(19)
(11) EP 0 021 059 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
07.01.1981  Patentblatt  1981/01

(21) Anmeldenummer: 80102896.0

(22) Anmeldetag:  23.05.1980
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3G08G 1/07
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI NL SE

(30) Priorität: 07.06.1979 DE 2923167

(71) Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT
80333 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Schnippert, Horst, Ing.- grad.
    D-8000 München 21 (DE)
  • Brunner, Heinrich, Dipl.-Ing.
    D-8183 Rottach Egern (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Verfahren und Schaltungsanordnung zum Synchronisieren des Betriebs von Steuereinrichtungen, insbesondere von Strassenverkehrssignalanlagen


    (57) Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Schaltungsanordnung zum Synchronisieren des Betriebs von Steuereinrichtungen, die an örtlich voneinander getrennten Stellen vorgesehen sind und denen Signalprogrammbefehle von einer gemeinsamen Steuerzentrale her zuführbar sind. Zum Zwecke der Signalplanänderung sollen die Zeitpunkte von Schaltwünschen innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne gesondert markiert sein. Um nach Ausfall oder Inbetriebnahme einer Steuereinrichtung deren Betrieb mit dem Betrieb von weiteren entsprechenden Steuereinrichtungen zu synchronisieren, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß in jeder Steuereinrichtung eine von einem Zeitzeichen-Funksender ausgesendete aktuelle Zeitinformation aufgenommen und mit einer den Zeitpunkt des jeweils letzten berücksichtigten Schaltwunsches angebenden Markierinformation zu einer Korrektur-Steuerinformation verarbeitet wird, nach Maßgabe der der Betrieb der jeweiligen Steuereinrichtung eingestellt wird. Das bevorzugte Anwendungsgebiet der Erfindung liegt bei Straßenverkehrssignalanlagen.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Schaltungsanordnung zum Synchronisieren des Betriebs von Steuereinrichtungen, die an örtlich voneinander getrennten Stellen vorgesehen sind und die insbesondere Straßenverkehrssignalanlagen zugehörig sind, wobei den einzelnen Steuereinrichtungen Signalprogrammbefehle von einer gemeinsamen Steuerzentrale zuführbar sind und wobei in der . jeweiligen Steuereinrichtung die Zeitpunkte von Schaltwünschen zur Signalprogrammänderung innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne durch gesonderte Markierungen festgelegt werden.

    [0002] Mit Hilfe eines Verfahrens und einer Schaltungsanordnung der vorstehend bezeichneten Art sollen sämtliche Steuereinrichtungen so aufeinander abgestimmt arbeiten können, daß Steuerungsvorgänge unter Einbeziehung sämtlicher Steuereinrichtungen nach Maßgabe eines vorgegebenen Signalprogrammplanes abgewickelt werden können. Dies ist insbesondere bei Straßenverkehrssignalanlagen von Nutzen, deren jeder eine der betreffenden Steuereinrichtungen zugehörig ist.

    [0003] Um die vorstehend erwähnten, aufeinander abgestimmten Steuerungsvorgänge in den einzelnen Steuereinrichtungen abwickeln zu können, ist man bisher üblicherweise so vorgegangen, daß der zeitliche Betriebsablauf in den einzelnen Steuereinrichtungen von der Steuerzentrale aus synchronisiert wurde. Dazu hat man bisher üblicherweise gesonderte Synchronisiersignalleitungen von der Steuerzentrale zu den einzelnen Steuereinrichtungen hin vorgesehen. Dies bedeutet insgesamt aber einen relativ hohen Aufwand.

    [0004] Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, einen Weg zu.zeigen, wie demgegenüber eine einfachere Synchronisierung des Betriebs der Steuereinrichtungen vorgenommen werden kann, so daß sich insgesamt eine abgestimmte Arbeitsweise sämtlicher Steuereinrichtungen erreichen läßt.

    [0005] Gelöst wird die vorstehend aufgezeigte Aufgabe bei einem Verfahren der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch, daß in jeder Steuereinrichtung eine von einem Zeitzeichen-Funksender ausgesendete aktuelle Zeitinformation aufgenommen und mit einer den Zeitpunkt des jeweils letzten berücksichtigten Schaltwunsches angebenden Markierinformation zu einer Korrektur-Steuerinformation verarbeitet wird, nach Maßgabe der der Betrieb der jeweiligen Steuereinrichtung synchroalsiert wird.

    [0006] Die Erfindung bringt den Vorteil mit sich, daß auf relativ einfache Weise eine Synchronisierung des Betriebs sämtlicher Steuereinrichtungen ermöglicht ist, ohne daß dazu ein nennenswerter Aufwand erforderlich ist. Dadurch, daß von einem Zeitzeichen-Funksender, wie beispielsweise von dem Zeitmarken- und Normalfrequenzsender DCF77, jeweils ausgesendete Zeitinformationen aufgenommen und verarbeitet werden, brauchen von der Steuerzentrale aus keine gesonderten Synchronisiersignale an die einzelnen Steuereinrichtungen ausgesendet zu werden, um diese so einstellen zu können, daß sie in einer abgestimmten Weise aufeinander arbeiten. An dieser Stelle sei noch angemerkt, daß das Verfahren gemäß der Erfindung von besonderem Nutzen in dem Fall ist, daß eine der erwähnten Steuereinrichtungen in Betrieb gesetzt wird, nachdem sie beispielsweise in Folge irgendeines Fehlers zuvor ausgefallen ist.

    [0007] Vorzugsweise wird die Korrektur-Steuerinformation dadurch gebildet, daß zwischen der aktuellen Zeitinformation und dem den letzten berücksichtigten Schaltwunsch angebenden Zeitpunkt eine Zeitdifferenz gebildet wird, die durch die Dauer der maßgebenden Signalplan-Umlaufperiode dividiert wird, woraufhin mit Hilfe des dabei gewonnenen Divisionsrestes ein der Steuereinrichtung zugehöriger Signalplan-Umlaufzähler eingestellt wird. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, daß auf besonders einfache Weise die Korrektur-Steuerinformation für die Einstellung des Signalplan-Umlaufzählers gebildet werden kann, so daß dieser Umlaufzähler nach erfolgter Korrektur seiner Einstellung der-Ablaufsteuereinrichtung in gewünschter zeitlicher Folge Steuersignale bzw. -impulse zuzuführen vermag. Diese Steuersignale bzw. -impulse des Umlaufzählers bewirken dabei in der jeweiligen Steuereinrichtung, daß diese jeweils mit einer erneuten Signalplan-Umlaufperiode beginnt, deren Größe beispielsweise 75 sec betragen mag.

    [0008] Zweckmäßigerweise wird vor Durchführung der Division von der ermittelten Zeitdifferenz gegebenenfalls eine Versatzzeit subtrahiert. Dies bringt den Vorteil mit sich, daß auf besonders einfache Weise eine aufeinander abgestimmte Arbeitsweise der Steuereinrichtungen erreicht werden kann, obwohl sämtliche Steuereinrichtungen in ein und derselben Weise synchronisiert werden.

    [0009] Vorzugsweise wird anhand der aktuellen Zeitinformation überdies ein durch die jeweiligen Steuereinrichtung abzuwickelnder Tagesprogrammplan ermittelt. Dies bringt den Vorteil mit sich, daß auf besonders einfache Weise auch unterschiedlichen Verhältnissen gerecht werdende Signalprogrammpläne in den einzelnen Steuereinrichtungen bereitgestellt und benutzt werden können.

    [0010] Zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung ist es zweckmäßig, eine Schaltungsanordnung zu verwenden, die dadurch gekennzeichnet ist, daß jede Steuereinrichtung eine aktuelle Zeitinformationen aufnehmende und auswertende Empfangs- und Auswerteeinrichtung mit nachgeschalteter. Recheneinrichtung enthält, mit der ein synchroniserbarer Umlaufzähler einer Signalplan-Ablaufeinrichtung verbunden ist, daß die Empfangs- und Auswertesteuereinrichtung einen eine Anzahl unterschiedlicher Tagesprogrammpläne enthaltenden Speicher und einen den Tagesprogrammplänen zugehörige Schaltwünsche in Form von Zeitmarkierungen enthaltenden Speicher umfaßt, dessen gegebenenfalls vorhandene Zeitmarkierungen mit der aktuellen Zeitinformation in einem Vergleicher vergleichbar sind, der bei Ermittelung eines Schaltwunsches ein entsprechendes Auslösesignal an die Recheneinrichtung abgibt, und daß die Recheneinrichtung Subtrahierschaltungen zur Ermittelung der Zeitdifferenz zwischen dem jeweiligen aktuellen Zeitpunkt und der den zuletzt berücksichtigenden Schaltwunsch angebenden Zeitmarkierung sowie eine Divisionsschaltung enthält, welche die ermittelte Zeitdifferenz durch die Umlaufdauer des gerade maßgebenden Signalplanes dividiert und welche den Divisionsrest an den Umlaufzähler der Signalplan-Ablaufsteuereinrichtung zu dessen Einstellung abgibt. Hierdurch ergibt sich der Vorteil eines besonders geringen schalaungstechnischen Aufwands für das Synchronisieren des Betriebs der jeweiligen Steuereinrichtung.

    [0011] Vorzugsweise-wird bei Nichtermittelung eines Schaltwunsches für den Tagesprogrammplan, der dem durch die aktuelle Zeitinformation festgelegten Tag zugehörig ist, eine Schaltwunschermittelung in dem dem vorhergehenden Tag zugehörigen Tagesprogrammplan durchgeführt. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, daß auf besonders einfache Weise auch nach längerer Außerbetriebsetzung einer Steuereinrichtung diese hinsichtlich ihres Betriebs wieder so synchronisiert werden kann, daß sie zeitlich abgestimmt mit den übrigen Steuereinrichtungen zu arbeiten vermag.

    [0012] Die Empfangs- und Auswerteeinrichtung und die Recheneinrichtung enthalten vorzugsweise einen Mikroprozessor, der die Ermittelung des jeweils in Frage kommenden Tagesprogrammplanes sowie die Ermittelung des zuletzt aufgetretenen Schaltwunsches und die Berechnung der Korrektur-Steuerinformation für den Umlaufzähler der Signalplan-Ablaufschaltung steuert. Hierdurch ergibt sich der Vorteil eines besonders geringen schaltungstechnischen Aufwands in der jeweiligen Steuereinrichtung.

    [0013] Anhand von Zeichnungen wird die Erfindung nachstehend beispielsweise näher erläutert.

    [0014] 

    Fig. 1 zeigt schematisch den Aufbau einer Schaltungsanordnung gemäß der Erfindung.

    Fig. 2 zeigt den näheren Aufbau einer in der Schaltungsanordnung gemäß Fig. 1 vorgesehenen Empfangs- und Auswerteeinrichtung.

    Fig. 3 zeigt den näheren Aufbau einer in der Schaltungsanordnung gemäß Fig. 1 vorgesehenen Recheneinrichtung.



    [0015] Die in Fig. 1 dargestellte Schaltungsanordnung stellt eine Steuereinrichtung dar, die im vorliegenden Fall einer Stra-Benverkehrssignalanlage zugehörig sein mag. Diese Steuereinrichtung steuert im vorliegenden Fall Signalgeber, von denen in Fig. 1 zwei Signalgeber Sg1 und Sg2 angedeutet sind. Diese Signalgeber mögen beispielsweise jeweils eine grüne Signallampe (in der Zeichnung durch einen Kreis mit einem senkrechten Strich angedeutet) und eine rote Signallampe (in der Zeichnung durch einen Kreis mit einem waagerechten Strich angedeutet) enthalten.

    [0016] Zu der in Fig. 1 dargestellten Schaltungsanordnung gehört eine Empfangs- und Auswerteeinrichtung EAD, die unter anderem über eine Antenne Ant Zeitinformationssignale von einem Zeitzeichen-Funksender aufnimmt. Bei diesem Funksender kann es sich beispielsweise um den Zeitmarken- und Normalfrequenzsender DCF77 handeln, der seriell Zeitinformationen abgibt; diese Zeitinformationen umfassen Sekunden-, Minuten-, Stunden-, Kalendertags-, Wochentags-, Kalendermonats- und Jahres-Informationen. An dieser Stelle sei angemerkt, daß die vorliegende Erfindung nicht auf den seriellen Empfang von Zeitinformationen der gerade betrachteten Art beschränkt ist. Vielmehr kann die vorliegende Erfindung auch in anderer Art und Weise auftretende Zeitinformationen in der nachstehend noch näher zu betrachtenden Weise verarbeiten. So könnte die Empfangs- und Auswerteeinrichtung EAD auch derart ausgelegt sein, daß sie jeweils parallel ihr eingangsseitig zugeführte Zeitinformationen aufnimmt.

    [0017] Der Empfangs- und Auswerteeinrichtung EAD ist ausgangsseitig eine Recheneinrichtung CD nachgeordnet. In dieser Recheneinrichtung CD werden anhand der jeweiligen aktuellen Zeitinformation Rechenoperationen ausgeführt, um die Länge der Zeitspanne zu ermitteln, die für eine Synchronisierung der Schaltungsanordnung bzw. Steuereinrichtung zu berücksichtigen ist. Hierauf wird weiter unten noch näher eingegangen werden.

    [0018] Die Recheneinrichtung CD ist ausgangsseitig über eine Leitung Lsyn mit einem Einstell- bzw. Synchronisiereingang eines Umlaufzählers Ctr verbunden. Wie weiter unten noch ersichtlich werden wird, bewirkt das Auftreten eines Ausgangssignales bzw. -impulses auf der Leitung Lsyn, daß der Umlaufzähler Ctr in eine definierte Zählerstellung eingestellt wird. Der Umlaufzähler Ctr ist einer Ablaufsteuereinrichtung Con zugehörig, welcher er im Zuge seines Umlaufbetriebs Signale bzw. Impulse für die eigentliche Signalprogrammabwicklung zuführt.

    [0019] Die Ablaufsteuereinrichtung Con ist ausgangsseitig zum einen mit den oben bereits erwähnten Signalgebern Sg1, Sg2 verbunden und zum weiteren ist sie ausgangsseitig mit der Recheneinrichtung CD verbunden, und zwar über eine Leitung Lst. Hierauf wird weiter unten noch näher eingegangen werden. Überdies ist die Ablaufsteuereinrichtung Con mit einem Speicher Pm verbunden, der über eine Leitung Lsp3 mit der Empfangs- und Auswerteeinrichtung EAD verbunden ist. In diesem Speicher Pm mag das jeweils zu benutzende Signalprogramm bzw. Verkehrssignalprogramm enthalten sein, nach welchem die Ablaufsteuereinrichtung Con die Einstellung der Signalgeber Sg1, Sg2 steuert.

    [0020] In Fig. 2 ist ein möglicher Aufbau der bei der Schaltungsanordnung gemäß Fig. 1 vorgesehenen Empfangs- und Auswerteeinrichtung EAD veranschaulicht. Die in Fig. 2 dargestellte Schaltungsanordnung umfaßt im einzelnen einen Empfänger Em, der eingangsseitig an der Antenne Ant angeschlossen ist und der ausgangsseitig mit dem Eingang eines Speichers Sp2 verbunden ist. In diesem Speicher Sp2 ist jeweils die aktuelle Zeitinformation gespeichert, die der Empfänger Em von dem Zeitzeichen-Funksender aufgenommen hat, auf dessen Sendefrequenz er abgestimmt ist.

    [0021] Der Speicher Sp2 weist zwei Ausgänge auf, die jeweils eine Anzahl von Einzelausgängen aufweisen mögen. Der eine Ausgang des Speichers Sp2 ist mit dem einen Eingang eines Vergleichers Com1 verbunden, und der andere Ausgang des Speichers Sp2 ist mit dem einen Eingang eines weiteren Vergleichers Com2 verbunden. An seinem mit dem einen Eingang des Vergleichers Com1 verbundenen Ausgang gibt der Speicher Sp2 beispielsweise Tages-Informationssignale ab. An seinem anderen Ausgang gibt der Speicher Sp2 beispielsweise Stunden- und Minuten-Zeitinformationssignäle ab.

    [0022] Der Vergleicher Com1 ist mit seinem anderen Eingang am Ausgang eines Speichers Sp1 angeschlossen, der eingangsseitig am Ausgang eines Adreßzählers Al angeschlossen ist. Dieser Adreßzähler Al mag durch von ihm aufeinanderfolgend abgegebene Adressen Angaben über Wochentage bzw: Feiertage liefern, bezüglich welcher Programmpläne in der zugehörigen Steuereinrichtung vorliegen, die abzuwickeln sind.

    [0023] Der Adreßzähler Al ist eingangsseitig am Ausgang eines Sperrgliedes GS1 angeschlossen, welches mit seinem Sperreingang am Ausgang des Vergleichers Com1 und mit seinem Signaleingang am Ausgang eines Impulsgenerators Ig angeschlossen ist, der Impulse mit einer Folgefrequenz von beispielsweise 260 kHz abgeben mag. Solange der Vergleicher Com1 ausgangsseitig beispielsweise ein einem Binärsignal "L" entsprechendes Ausgangssignal abgibt, gelangen von dem Impulsgenerator Ig abgegebene Impulse über das Sperrglied GS1 zu dem Adreßzähler Al hin. Dieser Adreßzähler Al gibt auf diese Ansteuerung hin aufeinanderfolgend entsprechende Adressen ausgangsseitig zur Ansteuerung des Speichers Sp1 ab. Damit wird also die in dem Speicher Sp2 enthaltene Tagesinformation aufeinanderfolgend mit den im Speicher Sp1 enthaltenen Tagesinformationen verglichen.

    [0024] Am Ausgang des Vergleichers Com1 ist gemäß Fig. 2 ein Multiplexer Mux angeschlossen, der mit einem weiteren Eingang - welcher eine Anzahl von Einzeleingängen aufweisen mag - am Ausgang eines Speichers Sp5 angeschlossen ist. Dieser Speicher Sp5 ist mit einem Eingang am Ausgang des Vergleichers Com1 und mit einem weiteren, ebenfalls eine Mehrzahl von Einzeleingängen aufweisenden Eingang am Ausgang des Speichers Sp1 angeschlossen. Der Multiplexer Mux ist ausgangsseitig mit einem Einstelleingang eines Adreßzählers Az1 angeschlossen. An diesem Einstelleingang des Adreßzählers Az1 gibt der Multiplexer Mux ein entsprechendes Einstellsignal dann ab, wenn der Vergleicher Com1 eine Übereinstimmung zwischen den durch ihn miteinander verglichenen Informationen festgestellt hat. Auf eine solche Feststellung hin wird die vom Speicher Sp1 gerade abgegebene Tagesinformation in dem Speicher Sp5 eingespeichert, um dann über den Multiplexer Mux zur Einstellung des Adreßzählers Az1 verwendet zu werden. Gleichzeitig mit der erwähnten Feststellung einer Übereinstimmung zwischen den miteinander verglichenen Tagesinformationen bewirkt das vom Ausgang des Vergleichers Com1 abgegebene Ausgangssignal (Binärsignal "H"), daß das Sperrglied GS1 gesperrt ist, so daß dem Adreßzähler Al keine Impulse von dem Impulsgenerator Ig her mehr zugeführt werden.

    [0025] Am Ausgang des Adreßzählers Az1 ist ein Speicher Sp3 eingangsseitig angeschlossen. Bei diesem Speicher Sp3 handelt es sich um einen sogenannten Blockspeicher, der in einzelnen Blöcken Tagesprogrammpläne enthält, die im Falle der Verwendung der vorliegenden Schaltungsanordnung in einer Straßenverkehrssignalanlage unterschiedlichen Wochentagen zugehörig sein mögen. Dadurch kann eine bedarfsrechte Verkehrssignalsteuerung an den einzelnen Wochentagen vorgenommen werden. Im Zusammenhang mit dem Speicher Sp3 sei noch angemerkt, daß der in diesem Speicher Sp3 jeweils adressierte Tagesprogrammplan über die Leitung Lsp3 ausgangsseitig abgegeben werden mag, um beispielsweise in den bei der Schaltungsanordnung gemäß Fig. 1 vorgesehenen Speicher Pm eingespeichert zu werden.

    [0026] Die in Fig. 2 dargestellte Schaltungsanordnung weist neben dem zuvor betrachteten Adreßzähler Az1 noch zwei weitere Adreßzähler, nämlich den Adreßzähler Az2 und den Adreßzähler Az3 auf. Der Adreßzähler Az2 ist ausgangsseitig mit dem Eingang eines Speichers Sp4 verbunden, bei dem es sich um eine sogenannte Schaltwunschzeitliste handeln mag, in der den einzelnen Tagesprogrammplänen bzw. Blöcken in dem Speicher Sp3 zugehörige Schaltwünsche in Form von Zeitmarkierungen enthalten sind. Diese Schaltwünsche bzw. Zeitmarkierungen geben die Zeitpunkte an, zu denen der jeweilige zugehörige Tagesprogrammplan geändert werden kann, beispielsweise durch Änderungssignale, die aktuellen Vorgängen gerecht werden. Im Falle der Verwendung der vorliegenden Schaltungsanordnung in einer Strassenverkehrssignalanlage können die betreffenden Vorgänge durch Verkehrsbelastungen gegeben sein.

    [0027] Bei dem zuvor erwähnten Adreßzähler Az3 handelt es sich um einen sogenannten Blocklängenzähler, dessen Bedeutung weiter unten noch näher ersichtlich werden wird.

    [0028] Die drei Adreßzähler Az1, Az2 und Az3 sind eingangsseitig gemeinsam am Ausgang eines Sperrgliedes GS2 angeschlossen. Dieses Sperrglied GS2 ist mit einem ersten Signaleingang am Ausgang des Vergleichers Com1 und mit einem zweiten Signaleingang am Ausgang des Impulsgenerators Ig angeschlossen. Mit einem Sperreingang ist das Sperrglied GS2 am Ausgang des Vergleichers Com2 angeschlossen. Damit wird das Sperrglied GS2 solange von dem Impulsgenerator Ig abgegebene Impulse an die Adreßzähler Az1, Az2 und Az3 weiterleiten, wie der Vergleicher Com1 ausgangsseitig ein Binärsignal "H" und der Vergleicher Com2 ausgangsseitig ein Binärsignal "L" abgibt. Durch diese Abgabe bzw. Weiterleitung der von dem Impulsgenerator Ig gelieferten Impulse werden die Zählerstellungen der drei Adreßzähler Az1, Az2 und Az3 aufeinanderfolgend geändert. Wenn im Zuge dieser Änderung der Zählerstellungen der Speicher Sp4 derart adressiert wird, daß er den letzten berücksichtigten Schaltwunsch bezeichnet, dann gibt der Vergleicher Com2 ausgangsseitig ein Binärsignal "H" ab. Dies bedeutet, daß in diesem Fall die von dem Speicher Sp2 abgegebene Zeitinformation (Stunden- und Minuten-Zeitinformation) gleich oder größer ist als die von dem Speicher Sp4 gerade abgegebene Stunden- und Minuten-Zeitinformation. Dieser gesondert markierte zuletzt berücksichtigte Schaltwunsch in dem Speicher Sp4 stellt also die Bezugsgröße dar, von der ausgehend eine Neueinstellung der vorliegenden Schaltungsanordnung vorzunehmen ist, um diese mit den übrigen, noch vorgesehenen entsprechenden Schaltungsanordnungen abgestimmt betreiben zu können.

    [0029] Der erwähnte Adreßzähler Az3 ist ausgangsseitig mit einem Sperreingang eines noch weiteren Sperrgliedes GS3 verbunden. Dieses Sperrglied GS3 ist mit seinem Signaleingang an einem Ausgang eines Speichers Sp6 angeschlossen, der dazu dient, eine Angabe darüber zu speichern, daß der letzte Schaltwunsch am vorhergehenden Tag - bezogen auf den gerade vorliegenden Tag - gelegen hat. Zu diesem Zweck ist der Speicher Sp6 eingangsseitig mit dem Ausgang des Sperrgliedes GS3 verbunden. Das Sperrglied GS3 ist ausgangsseitig überdies mit einem Eingang des oben bereits erwähnten Speichers Sp2 verbunden. Um die zuvor erwähnte Angabe in dem Speicher Sp6 speichern zu können, enthält dieser zumindest ein bistabiles Kippglied mit einem Setzeingang S und einem Rückstelleingang R. Der Setzeingang S des betreffenden bistabilen Kippgliedes mag mit dem Ausgang des Sperrgliedes GS3 verbunden sein. Dieses Sperrglied GS3 gibt ausgangsseitig solange ein Binärsignal "L" ab, bis der Adreßzähler Az3 noch nicht seine Endzählerstellung erreicht hat. Wenn der Adreßzähler Az3 jedoch seine Endzählerstellung oder irgendeine andere definierte Zählerstellung erreicht hat - was bedeutet, daß für den dem gerade vorliegenden Tag zugehörigen Signalblock kein Schaltwunsch in dem Speicher Sp4 ermittelt werden konnte - dann gibt das Sperrglied GS3 ausgangsseitig ein Binärsignal "H" ab, auf dessen Auftreten hin das in dem Speicher Sp6 vorhandene bistabile Kippglied in seinen Setzzustand gebracht wird. Dies setzt voraus, daß das betreffende bistabile Kippglied zuvor an seinem Rückstelleingang R ein entsprechendes Rückstellsignal zugeführt erhalten hat. Ein solches Rückstellsignal kann im übrigen sämtlichen Einrichtungen der dargestellten Schaltungsanordnung mit deren Inbetriebnahme zugeführt werden. Das vom Ausgang des Sperrgliedes GS3 abgegebene Binärsignal "H" bewirkt außerdem, daß die Tagesinformation in dem Speicher Sp2 um 1 vermindert wird, so daß der Speicher Sp2 ausgangsseitig an den Vergleicher Com1 eine den vorhergehenden Tag betreffende Angabe abgibt. Daraufhin wird der Adreßzähler Az1 entsprechend neu eingestellt, und die vorstehend erläuterten Vorgänge bezüglich des Adreßzählers Az2 laufen erneut ab.

    [0030] Die vorstehend erläuterte, in Fig. 2 näher dargestellte Empfangs- und Auswerteeinrichtung gibt an ihren im unteren Teil der Fig. 2 dargestellten Leitungen nach Ablauf der vorstehend erläuterten Vorgänge folgende Signale ab. Auf der Leitung L1 tritt ein beispielsweise durch ein Binärsignal "H" gebildetes Ausgangssignal dann auf, wenn der letzte berücksichtigte Schaltwunsch eines Signalplans ermittelt worden ist. Die aufden Leitungen L2 und L3 auftretenden Signale liefern eine Angabe darüber, ob der betreffende Schaltwunsch vom selben Tag oder vom vorhergehenden Tag stammt. Auf der aus einer Anzahl von Einzelleitungen bestehenden Leitung Lsp2 tritt die aktuelle Stunden-, Minuten- und gegebenenfalls auch Sekundeninformation auf. Auf der ebenfalls aus einer Anzahl von Einzelleitungen bestehenden Leitung Lsp4 tritt die Stunden- und Minuten-Information auf, die den zuletzt berücksichtigten Schaltwunsch kennzeichnet.

    [0031] Die in Fig. 3 näher dargestellte Ausführungsform der bei der Schaltungsanordnung gemäß Fig. 1 vorgesehenen Recheneinrichtung CD verarbeitet nun die von der in Fig. 2 dargestellten Empfangs- und Auswerteeinrichtung EAD gelieferten Signale. Gemäß Fig. 3 sind mit den beiden Leitungen Lsp2 und Lsp4 zwei Subtrahierer Sub1 und Sub2 verbunden. Dabei ist eine Stunden-Zeitinformationen führende Leitung Lh1 über einen Schalter Sw1 mit dem einen Eingang des Subtrahierers Sub1 verbunden, und eine Minuten-Zeitinformationen führende Leitung Lm1 der Leitung Lsp2 ist über einen Schalter Sw2 mit dem einen Eingang des Subtrahierers Sub2 verbunden. Mit einem weiteren Eingang des Subtrahierers Sub1 ist eine Stunden-Zeitinformationen führende Leitung Lh2 der Leitung Lsp4 verbunden. Eine Minuten-Zeitinformationen führende Leitung Lm2 der Leitung Lsp4 ist mit einem weiteren Eingang des Subtrahierers Sub2 verbunden.

    [0032] Die beiden Schalter Sw1 und Sw2 sind im vorliegenden Fall mit ihren Betätigungseingängen gemeinsam am Ausgang eines ODER-Gliedes G01 angeschlossen, welches eingangsseitig an den Ausgängen zweier UND-Glieder GU1 und GU2 angeschlossen ist. Das UND-Glied GU1 ist mit seinen Eingängen an den beiden Leitungen L1 und L2 angeschlossen. Das UND-Glied GU2 ist mit seinen Eingängen an den Leitungen L1 und L3 angeschlossen. Das ODER-Glied G01 gibt ausgangsseitig somit jeweils dann ein Ausgangssignal (entsprechend einem Binärsignal "H") ab, wenn ein Schaltwunsch entweder vom selben Tag oder vom Vortag vorliegt.In diesem Fall sind die Schalter Sw1 und Sw2 geschlossen.

    [0033] Am Ausgang des Subtrahierers Sub1 ist eine Multiplizierschaltung Mull mit ihrer Eingangsseitige angeschlossen. Diese Multiplizierschaltung Mul1 bewirkt eine Multiplikation der ihr eingangsseitig zugeführten Zeitinformation mit dem Faktor 60. Da es sich bei den dem Subtrahierer Sub1 eingangsseitig zugeführten Zeitinformationen um Stunden-Zeitinformationen handelt, gibt die Multiplizierschaltung Mul1 ausgangsseitig eine der Differenz zwischen den betreffenden Stunden-Zeitinformationen entsprechende Minuten-Zeitinformation ab. Diese Minuten-Zeitinformation wird dem einen Eingang eines Addierers. Add1 zugeführt. Einem weiteren Eingang dieses Addierers Add1 wird vom Ausgang des Subtrahierers Sub2 eine Minuten-Zeitinformation zugeführt. Bei dieser Minuten-Zeitinformation handelt es sich um die Zeitdifferenz zwischen der aktuellen Minuten-Zeitangabe (über die Leitung Lm1 zugeführt) und der dem letzten berücksichtigten Schaltwunsch zugehörigen Minuten-Zeitinformation (über die Leitung Lm2 zugeführt). Der Addierer Add1 gibt ausgangsseitig eine summierte Minuten-Zeitinformation ab, die einer weiteren Multiplizierschaltung Mul2 zugeführt wird. In dieser Multiplizierschaltung Mul2 erfolgt eine Multiplikation mit 60, wodurch ausgangsseitig von der Multiplizierschaltung Mul2 eine Sekunden-Zeitinformation abgegeben wird. Diese Sekunden-Zeitinformation wird in einem weiteren Addierer Add2 zu einer in einem Speicher Vreg gespeicherten Sekunden-Information hinzuaddiert, die den Sekunden-Rest vom Vortag darstellt. Wenn der letzte berücksichtigte Schaltwunsch indessen vom selben Tag stammt, wie er durch die aktuelle Zeitinformation bezeichnet ist, dann wird dieser Sekunden-Rest Null sein.

    [0034] Am Ausgang des zuvor erwähnten Addierers Add2 ist der Signaleingang eines Umschalters Sw3 angeschlossen. Dieser Umschalter weist zwei Ausgänge auf. Mit seinem einen Ausgang ist der Umschalter Sw3 direkt mit dem einen Eingang eines ODER-Gliedes G02 verbunden. Mit seinem anderen Ausgang ist der Umschalter Sw3 mit einem Eingang eines weiteren Addierers Add3 verbunden, der mit einem weiteren Eingang mit der Leitung Ls verbunden ist, auf der die aktuelle Sekunden-Information auftritt. Der Ausgang des Addierers Add3 ist mit einem Eingang eines weiteren Subtrahierers Sub3 verbunden, welcher mit einem weiteren Eingang am Ausgang eines Registers'Vr angeschlossen ist. In-diesem Register bzw. Speicher Vr mag eine-sogenannte Versatzzeit gespeichert sein, die über eine Einzelleitung der Leitung Lst von der Ablaufsteuereinrichtung Con gemäß Fig. 1 zugeführt werden mag. Diese Versatzzeit gibt eine Zeitspanne an, um die ein Steuervorgang bezogen auf eine entsprechende andere Steuereinrichtung versetzt zu erfolgen hat. Dies ist besondere bei Verkehrssignalanlagen von Bedeutung, die in Abstimmung aufeinander Steuervorgänge auszuführen haben.

    [0035] Der zuvor erwähnte Subtrahierer Sub3-ist ausgangsseitig mit einem weiteren Eingang des ODER-Gliedes G02 verbunden. Dieses ODER-Glied G02 ist ausgangsseitig mit einem Eingang einer Divisionsschaltung Div verbunden, die mit einem weiteren Eingang am Ausgang eines Registers bzw. Speichers Uzr angeschlossen ist. Dieser Speicher bzw. dieses Registers Uzr enthält eine Angabe über die Dauer der maßgebenden Signalplan-Umlaufperiode. Die betreffende Angabe besagt dabei, nach welcher Zeitspanne der maßgebende Signalplan in der Steuereinrichtung von neuem abläuft. Wie oben angedeutet, kann diese Zeitspanne beispielsweise 75 sec betragen. Dabei ist anzumerken, daß diese Zeitspanne für die einzelnen Signalpläne unterschiedlich lang sein kann.

    [0036] Die Divisionsschaltung Div ist ausgangsseitig mit der im Zusammenhang mit Fig. 1 bereits erwähnten Leitung Lsyn verbunden. Das mit dem einen Eingang der Divisionsschaltung Div verbundene Register Uzr ist eingangsseitig wie das zuvor erwähnte Register Vr über eine Einzelleitung der Leitung Lst mit der in Fig. 1 angedeuteten Ablaufsteuereinrichtung Con verbunden. Über diese Verbindung erhält das Register Uzr eine Angabe über die jeweils maßgebende Signalplan-Umlaufperiode. Diese Angabe sowie die erwähnte Versatzzeit werden von der Steuerzentrale bereitgestellt, die für sämtliche der in Fig. 1 dargestellten Schaltungsanordnung entsprechenden Schaltungsanordnung vorgesehen ist.

    [0037] Der erwähnte Umschalter Sw3 ist mit einem Betätigungseingang am Ausgang eines Sperrgliedes GS4 angeschlossen, welches mit einem Sperreingang an der Leitung L2 und mit einem Signaleingang an der Leitung L3 angeschlossen ist. Das Sperrglied GS4 gibt ausgangsseitig somit ein Binärsignal "H" dann ab, wenn ein Schaltwunsch am vorhergehenden Tag ermittelt worden ist.

    [0038] Je nach Schalterstellung des Umschalters Sw3 wird somit das Ausgangssignal des Addierers Add2 entweder direkt über das ODER-Glied G02 oder über den Addierer Add3 und den Subtrahierer Sub3 und das ODER-Glied G02 der Divisionseinrichtung Div zugeführt. Im erstgenannten Falle ist der zuletzt berücksichtigte Schaltwunsch am selben Tag ermittelt worden, der durch die aktuelle Zeitinformation bezeichnet ist. Im zweitgenannten Falle ist der zuletzt berücksichtigte Schaltwunsch am vorhergehenden Tag aufgetreten. In diesem Fall wird zu der vom Addierer Add2 abgegebenen Sekunden-Zeitinformation die aktuelle Sekunden-Zeitinformation in dem Addierer Add3'hinzuad- diert. Von der so gebildeten Summenzeit wird dann in dem Subtrahierer Sub3 die in dem Register Vr gespeicherte Versatzzeit subtrahiert. Die durch den Subtrahierer Sub3 gebildete Differenz wird dann dem einen Eingang der Divisionsschaltung Div zugeführt.

    [0039] In der Divisionsschaltung Div wird die über das ODER-Glied G02 jeweils zugeführte Sekunden-Zeitinformation durch die in dem Register bzw. Speicher Uzr gespeicherte maßgebende Signalplan-Umlaufperiode dividiert. Der im Zuge dieser Division gewonnene Divisionsrest wird von der Divisionsschaltung Div über die Leitung Lsyn abgegeben. Wie im Zusammenhang mit Fig. 1 bereits erwähnt, dient dieser Divisionsrest bzw. das diesem Divisionsrest entsprechende Signal dazu, den bei der Schaltungsanordnung gemäß Fig. 1 vorgesehenen Umlaufzähler Ctr einzustellen bzw. zu synchronisieren, so daß er wieder in einem vorgegebenen Raster seinen Umlaufzählvorgang ausführt. Dieser Umlaufzähler Ctr steuert dann die ihm zugehörige Ablaufsteuereinrichtung Con in der gewünschten zeitlichen Ablauffolge erneut an, um den jeweils maßgebenden Signalplan durch diese Ablaufsteuereinrichtung Con ausführen zu lassen.

    [0040] Abschließend sei noch darauf hingewiesen, daß die Schaltungsanordnung gemäß der Erfindung zwar unter Bezugnahme auf eine Reihe von Einzelschaltungen erläutert worden ist, die alle durch herkömmliche Schaltungseinrichtungen realisiert sein können. Es ist aber auch ohne weiteres möglich, die Empfangs- und Auswerteeinrichtung und die Recheneinrichtung gemäß Fig. 1 mit einem Mikroprozessor bzw. Mikrocomputer auszustatten, um die Ermittelung des jeweils in Frage kommenden Tagesprogrammplanes sowie die Ermittelung des zuletzt aufgetretenen Schaltwunsches und die Berechnung der erwähnten Korrektur-Steuerinformation für den Umlaufzähler der Signalplan-Ablaufsteuereinrichtung vorzunehmen.


    Ansprüche

    1. Verfahren zum Synchronisieren des Betriebs von Steuereinrichtungen, die an örtlich voneinander getrennten Stellen vorgesehen sind und die insbesondere Straßenverkehrssignalanlagen zugehörig sind, wobei den einzelnen Steuereinrichtungen Signalprogrammbefehle von einer gemeinsamen Steuerzentrale zuführbar sind und wobei in der jeweiligen Steuereinrichtung die Zeitpunkte von Schaltwünschen zur Signalprogrammänderung innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne durch gesonderte Markierungen festgelegt werden, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Steuereinrichtung (EAD, CD, Ctr, Con, Pm) eine von einem Zeitzeichen-Funksender ausgesendete aktuelle Zeitinformation aufgenommen und mit einer den Zeitpunkt des jeweils letzten berücksichtigten Schaltwunsches angebenden Markierinformation zu einer Korrektur-Steuerinformation verarbeitet wird, nach Maßgabe der der Betrieb der jeweiligen Steuereinrichtung synchronisiert wird.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Korrektur-Steuerinformation dadurch gebildet wird, daß zwischen der aktuellen Zeitinformation und dem den letzten berücksichtigten Schaltwunsch angebenden Zeitpunkt eine Zeitdifferenz gebildet wird, die durch die Dauer der maßgebenden Signalplan-Umlaufperiode dividiert wird, und daß mit Hilfe des dabei gewonnenen Divisionsrestes ein der Steuereinrichtung zugehöriger Signalplan-Umlaufzähler (Ctr) eingestellt wird.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß vor Durchführung der Division von der ermittelten Zeitdifferenz gegebenenfalls eine Versatzzeit subtrahiert wird.
     
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß anhand der aktuellen Zeitinformation ein durch die jeweilige Steuereinrichtung abzuwickelnder Tagesprogrammplan ermittelt wird.
     
    5. Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß jede Steuereinrichtung eine aktuelle Zeitinformationen aufnehmende und auswertende Empfangs- und Auswerteeinrichtung (EAD) mit nachgeschalteter Recheneinrichtung (CD) enthält, mit der ein synchronisierbarer Umlaufzähler (Ctr) einer Signal plan-Ablaufsteuereinrichtung (Con) verbunden ist, daß die Empfangs-und Auswerteeinrichtung (EAD) einen eine Anzahl unterschiedlicher Tagesprogrammpläne enthaltenden Speicher (Sp3) und einen den Tagesprogrammplänen zugehörige Schaltwünsche in Form von Zeitmarkierungen enthaltenden Speicher (Sp4) umfaßt, dessen gegebenenfalls vorhandene Zeitmarkierungen mit der aktuellen Zeitinformation in einem Vergleicher (Vgl2) vergleichbar sind, der bei Ermittelung eines Schaltwunsches ein entsprechendes Auslösesignal an die Recheneinrichtung (CD) abgibt, und daß die Recheneinrichtung (CD) Subtrahierschaltungen (Subl, Sub2) zur Ermittelung der Zeitdifferenz zwischen dem jeweiligen aktuellen Zeitpunkt und der den zuletzt berücksichtigten Schaltwunsch angebenden Zeitmarkierung sowie eine Divisionsschaltung (Div) enthält, welche die ermittelte Zeitdifferenz durch die Umlaufdauer des gerade maßgebenden Signalplanes dividiert und welche den Divisionsrest an den Umlaufzähler (Ctr) der Signalplan-Ablaufsteuer- eiarichtung(Con) zu dessen Einstellung abgibt.
     
    6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet , daß bei Nichtermittelung eines Schaltwunsches für den Tagesprogrammplan, der dem durch die aktuelle Zeitinformation festgelegten Tag zugehörig ist, eine Schaltwunschermittelung in dem den vorhergehenden Tag zugehörigen Tagesprogrammplan durchführbar ist.
     
    7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Empfangs- und Auswerteeinrichtung (EAD) und die Recheneinrichtung (CD) einen Mikroprozessor enthalten, der die Ermittelung des jeweils in Frage kommenden Tagesprogrammplanes sowie die Ermittelung des zuletzt aufgetretenen Schaltwunsches und die Berechnung der Korrektur-Steuerinformation für den Umlaufzähler (Ctr) der Signalplan-Ablaufsteuereinrichtung (Con) steuert.
     




    Zeichnung













    Recherchenbericht