[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung der im Oberbegriff des Anspruches 1 gekennzeichneten
Art.
[0002] Insbesondere betrifft die Erfindung einen Druckstößelantrieb für Anschlagdrucker.
[0003] Derartige Anordnungen sollen bei einer raumsparenden Bauweise - insbesondere für
Zeilendrucker mit mehreren nebeneinander liegenden Antriebseinheiten für die verschiedenen
Druckpositionen - bei einer gravierenden Gewichtsminimierung der Bauteile einen sehr
hohen Wirkungsgrad erreichen.
[0004] Bisher bekannte, schnelle elektromagnetische Druckhammerantriebe weisen unter anderem
aus folgendem Grund einen relativ schlechten Wirkungsgrad auf: Sowohl in der Ausgangs-'
stellung als auch während der Arbeitsphase verläuft ein wesentlicher Teil des Magnetflußweges
durch den Anker. Für die Leitung des Magnetflusses im Anker ist deshalb ein mit hoher
Masse verknüpftes ferromagnetisches Flußleitstück erforderlich. über dieses Flußleitstück
schließt sich der zu einer Seite des Ankers liegende Magnetflußkreis. Das im Anker
vorzusehende, mit hoher Masse behaftete Flußleitstück ist eine der Ursachen für den
schlechten Wirkungsgrad solcher Druckhammerantriebe, da der Anker und damit auch die
Masse dieses Flußleitstückes bei jedem Druckvorgang beschleunigt werden muß.
[0005] Eine diesbezügliche Anordnung ist in der deutschen Auslegeschrift DAS 12 37 816 beschrieben,
auf die im Zusammenhang mit Fig. 8 der Beschreibung auch noch näher eingegangen wird,
[0006] Des weiteren ist aus dem deutschen Gebrauchsmuster 74 32 801 ein Elektromagnet mit
Linearantrieb des Ankers bekannt.
[0007] Bei dieser Anordnung, die im. Zusammenhang mit Fig. 7 erläutert ist, treten jedoch
folgende Nachteile auf: durch die spezielle flache-Ausbildung des Ankerteiles (flach
bedeutet in diesem Zusammenhang in zwei Dimensionen groß gegenüber einer dritten,
welche die Dicke des flachen Ankers kennzeichnetY ergeben sich hohe, unkontrollierbare
Querkräfte in Richtung der Polschuhe des Elektromagneten. Neben hohen Reibungsverlusten
tritt auch ein Verkanten des Ankers in Richtung der Polschuhe auf, wodurch sich eine
klare Bewegung in erwünschter Wirkrichtung nicht realisieren läßt. Darüber hinaus
wird bei dieser Anordnung bereits während der Ausgangsstellung ein wesentlicher Teil
des Magnetflusses durch den teilweise zwischen den Polschuhen des Elektromagneten
befindlichen Ankers geführt, wodurch die zuvor erwähnten, niederen Wirkungsgrade (hohe
Ankermasse) bedingt sind.
[0008] Aus dem vorstehend erläuterten Stand der Technik geht hervor, daß die bekannten Druckhammerantriebe
aufgrund des mit hoher Masse behafteten Ankers nur geringe Wirkungsgrade aufweisen
können und daß bei Verwendung des zuvor beschriebenen Elektromagneten mit Linearantrieb
Querkräfte auftreten, die eine Anwendung dieser Anordnung für Druckhammerantriebe
ausschließen.
[0009] Zur Vermeidung der zuvor genannten Nachteile, ist es Aufgabe der Erfindung, einen
schnellen elektromagetisch betätigbaren Stößelantrieb insbesondere für Anschlagdrucker
vorzugeben, welcher bei minimalem Volumenaufwand und geringem Gewicht einen hohen
Wirkungsgrad aufweist und einfach zu fertigen ist.
[0010] Dieser Stößelantrieb soll insbesondere zur Anwendung in Hammerbänken für mechanische
Schnelldrucker geeignet sein.
[0011] Diese Aufgabe der Erfindung wird in vorteilhafter Weise durch die im kennzeichnenden
Teil des Anspruches 1 angegebenen Maßnahmen gelöst.
[0012] Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der .Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0013] Berechnungen, Versuche und Modellkonstruktionen haben gezeigt, daß der erfindungsgemäße
Stößelantrieb die in ihn gesetzten Erwartungen voll erfüllt.
[0014] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im folgenden näher beschrieben.
[0015] Wenn nach dem Stand der Technik, z.B. beim Gegenstand des Gebrauchsmusters 74 32
801 das bewegliche Teil, das zwischen die Polschuhe des Magneten gezogen wird, von
Anker gesprochen wird, so ist diese Bezeichnung im Zusammenhang mit der Erfindung
unangebracht. Denn mit dem Terminus Anker verbindet sich die Vorstellung, daß dieses
Teil überwiegend aus weichmagnetischem Material besteht. Da diese Bedingung bei der
nachfolgend beschriebenen Erfindung nicht zutrifft, wird hierbei das nur ankerähnliche
Bewegungselement in einer Ausführungsform der Erfindung "Zunge", in einer anderen
"Stößel" genannt. Dadurch soll betont werden, daß die "Zunge" nicht überwiegend aus
schwerem weichmagnetischem Material besteht, sondern nur aus relativ schmalen weichmagnetischen
sogenannten Ankerstegen, welche durch nichtmagnetische leichte Materialien verbunden
sein können. Im Falle des "Stößels" soll durch diese Bezeichnung auf ein zylinderförmiges
Bewegungselement hingewiesen werden. Es sei jedoch schon jetzt darauf hingewiesen,
daß sowohl die "Zunge" als auch der (zylinderförmige) "Stößel" allgemein von der Bezeichnung
"Stößel" erfaßt GE 9Rn O14E werden sollen, der sich in beiden Fällen nur durch eine
andere geometrische Formgebung auszeichnet.
[0016] Die auf die Priorität der deutschen Patentanmeldung P 29 26 278.8 (GE 979 026) zurückgehende
Ausführungsform der Erfindung, bei der das Bewegungselement zungenförmig ausgeführt
ist, hat gegenüber der auf die Priorität der deutschen Patentanmeldung P 30 18 407.7
(GE 980 014) zurückgehende Ausführungsform der Erfindung, bei der das Bewegungselement
als zylinderförmiger Stößel ausgeführt ist, gewisse Nachteile. Die erstere Ausführungsform
ist relativ aufwendig in ihrer Herstellung und hinsichtlich ihres Volumens und Gewichtes
noch nicht optimal, insbesondere, wenn eine Baubreite von 2,5 mm angestrebt wird.
Jedoch ist die erstere Ausführungsform hinsichtlich ihrer den Wirkungsgrad nachteilig
beeinflussenden magnetischen Streufelder günstiger als die zweitgenannte Ausführungsform.
[0017] Es zeigen:
Fign. 1A, 1B schematische Schnittdarstellungen eines schnellen elektromagnetischen
Druckstößelantriebes mit einer beweglichen Zunge und beidseits der Zunge liegenden
Jochhälften: Fig. 1A Ausgangsstellung; Fig. 1B Arbeitsphase,
Fig. 2 eine schematische perspektivische Darstellung des Druckstößelantriebes gemäß
Fig. 1 zur Verdeutlichung der Form der Zunge und des Verlaufes der die Joche umfassenden
Erregerspulen,
Fig. 3 eine schematische auszugsweise Schnittdarstellung einer Druckstößelbank mit
kleinem Druckstößelabstand, bei der die den ein-GE 980 014E zelnen Druckstößeln zugeordneten
Joche gegeneinander versetzt sind,
Fig. 4 eine schematische auszugsweise Schnittdarstellung einer Druckstößelbank mit
kleinem Druckstößelabstand, bei der jedem Druckstößel mehrere Joche zugeordnet sind
und bei der die den einzelnen Druckstößeln zugeordneten Joche gegeneinander versetzt
sind,
Fig. 5 eine schematische perspektivische Darstellung einer Jochhälfte, welche von
einer Folienspule als Erregerspule umfaßt wird,
Fig. 6 eine schematische perspektivische Darstellung einer Zunge mit integriertem
Hammerkopf,
Fig. 7 eine schematische perspektivische Darstellung eines Elektromagneten mit Linearantrieb
gemäß dem Stande der Technik,
Fig. 8 eine schematische Darstellung eines Druckstößelankers mit zwei elektromagnetischen
Treiberkreisen gemäß dem Stande der Technik.
Fig. 9 eine schematische perspektivische Prinzipdarstellung eines Stößelantriebes,
bei dem ein zylinderförmiger Druckstößel in den kreisförmig ähnlichen Arbeitsspalten
zweier gegenüberliegender Jochhälften verläuft,
Fig. 10 eine schematische Darstellung eines Druckstößelantriebes mit mehreren hintereinanderangeordneten
Jochhälften,
Fig. 11 eine Explosionszeichnung zur Erklärung des Zusammenbaues einer Druckstößeleinheit
mit Druckstößel, Führungsstücken, Jochhälften, Flachrahmen und Federdraht,
Fig. 12 eine schematische perspektivische Darstellung einer Druckstößelantriebseinheit,
Fig. 13A eine schematische Darstellung zum Aufbau einer ersten Ausführungsform eines
Stößels,
Fig. 13B eine schematische Darstellung zur Herstellung einer zweiten Ausführungsform
eines Stößels.
[0018] In Fig. 2 ist eine schematische perspektivische Darstellung eines elektromagnetischen
Druckstößelantriebes gezeigt. Zwischen zwei fest angeordneten Jochhälften 25, 22 ist
eine in Richtung des Pfeiles D bewegliche Zunge 18 angeordnet. Die Jochhälften 25
und 22 bestehen jeweils aus einem magnetisierbaren Joch 27 bzw. 24, welches von Spulenwindungen
26 bzw. 23 umfaßt ist. Die Joche können z.B. halbkreisförmig, halbellipsenförmig oder
auch U-förmig ausgebildet sein. Die Joche 27, 24 in den beiden Jochhälften 25 und
22 sind derart ausgerichtet, daß die in den Jochhälften jeweils gegenüberliegenden
Jochenden fluchten. Bei Erregung der Spulen 26 und 23 verläuft der magnetische Fluß
von einem Joch über einen Arbeitsspalt, in welchem der Ankersteg angeordnet ist, zum
Joch der anderen Jochhälfte und von dort aus über einen weiteren Arbeitsspalt zum
erstgenannten Joch zurück, so daß der magnetische Kreis aus den beiden Jochen und
den zwischen den Enden der Joche befindlichen zwei Arbeitsspalten besteht.
[0019] Im folgenden soll aus Vereinfachungsgründen bei den einander gegenüberliegenden Jochhälften
von einem Jochpaar (anstelle eines Jochhälftenpaares) gesprochen werden.
[0020] Der Stromfluß in den Erregerspulen 26 und 23 erfolgt derart, daß die Stromrichtung
in den Windungen innerhalb der beiden einander gegenüberliegenden Joche die gleiche
und entgegengesetzt zu derjenigen in den Windungen außerhalb der Joche ist. In Fig.
2 sind im vorderen Teil der Darstellung die Windungen schematisch durch einige Drahtschleifen
angedeutet, während im hinteren Teil eine entsprechende Schnittdarstellung der Drähte
gewählt wurde. Die zwischen den Jochhälften 25 und 22 in Pfeilrichtung D beweglich
angeordnete Zunge 18 ist in Richtung des Arbeitsspaltes ungleich kleiner ausgedehnt
als in ihren anderen beiden Dimensionen. Der Körper der Zunge 18 besteht aus einem
leichten, magnetisch nichtleitendem Material 19 und magnetisch leitenden, sog. Ankerstegen
20 und 21. Diese Ankerstege sind in der Zunge 18 so angeordnet, daß sie bei Erregung
der Jochhälften aus einer Ruhe-Ausgangs-Lage in den zwischen den Jochenden gebildeten
Raum hineingezogen und dabei beschleunigt werden. Danach kann die Zunge einer weiteren
Bewegung in Pfeilrichtung D folgen. Die geometrische Ausbildung der Ankerstege 20
und 21 ist im wesentlichen so gewählt, daß sie mit ihrem Volumen den zwischen den
Enden gegenüberliegenden Joche umschriebenen Raum in etwa ausfüllen würden. Die damit
verbundenen Vorteile - Erhöhung des Wirkungsgrades - sind an anderer Stelle beschrieben.
[0021] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung dieser Ankerstege kann von einer quaderförmigen
Form zugunsten einer im Querschnitt gesehenen (siehe Fig. 1) V-förmigen Ausbildung
abgesehen werden. Die hiermit erzielbaren Vorteile sind ebenfalls an anderer Stelle
beschrieben.
[0022] Beim Aktivieren der Erregerwicklungen beider Jochhälften wird der Ankersteg 21 in
den Raum zwischen den vorderen Enden der Joche und-der Ankerstege 20 in den Raum zwischen
den hinteren Enden der Ankerjoche hinein beschleunigt. Weitere Angaben zur Wirkungsweise
werden in Zusammenhang mit den Fign. 1A und 1B gemacht:
Die Fign. 1A und 1B beziehen sich auf eine horizontale Schnittdarstellung der in Fig.
2 gezeigten Darstellung, mit der Einschränkung, daß die Joche halbkreisförmigen Verlauf
aufweisen. In Fig. 1A ist die Ausgangsstellung, in Fig. 1B eine Stellung nach Abschluß
der Beschleunigungsphase für die Zunge gezeigt. Die gleichen Teile der Darstellung
in Fig. 1A und 1B tragen die gleichen Bezugszeichen. Die beiden Jochhälften sind mit
22 und 25 gekennzeichnet, die halbkreisförmigen Joche mit 24 und 27. Die die Joche
umgebenden Wicklungen tragen die Bezugszahlen 23 (rechte Jochhälfte) und 26 (linke
Jochhälfte). Der Stromverlauf im inneren Teil der beiden Magnetjoche ist durch das
dafür vorgesehene Symbol als aus der Zeichenebene heraustretend gekennzeichnet; der
Stromverlauf außerhalb der beiden Joche ist durch das dafür vorgesehene Symbol als
in die Zeichenebene hineintretend angegeben. In dem Arbeitsspalt zwischen den beiden
Jochhälften befindet sich die mit 18 gekennzeichnete Zunge, welche aus den leichten
magnetisch nichtleitenden Teilen 19 und den magnetisch leitenden Ankerstegen 21 und
20 besteht. Im Ausgangszustand (Fig. 1A) sind die Erregerspulen der Jochhälften zunächst
nicht erregt. Für diese Ausgangsstellung sollen sich die Ankerstege 20 und 21 vor
dem Raum, der zwischen den entsprechenden Enden der Joche gebildet wird, befinden.
Beim Anlegen einer Spannung an die Erregerspulen der Jochhälften, die symmetrisch
aufgebaut sind, werden durch magnetische Wirkung die Ankerstege in den Raum zwischen
den Magnetjochenden hineingezogen und dabei beschleunigt. Dadurch bewegt sich die
Zunge in angegebener Pfeilrichtung D, die die Druckrichtung symbolisieren soll. Nach
Abschluß der Beschleunigungsphase nimmt die Anordnung eine in Fig. 1B gezeigte Position
ein. Nach Fortfall der Erregung kann sich die Zunge weiter in Richtung des Pfeiles
D bewegen. Die durch die Zunge zurückgelegte Wegstrecke von der Ausgangsstellung (siehe
Fig.1A) bis zur Stellung nach Abschluß der Beschleunigungsphase (siehe Fig. 1B) wird
als Beschleunigungshub bezeichnet; die danachfolgende weitere Auslenkung der Zunge
in Richtung des Pfeiles D als Arbeitshub. Diese Größe ist von konstruktiven Randbedingungen
abhängig sowie von den zur Lagerung der Zunge bzw. zur Rückführung der Zunge in seine
Ausgangsstellung vorgesehenen Mitteln. Als solche Mittel können an sich bekannte Rückstellfedern
(nicht dargestellt) verwendet werden: z.B. zwei Blattfedern, wie in der DAS 12 37
816 beschrieben, eine Feder im Zusammenwirken mit einer Gleitlagerung der Zunge oder
eine Rückholfeder im Zusammenwirken mit einer schwenkbar um eine Achse bewegbaren
Zunge. Auch eine elektromagnetisch bedingte Rückführung ist möglich.
[0023] In Fig. 3 sind drei nebeneinanderliegende und in einer Druckstößelbank 31 angeordnete
Druckstößel gezeigt. Die Druckstößel sind mit 28, 29 und 30 gekennzeichnet, sie bestehen
jeweils aus einem Hammerkopf und der sich daran anschließenden Zunge. Jeder Zunge
ist ein Jochpaar - bestehend aus zwei Jochhälften - zugeordnet. Die beiden Jochhälften
für den Druckstößel 29 bestehen aus dem Joch 29-3 in Verbindung mit der Erregerwicklung
29-5 und dem Joch 29-4 in Verbindung mit der Erregerwicklung 29-6. Die Joche zeigen
hier einen U-förmigen Verlauf. Die Jochhälften des Druckstößels 28 bestehen aus dem
Joch 28-3 in Verbindung mit der Erregerwicklung 28-5 und dem Joch 28-4 in Verbindung
mit der Erregerwicklung 28-6. Für den Druckstößel 30 sind die Jochhälften durch das
Joch 30-3 in Verbindung mit der Erregerwicklung 30-5 und das Joch 30-4 in Verbindung
mit der Erregerwicklung 30-6 angegeben.
[0024] Die der Zunge eines Druckstößels zugeordneten Jochhälften sind aufeinander ausgerichtet.
Die Jochpaare der benachbarten Druckstößel sind gegeneinander versetzt, so daß sich
eine kompakte Bauweise bei minimiertem Druckstößelabstand ergibt. Die Zunge eines
jeden Druckstößels 28, 29, 30 weist entsprechende Ankerstege 28-1, 28-2; 29-1, 29-2;
und 30-1, 30-2 auf, die bei Erregung der Erregerspulen in den Jochhälften in den Raum
zwischen den Enden der Joche hinein beschleunigt werden, wobei sich eine Bewegung
in Wirkrichtung D für den Abdruck eines Zeichens ergibt.
[0025] In Abbildung 4 sind schematisch drei Druckstößel 33, 34, 35 einer Druckstößelbank
dargestellt. Jeder Druckstößel besteht wiederum aus einem Druckstößelkopf mit einer
dazugehörigen Zunge. Jedem Anker sind mehrere Jochpaare zugeordnet. So sind dem Druckstößel
34 z.B. drei Paare von Jochhälften zugeordnet, nämlich das aus dem Joch 34-1-1 mit
zugehöriger Erregerwicklung 34-1-5 und dem Joch 34-1-3 mit zugehöriger Erregerwicklung
34-1-6 sowie das aus dem Joch 34-2-1 mit zugehöriger Erregerwicklung 34-2-5 und dem
Joch 34-2-3 mit zugehöriger Erregerwicklung 34-2-6 und letztlich das aus dem Joch
34-3-1 und der zugehörigen Erregerwicklung 34-3-5 und dem Joch 34-3-3 mit zugehöriger
Erregerwicklung 34-3-6 bestehende Jochpaar. Zur Betätigung des Druckstößels 34 werden
sämtliche ihm zugeordnete Jochhälften gleichzeitig erregt. Dabei werden die Ankerstege
34-1-2 und 34-1-4 in den Raum zwischen den Enden der Joche 34-1-1 und 34-1-3 hineinbeschleunigt;
entsprechendes gilt für die anderen Stege 34-2-2 und 34-2-4 in Verbindung mit den
Jochen 34-2-1 und 34-2-3 und die Ankerstege 34-3-2 und 34-3-4 in Verbindung mit den
Jochen 34-3-1 und 34-3-3. Die
Jochpaare nebeneinanderliegender Stößel sind gegeneinander versetzt, so daß der Abstand
zweier benachbarter Druckstößel durch die Abmessung einer Jochhälfte einschließlich
ihrer zugeordneten Erregerspule bestimmt wird. Um eine gegenseitige Beeinflussung
benachbarter Stößel möglichst klein zu halten, sind die Stromrichtungen in aufeinanderfolgenden
Jochpaaren des gleichen Stößels jeweils entgegengesetzt. Dadurch ist der in der dazwischenliegenden
Jochhälfte der Nachbarstößel auftretende Magnetfluß sehr gering.
[0026] Die zwischen zwei Druckstößelnliegenden Jochhälften können in einem gemeinsamen Kunststoffblock
36, 37 eingegossen sein. Die Halterung der Zungen und die Mittel zu ihrer Rückstellung
sind konventioneller Art und werden deshalb nicht näher dargestellt oder beschrieben.
[0027] In Fig. 5 ist eine Ausführungsform einer Jochhälfte gezeigt, die sich besonders für
eine einfache Herstellung und einen einfachen Einbau eignet. Das U-förmig ausgebildete
Joch 38 ist mit einer Folienspule 39 mit den Anschlüssen 40 und 41 umgeben. Die eine
Hälfte der Spule füllt den zwischen den Schenkeln des U-förmigen Joches gebildeten
Raum aus.
[0028] In Fig. 6 ist eine schematische perspektivische Darstellung einer besonderen Ausführungsform
einer Zunge 43 mit integriertem Druckkopf 49 gezeigt. Die Zunge 43 weist ein doppel-T-ähnliches
Profil mit den Querschnittsflächen 43-1, 45-1 und 44-1 auf. In dem vertikal orientierten,
schmalen Zungenstück mit der Querschnittsfläche 45-1 sind die Ankerstege aus magnetisch
leitendem Material mit 45, 46 und 47 gekennzeichnet. Die dazwischenliegenden Bereiche
sind mit einem leichten Material aus magnetisch nichtleitendem Werkstoff ausgefüllt.
Die T-dachförmigen Teile 43-1, 44-1 der Zunge dienen zu deren seitlicher und HöhenFührung
sowie zur Erhöhung der Querstabilität.
[0029] Die Zunge ist am vorderen Ende mit einem stößelförmigen Druckhammerkopf 49 versehen,
dessen Querschnittsdarstellung aus den Fign. 3 und 4 hervorgeht.
[0030] In Fig. 7 ist eine nach dem Stand der Technik (Deutsches Gebrauchsmuster 74 32 801)
bekannte Anordnung gezeigt. Diese Anordnung stellt einen Elektromagneten mit einem
an seinen Polenden durch einen Luftspalt getrennten weichmagnetischen Eisenkreis und
einen Tauchanker dar. Der Anker ragt in seiner Ruhelage in den Arbeitsluftspalt und
nimmt bei Erregung des Elektromagnets eine magnetisch symmetrische Arbeitslage zwischen
den vorgenannten Polenden ein. Die den Arbeitsluftspalt 5 bildenden Polenden 3 und
4 des Eisenkreises 1 sind als zwei einander plan gegenüberliegende Flächen und der
Anker 6 als ein zwischen diesen Flächen verschiebbares flaches Bauteil aus ferromagnetischem
Werkstoff ausgebildet. Der Anker 6, der in seiner Ruhelage den Arbeitsluftspalt 5
teilweise magnetisch überbrückt, wird bei Erregung des Elektromagnets entgegen einer
Rückholkraft RK frei ausschwingbar in den Arbeitsluftspalt hineingezogen, bis er eine
magnetische Symmetrielage zwischen den Polenden einnimmt.
[0031] Aus der Beschreibung der Gebrauchsmusteranmeldung, deren Gegenstand in Fig. 7 dargestellt
ist, geht hervor, daß es sich bei dem Anker 6 um ein flaches Teil handelt, dessen
Stärke in etwa der Größe des Arbeitsluftspaltes zwischen den Polschuhen 3 und 4 entspricht.
Hingegen sind die Anker-Abmessungen in den anderen beiden Richtungen ungleich größer.
Bei einer derartigen Ausgestaltung des Ankers ergeben sich zwangsläufig unbeherrschbare
Querkräfte zu den Polschuhen des Elektromagneten hin, welche eine ungestörte Bewegung
in der erwünschten Wirkrichtung verhindern. Des weiteren geht aus der Beschreibung
dieses Gebrauchsmusters hervor, daß sich bei Ausgangsstellung des Ankers - also vor
Beginn der Arbeitsphase -ein wesentlicher Teil des Ankers bereits zwischen den Polschuhen
befindet, damit die magnetischen Flußlinien durch diesen Teil des Ankers hindurchtreten
können. Die Tatsache, daß man bei einer derartigen Anordnung mit einem relativ geringen
Erregerstrom auskommt, bedeutet allerdings nicht, daß damit auch der Wirkungsgrad
hoch wäre. Letzterer ist relativ niedrig, was durch die große Ankermasse und den relativ
großen Beschleunigungshub in Verbindung mit hohe.
1 ohmschen Verlusten in der Erregerspule bedingt ist.
[0032] In Fig. 8 ist ein aus der DAS 12 37 816 bekannter Druckstößelantrieb für Schnelldrucker
dargestellt. Bei diesem elektromagnetisch betätigtem Druckstößelantrieb sind eine
Reihe von dicht nebeneinanderliegenden Druckstößeln vorgesehen. Der in Richtung D
bewegbare Anker 7 wird durch auf einer Seite von ihm angeordnete Druckmagnete 12,
13 betätigt. Die Polflächen 14 und 15 der Druckmagnetjoche sind gegenüber den Polflächen
von Flußführungsstücken 16, 17 im Anker in Ruhelage in Längsrichtung versetzt. In
einer speziellen Ausführungsform sind die einander gegenüberliegenden Polflächen 15,
14 der Magnetjoche 12, 13 und die auf dem Anker befindlichen Joche 17, 16 zur Schreibstelle
hin geneigt. Der Druckstößel ist in an sich bekannter Weise auf Blattfedern 8 und
9 drehpunktfrei gelagert.
[0033] Die Anordnung nach Fig. 8 weist verschiedene Nachteile auf: Beim Antrieb des Druckstößels
treten vornehmlich Kräfte quer zu seiner Bewegungsrichtung auf, die von der Ankerlagerung
(Blattfedern 8 und 9) aufgenommen werden müssen. Diese quer zur Bewegungsrichtung
des Ankers auftretenden Kräfte tragen nur teilweise zu einer Ankerbeschleunigung in
Wirkrichtung bei.
[0034] Des weiteren sind zur Leitung des Magnetflusses im Anker mit großer Masse behaftete
Flußleitstücke 16 bzw. 17 vorgesehen. Diese Masse muß bei einem Druckvorgang mit beschleunigt
werden, was zu einer Verringerung des Wirkungsgrades beiträgt. Durch die spezielle
Ausbildung der Flußleitstücke 16 und 17 in Verbindung mit den ihnen zugeordneten Magnetjochen
12 und 13 ergibt sich ein in Wirkrichtung begrenzter Hub. Der Beschleunigungshub hat
durch die schräg ausgebildeten Polflächen einen relativ großen Wert, was einem hohen
Wirkungsgrad entgegensteht.
[0035] Der in den Fign. 1 bis 6 dargestellte Druckstößelantrieb ist durch folgende Vorteile
gekennzeichnet:
In der Ausgangsstellung soll der Ankersteg an der Flußleitung nur einen vernachlässigbaren
Anteil haben. Der Magnetfluß verläuft im wesentlichen über den zwischen den Enden
der Joche liegenden Arbeitsspalt. Natürlich läßt es sich praktisch nicht vermeiden,
daß ein vernachlässigbarer kleiner Teil der Magnetflußlinien in Ausgangsstellung der
Druckanordnung über die Ankerstege verläuft. Um den Einfluß der Flußleitung über den
Ankersteg in Ausgangsstellung gering zu halten, soll dieser im Querschnitt gesehen
(Fig. 1) eine V-ähnliche Gestaltung erfahren. Nach Einschalten des Erreger Stromes
und Aufbau des magnetischen Feldes werden die Ankerstege in den Raum zwischen die
beiden Joche gezogen und auf diesem Wege beschleunigt. Die hierbei zu beschleunigende
Masse ist aufgrund der geringen geometrischen Ausdehnung der Ankerstege klein, wodurch
die Zunge eine hohe Beschleunigung erfährt. Hinzu kommt, daß zur Erreichung einer
bestimmten Endgeschwindigkeit unter Berücksichtigung der vorgegebenen Randbedingungen
nur ein kleiner Beschleunigungsweg erforderlich ist. Dadurch ist nur eine relativ
geringe Zeit zur Beschleunigung des Läufers erforderlich, wodurch die auftretenden
Ohmschen Verluste in den Erregerspulen gering gehalten werden.
[0036] Durch die geringe Masse der Ankerstege und durch die geringen Ohmschen Verluste in
den Erregerspulen während der Beschleunigungsphase ergibt sich ein hoher Wirkungsgrad
des Druckstößelantriebes.
[0037] Die Bemerkung über den relativ kurzen Beschleunigungsweg für die Zunge soll aber
nicht etwa andeuten, daß Beschleunigungshub gleich Arbeitshub wäre. Es sei an dieser
Stelle ausdrücklich darauf hingewiesen, daß nach erfolgter Beschleunigung des Druckstößels
dieser weiter in Wirkrichtung fliegt und somit nach Abschalten der Erregerspule einen
großen Arbeits(Druck)hub gewährleistet.
[0038] Des weiteren sind an der Erreichung des hohen Wirkungsgrades noch weitere Faktoren
beteiligt: Durch die symmetrische Anordnung der Jochhälften wird erreicht, daß die
sogenannten magnetischen Querkräfte in Richtung zu den Jochen in erster Nährung Null
sind, wodurch Reibungsverluste vermieden werden und somit eine Verringerung des Wirkungsgrades
durch diese Einflüsse vermieden wird.
[0039] Ein weiterer wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Druckstößelantriebes liegtin
der raumsparenden Bauweise. Die Joche sind nie größer als die Erregerspule selbst;
zudem sind die Jochhälften beidseits des Druckstößels angeordnet. Bei nebeneinanderliegenden
Druckstößeln kann eine Verringerung ihres gegenseitigen Abstandes dadurch erreicht
werden, daß die den Druckstößeln zugeordneten Jochhälften gegeneinander versetzt werden,
so daß der Abstand zweier benachbarter Druckstößel durch die geometrische Abmessung
einer Jochhälfte bestimmt wird. Außerdem ist es möglich, einem Druckstößel,zwecks
Erhöhung der Endgeschwindigkeit, mehrere hintereinander angeordnete Jochpaare zuzuordnen,
ohne dadurch den gegenseitigen Abstand der Stößel zu vergrößern.
[0040] Auf diese Weise wird die bisher sehr masseaufwendige Stö- ßelmechanik konventioneller
Druckerantriebe vermieden.
[0041] Durch den geringen Querschnitt der Joche sind Wirbelstrom-und Ummagnetisierungsverluste
minimiert, was zu einer weiteren Erhöhung des Wirkungsgrades beiträgt. Durch den geringen
Materialaufwand für die Joche und die Ankerstege ist es möglich, für diese Teile relativ
teures Material zu verwenden. Der materialmäßige Aufwand für die Ausbildung der Ankerstege
entspricht nahezu dem theoretischen Minimum: Es ist nunmehr erstmals möglich, nur
so viel Material (für die Ankerstege) aufzuwenden, wie zur Auffüllung des Arbeitsluftspaltvolumens
erforderlich ist (Masseoptimierung). Jedwede Flußleitungsstücke im Anker können entfallen,
wobei unter Flußleitstücken des Ankers jene Teile verstanden werden sollen, die in
jeder Stellung des Druckstößelantriebes einen wesentlichen Teil des Gesamtmagnetflusses
führen.
[0042] Die Ausführungsform der Anordnung gemäß Fig. 2 ist auf eine relativ flache Ausbildung
der Zunge gerichtet. Flach bedeutet in diesem Zusammenhang, daß die Dicke der Zunge
ungleich kleiner als ihre Breite und Länge ist.
[0043] Durch diese geometrische Vorgabe ergeben sich zwangsläufig
- insbesondere bei einer Verwendung mehrerer solcher Anordnungen in Druckhammerbänken
- besondere Schwierigkeiten. Diese Schwierigkeiten werden dann besonders groß, wenn
geringe Baubreiten der einzelnen Druckantriebseinheiten angestrebt wurden. Für eine
übliche Schriftzeichendichte müßten Baubreiten von nur 2,5 mm angestrebt werden. Jedoch
sind
- durch die geringe Dicke der Zunge bedingt- Verstärkungsrippen in Bewegungsrichtung
der Zunge erforderlich. Diese über und unter der Zunge verlaufenden Verstärkungsrippen
dienen zugleich auch der exakten Führung. Sie müssen über bzw. unter den Erregerwicklungen
verlaufen, wodurch die Höhe und die Masse der Zunge wesentlich ansteigen. Für eine
Anordnung mit einer Zunge und mehreren hintereinander angeordneten Jochhälftenpaaren
(geringerer Höhe) steigt der Anteil der unerwünschten "toten" Masse in den Verstärkungsrippen
auf über 50 % der Gesamtmasse der Zunge. Andererseits ist jedoch das Hintereinanderreihen
mehrerer Teilsysteme wünschenswert, weil dadurch die Bauhöhe der Zunge gering gehalten
werden konnte. Um ohne wesentliche Biegebeanspruchung der Zunge drucken zu können,
ist eine Zungenhöhe in der Größenordnung der zu druckenden Buchstabenhöhe anzustreben;
dies ist jedoch mit einem Antrieb gemäß Fig. 2 nur dann möglich, wenn mindestens drei
hintereinander anzuordnende Jochhälftenpaare mit einer gemeinsamen Zunge vorgesehen
werden (Fig. 4). Hierbei übersteigt jedoch, wie bereits erwähnt, die für die Verstärkungs-
bzw. Führungsrippen erforderliche Zusatzmasse die eigentliche Zungenmasse. Außerdem
ist die Herstellung des Arbeitsspaltes zwischen den Jochhälften mit der dafür vorzusehenden
erforderlichen Präzision äußerst kostenaufwendig.
[0044] Zur Vermeidung dieser Nachteile gilt es, eine andere Ausführungsform für eine kostengünstige,
platzsparende Bauweise sehr leichter Stößelantriebseinheiten, insbesondere für Druckhammerantriebe,
aufzuzeigen.
[0045] Dadurch ist es möglich, die Stößelantriebseinheiten bei Verwendung in Druckhammerbänken
so eng aneinander zu reihen, daß die Breite einer Einheit gleich dem Abstand benachbarter
zu druckender Buchstaben wird. Der Grund für diese platzsparende Bauweise liegt darin,
daß zwischen den nebeneinander liegenden Stößeln nicht mehr die Spulenwindungen verlaufen,
sondern daß diese jetzt innerhalb der Antriebseinheit über und unter den Stößeln angebracht
sind.
[0046] Fig. 9 zeigt eine schematische perspektivische Darstellung eines elektromagnetischen
Stößelantriebes. Der zylinderförmig ausgebildete Stößelschaft ist mit dem Bezugszeichen
210 versehen. Die Aktionsrichtung des Stößelschaftes weist in Pfeilrichtung 1D. Der
Stößelschaft 210 ist aus Ankerringen bzw. Ankerscheiben 220, 230 zusammengesetzt,
welche durch ein Distanzelement 240 voneinander getrennt sind. Die Ankerringe oder
Ankerscheiben 220 und 230 bestehen im Gegensatz zu dem Distanzelement 240 aus magnetisierbarem
Material. Zum Antrieb des Stößels ist ein über eine Spule erregbares Magnetjoch 250
vorgesehen. Dieses Magnetjoch 250 besteht aus zwei U-förmigen Jochhälften mit den
Schenkeln (Polschuhen) 260, 270 bzw. 118, 119 und der Basis 290 bzw. 280. Die Basis
ist jeweils mit zwei Polschuhen verbunden. Die Polschuhe der Jochhälften liegen berührungsfrei
einander gegenüber. Jeder Polschuh ist mit einer halbkreisförmig ähnlichen Aussparung
zur Aufnahme des Stößelschaftes 210 versehen. Der Stößelschaft 210 bewegt sich in
dieser Aussparung in Pfeilrichtung 1D (bzw. entgegengesetzt dazu). Zwischen den Polschuhen
liegt ein kreisförmigähnlicher Arbeitsspalt 111 bzw. 112. Die den Stößelschaft 210
umfassenden äußeren Enden der Polschuhe sind auf der dem Stößel abgewandten Seite
abgeschrägt (113A, 113B, 114A, 114B). Die Basis (Spulenkern) 290 trägt eine Teilwicklung
110. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurde auf die Darstellung einer weiteren Teilwicklung
auf dem Spulenkern 280 verzichtet. Bei Erregung der Wicklung wird in dem Magnetjoch
250 ein magnetischer Fluß erzeugt, der sich über die Polschuhe 260, 118, 119, 270
zu einem magnetischen Kreis schließt. Durch Wirkung dieses Magnetflusses werden die
Ankerringe 220, 230 (Ankerscheiben) des Stößelschaftes 210 (welche sich im nichterregten
Zustand der Anordnung unmittelbar vor den Arbeitsspalten 111, 112 befinden) in die
Arbeitsspalte hineingezogen, wodurch sich eine entsprechende Beschleunigung des Stößelschaftes
in Pfeilrichtung 1D ergibt. Für eine solche Funktion müssen die Ankerscheiben aus
magnetisierbarem Material bestehen. Die Stößelbeschleunigung ist um so effizienter,
je mehr sich der magnetische Fluß über die Ankerscheiben 220 und 230 von einem Polschuh
zum anderen schließt und nicht polschuhrandwärts verläuft, ohne den Ankerring zu passieren.
Aus letztgenanntem Grunde sind die Polschuhe randwärts abgeschrägt (113A, 113B, 114A,
11 4B) .
[0047] In Fig. 9 ist bereits angedeutet, daß ein solcher Stößelantrieb aus mehreren in Richtung
des Stößelschaftes hintereinander angeordneten Magnetjochen bestehen kann. Bei einer
solchen Anordnung würden benachbarte Spulenkerne (280/117 und 290/115) auf ein Polschuhpaar
(270 und 119) gemeinsam wirken. Um bei Erregung des Magnetjoches die volle Beschleunigungskraft
auf den Stößelschaft(210) in Pfeilrichtung 1D beizubehalten, ist besonderes Augenmerk
auf den Wicklungssinn der auf den einzelnen Spulenkernen sitzenden Wicklungen zu richten.
Der Wicklungssinn ist von Spulenkern zu Spulenkern (290/115) entgegengesetzt. Nur
so ist gewährleistet, daß sich der Magnetfluß in den beiden benachbarten Magnetjochen
gemeinsamen Polschuhpaar 270 und 119 nicht aufhebt. Der Wicklungssinn der Teilspule
110 für den Spulenkern 290 und der Teilspule 116 für den Spulenkern 115 ist entgegengesetzt.
Entsprechendes gilt für den Wicklungssinn der nicht dargestellten Teilspulen für die
Spulenkerne 280 und 117.
[0048] Die Darstellungen in den Fign. 10,11 und 12 beziehen sich auf eine praktische Ausführungsform
einer Druckstößelantriebseinheit 130, die zur Anwendung in Zeilendruckern gedacht
ist. Wenn bisher bei entsprechenden Druckern von sogenannten Druckhammerantrieben
die Rede war (elektromagnetisch betriebene Druckhämmer, welche gegen eine abzudruckende
Type schlugen), ist eine solche Bezeichnung bei dem vorliegenden neuen "Stößelantrieb"
nicht mehr gerechtfertigt. Das generelle Kennzeichen eines Druckhammerantriebes war
einAnker von ungleich größerer Masse als es zum Abdruck der Type erforderlich gewesen
wäre. Um die beim Druckvorgang wirkende Aufschlagsmasse (effektive Masse) trotzdem
möglichst gering zu halten, war es notwendig, eine entsprechende kleine
Aufschlagmasse über eine Hebelübersetzung mit der großen Ankermasse zu verbinden. Diese
Charakteristik ist bei dem vorliegenden Druckstößel nicht mehr gegeben, da Ankermasse
und effektive Aufschlagmasse identisch sind. Bei diesem Stößel werden magnetisierbare
Teilbereiche in den Arbeitsspalt eines Elektromagnetkreises hineingezogen und dabei
beschleunigt. Der Stößel führt dabei lediglich eine lineare Bewegung, im Gegensatz
zur Kreisbahnbewegung eines Druckhamuers aus. Dieser neuartige Antrieb sei deshalb
(Druck)stößelantrieb genannt. Eine dem Antrieb eines solchen Druckstößels 132 dienende
Druckstößelantriebseinheit 130 ist in perspektivischer Sicht in Fig. 12 gezeigt. Zur
Erläuterung ihrer Arbeitsweise sei auch auf die Darstellungen in Fig. 10 und Fig.
11 verwiesen. In den Fign. 10, 11 und 12 sind gleiche Teile mit gleichen Bezugszahlen
gekennzeichnet.
[0049] Fig. 10 dient insbesondere der Verdeutlichung des Magnetflusses in den einzelnen
hintereinander angeordneten Magnetjochen, während der Fig. 11 als Explosionszeichnung
verschiedener'Einzelteile der Druckstößelantriebseinheit 130 Hinweise zum Zusammensetzen
dieser Anordnung entnommen werden können. Es dient einem besseren Verständnis, wenn
bei Nennung einer Bezugszahl das entsprechende Teil nicht nur in Fig. 11, sondern
- soweit vorhanden - auch in den Fign. 10 und 12 betrachtet wird.
[0050] Die Druckstößelantriebseinheit 130, als schmales, flaches Teil ausgeführt, besteht
aus einem Rahmen 131. Dieser Rahmen 131 ist mit einer Aussparung 142 versehen. Diese
Aussparung dient unter anderem der Aufnahme des Magnetspulsystemes 159 (Elektromagnet-Einheit),
welches in der Aussparung 142 fest fixiert (verklebt oder vergossen) ist. Der Rahmen
131 ist mit zwei Bohrungen 143 und 144 versehen, welche als Führungslöcher für den
zylinderförmig ausgeführten Stößel 132 dienen. Dieser Stößel besteht aus einem Stempel
133 und dem Stößelschaft 134. Der Stößelschaft ist in Achsrichtung in Pfeilrichtung
1D antreibbar, wobei der Stempel 133 als Anschlagelement gegen eine Drucktype bzw.
das Papier zur Erzielung eines gewünschten Abdruckes dient.-Der Stößelschaft verläuft
innerhalb des Magnetspulsystemes 159 in einer in diesem dafür vorgesehenen Aussparung.
An seinem druckfernen Ende ist der Rahmen 131 in zwei Rahmenarmen.145 und 146 fortgeführt.
Das druckferne Ende des Stößelschaftes 134 ragt in diesen Raum zwischen den beiden
Rahmenarmen 145 und 146. Das Ende des Stößelschaftes 134 ist mit einem Langloch 158
zur Aufnahme eines Federdrahtes 135 versehen, welcher an einem der Rahmenarme 146
einseitig befestigt ist. Dieser Befestigung dient eine mit einer Schraube im Rahmen
131 verstellbare Lasche 137, mit deren Hilfe auch eine Einstellung der Federkraft
des Federdrahtes 135 möglich ist. Der Federdraht 135 ragt durch ein Langloch 139 des
Rahmenarmes 146 und ist im Punkt 136 mit der außen auf dem Rahmen 131 angeordneten
Lasche 137 verbunden. Eine Befestigung des Federdrahtes 135 im Punkt 136 kann entweder
durch Verschweißen, Verkleben oder andere herkömmliche Maßnahmen bewirkt sein. Die
Lasche 137 ist an ihrem dem Punkt 136 fernen Ende mit einer Aussparung 161 versehen,
die bei gelöster Schraube 138 ein Verschieben der Lasche parallel zur Achsrichtung
des Druckstößelschaftes gestattet, um eine entsprechende Einstellung der Federkraft
des Federdrahtes 135 vorzunehmen. Die Lasche 137 wird von der Schraube 138 mit dem
Druckrahmen 131 verbunden. Die Aufgabe des Federdrahtes 135 besteht darin, eine Rückführung
des Druckstößels 132 nach erfolgtem Druckvorgang zu bewirken und den Stößel gegen
Verdrehen zu sichern. Im Rahmen 131 sind des weiteren zwei vom Rahmen elektrisch isolierte
Anschlußstifte 140 und 141 zum Anschluß der Spule des Magnetspulsystems 159 angeordnet.
Aus Gründen der übersicht ist auf eine Verbindung der Anschlußstifte mit den Enden
der untereinander verbundenen Teilwicklungen 150 und 151 verzichtet worden. Das Magnetspulsystem
159 ist aus insgesamt 6 hintereinandergereihten Elektromagnetkreisen gemäß Fig. 9
zusammengesetzt. Wie bereits erwähnt, haben,bei einer solchen Hintereinanderreihung
zwei benachbarte Elektromagnetkreise ein Polschuhpaar gemeinsam. Zur Erläuterung weiterer
Einzelheiten des Magnetspulsystems 159 sei zunächst auf die Darstellung in Fig. 11
verwiesen. Die Jochteile der hintereinandergereihteriElektromagnetkreise bestehen
aus einem Kern für einen oberen Spulenkamm 147 und aus einem Kern für einen unteren
Spulenkamm 160. Der Kern für den oberen Spulenkamm 147 setzt sich zusammen aus einem
Kammrücken 148, auf dem in entsprechenden Abständen die als Polschuhe dienenden Kammzähne
148/1, 148/2, 148/3, 148/4, 148/5, 148/6 und 148/7 angeordnet sind. Analoges gilt
für den Kern des unteren Spulenkammes 160 mit dem Kammrücken 149 und den als Polschuhe
dienenden Kammzähnen 149/1 bis 149/7. Die Kerne für den oberen und unteren Spulenkamm
147 und 160 bestehen aus magnetisierbarem Material. Die Polschuhe sind gemäß der Darstellung
in Fig. 9 so ausgebildet, daß im zusammengebauten Zustand des Magnetspulsystemes der
Druckstößelschaft 134 zwischen ihnen beweglich angeordnet ist. Der Druckstößelschaft
134 ist in den Rahmenbohrungen 143 und 144 und in den Führungsbohrungen der nichtmagnetisierbaren
Führungsstücke 152, 153, 154, 155, 156, 157 geführt. Diese Führungsstücke sind jeweils
innerhalb eines einzelnen Magnetjochkreises so angeordnet, daß ihre Bohrungen mit
den Bohrungen 143 und 144 im Rahmen 131 fluchten. Das Magnetspulensystem ist in Kunststoff
vergossen in einer Aussparung 142 des Rahmens 131 angeordnet. Im folgenden wird auf
die Anordnung der Wicklungen innerhalb des Magnetspulsystems eingegangen: Die Spule
besteht aus zwei miteinander verbundenen Teilwicklungen 150 und 151. Die Teilwicklung
150 ist dem unteren Spulenkamm 160, die Teilwicklung 151 ist dem oberen Spulenkamm
147 zugeordnet. Die Teilwicklungen sitzen auf dem Kammrücken 149 bzw. 148. Dabei ist
zu beachten, daß sich der Wicklungssinn auf dem Spulenkern für jeden aufeinander folgenden
Abschnitt zwischen zwei Polschuhen abwechselt. Demnach haben die Wicklungsabschnitte
150/1, 150/3, 150/5 den entgegengesetzten Wicklungssinn wie die Wicklungsabschnitte
150/2, 150/4 und 150/6. Entsprechendes gilt für den Wicklungssinn der Wicklungsabschnitte
auf dem oberen Spulenkamm 147, bei dem die Wicklungsabschnitte 151/1, 151/3 und 151/5
den entgegengesetzten Wicklungssinn wie die Wicklungsabschnitte 151/2, 151/4 und 151/6
haben. Zur Erzielung einer Aktionskraft des Druckstößels müssen die unteren Teilwicklungen
(z. B. 150/1) und die oberen Teilwicklungen (z. B. 151/1) eines Jochkreises in einer
solchen Weise vom Erregerstrom durchflossen werden, daß sich ihre magnetischen Flüsse
nicht gegenseitig aufheben. Es sei darauf hingewiesen, daß das Aufbringen der Wicklungen
auf die Kerne für die einzelnen Spulenkämme auf einfache Art und Weise erfolgen kann
(was bei einer Anordnung gemäß Fig. 2 nicht der Fall war). Nach dem Vergießen der
einzelnen Teile des Magnetspulsystemes und seiner Fixierung innerhalb der Aussparung
142 des Rahmens 131 (welche ebenfalls durch Vergießen erfolgen kann) ist lediglich
der für dieses System vorgesehene Druckstößel 132 in die eigens dafür offengehaltene
Führungsöffnung einzuführen. Der Druckstößel besteht, wie Fig. 11 zeigt, aus einer
den Polschuhpaaren entsprechenden Anzahl von Ankerscheiben 134/1, 134/2, 134/3, 134/4,
134/5, 134/6, 134/.7 aus magnetisierbarem Material. Diese einzelnen Ankerscheiben
sind durch Distanzelemente 134-1/2, 134-2/3, 134-3/4, 134-4/5, 134-5/6, 134-6/7 voneinander
getrennt. Außerdem sind am drucknahen und druckfernen Ende weitere Distanzstücke 134-O/1
und 134-7/8 vorgesehen. Distanzelemente und Ankerscheiben sind fest miteinander verbunden.
Über die verschiedenen Möglichkeiten der Herstellung eines solchen Druckstößels werden
nachfolgend noch nähere Angaben gemacht. Die einzelnen Ankerscheiben sind so voneinander
beabstandet, daß sie in einem nicht aktivierten Zustand des Magnetspulensystems unmittelbar
vor den zwischen den einzelnen Polschuhpaaren liegenden Arbeitsspalten liegen. Bei
einer Aktivierung des Magnetspulsystemes werden die magnetrsierbaren Ankerscheiben
in die Arbeitsspalte hineingezogen, wobei der gesamte Druckstößel für einen nachfolgenden
Drückvorgang beschleunigt wird.
[0051] Fig. 10 zeigt eine schematische Schnittdarstellung der für den Magnetfluß innerhalb
der einzelnen Jochkreise gemäß der Darstellung in Fig. 12 maßgebenden Teile des oberen
und unteren Spulenkammes 147 und 160. Die Schnittebene liegt parallel zur Rahmenfläche
und führt durch die Achse des Druckstößels 134. Die Kammrücken sind mit 148 bzw. 149
gekennzeichnet. Die einzelnen Kammzähne (Polschuhe) mit 148/1 bis 148/7 und 149/1
bis 149/7. Aus Gründen der Übersicht ist nur die untere Teilwicklung 150 mit den Wicklungsabschnitten
150/1 bis 150/6 angegeben. Es ist zu erkennen, daß der Wicklungssinn aufeinanderfolgender
Wicklungsabschnitte einander abwechselt, damit sich die Magnetflüsse benachbarter
Jochkreise in dem diesen Jochkreisen gemeinsamen Polschuhpaar nicht aufheben. Der
Druckstößel nimmt in der Darstellung nach Fig. 10 eine solche Lage ein, daß sich die
einzelnen Ankerscheiben 134/1 bis 134/7 noch vor den Arbeitsspalten befinden. Der
Druckstößel würde bei einer durch die Magnetflußrichtungen angedeuteten Erregung in
Pfeilrichtung 1D bewegt werden, wobei die magnetisierbaren Ankerscheiben in die Arbeitsspalte
zwischen die Polschuhe hineingezogen und dabei beschleunigt würden.
[0052] In den Fign. 13
A und 13B sind verschiedene Möglichkeiten zur Herstellung und den Zusammenbau des Druckstößels
aufgezeigt.
[0053] In einer ersten Ausführungsform gemäß Fig. 13A werden die einzelnen Ankerscheiben
134A und die zwischen ihnen anzuordnenden Distanzelemente 162 auf eine gemeinsame
Stößelschaftseele 163 aufgeschraubt, welche als Gewindestift ausgeführt ist. Alle
Teile können miteinander verklebt werden. Bei einem nachträglichen Überschleifen des
Stößels läßt sich eine sehr hohe Genauigkeit des Stößeldurchmessers erzielen. Die
Ankerscheiben 134A und die Distanzelemente 162 müssen sehr kleine Längentoleranzen
aufweisen, um einen exakten Abstand der einzelnen Ankerscheiben 134A zu gewährleisten.
Eine exakte Ankerscheibenteilung ist jedoch für einen guten Wirkungsgrad Vorbedingung.
[0054] Die Schwierigkeiten in der Herstellung eines Stößels gemäß Fig. 13A läßt sich vermeiden,
wenn man gemäß Fig. 13B die Ankerscheiben 134B und die sie verbindende Stößelschaftseele
164 aus einem Stück dreht. Bei einer solchen Herstellung läßt sich eine genaue Ankerscheibenteilung
vorsehen. Zur Herstellung eines kompletten Stößels wird dieses Teil mit einem Stempel
133 (siehe Fig. 12) und einem Endteil mit dem Langloch 158 (siehe Fig. 12) mit Hilfe
einer Kunststoffeinbettung verbunden. Nachträgliches Überschleifen ergibt dann die
gewünschte Maßgenauigkeit.
[0055] Es sei an dieser Stelle erwähnt, daß bei der Ausführungsform nach Fig. 13B die Stößelschaftseele
164 wie auch die Ankerringe 134B aus dem gleichen magnetisierbaren Material sind.
Für die Wirksamkeit der Anordnung'ist es wichtig, daß der Durchmesser der Stößelschaftseele
relativ klein ist im Vergleich zum Durchmesser der Ankerscheiben 134B, da die Stößelschaf-tseele
an einer unerwünschten magnetischen Flußleitung einen wenn auch geringen Anteil hat.
Vom Standpunkt einer optimalen Wirksamkeit sollte der Raum zwischen den Ankerscheiben
vollends aus nichtmagnetisierbarem Material bestehen. Von einer solchen Forderung
kann jedoch aus fertigungstechnischen Gründen abgesehen werden, wenn hierbei der Nachteil
einer geringfügigen Verringerung der Effektivität in Kauf genommen wird. Durch geeignete
Werkstoffpaarung bei den Führungsstücken 152 bis 157 und dem Stößelschaft 134 kann
ein leichter Laufsitz des Druckstößels 134 in den Führungsbohrungen 143 und 144 erreicht
werden, ohne daß eine Schmierung erforderlich ist.
[0056] Der zuvor beschriebene Stößelantrieb läßt sich vielseitig einsetzen, insbesondere
dann, wenn es um die Erzeugung vorzugebender Kräfte, Wege, Impulse oder kinetischer
Energien geht oder um Schaltvorgänge, die über durch den Stößel zu betätigende Kontakte
gesteuert werden.
[0057] Des weiteren kann der beschriebene Stößelantrieb bidirektional verwendet werden,
wenn die Ankerscheiben definierte Endstellungen vor bzw. hinter den Arbeitsspalten
einnehmen.
[0058] Wie bereits daraufhingewiesen wurde, hat der zungenförmige gegenüber dem zylinderförmigen
Stößelantrieb den Vorteil eines besseren Wirkungsgrades, da die magnetischen Streufelder
geringer sind.
[0059] Es sei auch bemerkt, daß die beiden beschriebenen Ausführungsformen entsprechend
kombiniert werden können, um bestimmte Vorteile miteinander zu verbinden.
[0060] So wäre z.B. auch denkbar, für die in Fig. 2 gezeigte Ausführungsform in Mehrfachanordnung
gemäß Fig. 12 gemeinsame Spulenkämme vorzusehen.
1. Elektromagnet mit Arbeitsspalt, in den bei Erregung des Elektromagneten ein verschiebbares
Ankerelement aus magnetisierbarem Material hineingezogen wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Elektromagnet aus zwei im wesentlichen symmetrisch aufgebauten magnetisierbaren
Jochhälften (24, 27, 260/270/290, 118/119/280) besteht, von denen mindestens eine
von einer Spule (23, 26, 110) umfaßt ist,
daß die einander zugewandten Polenden der Jochhälften zwei einander fluchtende Arbeitsspalte
bilden,
daß zwischen diesen Arbeitsspalten ein in Richtung der Fluchtlinie der Arbeitsspalte
verschiebbarer Stößel (18, 210) mit einem an die Fläche der Arbeitsspalte angepaßten
Querschnitt angeordnet ist,
daß der Stößel (18, 210) zwei Ankerelemente (20, 21; 220, 230) aus magnetisierbarem
Material und ein zwischen diesen Ankerelementen angeodnetes Distanzelement (240) aus
überwiegend nichtmagnetisierbarem Material aufweist,
daß jedem Arbeitsspalt ein Ankerelement (20, 21; 220, 230) zugeordnet ist,
daß die Ankerelemente (20, 21; 220, 230) eine derartige geometrische Ausbildung aufweisen,
daß ihr Volumen in der Größenordnung des Arbeitsspaltvolumens liegt, daß sich die
Ankerelemente (20, 21; 220, 230) in der Ausgangslage des Stößels (18; 210) im nichterregten
Zustand des Elektromagneten im wesentlichen vor dessen Arbeitsspalten befinden und
bei Erregung des Elektro- . magneten in diese Arbeitsspalte hineingezogen werden.
2. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ankerelemente (20, 21) eine quaderförmige Form aufweisen, wobei deren Ausdehnung
in Bewegungsrichtung (D) des Stößels in der Größenordnung der Breite des Arbeitsspaltes
liegt, und deren Ausdehnung senkrecht dazu ein Vielfaches dieser Abmessung beträgt.
3. Anordnung nach Anspruch 1 und Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stößel (18) eine flache Ausgestaltung aufweist, deren Abmessungen zwischen
den-Polenden der Jochhälften (24, 27) ungleich kleiner ist als in den anderen Richtungen.
4. Anordnung nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Jochhälften (24, 27) U-, halbkreis- oder halbellipsenförmig ausgebildet sind.
5. Anordnung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die die Jochhälften (24, 27) umgebenden Spulen als Folienspulen (39) ausgebildet
sind.
6. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ankerelemente (20, 21) ein V-förmiges Profil aufweisen, wobei das V in Bewegungsrichtung
(D) des Stößels (18) hin offen ist.
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß für mehrere nebeneinander angeordneten Stößel (33, 34, 35) jedem Stößel (34) ein
oder mehrere Jochhälftenpaare (34-1-1, 34-1-3; 34-2-1, 34-2-3; 34-3-1, 34-3-3) zugeordnet
sind,
welche so gegeneinander versetzt sind, daß der Stößelabstand von den Abmessungen einer
Jochhälfte (34-1-1) mit der ihr zugeordneten Spule (34-1-5) bestimmt wird.
8. Anordnung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zwischen zwei Stößeln (33, 34) liegenden Jochhälften (34-1-1, 33-1-3, 34-2-1,
33-2-3, 34-3-1) mit den ihnen zugeordneten Spulen (34-1-5, 33-1-6, 34-2-5, 33-2-6,
34-3-5) in einem Kunststoffblock (36) vergossen sind.
9. Anordnung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stößel (44) mit T-dach-förmigen Führungselementen (43, 42) verbunden ist.
10. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die einander zugewandten Polenden der Jochhälften (260/290/270; 118/280/119) im
wesentlichen halbkreisförmig ausgespart sind und im wesentlichen kreisförmige Arbeitsspalte
(111, 112) bilden,
daß der Stößel (210) zylinderförmigähnlich und die Ankerelemente (220, 230) scheibenförmigähnlich
ausgebildet sind.
11. Anordnung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stößel (210) aus einem als Stößelschaftseele ausgebildeten Gewindestift (163)
besteht, auf dem scheibenförmige Ankerelemente (134A) und diese trennende zylinderförmige
Distanzelemente (162) aufgeschraubt sind.
12. Anordnung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß für den Stößel (210) die Ankerelemente (134B) und eine diese verbindende Stößelschaftseele
(164) aus einem Stück gleichen Materials gefertigt sind und daß der zwischen den Ankerelementen
(134B) verbleibende Raum mit einem Kunststoff (165) ausgegossen ist.
13. Anordnung nach den Ansprüchen 1 und 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Jochhälften (260/270/290; 118/280/119) U-förmig ausgebildet sind und auf ihrer
Basis (290, 280) von einer Spule umfaßt sind.
14. Anordnung nach Anspruch 10 oder 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die sich gegenüberstehenden Polenden der Jochhälften auf der dem Stößel (210)
abgewandten Seite abgeschrägt (113A, 113B, 114A, 114B) sind.
15. Anordnung nach einem der Ansprüche 10, 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Jochhälftenpaare (148-1, 148-2/149-1, 149-2; 148-2, 148-3/149-2, 149-3
usw.) hintereinander derart angeordnet sind, daß jeweils zwei benachbarte Jochhälften
einen Jochabschnitt (148-2, 148-3) gemeinsam haben und daß ein allen Jochhälftenpaaren
gemeinsamer Druckstößel (132) vorgesehen ist.
16. Anordnung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß alle nebeneinanderliegenden Jochhälften jeweils eine Teilwicklung (150-1, 150-2,
150-3, 150-4, 150-5, 150-6, 151-6, 151-5, 151-4, 151-3, 151-2, 151-1) einer allen
Jochhälften gemeinsamen Spule (150, 151), und daß die Teilwicklungen nebeneinanderliegender
Jochhälften einen entgegengesetzten Wicklungssinn-aufweisen.
17. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 bzw. 15 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß nebeneinanderliegende Jochhälften einen Spulenkern (147, 160) bildenden durchgehenden
Kammrücken (148, 149) mit einzelnen, als Polschuhe ausgebildeten Kammzähnen (148-1
bis 148-7; 149-1 bis 149-7) aufweisen.
18. Anordnung nach einem der Ansprüche 15 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß gegenüberliegende Spulenkerne (147, 160) mit der Spule (150, 151) und mit zwischen
ihnen (147, 160) angeordneten Führungsstücken (152 bis 157) für den Stößel (132) in
Kunststoff zu einer Elektromagnet-Einheit vergossen sind.
19. Anordnung nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Elektromagnet-Einheit innerhalb der Aussparung (142)'eines flachen und schmalen
Rahmens (131) einer Druckstößelantriebseinheit (130) angeordnet ist.
20. Anordnung nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Elektromagnet-Einheit mit dem Rahmen (131) verklebt oder in Kunststoff mit
ihm vergossen ist.
21. Anordnung nach einem der Ansprüche 19 oder 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stößel (132) in zwei Bohrungen (143, 144) des Rahmens (131) geführt ist.
22. Anordnung nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stößel (132) an seinem druckfernen Ende eine Aussparung (158) zur Aufnahme
eines einseitig an einem Rahmenschenkel (146) fixierten Federdrahtes (135) aufweist.
23. Anordnung nach einem der Ansprüche 1, 2, 3, 6, 7 oder 8 bzw. 10 bis 22,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stößel (18, 210, 132) bei Erregung des Elektromagneten in Richtung der Arbeitsspaltenfluchtlinie
beschleunigt wird und nach abgeschalteter Erregung weiter in Druckrichtung (D, 1D)
bewegbar ist.
24. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 23,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückführung des ausgelenkten Stößels (18, 132) in seine Ausgangslage über
eine Feder (135) oder durch Erregung der Elektromagnete erfolgt.
25. Anwendung der Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 24, für den elektromagnetischen
Antrieb von Anschlagdruckern.
26. Anordnung nach Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stößel (18, 132) an seinem drucknahen Ende einen Stempel (133) als Druckhammerkopf
trägt.
27. Anordnung nach Anspruch 23,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stößel drehbar auf einer Achse gelagert ist.