(19)
(11) EP 0 024 479 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
11.03.1981  Patentblatt  1981/10

(21) Anmeldenummer: 80102933.1

(22) Anmeldetag:  27.05.1980
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3B63B 35/38
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 15.06.1979 DE 2924209

(71) Anmelder: Firma Arnold Ritscher
D-2000 Hamburg 11 (DE)

(72) Erfinder:
  • Ritscher, Lütge
    D-2000 Hamburg 52 (DE)

(74) Vertreter: Winter, Max-Reinhard, Dr. 
Winter & Jungclaus Rechtsanwälte Blankeneser Bahnhofstrasse 4
D-22587 Hamburg
D-22587 Hamburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Pontonkupplung zum Verbinden von mehreren Einzelpontons


    (57) Bei dieser Pontonkupplung sind in das Deck eines Pontons Anschlagplatten (1) eingelassen, gegen die der obere Stopper (2) anliegt.
    An den Pontonseitenwänden sind Führungen für den von oben einsteckbaren Kupplungsträger (8) vorgesehen.
    Um zu vermeiden, daß der obere Stopper (2) bei der Montage oder Demontage der Pontonkupplung verlorengeht, sind in den Anschlagplatten (1) Magnete vorgesehen, deren Anzugskraft auf das Gewicht der Stopper (2) abgestimmt ist.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Ponton-Kupplung zum Verbinden von mehreren Einzel-Pontons mit an den Pontonseitenwänden angeordneten,senkrechten Führungen, in die ein profilartiger mit Anschlägen versehener Kupplungsträger einsetzbar ist.

    [0002] Eine derartige Ponton-Kupplung ist aus dem deutschen DE-GM 1 827 322 bekannt.

    [0003] Hierbei weisen die Pontonseitenwände Aussparungen und in diese senkrecht einschiebbare Kupplungsstäbe etwa doppel-T-förmigen Querschnitts auf. Damit auch Kräfte in lotrechter Richtung übertragen werden können, soll zumindest ein Teil der Aussparungen und der Kupplungsstäbe unter einer anderen Neigung zur Lotrechten angeordnet sein als die übrigen Aussparungen und Kupplungsstäbe.

    [0004] An dieser Lösung ist nachteilig, daß ein Zusammenfügen einzelner Schwimmkörper nur bei ruhigem Wasser möglich ist. Ein Einbringen der schräg zur Lotrechten angeordneten Kupplungsstäbe ist bei bewegtem Wasser nicht möglich, da - bedingt durch die lotrechte Bewegungsfreiheit - die Führungsaussparungen der zu verbindenden Schwimm- körper nicht in Übereinstimmung bringbar sind.

    [0005] Wie aus der Figur 1 zu ersehen, ist bei dieser Lösung eine Vielzahl von Verbindungselementen erforderlich; (dargestellt sind 10 Stäbe) wobei nicht klar ist, wieviel Stäbe senkrecht und wieviele geneigt eingesetzt sind.

    [0006] Eine weitere Lösung ist aus der DE-PS 25 28 961 bekannt. Gegenstand dieses Patentes ist die Anordnung von sogenannten Knaggen an der Bordwand, welche als Anschlag für den Stopper dienen. Nachteilig an dieser Lösung ist, daß die Knaggen an der senkrechten Bordwand vorgesehen sind. In der Praxis hat sich gezeigt, daß es durch diese Anordnung zur Deformierung der Bordwand gekommen ist, das hat zur Folge, daß sich der Kupplungsträger nicht mehr aus der Führung herausziehen läßt. Eine Verformung der Bordwand kann nur durch aufwendige Aussteifungsmaßnahmen, die zu einer erheblichen Verteuerung führen, behoben werden.

    [0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die aufgezeigten Mängel zu beheben und eine Ponton-Kupplung zu schaffen, die die Verbindung von mehreren vorzugsweise drei nebeneinanderliegenden Pontons gestattet, und hierbei die Pontons in ihrer Gesamtheit als einziges Fahrzeug auch bei ungleichmäßiger Belastung reagieren läßt, wobei eine Verformung der Bordwände ausgeschlossen wird.

    [0008] Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß als obere Begrenzung für den Stopper eine in die Deckplatte eingelassene über die Bordwand vorstehende Platte vorgesehen ist.

    [0009] Eine vorteilhafte weitere Ausbildung der Erfindung besteht darin, daß in das Ponton-Bodenblech eine der Anschlagplatte gegenüberliegende - aber geschlossene Anschlagplatte für den Kupplungsträger eingesetzt ist.

    [0010] Ferner ist es vorteilhaft, in der oberen Anschlagplatte Permanentmagneten oder Elektromagneten vorzusehen.

    [0011] Die Erfindung wird nun anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.

    [0012] Die Figur zeigt eine perspektivische Ansicht des oberen Bereiches einer Ponton-Kupplung, bei der die Kante zwischen Deckoberseite und nahezu senkrechter Bordwand durch eine gestrichelte Linie (11) dargestellt ist. In der Deckoberseite ist die Anschlagplatte (1) versenkt befestigt, damit keine unnötigen Vorsprünge an Deck die Ladefläche einengen. Die Anschlagplatte ragt über die Seitenkante so weit heraus, daß der Stopper (2) eine ausreichend große Anlagefläche hat, um ein Herausrutschen des Kupplungsträgers (8) zu verhindern. Der in der Anschlagplatte (1) vorgesehene Ausschnitt ist so dimensioniert, daß ein leichtes auch bei leichtem Seegang unbehindertes Herausziehen bzw. Einführen des Kupplungsträgers (8) ermöglicht wird.

    [0013] An der Bodenseite des Pontons gegenüber der oberen Anschlagplatte (1) ist eine geschlossene, d.h. ohne Ausschnitt versehene Anschlagplatte vorgesehen. Auf dieser Platte ruht im Normalbetrieb der Kupplungsträger (8). Es wurde darauf verzichtet, die untere Seite ebenfalls in der Figur darzustellen.

    [0014] Um ein leichteres Montieren des Stoppers zu ermöglichen und bei der Demontage zu verhindern, daß der Stopper versehentlich seitlich wegrutscht und ins Wasser fällt, ist die obere Anschlagplatte mit Permanentmagneten oder Elektromagneten ausgerüstet, welche in ihrer Anzugskraft so bemessen sind, daß ein selbsttätiges Herausfallen verhindert, eine bewußte Demontage oder Montage jedoch nicht behindert.wird.


    Ansprüche

    1. Ponton-Kupplung zum Verbinden von mehreren Einzel-Pontons mit an den Pontonseitenwänden angeordneten, senkrechten Führungen, in die ein profilartiger, mit Anschlägen versehener Kupplungsträger zwischen zwei an der Ponton-Seitenwand angeordneten als Anschlag für einen Stopper dienenden Knaggen einsetzbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß als obere Begrenzung für den Stopper (2) eine in die Decksplatte eingelassene über die Bordwand vorstehende Anschlagplatte (1) vorgesehen ist.
     
    2. Ponton-Kupplung zum Verbinden von mehreren Einzel-Pontons nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in das Ponton-Bodenblech eine der Anschlagplatte (1) gegenüberliegende - aber geschlossene - Anschlagplatte für den Kupplungsträger (8) eingesetzt ist.
     
    3. Ponton-Kupplung zum Verbinden von mehreren Einzel-Pontons nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der oberen Anschlagplatte (1) Permanentmagneten oder Elektromagneten vorgesehen sind.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht