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EP 0 022 745 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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21.01.1981 Patentblatt 1981/03 |
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Anmeldetag: 03.07.1980 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
17.07.1979 DE 7920687 U
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Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Reuter, Manfred
D-1000 Berlin 26 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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Elektrisches Kabel mit mehrdrähtigem Leiter und Feuchtigkeitssperre |
(57) Um elektrische Kabel, bei denen ein mehrdrähtiger elektrischer Leiter (5) einer elektrisch
leitenden Kunststoffschicht (3) zugeordnet ist, im Bereich des Leiters längs- und
querwasserdicht auszugestalten, wird zwischen der Leitschicht und dem Leiter eine
elektrisch leitfähige Folie (4) angeordnet, die ein- oder beidseitig mit einem unter
Feuchtigkeitseinwirkung aufquellenden Mittel beschichtet ist.
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[0001] Die längs- und querwasserdichte Ausgestaltung elektrischer Kabel, die bisher überwiegend
bei kunststoffisolierten Nachrichtenkabeln Bedeutung erlangt hat, beschäftigt in zunehmendem
Maße auch die Konstrukteure und Werkstofftechniker für kunststoffisolierte Starkstrom-
und Hochspannungskabel. Es wird nämlich befürchtet, daß in derartigen Kabeln eingedrungenes
Wasser zu einer Verschlechterung der Isoliereigenschaften und unter Umständen sogar
zu einem Durchschlag führt. Auch können Garnituren in Mitleidenschaft gezogen werden.
[0002] Um das Eindringen von Feuchtigkeit in die Kunststoffisolierung von Mittel- und Hochspannungskabeln
und das axiale Vordringen von Feuchtigkeit in solchen Kabeln zu verhindern, ist es
bekannt, zwischen dem mehrdrähtigen Leiter und der Isolierung und/oder zwischen der
äußeren Leitschicht und dem aus Drähten oder Bändern aufgebauten Schirm, der einen
konzentrischen Leiter darstellt, eine feuchtigkeitsabsorbierende Schicht oder eine
Feuchtigkeitssperre anzuordnen und/oder die Hohlräume in aus Drähten aufgebauten Leitern
mit einer die Längswasserdichtigkeit und/oder Querwasserdichtigkeit gewährleistenden
Masse zu füllen. Bei einem bekannten Mittel-oder Hochspannungskabel sind daher die
Drähte des Schirmes in eine leitfähige elastische Masse eingebettet (DE-OS 25 14 891).
Weiterhin ist es bekannt, die unter dem Schirm angeordnete Leitschicht mit in Längsrichtung
des Kabels verlaufenden Rillen oder Nuten zu versehen und diese Rillen oder Nuten
mit einem Dichtungsmaterial auszufüllen, das sich in Gegenwart von Wasser ausdehnt
(DE-OS 28 11 526). Zur Abdichtung kunststoffisolierter Fernmeldekabel ist auch die
Verwendung eines quellfähigen Bandes bekannt, das aus einem mit quellfähigem Füllstoff
gemachten wasserlöslichen Kunststoff besteht und mit dem vordringlich der Spalt zwischen
Kabelseele und Kabelmantel abgedichtet wird (DE-OS 21 58 996).
[0003] Die Erfindungsieht eine neue Gestaltung eines ein- oder mehradrigenelektrischen Kabels
vor, das eine extrudierte Kunststoffisolierung und einen Metall- oder Kunststoffmantel
aufweist und bei dem wenigstens ein Leiter aus Metalldrähten oder -bändern aufgebaut
und diesem Leiter eine Schicht aus elektrisch leitendem Kunststoff zugeordnet ist.
Durch die neue Gestaltung sollen die Längs-und die Querwasserdichtigkeit des Kabels
im Bereich des mehrdrähtigen Leiters gewährleistet sein. Gemäß der Erfindungist daher
vorgesehen, daß zwischen dem Leiter und der leitenden Kunststoffschicht eine elektrisch
leitfähige Metall-, Papier- oder Kunststoffolie angeordnet ist, die ein- oder beidseitig
mit einem unter Feuchtigkeitseinwirkung aufquellenden Mittel beschichtet ist.
[0004] Durch die neue Gestaltung wird die Wasserdichtigkeit des Kabels im Bereich des mehrdrähtigen
Leiters gewährleistet. Dies gilt insbesondere für konzentrisch angeordnete Leiter,
beispielsweise Schirme von Starkstrom-oder Nachrichtenkabeln, die aus einer Lage runder
Metalldrähte oder aus einer Lage von Profildrähten oder auch aus zwei oder mehreren
aufgesponnenen Metallbändern bestehen. Durch die Verwendung einer elektrisch leitenden
Folie wird dabei der elektrische Kontakt zwischen der Leitschicht des Kabels und dem
Leiter sichergestellt. Auch bei einer Beschichtung der elektrisch leitfähigen Folie
mit einem isolierenden Quellmittel ist dabei infolge der radialen Druckverhältnisse
ein Kontakt zwischen der elektrisch leitenden Folie und dem Leiter gewährleistet.
[0005] Das unter Feuchtigkeitseinwirkung aufquellende Mittel, bei dem es sich insbesondere
um bekannte Stoffe auf Zellulosebasis wie beispielsweise Methylzellulose oder Äthylzellulose
handelt, kann auf die elektrisch leitende Folie beispielsweise elektrostatisch oder
mittels eines Haftvermittlers wie beispielsweise Polyvinylacetat aufgebracht sein.
Gegebenenfalls kommt auch ein Aufsintern in Betracht. Eine weitere Möglichkeit besteht
darin, das Quellmittel bzw. Quellpulver mit einem pastenartigen Trägermaterial zu
vermischen und das Gemisch auf die elektrisch leitende Folie aufzubringen. Hierbei
kann gegebenenfalls ein elektrisch leitender pastenartiger Träger verwendet werden.
[0006] Die Beschichtung der elektrisch leitfähigen Folie mit dem unter Feuchtigkeitseinwirkung
aufquellenden Mittel kann ein- oder beidseitig vorliegen. Besonders vorteilhaft ist
die Verwendung eines Kunststoffvlieses, das mit dem unter Feuchtigkeitseinwirkung
aufquellenden Mittel angereichert ist.
[0007] Ein Ausführungsbeispiel für das neue Kabel ist in der Figur dargestellt.
[0008] Die Figur zeigt ein kunststoffisoliertes Mittelspannungskabel, auf dessen mehrdrähtigen
Leiter 1 die Feuchtigkeitssperre 2 aufgebracht ist. Hierbei handelt es sich um ein
elektrisch leitendes Kunststoffvlies, das mit einem Quelmittel angereichert ist und
das in Bandform auf den Leiter aufgesponnen ist. Über der Sperrschicht 2 befindet
sich die extrudierte Polyäthylenisolierung 3 einschließlich einer nicht näher bezeichneten
inneren und einer ebenfalls nicht näher bezeichneten äußeren Leitschicht, wie sie
bei Mittelspannungskabeln üblich ist. Darüber ist eine weitere Feuchtigkeitssperre
4 angeordnet, die ebenfalls aus einem elektrisch leitenden Kunststoffvlies besteht,
das mit einem Quellmittel, insbesondere einem Quellpulver, angereichert ist. Auf die
Sperrschicht 4 ist der Schirm 5 aus Kupferdrähten aufgesponnen. Darüber wiederum befindet
sich der Außenmantel 6 aus Polyvinylchlorid.
1. Ein- oder mehradriges elektrisches Kabel mit extrudierter Kunststoffisolierung
und Metall- oder Kunststoffmantel, bei dem wenigstens ein Leiter aus Metalldrähten
oder -bändern aufgebaut und diesem Leiter eine Schicht aus elektrisch leitendem Kunststoff
zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet , daß zwischen dem Leiter (5) und der leitenden
Kunststoffschicht (3) eine elektrisch leitfähige Metall-, Papier-oder Kunststoffolie
(4) angeordnet ist, die ein- oder beidseitig mit einem unter Feuchtigkeitseinwirkung
aufquellenden Mittel beschichtet ist.
2. Elektrisches Kabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die beschichtete
Kunststoffolie (4) aus einem mit einem Quellmittel angereicherten Kunststoffvlies
besteht.