[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen E-förmiger Kernbleche und zwischen
deren Außenschenkel passender I-förmiger Rückschlußbleche einer Drossel oder eines
Transformators insbesondere für die Verwendung als Vorschaltgerät für Gasentladungslampen.
[0002] Mit dem abfallosen Herstellen der E-förmigen Kernbleche und der I-förmigen Rückschlußbleche
für Mantelkerne nach DIN 41300 Bl.2 ist bereits ein Stanzverfahren bekannt, bei dem
zwei E-förmige Kernbleche mit den Schenkeln derart gegeneinander gekehrt sind, daß
zwei I-förmige Rückschluß bleche durch Ausstanzen der zwischen den Schenkeln befindlichen
Räume gebildet werden. Dieser Blechschnitt läßt sich zwar ohne Stanzabfall herstellen,
jedoch ist nachteilig, daß der Luftspalt zwischen dem Mittelschenkel der E-förmigen
Kernbleche und den I-förmigen Rückschlußblechen durch die Festlegung im Stanzwerkzeug
eine bestimmte Größe hat. Es fehlt damit die Möglichkeit, die Luftspaltgröße zwecks
Ausschaltung von Fertigungstoleranzen auf einen gewünschten Wert einzustellen. Somit
ist es auch nicht möglich, mit diesem bekannten Stanzverfahren bei optimaler Ausnutzung
des Wickelraumes den einer beliebigen Impedanz zugeordneten Luftspalt zu erzeugen.
Selbst mit dem hohen Aufwand von mehreren verschiedenen Stanzwerkzeugen ließe sich
nur eine grobe Abstufung erreichen. Außerdem führt das Ausstanzen des für jede Wicklung
erforderlichen Luftspaltes zu einem zusätzlichen Fertigungsaufwand, der bei den hohen
Lohnkosten nicht tragbar ist. Es wäre zwar möglich, Luftspalteinlagen zwischen den
Enden der Außenschenkel des E-förmigen Kernblechs und den Enden des I-förmigen Rückschlußbleches
anzuordnen. Das erfordert. jedoch nicht nur eine aufwendigere Montageanordnung für
den Zusammenhalt der E- und I-Lamellen, sondern als Folge der äußeren Luftspalte entsteht
auch ein magnetischer Streufluß, der zu störenden Brummgeräuschen führen kann.
[0003] Aus der OE-PS 294 270 ist auch ein Blechschnitt für einen Mantelkern bekannt, der
aus E-förmigen Kernblechen und I-förmigen Rückschlußblechen gebildet wird, wobei die
I-förmigen Rückschlußbleche zwischen die Schenkel der E-förmigen Kernbleche passend
eingeschoben werden. Hier wird angestrebt, einen Mantelkern ohne Rücksicht auf die
Lamellenform mittels Gehäusemantel und Boden derart zu umschließen, daß keine magnetische
Streuung auftritt, und die Lamellen fest gegeneinander zu pressen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Herstellungsverfahren für die Lamellen
derart zu gestalten, daß nicht nur das E-förmige Kernblech und das I-förmige Rückschlußblech
abfallos oder abfallarm gestanzt werden, sondern die Lamellen im magnetischen Kreis
derart angeordnet werden können, daß der Luftspalt nach Bedarf eingestellt werden
kann.
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst, indem gemäß der Erfindung zwei Reihen E-förmiger Kernbleche
mit den offenen Seiten gegenüber- und aneinanderliegend und derart versetzt zueinander
ausgestanzt werden, daß die Enden der aneinanderliegenden Außenschenkel zweier benachbarter
E-förmiger Kernbleche an dem Ende des Mittelschenkels des gegenüberliegenden, versetzten
E-förmigen Kernbleches anliegen und aus den zwischen den Außenschenkeln und den Mittelschenkeln
der gegenüberliegenden E-förmigen Kernbleche entstehenden freien Räumen die I-förmigen
Rückschlußbleche ausgestanzt werden. Zur Bildung des magnetischen Kreises werden die
I-förmigen Rückschlußbleche zwischen die Außenschenkel der E-förmigen Kernbleche passend
eingeschoben. Am unteren und äußeren Teil der Außenschenkel der E-förmigen Kernbleche
befinden sich Ausnehmungen, in die nach Beendigung der Paketierung der Lamellen in
bekannter Weise eine Klemmschiene mit ihren umgebogenen Längsrändern eingreifen kann.
[0006] Dadurch, daß bei dem erfindungsgemäßen Stanzverfahren die Außenkanten der Außenschenkel
gegeneinander anliegen, können die beiden Ausnehmungen an ihnen mit einem einzigen
Stempel ausgestanzt werden, womit auch eine stabilere Auslegung dieses Werkzeugteiles
erzielt wird. Weiterhin wird mit dem Stanzverfahren der Vorteil erzielt, daß durch
eine entsprechende Ausbildung des Stempels außer den beiden Ausnehmungen zusätzlich
noch eine Ausnehmung im Mittelschenkel des E-förmigen Kernbleches, die zur Aufnahme
einer Luftspalteinlage dient, ausgestanzt werden kann.
[0007] Zum Herstellen E-förmiger Kernbleche und zweier zwischen deren Schenkel eingelegter
L-förmiger Rückschlußbleche ist auch schon ein Verfahren bekannt, bei dem zwei Reihen.:E-förmiger
Kernbleche mit den offenen Seiten gegenüber-und aneinanderliegend ausgestanzt werden
(DE-OS 2 638 780). Bei diesem Verfahren übergreifen die Enden der aneinanderliegenden
Außenschenkel von zwei benachbarten E-förmigen Kernblechen sich gegenseitig,und der
zwischen den Außenschenkeln über dem Mittelschenkel eines E-förmigen Kernblechs freibleibende
Raum wird von den beiden zu einem Rechteck zusammengelegten L-förmigen Rückschlußblechen
ausgefüllt. Diese bekannte Gestaltung des E-förmigen Kernbleches und der L-förmigen
Rückschlußbleche hat den Nachteil, daß das Blechpaket aus drei Teilen besteht und
daher keine ausreichende Festigkeit aufweist, da die L-förmigen mittleren Teile umkippbar
sind.
[0008] Das Stanzverfahren gemäß der Erfindung kann vorteilhaft derart gestaltet werden,
daß das I-förmige Rückschlußblech länger gemacht wird als der freie Raum zwischen
den Außenschenkeln des E-förmigen Kernbleches. Damit wird erreicht, daß das Paket
der I-förmigen Rückschlußbleche unter Spannung zwischen die Außenschenkel eingeschoben
werden kann. Das gleiche Ziel kann auch durch Ausstanzen der Enden des I-förmigen
Rückschlußbleches mit einer Abschrägung erreicht werden, jedoch mit dem zusätzlichen
Vorteil, daß die Einführung des I-Paketes zwischen die Außenschenkel des E-Paketes
erleichtert wird.
[0009] In bestimmten Fällen kann es von Nutzen sein, den Raum für die Unterbringung der
Wicklung zu vergrößern oder auch zu verkleinern. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß die Breite des I-förmigen Rückschlußbleches vergrößert oder verkleinert
wird. Beim Ausstanzen wird damit eine größere oder kleinere Fensterhöhe zwischen den
Außenschenkeln und dem Mittelschenkel des E-förmigen Kernbleches erreicht, ohne daß
Abfall an Eisenmaterial entsteht. Das Stanzverfahren gemäß der Erfindung dient bevorzugt
zum Herstellen einer flachen Bauform einer Drossel, wobei kein Abfall an Eisenmaterial
auftritt. Es sind jedoch Fälle möglich, die eine höhere Bauform der Drossel erfordern,
ohne die Breite zu verändern. Dies hat zur Folge, daß die Summe der Längen des Mittelschenkels
und des Außenschenkels des E-förmigen Kernbleches bezogen auf den freien Raum zur
Ausstanzung des I-förmigen Rückschlußbleches größer ist als die Länge des I-förmigen
Rückschlußbleches, wodurch ein geringfügiger Abfall an Eisenmaterial entsteht.
[0010] Ein wesentlicher Vorteil des Stanzverfahrens gemäß der Erfindung besteht auch darin,
daß bei Bedarf eines Luftspaltes zwischen dem Mittelschenkel des E-förmigen Kernbleches
und dem I-förmigen Rückschlußblech als Folge der Kürzung des Mittelschenkels sich
der Außenschenkel um den Betrag des Luftspaltes verlängert, wodurch ohne zusätzliches
Eisenmaterial ein vergrößerter Wickelraum gebildet wird.
[0011] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
einiger Ausführungsbeispiele. Es zeigen:
Figur 1 eine Drossel mit nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellten Kern-
und Rückschlußblechen in einem schematischen Schnitt, Figur 2 die An- , ordnung der
E-Kernbleche und der I-Rückschlußbleche dieser Drossel bei dem abfallosen Stanzverfahren
gemäß der Erfindung, Figur 3 ein mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestelltes
E-förmiges Kernblech und ein I-förmiges Rückschlußblech mit abgeschrägten Enden und
Figur 4 die Anordnung der E-Kernbleche und der I-Rückschlußbleche bei dem abfallarmen
Stanzverfahren gemäß der Erfindung. Die in Figur 1 dargestellte Drossel weist einen
Eisenkern auf, der aus E-förmigen Kernblechen 1 und I-förmigen Rückschlußblechen 2
besteht. Die Mittelschenkel 3 der E-förmigen Kernbleche 1 sind von einer Spule 4 umfaßt,
die nach dem Wickeln auf das Paket der E-Kernbleche 1 aufgeschoben ist. Zwischen dem
I-förmigen Rückschlußblech 2 und dem Mittelschenkel 3 des E-förmigen Kernbleches 1
ist eine deformierbare Luftspalteinlage 4a angeordnet, die in eine Nut 5 hineinragt,
die sich im Mittelschenkel 3 befindet. Mittels dieser Nut 5 ist verhindert, daß die
Luftspalteinlage 4a bei der Montage außer Mitte gelangt, so daß zusätzliche Wirbelstromverluste
nicht zustandekommen können. Nachdem das Paket der I-förmigen Rückschlußbleche 2 zwischen
die Außenschenkel 6 des Paketes der E-förmigen Kernbleche 1 passend eingeschoben ist,
wird anschließend eine Klemmschiene 7 aufgesetzt, die mit nach oben und innen umgebogenen
Längsrändern 8 um die Enden der Außenschenkel 6 herumgreift und sich mit ihren Längsrändern
8 in Ausnehmungen 9 an den Außenschenkeln 6 hineinsetzt.
Figur 2 läßt erkennen, wie die E-förmigen Kernbleche 1 und die I-förmigen Rückschlußbleche
2 für die Drossel nach Figur 1 abfalllos aus einem Blechstreifen gewonnen werden.
Zur Erzielung des abfallosen Stanzens sind die E-förmigen Kernbleche 1 gegeneinander
und auch derart versetzt angeordnet, daß je ein Ende 10 der Außenschenkel 6 zweier
E-förmiger Kernbleche 1 am Ende des Mittelschenkels 3 des gegeneinander gekehrten
E-förmigen Kernbleches 1 anliegt. Bei dieser versetzten Anordnung der gegeneinander
weisenden E-förmigen Kernbleche 1 fallen durch Ausstanzen der zwischen den Außenschenkeln
6 und den Mittelschenkel 3 befindlichen Räume jeweils zwei I-förmige Rückschlußbleche
2 an. Weiterhin ist in Figur 2 dargestellt, daß die Ausnehmungen 9 an den Außenschenkeln
6 und die Nut 5 im Mittelschenkel 3, die zur Aufnahme einer Luftspalteinlage 4a dient,
als Folge der versetzten Anordnung der E-förmigen Kernbleche 1 nur mit einem einzigen
Stempel ausstanzbar sind.
Gemäß Figur 3 weisen zum erleichterten Einführen und vergrößerten Verpressen der I-Pakete
zwischen den Außenschenkeln 6 des E-Paketes die Enden der I-förmigen Rückschlußbleche
2 eine Abschrägung 11 auf, die naturgemäß als Abschrägung 12 an dem E-förmigen Kernblech
1 wiederkehrt, ohne hier jedoch praktisch von Bedeutung zu sein.
Figur 4 zeigt die Anordnung des E-förmigen Kernbleches 1 und der I-förmigen Rückschlußbleche
2 beim abfallarmenStanzverfahren. Die Summe der Längen aus dem Mittelschenkel 3 und
dem Außenschenkel 6 des E-förmigen Kernbleches 1 bezogen auf den freien Raum zum Ausstanzen
des I-förmigen Rückschlußbleches ist größer als die Länge des I-förmigen Rückschlußbleches,
wodurch der Abfall A an Eisenmaterial zustandekommt.
1. Verfahren zum Herstellen E-förmiger Kernbleche und zwischen deren Außenschenkel
passender I-förmiger Rückschlußbleche einer Drossel oder eines Transformators insbesondere
für die Verwendung als Vorschaltgerät für Gasentladungslampen, dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Reihen E-förmiger Kernbleche (1) mit den offenen Seiten gegenüber- und aneinanderliegend
und derart versetzt zueinander ausgestanzt werden, daß die Enden (10) der aneinanderliegenden
Außenschenkel (6) zweier benachbarter E-förmiger Kernbleche (1) an dem Ende des Mittelschenkels
(3) des gegenüberliegenden, versetzten E-förmigen Kernblechs anliegen und aus den
zwischen den Außenschenkeln (6) und den Mittelschenkeln (3) der gegenüberliegenden
E-förmigen Kernbleche (1) entstehenden freien Räumen die I-förmigen Rückschlußbleche
(2) ausgestanzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das I-förmige Rückschluß-
, blech (2) beim Ausstanzen länger bemessen wird, als das Innenmaß zwischen den Außenschenkeln
(6) des E-förmigen Kernblechs (1) ausmacht.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden des I-förmigen
Rückschlußblechs (2) mit einer Abschrägung (11) ausgestanzt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Ausnehmungen (9) an
den Außenschenkeln (6) der E-förmigen Kernbleche (1) für die Umklammerung mittels
einer Klemmschiene (7) mit einem einzigen Stempel ausgestanzt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Nut (5) im Mittelschenkel
(3) des E-förmigen Kernbleches (1) zur Aufnahme einer Luftspalteinlage (4a) zusammen
mit den Ausnehmungen (9) für die Klemmschiene (7) mit einem einzigen Stempel ausgestanzt
wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das I-förmige Rückschlußblech
(2) zur Anpassung an den erforderlichen Wickelraum jeweils mit einer entsprechenden
Breite ausgestanzt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei Bedarf eines
Luftspaltes im magnetischen Kreis die Länge des Mittelschenkels (3) des E-förmigen
Kernbleches (1) um die Größe des Luftspaltes kürzer und die Außenschenkel (6) um die
Größe des Luftspaltes länger ausgestanzt werden.
8. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Summe
der Längen des Mittelschenkels (3) und des Außenschenkels (6) des E-förmigen Kernbleches
(1) bezogen auf den freien Raum zum Ausstanzen des I-förmigen Rückschlußbleches (2)
größer ist als die Länge des letzteren.