[0001] Die Erfindung betrifft einen monolithisch integrierten Halbleiterspeicher mit längs
paralleler Zeilen bzw. Spalten angeordneten Speicherzellen, bei dem die zu den einzelnen
Zeilen bzw. Spalten gehörenden Speicherzellen über entsprechend, geführte elektrische
Leitungen mit einander in Verbindung stehen.
[0002] Die Speicherzellen bei den bekannten Speichern.dieser Art sind entweder Einzelelemente
oder aus mehreren Schaltungsteilen aufgebaute Speicherzellen, nämlich Flip-Flopzellen.
Allen diesen Speicherzellen ist gemeinsam, daß sie zwei logische Zustände, nämlich
den Zustand der "0" und den Zustand der "1" annehmen können. Neben den Matrixspeichern
gibt es auch Serienspeicher, bei denen die einzelnen Speicherzellen ausschließlich
hintereinander geschaltet, d.h. also daß sie nicht wie bei den Matrixspeichern gleichzeitig
ansprechbar sind. Eine Ausnahme bilden lediglich die Schieberegister, indem die Schiebetakte
allen Zellen des Registers gleichzeitig zugeführt werden. Hingegen sind die einzelnen
Zellen eines Schieberegisters hinsichtlich der zu speichernden Informationen in derselben
Weise, wie bei den anderen Serienspeichern, hintereinander geschaltet.
[0003] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen monolithisch integrierten Halbleiterspeicher
zu schaffen, der eine Verbindung zwischen den Matrixspeichern und den Serienspeichern
darstellt und gewisse Aufgaben, für deren Bewältigung man bisher Mikroprozessoren
eingesetzt hat, in einfacherer Weise zu lösen imstande ist.
[0004] Erfindungsgemäß wird ein monolithisch integrierter Halbleiterspeicher mit längs paralleler
Zeilen bzw. Spalten angeordneten-Speicherzellen vorgeschlagen, bei dem die zu den
einzelnen Zeilen bzw. Spalten gehörenden Speicherzellen über entsprechend
'geführte'elektrische Leitungen miteinander in Verbindung stehen, und welcher dadurch
gekennzeichnet ist, daß die einzelnen Speicherzellen als taktgesteuerte Schieberegisterzellen
ausgebildet sind.
[0005] Im folgenden werden zunächst allgemeine für die Weiterentwicklung der Erfindung vorteilhafte
Gesichtspunkte dargelegt.
1. Am günstigsten ist es, wenn die einzelnen.Speicherzellen durch quasistatische Schieberegisterzellen
gegeben sind, weil diese einen geringeren schaltungsmäßigen Aufwand als taktgesteuerte
Flip-Flopzellen als Schieberegisterzellen erfordern. Allerdings ist im Falle der Verwendung
quasistatischer Schieberegisterzellen eine etwas kompliziertere Taktimpulsfolge als
im Falle der Verwendung taktgesteuerter Flip-Flopzellen als Speicherzellen erforderlich.
2. Die Registerzellen der ersten Zeile (oder der ersten Spalte) der Matrix dienen
gemeinsam als Informationseingänge, so daß die Information in Form eines Binärwortes
parallel eingelesen wird. Die Gesamtheit der Speicherzellen der ersten Matrixzeile
(oder der ersten Matrixspalte) bilden in sich ein taktgesteuertes Schieberegister,
innerhalb dessen die jeweils parallel eingelesene Information z.B. von links nach
rechts (oder von oben nach unten) bis zu dem durch die letzte Registerzelle der ersten
Matrixzeile (oder durch die unterste Registerzelle der ersten Matrixspalte) gegebenen
Ausgang des betreffenden Schieberegisters transportierbar ist.
3. Die Gesamtheit der in den einzelnen Matrixzeilen befindlichen Registerzellen sowie
die Gesamtheit der in den einzelnen Matrixspalten befindlichen Registerzellen bilden
jeweils ein Schieberegister. Hat die Matrix m Zeilen und n Spalten, so hat man auf
diese Weise insgesamt (m+n) Schieberegister.
4. Die Taktversorgung der Gesamtheit der genannten Schieberegister kann einerseits
durch eine gemeinsame Taktfolge bzw. Kombination von Taktfolgen gegeben sein. Es können
aber auch den einzelnen Zeilen (bzw. Spalten) der Matrix unterschiedliche Taktfolgen
zugemessen sein. Letzteres ist vor allem dann der Fall, wenn man eine Informationsauslese
nach bestimmten Gesichtspunkten erreichen will.
[0006] Eine bevorzugte Ausgestaltung eines Halbleiterspeichers gemäß der Erfindung wird
nun anhand der Figuren 1 bis 3 zugeführt. Dabei ist in Fig. 1 ein Blockschaltbild
ohne Details bezüglich der einzelnen Speicherzellen, in Fig. 2 die Verwendung quasistatischer
Schieberegisterzellen und deren Anschaltung und in Fig. 3 ein Beispiel für die Ableitung
der zur Steuerung der Speichermatrix erforderlichen Hilfssignale gezeigt.
[0007] Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel hat man eine Matrix M aus vier
Zeilen und vier Spalten und damit aus acht Schieberegisterzellen S
11, S
12,..S
14,
S21' S
22,....S
43,
S44' Für das Folgende werden die einzelnen Zellen der Matrix M mit S
ik bezeichnet, wobei der Index "i" die Nummer der betreffenden Zeile und der Index "k"
die Nummer der betreffenden Spalte der Matrix M bedeutet, in welcher das jeweilige
Element angeordnet ist. Jede der Schieberegisterzellen S
ik hat einen Takteingang t und mindestens einen Informationseingang e sowie mindestens
einen Eingang s für ein Schaltsignal V
2. Innerhalb der Matrix M sind die innerhalb der einzelnen Matrixzeilen und Matrixspalten
angeordneten Schieberegisterzellen S
ik nach Maßgabe ihrer Reihenfolge innerhalb der betreffenden Zeile bzw. Spalte derart
zusammengeschaltet, daß der Informationseingang einer gegebenen Registerzellen S
ik mit dem korrespondieren Signalausgang a sowohl der Registerzelle S
i-1,
k als auch der Registerzelle S
i,k-1 verbunden ist, während der Signalausgang a der Registerzelle S
ik an dem
Informationseingang e der Registerzellen S
i+1,k und S
i,k+1 liegt.
[0008] Aufgrund dieser Schaltung ist erreicht, daß die innerhalb einer jeden Zeile i der
Matrix M liegenden Registerzellen Si
k mit k = 1, 2,... n ein vollständiges Schieberegister mit dem Ausgang A
i bilden. Außerdem ist erreicht, daß sämtliche innerhalb jeder Spalte k der Matrix
M liegenden Registerzellen S
ik mit i = 1, 2,....m ebenfalls zusammen ein Schieberegister bilden, so daß die Matrix
M sich aus (m+n) Einzelschieberegistern zusammensetzt, wobei m die Anzahl ihrer Zeilen
und n die Anzahl ihrer Spalten bedeutet. Auch die den Matrixspalten entsprechenden
Schieberegister können bei Bedarf mit einem jeweils durch die letzte Zelle S
mk der einzelnen Matrixspalten definierten Signalausgang versehen sein.
[0009] Die Informationseingänge D
k (k = 1, 2,..n) der Matrix M dienen bei den in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen
außerdem zur Beaufschlagung eines aus den Zellen R
k (k = 1, 2,..n) aufgebauten weiteren Schieberegisters SR mit dem Ausgang A, das jedoch
nicht zur Beaufschlagung der Matrix M vorgesehen ist, sondern die jeweils an den Eingängen
D
1, D
2,...D
n jeweils anliegende Information, also das jeweils anhängige und aus n Bit bestehende
Digitalwort, im Parallelbetrieb aufnimmt und im Serienbetrieb über den Ausgang A an
weitere, hier nicht näher zu erörternde Schaltungsteile weitergibt. Zur Steuerung
des Schieberegisters SR ist ein Takt TM
1 und zu seiner Aktivierung ein Aktivierungssignal V
1 vorgesehen.
[0010] Für die Taktversorgung der Registerzellen S
ik der Speichermatrix M ist ein Taktsignal TM
2 vorgesehen, das gleichzeitig an den Takteingängen t aller Registerzellen S
ik der Matrix M anhängig ist, wie dies aus Fig. 1 zu erkennen ist. Schließlich ist noch
ein weiterer Takt TM
3 vorgesehen, der in nach zu beschreibender Weise an die Zellen S
ik der Matrix gelegt ist.
[0011] Die praktische Ausführung der in Fig. 1 im Blockschaltbild dargestellten Schaltung
gestaltet sich, wie bereits erwähnt, am einfachsten und hinsichtlich der Integrierbarkeit
am günstigsten, wenn als Speicherzellen S
ik sog. quasistatische Schieberegisterzellen verwendet werden. Dies ist bei dem aus
Fig. 2 ersichtlichen Ausführungsbeispiel der Fall.
[0012] Die quasistatischen Schieberegisterzellen S
ik bestehen in an sich bekannter Weise aus jeweils drei MOS-Feldeffekttransistoren vom
Anreicherungstyp, die als Transfertransistoren dienen. Dabei ist der Signaleingang
e der einzelnen Zelle S
ik über die Source-Drainstrecke eines ersten Transistors T
1 mit dem Eingang eines Inverters I und außerdem mit der Source-Drainstrecke des Transfertransistors
T
3 verbunden. Der Ausgang des Inverters I liegt über der Source-Drainstrecke des Transfertransistors
T
2 am einen Eingang eines NOR-Gatters N, dessen anderer Eingang durch ein Resetsignal
Re zu steuern ist, Über die Reihenschaltung der beiden Transfertransistoren T
1 und T
3 ist der Signaleingang e der quasistatischen Schieberegisterzelle S
ik mit dem durch den Ausgang des NOR-Gatters N gebildeten Ausgang a der quasistatischen
Schieberegisterzelle verbunden.
[0013] Für die Steuerung der Gates der Transfertransistoren T
2 aller dieser quasistatischen Schieberegisterzellen R
k und S
ik ist ein gemeinsames Taktsignal TS, zur Steuerung der Gates der Transfertransistoren
T
3 ein gemeinsames Taktsignal TSS vorgesehen. Die Gates der Eingangs-Transfertransistoren
T
1 werden, sofern die betreffende Zelle dem ZusatzSchieberegister SR angehört und es
sich somit um eine Zelle R
k handelt, durch den Takt TM
1, sofern die betreffende Zelle der eigentlichen Matrix M angehört, also bei den Zellen
S
ik, durch den Takt TM
2 gesteuert. Beide Taktfolgen TM
1 und TM
2 werden zusammen mit dem bereits genannten Takt TM
3 von einem Taktsignal TM abgeleitet, welches zusammen mit den Taktfolgen TS und TSS
von einem gemeinsamen Taktgeber erzeugt wird. Der Taktgeber ist zweckmäßig entsprechend
den Ausführungen der DE-Patentanmeldung P 28 45 379.4 (VPA 78 P 1191) ausgestaltet.
[0014] Der in dieser Anmeldung beschriebene Taktgeber ist imstande, drei periodische Taktimpulsfolgen
TM, TS und TSS abzugeben, die dieselbe Frequenz aufweisen. Die Taktfolge TM besteht
aus zeitlich äquidistanten Rechteckimpulsen mit den Pegeln "0" und "1". Dasselbe gilt
für die Taktfolge TS. Jedoch sind die Impulse der Folge TM so gegen die Impulse der
Folge TS abgestimmt, daß die Impulse TS nur dann den Pegel "1" haben, wenn kein Impuls
der Folge TM den Pegel "1" hat. Außerdem ist zwischen den Flanken der Einzelimpulse
von TM und den Flanken der jeweils benachbarten Einzelimpulse der Folge TS eine nicht
verschwindenie Zeitdifferenz gegeben so daß eine Überlappung von Im- pulsen der olge
TM durch Impulse der Folge TS dze. eine Überlappung von Impulsen TS durch impulse
TS grarasatz-lich ausgeschlossen ist. Die Einzelimpulse der Folge TSS fallen zeitlich
mit den Einzelimpulsen der Folge TS zusammen, was exakt für die Übergänge von "1"
auf "0" gilt. Hingegen haben die Einzelimpulse der Folge TSS im Gegensatz zu den Impulsen
TS merklich schräg ansteigende Übergänge von "0" auf "1" und dementsprechend eine
im Vergleich zu den Impulsen TS kerklich verkürzte Dauer des Pegels "1" bei den einzelnen
Impulsen.
[0015] Die Dateneingänge D
k dienen, wie bereits oben erwähnt, jeweils zur Beaufschlagung des Dateneingangs e.
je einer der Registerzellen S
1k der ersten Zeile der Matrix M. Dazu ist jeder der Zellen S
1k jeweils ein durch das Aktivierungssignal V
2 gesteuerter weiterer Transfertransistor T
4 zugeteilt, über welchen der Dateneingang D
k unter Umgehung des vom Takt TM
2 gesteuerten Transfertransistors T
1 an den Eingang des Inverters I der jeweils zugehörigen Schieberegisterzelle S
1k gelegt ist. Das Aktivierungssignal V
2 wird - ebenso wie die Takte TM
1, TM
2 und TM
3 und das Aktivierungssignal V
1 - aus den Takten der Folge TM abgeleitet.
[0016] Die Verbindung zwischen dem Informationsausgang a der Zelle S
1k und dem Informationseingang e der jeweils folgenden Zelle S
1,k+1 der ersten Zeile der Matrix M ist jeweils eine leitende Verbindung gegeben, die im
Inneren der folgenden Zelle S
1,k+1 weiter über den vom Takt TM
2 gesteuerten Transfertransistor T
1 bis zum Eingang des NOR-Gatters N der betreffenden Zelle verlängert ist. Die Transfertransistoren
T
1 und T
4 dienen also beide der Steuerung der Informationszufuhr an den durch den Eingang des
Inverters I gegebenen eigentlichen Eingang e der quasistatischen Schieberegisterzelle
S
1k. Man erkennt unmittelbar, daß beim Auftreten eines Taktes aus der Folge TM
2 die Gesamtheit der Registerzellen S
1k der ersten Matrixzeile als zum Ausgang A
1 führendes Schieberegister arbeitet, während beim Auftreten eines Taktes V
2 die an den Dateneingängen D
k anliegende Information parallel in dieses Schieberegister und damit in die Matrix
M eingelesen wird, während beim Auftreten eines Taktimpulses TM
2 die in den Zellen S
1k der ersten Matrixzeile eingelesene Information innerhalb des durch diese Zellen gegebenen
Schieberegisters jeweils um eine Zelle in Richtung auf den Ausgang A
1 verschoben wird.
[0017] Ähnlich ist die Schaltung der Schieberegisterzellen S
ik in den übrigen Zeilen der Matrix M, also den Zeilen 2 bis m. Demgemäß ist der durch
den Inverter I der jeweils betrachteten Zeile befindlichen Registerzelle S
ik gegebene Eingang e der betreffenden Zelle einmal über den durch den Takt TM
2 gesteuerten und den Takteingang t bildenden Transfertransistor an den Ausgang a der
in derselben Zeile liegenden vorangehenden Zelle S
i,k-1 gelegt. Außerdem wei- sen auch diese Registerzellen S
ik mit i

1 einen zusätzlichen Transfertransistor T
5 auf, der durch den bereits genannten Takt TM
3 gesteuert ist, und der den durch den Eingang des Inverters I der betreffenden Registerzelle
S
ik gegebenen Informationseingang dieser Zelle mit dem Signalausgang a der Zelle S
i-1,k, also der in der betreffenden Matrixspalte jeweils vorgestellten Registerzelle verbindet.
[0018] Man erkennt unmittelbar, daß durch die Aktivierung der Transfertransistoren T
1 durch das Signal TM
2 die Registerzellen innerhalb der einzelnen'Zeilen sich zu einem Schieberegister ergänzen,
während durch Aktivierung der Transfertransistoren T
5 durch das Signal TM
3 die innerhalb der einzelnen Spalten liegenden Registerzellen ihrerseits ein Schieberegister
zusammen bilden.
[0019] Die Ausgänge der Matrix M sind durch die Signalausgänge a der Registerzellen S
in der letzten Matrixspalte gegeben. Als weitere Ausgänge können ggf. auch die Signalausgänge
a der Registerzellen S
mk der letzten Matrixzeile dienen.
[0020] Die Dateneingänge D
k der Matrix M sind in zu den Registerzellen S
1k der ersten Matrixzeile analoger Weise an den Dateneingang a je einer Registerzelle
R
k des Zusatzschieberegisters SR gelegt und ermöglichen auf diese Weise die Paralleleinschreibung
der an den Eingängen D
k anhängigen Information in dieses Schieberegister SR. Hierzu ist der jeweilige Dateneingang
D
k an den Eingang e der jeweils zugeordneten Registerzelle R
k über die Source-Drainstrekke je eines Transfertransistors T

gelegt, während die Verbindung zwischen dem Ausgang der Zelle R
k und der jeweils folgenden Zelle R
k+1 über den Transfertransistor T
1 der betreffenden Registerzelle R
k+1 vermittelt wird. Die Gesamtheit der Transfertransistoren T

wird durch das Signal V
1 gesteuert, das ebenso wie das Signal V
2 von den Takten TM abgeleitet wird. Die Gesamtheit der Transfertransistoren T
1 der Zellen R
k des Zusatzschieberegisters SR wird hingegen von den bereits erwähnten Takten TM
1 gesteuert, die ebenfalls mittels der Takte TM gewonnen werden.
[0021] Hinsichtlich der Erzeugung der zum Betrieb der Schaltung gemäß Fig. 1 und Fig. 2
benötigten Signale TM
1, TM
2, TM
3, V
1 und V
2 wird auf die Fig. 3 verwiesen.
[0022] Bei der in Fig. 3 dargestellten Schaltung ist die Speichermatrix M und das Schieberegister
SR durch einen gemeinsamen Block M+RS angedeutet. Ein gemeinsamer Taktgeber TG ist
vorgesehen. Er ist zur Abgabe der Impulsfolgen TS, TSS und einer Impulsfolge TM geeignet.
Die Impulse erscheinen mit gleicher Frequenz. Der die Impulsfolge TS liefernde Ausgang'des
Taktgebers TG liegt an den Gates der Transfertransistoren T
2 aller Schieberegisterzellen S
ik und R
k. Der die Impulse TSS liefernde Ausgang des Taktgebers TG ist mit den Gates der Transistoren
T
3 der genannten Schieberegisterzllen verbunden. Der die Impulse TM liefernde Ausgang
des Taktgebers TG schließlich ist an den einen Eingang und über einen Inverter I
1 an den anderen Eingang eines aus vier Zählstufen aufgebauten Dualzählers Z
1 gelegt. Die Anzahl der Zählstufen F
k des Dualzählers Z
1 entspricht im allgemeinen Fall der Anzahl der Dateneingänge D
k und damit der Anzahl n der Spalten der Speichermatrix M. Dementsprechend sind die
einzelnen Zählstufen F
k des Dualzählers Z
1 jeweils einem Dateneingang D
k und den von diesem beaufschlagten Registerzellen S
1k bzw. R
k zugeordnet. Die Zählstufen F
k sind im Beispielsfall durch je ein Toggle-Flip-Flop gegeben.. Dementsprechend führen
die Q-Ausgänge der Zählstufen F
k in der Reihenfolge ihrer Anordnung im Dualzähler Z
1 den Zählstand und die Q-Ausgänge den invertierten Zählstand. Demzufolge ist der Q-Ausgang
der Zählstufe F
k mit dem Dateneingang D
k der Matrix M verbunden.
[0023] Ein vorgegebener Zählstand des Dualzählers Z
1 dient zur Steuerung eines UND-Gatters U. In dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel
ist dies der Zählstand "12". Bei diesem Zählstand liegt an den Q-Ausgängen der Zählstufe
F
4 und der Zählstufe F
3 eine "0" und an den Q-Ausgängen der Zählstufen F
1 und F
2 eine "1". Demgemäß muß man, um das mit vier Eingängen versehene UND-Gatter U ausschließlich
durch den Zählstand"12" zu steuern, die Q-Ausgänge der Zählstufen F
1 und F
2 und die Q-Ausgänge der Zählstufen F
3 und F
4 an je einen Eingang des UND-Gatters U legen, wie dies aus Fig. 3 ersichtlich ist.
Ist der Zählstand "12" erreicht, dann erscheint am Ausgang des UND-Gatters U ein Impuls,
der folgende Aufgaben hat:
1. Die von dem UND-Gatter U gelieferten Impulse dienen als Zählimpulse für einen zweiten
Dualzählar Z2, der gewissermaßen eine Erweiterung des ersten Dualzählers Z1 bildet. Denn jedesmal beim Erscheinen des Zählstandes "12" erhält der Zähleingang
des zweiten Dualzählers Z2 einen Impuls, mit dessen Hilfe der Zählstand des zweiten Zählstandes aufgebaut wird.
2. Die vom UND-Gatter U gelieferten Impulse dienen außerdem zur Steuerung eines ODER-Gatters
OR, dessen anderer Eingang durch Resetimpulse Re zu steuern ist. Der Ausgang dieses
ODER-Gatters OR liegt an den Reseteingängen R des ersten Dualzählers Z1, während die Reseteingänge R des zweiten Dualzählers Z2 unmittelbar von den Resetimpulsen beaufschlagt sind. Demzufolge schaltet der erste
Dualzähler Z1 jedesmal auf den Zählstand "0", wenn das UND-Gatter U anspricht (also im Beispielsfall
mit dem Erreichen des Zählstandes "12"). Außerdem schalten gleichzeitig die beiden
Zähler auf den Zählstand "0", wenn ein, z.B. über den Taktgeber TG oder einen sonstigen
Teil der Schaltung in bekannter Weise zu erzeugender Resetimpuls Re anhängig ist.
[0024] Während die Anzahl der Zählstufen des Zählers Z
1 gleich der Zahl n der Spalten k der Matrix M ist und die Zahl der verschiedenen Zählstände
des Zählers Z
1 demgemäß durch 2
n+1-
1 gegeben ist, richtet sich die Anzahl der Zählstu- fen F

(j = 1, 2, 3,...) des zweiten Dualzählers Z
2 nach den Gesichtspunkten, denen die Schaltung im Einzelfall zu dienen hat. Die Aufgabe
des Dualzählers Z
2 ist, mittels eines Dekoders D die Erzeugung der Takte TM
1, TM
2' TM
3 sowie der Aktivierungssignale V
1 und V
2 zu steuern. Dabei ist dafür zu sorgen, daß die Impulse TM
2 und TM
3 nicht gleichzeitig erscheinen, während dies bei den Impulsen TM
1 und TM
2 in vielen Fällen erwünscht sein kann. Ein Zahlenbeispiel für die Zählstände, bei
denen die Impulse V
1, V
2 usw. erscheinen,ist in Fig. 3 angegeben.
[0025] Hinsichtlich des Aufbaus des zweiten Dualzählers Z
2 sowie seiner Zählstufen F

gilt dasselbe wie für den Zähler Z
1.
[0026] Im Beispielsfall besteht der Zähler Z
2 aus den Zählstufen F

, F*
2, F

, wobei der eine Eingang der ersten Zählstufe F
1 unmittelbar, der zweite Eingang dieser Zählstufe über einen Inverter I
2 an den Ausgang des UND-Gatters U gelegt ist. Durch die verschiedenen Ausgänge Q und
Q ist der Dekoder D gesteuert. Da sich der innere Aufbau des Dekoders D nach allgemein
bekannten Gesichtspunkten richtet und von Fall zu Fall verschieden sein kann, ist
von detaillierten Darstellung Abstand genommen.
[0027] Die zwischen dem Dekoder D und den Eingängen für die Steuerimpulse TM
1, TM
2' TM
3' V
1 und V
2 der Matrix M vermittelnde Logik kann als ein Teil des Dekoders D aufgefaßt werden.
Es besteht aus den ODER-Gattern 0 und 0 , sowie den UND-Gattern U
1, U
2, U
3, U
4, die in der Aus Fig.3 ersichtlichen Weise durch den Taktgeber TG mit dem Takt TM,
durch den Ausgang des UND-Gatters U sowie durch einzelne Zählstände des Dualzählers
Z
2 über den Dekoder D gesteuert sein können. Auch hier soll von der Beschreibung von
Einzelheiten abgesehen werden, sofern sie nicht aus der Fig. 3 zu ersehen sind.
[0028] Wie aus Fig. 3 hervorgeht,: dienen die von dem UND-Gatter U gelieferten Impulse nicht
nur zur Steuerung des Zählers Z
2 und - über das ODER-Gatter OR zur Steuerung der Rücksetzung des Dualzählers Z
1, sondern auch noch dazu, um die Impulse TM
1, TM
2, TM
3, V
1 und V
2 abzuleiten. Das UND-Gatter U
1 dient zur Erzeugung des Signals V
1. Es hat drei Eingänge, wovon der erste durch den Ausgang des UND-Gatters U, der zweite
durch den vom Taktgeber TG gelieferten Takt TM und der dritte durch den Dekoder D
nach Maßgabe bestimmter Zustände des Zählers Z
2 gesteuert ist. Im Beispielsfall ist dies der Zählstand "0".
[0029] Das UND-Gatter U
2 dient zur Erzeugung des Signals V
2. Es hat ebenfalls drei Eingänge, von denen der erste durch das UND-Gatter U, der
zweite durch den Takt TM und der dritte durch den Dekoder D unter Vermittlung des
ODER-Gatters 0 bei den Zählständen "0" und "1" des Zählers Z
2 gesteuert ist. Das der Erzeugung der Impulsfolgen TM
1 und TM
2 dienende UND-Gatter U
3 hat zwei Eingänge, von denen der eine durch den Dekoder D (z.B. beim Zählstand "6"
von Z
2) gesteuert ist.
[0030] Der Takt TM3 dient der Aufgabe, eine spaltenparallele Informationsverschiebung in
der Matrix M zu ermöglichen. Für seine Erzeugung ist das UND-Gatter U
4 vorgesehen, dessen erster Eingang durch das UND-Gatter U, dessen zweiter Eingang
durch den vom Taktgeber TM und dessen letzter Eingang unter Vermittlung des ODER-Gatters
0 über den Dekoder D bei den Zählständen "1", "2", "3" und "4" des Dualzählers Z
2 gesteuert ist.
[0031] Zu bemerken ist, daß es sich bei der beschriebenen Weise der Steuerung der Matrix
M über den Dualzähler Z
2 sich nur um ein Ausführungsbeispiel handelt, das auf einen bestimmten Zweck (Steuerung
einer elektronischen Orgel) gerichtet ist. Demzufolge richtet sich die Anzahl der
Zählstufen des zweiten Dualzählers Z
2 in diesem Fall nach der Zahl der für die Taktsteuerung erforderlichen Zustände (sowie
nach der Zahl der verwendeten Oktaven), um hierfür im einzelnen die verschiedenen
Zustände zu gewährleisten.
[0032] Die Takte TM, TS und TSS werden vom Taktgeber TG kontinuierlich geliefert. Beim Auftreten
eines Aktivierungssignals V
1 geht die an den Dateneingängen D
k jeweils anliegende Information im Parallelbetrieb in das Zusatzschieberegister SR
und beim Auftreten eines Aktivierungssignals V
2 in das durch die Gesamtheit der Speicherzellen S
1k der ersten Zeile der Matrix M gegebene Schieberegister. Für die Weitergabe der Information
aus der ersten Zeile der Matrix M in die zweite Zeile bzw, die folgenden Zeilen ist
ein Takt TM
3 erforderlich, während beim Auftreten eines Taktes TM
2 die Information innerhalb des durch die jeweilige Matrixzeile definierten Schieberegisters
bis zu dessen Ausgang A
i erfolgen kann. Es ist deshalb angebracht, wenn die Taktimpulse TM
2 und TM
3 nicht gleichzeitig erscheinen.
[0033] Beispielsweise ist folgende Betriebsweise möglich:
In das erste Schieberegister SR werden die anfallenden Binärworte seriell oder parallel
eingegeben, was jedesmal beim Auftreten eines Taktimpulses V1 der Fall ist. Ebenso geht die Information beim Auftreten des Aktivierungsimpulses
V2 an das durch die erste Matrixzeile gegebene Schieberegister, was ebenfalls durch
paralleles Einlesen über die Dateneingänge Dk als auch durch serielle Eingabe über die erste Registerzelle S11 der ersten Zeile unter Vermittlung der Takte TM2 (die dann ohne Unterbrechung durch Takte TM3 erfolgt) möglich ist.Weitere ankommende Datenworte werden jeweils nach Übergang der
in der ersten Matrixzeile vorhandenen Information in die zweite Matrixzeile und von
da in die dritte Zeile usw. von dem durch die erste Matrixzeile gegebenen Schieberegister
parallel oder im Serienbetrieb aufgenommen. Dabei kann z.B. die Informationsaufnahme
und Informationsweitergabe im Zusatzschieberegister SR gesperrt sein, wenn die Aktivierungsimpulse
V1 nicht gegeben werden. Dadurch bleiben bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel
die vier zuletzt eingegeben Worte in den durch die Zeilen der Matrix M gegebenen Schieberegistern
und das zuerst eingegebene Wort im Zusatzschieberegister SR stehen. Nun können alle
diese Schieberegister mit den (gleichzeitig erscheinenden )Impulsen TM1 und TM2 beaufschlagt werden, so daß die jeweils gespeicherten Binärworte an den Ausgängen
A, A1,....Am, also beispielsweise A, A1-A4, erscheinen.
[0034] Sollen stattdessen z.B. die drei ersten und die zwei letzten Binärworte ausgesucht
und abgespeichert werden, so sind die drei ersten Worte in drei aufeinanderfolgenden
Schieberegistern entsprechend dem Schieberegister SR vorzusehen, in die parallel oder
seriell die Worte eingeschoben werden können. Das Steuerwerk gibt weitere Schiebeimpulse
nur auf die restlichen.zwei Schieberegister. In diewerden dann nur die letzten zwei
Worte aufgespeichert. Auch eine Hintereinanderschaltung der einzelnen Schieberegister
ist möglich. Die einzelnen Teile erhalten aber nur dann Schiebeimpulse, wenn ein Wort
auftritt, das z.B. von der Leerinformation abweicht.
[0035] Die zu verarbeitenden Digitalworte können aus verschiedenen Quellen stammen. Eine
mögliche Quelle ist durch den ersten Dualzähler Z
1 gegeben, dessen Zählausgänge Q und ggf. auch Q dann nach Maßgabe der Reihenfolge
der Zählstufen F
k und der Reihenfolge der Spalten k der Matrix M je einem der Dateneingänge D
k zugeordnet, d.h. in diesem Falle direkt bzw. indirekt mit dem betreffenden Dateneingang
D
k verbunden sind.
[0036] Es steht außerdem die Möglichkeit offen, jedem der zeilenparallelen Schieberegister
bzw. jedem der spaltenparallelen Schieberegister der Matrix M individuell bei entsprechender
Abänderung der Takterzeugung und Taktzufuhr jeweils einen individuellen Schiebetakt
zuzuordnen.
1. Monolithisch integrierter Halbleiterspeicher mit längs paralleler Zeilen bzw. Spalten
angeordneten Speicherzellen, bei dem die zu den einzelnen Zeilen bzw. Spalten gehörenden
Speicherzellen über entsprechend geführte elektrische Leitungen mit einander in Verbindung
stehen, dadurch gekenn- zeichnet, daß die einzelnen Speicherzellen als taktgesteuerte Schieberegisterzellen
(Sik) ausgebildet sind.
2. Halbleiterspeicher nach Anspruch 1, dadurch gekenn- zeichnet, daß die einzelnen Speicherzellen (Sik) als quasistatische Schieberegisterzellen ausgebildet sind.
3. Halbleiterspeicher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,daß für die einzelnen
Speicherzellen (Sik) eine Anschaltung derart getroffen ist, daß sowohl die in den einzelnen Zeilen (i)
befindlichen Schieberegisterzellen einerseits, als auch die in den einzelnen Spalten
der Matrix (M) befindlichen Schieberegisterzellen andererseits jeweils zu je einem
taktgesteuerten Schieberegister zusammengefaßt bzw. zusammenfaßbar sind.
4.Halbleiterspeicher nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich- net, daß für die zeilenparallelen Schieberegister der Matrix (M) ein gemeinsamer
erster Takt (TM2) und für die spaltenparallelen Schieberegister der Matrix (M) ein gemeinsamer zweiter
Takt (TM3) vorgesehen ist.
5. Halbleiterspeicher nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang
(a) jeder der Schieberegisterzellen (Sik) durch ein NOR-Gatter (N) mit zwei Eingängen gegeben ist, daß dabei der eine Eingang
für die Beaufschlagung durch ein Resetsignal (Re), der andere Eingang für die Beaufschlagung
durch einen über eine Taktfolge (TS) gesteuerten Transfertransistor (T2) und einem diesem vorgeschalteten Inverter (I) vorgesehen ist, daß ferner der Signaleingang
(e) des Inverters (I) über einen dritten Transfertransistor (T3) mit dem den Signalausgang (a) der Speicherzelle (Sjk) bildenden Ausgang (a) des NOR-Gatters (N) verbunden ist, daß weiterhin das Gate
des dritten Transfertransistors (T3) durch eine weitere, im wesentlichen mit den Impulsen der ersten Taktfolge (TS) synchrone
zweite Taktfolge .(TSS) gesteuert ist und daß schließlich der Eingang (e) einerseits
über einen taktgesteuerten ersten Transfertransistor (T1) für den zeilenparallelen Schieberegisterbetrieb durch ein erstes Taktsignal (TM2) anderseits über einen taktgesteuerten vierten vierten Transfertransistor (T4) für den spaltenparallelen Schiebergisterbetrieb schaltbar ist.
6. Halbleiterspeicher nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Speicherzellen
(S1k) der ersten Matrixzeile durch ein auf den vierten Transfertransistor (T4) wirkendes Aktivierungssignal (V2) an eine Anzahl n von Dateneingängen (Dk) im Parallelbetrieb anschaltbar sind.
7. Halbleiterspeicher nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Speicherzellen
(S1k) der ersten Matrixzeile im Serienbetrieb auf einen einzigen Informationseingang schaltbar
sind.
8. Halbleiterspeicher nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
die Speicherzellen (Sik) der Matrix (M) auf den zeilenparallelen Schieberegisterbetrieb schaltetenden Impulse
(TM2) und die diese Speicherzellen auf den spaltenparallelen Schieberegisterbetrieb schaltenden
Impulse (TM3) in einer gemeinsamen Anlage (Z1, Z2, D) derart erzeugt sind daß eine Gleichzeitigkeit von Impulsen beider Impulsfolgen
ausgeschlossen ist.
9. Halbleiterspeicher nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Dateneingänge der Speichermatrix (M) zur Beaufschlagung eines zusätzlichen Schieberegisters
(SR) vorgesehen sind.
10. Halbleiterspeicher nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die von einem
Taktgeber (TG) gegebenen Impulse einer Taktimpulsfolge (TM) zur Steuerung eines Dualzählers
(Z2) und wenigstens ein Zählstand dieses Dualzählers jeweils zur Erzeugung je einer der
Impulsfolgen (TM2 bzw. TM3)bzw. eines Aktivierungssignals (V2) über einen gemeinsamen Dekoder (D) vorgesehen ist.