[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Fahrzeugleuchte mit einem aus einer Blechplatine
hergestellten Lampenträger, in den mehrere die Glühlampen aufnehmende Öffnungen eingebracht
sind, in die die Glühlampen mit ihrem hülsenförmigen Sockelkontakt elektrisch leitend
eingesetzt sind und aus dem Leiterbahnen ausgestanzt sind, die als elektrische Zuleitungen
für die einzelnen Glühlampen dienen.
[0002] Bei den bekannten Fahrzeugleuchten dieser Art (DE-AS 24 41 330) reichen die aus dem
Lampenträger ausgestanzten Leiterbahnen mit ihrem einen Ende bis nahe an die die Glühlampen
aufnehmenden Öffnungen in dem Lampenträger heran. Zur elektrischen Verbindung dieser
Leiterbahnen mit dem Mittelpol der Glühlampen sind auf die Leiterbahnen gabelförmig
geschlitzte Kontaktfedern klemmend aufgeschoben, die mit ihrem freien Ende unter Vorspannung
an dem Mittelpol der Glühlampe anliegen.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, die elektrische Verbindung von der Leiterbahn zum Mittelpol
der Glühlampe zu vereinfachen und zu verbilligen, und zwar durch Wegfall der zusätzlichen
Kontaktfeder. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die freien Enden
der ausgestanzten Leiterbahnen federnd an dem Mittelpol der jeweiligen Glühlampe anliegen
und daß der jeweilige den Mittelpol der Glühlampe kontaktierende Endabschnitt der
ausgestanzten Leiterbahn aus einem der den Glühlampensockel aufnehmenden Öffnung entfernt
liegenden Bereich des Lampenträgers ausgestanzt ist und durch eine Deformation der
Leiterbahn in seine mittige Lage unterhalb der die Glühlampe aufnehmenden Öffnung
gebracht ist.
[0004] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform des Erfindungsgedankens sind die einzelnen
Leiterbahnen im Bereich der Öffnung zur Aufnahme der Glühlampe z-förmig verlaufend
ausgestanzt, wobei der Endabschnitt an der Öffnung zur Aufnahme der Glühlampe vorbeiführt
und der Mittelabschnitt der Z-Form so deformiert wird, daß der freie Endabschnitt
der Z-Form mittig unterhalb der Öffnung zur Aufnahme der Glühlampe zu liegen kommt.
Diese Ausführungsform ist besonders raumsparend. Bei einer Möglichkeit der weiteren
Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist der freie Endabschnitt durch Verbiegen des.
Mittelabschnitts der Z-Förm um 180° aus dem Lampenträger herausgeklappt. Diese Ausführungsform
hat den zusätzlichen Vorteil, daß neben dem gradlinig verlaufenden Endabschnitt auch
der sich daran anschließende um 180° aus dem Lampenträger herausgeklappte Mittelabschnitt
auf Biegung und der letztere noch auf Torsion beansprucht wird. Eine derartig gestaltete
Feder ergibt eine sehr günstige Federkennlinie.
[0005] Bei einer anderen Möglichkeit der weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der Endabschnitt
durch Einbringen einer Haarnadelfalte in den Mittelabschnitt der Z-Form in die Mittelachse
der Öffnung zur Aufnahme der Glühlampe gebracht. Zusätzlich ist der freie Endabschnitt
der Z-Form abgekröpft. Diese Ausführungsform ist durch einfache Werkzeuge kostengünstig
herstellbar.
[0006] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist der Endabschnitt
der Leiterbahn von der Glühlampenöffnung wegweisend verlaufend ausgestanzt und ist
um 180° abgebogen, derart, daß das freie Ende des Endabschnitts an dem Mittelpol der
Glühlampe unter Vorspannung anliegt. Mit dieser und den vorstehend beschriebenen Ausfizirungsformen
des Erfindungsgedankens ist es möglich, daß der unterhalb der Glühlampenöffnung zu
liegen kommende Endabschnitt von allen Leiterbahnen aus dem Lampenträger auszustanzen
ist.
[0007] Zur Abänderung der Federkennlinie des federnden Abschnittes der ausgestanzten Leiterbahn
ist es zweckmäßig, den Endabschnitt der ausgestanzten Leiterbahn zwischen der Kontaktstelle
des Endabschnittes mit dem Mittelpol der Glühlampe und dem sich daran anschließenden
deformierten Abschnitt der Leiterbahn federnd abzustützen. Sind der Lampenträger und
die daraus ausgestanzten Leiterbahnen auf einem plattenförmigen Gehäuseteil aus Kunststoff
aufgelegt, so ist es zweckmäßig, den Endabschnitt der Leiterbahn durch einen an das
Gehäuseteil angeformten, vorzugsweise federnd ausgebildeten Arm zu unterstützen. Ein
solcher federnder Arm bringt einmal durch seine eigene Elastizität eine Erhöhung der
Federkraft und damit eine Erhöhung der Anpreßkraft der Leiterbahnenden an den Glühlampenpol
und zum anderen bildet er einen Stützpunkt, so daß der deformierte Abschnitt der Leiterbahn
mehr auf Biegung und weniger auf Torsion beansprucht wird.
[0008] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist die Federkennlinie
des federnden Abschnittes der Leiterbahn zu verbessern, wenn die Leiterbahn vor dem
federnd freien Endabschnitt und dem deformierten Abschnitt eine Materialeinschnürung
aufweist, die nicht auf dem plattenförmigen Gehäuseteil aufliegt. Um den federnden
Endabschnitt der Leiterbahn biegesteifer zu machen und dadurch den deformierten Abschnitt
noch stärker an der Federwirkung zu beteiligen, ist der Endabschnitt profiliert. Er
ist im Querschnitt winkel- oder u-förmig ausgebildet.
[0009] Die Zeichnung veranschaulicht mehrere vorteilhafte Ausführungsbeispiele der Erfindung,
und zwar zeigen
Figur 1 einen mittleren Längsschnitt durch einen Teil der Leuchte, Figur 2 eine Ansicht
aus Richtung X auf den Lampenträger und auf den ihn tragenden plattenförmigen Gehäuseteil,
Figur 3 einen Schnitt nach der Linie A-A und
Figur 4 einen Schnitt nach der Linie B-B, während
Figur 5 eine Ansicht aus Richtung X auf eine andere Ausführungsform des Lampenträgers
und auf den ihn tragenden plattenförmigen Gehäuseteil,
Figur 6 einen Schnitt nach der Linie C-C,
Figur 7 einen Schnitt nach der Linie D-D,
Figur 8 die Ansicht aus Richtung X auf eine weitere Ausführungsform des Lampenträgers
und auf den ihn tragenden plattenförmigen Gehäuseteil und
Figur 9 einen Schnitt nach der Linie E-E darstellen.
[0010] Die in Figur 1 dargestellte Leuchte besteht im wesentlichen aus einer mehrteiligen
Lichtscheibe 1, dem die Leuchte in mehrere Kammern unterteilenden Reflektor 2, dem
plattenförmigen Gehäuseteil 3 und dem Lampenträger 5. An das plattenförmige Gehäuseteil
3 sind napfförmige Vertiefungen 4 angeformt, welche die in Figur 2 bis 9 dargestellten
elektrischen Kontakteinrichtungen für die jeweilige Glühlampe aufnehmen.
[0011] Aus dem Lampenträger 5 sind Leiterbahnen 6 ausgestanzt; die die elektrischen Zuleitungen
für den Mittelpol 7 der Glühlampen 8 bilden. Die Leiterbahnen 9 bilden die Verbindung
zwischen den einzelnen Abschnitten 10 des Lampenträgers 5. In die Abschnitte 10 des
Lampenträgers.5 sind Öffnungen 11 eingestanzt, in die die Glühlampe 8 mit ihrem Sockel
12 eingesetzt sind. Beim Ausstanzen der Glühlampenöffnung 11 bleiben zwei gegenüberliegende
Lappen 13 stehen, die um 90
0 abgewinkelt sind und den Massekontakt zum Glühlampensockel 12 bilden.
[0012] Die in Figur 2, 3 und 4 dargestellte elektrische Zuleitung zum Mittelpol 7 der Glühlampe
wird von der Leiterbahn 6 gebildet, die im Bereich der Öffnung 11 zur Aufnahme der
Glühlampe z-förmig verlaufend ausgestanzt und mit ihrem freien Endabschnitt 15 durch
Verbiegen des Mittelabschnitts 14 der Z-Form um 180° aus dem Lampenträger 5 herausgeklappt
ist. Der Verlauf der Leiterbahn 6 vor dem Abbiegen wird in Figur 2 durch die strichpunktierte
Linie dargestellt. Der Mittelabschnitt 14 der Z-Form ist u-förmig gebogen, so daß
der Endabschnitt 15 der Leiterbahn 6 aus der Ebene des Lampenträgers 5 herausgeschwenkt
ist. Mit diesem Endabschnitt 15 liegt die Leiterbahn 6 unter Vorspannung an dem Mittelpol
7 der Glühlampe an. Der Endabschnitt 15 ist durch einen an dem plattenförmigen Gehäuseteil
3 angeformten federnden Arm 16 abgestützt. Der Unterstützungspunkt 17 ist zwischen
der Kontaktstelle des Endabschnittes 15 mit Mittelpol 7 der Glühlampe und dem u-förmig
gebogenen Mittelabschnitt 14 der Z-Form der Leiterbahn 6 angeordnet. Dadurch erhält
der Endabschnitt 15 die Wirkung eines doppelarmigen Hebels. Damit diese Wirkung des
doppelarmigen Hebels nicht durch Eigenfederung des Endabschnittes 15 vermindert wird,
ist dieser durch eine Abwinkelung 18 biegesteifer gemacht. Die Hauptfederung liegt
somit in dem federnden und hakenförmig ausgebildeten Arm 16 und in dem u-förmig gebogenen
Mittelabschnitt 14 der Z-Form der Leiterbahn 6. Zur Abstimmung der Federkennlinie
kann es günstig sein, den auf dem plattenförmigen Gehäuseteil 3 aufliegenden Abschnitt
der Leiterbahn 6 mit einer Materialeinschnürung 19 zu versehen. Mit diesem materialschwächeren
Teil liegt die Leiterbahn 6 jedoch nicht mehr auf dem plattenförmigen Gehäuseteil
3 auf.
[0013] Die Figuren 5, 6 und 7 zeigen eine andere Ausführungsform des Erfindungsgedankens,
die von der vorstehend beschriebenen Ausführungsform im wesentlichen dadurch abweicht,
daß durch Einbringen einer Haarnadelfalte 20 in den Mittelabschnitt 14 der freie Endabschnitt
der Z-Form in die Mittelebene der Öffnung 11 zur Aufnahme der Glühlampe gebracht ist
und der freie Endabschnitt 15 der Z-Form abgekröpft ist. Der Mittelabschnitt 14 der
Z-Form liegt mit seinen beiden Endbereichen auf dem plattenförmigen Gehäuseteil 3
auf. Der freie Endabschnitt 15 verjüngt sich bis zu seinem freien Ende hin, das unter
Vorspannung an dem Mittelpol 7 der Glühlampe anliegt. Die Verjüngung des Endabschnittes
15 trägt ebenfalls zu einer günstigen Federkennlinie bei.
[0014] Eine weitere Ausführungsform des Erfindungsgedankens zeigen Figur 8 und 9, die sich
von der vorstehend beschriebenen Ausführungsform dadurch unterscheidet, daß der Endabschnitt
15 der Leiterbahn 6 von der Öffnung 11 der Glühlampenöffnung wegweisend verlaufend
ausgestanzt ist und in dem Bereich um 180° abgebogen ist. Um die Leiterbahn 6 insbesondere
gegenüber einer Torsionsbelastung auf dem plattenförmigen Gehäuseteil 3 befestigen
zu können, ist der auf dem Gehäuseteil 3 aufliegende Endbereich der Leiterbahn großflächig
ausgeführt. Aus diesem Grunde weist die Leiterbahn einen besonderen nicht der Stromleitung
dienenden Schenkel 21 auf, der lediglich der Befestigung dient.
1. Fahrzeugleuchte mit einem aus einer Blechplatine hergestellten Lampenträger, in
den mehrere die Glühlampen aufnehmende Öffnungen eingebracht sind, in die die Glühlampen
mit ihrem hülsenförmigen Sockelkontakt elektrisch leitend eingesetzt sind und aus
dem Leiterbahnen ausgestanzt sind, die als elektrische Zuleitungen für die einzelnen
Glühlampen dienen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die freien Enden der ausgestanzten Leiterbahnen (6) federnd an dem Mittelpol (7)
der jeweiligen Glühlampe (8) anliegen und
daß der jeweilige den Mittelpol der Glühlampe kontaktierende Endabschnitt (15) der
ausgestanzten Leiterbahn (6) aus einem der den Glühlampensockel (12) aufnehmenden
Öffnung (11) entfernt liegenden Bereich des Lampenträgers (5) ausgestanzt ist und
durch eine Deformation der Leiterbahn (6) in seine mittige Lage unterhalb der die
Glühlampe (8) aufnehmenden Öffnung (11) gebracht ist.
2. Fahrzeugleuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Leiterbahnen
(6) im Bereich der Öffnung (11) zur Aufnahme der Glühlampe (8) z-förmig verlaufend
ausgestanzt sind, wobei der Endabschnitt (15) an der Öffnung (11) zur Aufnahme der
Glühlampe (8) vorbeiführt und der Mittelabschnitt (14) der Z-Form so deformiert wird,
daß der freie Endabschnitt der Z-Form mittig unterhalb der Öffnung (11) zur Aufnahme
der Glühlampe (8) zu liegen kommt.
3. Fahrzeugleuchte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der freie Endabschnitt
(15) durch Verbiegen des Mittelabschnitts (14) der Z-Form um 180° aus dem Lampenträger
herausgeklappt ist.
4. Fahrzeugleuchte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch Einbringen einer
Haarnadelfalte (20) in den Mittelabschnitt (14) der freie Endabschnitt (15) der Z-Form
in die Mittelachse der Öffnung (11) zur Aufnahme der Glühlampe (8) gebracht ist.
5. Fahrzeugleuchte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der freie Endabschnitt
(15) der Z-Form abgekröpft ist (bei 22).
6. Fahrzeugleuchte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der dem freien Endabschnitt
(15) benachbarte Schenkel der Haarnadelfalte (20) kürzer als der andere Schenkel ausgeführt
ist.
7. Fahrzeugleuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Endabschnitt (15)
der Leiterbahn (6) von der Glühlampenöffnung (11) wegweisend verlaufend ausgestanzt
ist und um 1S00 abgebogen ist, derart, daß das freie Ende des Endabschnitts (15) an dem Mittelpol
(7) der Glühlampe (8) unter Vorspannung zur Anlage kommt.
8. Fahrzeugleuchte nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, bei der der
Lampenträger und die daraus ausgestanzten Leiterbahnen auf einem plattenförmigen Gehäuseteil
aus Kunststoff aufgelegt sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Endabschnitt (15) der
Leiterbahn (6) durch einen an das Gehäuseteil (5) angeformten Arm (16) federnd abgestützt
ist.
9. Fahrzeugleuchte nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Leiterbahn (6) vor dem federnd freien Endabschnitt (15) und dem deformierten
Abschnitt (14) eine Materialeinschnürung (19) aufweist.
10. Fahrzeugleuchte nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Endabschnitt (15) der Leiterbahn (6) profiliert ist, so daß er einen winkelförmigen
oder u-förmigen Querschnitt aufweist.