(19)
(11) EP 0 024 319 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
04.03.1981  Patentblatt  1981/09

(21) Anmeldenummer: 80104497.5

(22) Anmeldetag:  30.07.1980
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3H01F 41/02, H01F 27/24
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 21.08.1979 DE 2933781

(71) Anmelder: Schwabe GmbH & Co. KG Elektrotechnische Fabrik
D-7067 Urbach (DE)

(72) Erfinder:
  • Albeck, Bernhard
    D-7050 Waiblingen-Neustadt (DE)

(74) Vertreter: Rüger, Rudolf, Dr.-Ing. 
Patentanwälte Rüger, Barthelt & Abel Postfach 348
73704 Esslingen
73704 Esslingen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Verfahren zum Herstellen E-förmiger Kernbleche und I-förmiger Rückschlussbleche einer Drossel oder eines Transformators, insbesondere für Gasentladungslampen


    (57) Um E-förmige Kernbleche (1) und zwischen deren Aussenschenkel (6) passende I-förmige Rückschlussbleche (2) einer Drossel oder eines Transformators insbesondere für die Verwendung als Vorschaltgerät für Gasentladungslampen abfallos oder zumindest abfallarm ausstanzen zu können, werden zwei Reihen E-förmiger Kernbleche (1) mit den offenen Seiten gegenüber- und aneinanderliegend und derart versetzt zueinander ausgestanzt, dass die Enden (10) der aneinanderliegenden Aussenschenkel (6) zweier benachbarter E-förmiger Kernbleche (1) an dem Ende des Mittelschenkels (3) des gegenüberliegenden, versetzten E-förmigen Kernbleches anliegen. Aus den zwischen den Aussenschenkeln (6) und den Mittelschenkeln (3) der gegenüberliegenden E-förmigen Kernbleche (1) entstehenden freien Räume werden die 1-förmigen Rückschlussbleche (2) ausgestanzt.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen E-förmiger Kernbleche und zwischen deren Außenschenkel passender I-förmiger Rückschlußbleche einer Drossel oder eines Transformators insbesondere für die Verwendung als Vorschaltgerät für Gasentladungslampen.

    [0002] Mit dem abfallosen Herstellen der E-förmigen Kernbleche und der I-förmigen Rückschlußbleche für Mantelkerne nach DIN 41300 Bl.2 ist bereits ein Stanzverfahren bekannt, bei dem zwei E-förmige Kernbleche mit den Schenkeln derart gegeneinander gekehrt sind, daß zwei I-förmige Rückschluß bleche durch Ausstanzen der zwischen den Schenkeln befindlichen Räume gebildet werden. Dieser Blechschnitt läßt sich zwar ohne Stanzabfall herstellen, jedoch ist nachteilig, daß der Luftspalt zwischen dem Mittelschenkel der E-förmigen Kernbleche und den I-förmigen Rückschlußblechen durch die Festlegung im Stanzwerkzeug eine bestimmte Größe hat. Es fehlt damit die Möglichkeit, die Luftspaltgröße zwecks Ausschaltung von Fertigungstoleranzen auf einen gewünschten Wert einzustellen. Somit ist es auch nicht möglich, mit diesem bekannten Stanzverfahren bei optimaler Ausnutzung des Wickelraumes den einer beliebigen Impedanz zugeordneten Luftspalt zu erzeugen. Selbst mit dem hohen Aufwand von mehreren verschiedenen Stanzwerkzeugen ließe sich nur eine grobe Abstufung erreichen. Außerdem führt das Ausstanzen des für jede Wicklung erforderlichen Luftspaltes zu einem zusätzlichen Fertigungsaufwand, der bei den hohen Lohnkosten nicht tragbar ist. Es wäre zwar möglich, Luftspalteinlagen zwischen den Enden der Außenschenkel des E-förmigen Kernblechs und den Enden des I-förmigen Rückschlußbleches anzuordnen. Das erfordert. jedoch nicht nur eine aufwendigere Montageanordnung für den Zusammenhalt der E- und I-Lamellen, sondern als Folge der äußeren Luftspalte entsteht auch ein magnetischer Streufluß, der zu störenden Brummgeräuschen führen kann.

    [0003] Aus der OE-PS 294 270 ist auch ein Blechschnitt für einen Mantelkern bekannt, der aus E-förmigen Kernblechen und I-förmigen Rückschlußblechen gebildet wird, wobei die I-förmigen Rückschlußbleche zwischen die Schenkel der E-förmigen Kernbleche passend eingeschoben werden. Hier wird angestrebt, einen Mantelkern ohne Rücksicht auf die Lamellenform mittels Gehäusemantel und Boden derart zu umschließen, daß keine magnetische Streuung auftritt, und die Lamellen fest gegeneinander zu pressen.

    [0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Herstellungsverfahren für die Lamellen derart zu gestalten, daß nicht nur das E-förmige Kernblech und das I-förmige Rückschlußblech abfallos oder abfallarm gestanzt werden, sondern die Lamellen im magnetischen Kreis derart angeordnet werden können, daß der Luftspalt nach Bedarf eingestellt werden kann.

    [0005] Diese Aufgabe wird gelöst, indem gemäß der Erfindung zwei Reihen E-förmiger Kernbleche mit den offenen Seiten gegenüber- und aneinanderliegend und derart versetzt zueinander ausgestanzt werden, daß die Enden der aneinanderliegenden Außenschenkel zweier benachbarter E-förmiger Kernbleche an dem Ende des Mittelschenkels des gegenüberliegenden, versetzten E-förmigen Kernbleches anliegen und aus den zwischen den Außenschenkeln und den Mittelschenkeln der gegenüberliegenden E-förmigen Kernbleche entstehenden freien Räumen die I-förmigen Rückschlußbleche ausgestanzt werden. Zur Bildung des magnetischen Kreises werden die I-förmigen Rückschlußbleche zwischen die Außenschenkel der E-förmigen Kernbleche passend eingeschoben. Am unteren und äußeren Teil der Außenschenkel der E-förmigen Kernbleche befinden sich Ausnehmungen, in die nach Beendigung der Paketierung der Lamellen in bekannter Weise eine Klemmschiene mit ihren umgebogenen Längsrändern eingreifen kann.

    [0006] Dadurch, daß bei dem erfindungsgemäßen Stanzverfahren die Außenkanten der Außenschenkel gegeneinander anliegen, können die beiden Ausnehmungen an ihnen mit einem einzigen Stempel ausgestanzt werden, womit auch eine stabilere Auslegung dieses Werkzeugteiles erzielt wird. Weiterhin wird mit dem Stanzverfahren der Vorteil erzielt, daß durch eine entsprechende Ausbildung des Stempels außer den beiden Ausnehmungen zusätzlich noch eine Ausnehmung im Mittelschenkel des E-förmigen Kernbleches, die zur Aufnahme einer Luftspalteinlage dient, ausgestanzt werden kann.

    [0007] Zum Herstellen E-förmiger Kernbleche und zweier zwischen deren Schenkel eingelegter L-förmiger Rückschlußbleche ist auch schon ein Verfahren bekannt, bei dem zwei Reihen.:E-förmiger Kernbleche mit den offenen Seiten gegenüber-und aneinanderliegend ausgestanzt werden (DE-OS 2 638 780). Bei diesem Verfahren übergreifen die Enden der aneinanderliegenden Außenschenkel von zwei benachbarten E-förmigen Kernblechen sich gegenseitig,und der zwischen den Außenschenkeln über dem Mittelschenkel eines E-förmigen Kernblechs freibleibende Raum wird von den beiden zu einem Rechteck zusammengelegten L-förmigen Rückschlußblechen ausgefüllt. Diese bekannte Gestaltung des E-förmigen Kernbleches und der L-förmigen Rückschlußbleche hat den Nachteil, daß das Blechpaket aus drei Teilen besteht und daher keine ausreichende Festigkeit aufweist, da die L-förmigen mittleren Teile umkippbar sind.

    [0008] Das Stanzverfahren gemäß der Erfindung kann vorteilhaft derart gestaltet werden, daß das I-förmige Rückschlußblech länger gemacht wird als der freie Raum zwischen den Außenschenkeln des E-förmigen Kernbleches. Damit wird erreicht, daß das Paket der I-förmigen Rückschlußbleche unter Spannung zwischen die Außenschenkel eingeschoben werden kann. Das gleiche Ziel kann auch durch Ausstanzen der Enden des I-förmigen Rückschlußbleches mit einer Abschrägung erreicht werden, jedoch mit dem zusätzlichen Vorteil, daß die Einführung des I-Paketes zwischen die Außenschenkel des E-Paketes erleichtert wird.

    [0009] In bestimmten Fällen kann es von Nutzen sein, den Raum für die Unterbringung der Wicklung zu vergrößern oder auch zu verkleinern. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Breite des I-förmigen Rückschlußbleches vergrößert oder verkleinert wird. Beim Ausstanzen wird damit eine größere oder kleinere Fensterhöhe zwischen den Außenschenkeln und dem Mittelschenkel des E-förmigen Kernbleches erreicht, ohne daß Abfall an Eisenmaterial entsteht. Das Stanzverfahren gemäß der Erfindung dient bevorzugt zum Herstellen einer flachen Bauform einer Drossel, wobei kein Abfall an Eisenmaterial auftritt. Es sind jedoch Fälle möglich, die eine höhere Bauform der Drossel erfordern, ohne die Breite zu verändern. Dies hat zur Folge, daß die Summe der Längen des Mittelschenkels und des Außenschenkels des E-förmigen Kernbleches bezogen auf den freien Raum zur Ausstanzung des I-förmigen Rückschlußbleches größer ist als die Länge des I-förmigen Rückschlußbleches, wodurch ein geringfügiger Abfall an Eisenmaterial entsteht.

    [0010] Ein wesentlicher Vorteil des Stanzverfahrens gemäß der Erfindung besteht auch darin, daß bei Bedarf eines Luftspaltes zwischen dem Mittelschenkel des E-förmigen Kernbleches und dem I-förmigen Rückschlußblech als Folge der Kürzung des Mittelschenkels sich der Außenschenkel um den Betrag des Luftspaltes verlängert, wodurch ohne zusätzliches Eisenmaterial ein vergrößerter Wickelraum gebildet wird.

    [0011] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele. Es zeigen:

    Figur 1 eine Drossel mit nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellten Kern- und Rückschlußblechen in einem schematischen Schnitt, Figur 2 die An- , ordnung der E-Kernbleche und der I-Rückschlußbleche dieser Drossel bei dem abfallosen Stanzverfahren gemäß der Erfindung, Figur 3 ein mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestelltes E-förmiges Kernblech und ein I-förmiges Rückschlußblech mit abgeschrägten Enden und Figur 4 die Anordnung der E-Kernbleche und der I-Rückschlußbleche bei dem abfallarmen Stanzverfahren gemäß der Erfindung. Die in Figur 1 dargestellte Drossel weist einen Eisenkern auf, der aus E-förmigen Kernblechen 1 und I-förmigen Rückschlußblechen 2 besteht. Die Mittelschenkel 3 der E-förmigen Kernbleche 1 sind von einer Spule 4 umfaßt, die nach dem Wickeln auf das Paket der E-Kernbleche 1 aufgeschoben ist. Zwischen dem I-förmigen Rückschlußblech 2 und dem Mittelschenkel 3 des E-förmigen Kernbleches 1 ist eine deformierbare Luftspalteinlage 4a angeordnet, die in eine Nut 5 hineinragt, die sich im Mittelschenkel 3 befindet. Mittels dieser Nut 5 ist verhindert, daß die Luftspalteinlage 4a bei der Montage außer Mitte gelangt, so daß zusätzliche Wirbelstromverluste nicht zustandekommen können. Nachdem das Paket der I-förmigen Rückschlußbleche 2 zwischen die Außenschenkel 6 des Paketes der E-förmigen Kernbleche 1 passend eingeschoben ist, wird anschließend eine Klemmschiene 7 aufgesetzt, die mit nach oben und innen umgebogenen Längsrändern 8 um die Enden der Außenschenkel 6 herumgreift und sich mit ihren Längsrändern 8 in Ausnehmungen 9 an den Außenschenkeln 6 hineinsetzt.

    Figur 2 läßt erkennen, wie die E-förmigen Kernbleche 1 und die I-förmigen Rückschlußbleche 2 für die Drossel nach Figur 1 abfalllos aus einem Blechstreifen gewonnen werden. Zur Erzielung des abfallosen Stanzens sind die E-förmigen Kernbleche 1 gegeneinander und auch derart versetzt angeordnet, daß je ein Ende 10 der Außenschenkel 6 zweier E-förmiger Kernbleche 1 am Ende des Mittelschenkels 3 des gegeneinander gekehrten E-förmigen Kernbleches 1 anliegt. Bei dieser versetzten Anordnung der gegeneinander weisenden E-förmigen Kernbleche 1 fallen durch Ausstanzen der zwischen den Außenschenkeln 6 und den Mittelschenkel 3 befindlichen Räume jeweils zwei I-förmige Rückschlußbleche 2 an. Weiterhin ist in Figur 2 dargestellt, daß die Ausnehmungen 9 an den Außenschenkeln 6 und die Nut 5 im Mittelschenkel 3, die zur Aufnahme einer Luftspalteinlage 4a dient, als Folge der versetzten Anordnung der E-förmigen Kernbleche 1 nur mit einem einzigen Stempel ausstanzbar sind.

    Gemäß Figur 3 weisen zum erleichterten Einführen und vergrößerten Verpressen der I-Pakete zwischen den Außenschenkeln 6 des E-Paketes die Enden der I-förmigen Rückschlußbleche 2 eine Abschrägung 11 auf, die naturgemäß als Abschrägung 12 an dem E-förmigen Kernblech 1 wiederkehrt, ohne hier jedoch praktisch von Bedeutung zu sein.

    Figur 4 zeigt die Anordnung des E-förmigen Kernbleches 1 und der I-förmigen Rückschlußbleche 2 beim abfallarmenStanzverfahren. Die Summe der Längen aus dem Mittelschenkel 3 und dem Außenschenkel 6 des E-förmigen Kernbleches 1 bezogen auf den freien Raum zum Ausstanzen des I-förmigen Rückschlußbleches ist größer als die Länge des I-förmigen Rückschlußbleches, wodurch der Abfall A an Eisenmaterial zustandekommt.




    Ansprüche

    1. Verfahren zum Herstellen E-förmiger Kernbleche und zwischen deren Außenschenkel passender I-förmiger Rückschlußbleche einer Drossel oder eines Transformators insbesondere für die Verwendung als Vorschaltgerät für Gasentladungslampen, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Reihen E-förmiger Kernbleche (1) mit den offenen Seiten gegenüber- und aneinanderliegend und derart versetzt zueinander ausgestanzt werden, daß die Enden (10) der aneinanderliegenden Außenschenkel (6) zweier benachbarter E-förmiger Kernbleche (1) an dem Ende des Mittelschenkels (3) des gegenüberliegenden, versetzten E-förmigen Kernblechs anliegen und aus den zwischen den Außenschenkeln (6) und den Mittelschenkeln (3) der gegenüberliegenden E-förmigen Kernbleche (1) entstehenden freien Räumen die I-förmigen Rückschlußbleche (2) ausgestanzt werden.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das I-förmige Rückschluß- , blech (2) beim Ausstanzen länger bemessen wird, als das Innenmaß zwischen den Außenschenkeln (6) des E-förmigen Kernblechs (1) ausmacht.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden des I-förmigen Rückschlußblechs (2) mit einer Abschrägung (11) ausgestanzt werden.
     
    4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Ausnehmungen (9) an den Außenschenkeln (6) der E-förmigen Kernbleche (1) für die Umklammerung mittels einer Klemmschiene (7) mit einem einzigen Stempel ausgestanzt werden.
     
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Nut (5) im Mittelschenkel (3) des E-förmigen Kernbleches (1) zur Aufnahme einer Luftspalteinlage (4a) zusammen mit den Ausnehmungen (9) für die Klemmschiene (7) mit einem einzigen Stempel ausgestanzt wird.
     
    6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das I-förmige Rückschlußblech (2) zur Anpassung an den erforderlichen Wickelraum jeweils mit einer entsprechenden Breite ausgestanzt wird.
     
    7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei Bedarf eines Luftspaltes im magnetischen Kreis die Länge des Mittelschenkels (3) des E-förmigen Kernbleches (1) um die Größe des Luftspaltes kürzer und die Außenschenkel (6) um die Größe des Luftspaltes länger ausgestanzt werden.
     
    8. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Summe der Längen des Mittelschenkels (3) und des Außenschenkels (6) des E-förmigen Kernbleches (1) bezogen auf den freien Raum zum Ausstanzen des I-förmigen Rückschlußbleches (2) größer ist als die Länge des letzteren.
     




    Zeichnung













    Recherchenbericht