(57) Ein Verfahren zum Aufbringen von reflektierenden Perlen auf ein Trägermaterial, bei
welchem eine Farbmasse mustergemäß auf einen Träger aufgebracht wird, die Perlen auf
die noch nicht angetrocknete Farbmasse aufgebracht werden, dann nicht anhaftende,
d. h. überschüssige Perlen entfernt werden und schließlich die Perlen enthaltende
Masse getrocknet wird. Die Perlen werden vorzugsweise unter Verwendung von Wärme in
die Masse gebracht.
Dank diesem Verfahren werden Produkte erhalten, bei welchen ein optimales Reflektionsvermögen
der Perlen erzielt wird.
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Aufbringen von reflektierenden
Materialien auf einen Träger unter Verwendung von reflektierenden Perlen.
[0002] Seit einiger Zeit ist es bekannt, bestimmte Materialien mit lichtreflektierenden
Perlen gemäss bestimmten Mustern zu versehen. Derart mit reflektierenden Materialien
versehene Träger finden verschiedene Verwendung, so beispielsweise bei Verkehrs-und
Warnschildern, bei Textil- und Kunststoffmaterialien, welche zumindest örtlich mit
reflektierenden Zeichen versehen werden.
[0003] Es wurde dabei üblicherweise so vorgegangen, dass die reflektierenden Perlen mittels
eines Bindemittels auf dem Träger bzw. der Unterlage festgemacht wurden, wobei insbesondere
bei biegsamen Trägern immer wieder die Schwierigkeit auftauchte, dass sich einzelne
Perlen ablösten, und damit nach einiger Zeit der eigentliche Zweck des Anbringens
der reflektierenden Materialien nicht mehr erfüllt war.
[0004] Eine weitere Schwierigkeit bestand darin, dass die reflektierenden Perlen dazu neigten,
im Bindemittel völlig einzusinken und damit selbstverständlich ihren reflektierenden
Wert zu verlieren.
[0005] Zweck der vorliegenden Erfindung ist es nun, diese Schwierigkeit zu beheben.
[0006] Das erfindungsgemässe Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass eine Farbpigmente
enthaltende Masse bzw. eine Farbmasse gemäss einem vorbestimmten Muster auf den Träger
aufgebracht wird,, dann auf die noch nassse Farbmasse die reflektierenden Perlen aufgebracht
und nach dem Anhaften solcher Perlen überschüssige Perlen entfernt werden, und dass
schliesslich die Perlen enthaltende Masse getrocknet wird.
[0007] Das Aufbringen der Farbmasse entsprechend dem gewünschten Muster erfolgt vorzugsweise
im Siebdruckverfahren, wobei die schliesslich auf die auf der Farbmasse aufgebrachten
Perlen ein Klarlack, welcher auf die Farbpigmente der Farbmasse abgestimmt ist, aufgebracht
wird.
[0008] Bei einem besonders vorteilhaften Vorgehen werden nach dem Entfernen von überschüssigen
Perlen die in bzw. an der Farbmasse haftenden Perlen in die Masse eingepresst. Dies
erfolgt vorzugsweise unter Anwendung von Wärme, beispielsweise mittels einer Bügelvorrichtung,
bei Temperaturen im Bereich von 80 - 130° C.
[0009] Als Trägermaterialien eignen sich textile Materialien aus natürlichen oder synthetischen
Fasern, Papier, Kunststoffe usw.
[0010] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles noch etwas näher
erläutert.
[0011] Auf einen Träger, zum Beispiel auf einen textilen Träger, wird vorerst im Siebdruckverfahren
eine Schicht einer Farbmasse entsprechend einem gewünschten Muster aufgebracht. Als
Farbmasse eignen sich dabei insbesondere Zweikomponenten-Textilfarben, wiedieseals
lösungsmittelhaltige Siebdruckfarben im Handel erhältlich sind. Solche Farben-haben
sehr hohe Deckkraft, brilliante Farbtöne, gute Lichtechtheit und gute Verdruckbarkeit,
ferner sehr gute Wasch- und Kochechtheit sowie eine Beständigkeit gegen chemische
Reinigung . Solche Farbmassen benötigen keine Fixierung durch Hitze oder Dampf.
[0012] Solche Farbmassen können durch Zugabe eines Härters (2 - 5 %) rascher zum Trocknen
gebracht werden.
[0013] Nach dem Aufbringen der Farbmasse im Siebdruckverfahren werden bei noch nasser Masse
reflektierende Perlen aufgebracht. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass
die Perlen über den schräggestellten Träger abgerollt werden. Bei diesem Vorgehen
werden überschüssige Perlen über den schräggestellten Träger selbstständig nach unten
weiterrollen und können für den Wiedergebrauch.verwendet werden.
[0014] Als reflektierende Perlen werden ebenfalls solche empfohlen, die im Handel erhältlich
sind. Als mittlerer Durchmesser solcher Perlen wird empfohlen, etwa 1 - 177 m . Die
Perlen bestehen aus bleifreiem Glas mit hohem Refraktionsindex.
[0015] Nach dem Aufbringen der Perlen.wird das Ganze getrocknet und schliesslich mit einem
Klarlack versehen, welcher auf die Farbpigmente der Farbmasse abgestimmt ist, wobei
das Aufbringen des Klarlackes entweder auf den ganzen Träger erfolgt, oder ebenfalls
mustergemäss mittels der gleichen Schablone wie für den Siebdruck.
[0016] Bei einer Variante dieses Verfahrens werden die Perlen ebenfalls auf die noch nasse
Farbmasse aufgebracht, dann jedoch angetrocknet, um schliesslich mittels einer passenden
Vorrichtung die Perlen in das Grundmaterial einzupressen. Dieses Ein-oder Anpressen
erfolgt vorzugsweise mit Wärme, zum Beispiel etwa bei 80 - 130° C; vorzugsweise bei
100 - 120°C, mittels einer Bügelvorrichtung.
[0017] Anschliessend wird wiederum der Klarlack aufgebracht, welcher ein sicheres Haften
der Perlen garantiert, ohne dass letztere ihre reflektierenden Eigenschaften verlieren.
1. Verfahren zum Aufbringen von reflektierenden Materialien auf einen Träger unter
Verwendung von reflektierenden Perlen, dadurch gekennzeichnet, dass eine Färbpigmente
enthaltende Masse bzw.eine Farbmasse gemäss einem vorbestimmten Muster auf den Träger
aufgebracht wird, dann auf die noch nasse Farbmasse die reflektierenden Perlen aufgebracht
und nach dem Anhaften solcher Perlen überschüssige Perlen entfernt werden, und dass
schliesslich die Perlen enthaltende Masse getrocknet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf die mit Perlen versehene
Farbmasse, gegebenenfalls auf den ganzen Träger ein Klarlack aufgebracht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Entfernen von
überschüssigen Perlen die in der Färbmasse haftenden Perlen gegebenenfalls unter Anwendung
von Wärme in die Masse gepresst werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Anpressen, beispielsweise
mittels einer Bügelvorrichtung, bei Temperaturen von 80 - 130°C, insbesondere von
100.- 120° C erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Träger textile Materialien
aus natürlichen oder synthetischen Fasern, Papier, Kunststoff oder derleichen verwendet
werden.
6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Klarlack auf die Farbpigmente
abgestimmt ist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufbringen
der Farbmasse im Siebdruckverfahren erfolgt.