Einzelausgängen
aufweisen mögen. Der eine Ausgang des Speichers Sp2 ist mit dem einen Eingang eines
Vergleichers Com1 verbunden, und der andere Ausgang des Speichers Sp2 ist mit dem
einen Eingang eines weiteren Vergleichers Com2 verbunden. An seinem mit dem einen
Eingang des Vergleichers Com1 verbundenen Ausgang gibt der Speicher Sp2 beispielsweise
Tages-Informationssignale ab. An seinem anderen Ausgang gibt der Speicher Sp2 beispielsweise
Stunden- und Minuten-Zeitinformationssignäle ab.
[0022] Der Vergleicher Com1 ist mit seinem anderen Eingang am Ausgang eines Speichers Sp1
angeschlossen, der eingangsseitig am Ausgang eines Adreßzählers Al angeschlossen ist.
Dieser Adreßzähler Al mag durch von ihm aufeinanderfolgend abgegebene Adressen Angaben
über Wochentage bzw: Feiertage liefern, bezüglich welcher Programmpläne in der zugehörigen
Steuereinrichtung vorliegen, die abzuwickeln sind.
[0023] Der Adreßzähler Al ist eingangsseitig am Ausgang eines Sperrgliedes GS1 angeschlossen,
welches mit seinem Sperreingang am Ausgang des Vergleichers Com1 und mit seinem Signaleingang
am Ausgang eines Impulsgenerators Ig angeschlossen ist, der Impulse mit einer Folgefrequenz
von beispielsweise 260 kHz abgeben mag. Solange der Vergleicher Com1 ausgangsseitig
beispielsweise ein einem Binärsignal "L" entsprechendes Ausgangssignal abgibt, gelangen
von dem Impulsgenerator Ig abgegebene Impulse über das Sperrglied GS1 zu dem Adreßzähler
Al hin. Dieser Adreßzähler Al gibt auf diese Ansteuerung hin aufeinanderfolgend entsprechende
Adressen ausgangsseitig zur Ansteuerung des Speichers Sp1 ab. Damit wird also die
in dem Speicher Sp2 enthaltene Tagesinformation aufeinanderfolgend mit den im Speicher
Sp1 enthaltenen Tagesinformationen verglichen.
[0024] Am Ausgang des Vergleichers Com1 ist gemäß Fig. 2 ein Multiplexer Mux angeschlossen,
der mit einem weiteren Eingang - welcher eine Anzahl von Einzeleingängen aufweisen
mag - am Ausgang eines Speichers Sp5 angeschlossen ist. Dieser Speicher Sp5 ist mit
einem Eingang am Ausgang des Vergleichers Com1 und mit einem weiteren, ebenfalls eine
Mehrzahl von Einzeleingängen aufweisenden Eingang am Ausgang des Speichers Sp1 angeschlossen.
Der Multiplexer Mux ist ausgangsseitig mit einem Einstelleingang eines Adreßzählers
Az1 angeschlossen. An diesem Einstelleingang des Adreßzählers Az1 gibt der Multiplexer
Mux ein entsprechendes Einstellsignal dann ab, wenn der Vergleicher Com1 eine Übereinstimmung
zwischen den durch ihn miteinander verglichenen Informationen festgestellt hat. Auf
eine solche Feststellung hin wird die vom Speicher Sp1 gerade abgegebene Tagesinformation
in dem Speicher Sp5 eingespeichert, um dann über den Multiplexer Mux zur Einstellung
des Adreßzählers Az1 verwendet zu werden. Gleichzeitig mit der erwähnten Feststellung
einer Übereinstimmung zwischen den miteinander verglichenen Tagesinformationen bewirkt
das vom Ausgang des Vergleichers Com1 abgegebene Ausgangssignal (Binärsignal "H"),
daß das Sperrglied GS1 gesperrt ist, so daß dem Adreßzähler Al keine Impulse von dem
Impulsgenerator Ig her mehr zugeführt werden.
[0025] Am Ausgang des Adreßzählers Az1 ist ein Speicher Sp3 eingangsseitig angeschlossen.
Bei diesem Speicher Sp3 handelt es sich um einen sogenannten Blockspeicher, der in
einzelnen Blöcken Tagesprogrammpläne enthält, die im Falle der Verwendung der vorliegenden
Schaltungsanordnung in einer Straßenverkehrssignalanlage unterschiedlichen Wochentagen
zugehörig sein mögen. Dadurch kann eine bedarfsrechte Verkehrssignalsteuerung an den
einzelnen Wochentagen vorgenommen werden. Im Zusammenhang mit dem Speicher Sp3 sei
noch angemerkt, daß der in diesem Speicher Sp3 jeweils adressierte Tagesprogrammplan
über die Leitung Lsp3 ausgangsseitig abgegeben werden mag, um beispielsweise in den
bei der Schaltungsanordnung gemäß Fig. 1 vorgesehenen Speicher Pm eingespeichert zu
werden.
[0026] Die in Fig. 2 dargestellte Schaltungsanordnung weist neben dem zuvor betrachteten
Adreßzähler Az1 noch zwei weitere Adreßzähler, nämlich den Adreßzähler Az2 und den
Adreßzähler Az3 auf. Der Adreßzähler Az2 ist ausgangsseitig mit dem Eingang eines
Speichers Sp4 verbunden, bei dem es sich um eine sogenannte Schaltwunschzeitliste
handeln mag, in der den einzelnen Tagesprogrammplänen bzw. Blöcken in dem Speicher
Sp3 zugehörige Schaltwünsche in Form von Zeitmarkierungen enthalten sind. Diese Schaltwünsche
bzw. Zeitmarkierungen geben die Zeitpunkte an, zu denen der jeweilige zugehörige Tagesprogrammplan
geändert werden kann, beispielsweise durch Änderungssignale, die aktuellen Vorgängen
gerecht werden. Im Falle der Verwendung der vorliegenden Schaltungsanordnung in einer
Strassenverkehrssignalanlage können die betreffenden Vorgänge durch Verkehrsbelastungen
gegeben sein.
[0027] Bei dem zuvor erwähnten Adreßzähler Az3 handelt es sich um einen sogenannten Blocklängenzähler,
dessen Bedeutung weiter unten noch näher ersichtlich werden wird.
[0028] Die drei Adreßzähler Az1, Az2 und Az3 sind eingangsseitig gemeinsam am Ausgang eines
Sperrgliedes GS2 angeschlossen. Dieses Sperrglied GS2 ist mit einem ersten Signaleingang
am Ausgang des Vergleichers Com1 und mit einem zweiten Signaleingang am Ausgang des
Impulsgenerators Ig angeschlossen. Mit einem Sperreingang ist das Sperrglied GS2 am
Ausgang des Vergleichers Com2 angeschlossen. Damit wird das Sperrglied GS2 solange
von dem Impulsgenerator Ig abgegebene Impulse an die Adreßzähler Az1, Az2 und Az3
weiterleiten, wie der Vergleicher Com1 ausgangsseitig ein Binärsignal "H" und der
Vergleicher Com2 ausgangsseitig ein Binärsignal "L" abgibt. Durch diese Abgabe bzw.
Weiterleitung der von dem Impulsgenerator Ig gelieferten Impulse werden die Zählerstellungen
der drei Adreßzähler Az1, Az2 und Az3 aufeinanderfolgend geändert. Wenn im Zuge dieser
Änderung der Zählerstellungen der Speicher Sp4 derart adressiert wird, daß er den
letzten berücksichtigten Schaltwunsch bezeichnet, dann gibt der Vergleicher Com2 ausgangsseitig
ein Binärsignal "H" ab. Dies bedeutet, daß in diesem Fall die von dem Speicher Sp2
abgegebene Zeitinformation (Stunden- und Minuten-Zeitinformation) gleich oder größer
ist als die von dem Speicher Sp4 gerade abgegebene Stunden- und Minuten-Zeitinformation.
Dieser gesondert markierte zuletzt berücksichtigte Schaltwunsch in dem Speicher Sp4
stellt also die Bezugsgröße dar, von der ausgehend eine Neueinstellung der vorliegenden
Schaltungsanordnung vorzunehmen ist, um diese mit den übrigen, noch vorgesehenen entsprechenden
Schaltungsanordnungen abgestimmt betreiben zu können.
[0029] Der erwähnte Adreßzähler Az3 ist ausgangsseitig mit einem Sperreingang eines noch
weiteren Sperrgliedes GS3 verbunden. Dieses Sperrglied GS3 ist mit seinem Signaleingang
an einem Ausgang eines Speichers Sp6 angeschlossen, der dazu dient, eine Angabe darüber
zu speichern, daß der letzte Schaltwunsch am vorhergehenden Tag - bezogen auf den
gerade vorliegenden Tag - gelegen hat. Zu diesem Zweck ist der Speicher Sp6 eingangsseitig
mit dem Ausgang des Sperrgliedes GS3 verbunden. Das Sperrglied GS3 ist ausgangsseitig
überdies mit einem Eingang des oben bereits erwähnten Speichers Sp2 verbunden. Um
die zuvor erwähnte Angabe in dem Speicher Sp6 speichern zu können, enthält dieser
zumindest ein bistabiles Kippglied mit einem Setzeingang S und einem Rückstelleingang
R. Der Setzeingang S des betreffenden bistabilen Kippgliedes mag mit dem Ausgang des
Sperrgliedes GS3 verbunden sein. Dieses Sperrglied GS3 gibt ausgangsseitig solange
ein Binärsignal "L" ab, bis der Adreßzähler Az3 noch nicht seine Endzählerstellung
erreicht hat. Wenn der Adreßzähler Az3 jedoch seine Endzählerstellung oder irgendeine
andere definierte Zählerstellung erreicht hat - was bedeutet, daß für den dem gerade
vorliegenden Tag zugehörigen Signalblock kein Schaltwunsch in dem Speicher Sp4 ermittelt
werden konnte - dann gibt das Sperrglied GS3 ausgangsseitig ein Binärsignal "H" ab,
auf dessen Auftreten hin das in dem Speicher Sp6 vorhandene bistabile Kippglied in
seinen Setzzustand gebracht wird. Dies setzt voraus, daß das betreffende bistabile
Kippglied zuvor an seinem Rückstelleingang R ein entsprechendes Rückstellsignal zugeführt
erhalten hat. Ein solches Rückstellsignal kann im übrigen sämtlichen Einrichtungen
der dargestellten Schaltungsanordnung mit deren Inbetriebnahme zugeführt werden. Das
vom Ausgang des Sperrgliedes GS3 abgegebene Binärsignal "H" bewirkt außerdem, daß
die Tagesinformation in dem Speicher Sp2 um 1 vermindert wird, so daß der Speicher
Sp2 ausgangsseitig an den Vergleicher Com1 eine den vorhergehenden Tag betreffende
Angabe abgibt. Daraufhin wird der Adreßzähler Az1 entsprechend neu eingestellt, und
die vorstehend erläuterten Vorgänge bezüglich des Adreßzählers Az2 laufen erneut ab.
[0030] Die vorstehend erläuterte, in Fig. 2 näher dargestellte Empfangs- und Auswerteeinrichtung
gibt an ihren im unteren Teil der Fig. 2 dargestellten Leitungen nach Ablauf der vorstehend
erläuterten Vorgänge folgende Signale ab. Auf der Leitung L1 tritt ein beispielsweise
durch ein Binärsignal "H" gebildetes Ausgangssignal dann auf, wenn der letzte berücksichtigte
Schaltwunsch eines Signalplans ermittelt worden ist. Die aufden Leitungen L2 und L3
auftretenden Signale liefern eine Angabe darüber, ob der betreffende Schaltwunsch
vom selben Tag oder vom vorhergehenden Tag stammt. Auf der aus einer Anzahl von Einzelleitungen
bestehenden Leitung Lsp2 tritt die aktuelle Stunden-, Minuten- und gegebenenfalls
auch Sekundeninformation auf. Auf der ebenfalls aus einer Anzahl von Einzelleitungen
bestehenden Leitung Lsp4 tritt die Stunden- und Minuten-Information auf, die den zuletzt
berücksichtigten Schaltwunsch kennzeichnet.
[0031] Die in Fig. 3 näher dargestellte Ausführungsform der bei der Schaltungsanordnung
gemäß Fig. 1 vorgesehenen Recheneinrichtung CD verarbeitet nun die von der in Fig.
2 dargestellten Empfangs- und Auswerteeinrichtung EAD gelieferten Signale. Gemäß Fig.
3 sind mit den beiden Leitungen Lsp2 und Lsp4 zwei Subtrahierer Sub1 und Sub2 verbunden.
Dabei ist eine Stunden-Zeitinformationen führende Leitung Lh1 über einen Schalter
Sw1 mit dem einen Eingang des Subtrahierers Sub1 verbunden, und eine Minuten-Zeitinformationen
führende Leitung Lm1 der Leitung Lsp2 ist über einen Schalter Sw2 mit dem einen Eingang
des Subtrahierers Sub2 verbunden. Mit einem weiteren Eingang des Subtrahierers Sub1
ist eine Stunden-Zeitinformationen führende Leitung Lh2 der Leitung Lsp4 verbunden.
Eine Minuten-Zeitinformationen führende Leitung Lm2 der Leitung Lsp4 ist mit einem
weiteren Eingang des Subtrahierers Sub2 verbunden.
[0032] Die beiden Schalter Sw1 und Sw2 sind im vorliegenden Fall mit ihren Betätigungseingängen
gemeinsam am Ausgang eines ODER-Gliedes G01 angeschlossen, welches eingangsseitig
an den Ausgängen zweier UND-Glieder GU1 und GU2 angeschlossen ist. Das UND-Glied GU1
ist mit seinen Eingängen an den beiden Leitungen L1 und L2 angeschlossen. Das UND-Glied
GU2 ist mit seinen Eingängen an den Leitungen L1 und L3 angeschlossen. Das ODER-Glied
G01 gibt ausgangsseitig somit jeweils dann ein Ausgangssignal (entsprechend einem
Binärsignal "H") ab, wenn ein Schaltwunsch entweder vom selben Tag oder vom Vortag
vorliegt.In diesem Fall sind die Schalter Sw1 und Sw2 geschlossen.
[0033] Am Ausgang des Subtrahierers Sub1 ist eine Multiplizierschaltung Mull mit ihrer Eingangsseitige
angeschlossen. Diese Multiplizierschaltung Mul1 bewirkt eine Multiplikation der ihr
eingangsseitig zugeführten Zeitinformation mit dem Faktor 60. Da es sich bei den dem
Subtrahierer Sub1 eingangsseitig zugeführten Zeitinformationen um Stunden-Zeitinformationen
handelt, gibt die Multiplizierschaltung Mul1 ausgangsseitig eine der Differenz zwischen
den betreffenden Stunden-Zeitinformationen entsprechende Minuten-Zeitinformation ab.
Diese Minuten-Zeitinformation wird dem einen Eingang eines Addierers. Add1 zugeführt.
Einem weiteren Eingang dieses Addierers Add1 wird vom Ausgang des Subtrahierers Sub2
eine Minuten-Zeitinformation zugeführt. Bei dieser Minuten-Zeitinformation handelt
es sich um die Zeitdifferenz zwischen der aktuellen Minuten-Zeitangabe (über die Leitung
Lm1 zugeführt) und der dem letzten berücksichtigten Schaltwunsch zugehörigen Minuten-Zeitinformation
(über die Leitung Lm2 zugeführt). Der Addierer Add1 gibt ausgangsseitig eine summierte
Minuten-Zeitinformation ab, die einer weiteren Multiplizierschaltung Mul2 zugeführt
wird. In dieser Multiplizierschaltung Mul2 erfolgt eine Multiplikation mit 60, wodurch
ausgangsseitig von der Multiplizierschaltung Mul2 eine Sekunden-Zeitinformation abgegeben
wird. Diese Sekunden-Zeitinformation wird in einem weiteren Addierer Add2 zu einer
in einem Speicher Vreg gespeicherten Sekunden-Information hinzuaddiert, die den Sekunden-Rest
vom Vortag darstellt. Wenn der letzte berücksichtigte Schaltwunsch indessen vom selben
Tag stammt, wie er durch die aktuelle Zeitinformation bezeichnet ist, dann wird dieser
Sekunden-Rest Null sein.
[0034] Am Ausgang des zuvor erwähnten Addierers Add2 ist der Signaleingang eines Umschalters
Sw3 angeschlossen. Dieser Umschalter weist zwei Ausgänge auf. Mit seinem einen Ausgang
ist der Umschalter Sw3 direkt mit dem einen Eingang eines ODER-Gliedes G02 verbunden.
Mit seinem anderen Ausgang ist der Umschalter Sw3 mit einem Eingang eines weiteren
Addierers Add3 verbunden, der mit einem weiteren Eingang mit der Leitung Ls verbunden
ist, auf der die aktuelle Sekunden-Information auftritt. Der Ausgang des Addierers
Add3 ist mit einem Eingang eines weiteren Subtrahierers Sub3 verbunden, welcher mit
einem weiteren Eingang am Ausgang eines
Registers
'Vr angeschlossen ist. In-diesem Register bzw. Speicher Vr mag eine-sogenannte Versatzzeit
gespeichert sein, die über eine Einzelleitung der Leitung Lst von der Ablaufsteuereinrichtung
Con gemäß Fig. 1 zugeführt werden mag. Diese Versatzzeit gibt eine Zeitspanne an,
um die ein Steuervorgang bezogen auf eine entsprechende andere Steuereinrichtung versetzt
zu erfolgen hat. Dies ist besondere bei Verkehrssignalanlagen von Bedeutung, die in
Abstimmung aufeinander Steuervorgänge auszuführen haben.
[0035] Der zuvor erwähnte Subtrahierer Sub3-ist ausgangsseitig mit einem weiteren Eingang
des ODER-Gliedes G02 verbunden. Dieses ODER-Glied G02 ist ausgangsseitig mit einem
Eingang einer Divisionsschaltung Div verbunden, die mit einem weiteren Eingang am
Ausgang eines Registers bzw. Speichers Uzr angeschlossen ist. Dieser Speicher bzw.
dieses Registers Uzr enthält eine Angabe über die Dauer der maßgebenden Signalplan-Umlaufperiode.
Die betreffende Angabe besagt dabei, nach welcher Zeitspanne der maßgebende Signalplan
in der Steuereinrichtung von neuem abläuft. Wie oben angedeutet, kann diese Zeitspanne
beispielsweise 75 sec betragen. Dabei ist anzumerken, daß diese Zeitspanne für die
einzelnen Signalpläne unterschiedlich lang sein kann.
[0036] Die Divisionsschaltung Div ist ausgangsseitig mit der im Zusammenhang mit Fig. 1
bereits erwähnten Leitung Lsyn verbunden. Das mit dem einen Eingang der Divisionsschaltung
Div verbundene Register Uzr ist eingangsseitig wie das zuvor erwähnte Register Vr
über eine Einzelleitung der Leitung Lst mit der in Fig. 1 angedeuteten Ablaufsteuereinrichtung
Con verbunden. Über diese Verbindung erhält das Register Uzr eine Angabe über die
jeweils maßgebende Signalplan-Umlaufperiode. Diese Angabe sowie die erwähnte Versatzzeit
werden von der Steuerzentrale bereitgestellt, die für sämtliche der in Fig. 1 dargestellten
Schaltungsanordnung entsprechenden Schaltungsanordnung vorgesehen ist.
[0037] Der erwähnte Umschalter Sw3 ist mit einem Betätigungseingang am Ausgang eines Sperrgliedes
GS4 angeschlossen, welches mit einem Sperreingang an der Leitung L2 und mit einem
Signaleingang an der Leitung L3 angeschlossen ist. Das Sperrglied GS4 gibt ausgangsseitig
somit ein Binärsignal "H" dann ab, wenn ein Schaltwunsch am vorhergehenden Tag ermittelt
worden ist.
[0038] Je nach Schalterstellung des Umschalters Sw3 wird somit das Ausgangssignal des Addierers
Add2 entweder direkt über das ODER-Glied G02 oder über den Addierer Add3 und den Subtrahierer
Sub3 und das ODER-Glied G02 der Divisionseinrichtung Div zugeführt. Im erstgenannten
Falle ist der zuletzt berücksichtigte Schaltwunsch am selben Tag ermittelt worden,
der durch die aktuelle Zeitinformation bezeichnet ist. Im zweitgenannten Falle ist
der zuletzt berücksichtigte Schaltwunsch am vorhergehenden Tag aufgetreten. In diesem
Fall wird zu der vom Addierer Add2 abgegebenen Sekunden-Zeitinformation die aktuelle
Sekunden-Zeitinformation in dem Addierer Add3'hinzuad- diert. Von der so gebildeten
Summenzeit wird dann in dem Subtrahierer Sub3 die in dem Register Vr gespeicherte
Versatzzeit subtrahiert. Die durch den Subtrahierer Sub3 gebildete Differenz wird
dann dem einen Eingang der Divisionsschaltung Div zugeführt.
[0039] In der Divisionsschaltung Div wird die über das ODER-Glied G02 jeweils zugeführte
Sekunden-Zeitinformation durch die in dem Register bzw. Speicher Uzr gespeicherte
maßgebende Signalplan-Umlaufperiode dividiert. Der im Zuge dieser Division gewonnene
Divisionsrest wird von der Divisionsschaltung Div über die Leitung Lsyn abgegeben.
Wie im Zusammenhang mit Fig. 1 bereits erwähnt, dient dieser Divisionsrest bzw. das
diesem Divisionsrest entsprechende Signal dazu, den bei der Schaltungsanordnung gemäß
Fig. 1 vorgesehenen Umlaufzähler Ctr einzustellen bzw. zu synchronisieren, so daß
er wieder in einem vorgegebenen Raster seinen Umlaufzählvorgang ausführt. Dieser Umlaufzähler
Ctr steuert dann die ihm zugehörige Ablaufsteuereinrichtung Con in der gewünschten
zeitlichen Ablauffolge erneut an, um den jeweils maßgebenden Signalplan durch diese
Ablaufsteuereinrichtung Con ausführen zu lassen.
[0040] Abschließend sei noch darauf hingewiesen, daß die Schaltungsanordnung gemäß der Erfindung
zwar unter Bezugnahme auf eine Reihe von Einzelschaltungen erläutert worden ist, die
alle durch herkömmliche Schaltungseinrichtungen realisiert sein können. Es ist aber
auch ohne weiteres möglich, die Empfangs- und Auswerteeinrichtung und die Recheneinrichtung
gemäß Fig. 1 mit einem Mikroprozessor bzw. Mikrocomputer auszustatten, um die Ermittelung
des jeweils in Frage kommenden Tagesprogrammplanes sowie die Ermittelung des zuletzt
aufgetretenen Schaltwunsches und die Berechnung der erwähnten Korrektur-Steuerinformation
für den Umlaufzähler der Signalplan-Ablaufsteuereinrichtung vorzunehmen.
1. Verfahren zum Synchronisieren des Betriebs von Steuereinrichtungen, die an örtlich
voneinander getrennten Stellen vorgesehen sind und die insbesondere Straßenverkehrssignalanlagen
zugehörig sind, wobei den einzelnen Steuereinrichtungen Signalprogrammbefehle von
einer gemeinsamen Steuerzentrale zuführbar sind und wobei in der jeweiligen Steuereinrichtung
die Zeitpunkte von Schaltwünschen zur Signalprogrammänderung innerhalb einer vorgegebenen
Zeitspanne durch gesonderte Markierungen festgelegt werden, dadurch gekennzeichnet,
daß in jeder Steuereinrichtung (EAD, CD, Ctr, Con, Pm) eine von einem Zeitzeichen-Funksender
ausgesendete aktuelle Zeitinformation aufgenommen und mit einer den Zeitpunkt des
jeweils letzten berücksichtigten Schaltwunsches angebenden Markierinformation zu einer
Korrektur-Steuerinformation verarbeitet wird, nach Maßgabe der der Betrieb der jeweiligen
Steuereinrichtung synchronisiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Korrektur-Steuerinformation
dadurch gebildet wird, daß zwischen der aktuellen Zeitinformation und dem den letzten
berücksichtigten Schaltwunsch angebenden Zeitpunkt eine Zeitdifferenz gebildet wird,
die durch die Dauer der maßgebenden Signalplan-Umlaufperiode dividiert wird, und daß
mit Hilfe des dabei gewonnenen Divisionsrestes ein der Steuereinrichtung zugehöriger
Signalplan-Umlaufzähler (Ctr) eingestellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß vor Durchführung der Division
von der ermittelten Zeitdifferenz gegebenenfalls eine Versatzzeit subtrahiert wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß anhand
der aktuellen Zeitinformation ein durch die jeweilige Steuereinrichtung abzuwickelnder
Tagesprogrammplan ermittelt wird.
5. Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß jede Steuereinrichtung eine aktuelle Zeitinformationen
aufnehmende und auswertende Empfangs- und Auswerteeinrichtung (EAD) mit nachgeschalteter
Recheneinrichtung (CD) enthält, mit der ein synchronisierbarer Umlaufzähler (Ctr)
einer Signal plan-Ablaufsteuereinrichtung (Con) verbunden ist, daß die Empfangs-und
Auswerteeinrichtung (EAD) einen eine Anzahl unterschiedlicher Tagesprogrammpläne enthaltenden
Speicher (Sp3) und einen den Tagesprogrammplänen zugehörige Schaltwünsche in Form
von Zeitmarkierungen enthaltenden Speicher (Sp4) umfaßt, dessen gegebenenfalls vorhandene
Zeitmarkierungen mit der aktuellen Zeitinformation in einem Vergleicher (Vgl2) vergleichbar
sind, der bei Ermittelung eines Schaltwunsches ein entsprechendes Auslösesignal an
die Recheneinrichtung (CD) abgibt, und daß die Recheneinrichtung (CD) Subtrahierschaltungen
(Subl, Sub2) zur Ermittelung der Zeitdifferenz zwischen dem jeweiligen aktuellen Zeitpunkt
und der den zuletzt berücksichtigten Schaltwunsch angebenden Zeitmarkierung sowie
eine Divisionsschaltung (Div) enthält, welche die ermittelte Zeitdifferenz durch die
Umlaufdauer des gerade maßgebenden Signalplanes dividiert und welche den Divisionsrest
an den Umlaufzähler (Ctr) der Signalplan-Ablaufsteuer- eiarichtung(Con) zu dessen
Einstellung abgibt.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet , daß bei Nichtermittelung
eines Schaltwunsches für den Tagesprogrammplan, der dem durch die aktuelle Zeitinformation
festgelegten Tag zugehörig ist, eine Schaltwunschermittelung in dem den vorhergehenden
Tag zugehörigen Tagesprogrammplan durchführbar ist.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Empfangs-
und Auswerteeinrichtung (EAD) und die Recheneinrichtung (CD) einen Mikroprozessor
enthalten, der die Ermittelung des jeweils in Frage kommenden Tagesprogrammplanes
sowie die Ermittelung des zuletzt aufgetretenen Schaltwunsches und die Berechnung
der Korrektur-Steuerinformation für den Umlaufzähler (Ctr) der Signalplan-Ablaufsteuereinrichtung
(Con) steuert.