(19)
(11) EP 0 024 577 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
11.03.1981  Patentblatt  1981/10

(21) Anmeldenummer: 80104559.2

(22) Anmeldetag:  01.08.1980
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3B24C 3/26
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 16.08.1979 DE 7923277 U

(71) Anmelder: Maschinen- und Werkzeugfabrik Kabel Vogel & Schemmann AG.
D-5800 Hagen (DE)

(72) Erfinder:
  • Wodausch, Hans-Georg, Ing.-grad.
    D-5322 Sprockhövel (DE)

(74) Vertreter: Dörner, Lothar, Dipl.-Ing. 
Stresemannstrasse 15
58095 Hagen
58095 Hagen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Fliess-Schwenktrommel für das kontinuierliche Strahlen von Werkstücken


    (57) Eine Fließ-Schwenktrommel für das kontinuierliche Strahlen von die Trommel in Längsrichtung durchsetzenden Werkstücken besteht aus einer Einlauftrommel (1), einer daran befestigten Strahltrommel (2) und einer daran befestigten Siebtrommel (3). Die Fließ-Schwenktrommel ist in Längsrichtung geneigt. In der Strahltrommel (2), die zu diesem Zweck eine Mantelöffnung (14) aufweist, werden die Werkstücke mit Hilfe von Schleuderrädern bestrahlt.
    Um zu gewährleisten, daß sich die Werkstücke in der Strahltrommel (2) um sich selbst drehen bzw. "überschlagen", damit sie von allen Seiten bestrahlt werden können, ist der Mantel (10) der Strahltrommel (2) an seiner der Mantelöffnung (14) gegenüberliegenden Seite mit mindestens einer über die Mantellänge sich erstreckenden Wendestufe versehen.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Fließ-Schwenktrommel, die mit einer oberen Mantelöffnung versehen, in Längsrichtung geneigt und um ihre Achse schwenkbar gelagert ist, für das kontinuierliche Strahlen von die Trommel in Längsrichtung durchwandernden Werkstücken mit Hilfe von Schleuderrädern.

    [0002] Eine solche Fließ-Schwenktrommel, wie sie beispielsweise aus der DE-OS 24 24 086 bekannt ist, wird während des Strahlvorgangs ständig zwischen zwei Grenzlagen geschwenkt. Dabei sollen die die Fließ-Schwenktrommel durchwandernden Werkstücke nicht nur in Längsrichtung entlang der Trommel gleiten, sondern auch sich um sich selbst drehen, "überschlagen", damit sie an ihrer gesamten Oberfläche von dem Strahlmittel getroffen werden, welches von den Schleuderrädern durch die Mantelöffnung in die Trommel abgestrahlt wird. Die Praxis zeigt, daß dieses Drehen um sich selbst nicht bei allen Werkstücken in dem gewünschten Maß erfolgt.

    [0003] Die Erfindung will hier Abhilfe schaffen. Die Erfindung, wie sie in den Patentansprüchen gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe, die Fließ-Schwenktrommel mit einer Vorrichtung auszustatten, die das Drehen der in der Trommel befindlichen Werkstücke um sich selbst zwangsläufig herbeiführt, zumindest wesentlich begünstigt.

    [0004] Bei der Erfindung können die innen an dem Trommelmantel während seiner Schwenkbewegung in Umfangsrichtung gleitenden Werkstücke dies nur so weit tun, bis sie an eine der Wendestufen gelangen. In der Wendestufe wird das Werkstück zunächst länger gehalten als es dem Schwenkwinkel des Trommelmantels entspricht; bis bei weiterem Vergrößern des Schwenkwinkels das Überschlagen des Werkstücks erfolgt, welches dann mit einer anderen Fläche innen an der Schwenktrommel anliegt. Der Teil der Werkstückoberfläche, der der Öffnung im Mantel und damit den Schleuderrädern zugewandt ist und gestrahlt wird, ändert sich an den Wendestufen spätestens bei jeder zweiten Schwenkung der Fließ-Schwenktrommel.

    [0005] Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben. Im folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungsweg darstellenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt

    Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Fließ-Schwenktrommel entlang der Schnittlinie C-D in Fig. 2 und

    Fig. 2 einen Querschnitt durch die in Fig. 1 dargestellte Fließ-Schwenktrommel entlang der Schnittlinie A-B.



    [0006] Die in den Figuren dargestellte Fließ-Schwenktrommel weist in Längsrichtung eine Einlauftrommel 1, daran anschließend eine Strahltrommel 2 und wiederum daran anschließend eine Siebtrommel 3 auf. Die Fließ-Schwenktrommel ist - was in der Zeichnung nicht dargestellt ist - in Längsrichtung geneigt, so daß Werkstücke beim Schwenken der Fließ-Schwenktrommel auf natürliche Weise vom Eingang der Einlauftrommel 1 bis zum Ausgang der Siebtrommel 3 gefördert werden. Die Einlauftrommel 1 ist zur Aufgabeseite hin nach Art eines Trichters 4 verengt. An der der Strahltrommel 2 zugewandten Stirnseite weist die Einlauftrommel 1 einen Flanschring 5 auf. Auch die Siebtrommel 3 weist auf der der Strahltrommel 2 zugewandten Stirnseite einen Flanschring 6 auf; daran anschließend zur Auslaufseite hin einen Stützring 7. Der Boden der Siebtrommel 3 ist zum überwiegenden Teil nach Art eines Siebs 8 ausgebildet.

    [0007] An jeder Stirnseite der Strahltrommel 2 ist außen an ihrem Mantel 10 ein Laufring 11 vorgesehen. Der Laufring 11 an der einen Stirnseite ist mit dem Flanschring 5 der Einlauftrommel 1, der an der anderen Stirnseite mit dem Flanschring 6 der Siebtrommel 3 sowie dem zugehörigen Stützring 7 mittels Schraubenbolzen 12 verschraubt. Der Boden der Strahltrommel 2 ist mit Längsdurchbrüchen 13 versehen. Im oberen Teil der Strahltrommel 2 ist in dem Mantel 10 eine Mantelöffnung 14 freigelassen, durch die von Schleuderrädern austretende Strahlmittel auf die in der Strahltrommel 2 transportierten, geschwenkten und gewendeten Werkstücke treffen. Seitlich ist die Mantelöffnung 14 im Bereich ihrer beiden Seitenkanten durch je einen I-Träger 15 verstärkt. Andere Verstärkungen sind möglich.

    [0008] Der Mantel 10 ist auf seiner der Mantelöffnung 14 gegenüberliegenden Seite mit einer Wendestufe 16 versehen. Die Wendestufe 16 erstreckt sich im Ausführungsbeispiel zwischen den Innenflächen der Laufringe 11. Sie kann sich über die gesamte Länge der Strahltrommel 2 erstrecken. Als Wendestufe kann auch eine Wendeleiste oder eine Wendekante vorgesehen sein. Maßgebend ist, daß beim Schwenken der Strahltrommel 2 an die Wendestufe, -leiste oder -kante gelangende Werkstücke bei Vergrößerung des Schwenkwinkels nicht einfach entlang der Innenfläche des Mantels 10 weiterrutschen, sondern sich überschlagen, so daß ein anderer Teil ihrer Oberfläche der Mantelöffnung 14 zugewandt ist, was gleichmäßiges Bestrahlen der Werkstücke gewährleistet. Die Wendestufe 16 ist im Ausführungsbeispiel als in den Mantel 10 nach außen gedrückte im wesentlichen V-förmige Rinne ausgebildet. Die eine Schenkelfläche 17 der Wendestufe 16 geht tangential in den Mantel 10 über; die andere Schenkelfläche 18, die zu der ersten Schenkelfläche 17 im wesentlichen senkrecht steht, geht mit einem Knick in den Mantel über.


    Ansprüche

    1. Fließ-Schwenktrommel, die mit einer oberen Mantelöffnung (14) versehen, in Längsrichtung geneigt und um ihre Achse schwenkbar gelagert ist, für das kontinuierliche Strahlen von die Trommel in Längsrichtung durchwandernden Werkstücken mit Hilfe von Schleuderrädern, dadurch gekennzeichnet, daß der Mantel (10) seiner Mantelöffnung (14) gegenüberliegend mit mindestens einer über die Mantellänge sich erstreckenden Wendestufe (16) versehen ist.
     
    2. Fließ-Schwenktrommel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wendestufen (16) spiegelsymmetrisch zu der Längs-Symmetrieebene des Mantels (lo) angeordnet sind.
     
    3. Fließ-Schwenktrommel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Wendestufe (16) als in den Mantel (10) nach außen gedrückte im wesentlichen V-förmige Rinne ausgebildet ist, deren eine Schenkelfläche (17) tangential in den Mantel (10) und deren andere zu der ersten im wesentlichen senkrechte Schenkelfläche (18) mit einem Knick in den Mantel (10) übergeht.
     
    4. Fließ-Schwenktrommel nach den Ansprüchen 2 und 3 mit einer Wendestufe, dadurch gekennzeichnet, daß der Knick am Übergang von der zweiten Schenkelfläche (18) in den Mantel (10) in der Längs-Symmetrieebene des Mantels angeordnet ist.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht