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EP 0 022 476 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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21.01.1981 Patentblatt 1981/03 |
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Anmeldetag: 12.06.1980 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)3: C25F 3/24 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT SE |
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Priorität: |
16.07.1979 DE 2928621
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Anmelder: HOECHST AKTIENGESELLSCHAFT |
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65926 Frankfurt am Main (DE) |
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Erfinder: |
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- Ahlgrim, Michael
D-5042 Erftstadt (DE)
- Mietens, Gerhard, Dr.
D-5030 Hürth-Efferen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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Verfahren zum zonenweisen Hochglanzpolieren grossflächiger Stahloberflächen |
(57) Verfahren zum zonenweisen Hochglanzpolieren großflächiger, insbesondere ferritischer
Stahloberflächen, wobei das Werkstück als Anode gepolt ist und als Kathode eine Elektrode
mit Elektrodenabschirmung dient. Die Stahloberfläche wird während des zonenweisen
Elektropolierprozesses von unten nach oben an der ortsfesten, horizontal angeordneten
Elektrode vorbeigeführt. Die obere Elektrokante stimmt mit dem Niveau des Elektrolysebades
überein oder überragt das Niveau des Elektrolysebades.
Der Abstand der Kathode von der zu polierenden Fläche beträgt 1 bis 50 cm. Die Stromdichte
an der Kathode wird auf 5 bis 50 A/dm
2 eingestellt.
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum zonenweisen Hochglanzpolieren großflächiger,
insbesondere ferritischer Stahloberflächen, wobei das Werkstück als Anode gepolt ist
und als Kathode eine Elektrode mit elektrischer Abschirmung angewendet wird.
[0002] Bei vielen Herstellungsverfahren ist es erforderlich, daß die Apparatewände polierte
Oberflächen haben, um gute Trenneigenschaften oder eine leichte Reinigung zu gewährleisten.
Zur Oberflächenbehandlung können mechanische Polierverfahren angewendet werden oder
- mit besserem Erfolg - kann die Oberfläche hochglanzelektropoliert werden.
[0003] Eine Vorrichtung und ein Verfahren zum zonenweisen Elektropolieren großer Metalloberflächen
sind beschrieben in der DE-OS 28 38 022. Die zu bearbeitende metallische Oberfläche
wird hierbei zum Elektropolieren in einem galvanischen Tauchbad als Anode geschaltet.
Die entsprechende bewegliche Kathode wird zonenweise über die zu polierende Oberfläche
geführt. Als Elektrolyt werden beispielsweise Gemische aus Phosphorsäure und Schwefelsäure
benutzt.
[0004] Der beim Hochglanzpolieren angestrebte Oberflächenzustand liegt im Glänzbereich und
ist abhängig von der Stromdichte. Eine Hochglanzpolitur im Glänzbereich wird nur erzielt,
wenn eine Stromdichte von mindestens etwa 5 A/dm
2 angewendet wird. Wird diese Stromdichte nicht erreicht, so wird nicht nur keine glänzende
Oberfläche erzielt, sondern es kommt durch eine chemische Ätzung zu einer Mattierung
der Oberfläche.
[0005] Zur Vermeidung der Mattierung von Oberflächen, insbesondere in den Randbereichen,
wurde in der DE-OS 25 28 942 eine Elektrodenabschirmung vorgeschlagen. Diese Elektrodenabschirmung
ummantelt die Kathode so, daß die Stromlinien zwischen Kathode und der anodischen
Oberfläche gebündelt werden und nur den kürzesten Weg von der Kathode zur Anode zurücklegen.
Die Stromlinien von der der anodischen Oberfläche abgekehrten Kathodenfläche werden
durch die Elektrodenabschirmung unterdrückt. Die von dem Kathodenrand abgehenden Stromlinien
werden jedoch durch diese Art der Elektrodenabschirmung nicht beeinflußt und es kann
in diesen Randbereichen zu einem unerwünschten chemischen Ätzvorgang kommen.
[0006] Bei austenitischen Cr-Ni-Stählen, beispielsweise der DIN 1.4301, 1.4404 oder 1.4571,
kann der unerwünschte chemische Ätzvorgang durch eine besondere Art der elektrischen
Abschirmung verhindert werden.
[0007] Ein Hochglanzpolieren von ferritischen Cr-Stählen, beispielsweise der DIN 1.4006
oder 1.4116, ist bisher nicht möglich, da aufgrund geringster Stromlinien in den Randbereichen
die hochglanzpolierte ferritische Stahloberfläche mattiert bzw. in besonderen Fällen
sogar schwarz gefärbt Es wurde nunmehr gefunden, daß vorgenannte unerwünschte Mattierung
beim zonenweisen Hochglanzpolieren großflächiger, insbesondere ferritischer Stahloberflächen,
sicher vermieden werden kann, wenn das Werkstück als Anode gepolt ist und als Kathode
eine Elektrode mit Elektrodenabschirmung dient und dabei gemäß der Erfindung die Stahloberfläche
während des zonenweisen Elektropolierprozesses von unten nach oben an der ortsfesten,
horizontal angeordneten Elektrode vorbeigeführt wird und die obere Elektrodenkante
mit dem Niveau des Elektrolysebades übereinstimmt oder das Niveau des Elektrolysebades
überragt.
[0008] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sollen sowohl die Elektrode
als auch die Elektrodenabschirmung das Niveau des Elektrolysebades geringfügig überragen.
[0009] Großflächige Werkstücke können gleichzeitig auf zwei Seitenflächen hochglanzpoliert
werden, wenn die großflächige, ferritische Stahloberfläche während des zonenweisen
Elektropolierprozesses von unten nach oben zwischen zwei ortsfesten, horizontal angeordneten
Elektroden mit Elektrodenabschirmung geführt wird.
[0010] Eine besonders gute Hochglanzpolitur wird erzielt, wenn der Abstand der als Kathode
geschalteten Elektrode von der zu polierenden Oberfläche etwa 1 bis etwa 5o cm, insbesondere
etwa 5-15 cm,und die Stromdichte an der als Kathode geschalteten Elektrodenoberfläche
etwa 5 bis etwa 5o A/dm
2, insbesondere 2
0-4
0 A/dm
2, betragen.
[0011] Das erfindungsgemäße Verfahren ist nicht nur auf ferritische Stahloberflächen beschränkt,
sondern kann auch zum Hochglanzpolieren anderer metallischer Oberflächen, insbesondere
von austenitischen Stahloberflächen, benutzt werden.
[0012] In Bezug auf die weiteren Einzelheiten, beispielsweise der Elektrolytzusammensetzung,
der Badtemperatur, der Elektrolysedauer usw., sei auf die allgemein bekannten Elektropolierverfahren
hingewiesen, so daß im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung auf diese Verfahrensparameter
nicht gesondert einzugehen ist.
1. Verfahren zum zonenweisen Hochglanzpolieren großflächiger, insbesondere ferritischer
Stahloberflächen, wobei das Werkstück als Anode gepolt ist und als Kathode eine Elektrode
mit Elektrodenabschirmung dient, dadurch ge- kennzeichnet, daß die Stahloberfläche
während des zonenweisen Elektropolierprozesses von unten nach oben an der ortsfesten,
horizontal angeordneten Elektrode vorbeigeführt wird und die obere Elektrodenkante
mit dem Niveau des Elektrolysebades übereinstimmt oder das Niveau des Elektrolysebades
überragt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrode und die Elektrodenabschirmung
das Niveau des Elektrolysebades geringfügig überragen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die großflächige
Stahloberfläche während des zonenweisen Elektropolierprozesses von unten nach oben
zwischen zwei ortsfesten, horizontal angeordneten Elektroden mit Elektrodenabschirmung
geführt wird, wodurch das großflächige Werkstück gleichzeitig auf zwei Seitenflächen
hochglanzpoliert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der als Kathode
geschalteten Elektroden von der zu polierenden Oberfläche etwa 1 bis etwa 5o cm, insbesondere
etwa 5-15 cm, beträgt.
5. Verfahren nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromdichte an der
als Kathode geschalteten Elektrodenoberfläche etwa 5 bis etwa 5o A/dm2, insbesondere 20-40 A/dm2, beträgt.
