[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Gurtbandes der
im Oberbegriff von Anspruch 1 genannten Art. Ein derartiges Verfahren ist aus der
Deutschen Offenlegungsschrift 27 19 382 derselben Anmelder bekannt.
[0002] So hergestellte Gurtbänder werden hauptsächlich für Sicherheitsgurte in Kraftfahrzeugen
verwendet. Die Verwendung einer Nadelbandwebmaschine macht die Bildung einer Wirkmaschenreihe
zum Schließen der einen Hohlkante erforderlich. Nach der oben genannten Vorveröffentlichung
wird die Maschenreihe an den Rand des Mittelteils verlegt, und es werden Schlaufen
aus der Maschenreihe in den Mittelteil hineingezogen, so daß die Maschenreihe praktisch
im Gewebe verschwindet.
[0003] Die Schußfaden-Eintragnadel (im folgenden "Schußnadel" genannt) muß nacheinander
zweimal in dasselbe für den Mittelteil gebildete Fach eingeführt werden. Lediglich
für die Randteile werden die Fächer umgestellt, so daß jeweils der eine Schuß die
Randteilgewebe herstellt und der nächste nur mit einem der beiden äußersten Kettfäden
abbindet und dann zum Herumziehen des Randteils zur Hohlkante dient.
Aufgabe, Lösung, Verteile
[0004] Durch die vorliegende Erfindung soll die Schußeintragleistung erhöht, insbesondere
verdoppelt werden. Es soll dabei aber nicht auf den oben geschilderten Vorteil verzichtet
werden, daß die Maschenreihe praktisch im Gewebe des Gurtbandes verschwindet.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß Anspruch 1 gelost.
[0006] Statt mit einer einzigen wird mit zwei Schußnadeln gearbeitet, die aber gleichzeitig
je einen Schuß eintragen. Man erhält dadurch bei gleicher Webgeschwindigkeit die doppelte
Schußeintragleistung. Das bedeutet die doppelte Länge Gurtband je Zeiteinheit.
[0007] Zur Herstellung der Maschenreihe geht man so vor, daß der eine der beiden Schüsse
das Randgewebe bildet, während der andere zum Abbinden mit einem der beiden äußersten
Kettfäden dient.
[0008] Die Wirknadel wird so geführt, daß sie eine Schlaufe (eines der Schußfäden oder eines
Fangfadens) durch eine Schlaufe des anderen Schußfadens bzw. beider Schußfäden zieht
und eine Masche bildet.
[0009] Durch Zug am zweiten Schußfaden, der nur mit einem der beiden äußersten Kettfäden
abbindet, werden dann die beiden Randteile zu Hohlkanten geschlossen. Von der am einen
Randteil gebildeten Maschenreihe wird hierbei ebenfalls, wie nach der Vorveröffentlichung,
eine Schlaufe in das Gewebe des Mittelteils gezogen. Durch Merkmal i werden die unterschiedlichen
LängEn der beiden Schüsse berücksichtigt, denn nur der eine von ihnen bildet die Hohlkanten
und muß infolgedessen länger sein als der andere, der nur den Mittelteil bildet.
[0010] Durch die Verwendung von zwei Schußnadeln erzielt man den Vorteil, daß nur halb so
viel. Maschen gebildet werden müssen wie bei Verwendung einer einzelnen Schußnadel.
Damit ergibt sich eine dünnere Maschenreihe, die sich besser und vollkommener in das
Gurtband hineinziehen läßt als eine durch eine einzige Schußnadel gebildete Maschenreihe.
Das Band wird damit sicherer gegen Aufscheuern der Maschenreihe.
Weiterer Stand der Technik
[0011] In der deutschen Offenlegungsschrift 21 61 013 wird ein Webverfahren beschrieben,
bei dem zwei Schußnadeln verwendet werden und am einen Rand des Gewebes eine Maschenreihe
aus dem einen Schußfaden mit einem Hilfsfaden gebildet wird. Hier wird jedoch keine
Hohlkante gebildet, sondern beide Schußfäden werden bis zum Rand des Gewebes geführt.
Diese Veröffentlichung gibt infolgedessen keine Lehre, wie zu verfahren ist, wenn
man bei gleichzeitigem Einführen von zwei Schußnadeln eine Hohlkante bilden will,
d.h. wenn beide Schußnadeln zwei sehr verschiedene Aufgaben zu erfüllen haben.
Weiterbildungen der Erfindung
[0012] Nach Anspruch 2 lassen sich Schußfäden unterschiedlicher Feinheit verwenden. Man
kann daher durch geschickte Zusammenstellung zweier Schußmaterialien unterschiedlicher
Feinheiten Bänder mit Gualitäten erzielen, die nicht barcels- üblichen Feinheiten
entsprechen. Die Banddicke und die Quersteifigkeit können ohne Änderung der Schußdichte
durch Verwendung von zwei Schußfäden unterschiedlicher Stärken beliebig gewählt werden.
[0013] Nach Anspruch 3 kann für den zweiten Schußfaden ein Monofil verwendet werden. Der
zweite Schußfaden dient zum Herumziehen des einlagigen Randteils zur Hohlkante, dient
aber nicht zur Herstellung des Randteilgewebes. Monofile sind härter als die normalerweise
verwendeten Multifile. Durch Weben mit Monofilen als Schußfäden lassen sich daher
Bänder hoher Quersteifigkeit erzielen, was zum Aufwickeln in Aufrollautomaten sehr
vorteilhaft ist. Monofile würden andererseits eine höhere Scheuerwirkung auf Bekleidungsstücke
oder Körperteile des Benutzers ausüben, wenn sie am Bandrand hervortreten würden.
Dies wird dadurch vermieden, daß der Monofil nur für die Herstellung des Mittelteils
des Gurtbandes und zum Herumziehen der einlagigen Randteile verwendet wird, während
diese selbst aus einem Multifil gewebt werden.
[0014] Unter Verwendung eines relativ steifen Monofils für den einen der Schußfäden läßt
sich mit einer geringeren Schußzahl je cm Bandlänge weben als bei Verwendung von zwei
gleich starken Multifilen als Schußfäden. Hierdurch erzielt man eine höhere Produktionsgeschwindigkeit.
[0015] Es ergeben sich prinzipiell verschiedene Möglichkeiten zur Bildung der Maschenreihe.
Man kann die beiden Schußfäden miteinander verhäkeln (Anspruch 4) oder man kann den
einen Schußfaden mit einem Fangfaden verhäkeln (Anspruch 6). In beiden Fällen lassen
sich die Maschenreihen durch einen zusätzlichen Sperrfaden gegen Ausziehen sichern
(Ansprüche 5 und 7).
[0016] Wird nach Anspruch 8 für den Fangfaden ein dünneres Garn verwendet als für die Schußfäden,
so läßt sich die Stärke der Maschenreihe noch weiter herabsetzen.
[0017] Nach Anspruch 9 lassen sich Fangfaden und Sperrfaden durch ein und denselben Fadeneinleger
zuführen, was den Bauaufwand verringert.
[0018] Die Erfindung bezieht sich ferner auf einen Fadeneinleger für eine Nadel-Bandwebmaschine
zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 9. Durch einen einzigen Fadeneinleger, der
nach Anspruch 10 zwei zinkenartige Fortsätze haben kann, lassen sich Fangfaden und
Sperrfaden gemeinsam zuführen.
Erläuterung der Erfindung
[0019] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnungen beschrieben.
Fig. 1 zeigt ein nach der Erfindung gewebtes Gurtband im Querschnitt;
Fig. 2 und 3 zeigen Verfahrensschritte beim Web- und Wirkvorgang, wobei zwei Schußfäden
und ein Sperrfaden miteinander verwirkt werden;
Fig. 4 zeigt vor allem die Maschenbildung nach diesem Verfahren bei auseinandergezogen
dargestellten Schußschlaufen;
Fig. 5 zeigt die zum Mittelteil des Gurtbandes und zu den Randteilen gehörige Patrone;
Fig. 6 zeigt in einer Darstellung entsprechend Figur 4 einen Verfahrensschritt bei
einem abgewandelten Web- und Wirkverfahren, wobei eine Maschenreihe aus einem Fang-
und einem Sperrfaden gebildet wird und die Schußschlaufen in dieser Maschenreihe hängen,
Fig. 7 zeigt in Seitenansicht und in seiner obersten Betriebsstellung einen Fadeneinleger
für Fang- und Sperrfaden, wie er für das Verfahren nach Figur 6 verwendet wird.
[0020] Figur 1 zeigt im Querschnitt das herzustellende Gurtband mit einer linken Hohlkante
21, einer rechten Hohlkante 22 und dem einlagigen Mittelteil 24. Die Schußnadeln werden
in Richtung des Pfeils 26 eingeführt und in Gegenrichtung zurückgezogen. Beide Hohlkanten
werden zunächst als einlagig gewebte Randteile 21' und 22' hergestellt. An der freien
Kante des Randteil
Es 22' wirc eine Maschenreihe 28' gebildet. Beide Hohlkanten werden d
Grch Zug des Schußfadens geschlossen. Hierbei wird die Maschenreihe 28'an die Stelle
28
" verlegt, wo sie im Gewebe des Gurtbandes verschwindet. Um dies zu erreichen, werden
Schlaufen aus der Maschenreihe in den einlagigen Mittelteil gezogen, so wie es in
der Deutschen Offenlegungsschrift 27 15 382 beschrieben ist.
[0021] In der schematischen Darstellung der Figuren 2 und 3 sind sowohl im Mittelteil 24,
als auch ein den beiden Randteilen 21' und 22' weniger Kettfäden dargestellt, als
normalerweise verwendet werden. Figur 4 zeigt nur die beiden äußersten Randkettfäden
1a und 2a.
[0022] Zur Herstellung des einlagigen Mittelteils 24 wird nur ein Fach benötigt, das in
der für eine Köperbindung an sich bekannten Weise jeweils umgestellt wird. Die Patrone
nach Figur 5 zeigt dies für die Schäfte Nr. 5 bis Nr. 12. Der Mittelteil kann jedoch
auch unter Verwendung eines Doppelfachs gewebt werden.
[0023] Für die beiden äußersten Kettfäden der beiden Randteile 21' und 22' wird durch die
beiden Schäfte Nr. 1 und Nr. 2 jeweils ein großes Fach gebildet, das wie für eine
Leinenbindung umgestellt wird. Von der oberen SchuBnadel 30 wird der obere Schußfaden
31 in dieses Fach eingetragen. Er bindet abwechselnd mit dem äußersten und dem zweitäußersten
Kettfaden 1a, 2a des Randteils 22' ab.
[0024] Zur Herstellung des Gewebes der beiden Randteile wird ein Unterfach 32b gebildet
(Fig. 2 und 5). Jeweils die Hälfte der Kettfäden (4a) wird von den zugehörigen Litzen
nach unten gezogen, während die andere Hälfte (3a) in neutraler Lage, also in der
Mitte, verbleibt. Die untere Schußnadel 34 trägt den unteren Schußfaden 35 in das
Unterfach 32b ein.
[0025] SEide Schußnadeln werden gleichzeitig eingeführt. Bei jedem Schuß wird von beiden
Schußfäden der Mittelteil in Köperbindung gewebt. Die beiden Randteile werden vom
unteren Schußfaden 35 in Leinenbindung gewebt, während bei jedem Schuß der obere Schußfaden
31 mit einem der beiden äußersten Kettfäden beider Randteile abbindet.
[0026] Zur Herstellung der Maschenreihe wird die Wirknadel 37, die an der Nadelbandwebmaschine
beweglich angeordnet ist, unterhalb der oberen Schußnadel 30, und zwar zwischen dieser
und dem vom Bandgewebe herkommenden Schußfaden 31, durchgeführt. Die Wirknadel 37
wird dann oberhalb der unteren Schußnadel 34 entlanggeführt, und zwar so, daß sich
in ihren geöffneten Kopf der vom Gewebe kommende untere Schußfaden 35 einlegt. Ein
an sich bekannter und hier nicht dargestellter Fadeneinleger kann dazu verwendet werden,
den unteren Schußfaden 35 in den offenen Kopf der Wirknadel zu führen. Anschließend
werden alle drei Nadeln 30, 34 und 37 in die Lagen nach Figur 3 zurückgezogen. Hierbei
zieht die Wirknadel 37 eine Schlaufe 35' des unteren Schußfadens 35 durch eine Schlaufe
31' des oberen Schußfadens 31 und bildet unter Abschlagen einer vom vorangehenden
Schuß auf ihr hängenden Schlaufe 35" eine Masche 28. Die Schlaufe 35" wurde aus dem
unteren Schußfaden 35 gebildet.
[0027] Zusätzlich kann ein Sperrfaden 41 in die Maschenreihe 28' mit eingewirkt werden.
Wie Figur 3 zeigt, wird der Sperrfaden 41 von der Wirknadel 37 nur mit dem unteren
Schußfaden 35 verwirkt.
[0028] Die beiden Randteile 21' und 22' werden durch Zug am oberen Schußfaden 31 zu Hohlkanten
geschlossen, was Figur 3 jedoch nicht zeigt. Der linke Randteil 21' wird jeweils beim
Einführen der oberen Schußnadel 30 nach rechts zur Hohlkante geschlossen, der rechte
Randteil 22' beim Zurückziehen der oberen Schußnadel 30 nach links. Bei dem letztgenannten
Verfahrensschritt wird die Maschenreihe 28 an den rechten Rand des Mittelteils 24
gezogen, und es wird vom oberen Schußfaden 31 jeweils eine Schlaufe aus dem Schußfaden
35 von der Maschenreihe her in das einlagige Gewebe des Mittelteils 24 gezogen,
[0029] Die Wirknadel 37 ist schwenkbar um eine in Schußrichtung unterhalb des Gurtbandes
verlaufende Achse angeordnet, und zwar so, daß sie eine kreisbogenförmige Bahn geringer
Krümmung beschreibt.
[0030] Statt wie in Figur 3 dargestellt, eine Schlaufe aus dem Schußfaden 35 durch eine
Schlaufe aus dem Schußfaden 31 zu ziehen, kann man, bei sonst gleicher Funktion beider
Schußfäden auch umgekehrt verfahren, also eine Schlaufe aus dem Schußfaden 31 durch
eine Schlaufe des Schußfadens 35 ziehen.
[0031] Figur 6 zeigt die Bildung einer Maschenreihe unter Verwendung eines Fangfadens 51.
Figur 6 zeigt nur die beiden äußersten Kettfäden 1a und 2a mit den Schaftnummern 1
und 2 und zeigt sehr schematisch angedeutet die schon eingetragenen Schüsse und zwei
Schußfäden 31 und 35, die gerade von den beiden Schußnadeln 30 und 34 eingetragen
werden. Abgesehen von den im folgenden zu beschreibenden Besonderheiten gilt auch
für diesen Teil der Erfindung das oben Ausgeführte.
[0032] Zum gemeinsamen Zuführen eines Fangfadens 51 und eines Sperrfadens 41 wird ein Fadeneinleger
53 verwendet (Fig.7).
[0033] Der Fadeneinleger ist um eine bei 54 zu denKende und in Schußrichtung verlaufende
Achse schwenkbar. Figur 7 zeigt ihn in seiner obersten Betriebsstellung. Der Fadeneinleger
hat einen Arm 56, der an seinem rechten Ende in zwei Fortsätze 58, 60 ausläuft, von
denen jeder an seinem freien Ende ein Fadenauge 62, 63 hat. Das Fadenauge 62 dient
zum Zuführen des Fangfadens 51, das Fadenauge 63 zum Zuführen des Sperrfadens 41.
Der Fortsatz 58 ist annähernd halbkreisförmig gekrümmt, während der Fortsatz 60 gerade
ist und etwa in Richtung eines Durchmessers zum halbkreisförmigen Fortsatz 58 verläuft.
[0034] Figur 7 zeigt die oberste Betriebsstellung des Fadeneinlegers 53 und der beiden Schußnadeln
30 und 34. Wie man sieht, umgreift der Fadeneinleger in dieser Stellung beide Schußnadeln.
Er führt den Fangfaden 51 von unten her zu, den Sperrfaden 41 dagegen von oben her,
wie es Figur 6 zeigt. Eine Schlaufe 51' aus dem Fangfaden wird infolgedessen zwischen
den beiden Schußnadeln 30 und 34 einerseits und den beiden vom Gewebe herkommenden
Schußfäden 31, 35 andererseits von der Wirknadel 37 hindurchgezogen. Auf der Wirknadel
hängen vom vorangehenden Schuß noch eine Schlaufe 51" des Fangfadens und eine Schlaufe
41" des Sperrfadens. Nachdem auch der Sperrfaden 41 selbst in den offenen Kopf der
Wirknadel 37 eingelegt ist, werden die beiden Schlaufen 41" und 51" unter Bildung
einer neuen Masche 65 abgeschlagen.
[0035] Bei beiden Ausführungsformen muß die jeweils zugeführte Länge des Schußfadens 35
größer sein als die des Schußfadens 31. Während der Schußfaden 31 im wesentlichen
nur den einlagigen Mittelteil 24 bildet, muß der Schußfaden 35 zusätzlich die Gewebe
der beiden Randteile 21', 22' bilden. Bei der Ausführungsform nach den Figuren 2 bis
4 muß der Schußfaden 35 zusätzlich länger sein, da er außerdem die Maschenreihe 28'
bildet und aus dieser Maschenreihe heraus noch Schlaufen in den einlagigen Mittelteil
hineingezogen werden.
[0036] Für die einwandfreie Herstellung der Gurtbänder ist es infolgedessen erforderlich,
beide Schußfäden positiv zuzuführen und hierbei für unterschiedliche Schußfadenlängen
je Schuß zu sorgen. Einrichtungen, die dies ermöglichen, sind bekannt und brauchen
hier nicht beschrieben zu werden.
1. Verfahren zur Herstellung eines Gurtbandes mit einem einlagig gewebten Mittelteil
(24) und zwei Hohlkanten (21, 22) auf einer Nadel-Bandwebmaschine mit Wirknadel (37),
wobei folgende Verfahrensschritte ausgeführt werden:
a) Beide Hohlkanten werden in Form einlagiger Randteile (21', 22') gewebt;
b) an der Außenkante des einen Randteils werden mit Hilfe der Wirknadel Maschen (28,
65) gebildet;
c) beide Randteile werden durch Schußfadenzug zu Hohlkanten geschlossen;
d) aus den an den Rand des Mittelteils herangezogenen Maschen heraus werden Schlaufen
durch Schußfadenzug in den Mittelteil gezogen,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
e) Zwei Schußfaden-Eintragnadeln ("Schußnadeln") (30, 34) tragen gleichzeitig je einen
Schuß ein;
f) zum Verankern des einen Schußfadens an den Außenrändern der Randteile wird mindestens
auf der Einschußseite von den beiden äußersten Randkettfäden (1a, 2a) für beide-Schußnadeln
ein gemeinsames Fach gebildet;
g) zum Weben der Randteile zwischen dem Mittelteil (24) und den beiden äußersten Randkettfäden
(1a, 2a) werden ein Ober- und ein Unterfach (32a, b) gebildet, von denen das eine
die das Randgewebe bildende erste Schußnadel (34), das andere die zweite Schußnadel
(30) aufnimmt, deren Schußfaden nur mit mindestens, einem der beiden äußersten Randkettfäden
(1a, 2a) abbindet;
h) die Wirknadel (37) zieht außerhalb des einen Warenrandes eine Schlaufe (35', 51')
durch eine Schlaufe mindestens eines der Schußfäden (31, 35) und bildet eine Masche
(28, 65);
i) die beiden Schußfäden (31, 35) werden positiv zugeführt, und die zugeführte Länge
des ersten Schußfadens (35) ist mindestens um die Breite der beiden Randteile (21',
22') größer als die zugeführte Länge des zweiten Schußfadens (31).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schußfäden (31,
35) aus Garn unterschiedlicher Feinheit bestehen.
3. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß
der erste Schußfaden (35) aus einem Multifil und der zweite (31) aus einem Monofil
bestehen.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) Die Wirknadel (37) zieht eine Schlaufe des einen Schußfadens (31, 35) durch eine
Schlaufe des anderen Schußfadens und bildet eine Masche (28) aus dem einen Schußfaden;
b) die zugeführte Länge des die Maschen bildenden Schußfadens ist zusätzlich zu der
erforderlichen größeren Länge für die Randteile noch um ein Stück länger, das zur
Bildung der Maschen (28) und den daraus in den Mittelteil gezogenen Schlaufen erforderlich
ist.
(Figur 2 bis 4)
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschen durch einen
Sperrfaden (41) gesichert werden, der mit dem einen Schußfaden verwirkt wird. (Figur
2 bis 4)
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wirknadel
(37) eine Schlaufe (51') eines Fangfadens (51) durch Schlaufen beider Schußfäden (31,
35) zieht und eine Masche (65) aus dem Fangfaden bildet. (Figur 6)
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschen durch einen
Sperrfaden (41) gesichert werden, der mit dem Fangfaden verwirkt wird. (Fig.6)
8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß für den Fangfaden ein dünneres
Garn verwendet wird als für die Schußfäden.
9. Verfahren nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) Der Fangfaden (51) und der Sperrfaden (41) werden mit Hilfe eines einzigen Fadeneinlegers
(53, 58, 60) zugeführt, der beide Schußnadeln (30, 34) am Ende ihrer Eintragbewegung
umgreift;
b) der Fangfaden (51) wird dabei unterhalb und der Sperrfaden (41) oberhalb der beiden
Schußnadeln zur Wirknadel (37) geführt.
(Figur 6 und 7)
10. Fadeneinleger für eine Nadel-Bandwebmaschine zur Ausübung des Verfahrens nach
Anspruch 9, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) Der Fadeneinleger (53) hat einen Arm (56), der um eine in Schußrichtung verlaufende
Achse (54) schwenkbar angeordnet ist;
b) der Arm (56) ist an seinem freien Ende in zwei zinkenartige Fortsätze (58, 60)
gegabelt, die an ihren Enden je ein Fadenauge (62, 63) haben und zur Zuführung des
Fang- bzw. Sperrfadens dienen;
c) die Fortsätze haben eine solche Form, daß sie in der obersten Betriebsstellung
des Fadeneinlegers beide Schußnadeln (30, 34) gemeinsam von vorn bzw. hinten umgreifen.
(Figur 7)
11. Fadeneinleger nach Anspruch 10 gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) Der den Sperrfaden (41) einlegende Fortsatz (58) hat die Form eines Bogens von
etwa 180°;
b) der den Fangfaden (51) einlegende Fortsatz (60) verläuft in Richtung einer den
Bogen überspannenden Geraden und hat etwa die halbe Länge dieser Geraden.
(Figur 7)