| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 022 920 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
13.04.1983 Patentblatt 1983/15 |
| (22) |
Anmeldetag: 03.06.1980 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)3: D06C 5/00 |
|
| (54) |
Dämpfpuppe zum Fertigdämpfen von Pullovern, Jacken und ähnlichen Kleidungsstücken
und Dämpfverfahren
Holder for steamfinishing sweaters, jackets and similar garments and steaming process
Support pour le finissage à la vapeur de pull-overs, vestes et pièces de vêtements
semblables et procédé de vaporisage
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT FR GB IT NL SE |
| (30) |
Priorität: |
18.07.1979 DE 2929057 27.07.1979 DE 2930622 26.10.1979 DE 2943420
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
28.01.1981 Patentblatt 1981/04 |
| (71) |
Anmelder: Kurt Ehemann
Spezialmaschinenfabrik GmbH & Co. KG |
|
D-2870 Delmenhorst (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Ehemann, Gero
D-2833 Gross-Ippener (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Kern, Wolfgang, Dipl.-Ing. et al |
|
Patentanwälte Kern, Brehm & Partner
Albert-Rosshaupter-Strasse 73 D-81369 München D-81369 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Dämpfpuppe zum Fertigdämpfen von Pullovern, Jacken und
ähnlichen Kleidungsstücken, vornehmlich aus Strickware, bestehend aus einem Puppenhohlkörper
für den Rumpf und zwei Schwenkarmen für die Ärmel des Pullovers, der Jacke oder eines
ähnlichen Kleidungsstückes. Des weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum
Fertigdämpfen mit Hilfe von Dämpfpuppen.
[0002] Bei den üblichen Dämpfpuppen mit Schwenkarmen, bei denen der Hauptkörper eine einfache
Drahtform ist, sind die Schwenkarme an diesem nach oben schwenkbar angelenkt, so daß
ein Pullover zunächst mit dem Rumpfteil über die hochgeschwenkten Schwenkarme gestreift
und dann die Pulloverärmel auf die Schwenkarme gezogen werden, während der Pulloverrumpf
auf den Hohlkörper gestreift wird. Diese Art des Aufziehens bzw. Abnehmens von Pullovern
und ganz allgemein von Kleidungsstücken, die auf Dämpfpuppen fertiggedämpft werden,
ist für die Bedienungsperson wegen der erheblichen Arbeitshöhe nicht nur unbequem,
sondern auch ziemlich zeitaufwendig.
[0003] Bei der aus der zur Gattungsbildung des Anspruchs 1 herangezogenen US-PS 2841 315
bekannten Dämpfpuppe ist nun zwar die Möglichkeit vorgesehen, die Schwenkarme in zwei
Richtungen zu verschwenken, nämlich vorwärts und rückwärts sowie auch seitlich, was
unter Bezugnahme auf Fig. 20 der zugehörigen Zeichnungsfigur bedeutet, daß das Verschwenken
der Arme einmal in die Zeichnungsebene hinein bzw. aus ihr heraus erfolgen kann und
zum anderen auch in seitlicher Richtung zum Puppenhohlkörper hin bzw. von ihm weg,
wie dies durch die gestrichelte Darstellung auf der linken Seite der genannten Zeichnungsfigur
angedeutet wird.
[0004] Diese Verschwenkungsmöglichkeiten der Puppenarme können nun zwar für den beobachteten
Nachteil der unbequemen Arbeitshöhe eine Abhilfe bieten, da beim Verschwenken der
Arme nach vorne zur Bedienungsperson hin ein leichteres Überstreifen der Arme des
Kleidungsstücks ermöglicht wird, jedoch hat diese Art des Verschwenkens zur Folge,
daß die Enden der Schwenkarme sich in dem Maße senken, wie die Arme nach vorne in
Richtung auf die Bedienungsperson wandern. Dies bedeutet, daß zwischen der Einführungshöhe
der Ärmel des zu dämpfenden Kleidungsstücks und der Überstreifhöhe des Kleidungsstückrumpfes
über das obere Ende des Hohlkörpers der Puppe eine erhebliche Höhendifferenz bestehen
kann, aufgrund derer das Kleidungsstück beim Aufziehen auf die Puppe stark gedehnt
werden muß.
[0005] Darüber hinaus hat sich das Aufbringen und Abnehmen der Ärmel des Kleidungsstücks
auf die Schwenkarme der bekannten Puppe als weniger geeignet erwiesen, weil diese
nicht so ausgebildet sind, daß sie die Ärmel und insbesondere deren untere Enden,
also bei Strickwaren die Bündchen, in der gewünschten Weise spannen und dadurch ein
einwandfreies Dämpfen ermöglichen.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, die Dämpfpuppe der genannten Art
so auszubilden, daß sie nicht nur eine für die Bedienungsperson leichtere Bedienbarkeit
beim Überziehen von zu dämpfenden Kleidungsstükken erhält, sondern auch jedes Überdehnen
von vor allem empfindlicher Ware beim Aufziehen auf die Puppe vermeiden hilft und
darüber hinaus durch eine bessere Gestaltung der Schwenkarme ein einwandfreies Dämpfen
unterschiedlichster Ärmelformen und -größen ermöglicht. In diesem Zusammenhang soll
ferner für das Fertigdämpfen ein Verfahren entwickelt werden, das die beim Fertigdämpfen
der genannten Kleidungsstücke auf Dämpfpuppen auftretenden Nachteile, die insbesondere
das Kondensieren des in der Dämpfpuppe noch verhandenen Dampfes beim Kühlen mittels
Kühlluft betreffen, beseitigt.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Schwenkarme um eine senkrechte
Achse schwenkbar sind und einen Tragstab aufweisen, an dem ein luftdurchlässiges Profilblech
so gelenkig angebracht ist, daß beim Schwenken der Schwenkarme in die Aufnahmestellung
das Profilblech zum Tragarm hin bewegbar ist.
[0008] Zwischen den Tragstäben und den luftdurchlässigen Profilblechen der Schwenkarme sind
Düsen angeordnet, aus deren Öffnungen das Heißluft-Dampf-Gemisch zum Fertigdämpfen
des Pullovers o. dgl. austritt. Um zu erreichen, daß die Ärmelenden der Pullover,
die mit elastischen Rippbündchen versehen sind, welche aus reinem Acryl oder Acrylgemischen
mit anderen Fasern bestehen können, durch den Dämpfvorgang bezüglich ihrer Elastizität
nicht nachteilig beeinflußt werden, lassen sich, gemäß einer weiteren vorteilhaften
Ausgestaltung der Erfindung, diese Heißluft-Dampf-Gemisch-Austrittsöffnungen der Düsen
in bezug auf die Schwenkarmelänge bzw. die Länge des über diese gestreiften Pulloverärmels
verstellen. Dadurch kann verhindert werden, daß das aus den Düsen austretende Luft-Dampf-Gemisch
die unteren Ärmelenden mit den dampfempfindlichen, elastischen Rippbündchen berührt,
da die Düsenöffnungen in diesem Fall, in Armlängsrichtung gesehen, sich oberhalb dieser
elastischen Bündchen befinden.
[0009] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0010] Zur Vermeidung von Kondensatbildung in der Dämpfpuppe beim Fertigdämpfen von Pullovern,
Jacken und ähnlichen Kleidungsstücken, die vornehmlich aus Strickware bestehen, wird
bei dem Verfahren nach der Erfindung während des Abnehmens des fertiggedämpften Kleidungsstücks
von der Dämpfpuppe und des Aufziehens des nächsten Kleidungsstücks auf die Dämpfpuppe
beim Fertigdämpfen mittels eines Heißluft-Dampf-Gemisches die Heißluft zur Beseitigung
des entstandenen Kondensats kontinuierlich durch die Dämpfpuppe hindurchgeleitet und
Dampf nur während des Dämpfvorgangs zusätzlich eingeblasen.
[0011] Um die Kondensatbildung in der Puppe möglichst gering zu halten, sollte der Dampfanteil
des Gemisches 10 bis 70% betragen. Auch hat sich bewährt, die Heißluft- und Dampfzufuhr
mengenmäßig unabhängig voneinander einzustellen.
[0012] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine schematische Vorderansicht der Dämpfpuppe und
Fig. 2-eine Seitenansicht der Dämpfpuppe von Fig. 1.
[0013] Der Hohlkörper 1 der Dämpfpuppe für den Rumpf des Pullovers oder anderen Kleidungsstücks
ist auf einer Unterlage 2 angeordnet. Schwenkarme 3 und 4 für die Ärmel des Pullovers
weisen schräg zum Hohlkörper 1 verlaufende Tragstäbe 5, 6 auf, die mit ihren unteren
gebogenen Enden zu beiden Seiten des Hohlkörpers 1 in senkrecht stehenden Buchsen
7, 8 gelagert sind und nach vorne, d. h. aus der Zeichnungsebene heraus, zur Bedienungsperson
hin leicht verschwenkbar sind, und zwar etwa um 20°.
[0014] Die Buchsen 7, 8 sind auf der Unterlage 2 einstellbar angeordnet, wie dies durch
die Feststellschraube 9, 10 in Fig. 1 schematisch angedeutet ist, so daß sie und mit
ihnen die Schwenkarme 3,4 in bezug auf den Hohlkörper 1 näher oder entfernter fest
angeordnet werden können. Oberhalb der Buchsen 7, 8 sind an den Tragstäben 5, 6 zum
Hohlkörper 1 hin gerichtete Hebel 11, 12 angebracht, die von Gabeln 13, 14 erfaßt
sind, welche am Ende eines U-förmigen Handhebels 15 sitzen. Dieser ist bei 16 und
17 gelenkig gelagert, so daß beim Schwenken des Handhebels 15 zum Hohlkörper 1 hin
die Schwenkarme 3, 4 nach vorne verschwenkt werden, d. h. also zur Bedienungsperson
hin, wie dies in Fig. schematisch bei 4a und 15a angedeutet ist.
[0015] An jedem Tragstab 5, 6 ist ein luftdurchlässiges Profilblech 18 gelenkig so angebracht,
daß es zum Tragstab 5, 6 hin bewegbar ist, wie der gestrichelten Darstellung bei 18a
und 18b entnommen werden kann. Hierzu ist das untere Ende des Profilbleches 18 in
einem Schlitz 19 eines am Tragstab 5, 6 befestigten Arms 20 geführt, während das obere
Ende mittels eines Doppelhebels 21 am Tragstab 5, 6 angelenkt ist. Ein Seilzug 22
ist mit einem Ende an einem weiteren Hebel 23 befestigt, der oberhalb der Buchse 7,
8 gegenüber dem Hebel 11, 12 am Tragstab 5, 6 angesetzt ist. Der Seilzug 22 ist in
den hohlen Tragstab 5, 6 eingeführt und verläuft hier in etwa rechtwinklig abgelenkt
zu einem Kniestück 24 am Profilblech 18 und von dort weiter zum unteren Arm des Doppelhebels
21.
[0016] Wird der Handhebel 15 zum Hohlkörper 1 hin gedrückt, wie in Fig. 2 bei 15a gezeigt,
so schwenkt der Hebel 23 entsprechend aus, und über den Seilzug 22 wird, wie durch
die Pfeile 25 und 26 in Fig. 1 angedeutet, das Profilblech 18 an den Tragstab 5, 6
heranbewegt.
[0017] An der Unterlage 2 ist ein Gebläse 27 befestigt, .das über ein temperaturgesteuertes
Heizelement 37 durch die Leitung 28 der Dämpfpuppe Heißluft zuführt, wobei durch eine
in die Leitung 28 mündende Düse 29 Dampf für den Dämpfvorgang eingeblasen wird. Für
die Zuführung des Heißluft-Dampf-Gemisches zum Hohlkörper 1 ist eine Breitstrahldüse
30 vorgesehen, die das Heißluft-Dampf-Gemisch, wie durch die Pfeile 36 angedeutet,
in den Hohlkörper hineinbläst, während das Heißluft-Dampf-Gemisch gleichzeitig über
die Leitungen 31, 32 den Schwenkarmen 3, 4 zuströmt und in die mit letzteren verbundenen
Düsen 7a, 7b gelangt, aus den es durch die Düsenöffnungen 9a, 9b, wie durch die Pfeile
35 gekennzeichnet, austritt.
[0018] Die Düsen 7a, 7b sind in Axialrichtung der Schwenkarme, also in Richtung der Pfeile
A, einstellbar, so daß die Düsenöffnungen 9a, 9b zumindest soweit in die Schwenkarme
hineingeschoben werden können, daß das aus ihnen austretendeHeißluft-Dampf-Gemischdiedampfempfindlichen
Bereiche des zu dämpfenden Produktes, wie beispielsweise die elastischen Rippbündchen
an den Ärmelenden von Pullovern, nicht berührt, so daß letztere keine schützende Abdeckung
gegen den aus der Düse austretenden Dampf benötigen.
[0019] Die Düsen 7a, 7b können auch aus Rohrelementen bestehen, die zur Verlängerung bzw.
Verkürzung aus- und einschiebbar ausgebildet sind.
[0020] Die Arbeitsweise mit Hilfe der dargestellten Dämpfpuppe beim Fertigdämpfen von Pullovern,
Jacken und ähnlichen Kleidungsstücken ist folgende. Zum Aufziehen des Pullovers auf
die Dämpfpuppe werden die Schwenkarme 3,4 durch Vordrücken des Hebels 15, wie bei
15a in Fig. 2 dargestellt, in die nach vorn geschwenkte, gestrichelt gezeichnete Lage
4a gebracht. Sodann wird zunächst der Rumpf des Pullovers, also sein Brust- und Rückenteil,
über den Hohlkörper 1 gezogen und daraufhin die Pulloverärmel mit den an den Ärmelenden
befindlichen Rippbündchen voran über die Schwenkarme 3,4 gestreift. Dies geht sehr
leicht und ohne Überdehnen der Rippbündchen vor sich, weil das Profilblech 18 der
Schwenkarme 3, 4 zu diesem Zweck die gestrichelte Lage 18a einnimmt. Nach dem Aufziehen
des Pullovers auf die Dämpfpuppe werden die Schwenkarme 3, 4 mittels des Handhebels
15 in die Betriebsstellung zurückgeführt, also aus der in Fig. 2 mit 4a bezeichneten
Lage in die senkrechte Lage gebracht. Dabei fällt das Profilblech 18 der Schwenkarme
3,4 durch die Schwerkraft aus der Lage 18a, 18b herunter in die Normallage, die in
Fig. 1 in ausgezogenen Linien dargestellt ist.
[0021] Diese Rückbewegung des Profilblechs 18 kann durch Gewichte bzw. Federn unterstützt
werden. Anstelle des Seilzugs 22 könnte auch ein Gestänge benutzt werden, und anstelle
der Handbedienung ist selbstverständlich auch eine pneumatische, hydraulische oder
elektromagnetische bzw. elektrische Steuerung möglich. Ebenso ließe sich der Handhebel
15 durch eine entsprechende Steuerung ersetzen.
[0022] Beim Fertigdämpfen des über die Dämpfpuppe gezogenen Kleidungsstücks wird, wie bereits
oben ausgeführt, durch die Leitung 28 Heißluft herangeführt, die mengenmäßig einstellbar
ist und eine Temperatur von etwa 120° und darüber aufweist und, wie durch die Pfeile
36 in Fig. 1 angedeutet, in den Hohlkörper 1 der Dämpfpuppe gelangt und gleichzeitig
über die Leitung 31 und 32 aus den Düsenöffnungen 9a, 9b in die Ärmel des zu dämpfenden
Kleidungsstücks eintritt, wie durch die Pfeile 35 angedeutet ist.
[0023] Durch die Düse 29 in der Leitung 28 wird für den Dämpfvorgang Dampf in die Heißluft
eingeblasen. Die Dampfmenge ist in Abhängigkeit von der zu behandelnden Ware bzw.
Faserart einstellbar, beispielsweise mittels eines nicht dargestellten Ventils oder
Schiebers.
[0024] Beim Betrieb der Dämpfpuppe strömt die Heißluft ständig durch die Puppe hindurch,
tritt also aus der Pupppenoberfläche aus und durch die auf der Puppenoberfläche befindliche
zu dämpfende Ware, vornehmlich Strickware, hindurch, während der Dampf nur für den
Dämpfvorgang selbst eingeblasen wird. Nach dem Dämpfvorgang folgt die übliche Kühlphase,
bei der mittels eines Gebläses oder über ein in vielen Textilbetrieben vorhandenes
Vakuumsystem Raumluft zur Abkühlung durch die Dämpfpuppe hindurchgeblasen bzw. gesaugt
wird. Während des Abnehmens des fertiggedämpften Kleidungsstücks von der Dämpfpuppe
und des Aufziehens des nächsten Kleidungsstücks auf die Dämpfpuppe wird die Heißluftzufuhr
zur Dämpfpuppe nicht unterbrochen, wodurch während der Abkühlphase entstandenes Kondensat
beseitigt wird, indem es durch den Heißluftstrom verdampft und zusammen mit der Luft
aus der Dämpfpuppe entweicht. Der zum Dämpfen verwendete Dampfanteil des Heißluft-Dampf-Gemisches
beträgt zwischen 10 und 70%. Während der Abkühlphase wird die ständig strömende Heißluft
nicht in die Dämpfpuppe, sondern in den Kühlluftabsaugkanal am austrittsseitigen Ende
der Puppe geleitet, falls die Heißluftzufuhr während der kurzzeitigen Kühlung nicht
vollständig abgeschaltet wird.
1. Dämpfpuppe zum Fertigdämpfen von Pullovern, Jacken und ähnlichen Kleidungsstükken,
vornehmlich aus Strickware, mit einem Hohlkörper für den Rumpf und zwei auf der Unterlage
der Dämpfpuppe unabhängig von dem Hohlkörper drehbar gelagerten Schwenkarmen für die
Ärmel des Kleidungsstücks, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkarme (3,4) um eine
lotrechte Achse schwenkbar sind und einen Tragstab (5, 6) aufweisen, an dem ein luftdurchlässiges
Profilblech (18) so gelenkig angebracht ist, daß beim Schwenken der Schwenkarme (3,
4) in die Aufnahmestellung (4a) das Profilblech (18) zum Tragstab (5,6) hin bewegbar
ist.
2. Dämpfpuppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beide Schwenkarme (3, 4)
mittels eines Handhebels (15) über jeweils ein Gestänge (11, 12, 13, 14) aus der Betriebsstellung,
bei der sie mit dem Hohlkörper (1) fluchten, nach vorne zur Bedienungsperson hin in
die Aufnahmestellung (4a) schwenkbar sind.
3. Dämpfpuppe nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkwinkel
aus der Betriebsstellung in die Aufnahmestellung etwa 20° beträgt.
4. Dämpfpuppe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung
des Profilbleches (18) in Richtung auf den Tragstab (5, 6) durch einen Seilzug (22)
bewirkbar ist.
5. Dämpfpuppe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragstäbe
(5, 6) mit ihren unteren Enden beidseitig des Hohlkörpers (1) in senkrecht stehenden
Buchsen (7,8) gelagert sind.
6. Dämpfpuppe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Buchsen (7, 8) auf
der Unterlage (2) in bezug auf ihren Abstand zum Hohlkörper (1) verstellbar angeordnet
sind.
7. Dämpfpuppe nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Buchsen
(7, 8) an den Tragstäben (5, 6) zum Hohlkörper (1) hingerichtete Hebel (11, 12) angebracht
sind, welche mit einem verschwenkbaren Handhebel (15) in Verbindung stehen, durch
dessen Schwenkbewegung in Richtung auf den Hohlkörper die Schwenkarme (3,4) nach vorne
zur Bedienungsperson hin verschwenkbar sind.
8. Dämpfpuppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Ende des Profilbleches
(18) in einem Schlitz (19) eines am Tragstab (5, 6) befestigten Arms (20) geführt
ist und daß sein oberes Ende mittels eines Doppelhebels (21) am Tragstab (5, 6) angelenkt
ist.
9. Verfahren zum Fertigdämpfen von Pullovern, Jacken und ähnlichen Kleidungsstücken,
vornehmlich aus Strickware, auf Dämpfpuppen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Vermeidung von Kondensatbildung das Fertigdämpfen mittels
eines Heißluft-Dampf-Gemisches erfolgt, wobei während des Abnehmens der fertiggedämpften
Pullover, Jacken und ähnlichen Kleidungsstükken von der Dämpfpuppe und des Aufziehens
des nächsten Kleidungsstückes auf die Dämpfpuppe die Heißluft zur Beseitigung von
entstandenem Kondensat kontinuierlich durch die Dämpfpuppe hindurchgeleitet wird und
Dampf nur während des Dämpfvorgangs zusätzlich eingeblasen wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Dampfanteil des Gemisches
10 bis 70% beträgt.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Heißluftzufuhr
und die Dampfzufuhr mengenmäßig unabhängig voneinander eingestellt werden.
1. A pressing dummy for finish pressing sweaters, jackets and similar garments, primarily
made of knit fabric, consisting of a hollow body for the body portion and two pivot
arms for the sleeves of the garment, characterized in that the pivot arms (3,4) are
mounted to be pivotal about a perpendicular axis and include a carrying rod (5, 6),
on which an air-pervious metal profil sheet (18) is hingedly mounted in a manner such
that when the pivot arms (3, 4) are pivoted into the receiving position (4a) the metal
profil sheet (18) is adapted to be moved towards the carrying rod (5, 6).
2. A pressing dummy according to claim 1, characterized in that the two pivot arms
(3,4) are adapted to be pivoted forwardly towards the operating personnel into a receiving
position (4a) by means of a manual lever (15) through a linkage (11, 12, 13, 14) each
out of the operative position, in which they are in alignment with the hollow body
(1
3. A pressing dummy according to claims 1 and 2, characterized in that the pivot angle
from the operativ position to the receiving position amounts to about 20°.
4. A pressing dummy according to one of the claims 1 to 3, characterized in that the
movement of the profil sheet (18) towards the carrying rod (5,6) is effected by a
cable line (22).
5. A pressing dummy according to one of the claims 1 to 4, characterized in that the
carrying rods (5, 6) are mounted at their lower ends on either side of the hollow
body (1) in vertically arranged sleeves (7, 8).
6. A pressing dummy according to claim 5, characterized in that the sleeves (7, 8)
are arranged to be adjustable on the base support (2) with respect to their distance
to the hollow body (1).
7. A pressing dummy, according to claims 5 or 6, characterized in that levers (11,
12) directed towards the hollow body (1) are mounted on the carrying rods (5, 6) above
the sleeves (7, 8) and are connected to a hingedly mounted manual lever (15), so that
when the manual lever is swivelled towards the hollow body, the pivot arms (3, 4)
are pivoted forwardly towards the operating personnel.
8. A pressing dummy according to claim 1, characterized in that the lower end of the
profil sheet (18) is guided in a slot (19) of an arm (20) attached to the carrying
rod (5, 6) while the upper end is articulated to the carrying rod (5, 6) by means
of a double lever (21).
9. A process for finish pressing sweaters, jackets and similar garments primarily
made of knit fabric, on pressing dummies, characterized in that finish pressing takes
place by means of a hot air-steam-mixture in order to avoid the formation of condensate,
with the hot air being passed continously through the pressing dummy during removal
of the finish-pressed sweater, jackets and similar garments from the pressing dummy
and dressing of the next garment on the pressing dummy in order to eliminate condensate
that has formed, and in that steam is additionally blown-in only during the pressing
operation.
10. A process according to claim 9, characterized in that the steam proportion of
the mixture amounts to from 10 to 70%.
11. A process according to claims 9 or 10, characterized in that the supply of hot
air and the supply of steam are adjusted as to amounts independently of one another.
1. Support pour le finissage à la vapeur de pull-overs, vestes et pièces de vêtements
semblables, surtout en tricot, avec un corps creux pour le tronc et deux bras basculants
montés à rotation sur l'embase du support indépendamment du corps creux pour recevoir
les manches de la pièce considérée, caractérisé en ce que les bras basculants (3,
4) peuvent osciller autour d'un axe vertical et comportent une barre porteuse (5,
6) à laquelle une tôle profilée (18) perméable à l'air est rapportée à articulation
de façon telle que lorsqu'on amène les bras (3, 4) à la position de réception (4a),
cette tôle profilée (18) peut être déplacée vers la barre porteuse (5, 6).
2. Support pour le finissage à la vapeur suivant la revendication 1, caractérisé en
ce que les deux bras basculants (3, 4) peuvent être amenés au moyen d'un levier à
main (15) et pour chacun par l'intermédiaire d'un système de tiges (11, 12, 13, 14),
de leur position de fonctionnement, pour laquelle ils sont alignés avec le corps creux
(1), vers l'avant en direction de l'apérateur à la position de réception (4a).
3. Support pour le finissage à la vapeur suivant les revendications 1 et 2, caractérisé
en ce que l'angle d'oscillation entre la position de fonctionnement et celle de réception
s'élève à environ 20°.
4. Support pour le finissage à la vapeur suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé
en ce que le déplacement de la tôle profilée (18) en direction de la barre porteuse
(5, 6) peut être assuré par un câble le traction (22).
5. Support pour le finissage à la vapeur suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé
en ce que les barres porteuses (5, 6) sont montées par leurs extrémités inférieures
des deux côtés du corps creux (1) dans des douilles (7, 8) orientées verticalement.
6. Support pour le finissage à la vapeur suivant la revendication 5, caractérisé en
ce que les douilles (7, 8) sont agencées sur l'ambase (2) de façon réglable en ce
qui concerne leur distance du corps creux (1).
7. Support pour le finissage à la vapeur suivant la revendication 5 ou 6, caractérisé
en ce qu'au dessus des douilles (7, 8) sont rapportés sur les barres porteusses (5,
6) des leviers (11, 12) orientés vers le corps creux (1), et qui sont reliés à un
levier à main basculable (15) dont le déplacement en direction du corps creux peut
faire tourner les bras (3, 4) vers l'avant pour les rapprocher de l'opérateur.
8. Support pour le finissage à la vapeur suivant la revendication 1, caractérisé ce
que l'extrémité inférieure de la tôle profilée (18) est guidée dans une fente (19)
d'un bras (20) fixé à la barre porteuse (5, 6) et en ce que son extrémité supérieure
est articulée à cette barre (5, 6) par le moyen d'un levier double (21).
9. Procédé pour le finissage à la vapeur des pull-overs, vestes et pièces de vêtements
semblables, surtout en tricot, sur des supports suivant l'une des revendications 1
à 8, caractérisé en ce que pour éviter la formation de condensations, le vaporisage
de finissage s'effectue par le moyen d'un mélange d'air chaud et de vapeur, tandis
que pendant qu'on enlève du support le pull-over, veste et autre pièce de vêtement
à l'étant fini et qu'on met en place la pièce suivante, l'on amène continuellement
de l'air chaud au support pour éliminer le condensat qui apparaît et qu'on n'injecte
la vapeur que pendant le processes de finissage à l'aide de celle-ci.
10. Procédé suivant la revendication 9, caractérisé en ce que la proportion de vapeur
dans le mélange est de 10 à 70%.
11. Procédé suivant la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que l'amenée d'air
chaud et celle de vapeur peuvent être réglées en quantité indépendamment l'une de
l'autre.
