[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Ponton-Kupplung zum Verbinden von mehreren Einzel-Pontons
mit an den Pontonseitenwänden angeordneten,senkrechten Führungen, in die ein profilartiger
mit Anschlägen versehener Kupplungsträger einsetzbar ist.
[0002] Eine derartige Ponton-Kupplung ist aus dem deutschen DE-GM 1 827 322 bekannt.
[0003] Hierbei weisen die Pontonseitenwände Aussparungen und in diese senkrecht einschiebbare
Kupplungsstäbe etwa doppel-T-förmigen Querschnitts auf. Damit auch Kräfte in lotrechter
Richtung übertragen werden können, soll zumindest ein Teil der Aussparungen und der
Kupplungsstäbe unter einer anderen Neigung zur Lotrechten angeordnet sein als die
übrigen Aussparungen und Kupplungsstäbe.
[0004] An dieser Lösung ist nachteilig, daß ein Zusammenfügen einzelner Schwimmkörper nur
bei ruhigem Wasser möglich ist. Ein Einbringen der schräg zur Lotrechten angeordneten
Kupplungsstäbe ist bei bewegtem Wasser nicht möglich, da - bedingt durch die lotrechte
Bewegungsfreiheit - die Führungsaussparungen der zu verbindenden Schwimm- körper nicht
in Übereinstimmung bringbar sind.
[0005] Wie aus der Figur 1 zu ersehen, ist bei dieser Lösung eine Vielzahl von Verbindungselementen
erforderlich; (dargestellt sind 10 Stäbe) wobei nicht klar ist, wieviel Stäbe senkrecht
und wieviele geneigt eingesetzt sind.
[0006] Eine weitere Lösung ist aus der DE-PS 25 28 961 bekannt. Gegenstand dieses Patentes
ist die Anordnung von sogenannten Knaggen an der Bordwand, welche als Anschlag für
den Stopper dienen. Nachteilig an dieser Lösung ist, daß die Knaggen an der senkrechten
Bordwand vorgesehen sind. In der Praxis hat sich gezeigt, daß es durch diese Anordnung
zur Deformierung der Bordwand gekommen ist, das hat zur Folge, daß sich der Kupplungsträger
nicht mehr aus der Führung herausziehen läßt. Eine Verformung der Bordwand kann nur
durch aufwendige Aussteifungsmaßnahmen, die zu einer erheblichen Verteuerung führen,
behoben werden.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die aufgezeigten Mängel zu beheben
und eine Ponton-Kupplung zu schaffen, die die Verbindung von mehreren vorzugsweise
drei nebeneinanderliegenden Pontons gestattet, und hierbei die Pontons in ihrer Gesamtheit
als einziges Fahrzeug auch bei ungleichmäßiger Belastung reagieren läßt, wobei eine
Verformung der Bordwände ausgeschlossen wird.
[0008] Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß als obere Begrenzung für
den Stopper eine in die Deckplatte eingelassene über die Bordwand vorstehende Platte
vorgesehen ist.
[0009] Eine vorteilhafte weitere Ausbildung der Erfindung besteht darin, daß in das Ponton-Bodenblech
eine der Anschlagplatte gegenüberliegende - aber geschlossene Anschlagplatte für den
Kupplungsträger eingesetzt ist.
[0010] Ferner ist es vorteilhaft, in der oberen Anschlagplatte Permanentmagneten oder Elektromagneten
vorzusehen.
[0011] Die Erfindung wird nun anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert.
[0012] Die Figur zeigt eine perspektivische Ansicht des oberen Bereiches einer Ponton-Kupplung,
bei der die Kante zwischen Deckoberseite und nahezu senkrechter Bordwand durch eine
gestrichelte Linie (11) dargestellt ist. In der Deckoberseite ist die Anschlagplatte
(1) versenkt befestigt, damit keine unnötigen Vorsprünge an Deck die Ladefläche einengen.
Die Anschlagplatte ragt über die Seitenkante so weit heraus, daß der Stopper (2) eine
ausreichend große Anlagefläche hat, um ein Herausrutschen des Kupplungsträgers (8)
zu verhindern. Der in der Anschlagplatte (1) vorgesehene Ausschnitt ist so dimensioniert,
daß ein leichtes auch bei leichtem Seegang unbehindertes Herausziehen bzw. Einführen
des Kupplungsträgers (8) ermöglicht wird.
[0013] An der Bodenseite des Pontons gegenüber der oberen Anschlagplatte (1) ist eine geschlossene,
d.h. ohne Ausschnitt versehene Anschlagplatte vorgesehen. Auf dieser Platte ruht im
Normalbetrieb der Kupplungsträger (8). Es wurde darauf verzichtet, die untere Seite
ebenfalls in der Figur darzustellen.
[0014] Um ein leichteres Montieren des Stoppers zu ermöglichen und bei der Demontage zu
verhindern, daß der Stopper versehentlich seitlich wegrutscht und ins Wasser fällt,
ist die obere Anschlagplatte mit Permanentmagneten oder Elektromagneten ausgerüstet,
welche in ihrer Anzugskraft so bemessen sind, daß ein selbsttätiges Herausfallen verhindert,
eine bewußte Demontage oder Montage jedoch nicht behindert.wird.
1. Ponton-Kupplung zum Verbinden von mehreren Einzel-Pontons mit an den Pontonseitenwänden
angeordneten, senkrechten Führungen, in die ein profilartiger, mit Anschlägen versehener
Kupplungsträger zwischen zwei an der Ponton-Seitenwand angeordneten als Anschlag für
einen Stopper dienenden Knaggen einsetzbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß als obere
Begrenzung für den Stopper (2) eine in die Decksplatte eingelassene über die Bordwand
vorstehende Anschlagplatte (1) vorgesehen ist.
2. Ponton-Kupplung zum Verbinden von mehreren Einzel-Pontons nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß in das Ponton-Bodenblech eine der Anschlagplatte (1) gegenüberliegende
- aber geschlossene - Anschlagplatte für den Kupplungsträger (8) eingesetzt ist.
3. Ponton-Kupplung zum Verbinden von mehreren Einzel-Pontons nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß in der oberen Anschlagplatte (1) Permanentmagneten oder Elektromagneten
vorgesehen sind.