[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Verkehrssignalanlage mit einer Mehrzahl von mittels
Einstellsignalen schaltbaren Signalgruppen, bei der ein die Abgabe eines Freisignals
durch eine Signalgruppe (Einfahrsignalgruppe) bewirkendes Einstellsignal vom Ablauf
von Zwischenzeiten abhängig gemacht ist, die jeweils individuell bezüglich von zu
der betreffenden Einfahrsignalgruppe feindlichen Signalgruppen festgelegt und in Speichern
festgehalten sind und deren Ablauf zeittaktgesteuert erfolgt.
[0002] Eine solche Verkehrssignalanlage ist aus der DE-A-2 348 666 bekannt. Bei dieser bekannten
Verkehrssignalanlage ist eine gegenseitige Signalsicherung zwischen feindlichen Signalgruppen
unter gleichzeitiger Bildung der jeweils erforderlichen Zwischenzeiten gewährleistet.
Die Speicherung der jeweiligen Zwischenzeiten erfolgt bei dieser bekannten Verkehrssignalanlage
mit Hilfe von Zeitzählern, die jeder Einfahr-Signalgruppe zugeordnet sind und die
über eine UND-Verknüpfung eines Grünbefehls und Freigabebefehlen in Gang setzbar sind.
Während seines Ablaufs gibt der Zeitzähler zu bestimmten Zeitpunkten seinerseits Freigabe-
oder Sperrbefehle ab. Außerdem kann zu einem bestimmten Zeitpunkt das Grün-Einschaltsignal
von einem solchen Zeitzähler abgegriffen werden. Die Freigabe- und Sperrbefehle eines
Zeitzählers gelangen wieder zu den UND-Verknüpfungsschaltungen, die den anderen Signalgruppen
zugeordnet sind.
[0003] Ein verfrüht eintreffender Grünsignalbefehl an einer UND-Verknüpfungsschaltung kann
daher erst wirksam werden, wenn von den feindlichen Signalgruppen zugeordneten Zeitzählern
Freigabebefehle vorliegen. Mit Hilfe dieser Verkehrssignalanlage ist es zwar möglich,
individuell verschiedene Zwischenzeiten festzulegen. Hierzu werden auf einer speziellen
Leiterplatte Verbindungen zwischen zueinander rechtwinklig verlaufenden Scharen von
Leiterbahnen hergestellt, wobei die eine Leiterbahnschar auf der einen Seite und die
andere Leiterbahnschar auf der anderen Seite der Leiterplatte angeordnet ist.
[0004] Aufgabe vorliegender Erfindung ist es dem gegenüber, eine Verkehrssignalanlage zu
schaffen, bei der die Festlegung und Sicherstellung der Zwischenzeiten auf eine Weise
geschieht, die besonders geeignet ist, um die Steuerung der Verkehrssignalanlage durch
einen Mikrocomputer zu ermöglichen.
[0005] Erfindungsgemäß ergibt sich die Lösung dieser Aufgabe dadurch, daß lediglich die
größte der jeweils in Frage kommenden Zwischenzeiten zusätzlich in einen besonderen
Speicher aufgenommen und zeittaktgesteuert in diesem vermindert wird, daß im Rhythmus
des Zeittaktes jeweils ein Speichervergleich zwischen dem Inhalt des besonderen Speichers
und dem Inhalt der die Zwischenzeiten enthaltenden Speicher vorgenommen wird, daß
durch eine bei einem solchen Speichervergleich sich ergebende Null-Differenz der Zeitpunkt
des Beginns einer jeden Zwischenzeit bestimmt wird und daß zu den jeweiligen Beginnzeitpunkten
jeweils ein die Abgabe eines Sperrsignals durch die jeweilige Sperrsignalgruppe bewirkendes
Sperr-Einstellsignal erzeugt wird und daß schließlich mit dem gleichzeitigen Ende
aller Zwischenzeiten die Erzeugung des Einstellsignals zur Abgabe eines Freisignals
durch die betreffende Einfahrsignalgruppe bewirkt wird.
[0006] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß bestimmten Einfahrsignalgruppen
besonders markierte Zwischenzeiten zugeordnet sind, daß der Ablauf einer solchen markierten
Zwischenzeit zusammen mit dem Beginn der kleinsten unmarkierten Zwischenzeit bewirkt
wird und daß eine solche markierte Zwischenzeit lediglich mit ihrem Ende zur Generierung
eines ein Freisignal der betreffenden Einfahrsignalgruppe bewirkenden Einstellsignals
ausgewertet wird.
[0007] Auf diese Weise ist es vorteilhaft möglich, bestimmte Zwischenzeiten gesondert ablaufen
zu lassen, so daß z. B. eine Fahrzeug-Signalgruppe früher Grünsignal erhält als eine
Fußgänger-Signalgruppe.
[0008] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sehen vor, daß mit einer die Zwischenzeiten
geordnet enthaltenden Zwischenzeitenmatrix eine Abfrageschaltung verbunden ist, die
jeweils aus der Zwischenzeiten-Matrix die Zwischenzeiten der betreffenden Einfahr-Signalgruppen
bezüglich der hierzu feindlichen Räum-Signalgruppen ausliest und diese in den jeweiligen
Einfahr-Signalgruppen zugehörigen Registern und die größte Zwischenzeit dieser Zwischenzeiten
zusätzlich in einem gesonderten, der betreffenden Einfahr-Signalgruppe zugehörigen
Speicher speichert, wo der Speicherwert der betreffenden größten Zwischenzeit auf
Null rhythmisch verminderbar ist, daß den Registern und dem Speicher Subtrahierschaltungen
nachgeordnet sind, die die Differenz zwischen dem Speicherinhalt und den Registerinhalten
bilden, daß die Abfrageschaltung zu ihrer Steuerung mit Zählern verbunden ist, deren
einer durch seine Zählerstellungen Einfahr-Signalgruppen und deren anderer durch seine
Zählerstellungen die zur jeweiligen Einfahr-Signalgruppe feindlichen Räum-Signalgruppen
bezeichnet und daß die Zähler zu ihrer Einstellung mit einer Steuereinrichtung verbunden
sind, daß zur Abspeicherung der besonders markierten Zwischenzeiten gesonderte Register
vorgesehen sind, welche mit einem Steuereingang ihre jeweils gespeicherten Zwischenzeiten
im Wert vermindernde Steuerimpulse von einer Verknüpfungsanordnung erst mit dem Beginn
einer nichtmarkierten Zwischenzeit erhalten, daß die Verknüpfungsanordnung ein erstes
UND-Glied und ein zweites UND-Glied aufweist und daß das erste UND-Glied eingangsseitig
mit Einstellsignale abgebenden Auswerteschaltungen, die den jeweils feindlichen Signalgruppen
zugeordnet sind, verbunden ist, daß ferner das zweite UND-Glied eingangsseitig an
eine Steuerimpulsquelle und an den Ausgang des ersten UND-Gliedes angeschlossen ist.
[0009] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand von sechs Figuren noch
näher erläutert. Dabei zeigt
Fig. 1 eine Kreuzung, in der drei Verkehrsflüsse eingetragen sind,
Fig. 2 ein Blockschaltbild einer ersten Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 3 einen vereinfachten Signalablauf, wie er sich beim Betrieb der in Fig. 2 dargestellten
Schaltungsanordnung für die in Fig. 1 gezeigte Kreuzung ergibt,
Fig. 4 eine Kreuzung, in der vier Verkehrsflüsse eingetragen sind,
Fig. 5 ein Blockschaltbild einer zweiten Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 6 einen vereinfachten Signalablauf, wie er sich beim Betrieb der in Fig. 5 dargestellten
Schaltungsanordnung für die in Fig. 4 gezeigte Kreuzung ergibt.
[0010] Die in Fig. 1 dargestellte Kreuzung weist vier Zufahrten auf, bezüglich welcher lediglich
drei Verkehrsflüsse 1, 2 und 4 angedeutet sind. Wie ersichtlich, sind die beiden Verkehrsflüsse
1 und 2 zu dem Verkehrsfluß 4 feindlich. Zur Freigabe bzw. Stillsetzung der in Fig.
1 angedeuteten Verkehrsflüsse 1, 2 und 4 sind diesen einzelne Signalgeber Sg1 bzw.
Sg2 bzw. Sg4 zugehörig. Im Falle einer Straßenverkehrskreuzung mögen diese Signalgeber
im einfachsten Fall jeweils grüne und rote Signallampen enthalten.
[0011] Die Schaltungsanordnung nach Fig. 2 enthält unter anderem eine beispielsweise der
in Fig. 1 dargestellten Kreuzung zugehörige Zwischenzeiten-Matrix ZM, die Angaben
über Zwischenzeiten zwischen zueinander feindlichen Verkehrsflüssen bzw. Signalgruppen
enthält. Zu diesem Zweck sind in der obersten Zeile der Zwischenzeiten-Matrix ZM sogenannte
Einfahr-Signalgruppen Sge angegeben - das sind Signalgruppen, die ihre zugehörigen
Verkehrsflüsse freigeben (also Grünsignale erhalten). In der linken äußeren Spalte
der Zwischenzeiten-Matrix ZM sind sogenannte Räum-Signalgruppen Sgr aufgeführt - das
sind solche Signalgruppen, die ihre zugehörigen Verkehrsflüsse sperren (also Rotsignale
erhalten). An der Kreuzungsstelle jeder Einfahr-Signalgruppe Sge und der jeweils dazu
feindlichen Räum-Signalgruppe Sgr ist in der Zwischenzeiten-Matrix ZM eine Angabe
darüber enthalten, nach welcher Zeit die jeweilige Einfahr-Signalgruppe ein Grünsignal
erhalten kann, wenn die dazu jeweils feindliche Räum-Signalgruppe Sgr ein Grünende-Signal
erhalten hat. Bezogen auf die in der Zwischenzeiten-Matrix ZM eingetragenen Zahlen
heißt dies, daß die mit »4« bezeichnete Einfahr-Signalgruppe Sge ein Grünsignal erhalten
kann, beispielsweise drei Sekunden nach Grünende der mit » 1« bezeichneten Räum-Signalgruppe
Sgr und beispielsweise sechs Sekunden nach Grünende der mit »2« bezeichneten Räum-Signalgruppe
Sgr.
[0012] Die Zwischenzeiten-Matrix ZM ist mit einer Abfrageschaltung verbunden, die im wesentlichen
aus zwei Leseschaltungen Rc1, Rc2 besteht. Diese Leseschaltungen Rc1, Rc2 sind als
UND-Glieder GU11 bis GU1n bzw. GU21 bis GU2n enthaltende Schaltungen angedeutet, die
mit ihren einen Eingängen mit jeweils einer von zwei Ausgangsseiten der Zwischenzeiten-Matrix
ZM verbunden sind. Die Abfrageschaltung Rc1 ist dabei mit den durch die einzelnen
Räum-Signalgruppen Sgr bezeichneten Zellen der Zwischenzeiten-Matrix ZM verbunden.
Die Abfrageschaltung Rc2 ist mit ihrer einen Eingangsseite mit den durch die einzelnen
Einfahr-Signalgruppen Sge bezeichneten Zellen der Zwischenzeiten-Matrix ZM verbunden.
[0013] Den beiden Abfrageschaltungen Rcl, Rc2 ist jeweils ein eigener, durch eine Steuereinrichtung
PC einstellbarer Zähler Cnt1 bzw. Cnt2 zugehörig. Der Zähler Cnt1 legt durch seine
jeweilige Zählerstellung die Räum-Signalgruppe Sgr fest, bezüglich der mittels der
Abfrageschaltung Rc1 aus der Zwischenzeiten-Matrix ZM Angaben auszulesen sind. Die
Anordnung kann dabei so getroffen werden, daß mittels der Abfrageschaltung Rc1 jeweils
sämtliche bezüglich einer Räum-Signalgruppe Sgr in der Zwischenzeiten-Matrix ZM eingetragenen
Angaben aus dieser Matrix ausgelesen werden und daß die so gewonnenen Signale bzw.
Angaben mit der Zählerstellung des Zählers Cnt2 in gesonderten UND-Gliedern GUr1,
GUr2 verknüpft werden. Dadurch ist dann eine eindeutige Zuordnung der Zwischenzeiten
darstellenden Angaben der jeweiligen Räum-Signalgruppe zu der dazu freindlichen Einfahr-Signalgruppe
Sge sichergestellt.
[0014] Durch die jeweilige Zählerstellung des Zählers Cnt2 wird ferner festgelegt, bezüglich
welcher Einfahr-Signalgruppe Sge mittels der Abfrageschaltung Rc2 aus der Zwischenzeiten-Matrix
ZM Angaben ausgelesen werden. Die Abfrageschaltung Rc2 soll dabei so ausgebildet sein,
daß sie bezüglich jeder Einfahr-Signalgruppe Sge aus der Zwischenzeiten-Matrix ZM
jeweils nur den größten Zahlenwert ausliest. Im Falle der mit »4« bezeichneten Einfahr-Signalgruppe
Sge wird somit aus der Zwischenzeiten-Matrix ZM lediglich der Wert »6« mittels der
Abfrageschaltung Rc2 ausgelesen. Dieser für die jeweilige Einfahr-Signalgruppe maßgebende
größte Zwischenzeitwert wird von der Abfrageschaltung Rc2 an eine der betreffenden
Einfahr-Signalgruppe individuell zugehörige Speicherzelle eines Speichers Spe abgegeben.
Im Falle der mit »4« bezeichneten Einfahr-Signalgruppe wird der Wert 6 in eine Speicherzelle
Sp4e des Speichers Spe eingespeichert. Der betreffende Speicher Spe kann hierzu mit
seinen Speicherzellen an entsprechenden Ausgängen der Abfrageschaltung Rc2 direkt
angeschlossen sein. An einem mit ST bezeichneten Eingang werden dem Speicher Spe in
einem festgelegten Zyklus von beispielsweise 1 sec Steuerimpulse zugeführt, auf deren
Auftreten hin der Inhalt jeder Speicherzelle dieses Speichers Spe um einen bestimmten
Wert, beispielsweise um 1, vermindert wird.
[0015] An den Ausgängen der bereits betrachteten UND-Glieder GUr1 und GUr2 sind Register
Sp1t bzw. Sp2t eingangsseitig angeschlossen. Diese Register Splt, Sp2t sind der mit
»4« bezeichneten Einfahr-Signalgruppe fest zugeordnet. Dies ist durch eine 4 im rechten
Teil des jeweiligen Registers Splt, Sp2t angedeutet. In diese beiden Register werden
die Räumzeiten darstellenden Zwischenzeiten eingetragen, die die in der Zwischenzeiten-Matrix
ZM mit »1« bzw. »2« bezeichneten Räum-Signalgruppen Sgr in bezug auf die mit »4« bezeichnete
Einfahr-Signalgruppe Sge besitzen. In das Register Sp1t wird demgemäß der Wert 3 eingetragen,
und in das Register Sp2t wird der Wert 6 eingetragen. An den Ausgängen der beiden
zuletzt betrachteten Register sind Subtrahierschaltungen mit ihren einen Eingängen
angeschlossen. So ist an der Ausgangsseite des Registers Sp1t eine Subtrahierschaltung
Sub1 mit ihrer einen Eingangsseite angeschlossen. An der Ausgangsseite des Registers
Sp2t ist eine Subtrahierschaltung Sub2 mit ihrer einen Eingangsseite angeschlossen.
Mit ihrer jeweils anderen Eingangsseite sind die Subtrahierschaltungen Sub1 und Sub2
gemeinsam am Ausgang einer der Speicherzellen des Speichers Spe angeschlossen. Dabei
handelt es sich um diejenige Speicherzelle, die der Einfahr-Signalgruppe zugehörig
ist, der auch die mit den Subtrahierschaltungen Sub1, Sub2 verbundenen Register Splt,
Sp2t zugehörig sind. In diesen Subtrahierschaltungen Sub1, Sub2 erfolgt eine Differenzbildung
zwischen der in der Speicherzelle Sp4e des Speichers Spe enthaltenen Zeitangabe (von
einem Kreis umgebene 6) und den in den Registern Sp1t und Sp2t enthaltenen Zeitangaben
(jeweils von einem Viereck umrahmte Zeitangabe 3 bzw. 6).
[0016] An den Ausgängen der Subtrahierschaltungen Sub1, Sub2 und an der Ausgangsseite der
Speicherzelle Sp4e des Speichers Spe ist jeweils eine Auswerteschaltung Sw1, Sw2 bzw.
Sw4 angeschlossen. Bei diesen Auswerteschaltungen mag es sich um Schwellwertschaltungen
handeln, die ausgangsseitig ein Binärsignal »H« dann abgeben, wenn ihnen ein Eingangssignal
zugeführt wird, welches kennzeichnend ist für einen Differenzwert von Null zwischen
zwei voneinander subtrahierten Zahlen bzw. für eine auf Null verminderte Zeitangabe.
Dabei mögen die betreffenden Auswerteschaltungen ein entsprechendes Binärsignal »H«
ausgangsseitig auch dann abgeben, wenn das ihnen eingangsseitig zugeführte Differenzsignal
kennzeichnend ist für eine negative Differenz zwischen den voneinander subtrahierten
Zahlen.
[0017] Den gerade betrachteten Auswerteschaltungen Sw1, Sw2, Sw4 sind die im Zusammenhang
mit Fig. 1 bereits erwähnten Signalgeber Sg1, Sg2 bzw. Sg4 zugehörig. Der Signalgeber
Sg1 ist dabei eingangsseitig an Ausgängen Q, Q eines bistabilen Kippgliedes BK1 angeschlossen,
welches mit einem Rückstelleingang R direkt und mit einem Setzeingang S über ein Negationsglied
GN1 am Ausgang der Auswerteschaltung Sw1 angeschlossen ist. Der Signalgeber Sg2 ist
eingangsseitig in entsprechender Weise an Ausgängen Q, Q eines bistabilen Kippgliedes
BK2 angeschlossen, welches mit einem Rückstelleingang R direkt und mit einem Setzeingang
S über ein Negationsglied GN2 am Ausgang der Auswerteschaltung Sw2 angeschlossen ist.
Der Signalgeber Sg4 ist schließlich in entsprechender Weise eingangsseitig an den
Ausgängen Q, Q eines bistabilen Kippgliedes BK4 angeschlossen, welches mit seinem
Setzeingang S direkt und mit seinem Rückstelleingang R über ein Negationsglied GN4
am Ausgang der Auswerteschaltung Sw4 angeschlossen ist. Die in den in Fig. 2 angedeuteten
Signalgebern Sg1, Sg2, Sg4 eingetragenen, mit einem waagerechten Strich versehenen
Kreise sollen die jeweilige grüne Signallampe andeuten; ein Kreis mit einem senkrechten
Strich soll hingegen in dem jeweiligen Signalgeber die rote Signallampe andeuten.
[0018] Gemäß Fig. 3 sind die für die einzelnen Signalgeber Sg1, Sg2, Sg4 gemäß Fig. 1 und
2 auszuführenden Steuervorgänge veranschaulicht. Durch die dicken Striche ist jeweils
eine rote Signalphase angedeutet, und durch die dünnen Striche ist jeweils eine grüne
Signalphase angedeutet. Durch einen Kreis ist jeweils ein Grünende angedeutet, und
durch einen kurzen vertikalen Strich ist ein Rotende angedeutet. In der betreffenden
Darstellung sind die Übergangszeiten rot/gelb bzw. gelb nicht berücksichtigt, da diese
für das Verständnis der vorliegenden Erfindung nicht wesentlich erscheinen.
[0019] Wie im Zusammenhang mit der in Fig. 2 dargestellten Schaltungsanordnung bereits erläutert,
werden durch die Abfrageschaltungen Rc1 und Rc2 Zeitangaben aus der Zwischenzeiten-Matrix
ZM ausgelesen und in die jeweils in Frage kommenden Register, wie die Register Sp1t,
Sp2t, und in eine Speicherzelle bzw. einen Speicherabschnitt, wie Sp4e, des Speichers
Spe eingespeichert. Im Anschluß daran erfolgt in den Subtrahierschaltungen Sub1, Sub2
jeweils eine Differenzbildung zwischen den entsprechenden Zeitangaben. Bevor auf die
hiermit zusammenhängenden Vorgänge weiter eingegangen wird, sei noch bemerkt, daß
zunächst die beiden bistabilen Kippglieder BK1 und BK2 gesetzt sein mögen, so daß
die beiden Signalgeber Sg1 und Sg2 ihre grünen Signallampen aufleuchten lassen. Ferner
sei angenommen, daß zunächst das bistabile Kippglied BK4 zurückgesetzt ist, so daß
die rote Signallampe des Signalgebers Sg4 aufleuchtet.
[0020] Von den beiden zuvor erwähnten Subtrahierschaltungen stellt die Subtrahierschaltung
Sub2 sofort das Vorliegen einer Null-Differenz zwischen den voneinander subtrahierten
Zahlenwerten fest. Daraufhin gibt die Auswerteschaltung Sw2 ausgangsseitig ein Binärsignal
»H« ab, auf dessen Auftreten hin das bistabile Kippglied BK2 zurückgesetzt wird. Dadurch
erlischt die grüne Signallampe des Signalgebers Sg2, und statt dessen leuchtet die
rote Signallampe dieses Signalgebers Sg2 auf. Dieser Zeitpunkt entspricht dem Zeitpunkt
t0 in Fig. 3.
[0021] Da - wie oben bereits ausgeführt - die in den Speicherzellen des Speichers Spe gespeicherten
Zahlen bzw. Zeitwerte zyklisch aufeinanderfolgend vermindert werden, beispielsweise
im Rhythmus von einer Sekunde, wird zyklisch aufeinanderfolgend die Subtrahierschaltung
Sub1 eine kleiner werdende Differenz zwischen den durch sie voneinander subtrahierten
Zeitwerten bilden. Erfolgt die Verminderung des Wertes der in den Speicherzellen des
Speichers Spe gespeicherten Zeitwerte im Rhythmus von einer Sekunde jeweils um den
Wert 1, so wird die Subtrahierschaltung Sub1 nach drei Sekunden von dem erwähnten
Zeitpunkt t0 aus ebenfalls das Vorliegen einer Null-Differenz zwischen den durch sie
voneinander subtrahierten Zeitwerten feststellen. Daraufhin gibt die Auswerteschaltung
Sw1 ein Binärsignal »H« ab, welches zur Zurücksetzung des bistabilen Kippgliedes BK1
führt. Dadurch erlischt dann die grüne Signallampe des Signalgebers Sgl, und nunmehr
leuchtet die rote Signallampe dieses Signalgebers Sg1 auf. Dieser Zeitpunkt entspricht
dem Zeitpunkt t3 gemäß Fig. 3.
[0022] Ist der in der jeweiligen Speicherzelle, wie der Speicherzelle Sp4e, des Speichers
Spe gespeicherte Zeitwert auf Null vermindert - was im Falle der Speicherzelle Sp4e
nach sechs Sekunden der Fall sein wird -, so gibt zu diesem Zeitpunkt die mit dieser
Speicherzelle verbundene Auswerteschaltung Sw4 ausgangsseitig ein Binärsignal »H«
ab. Auf das Auftreten dieses Binärsignals »H« hin wird das bistabile Kippglied BK4
gesetzt, wodurch in dem Signalgeber Sg4 die bis zu diesem Zeitpunkt leuchtende rote
Signallampe erlischt, und statt dessen leuchtet die grüne Signallampe dieses Signalgebers
Sg4 auf. Dieser Zeitpunkt entspricht dem Zeitpunkt t6 gemäß Fig. 3.
[0023] Wie oben bereits erwähnt, sind die beiden Zähler Cnt1, Cnt2 der in Fig. dargestellten
Schaltungsanordnung am Ausgang einer Steuereinrichtung PC angeschlossen. Von dieser
Steuereinrichtung PC erhalten die beiden Zähler ihre Zählereinstellsignale zugeführt.
Die Abgabe dieser Zählereinstellsignale wird dabei nach Maßgabe des insgesamt abzuwickelnden
Signalplanes erfolgen, bezüglich dessen die erforderlichen Zwischenzeiten zwischen
den einzelnen zueinander feindlichen Signalgruppen in der Zwischenzeiten-Matrix ZM
enthalten sind. Die Steuereinrichtung PC braucht also lediglich zu dem Zeitpunkt t0
gemäß Fig. 3 entsprechenden Zeitpunkten die beiden Zähler Cnt1, Cnt2 einstellen. Hierzu
kann die Steuereinrichtung PC in einem entsprechend festgelegten Zeitplan Angaben
über die erforderlichen Zählereinstellungen (das sind die Zählereinstellsignale) enthalten.
Die betreffende Steuereinrichtung PC wird in diesem Fall die entsprechenden Angaben
zeitgerecht abgeben.
[0024] Aus dem Signalablauf gemäß Fig. 3 ersieht man also, daß zum Zeitpunkt t0 lediglich
der Signalgeber Sg2 ein Grünende-Signal erhält, so daß er ab dem Zeitpunkt t0 seine
rote Signallampe aufleuchten läßt. Zu diesem Zeitpunkt läßt der Signalgeber Sg1 noch
seine grüne Signallampe aufleuchten, während der Signalgeber Sg4 noch seine rote Signallampe
aufleuchten läßt. Zum Zeitpunkt t3 - der drei Sekunden nach dem Zeitpunkt t0 liegen
mag - erhält dann auch der Signalgeber Sg1 ein Grünende-Signal, woraufhin dieser Signalgeber
Sg1 seine rote Signallampe aufleuchten läßt. Der Signalgeber Sg4 läßt weiterhin seine
rote Signallampe aufleuchten. Erst zum Zeitpunkt t6 - der sechs Sekunden nach dem
Zeitpunkt t0 liegen mag - erhält der Signalgeber Sg4 ein Rotende-Signal, woraufhin
dieser Signalgeber Sg4 seine grüne Signallampe aufleuchten läßt. Bezogen auf die in
Fig. 1 angedeuteten Verhältnisse ergibt sich somit, daß von den zum Verkehrsfluß 4
feindlichen Verkehrsflüssen 1 und 2 zunächst der Verkehrsfluß 2 gestoppt wird und
daß erst danach der Verkehrsfluß 1 gestoppt wird. Damit steht dem Verkehrsfluß 2 eine
längere Räumzeit zur Verfügung als dem Verkehrsfluß 1, bezogen auf die Freigabe des
Verkehrsflusses 4. Eine solche unterschiedliche Stillsetzung der Verkehrsflüsse 1,
2 in bezug auf die Freigabe des Verkehrsflusses 4 kann somit in optimaler Weise tatsächlich
vorliegenden Gegebenheiten gerecht werden.
[0025] Die in Fig. 4 dargestellte Kreuzung weist vier Zufahrten auf, bezüglich welcher lediglich
vier Verkehrsflüsse 1,2,4 und 5 angedeutet sind. Wie ersichtlich, sind die beiden
Verkehrsflüsse 1 und 2 zu den beiden Verkehrsflüssen 4 und 5 feindlich. Zur Freigabe
bzw. Stillsetzung der in Fig. 1 angedeuteten Verkehrsflüsse 1, 2, 4 und 5 sind diesen
einzelne Signalgeber Sg1, Sg2, Sg4 bzw. Sg5 zugehörig. Im Falle einer Straßenverkehrskreuzung
mögen diese Signalgeber im einfachsten Fall jeweils grüne und rote Signallampen enthalten.
[0026] In Fig. 5 ist eine Schaltungsanordnung gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung
veranschaulicht. Diese Schaltungsanordnung, die wesentlich mit der in Fig. 1 gezeigten
Schaltungsanordnung übereinstimmt, gestattet es, die in Fig. 4 angedeuteten Signalgeber
Sg1, Sg2, Sg4 und Sg5 in einer nachstehend noch näher erläuterten Weise zu steuern.
Die betreffende Schaltungsanordnung enthält unter anderem eine beispielsweise der
in Fig. 4 dargestellten Kreuzung zugehörige Zwischenzeiten-Matrix ZM, die Angaben
über Zwischenzeiten zwischen zueinander feindlichen Verkehrsflüssen bzw. Signalgruppen
enthält. Zu diesem Zweck sind in der obersten Zeile der Zwischenzeiten-Matrix ZM sogenannte
Einfahr-Signalgruppen Sge angegeben - das sind Signalgruppen, die ihre zugehörigen
Verkehrsflüsse freigeben (also Grünsignale erhalten). In der linken äußeren Spalte
der Zwischenzeiten-Matrix ZM sind sogenannte Räum-Signalgruppen Sgr aufgeführt - das
sind solche Signalgruppen, die ihre zugehörigen Verkehrsflüsse sperren (also Rotsignale
erhalten). An der Kreuzungsstelle jeder Einfahr-Signalgruppe Sge und der jeweils dazu
feindlichen Räum-Signalgruppe Sgr ist in der Zwischenzeiten-Matrix ZM eine Angabe
darüber enthalten, nach welcher Zeit die jeweilige Einfahr-Signalgruppe ein Grünsignal
erhalten kann, wenn die dazu freindliche Räum-Signalgruppe Sgr ein Grünende-Signal
erhalten hat. Bezogen auf die in der Zwischenzeiten-Matrix ZM eingetragenen Zahlen
heißt dies, daß die mit »4« bezeichnete Einfahr-Signalgruppe Sge zu einem Zeitpunkt
ein Grünsignal erhalten kann, der beispielsweise drei Sekunden nach Grünende der mit
1« « bezeichneten Räum-Signalgruppe Sgr liegt und der beispielsweise sechs Sekunden
nach Grünende der mit »2« bezeichneten Räum-Signalgruppe Sgr liegt. Die mit »5« bezeichnete
Einfahr-Signalgruppe Sge soll demgegenüber ein Grünsignal zu einem Zeitpunkt erhalten,
der acht Sekunden nach Grünende der beiden Räum-Signalgruppen Sgr1 und Sgr2 liegt.
[0027] Die Zwischenzeiten-Matrix ZM ist mit einer Abfrageschaltung verbunden, die im wesentlichen
aus zwei Leseschaltungen Rc1, Rc2 besteht. Diese Leseschaltungen Rc1, Rc2 sind als
UND-Glieder GU11 bis GU1n bzw. GU21 bis GU2n enthaltende Schaltungen angedeutet, die
mit ihren einen Eingängen mit jeweils einer von zwei Ausgangsseiten der Zwischenzeiten-Matrix
ZM verbunden sind. Die Abfrageschaltung Rc1 ist dabei mit den durch die einzelnen
Räum-Signalgruppen Sgr bezeichneten Zellen der Zwischenzeiten-Matrix ZM verbunden.
Die Abfrageschaltung Rc2 ist mit ihrer einen Eingangsseite mit den durch die einzelnen
Einfahr-Signalgruppen Sge bezeichneten Zellen der Zwischenzeiten-Matrix ZM verbunden.
[0028] Den beiden Abfrageschaltungen Rc1, Rc2 ist jeweils ein eigener, durch eine Steuereinrichtung
PC einstellbarer Zähler Cnt1 bzw. Cnt2 zugehörig. Der Zähler Cnt1 legt durch seine
jeweilige Zählerstellung die Räum-Signalgruppe Sgr fest, bezüglich der mittels der
Abfrageschaltung Rc1 aus der Zwischenzeiten-Matrix ZM Angaben auszulesen sind. Die
Anordnung kann dabei so getroffen sein, daß mittels der Abfrageschaltung Rc1 jeweils
sämtliche bezüglich einer Räum-Signalgruppe Sgr in der Zwischenzeiten-Matrix ZM eingetragene
Angaben aus dieser Matrix ausgelesen werden und daß die so gewonnenen Signale bzw.
Angaben mit der Zählerstellung des Zählers Cnt2 in gesonderten UND-Gliedern GUr1,
GUr2 verknüpft werden. Dadurch ist dann eine eindeutige Zuordnung der Zwischenzeiten
darstellenden Angaben der jeweiligen Räum-Signalgruppe zu der dazu feindlichen Einfahr-Signalgruppe
Sge sichergestellt.
[0029] Durch die jeweilige Zählerstellung des Zählers Cnt2 wird ferner festgelegt, bezüglich
welcher Einfahr-Signalgruppe Sge mittels der Abfrageschaltung Rc2 aus der Zwischenzeiten-Matrix
ZM Angaben ausgelesen werden. Die Abfrageschaltung Rc2 soll dabei so ausgebildet sein,
daß sie bezüglich jeder Einfahr-Signalgruppe Sge aus der Zwischenzeiten-Matrix ZM
jeweils nur den größten Zahlenwert ausliest. Im Fall der mit »4« bezeichneten Einfahr-Signalgruppe
Sge wird somit aus der Zwischenzeiten-Matrix ZM lediglich der Wert »6« mittels der
Abfrageschaltung Rc2 ausgelesen. Bezüglich der Einfahr-Signalgruppe »5« - die eine
Fußgänger-Signalgruppe sein mag - wird aus der Zwischenzeiten-Matrix ZM der Wert »8«
mittels der Abfrageschaltung Rc2 ausgelesen. Diese für die jeweilige Einfahr-Signalgruppe
maßgebenden Zwischenzeitwerte werden von der Abfrageschaltung Rc2 an eine der jeweiligen
Einfahr-Signalgruppe individuell zugehörige Speicher- bzw. Registerzelle eines Speichers
Spe abgegeben. Im Falle der Einfahr-Signalgruppe Sge4 wird der Wert 6 in eine Speicher-
bzw. Registerzelle Sp4e des Speichers Spe eingespeichert. Im Fall der Einfahr-Signalgruppe
Sge5 wird der Wert 8 in eine gesonderte Registerzelle Sp5e des Speichers Spe eingespeichert.
Der betreffende Speicher Spe kann hierzu mit seinen Speicherzellen an entsprechenden
Ausgängen der Abfrageschaltung Rc2 direkt angeschlossen sein. An einem mit ST bezeichneten
Eingang werden dem Speicher Spe in einem festgelegten Zyklus von beispielsweise 1
sec Steuerimpulse zugeführt, auf deren Auftreten hin der Inhalt derjenigen Speicherzellen
dieses Speichers Spe um einen bestimmten Wert, beispielsweise um 1, vermindert wird,
die mit dem betreffenden Eingang ST verbunden sind. Dies trifft im vorliegenden Fall
für die Speicher- bzw. Registerzelle Sp4e zu, nicht aber für die Speicher- bzw. Registerzelle
Sp5e. Diese zuletzt erwähnte Registerzelle Sp5e erhält entsprechende Steuerimpulse
über ein UND-Glied GU2e zugeführt, auf welches nachstehend noch eingegangen wird.
[0030] An den Ausgängen der bereits betrachteten UND-Glieder GUr1 und GUr2 sind Register
Sp1t bzw. Sp2t eingangsseitig angeschlossen. Diese Register Sp1t, Sp2t sind der mit
»4« bezeichneten Einfahr-Signalgruppe fest zugeordnet. Dies ist durch eine 4 im rechten
Teil des jeweiligen Registers Sp1t, Sp2t angedeutet. In diese beiden Register werden
die Räumzeiten darstellenden Zwischenzeiten eingetragen, die die in der Zwischenzeiten-Matrix
ZM mit »1« bzw. »2« bezeichneten Räum-Signalgruppen Sgr in bezug auf die mit »4« bezeichnete
Einfahr-Signalgruppe Sge besitzen. In das Register Sp1t wird demgemäß der Wert 3 eingetragen,
und in das Register Sp2t wird der Wert 6 eingetragen.
[0031] An den Ausgängen der beiden zuletzt betrachteten Register sind Subtrahierschaltungen
Sub1 bzw. Sub2 mit ihren einen Eingängen angeschlossen. So ist an der Ausgangsseite
des Registers Sp1t eine Subtrahierschaltung Sub1 mit ihrer einen Eingangsseite angeschlossen.
An der Ausgangsseite des Registers Sp2t ist eine Subtrahierschaltung Sub2 mit ihrer
einen Eingangsseite angeschlossen. Mit ihrer jeweils anderen Eingangsseite sind die
Subtrahierschaltungen Sub1 und Sub2 gemeinsam am Ausgang einer der Speicherzellen
des Speichers Spe angeschlossen. Dabei handelt es sich um diejenige Speicherzelle,
die der Einfahr-Signalgruppe zugehörig ist, der auch die mit den Subtrahierschaltungen
Sub1, Sub2 verbundenen Register Splt, Sp2t zugehörig sind. In diesen Subtrahierschaltungen
Subl, Sub2 erfolgt eine Differenzbildung zwischen der in der Speicherzelle Sp4e des
Speichers Spe enthaltenen Zeitangabe (von einem Kreis umgebene 6) und den in den Registern
Splt bzw. Sp2t enthaltenen Zeitangaben (jeweils von einem Viereck umrahmte Zeitangabe
3 bzw. 6).
[0032] An den Ausgängen der Subtrahierschaltungen Subl, Sub2 und an der Ausgangsseite der
Speicherzelle Sp4e des Speichers Spe ist jeweils eine Auswerteschaltung Sw1, Sw2 bzw.
Sw4 angeschlossen. Bei diesen Auswerteschaltungen mag es sich um Schwellwertschaltungen
handeln, die ausgangsseitig ein Binärsignal »H« dann abgeben, wenn ihnen ein Eingangssignal
zugeführt wird, welches kennzeichnend ist für einen Differenzwert von Null zwischen
zwei voneinander subtrahierten Zahlen bzw. für eine auf Null verminderte Zeitangabe.
Dabei mögen die betreffenden Auswerteschaltungen ein entsprechendes Binärsignal »H«
ausgangsseitig auch dann abgeben, wenn das ihnen eingangsseitig zugeführte Differenzsignal
kennzeichnend ist für eine negative Differenz zwischen den voneinander subtrahierten
Zahlen.
[0033] Den gerade betrachteten Auswerteschaltungen Sw1, Sw2, Sw4 sind die im Zusammenhang
mit Fig. 4 bereits erwähnten Signalgeber Sg1, Sg2 bzw. Sg4 zugehörig. Der Signalgeber
Sg1 ist dabei eingangsseitig an den Anschlüssen Q, Q eines bistabilen Kippgliedes
BK1 angeschlossen, welches mit einem Rückstelleingang R direkt und mit einem Setzeingang
S über ein Negationsglied GN1 am Ausgang der Auswerteschaltung Sw1 angeschlossen ist.
Der Signalgeber Sg2 ist eingangsseitig in entsprechender Weise an Ausgängen Q, Q eines
bistabilen Kippgliedes BK2 angeschlossen, welches mit einem Rückstelleingang R direkt
und mit einem Setzeingang S über ein Negationsglied GN2 am Ausgang der Auswerteschaltung
Sw2 angeschlossen ist. Der Signalgeber Sg4 ist schließlich in entsprechender Weise
eingangsseitig an den Ausgängen Q, Q eines bistabilen Kippgliedes BK4 angeschlossen,
welches mit seinem Setzeingang S direkt und mit seinem Rückstelleingang R über ein
Negationsglied GN4 am Ausgang der Auswerteschaltung Sw4 angeschlossen ist. Die in
den in Fig. 5 angedeuteten Signalgebern Sg1, Sg2, Sg4 und Sg5 eingetragenen, mit einem
waagerechten Strich versehenen Kreise sollen die jeweilige grüne Signallampe andeuten;
ein Kreis mit einem senkrechten Strich soll hingegen in dem jeweiligen Signalgeber
die rote Signallampe andeuten.
[0034] Neben den vorstehend erläuterten Schaltungselementen ist bei der in Fig. 5 dargestellten
Schaltungsanordnung unter anderem noch ein UND-Glied GU1e vorgesehen, welches zusammen
mit dem oben bereits erwähnten UND-Glied GU2e eine Verknüpfungsanordnung bildet. Das
UND-Glied GU1e ist mit seinen Eingängen an den Ausgängen der beiden Auswerteschaltungen
Sw1 und Sw2 angeschlossen. Mit seinem Ausgang ist das UND-Glied GU1e an einem Eingang
des UND-Gliedes GU2e angeschlossen. Dieses UND-Glied GU2e ist mit einem weiteren Eingang
an dem Schaltungspunkt ST angeschlossen, dem Steuerimpulse zugeführt werden. Das UND-Glied
GU2e gibt ausgangsseitig die ihm von dem Schaltungspunkt ST zugeführten Steuerimpulse
in dem Fall ab, daß es übertragungsfähig ist. Diese vom Ausgang des UND-Gliedes GU2e
abgegebenen Steuerimpulse dienen dazu, den Inhalt der Registerzelle Sp5e aufeinanderfolgend
im Wert zu vermindern.
[0035] Am Ausgang der Registerzelle Sp5e des Speichers Spe ist eine Auswerteschaltung Sw5
angeschlossen, die in entsprechender Weise ausgebildet sein mag wie die übrigen bisher
erwähnten Auswerteschaltungen Sw1, Sw2, Sw4. Am Ausgang dieser Auswerteschaltung Sw5
ist ein weiteres bistabiles Kippglied BK5 mit seinem Setzeingang S direkt und mit
seinem Rückstelleingang R über ein Negationsglied GN5 angeschlossen. An den Ausgängen
Q, Q dieses bistabilen Kippgliedes BK5 ist der Signalgeber Sg5 angeschlossen.
[0036] Im folgenden wird die Arbeitsweise der in Fig. 5 dargestellten Schaltungsanordnung
näher erläutert. Dabei wird auch auf den in Fig. 6 dargestellten Signalablauf eingegangen,
durch den die Arbeitsweise der betreffenden Schaltungsanordnung besonders gut verdeutlicht
wird. Gemäß Fig. 6 sind die für die einzelnen Signalgeber Sg1, Sg2, Sg4 und Sg5 gemäß
Fig. 4 und 5 auszuführenden Steuervorgänge veranschaulicht. Durch die dicken Striche
ist jeweils eine rote Signalphase angedeutet, und durch die dünnen Striche ist jeweils
eine grüne Signalphase angedeutet. Durch einen Kreis ist jeweils ein Grünende angedeutet,
und durch einen kurzen vertikalen Strich ist ein Rotende angedeutet. In der betreffenden
Darstellung sind die Übergangszeiten rot/gelb bzw. gelb nicht berücksichtigt, da diese
hier für das Verständnis der Erfindung nicht wesentlich sind.
[0037] Wie im Zusammenhang mit der in Fig. 5 dargestellten Schaltungsanordnung bereits erläutert,
werden durch die Abfrageschaltungen Rc1 und Rc2 Zeitangaben aus der Zwischenzeiten-Matrix
ZM ausgelesen und in die jeweils in Frage kommenden Register, wie die Register Sp1t,
Sp2t, und in entsprechende Speicher- bzw. Registerzellen, wie Sp4e und Sp5e des Speichers
Spe eingespeichert. Im Anschluß daran erfolgt in den Subtrahierschaltungen Subl, Sub2
jeweils eine Differenzbildung zwischen den in den Registern Sp1t und Sp2t eingespeicherten
Zeitangaben.
[0038] Im Unterschied zu der in Fig. gezeigten Schaltungsanordnung werden bei der vorliegenden
Schaltungsanordnung für die Beeinflussung bzw. Festlegung eines Signalwechsels jedoch
nicht die Zwischenzeiten sämtlicher Einfahr-Signalgruppen berücksichtigt, die zu ein
und denselben Räum-Signalgruppen feindlich sind. Vielmehr werden im vorliegenden Fall
die Zwischenzeiten von ausgewählten Einfahr-Signalgruppen dabei unberücksichtigt gelassen,
indem die betreffenden Zwischenzeiten gesondert markiert werden. Bei den in Fig. 5
angedeuteten Verhältnissen ist die Einfahr-Zwischenzeit der Einfahr-Signalgruppe Sge5
eine derartige markierte Zwischenzeit. Diese Zwischenzeit »8« ist aus der Zwischenzeiten-Matrix
ZM in das Register Sp5e eingespeichert worden. In diesem gesonderten Register bleibt
diese Zwischenzeit »8« als gewissermaßen markierte Zwischenzeit so lange unverändert
erhalten, bis die Einfahr-Zwischenzeiten 3 bzw. 6 der Räum-Signalgruppen Sgr1 und
Sgr2 ablaufen. Erst wenn diese Zwischenzeiten der Einfahr-Signalgruppe Sge4 in bezug
auf die Räum-Signalgruppen Sgr1 und Sgr2 ablaufen, gibt das bei der Schaltungsanordnung
gemäß Fig. vorgesehene UND-Glied GU1e ausgangsseitig ein bestimmtes Ausgangssignal
(Binärsignal »H«) ab, auf dessen Auftreten hin die an dem Schaltungspunkt ST auftretenden
Steuerimpulse über das UND-Glied GU2e gelangen und damit den Inhalt des Registers
Sp5e des Speichers Spe im Wert vermindern.
[0039] Wenn der Inhalt bzw. Zwischenzeitwert des Registers Sp5e auf Null vermindert ist,
gibt die Auswerteschaltung Sw5 ausgangsseitig ein Binärsignal »H« ab, durch welches
das bistabile Kippglied BK5 gesetzt wird, so daß damit der Signalgeber Sg5 seine grüne
Signallampe aufleuchten läßt. Dabei ist vorausgesetzt, daß der Signalgeber Sg5 wie
auch der Signalgeber Sg4 zunächst zurückgesetzt sind, so daß zunächst die roten Signallampen
dieser Signalgeber aufleuchten.
[0040] Bezüglich der in der Zwischenzeiten-Matrix ZM gemäß Fig. 5 angedeuteten Einfahr-Signalgruppe
Sge5 sei noch folgendes angemerkt. Wie zuvor erläutert, ist bezüglich dieser Einfahr-Signalgruppe
Sge5 in dem gesonderten Register Sp5e lediglich eine Zeitangabe 8 abgespeichert worden.
Bei dieser Zeitangabe handelt es sich generell um die größte Zeitangabe bzw. Zwischenzeit,
die zu einer derartigen Einfahr-Signalgruppe in der Zwischenzeiten-Matrix ZM in bezug
auf alle dazu feindlichen Räum-Signalgruppen enthalten sind.
[0041] Um die Bedeutung der vorliegenden Ausführungsform gegenüber der in Fig. gezeigten
Schaltungsanordnung hervorzuheben, wird nunmehr auf das in Fig. dargestellte Diagramm
noch näher eingegangen. Aus dem in Fig. 6 dargestellten Signalablauf ersieht man,
daß zum Zeitpunkt t0 lediglich der Signalgeber Sg2 ein Grünende-Signal erhält, so
daß er ab dem Zeitpunkt t0 seine rote Signallampe aufleuchten läßt. Zu diesem Zeitpunkt
läßt der Signalgeber Sg1 noch seine grüne Signallampe aufleuchten, während die Signalgeber
Sg4 und Sg5 noch ihre roten Signallampen aufleuchten lassen. Zum Zeitpunkt t3 - der
drei Sekunden nach dem Zeitpunkt t0 liegen mag - erhält dann auch der Signalgeber
Sg1 ein Grünende-Signal, woraufhin dieser Signalgeber Sg1 seine rote Signallampe aufleuchten
läßt. Die Signalgeber Sg4 und Sg5 lassen weiterhin ihre roten Signallampen aufleuchten.
Erst zum Zeitpunkt t6 - der sechs Sekunden nach dem Zeitpunkt t0 liegen mag - erhält
der Signalgeber Sg4 ein Rotende-Signal, woraufhin dieser Signalgeber Sg4 seine grüne
Signallampe aufleuchten läßt. Bezogen auf die in Fig. 4 angedeuteten Verkehrsverhältnisse
ergibt sich somit auch im vorliegenden Fall wie bei der zur Fig. 2 erläuterten Betriebsweise,
daß von den zum Verkehrsfluß 4 feindlichen Verkehrsflüssen 1 und 2 zunächst der Verkehrsfluß
2 gestoppt wird und daß erst danach der Verkehrsfluß 1 gestoppt wird. Der Signalgeber
Sg5 hat dabei den erläuterten Signalwechsel nicht beeinflußt. Der Signalgeber Sg5
läßt seine rote Signallampe bis zum Zeitpunkt t11 aufleuchten. Dieser Zeitpunkt t11
liegt acht Sekunden nach dem Zeitpunkt t3, das ist derjenige Zeitpunkt, ab dem bei
der Schaltungsanordnung gemäß Fig. 5 das UND-Glied GUle ausgangsseitig ein Binärsignal
»H« abgibt. Ab diesem Zeitpunkt t3 wird die in dem Register Sp5e enthaltene Zwischenzeitangabe
8 schrittweise bis auf 0 vermindert. Da dies im vorliegenden Fall im Sekundenrhythmus
erfolgt, schaltet der Signalgeber Sg5 erst acht Sekunden nach dem Zeitpunkt t3, also
zum Zeitpunkt t11 seine grüne Signallampe ein. Durch die unterschiedliche Stillsetzung
der Verkehrsflüsse 1 und 2 in bezug auf die Freigabe der Verkehrsflüsse 4 und 5 kann
man somit in optimaler Weise tatsächlich vorliegenden Gegebenheiten gerecht werden,
wobei zugleich für die Festlegung bzw. Beeinflussung des jeweiligen Signalwechsels
selektiv die Zwischenzeiten der zu berücksichtigenden Einfahr-Signalgruppen ausgewählt
werden können. Mit anderen Worten ausgedrückt heißt dies, daß in entsprechender Weise
selektiv die Zwischenzeiten von ausgewählten Einfahr-Signalgruppen dabei unberücksichtigt
gelassen werden können. Eine derartige unberücksichtigt gebliebene Zwischenzeit ist
die Zwischenzeit 8 der in der Zwischenzeiten-Matrix ZM gemäß Fig. 5 eingetragenen
Einfahr-Signalgruppe 5. Bezüglich dieser Einfahr-Signalgruppe 5 ist noch anzumerken,
daß deren Einfahr-Zwischenzeit von acht Sekunden im vorliegenden Fall lediglich bezogen
auf die feindliche Räum-Signalgruppe Sg1 eingehalten ist, während zu der feindlichen
Signalgruppe Sg2 eine längere Zwischenzeit vorhanden ist als durch die Zwischenzeiten-Matrix
ZM gefordert. Dies wird jedoch im vorliegenden Fall in Kauf genommen, da durch die
beschriebene Verfahrensweise sichergestellt ist, daß die Einfahr-Signalgruppe Sge5
wegen ihrer relativ langen Zwischenzeit nicht den frühzeitigen Abbruch der zu ihr
feindlichen Räum-Signalgruppen Sgr1 und Sgr2 in dem Fall fordern kann, daß diese Räum-Signalgruppen
noch jeweils ein Grünsignal besitzen.
[0042] Die Markierung kann in Abweichung von den erläuterten Verhältnissen auch so erfolgen,
daß in der Zwischenzeiten-Matrix entsprechende Markierungsinformationen mit aufgenommen
sind, die beim Auslesen der zugehörigen Zwischenzeiten deren entsprechende Behandlung
bewirken.
[0043] Zu der in Fig. 5 dargestellten Schaltungsanordnung sei noch folgendes bemerkt. Die
beiden Zähler Cnt1 und Cnt2 der betreffenden Schaltungsanordnung erhalten von der
Steuereinrichtung PC Zählereinstellsignale zugeführt. Die Abgabe dieser Zählereinstellsignale
wird dabei nach Maßgabe des insgesamt abzuwickelnden Signalplanes erfolgen, bezüglich
dessen die erforderlichen Zwischenzeiten zwischen den einzelnen zueinander feindlichen
Signalgruppen in der Zwischenzeiten-Matrix ZM enthalten sind. Die Steuereinrichtung
PC braucht also lediglich zu dem Zeitpunkt t0 gemäß Fig. 6 entsprechenden Zeitpunkten
die beiden Zähler Cnt1, Cnt2 einstellen. Hierzu kann die Steuereinrichtung PC in einem
entsprechend festgelegten Zeitplan Angaben über die erforderlichen Zählereinstellungen
(das sind die betreffenden Zählereinstellsignale) enthalten. Die Steuereinrichtung
PC wird in diesem Fall die entsprechenden Angaben zeitgerecht abgeben. Dabei kann
so vorgegangen sein, daß im Rhythmus von einer Sekunde jeweils sämtliche Angaben der
Zwischenzeiten- Matrix ZM ausgelesen werden, wie dies auch bei der Schaltungsanordnung
gemäß Fig. 2 der Fall ist.
[0044] Abschließend sei noch bemerkt, daß die im Zusammenhang mit Fig. 2 und 5 erläuterten
Schaltungsanordnungen nicht nur in diskreter Schaltungstechnik realisiert sein können,
sondern auch unter Verwendung jeweils eines wenigstens einen Mikroprozessor verwendenden
Mikrorechnersystems aufgebaut sein können.
1. Verkehrssignalanlage mit einer Mehrzahl von mittels Einstellsignalen schaltbaren
Signalgruppen (Sg1, Sg2, Sg4), bei der ein die Abgabe eines Freisignals durch eine
Signalgruppe (Einfahrsignalgruppe, Sg4) bewirkendes Einstellsignal vom Ablauf von
Zwischenzeiten (3, 6) abhängig gemacht ist, die jeweils individuell bezüglich von
zu der betreffenden Einfahrsignalgruppe (Sg4) feindlichen Signalgruppen (Sperrsignalgruppen
Sg1, Sg2) festgelegt und in Speichern (Sp1t, Sp2t, Sp4e) festgehalten sind und deren
Ablauf zeittaktgesteuert erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß lediglich die größte
der jeweils in Frage kommenden Zwischenzeiten (6) zusätzlich in einen besonderen Speicher
(Sp4e) aufgenommen und zeittaktgesteuert in diesem vermindert wird, daß im Rhythmus
des Zeittaktes jeweils ein Speichervergleich zwischen dem Inhalt des besonderen Speichers
(Sp4e) und dem Inhalt der die Zwischenzeiten (3, 6) enthaltenden Speicher (Sp1t, Sp2t)
vorgenommen wird, daß durch eine bei einem solchen Speichervergleich sich ergebende
Null-Differenz der Zeitpunkt des Beginns einer jeden Zwischenzeit (3, 6) bestimmt
wird, und daß zu den jeweiligen Beginnzeitpunkten (t0, t3) jeweils ein die Abgabe
eines Sperrsignals durch die jeweilige Sperrsignalgruppe (Sg1, Sg2) bewirkendes Sperr-Einstellsignal
erzeugt wird, und daß schließlich mit dem gleichzeitigen Ende aller Zwischenzeiten
(3, 6) die Erzeugung des Einstellsignals zur Abgabe eines Freisignals durch die betreffende
Einfahrsignalgruppe (Sg4) bewirkt wird.
2. Verkehrssignalanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bestimmten Einfahrsignalgruppen
(Sg5) besonders markierte Zwischenzeiten (8) zugeordnet sind, daß der Ablauf einer
solchen markierten Zwischenzeit zusammen mit dem Beginn der kleinsten unmarkierten
Zwischenzeit (3) bewirkt wird, und daß eine solche markierte Zwischenzeit (8) lediglich
mit ihrem Ende zur Generierung eines ein Freisignal der betreffenden Einfahrsignalgruppe
(Sg5) bewirkenden Einstellsignals ausgewertet wird.
3. Verkehrssignalanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit einer die
Zwischenzeiten geordnet enthaltenden Zwischenzeitenmatrix (ZM) eine Abfrageschaltung
(Rc1, Rc2) verbunden ist, die jeweils aus der Zwischenzeiten-Matrix (ZM) die Zwischenzeiten
der betreffenden Einfahr-Signalgruppen (Sge) bezüglich der hierzu feindlichen Räum-Signalgruppen
(Sgr) ausliest, und diese in den jeweiligen Einfahr-Signalgruppen (z. B. Sge4) zugehörigen
Registern (Sp1t, Sp2t) und die größte Zwischenzeit (6) dieser Zwischenzeiten zusätzlich
in einem gesonderten, der betreffenden Einfahr-Signalgruppe (Sge4) zugehörigen Speicher
(Spe) speichert, wo der Speicherwert der betreffenden größten Zwischenzeit (6) auf
Null rhythmisch verminderbar ist, und daß den Registern (Splt, Sp2t) und dem Speicher
(Spe) Subtrahierschaltungen (Subl, Sub2) nachgeordnet sind, die die Differenz zwischen
dem Speicherinhalt und den Registerinhalten bilden.
4. Verkehrssignalanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfrageschaltung
(Rc1, Rc2) zu ihrer Steuerung mit Zählern (Cntl, Cnt2) verbunden ist, deren einer
durch seine Zählerstellungen Einfahr-Signalgruppen (Sge) und deren anderer durch seine
Zählerstellungen die zur jeweiligen Einfahr-Signalgruppe feindlichen Räum-Signalgruppen
(Sgr) bezeichnet, und daß die Zähler (Cnt1, Cnt2) zu ihrer Einstellung mit einer Steuereinrichtung
(PC) verbunden sind.
5. Verkehrssignalanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Abspeicherung
der besonders markierten Zwischenzeiten (8) gesonderte Register (Sp5e) vorgesehen
sind, welche mit einem Steuereingang ihre jeweils gespeicherten Zwischenzeiten im
Wert vermindernde Steuerimpulse von einer Verknüpfungsanordnung (GU2e, GU1e) erst
mit dem Beginn einer nichtmarkierten Zwischenzeit (3) erhalten.
6. Verkehrssignalanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verknüpfungsanordnung
ein erstes UND-Glied (GU1e) und ein zweites UND-Glied (GU2e) aufweist, und daß das
erste UND-Glied (GU1e) eingangsseitig mit Einstellsignale abgebenden Auswerteschaltungen
(Sw1, Sw2), die den jeweils feindlichen Signalgruppen (Sg1, Sg2) zugeordnet sind,
verbunden ist, daß ferner das zweite UND-Glied (GU2e) eingangsseitig an eine Steuerimpulsquelle
(ST) und an den Ausgang des ersten UND-Gliedes (GU1e) angeschlossen ist.
1. A traffic signal system comprising a plurality of signal groups (Sg1, Sg2, Sg4)
which can be switched by means of setting signals, wherein a setting signal which
results in the emission of a free signal by a signal group (go signal group Sg4),
is rendered dependent upon the flow of intermediate times (3, 6), each of which is
individually determined with regard to signal groups (blocking signal groups Sg1,
Sg2) which oppose the go signal group (Sg4) in question and are stored in stores (Sp1t,
Sp2t, Sp4e) and which proceed under a time clock control, characterised in that only
the longest of intermediate times (6) in question is additionally stored in a special
store (Sp4e) and is reduced therein under the time clock control, that in the timing
of the clock a comparison is carried out between the contents of the special store
(Sp4e) and the contents of the stores (Sp1t, Sp2t) which contain the intermediate
times (3, 6), and that the time of the start of each intermediate time (3, 6) is determined
by a zero difference in the case of such a store comparison, and that at the particular
start points (t0, t3) a block-setting signal is produced which results in the emission
of a blocking signal by the blocking signal group (Sg1, Sg2) in question, and that
finally on the simultaneous ending of all the intermediate times (3, 6) the setting
signal is generated in order to emit a free signal by the go signal group (Sg4) in
question.
2. A traffic signal system as claimed in Claim 1, characterised in that specific go
signal groups (Sg5) are assigned specially marked intermediate times (8), that the
flow of a marked intermediate time of this type commences simultaneously to the start
of the shortest unmarked intermediate time (3) and that only the end of such a marked
intermediate time (8) is evaluated in order to generate a setting signal which produces
a free signal of the relevant go signal group (Sg5).
3. A traffic signal system as claimed in Claim 1, characterised in that an intermediate
time matrix (ZM) which contains the intermediate times in classified fashion is connected
to an interrogation circuit (Rcl, Rc2) which reads out from the intermediate time
matrix (ZM) the intermediate times of the go signal groups (Sge) in question with
regard to the opposing clear signal groups (Sgr) and stores these in registers (Sp1t,
Sp2t) assigned to the go signal groups (e.g. Sge4) in question and additionally stores
the longest intermediate time (6) of these intermediate times in a special store (Spe)
assigned to the go signal group (Sge4) in question, where the store value of the longest
intermediate time (6) in question can be rhythmically reduced to zero, and that the
registers (Sp1t, Sp2t) and the store (Spe) are followed by subtractor circuits (Sub1,
Sub2) which form the difference between the store contents and the register contents.
4. A traffic signal system as claimed in Claim 3, characterised in that for its control
the interrogation circuit (Rc1, Rc2) is connected to counters (Cnt1, Cnt2), one of
which designates by virtue of its counter positions go signal groups (Sge) and the
other of which designates by virtue of its counter positions the clear signal groups
(Sgr) which oppose the go signal group in question, and that for their setting the
counters (Cnt1, Cnt2) are connected to a control device (PC).
5. A traffic signal system as claimed in Claim 2, characterised in that for the storage
of the specially marked intermediate times (8) special registers (Sp5e) are provided
which, at one control input, receive from a logic linking arrangement (GU2e, GU1e)
control pulses which reduce the value of their stored intermediate times not before
the start of a non-marked intermediate time (3).
6. A traffic signal system as claimed in Claim 5, characterised in that the logic
linking arrangement comprises a first AND-gate (GUle) and a second AND-gate (GU2e)
and that the first AND-gate (GU1e) is connected at its input to analysis circuits
(Sw1, Sw2) which emit setting signals and which are each assigned to the opposing
signal groups (Sg1, Sg2), and that in addition the second AND-gate (GU2e) is connected
at its input to a control pulse source (ST) and to the output of the first AND-gate
(GU1e).
1. Installation de signalisation de circulation comportant une majeure partie de groupes
de signaux (Sg1, Sg2, Sg4) commutables au moyen de signaux de réglage, dans laquelle
un signal de réglage provoquant la délivrance d'un signal de libération par un groupe
de signaux (groupe de signaux de passage Sg4) est rendu dépendant de l'écoulement
d'intervalles de temps (3, 6) qui sont déterminés respectivement de façon individuelle
par rapport à des groupes de signaux (groupes de signaux de blocage Sgl, Sg2) incompatibles
avec le groupe concerné de signaux de passage (Sg4) et sont consignés dans des mémoires
(Sp1t, Sp2t, Sp4e), et dont l'écoulement a lieu de façon commandée en cadence, caractérisée
en ce que simplement les plus importants des intervalles de temps (6) venant respectivement
en question sont reçus en supplément dans une mémoire particulière (Sp4e) et sont
diminués dans celle-ci de façon commandée en cadence, qu'au rythme de la cadence est
respectivement effectuée une comparaison des données mémorisées entre le contenu de
la mémoire particulière (Sp4e) et le contenu de la mémoire (Sp1t, Sp2t) contenant
les intervalles de temps(3, 6), que l'instant du début de chaque intervalle de temps
(3, 6) est déterminé par une différence nulle apparaissant lors d'une telle comparaison
des données mémorisées, et qu'aux instants de débuts respectifs (t0, t3) est respectivement
produit un signal de réglage d'arrêt provoquant la délivrance d'un signal d'arrêt
par le groupe respectif de signaux d'arrêt (Sg1, Sg2), et qu'enfin la production du
signal de réglage pour la délivrance d'un signal de libération par le groupe concerné
de signaux de passage (Sg4) s'effectue avec la fin simultanée de tous les intervalles
de temps (3, 6).
2. Installation de signalisation de circulation suivant la revendication 1, caractérisée
par le fait que des intervalles de temps repérés de façon particulière (8) sont associés
à des groupes (Sg5) de signaux de passage, que l'écoulement d'un tel intervalle de
temps repéré a lieu avec le début du plus petit intervalle de temps non repéré (3),
et qu'un tel intervalle de temps repéré (8) est évalué simplement à la fin pour fournir
un signal de réglage donnant lieu à un signal de libération du groupe concerné (Sg5)
de signaux de passage.
3. Installation de signalisation de circulation suivant la revendication 1, caractérisée
par le fait qu'à une matrice (ZM) d'intervalles de temps contenant les intervalles
de temps de façon classée, est relié un circuit d'interrogation (Rcl, Rc2) qui lit
respectivement, à partir de la matrice (ZM) d'intervalles de temps, les intervalles
de temps des groupes concernés (Sge) de signaux de passage par rapport aux groupes
(par exemple Sge4) de signaux d'arrêt qui leur sont incompatibles, et mémorise ceux-ci,
dans les registres associés (Sp1t, Sp2t) et le plus important de ces intervalles de
temps (6) en supplément dans une mémoire distincte (Spe) associé au groupe concerné
(Sge4) de signaux de passage, où la valeur mémorisée de l'intervalle de temps le plus
important concerné (6) peut être diminuée en rythme jusqu'à zéro, et qu'en aval des
registres (Splt, Sp2t) et de la mémoire (Spe) sont disposés des circuits soustracteurs
(Subl, Sub2) qui forment la différence entre le contenu de la mémoire et les contenus
des registres.
4. Installation de signalisation de circulation suivant la revendication 3, caractérisée
en ce que pour sa commande le circuit d'interrogation (Rc1, Rc2) est relié à des compteurs
(Cntl, Cnt2) dont l'un indique, par ses positions de comptage, des groupes (Sge) de
signaux de passage et dont l'autre indique, par ses positions de comptage, les groupes
(Sgr) de signaux d'arrêt incompatibles avec le groupe respectif de signaux de passage,
et que pour leur réglage les compteurs (Cnt1, Cnt2) sont reliés à un dispositif de
commande (FC).
5. Installation de signalisation de circulation suivant la revendication 2, caractérisée
en ce que pour la mémorisation des intervalles de temps repérés de façon particulière
(8) sont prévus des registres particuliers (Sp5e) qui reçoivent, sur une entrée de
commande, leurs impulsions de commande réduisant la valeur des intervalles de temps
respectivement mémorisées provenant d'un agencement combinatoire (GU2e, GU1e), seulement
au début d'un intervalle de temps non repéré (3).
6. Installation de signalisation de circulation suivant la revendication 5, caractérisée
par le fait que l'agencement combinatoire comporte un premier élément ET (GU1e) et
un second élément ET (GU2e), et que le premier élément ET (GU1e) est relié côté entrée
à des circuits d'évaluation (Sw1, Sw2) délivrant des signaux de réglage, qui sont
associés aux groupes (Sg1, Sg2) de signaux respectivement incompatibles, et qu'en
outre le second élément ET (GU2e) est raccordé, côté entrée, à une source d'impulsions
de commande (ST) et à la sortie du premier élément ET (GU1e).