[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von Einschicht-Preßkörpern
aus pulverförmigen Stoffen mittels Preßautomaten, bei dem das Pulver innerhalb eines
Pressenzyklusses in entsprechenden Arbeitspositionen in ein Preßwerkzeug eingefüllt,
gepreßt und ausgestoßen wird.
[0002] Es ist bekannt, Einschicht-Preßkörper auf pneumatischen, hydraulischen oder mechanischen
Preßautomaten durch Füllen einer Preßform, Pressen und Ausstoßen herzustellen. Der
Pressenzyklus setzt sich aus der Summe der Zeiten für die Einzelschritte: Füllen der
Preßform, Pressen und Ausstoßen zusammen.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu entwickeln, mit dem die
Qualität der Formteile insbesondere bezüglich Gewichtstoleranz und die Länge der Zykluszeit
wesentlich verbessert werden.
[0004] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß ein Mehrpositions-Preßautomat
verwendet wird und daß der Pressenzyklus über einen Umlauf mindestens einmal wiederholt
wird.
[0005] Ein Mehrpositions-Preßautomat ist durch die DE-PS ! 24 20 726 bereits bekannt.
[0006] Es kann vorteilhaft sein, daß die Preß- und die Ausstoßpositionen zu einer Arbeitsposition
zusammengefaßt werden. Weiterhin kann der Pressenzyklus über einen Umlauf entsprechend
der Anzahl der verwendeten Preßwerkzeuge wiederholt werden.
[0007] Anhand der Zeichnung und eines Ausführungsbeispiels wird die Erfindung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 in schematischer Darstellung den Ablauf des Verfahrens gemäß der Erfindung
in Sechserteilung,
Fig. 2 in schematischer Darstellung den Ablauf des Verfahrens gemäß der Erfindung
in Viererteilung.
[0008] Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung den Ablauf des Verfahrens gemäß der Erfindung
in Sechserteilung an einem Mehrpositions-Preßautomaten. Der Automat hat zwei Zyklen.
Der erste Zyklus besteht aus dem Füllvorgang, der sich von F1A über F1 bis F1E erstreckt,
dem Preßvorgang P1 und dem Ausstoßvorgang A1. Der zweite Pressenzyklus besteht aus
dem Füllvorgang, der sich von F2A über F2 bis F2E erstreckt, dem Preßvorgang P2 und
dem Ausstoßvorgang A2. Der Füllvorgang setzt jeweils bei F1A bzw. F2A ein, wobei sich
der Pressentisch im Uhrzeigersinn gemäß Richtungspfeil 1 bewegt. Dabei wird der Unterstempel
einer nichtdargestellten Füllmatrize (Preßwerkzeug) über eine ebenfalls nichtdargestellte
Kurvenscheibe nach unten bewegt, so daß bereits Pulver in den Füllraum der Matrize
fließen kann. Ist die Matrize bei Position F1 angelangt, bleibt der Pressentisch stehen
und der Füllvorgang läuft hier langsam aus, um eine möglichst enge Massentoleranz
zu erreichen. Anschließend setzt sich der Pressentisch wieder in Bewegung. Überschüssiges
Pulver wird nun von der Matrize mittels Abstreifer abgestreift. Der Arbeitsvorgang
ist bei F1E beendet. Ist die Matrize in Position P1 angelangt, hält der Pressentisch
an und der Preßvorgang läuft ab. Anschließend bewegt sich der Pressentisch in Richtung
A1. In dieser Position hält der Pressentisch an und der fertige Preßkörper wird ausgestoßen.
Beim Weiterdrehen des Pressentisches wird der beschriebene Pressenzyklus noch einmal
wiederholt. Eine Gesamtumdrehung des Pressentisches entspricht zwei Pressenzyklen
mit sechs Standpositionen.
[0009] Fig. 2 zeigt in schematischer Darstellung den Ablauf des Verfahrens an einem Mehrpositions-Preßautomaten
mit Viererteilung. Der Automat hat wiederum zwei Arbeitszyklen. Der erste Zyklus besteht
aus dem Füllvorgang, der sich von F1A über F1 bis F1E erstreckt, dem Preßvorgang P1
und dem Ausstoßvorgang A1. Der zweite Pressenzyklus besteht aus dem Füllvorgang, der
sich von F2A über F2 bis F2E erstreckt, dem Preßvorgang P2 und dem Ausstoßvorgang
A2. Der Füllvorgang setzt jeweils bei F1A bzw. F2A ein, wobei sich der Pressentisch
im Uhrzeigersinn entsprechend dem Richtungspfeil 1 bewegt. Dabei wird der Unterstempel
einer nichtdargestellten Füllmatrize (Preßwerkzeug) über eine ebenfalls nichtdargestellte
Kurvenscheibe nach unten bewegt, so daß bereits Pulver in den Füllraum der Matrize
fließen kann. Ist die Matrize bei Position F1 angelangt, bleibt der Pressentisch stehen
und der Füllvorgang läuft hier langsam aus, um eine möglichst enge Massentoleranz
zu erreichen. Anschließend setzt sich der Pressentisch wieder in Bewegung. Überschüssiges
Pulver wird an der Matrize mittels Abstreifer abgestreift. Der Abstreifvorgang ist
bei Position F1E beendet. Ist die Matrize in Position P1A1 angelangt, hält der Pressentisch
an und der Preßvorgang P1 und anschließend der Ausstoßvorgäng A1 laufen ab. Anschließend
setzt sich der Pressentisch wieder in Bewegung und der zweite Pressenzyklus beginnt.
Bei F2A beginnt der Füllvorgang. In Position F2 hält der Pressentisch an und die Füllung
läuft weiter. Der Pressentisch läuft weiter, wobei überschüssiges Pulver von der Matrize
abgestreift wird. Der Abstreifvorgang ist bei F2E beendet. In Position P2A2 hält der
Pressentisch zum vierten Mal an. In dieser Position wird das Pulver gepreßt und der
fertige Preßkörper wird ausgestoßen.
[0010] Bei genügend großem Durchmesser des-Pressentisches und damit ausreichenden Füllwegen
kann der Pressenzyklus über einen Umlauf des Pressentisches auch drei oder mehrmals
erfolgen.
1. Verfahren zum Herstellen von Einschicht-Preßkörpern aus pulverförmigen Stoffen
mittels Preßautomaten, bei dem das Pulver innerhalb eines Pressenzyklusses in entsprechenden
Arbeitspositionen in ein Preßwerkzeug eingefüllt, gepreßt und ausgestoßen wird, dadurch
gekennzeichnet , daß ein Mehrpositions-Preßautomat verwendet wird und daß der Pressenzyklus
(F1A...A1/F2A...A2) über einen Umlauf mindestens einmal - wiederholt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Preß- und die Ausstoßpositionen
(P1A1/P2A2) zu einer Arbeitsposition zusammengefaßt werden.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet
, daß der Pressenzyklus über einen Umlauf entsprechend der Anzahl der verwendeten
Preßwerkzeuge wiederholt wird.