[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Halten von Paneelen beim Befestigen an
einer aus Querlatten bestehenden Tragkonstruktion.
[0002] Gerade bei der Verkleidung von Decken oder Wänden mit schmalen Paneelen bereitet
das Befestigen an der fest an der Dekke bzw. Wand angebrachten und aus Querlatten
bestehenden Tragkonstruktion erhebliche Schwierigkeiten, die den Einsatz von zwei
Arbeitern erforderlich machen. Es ist daher nicht verwunderlich, daß schon Versuche
unternommen worden sind, Hilfsgeräte zu schaffen, die es einer einzigen Person ermöglichen,
Paneele an einer an der Decke angebrachten Tragkonstruktion zu befestigen.
[0003] Wie das DE-GM 74 05 892 zeigt, sind zu diesem Zweck schon höhenverstellbare Stützen
geschaffen worden, die das Paneel oder eine Platte tragen können. Die Stützen werden
so eingestellt, daß das Paneel bzw. die Platte in der Befestigungsstellung an der
Tragkonstruktion gehalten ist.
[0004] Eine derartige Vorrichtung erfordert mindestens zwei Stützen, die dauernd verstellt
werden müssen. Es ist mit derartigen Stützen wohl möglich, daß ein einziger Arbeiter
die Paneele mit der Tragkonstruktion verbinden kann. Dazu muß er aber vor jedem Befestigungsvorgang
für ein Paneel umfangreiche und zeitraubende Rüstarbeiten vornehmen, so daß der Vorteil
der Einsparung eines zweiten Arbeiters zum überwiegenden Teil durch die längere Arbeitszeit
des einzigen Arbeiters wieder verloren geht. Außerdem ist diese Vorrichtung nicht
geeignet, wenn die Paneele an einer vertikalen Wand befestigt werden müssen.
[0005] Aus der DE-OS 16 59 475 ist auch schon eine Vorrichtung bekannt, mit der ein einziger
Arbeiter eine Bauplatte an einer an einer Decke abgehängten Tragkonstruktion befestigen
kann. Diese Vorrichtung besteht aus zwei Halteschienen, die parallel zueinander verlaufen
und als Führung für das Eintreibgerät mit den Befestigungsmitteln dient. Diese Halteschienen
erstrecken sich über die Breite der Bauplatte und sind an beiden Enden mit zangenartigen
Haltern verbunden. Mit diesen Haltern, die die Schienen der Tragkonstruktion umgreifen
können, werden die Halteschienen an einer Schiene der Tragkonstruktion aufgehängt.
[0006] Diese bekannte Vorrichtung ist aber zum Halten von schmalen Paneelen an einer direkt
an der Decke oder Wand befestigten Tragkonstruktion nicht geeignet, da die Schienen
der Tragkonstruktion nicht mehr umgriffen werden können und da bei einer Verkleidung
aus schmalen Paneelen stets nur eine Kante des Paneels für die Haltevorrichtung zugänglich
bleibt. Außerdem ist diese bekannte Haltevorrichtung durch ihre Größe sehr unhandlich,
was das Arbeiten mit dieser Vorrichtung nicht gerade erleichtert.
[0007] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art zu schaffen,
die sehr klein und handlich ist und die es auf einfache Art ermöglicht, ein Paneel
so in der Befestigungsstellung an einer an der Decke bzw. Wand direkt aufgebrachten,
als Querlattung ausgebildeten Tragkonstruktion zu halten, daß ein einziger Arbeiter
sehr schnell die einzelnen Paneele mit der Tragkonstruktion verbinden kann.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Vorrichtung als Zangenzwinge
mit zwei drehbar miteinander verbundenen Zangenteilen ausgebildet ist, die mittels
einer Druckfeder in Schließstellung gehalten sind, daß die Zangenteile in der Schließstellung
entsprechend dem Querschnitt der Querlatten ein rechteckförmiges Zangenmaul bilden
und daß zumindest an einem Zangenteil ein parallel zur Drehachse der Zangenteile verlaufender
Aufleger für ein Paneel zumindest nach einer Seite der Zangenzwinge absteht, dessen
Abstand zum Zangenmaul veränderbar ist. Diese Zangenzwinge ist ein leichtes handliches
Hilfsgerät, das schnell an der als Querlattung ausgebildeten Tragkonstruktion festgeklemmt
werden kann. Der Aufleger steht dabei sofort in der richtigen Stellung zur Tragkonstruktion.
Der Arbeiter hält das neu zu befestigende Paneel an die bereits verlegte Verkleidung
und nimmt eine Zangenzwinge gemäß der Erfindung, um das in die Befestigungsstellung
gebrachte Paneel zu halten. Bei längeren Paneelen kann der Arbeiter auch leicht zwei
oder mehr Zangenzwinsen dieser Art zum Halten verwenden. Durch die Ausbildung des
Zangenmauls wird dabei eine verdrehsichere und kippsichere Festlegung der Zangenzwin
ge an der Querlatte der Tragkonstruktion erreicht. Der Aufleger untergreift daher das
gehaltene Paneel stets voll.
[0009] Da die Querlatten meist aus Holz bestehen, und satt an der Decke bzw. Wand aufliegen,
sieht eine vorteilhafte Ausgestaltung vor, daß die Tiefe des Zangenmauls kleiner ist
als die Stärke der Querlatten und daß die Enden des Zangenmauls als im Querschnitt
dreieckförmige Krallen auslaufen. Die Zangenzwinge nimmt dann zur Unterseite der Tragkonstruktion,
d.h. zur Befestigungsfläche, stets eine definierte Stellung ein. Dabei kann der Halt
der Zangenzwinge an der Holz-Querlatte dadurch noch verbessert werden, daß die Krallen
gezähnt sind. Die Zähne der Krallen dringen leichter in das Holz ein.
[0010] Wichtig ist noch, daß die Zangenteile gerade im Bereich des Zangenmauls eine ausreichende
Breite aufweisen. Dies läßt sich nach einer Ausgestaltung dadurch erreichen, daß die
Zangenteile als im Querschnitt U-förmige Stanz- und Biegeteile ausgebildet sind, die
mittels eines Gelenkbolzens drehbar miteinander verbunden und mittels ihrer Seitenwände
im Bereich dieses Gelenkbolzens ineinander verschachtelt sind. Die Stegteile der im
Querschnitt U-förmigen Zangenteile bestimmen dann die Breite mit der die Zangenteile
die Querlatte fassen.
[0011] Für die Festlegung der Druckfeder an den Zangenteilen ist nach einer Ausgestaltung
vorgesehen, daß die Druckfeder auf Führungsbolzen gehalten ist, die dem Zangenmaul
abgekehrt unterhalb des Gelenkbolzens in den Querstegen der U-förmigen Zangenteile
festgelegt sind.
[0012] Eine Veränderung des Abstandes zwischen Aufleger und Zangenmaul wird nach einer besonders
einfachen Ausgestaltung dadurch ermöglicht, daß der stabförmige runde Aufleger eine
exzentrische Bohrung für einen Lagerbolzen aufweist, daß der Lagerbolzen einen im
Durchmesser abgesetzten Endabschnitt aufweist, der in Bohrungen der Seitenwände eines
Zangenteiles eingeführt und mittels einer Schraube mit Kopf darin festgehalten ist,
welche in ein stirnseitiges Gewindeloch des Endabschnittes einschraubbar ist, daß
auf den Endabschnitt des Lagerbolzens eine Lagerhülse frei drehbar aufgeschoben ist
und daß der Aufleger mittels einer in ein Gewindeloch des Lagerbolzens einschraubbaren
Schraube mit Kopf in der eingestellten Drehstellung auf dem Lagerbolzen festlegbar
ist. Dabei ist vorgesehen, daß sich die Köpfe der Schrauben über Unterlegscheiben
an der Seitenwand des Zangenteiles bzw. des Lagerbolzens und des Auflegers abstützen.
[0013] Die Schließstellung der Zangenzwinge wird nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung
dadurch definiert, daß der Lagerbolzen in dem Zangenteil festgelegt ist, dessen Seitenwände
im Bereich des Gelenkbolzens die Seitenwände des anderen Zangenteiles auf den Außenseiten
teilweise umgreifen und daß die Lagerhülse durch Anschlag an den Seitenwänden dieses
anderen Zangenteils die Schließstellung der Zangenzwinge bestimmt.
[0014] Die Erfindung wird anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine Ansicht der zangenartigen Vorrichtung nach der Erfindung, die die gelenkig
miteinander verbundenen und das besonders gestaltete Zangenmaul erkennen läßt und
Figur 2 eine Seitenansicht, die den im Abstand zum Zangenmaul einstellbaren Aufleger
erkennen läßt.
[0015] Die Vorrichtung nach der Erfindung ist als Zangenzwinge 10 mit den beiden Zangenteilen
11 und 12 ausgebildet. Die Zangenteile 11 und 12 sind im Querschnitt U-förmig und
als entsprechende Stanz- und Biegeteile hergestellt.
[0016] Die Seitenwände des Zangenteils 12 umgreifen die Seitenwände des Zangenteils 11 auf
den Außenseiten und zwar im Bereich des Gelenkbolzens 13, der daher leicht durch fluchtende
Bohrungen in den Seitenwänden beider Zangenteile 11 und 12 eingeführt werden kann.
Der Kopf 20 und das vernietete Ende 21 des Gelenkbolzens 13 halten den Gelenkbolzen
13 unverlierbar fest. Unterhalb dieser Drehachse der beiden Zangenteile 11 und 12
sind in den Stegteilen der Zangenteile 11 und 12 die Führungsbolzen 14 und 15 festgelegt,
z.B. über einen im Durchmesser reduzierten Befestigungsschnitt in Bohrungen der Zangenteile
11 und 12 vernietet. Auf diesen Führungsbolzen 14 und 15 ist die Druckfeder 16 gehalten,
die die Zangenteile 11 und 12 auseinanderspreizt und in der gezeigten Schließstellung
hält.
[0017] Die Zangenteile 11 und 12 bilden über der Drehachse ein rechteckförmiges Zangenmaul
17, das an den Querschnitt der Querlatten angepaßt ist. Die Enden der Zangenteile
11 und 12 laufen in Krallen 18 und 19 aus, die im Querschnitt dreieckförmig sind und
gezähnt sein können. Diese Krallen 18 und 19 dringen unter der Spannung der Druckfeder
16 in das Holz der Querlatten ein. Die Tiefe des Zangenmauls 17 ist kleiner als die
Stärke der Querlatten, so daß die Zangenzwinge 10 stets in eindeutiger Stellung an
der Tragkonstruktion festgeklemmt werden kann.
[0018] In den Seitenwänden des Zan
genteils 12 ist im Bereich der Gelenkstelle ein Lagerbolzen 22 gelagert und zwar über
den im Durchmesser reduzierten Endabschnitt 24. Dieser Endabschnitt 24 weist stirnseitig
ein nicht dargestelltes Gewindeloch auf, in die die Schraube 31 mit Kopf eingeschraubt
ist. Der Kopf der Schraube 31 stützt sich dabei über die Unterlegscheibe 30 an der
Seitenwand des Zangenteils 12 ab und hält so den Lagerbolzen 22 an der Zangenzwinge
10 fest. Zwischen den Seitenwänden des Zangenteils 12 ist auf dem Endabschnitt 24
eine Lagerhülse 25 frei drehbar aufgeschoben. Diese Lagerhülse 25 schlägt an den Seitenwänden
des Zangenteils 11 an und begrenzt so die Schließstellung der Zangenzwinge 10.
[0019] Der Aufleger 23 selbst ist ein Abschnitt eines Rundprofils mit einer exzentrisch
angeordneten durchgehenden Bohrung 26 für den Lagerbolzen 22. Inrer Stirnseite weist
der Lagerbolzen 22 ein Gewindeloch 28 auf, in das die Schraube 27 mit Kopf eingeschraubt
werden kann. Dabei stützt sich der Kopf der Schraube 27 über die Unterlegscheibe 29
an den Stirnseiten des Lagerbolzens 22 und des Auflegers 23 ab. Bei etwas gelöster
Schraube 27 kann der Aufleger 23 auf dem Lagerbolzen 22 verdreht werden, wobei sich
der Abstand zwischen dem Aufleger 23 und dem Zangenmaul 17 verändert. Damit läßt sich
der Aufleger 23 auf die Stärke des zu befestigenden Paneels einstellen, um beim Festlegen
der Zangenzwinge 10 an der Tragkonstruktion die richtige Befestigungsstellung einzunehmen.
Wird die Schraube 27 festgezogen, dann wird der Aufleger 23 in seiner eingestellten
Drehstellung festgelegt.
[0020] Wie dieses Ausführungsbeispiel zeigt, ist die Vorrichtung klein und handlich, so
daß sie schnell und leicht in eindeutiger Zuordnung des Auflegers 23 an der Tragkonstruktion
festgelegt und zum Halten des zu befestigenden Paneels verwendet werden kann. Selbst
dann, wenn längere Paneele mittels zweier oder mehrerer Vorrichtungen dieser Art gehalten
werden, ist die Arbeit für den einzigen Arbeiter nicht erschwert und es erfordert
nur geringe Rüstzeiten, diese Vorrichtungen an der Tragkonstruktion festzulegen.
1. Vorrichtung zum Halten von Paneelen beim Befestigen an einer aus Querlatten bestehenden
Tragkonstruktion, dadurch gekennzeichnet,
daß sie als Zangenzwinge (10) mit zwei drehbar miteinander verbundenen Zangenteilen
(11,12) ausgebildet ist, die mittels einer Druckfeder (16) in Schließstellung gehalten
sind,
daß die Zangenteile (11,12) in der Schließstellung entsprechend dem Querschnitt der
Querlatten ein rechteckförmiges Zangenmaul (17) bilden und
daß zumindest an einem Zangenteil (z.B. 12) ein parallel zur Drehachse der Zangenteile
(11,12) verlaufender Aufleger (23) für ein Paneel zumindest nach einer Seite der Zangenzwinge
(10) absteht, dessen Abstand zum Zangenmaul (17) veränderbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Tiefe des Zangenmauls (17) kleiner ist als die Stärke der Querlatten und daß
die Enden des Zangenmauls (17) als im Querschnitt dreieckförmige Krallen (18,19) auslaufen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Krallen (18,19) gezähnt sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zangenteile (11,12) als im Querschnitt U-förmige Stanz- und Biegeteile ausgebildet
sind, die mittels eines Gelenkbolzens (13) drehbar miteinander verbunden und mittels
ihrer Seitenwände im Bereich dieses Gelenkbolzens (13) ineinander verschachtelt sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckfeder (16) auf Führungsbolzen (14,15) gehalten ist, die dem Zangenmaul
(17) abgekehrt unterhalb des Gelenkbolzens (13) in den Querstegen der U-förmigen Zangenteile
(11,12) festgelegt sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der stabförmige runde Aufleger (23) eine exzentrische Bohrung(26) für einen Lagerbolzen
(22) aufweist,
daß der Lagerbolzen (22) einen im Durchmesser abgesetzten Endabschnitt (24) aufweist,
der in Bohrungen der Seitenwände eines Zangenteiles (z.B. 12) eingeführt und mittels
einer Schraube (31) mit Kopf darin festgehalten ist, welche in ein stirnseitiges Gewindeloch
des Endabschnittes (24) einschraubbar ist,
daß auf den Endabschnitt des,Lagerbolzens (22) eine Lagerhülse (25) frei drehbar aufgeschoben
ist und daß der Aufleger (23) mittels einer in ein Gewindeloch (28) des Lagerbolzens
(22) einschraubbaren Schraube (27) mit Kopf in der eingestellten Drehstellung auf
dem Lagerbolzen (22) festlegbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Köpfe der Schrauben (31 bzw. 27) über Unterlegscheiben (30 bzw. 29) an
der Seitenwand des Zangenteiles (12) bzw. des Lagerbolzens (22) und des Auflegers
(23) abstützen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 und 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Lagerbolzen (22) in dem Zangenteil (z.B. 12) festgelegt ist, dessen Seitenwände
im Bereich des Gelenkbolzens (13) die Seitenwände des anderen Zangenteiles (11) auf
den Außenseiten teilweise umgreifen und daß die Lagerhülse (25) durch Anschlag an
den Seitenwänden dieses anderen Zangenteils (11) die Schließstellung der Zangenzwinge (10) bestimmt.