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<ep-patent-document id="EP80104820B1" file="EP80104820NWB1.xml" lang="de" country="EP" doc-number="0024349" kind="B1" date-publ="19821215" status="n" dtd-version="ep-patent-document-v1-1">
<SDOBI lang="de"><B000><eptags><B001EP>AT..CHDE....FRGB..ITLI....SE......................</B001EP><B005EP>J</B005EP><B007EP>DIM360   - Ver 2.5 (21 Aug 1997)
 2100000/0</B007EP></eptags></B000><B100><B110>0024349</B110><B120><B121>EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT</B121></B120><B130>B1</B130><B140><date>19821215</date></B140><B190>EP</B190></B100><B200><B210>80104820.8</B210><B220><date>19800814</date></B220><B240></B240><B250>de</B250><B251EP>de</B251EP><B260>de</B260></B200><B300><B310>2933338</B310><B320><date>19790817</date></B320><B330><ctry>DE</ctry></B330></B300><B400><B405><date>19821215</date><bnum>198250</bnum></B405><B430><date>19810304</date><bnum>198109</bnum></B430><B450><date>19821215</date><bnum>198250</bnum></B450><B451EP><date>19820510</date></B451EP></B400><B500><B510><B516>3</B516><B511> 3H 01H   1/02   A</B511><B512> 3H 01H  11/04   B</B512><B512> 3C 22C   1/04   B</B512><B512> 3C 22C   5/06   B</B512><B512> 3C 22C  32/00   B</B512></B510><B540><B541>de</B541><B542>Werkstoff für elektrische Kontakte und Verfahren zu seiner Herstellung</B542><B541>en</B541><B542>Material for electric contacts and process for its manufacture</B542><B541>fr</B541><B542>Matériau pour contacts électriques et procédé pour sa fabrication</B542></B540><B560></B560></B500><B700><B710><B711><snm>Degussa Aktiengesellschaft</snm><iid>00204100</iid><irf>79 187 EM</irf><adr><str>Weissfrauenstrasse 9</str><city>60311 Frankfurt</city><ctry>DE</ctry></adr></B711></B710><B720><B721><snm>Böhm, Wolfgang, Dr.</snm><adr><str>Schillerstrasse 12</str><city>D-8757 Alzenau</city><ctry>DE</ctry></adr></B721></B720></B700><B800><B840><ctry>AT</ctry><ctry>CH</ctry><ctry>DE</ctry><ctry>FR</ctry><ctry>GB</ctry><ctry>IT</ctry><ctry>LI</ctry><ctry>SE</ctry></B840><B880><date>19810304</date><bnum>198109</bnum></B880></B800></SDOBI><!-- EPO <DP n="1"> --><!-- EPO <DP n="2"> -->
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<p id="p0001" num="0001">Die Erfindung betrifft einen Werkstoff für elektrische Kontakte aus Silber, Zinnoxid und einem weiteren Metalloxid und Verfahren zu seiner Herstellung.</p>
<p id="p0002" num="0002">Für die Herstellung von elektrischen Kontaktstücken hat sich für eine Vielzahl von Anwendungsfällen Ag/CdO bisher am besten bewährt. Aufgrund der Umweltbelastung durch CdO wird jedoch verstärkt versucht, CdO durch ein anderes Metalloxid zu ersetzen. Bei diesen Untersuchungen zeigte es sich, Daß Sn0<sub>2</sub> ein geeigneter Ersatz für CdO ist. Aufgrund der höheren thermischen Stabilität von Sn0<sub>2</sub> gegenüber CdO ergibt sich zudem eine deutlich verminderte Abbrandrate, die zur längeren Lebensdauer im Schaltgerät führt. Ein sehr wesentlicher Nachteil von Ag/Sn0<sub>2</sub> besteht jedoch darin, daß der Übergangswiderstand am Kontakt nach einigen tausend Schaltungen durch Deckschichtbildung zu hoch wird. Dies führt dann in der Regel zu erhöhten Temperaturen im Schaltgerät, die zur Zerstörung des Gerätes führen können und somit unzulässig sind.</p>
<p id="p0003" num="0003">Ein weiterer Nachteil dieser Ag/Sn0<sub>2</sub>-Werkstoffe gegenüber Ag/CdO besteht in der geringeren Sicherheit gegen Verschweissen. Die Kräfte, die zum Zerreissen der Schweissbrücke erforderlich sind, sind teilweise doppelt so hoch wie die bei Ag/CdO-Kontakten. Damit besteht die Gefahr von Schaltstörungen bei Einsatz von Ag/Sn0<sub>2</sub>,</p>
<p id="p0004" num="0004">Es ist daher versucht worden, durch den Zusatz weiterer Metalloxide zu Ag/Sn0<sub>2</sub> die Verschweißsicherheit zu erhöhen, wobei beispielsweise Wismutoxid (DE-A1-2754335) oder Indiumoxid (DE-A1-24 28147) verwendet werden. Diese Zusätze verbessern zwar die Verschweißsicherheit, bedingen jedoch eine erhöhte Temperatur am Kontakt und am Schaltgerät, was die Lebensdauer der Geräte beeinträchtigt.</p>
<p id="p0005" num="0005">In der DE-B-11 90 677 werden Werkstoffe für elektrische Kontakte beschrieben, die neben Silber noch zwingend 0,8 bis 6 % Silberhalogenid enthalten müssen und 1 bis 4,5 % Oxid aus der Gruppe des Kupfers, Chroms, Zinns, Cadmiums, Eisens, Rutheniums, Nickels, Mangans, Molybdäns, Kobalts, Wolframs, Urans, Rhodiums und Palladiums enthalten können. Solche halogenidhaltigen Kontaktwerkstoffe haben sich in der Praxis nicht bewährt.</p>
<p id="p0006" num="0006">In der DE-B2-1719 444 werden elektrischen Kontaktwerkstoffen auf der Basis von Silber und Kupfer auch Karbide, Nitride, Boride und/oder Oxide des Kadmiums, Kupfers, Mangans, Tantals, Zirkoniums, Titans, Molybdäns, Wolframs, Aluminiums und Magnesiums zugesetzt, wobei als weitere Komponente noch Zinnoxid, Zinkoxid, Kupferoxid oder Kobaltoxid zugegen ist. An speziellen Werkstoffkombinationen werden nur AgCdO, AgSn0<sub>2</sub>, AgZnO und AgZnO mit Hartstoffzusatz, wie Zirkoniumdiborid, Tantalkarbid, Wolframkarbid u.ä., erwähnt. Auch diese Kontaktwerkstoffe haben sich in der Praxis nicht bewährt.</p>
<p id="p0007" num="0007">Aufgabe der Erfindung war es nun, einen Werkstoff für elektrische Kontakte aus Silber, Zinnoxid und einem weiteren Metalloxid und ein Verfahren zu seiner Herstellung zu schaffen, der eine hohe Lebensdauer besitzt, eine geringe Verschweißneigung und keine erhöhten Temperaturen beim Schalten zeigt.</p>
<p id="p0008" num="0008">Diese Aufgabe wurde erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Werkstoff 8-20 Gew.-% Zinnoxid, 0,05-5 Gew.-% Wolframoxid, Rest Silber enthält. Mit diesem Werkstoff tritt überraschenderweise eine starke Reduzierung der Übertemperatur ein, so daß die gleichen, teilweise sogar niedrigere Temperaturen im Schaltgerät als bei Ag/CdO gefunden werden. Auch die Verschweißkräfte von Ag/Sn0<sub>2</sub> können überraschenderweise durch den Zusatz von Wolframoxid wesentlich vermindert werden.</p>
<p id="p0009" num="0009">Besonders bewährt hat sich ein Werkstoff, der aus 10-15 Gew.-% Zinnoxid, 0,2-1,5 Gew.-% Wolframoxid, Rest Silber besteht. Erstaunlicherweise werden schon durch sehr geringe Wolframoxidgehalte deutliche Verbesserungen hinsichtlich der Übertemperatur und Verschweißkraft erzielt. Besonders gute Ergebnisse erhält man, wenn das Sn0<sub>2</sub> gleichmäßig ohne Agglomerate eingebracht wird, mit einer Primärkorngröße von &lt; 5 µm.</p>
<p id="p0010" num="0010">Diese feine Verteilung der Metalloxidkomponenten kann erreicht werden durch Nachsieben des Sn0<sub>2</sub> vor dem Mischen, oder besonders vorteilhaft durch Mischen und Kneten der Silber-, Zinnoxid- und Wolframoxidpulver in feuchtem Zustand. Durch das Naßsieben werden Sekundäragglomerate des Sn0<sub>2</sub> vor dem Mischen entfernt. Bei der Herstellung über Mischen und Kneten im feuchten Zustand werden durch die auftretenden hohen Scherkräfte Sekundäragglomerate zerstört, und damit wird eine gleichmäßige und feinkörnige Verteilung der Komponente bewirkt.</p>
<p id="p0011" num="0011">Es ist für das Schaltverfahren unerheblich, ob Zinnoxid und Wolframoxid durch vorherige Wärmebehandlung zu einem Mischoxid reagieren oder örtlich getrennt im Kontaktwerkstoff vorliegen.</p>
<p id="p0012" num="0012">Die wesentlichen Verbesserungen im Schaltverhalten, die mit dem erfindungsgemäßen Werkstoff gegenüber Ag/CdO und Ag/Sn0<sub>2</sub> erreicht wurden, verdeutlicht die folgende Tabelle anhand von Beispielen. Hierzu wurde ein Schaltgerät 3 TB 54 der Firma Siemens verwendet. Die erfindungsgemäßen Werkstoffe wurden pulvermetallurgisch nach Naßkneten mit folgendem Strangpressen hergestellt.</p>
<heading id="h0001">(Siehe die Tabelle, Seite 3)</heading><!-- EPO <DP n="3"> -->
<p id="p0013" num="0013">
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<claims id="claims01" lang="de">
<claim id="c-de-01-0001" num="">
<claim-text>1. Werkstoff für elektrische Kontakte aus Silber, Zinnoxid und einem weiteren Metalloxid, dadurch gekennzeichnet,.daß er 8-20 Gew.-% Zinnoxid, 0,05-5 Gew.-% Wolframoxid, Rest Silber enthält.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0002" num="">
<claim-text>2. Werkstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er 10-15 Gew.-% Zinnoxid und 0,2-1,5 Gew.-% Wolframoxid enthält.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0003" num="">
<claim-text>3. Verfahren zur Herstellung von Werkstoffen für elektrische Kontakte nach den Ansprüchen 1-2 durch Sintern eines pulverförmigen Gemisches der Komponenten, dadurch gekennzeichnet, daß das Pulvergemisch vor dem Sintern in feuchtem Zustand geknetet wird.</claim-text></claim>
</claims>
<claims id="claims02" lang="en">
<claim id="c-en-01-0001" num="">
<claim-text>1. A material for electrical contacts of silver, tin oxide and another metal oxide, characterised in that it contains from 8 to 20 % by weight of tin oxide, from 0.05 to 5 % by weight of tungsten oxide, remainder silver.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0002" num="">
<claim-text>2. A material as claimed in Claim 1, characterised in that it contains from 10 to 15 % by weight of tin oxide and from 0.2 to 1.5 % by weight of tungsten oxide.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0003" num="">
<claim-text>3. A process for producing the material for electrical contacts claimed in Claims 1 and 2 by sintering a powder-form mixture of the components, characterised in that the powder mixture is kneaded in moist form before sintering.</claim-text></claim>
</claims>
<claims id="claims03" lang="fr">
<claim id="c-fr-01-0001" num="">
<claim-text>1. Matériau pour contacts électriques en argent, oxyde d'étain et un autre oxyde métallique, caractérisé en ce qu'il contient 8 à 20 % en poids d'oxyde d'étain, 0,05 à 5% en poids d'oxyde de tungstène, le reste étant de l'argent.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0002" num="">
<claim-text>2. Matériau selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il contient 10 à 15 % en poids d'oxyde de tungstène.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0003" num="">
<claim-text>3. Procédé pour la fabrication de matériaux pour contacts électriques selon les revendications 1 et 2, par frittage d'un mélange pulvérulent des constituants, caractérisé en ce que le mélange de poudre est trituré, avant le frittage, à l'état humide.</claim-text></claim>
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