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EP 0 022 476 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.04.1983 Patentblatt 1983/15 |
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Anmeldetag: 12.06.1980 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)3: C25F 3/24 |
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Verfahren zum zonenweisen Hochglanzpolieren grossflächiger Stahloberflächen
Method for high polishing by zones of large steel surfaces
Procédé de polissage brillant par zônes de grandes surfaces d'acier
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT SE |
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Priorität: |
16.07.1979 DE 2928621
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.01.1981 Patentblatt 1981/03 |
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Anmelder: HOECHST AKTIENGESELLSCHAFT |
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65926 Frankfurt am Main (DE) |
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Erfinder: |
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- Ahlgrim, Michael
D-5042 Erftstadt (DE)
- Mietens, Gerhard, Dr.
D-5030 Hürth-Efferen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum zonenweisen Hochglanzpolieren großflächiger,
insbesondere ferritischer Stahloberflächen, wobei das Werkstück als Anode gepolt ist
und als Kathode eine Elektrode mit elektrischer Abschirmung angewendet wird.
[0002] Bei vielen Herstellungsverfahren ist es erforderlich, daß die Apparatewände polierte
Oberflächen haben, um gute Trenneigenschaften oder eine leichte Reinigung zu gewährleisten.
Zur Oberflächenbehandlung können mechani- . sche Polierverfahren angewendet werden
oder - mit besserem Erfolg - kann die Oberfläche hochglanzelektropoliertwerden.
[0003] Eine Vorrichtung und ein Verfahren zum zonenweisen Elektropolieren großer Metalloberflächen
sind beschrieben in der DE-OS 2 838 022. Die zu bearbeitende metallische Oberfläche
wird hierbei zum Elektropolieren in einem galvanischen Tauchbad als Anode geschaltet.
Die entsprechende bewegliche Kathode wird zonenweise über die zu polierende Oberfläche
geführt. Als Elektrolyt werden beispielsweise Gemische aus Phosphorsäure und Schwefelsäure
benutzt.
[0004] Der beim Hochglanzpolieren angestrebte Oberflächenzustand liegt im Glänzbereich und
ist abhängig von der Stromdichte. Eine Hochglanzpolitur im Glänzbereich wird nur erzielt,
wenn eine Stromdichte von mindestens etwa 5 A/dm
2 angewendet wird. Wird diese Stromdichte nicht erreicht, so wird nicht nur keine glänzende
Oberfläche erzielt, sondern es kommt durch eine chemische Ätzung zu einer Mattierung
der Oberfläche.
[0005] Zur Vermeidung der Mattierung von Oberflächen, insbesondere in den Randbereichen,
wurde in der DE-OS 2 528 942 eine Elektrodenabschirmung vorgeschlagen. Diese Elektrodenabschirmung
ummantelt die Kathode so, daß die Stromlinien zwischen Kathode und der anodischen
Oberfläche gebündelt werden und nur den kürzesten Weg von der Kathode zur Anode zurücklegen.
Die Stromlinien von der der anodischen Oberfläche abgekehrten Kathodenfläche werden
durch die Elektrodenabschirmung unterdrückt. Die von dem Kathodenrand abgehenden Stromlinien
werden jedoch durch diese Art der Elektrodenabschirmung nicht beeinflußt, und es kann
in diesen Randbereichen zu einem unerwünschten chemischen Ätzvorgang kommen.
[0006] Bei austenitischen Cr-Ni-Stählen, beispielsweise der DIN 1.4301, 1.4404 oder 1.4571,
kann der unerwünschte chemische Ätzvorgang durch eine besondere Art der elektrischen
Abschirmung verhindert werden.
[0007] Ein Hochglanzpolieren von ferritischen Cr-Stählen, beispielsweise der DIN 1.4006
oder 1.4116, ist bisher nicht möglich, da aufgrund geringster Stromlinien in den Randbereichen
die hochglanzpolierte ferritische Stahloberfläche mattiert bzw. in besonderen Fällen
sogar schwarz gefärbt wird.
[0008] Es wurde nunmehr gefunden, daß vorgenannte unerwünschte Mattierung beim zonenweisen
Hochglanzpolieren großflächiger, insbesondere ferritischer Stahloberflächen, sicher
vermieden werden kann, wenn das Werkstück als Anode gepolt ist und als Kathode eine
Elektrode mit Elektrodenabschirmung dient und dabei gemäß der Erfindung die Stahloberfläche
während des zonenweisen Elektropolierprozesses von unten nach oben an der ortsfesten,
parallel zum Niveau des Elektrolysebades angeordneten Elektrode vorbeigeführt wird
und die obere Elektrodenkante mit dem Niveau des Elektrolysebades übereinstimmt oder
das Niveau des Elektrolysebades überragt.
[0009] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sollen sowohl die Elektrode
als auch die Elektrodenabschirmung das Niveau des Elektrolysebades geringfügig überragen.
[0010] Großflächige Werkstücke können gleichzeitig auf zwei Seitenflächen hochglanzpoliert
werden, wenn die großflächige, ferritische Stahloberfläche während des zonenweisen
Elektropolierprozesses von unten nach oben zwischen zwei ortsfesten, parallel zum
Niveau des Elektrolysebades angeordneten Elektroden mit Elektrodenabschirmung geführt
wird.
[0011] Eine besonders gute Hochglanzpolitur wird erzielt, wenn der Abstand der als Kathode
geschalteten Elektrode von der zu polierenden Oberfläche etwa 1 bis etwa 50 cm, insbesondere
etwa 5 bis 15 cm, und die Stromdichte an der als Kathode geschalteten Elektrodenoberfläche
etwa 5 bis etwa 50 A/dm
2, insbesondere 20 bis 40 A/dm
2, betragen.
[0012] Das erfindungsgemäße Verfahren ist nicht nur auf ferritische Stahloberflächen beschränkt,
sondern kann auch zum Hochglanzpolieren anderer metallischer Oberflächen, insbesondere
von austenitischen Stahloberflächen, benutzt werden.
[0013] In bezug auf die weiteren Einzelheiten, beispielsweise der Elektrolytzusammensetzung,
der Badtemperatur, der Elektrolysedauer usw., sei auf die allgemein bekannten Elektropolierverfahren
hingewiesen, so daß im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung auf diese Verfahrensparameter
nicht gesondert einzugehen ist.
1. Verfahren zum zonenweisen Hochglanzpolieren großflächiger, insbesondere ferritischer
Stahloberflächen, wobei das Werkstück als Anode gepolt ist und als Kathode eine Elektrode
mit Elektrodenabschirmung dient, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahloberfläche während
des zonenweisen Elektropolierprozesses von unten nach oben an der ortsfesten, parallel
zum Niveau des Elektrolysebades angeordneten Elektrode vorbeigeführt wird und die
obere Elektrodenkante mit dem Niveau des Elektrolysebades übereinstimmt oder das Niveau
des Elektrolysebades überragt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrode und die Elektrodenabschirmung
das Niveau des Elektrolysebades geringfügig überragen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die großflächige
Stahloberfläche während des zonenweisen Elektropolierprozesses von unten nach oben
zwischen zwei ortsfesten, horizontal angeordneten Elektroden mit Elektrodenabschirmung
geführt wird, wodurch das großflächige Werkstück gleichzeitig auf zwei Seitenflächen
hochglanzpoliert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der als
Kathode geschalteten Elektroden von der zu polierenden Oberfläche etwa 1 bis etwa
50 cm, insbesondere etwa 5 bis 15 cm, beträgt.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromdichte an
der als Kathode geschalteten Elektrodenoberfläche etwa 5 bis etwa 50 A/dm2, insbesondere 20 bis 40 A/dm2, beträgt.
1. Process for the zonewise electropolishing of large-surfaced steel surfaces, especially
ferritic steel surfaces, wherein the workpiece is connected to form the anode and
an electrically shielded electrode is used als the cathode, characterised in that,
during the zonewise electropolishing operation, the steel surface is moved upwardly
past a stationary electrode which is disposed level with the electrolytic bath, the
upper edge of the electrode being at or slightly above the level of the electrolytic
bath.
2. Process as claimed in claim 1, characterised in that the electrode and electrode
shielding are slightly above the level of the electrolytic bath.
3. Process as claimed in claim 1 or 2, characterised in that, during the zonewise
electropolishing operation, the large-surfaced steel surface is moved upwardly between
two stationary, horizontally arranged and electrically shielded electrodes, the large-surfaced
steel surface becoming thus electropolished from two sides in one pass.
4. Process as claimed in claims 1 to 3, characterised in that the electrode connected
to form the cathode is spaced about 1 to 50 cm, preferably about 5 to 15 cm, from
the surface being electropolished.
5. Process as claimed in claims 1 to 4, characterised in that the current density
at the surface of the electrode connected to form the cathode is about 5 to 50 A/dm2, preferably 20 to 40 A/dm2.
1. Procédé de polissage brillant par zones de surfaces d'acier de grande surface,
en particulier d'acier ferritique, dans lequel l'article à travailler est branché
en anode et une électrode blindée est utilisée comme cathode, caractérisé en ce que,
pendant l'opération d'électropolissage par zones, la surface d'acier est déplacée
de bas en haut devant une électrode stationnaire disposée parallèment au niveau du
bain électrolytique, le bord supérieur de l'électrode coïncidant avec le niveau du
bain électrolytique ou le dépassant.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'électrode et le blindage
d'électrode dépassent légèrement le niveau du bain électrolytique.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la surface d'acier
de grande surface est déplacée pendant l'opération d'électropolissage par zones de
bas en haut entre deux électrodes stationnaires en position horizontale et munies
de blindages d'électrode, la surface d'acier de grande surface étant de la sorte soumise
simultanément au polissage brillant sur les deux faces.
4. Procédé selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'électrode branchée
en cathode est à une distance d'environ 1 à 50cm, de préférence d'environ 5 à 15 cm,
de la surface à polir.
5. Procédé selon les revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la densité de courant
à la surface de l'électrode branchée en cathode est d'environ 5 à 50 A/dm2, de préférence 20 à 40 A/dm2.