[0001] Die Erfindung betrifft einen Sicherungssockel, insbesondere für Sicherungseinsätze,
die zwischen Sockel und einer Schraubkappe gehalten werden, dessen Halterung frontseitig
bedienbare Laschen zum Verspannen an Stromschienen aufweist (DE-AS 10 85 604).
[0002] Bei bisher bekanntgewordenen Ausführungen wird verhältnismäßig viel Platz benötigt,
da die Sicherungssockel durch Kippen oder Drehen von der Schiene abzunehmen sind.
Um Bauvolumen zu sparen, werden auch Sicherungssockel auf Stromschienen aufgeschraubt.
Dies erfordert Bohren und Gewindeschneiden in den Schienen.
[0003] Es ist auch bekannt, Sicherungssockel auf Stromschienen bei am Sicherungssockel unverdrehbar
gehaltenen Laschen unter Eindrehen des Sicherungssockels selbst auf- bzw. abzusetzen
(DE-AS 10 85 604). Hierbei wird zusätzlich Platz zum benachbarten Sicherungssockel
benötigt.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Sicherungssockel zu entwickeln, der
auf Stromschienen mit frontseitig bedienbaren Laschen bei geringem Raumbedarf aufgesetzt
werden kann. Die Lösung der geschilderten Aufgabe besteht darin, daß jeweils die Lasche
an einem Bedienungszapfen in seinem Endbereich zunehmend drehfest verbunden angeordnet
ist.
[0005] Der Bedienungszapfen kann insbesondere eine Schraube sein, die an ihrem freien Ende
verkerbt ausgebildet ist. Wenn man zum Lösen des Sicherungssockels dann die Schrauben
betätigt, wird jeweils in ihrem verkerbten Endbereich die zugehörige Lasche sicher
mitgenommen und dadurch ausgeschwenkt. Am Ende des Betätigungsbereiches der Schraube,
also am Ende des Schraubenschaftes, wird die Lasche somit sicher mitgenommen. Zugleich
wird die Lasche durch das Verkerben unverlierbar.
[0006] Zieht man die Schraube an, wird zunächst die Lasche mitgeführt, bis sie unter der
Stromschiene beispielsweise durch einen Anschlag erhöhten Widerstand gegen Verdrehen
findet und die Lasche beim weiteren Anziehen.der Schraube hinsichtlich dieser zunehmend
freikommt. Ebenso wird beim Lösen der Schraube sichergestellt, daß die Lasche zumindest
im Endbereich, falls sie nicht zuvor infolge der Reibungskraft zwischen Schraubgewinde
und Lasche mitgenommen wurde, beim Lösen herausgeschwenkt wird.
[0007] Das Montieren des Sicherungssockels wird erleichtert, wenn um die Schraube zwischen
deren Frontseite und der Lasche ein Federelement angeordnet ist, das einerseits auf
der Lasche und andererseits am Sockel aufsteht. Der Sicherungssockel wird dadurch
auch gegen Lösen bei Erschütterungen und Erwärmungsspiel gesichert. Das Federelement
kann als Schraubenfeder ausgebildet sein.
[0008] Es ist günstig, wenn zwei Laschen diagonal zu einer Rinne im Boden des Sicherungssockels
angeordnet sind. Die Rinne läßt sich so ausbilden, daß sie gerade die Stromschiene
aufnimmt. Beim Anziehen und beim Lösen der Schrauben wird der Sicherungssockel dann
durch die Rinne gegen Verdrehen gesichert. Zweckmäßigerweise begrenzt man den Schwenkweg
der Laschen durch Anschläge.
[0009] Die Erfindung soll anhand eines in der Zeichnung grob schematisch wiedergegebenen
Ausführungsbeispiels näher erläutert werden:
In Figur 1 ist der Sicherungssockel in Seitenansicht, teilweise im Längsschnitt, wiedergegeben.
In Figur 2 ist der Sicherungssockel nach Figur 1 von unten gesehen dargestellt.
[0010] Der Sicherungssockel 1 nach Figur 1 sitzt reiterartig auf einer Stromschiene 2 auf.
In einer sogenannten Gewinde- ).brille 3 kann eine Schraubkappe üblicher Art eingeschraubt
werden, die einen Sicherungseinsatz abdeckt und zugleich Kontakt zur Gewindebrille
3 und zur Abgangsklemme 4 herstellt. Der Fußkontakt des Sicherungseinsatzes wird von
der Stromschiene 2 her beaufschlagt.
[0011] Im Sicherungssockel sind frontseitig bedienbare Laschen 5 an einer Schraube 6 angeordnet.
Wesentlich ist, daß jeweils die Lasche 5 an der Schraube 6 so angeordnet ist, daß
sie im Endbereich des Schraubenschaftes zunehmend drehfest verbunden ist, wie man
es durch Kerbschläge an der Stelle 7 der Schraube 6 erzielt. Diese Stelle 7 ist dort
vorzusehen, wo die Lasche beim Lösen die Stromschiene 2 freigibt. Zweckmäßigerweise
verwendet man möglichst kurze Schrauben, so daß dann das Ende der Schraube zu verkerben
ist.
[0012] Die Reibung zwischen Schraube und Lasche wird im verkerbten Bereich beim Weiterdrehen
zunehmend erhöht. Die Wirkung der verkerbten Schraube ist mit einer an der Stelle
7 einkuppelnden Kupplung zu vergleichen.
[0013] Um die Schrauben 6 ist jeweils zwischen deren Frontseite und der Lasche 5 ein Federelement
8 angeordnet, das einerseits auf der Lasche 5 und andererseits am Sockel 1 aufsteht.
Das Federelement 8 ist im Ausführungsbeispiel als Schraubenfeder ausgebildet.
[0014] Am Boden des Sicherungssockels ist im Ausführungsbeispiel eine Rinne 9 ausgebildet,
die die Tragschiene 2 aufnimmt. Zwei diagonal gegenüberliegende Laschen 5 reichen
in der Regel aus. Diese Anordnung ist aus Figur 2 deutlicher zu ersehen.
[0015] Um den Sicherungssockel zu montieren, richtet man die Laschen 5 zunächst parallel
zur Tragschiene 2 aus. Die Laschen befinden sich dann in der Nähe des Punktes 7 nach
Figur 1. Zieht man dann die Schrauben 6 an, schwenken die Laschen 5 unter die Tragschiene
2, wo sie in üblicher Weise einen Anschlag 10 am Sockel finden können. Die Schraube
6 kann dann weiter angezogen werden und die Laschen 5 verspannen sich gegen die Tragschiene
2. Um den Siche-. rungssockel zu lösen dreht man die Schrauben 6 solange in entgegengesetzte
Drehrichtung, bis sich die Laschen 5 von der Tragschiene 2 abheben und in den Bereich
des Schraubenschaftes, wo eine erhöhte Reibung zwischen Schraube und Lasche entgegen
ihrer Einschwenkrichtung sicher mitnimmt.
[0016] Die Reibung wird generell schon durch das Federelement 8 erhöht, was die sichere
Mitnahme der Lasche 5 fördert.
[0017] Wenn die Laschen 5 ausgeschwenkt sind, also wieder paralell. zur Tragschiene 2 ausgerichtet
sind, kann der Sicherungssockel sicher abgenommen werden.
[0018] Der Anschlag 10 kann vorteilhafterweise durch einen Anschlag 11 im rechten Winkel
zum Anschlag 10 ergänzt werden, wie es aus den Figuren 1 und 2 zu ersehen ist. Der
Anschlag 11 begrenzt die Schwenkbewegung beim Lösen. Die Anschläge 10 und 11 können
durch eine eckwinkelförmige Ausnehmung im Sicherungssockel gebildet werden.
1. Sicherungssockel, insbesondere für Sicherungseinsätze, die zwischen Sockel und
einer Schraubkappe gehalten werden, dessen Halterung frontseitig bedienbare Laschen
zum Verspannen an Stromschienen aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils die
Lasche (5) an einem Bedienungszapfen in seinem Endbereich zunehmend drehfest verbunden
angeordnet ist.
2. Sicherungssockel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bedienungszapfen
eine Schraube (6) ist, die an ihrem freien Ende verkerbt ist.
3. Sicherungssockel nach den Ansprüchen 1 und 2; dadurch gekennzeichnet, daß um die
Schraube (6) zwischen deren Frontseite und der Lasche (5) ein Federelement (8) angeordnet
ist, das einerseits auf der Lasche (5) und andererseits am Sockel (1) aufsteht.
4. Sicherungssockel nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Federelement
(8) als-Schraubenfeder ausgebildet ist.
5. Sicherungssockel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
zwei Laschen (5) diagonal zu einer Rinne (9) im Boden des Sicherungssockels angeordnet
sind.