[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Diebstahlsicherung eines Wertsachen-Transportbehälters
auf einer gegebenen kurzen Strecke, insbesondere eines Geldsackes zwischen einem Banksafe
und einem wartenden Geldtransportfahrzeug, mit Mitteln zur Markierung oder Vernichtung
des Behälterinhalts oder zur Alarmabgabe im Falle eines Diebstahls.
[0002] Der Transport von Banknoten oder anderen wertvollen Gegenständen erfolgt heute mit
besonderen Fahrzeugen, in denen Sicherungsmittel in großer Anzahl vorhanden sind.
Auch die Aufbewahrung von Wertgegenständen wie Banknoten und dgl. sowie das Füllen
und Entleeren der Transportbehälter erfolgt in ausreichend gesicherten Räumen.
[0003] Eine Sicherungslücke besteht vor allen Dingen in den Zwischentransporten der gefüllten
Behälter aus den Füllräumen zum Transportfahrzeug und der zu leerenden Behälter aus
dem Transportfahrzeug in die Entleerungsräume. Auf diesen Transportstrecken ist die
Sicherheit ausschließlich in die Hand des Menschen, d.h. z.B. des Kassenboten gegeben.
Die verwendeten Transportbehälter besitzen zwar Möglichkeiten, den Inhalt der Behälter
durch Kennzeichnung oder Vernichtung für einen eventuellen Angreifer unbrauchbar zu
machen, und sie besitzen weiterhin Möglichkeiten, einen Alarm auszulösen. Die Auslösung
dieser Sicherungsmittel in den Transportbehältern ist aber dem transportierenden Menschen
überlassen und damit der Gefahr einer Unterlassung unter Bedrohung durch Erpressung
oder infolge Konspiration ausgesetzt.
[0004] Die Erfindung setzt sich zum Ziel, auch die genannten Transportstrecken mit einer
Überwachung auszurüsten,
so daß die Sicherheit des Transportes auf diesen Transportstrecken vom Menschen unabhängig
wird.
[0005] Dieses Ziel wird überraschend dadurch erreicht, daß mindestens ein stationärer Sender
zur Überstreichung der Strecke und ein am oder im Behälter befindlicher Empfänger
vorgesehen sind und daß die Mittel vom Empfängerausgang ausgelöst werden,-wenn der
Empfänger auf der Strecke nicht ein vom Sender ausgestrahltes, verabredetes Informationsmuster
empfängt.
[0006] Bezüglich von Merkmalen bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung wird auf die
Unteransprüche verwiesen.
[0007] Die erfindungsgemäße Einrichtung ist so ausgebildet, daß sie sich den verschiedenen
Formen der Transportstrecken ohne zusätzlichen Aufwand und ohne Schwierigkeiten anpaßt.
[0008] Die erfindungsgemäße Einrichtung schließt sich an die bereits vorhandenen Mittel
zur Sicherung solcher Transporte an und nutzt sie aus. Hierdurch ist es möglich, einen
sehr großen Sicherungseffekt mit relativ geringem Aufwand zu erzielen.
[0009] Die Erfindung wird in folgendem in einigen Ausführungsbeispielen anhand der folgenden
Figuren beschrieben.
[0010] Es zeigen
Figur 1 das Prinzip einer Einrichtung gemäß der Erfindung,
Figur 2 eine Sendeeinrichtung der Einrichtung aus Figur 1,
Figur 3 eine Empfangseinrichtung der Einrichtung aus Figur 1,
Figur 4 ein Pulsschema für den Betrieb der Einrichtung aus Figur 1,
Figur 5 eine Variante zu Figur 2,
Figur 6 eine Variante zu Figur 3.
[0011] Das der Erfindung zugrundeliegende Prinzip soll anhand der Figur 1 erläutert werden.
[0012] Der Doppelpfeil 1 bezeichnet die zu schützende Transportstrecke, über die der Behälter
2 mit schutzbedürftigem Inhalt transportiert wird. Die Transportstrecke 1 kann sich
z.B. auf dem Innenhof eines Geldinstituts befinden und dort die Verbindung zwischen
dem Ausgang des Geldinstituts und dem zu beladenden Kraftfahrzeug darstellen. Die
Transportstrecke kann aber grundsätzlich auch in der gleichen Weise über der Öffentlichkeit
zugängliche Straßen und Plätze führen. Die Transportstrecke kann schließlich auch
Innen-räume betreffen, und zwar von dem Raum, in dem der Behälter 2 gefüllt oder geleert
wird bis zum Ausgang des Gebäudes.
[0013] Die stationäre Sendeanlage 3 erzeugt ein Hochfrequenzfeld 4, das mit Hilfe geeigneter
Antennen- und Reflektor-Anordnungen die gesamte Transportstrecke 1 erfüllt. Solche
Anordnungen sind nach dem Stand der Technik realisierbar. Im Inneren der Gebäude können
die Erfahrungen der Raumsicherung mit Hochfrequenz nutzbar gemacht werden. Am Äußeren
der Gebäude kann durch geeignete Spiegelanordnungen oder dgl. dafür gesorgt werden,
daß das Hochfrequenzfeld sich ausschließlich auf den von der Transportstrecke beanspruchten
Weg beschränkt.
[0014] Wie in der Darstellung der Erfindungsgedanken bereits berücksichtigt, kann die Informationsübertragung
während des gesamten Sicherungsvorganges durch verschiedene Energiearten wie Hochfrequenz,
Ultraschall und Licht z.B. Infrarot erfolgen.
[0015] In der folgenden Beschreibung wird Hochfrequenzübertragung bevorzugt. Bei anderen
Energiearten zur Übertragung laufen die Vorgänge in den meisten Teilen der Anlage
genauso ab wie beschrieben. Lediglich Sender, Empfänger, Antennen und Reflektoren
passen sich der gewählten Übertragungsform an.
[0016] Im Inneren von Gebäuden und bei verwinkelten oder verbauten Außenstrecken werden
zweckmäßig Relaisstationen eingesetzt, die aus einem Empfänger und einem Sender mit
den entsprechenden Antennen bestehen. Derartige Relaisstationen können in den Transportstrecken
festeingebaut sein. Sie können aber auch transportabel sein und z.B. vom Transportfahrzeug
mitgeführt werden, um dann während des Entladevorganges aufgestellt zu werden.
[0017] Eine bei allen Übertragungsenergieformen verwendbare Verteilungsmöglichkeit innerhalb
der Gebäude nutzt bekannte Methoden der Nachrichtenübertragung aus. Das in den Gebäuden
vorhandene Stromnetz wird in bekannter Weise mit der Information von der Sendeeinrichtung
beschickt und an geeigneten Stellen,des Transportweges direkt an den Steckdosen oder
dergleichen des Stromnetzes Sender angeschlossen, die neben ihrem Energiebedarf auch
die zu sendende Information aus dem Stromnetz beziehen.
[0018] Es wird davon ausgegangen, daß der Behälter 2 mit Sicherungsmitteln ausgerüstet ist,
durch die im Falle eines Raubüberfalles oder dergleichen der schutzbedürftige Inhalt
des Behälters z.B. eine Kennzeichnung erhält, die ihn für die weitere unbefugte Verwendung
unbrauchbar macht.
[0019] Die Sicherungsmittel können aber auch zur völligen Vernichtung des Inhaltes dienen
und sie können schließlich eine im Behälter 2 angebrachte Alarmeinrichtung auslösen,
durch die der Zweck des Überfalls oder des Diebstahls verhindert werden kann. Derartige
Sicherungsmittel sind bekannt. Sie sind im allgemeinen so aufgebaut, daß sie vom Träger
des Behälters 2 von Hand im Gefahrfalle ausgelöst werden müssen. Auf die Nachteile
dieser Methode ist bereits hingewiesen worden.
[0020] Als Sicherungsmittel können auch bekannte Einrichtungen verwendet werden, die einen
Peilsender enthalten, der eine Aufspürung des Behälters ohne daß es der Entwender
bemerkt, durch Hochfrequenzpeilung ermöglichen.
[0021] Wie aus Figur 1 ersichtlich, wird der Behälter 2 im Rahmen dieser Erfindung zusätzlich
mit einem mit einer Antenne versehenen Empfänger 5 ausgerüstet. Das von diesem Empfänger
5 empfangene Hochfrequenzsignal wird in einer Auswerteeinrichtung 6 ausgewertet, die
auch eine Demodulationsstufe enthalten.kann. Am Ausgang 7 der Auswerteeinrichtung
6 steht dann ein Kommando zur Verfügung, das zur Auslösung der besprochenen eingebauten
Sicherungsmittel oder zur Unterdrückung der Wirkung dieser Sicherungsmittel verwendet
wird.
[0022] Die Sendeeinrichtung 3 ist in Figur 2 in einer Ausführungsform schematisch im Detail
dargestellt.
[0023] Die mit einer den örtlichen Gegebenheiten angepaßten Antenneneinrichtung verbundene
Sendestufe 10 wird von einem Modulator 11 moduliert. Der Modulator 11 erhält bei geschlossenem
Überbrückungsschalter 18 die zur Modulation dienende Information aus dem Informationsspeicher
12. Der Informationsspeicher 12 ist zweckmäßig als Ringspeicher ausgebildet, so daß
er in der Lage ist, eine sich wiederholende Information in ununterbrochener Folge
abzugeben.
[0024] Bei geöffnetem Überbrückungsschalter 18 wird die vom Informationsspeicher 12 abgegebene
Information vor dem Eintritt in den Modulator 11 in einer Codiereinrichtung 19 verschiedenen
Rechenvorgängen mit dem Ziele der Chiffrieruhg unterworfen. Die die Chiffrierung bestimmenden
Schlüsselspeicher (z.B. programmierbare Halbleiterspeicher) sind austauschbar eingerichtet.
[0025] Der Modulator 11 kann auch von einem Kommandogeber 15 beaufschlagt werden, wodurch
es möglich ist, dem Empfänger bestimmte definierte Kommandos zu übermitteln.
[0026] Für die Übertragung der Information kann z.B. in bekannter Weise ein Verfahren der
Wechselstromtele-grafie verwendet werden, bei dem die beiden Werte L und Ø des Informationsspeichers
12 durch zwei verschiedene Modulationsfrequenzen dargestellt werden. In diesem Falle
ist es zweckmäßig, für die Kommandoübertragung eine dritte Frequenz zu verwenden,
den Kommandogeber 15 also mit einem Generator für diese dritte Frequenz auszurüsten.
[0027] Die Informationsabgabe aus dem Informationsspeicher 12 .wird je nach der Stellung
des Taktumschalters 17 von dem langsamen Takter 13 oder von dem schnellen Takter 14
gesteuert.
[0028] Zur Füllung des Informationsspeichers 12 dient ein Zufallsgenerator 16.
[0029] In Figur 2 wurde darauf verzichtet, die in der Sendeeinrichtung vorgesehene zentrale
Folgesteuerung darzustellen, um die Übersichtlichkeit zu erhöhen.
[0030] Die Folgesteuerung ist mit bekannten Mitteln der Technik vom Fachmann leicht aufzubauen.
Ihre Wirkungsweise wird weiter unten erläutert.
[0031] Die im Behälter 2 untergebrachte Empfangs- und Auswerteeinrichtung 5, 6 ist in Figur
3 schematisch etwas mehr ins Detail gehend dargestellt. An die Empfangsstufe 20 schließt
sich der Demodulator 21 an, der mehrere verschiedene Signale abzugeben in der Lage
ist,. die z. T. in Figur 4 im einzelnen dargestellt sind.
[0032] Wenn die Sendeeinrichtung, wie oben beschrieben, nach einem Verfahren der Wechselstromtelegrafie
arbeitet, so entstehen im Demodulator 21 die in den Zeilen 30 und 31 dargestellten
Impulsfolgen jeweils für eine der beiden zur Wechselstromtelegrafie verwendeten Frequenzen.
[0033] Die Impulsfolge 3o wird über die Informationsleitung 23 dem Vergleicher 24 zugeführt.
[0034] Aus beiden Impulsfolgen wird im Demodulator 21 die Impulsfolge 32 gewonnen, die über
die Taktleitung 22 dem Informationsspeicher 25 als Taktfrequenz zugeführt wird.
[0035] Bei geschlossenem Ubertragungsschalter 28 wird eine der Impulsfolge 30 entsprechende
Impulsfolge dem Informationsspeicher 25 zur Einspeisung übermittelt.
[0036] Die aus dem Informationsspeicher 25 austretende Information wird bei nicht geschlossenem
Schalter 28 über eine Decodiereinrichtung 29 dem Vergleicher 24 zugeführt.
[0037] Der Vergleicher 24 vergleicht die über die Informationsleitung 23 eintreffende Information
und die aus der Decodiereinrichtung 29 übertragene Information Bit für Bit und schaltet
bei geschlossenem Sperrschalter 27 immer dann ein Kommandosignal auf die Ausgangsleitung
7, wenn er Nicht-Übereinstimmung dieser beiden Informationen feststellt.
[0038] An die Empfangsstufe 20 ist eine zusätzliche Demodulationsstufe, nämlich die Kommandoauswertung
26, angeschlossen, die vom Sender ausgestrahlte Kommandos auswertet und an die interne
zentrale Steuerung der Empfangseinrichtung weitergibt.
[0039] Auf die Darstellung dieser zentralen Steuerung, die mit bekannten Mitteln leicht
zu erstellen ist, wurde bewußt verzichtet, um die Übersichtlichkeit zu erhöhen. Ihre
Funktion wird aus der weiter unten beschriebenen Funktion des gesamten Systems klar.
[0040] In den Figuren 2 und 3 sind die mechanischen Schalter 17, 18, 27 und 28 nur als bequeme
Symbole zur übersichtlichen Darstellung zu verstehen. Die von ihnen ausgelösten Schaltfunktionen
können ohne prinzipielle Änderung von elektronischen Bauelementen übernommen werden.
[0041] Es wurde bereits darauf hingewiesen, daß der Behälter 2 auslösbare eingebaute Sicherungsmittel
nach dem Stande der Technik besitzt. Während die Auslösung dieser Sicherungsmittel
heute im allgemeinen von Hand geschieht, ist für die in der Erfindung vorgesehene
automatische Auslösung zweckmäßig eine Umkehr der Wirkungsweise der Auslösemittel
vorzusehen: die eingebauten Sicherungsmittel sind grundsätzlich so aufgebaut und geschaltet,
daß ihre Wirkung ausgelöst wird, wenn nicht durch besondere Mittel die Auslösung verhindert
wird. Die Unterdrückung der Auslösung übernimmt auf den durch die Erfindung zu schützenden
Transportstrecken die in der Erfindung beschriebene Einrichtung. Die Verhinderung
der Auslösung außerhalb dieser Transportstrecken, also insbesondere am Ort des Füllens
der Behälter 2, in den Transportfahrzeugen und am Ort des Leerens des Behälters 2
wird von anderen Einrichtungen übernommen, die nach dem heutigen Stand der Technik
leicht zu realisieren sind. Solche Unterdrückungseinrichtungen mechanischer oder elektromechanischer
Art können z.B. leicht realisiert werden in Kombination mit den bekannten mechanischen
Verriegelungseinrichtungen der Behälter 2 im Transportfahrzeug. In der einfachsten
Form können diese mechanischen Verriegelungseinrichtungen auch auf die Räume übertragen
werden, in denen die Behälter 2 gefüllt oder entleert werden. Sind, wie beschrieben,
diese Verriegelungseinrichtungen mit der Unterdrückung der Auslösung der im Behälter
2 eingebauten Sicherungsmittel fest gekoppelt, so ergibt sich, daß die eingebauten
Sicherungsmittel nicht wirksam werden können, solange die Behälter sich entweder am
Füllort oder im Transportfahrzeug oder am Entleerungsort mechanisch verriegelt befinden.
Eine solche mit der mechanischen Verriegelung kombinierte mechanische oder elektromechanische
Einrichtung zur Unterdrückung der Auslösung der eingebauten Sicherungsmittel erhöht
die Sicherheit derartiger Transporte erheblich. Sie wird in der folgenden Funktionsbeschreibung
der erfindungsgemaßen Anlage vorausgesetzt.
[0042] Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Empfangsanlage 5, 6, 7 im Deckel des Behälters
2 für den schutzbedürftigen Inhalt unterzubringen und den Sperrschalter 27 so auszubilden,
daß er erst nach Aufsetzen des Deckels auf den Behälter und einem Kommando der Sendeeinrichtung
geschlossen wird. Üblicherweise werden die Deckel solcher Behälter mit Schlüsseln
verschlossen und geöffnet, die nur bestimmten Personen in den Füll- und Entleerungsräumen
zugänglich sind. Wird also ein Behälter in einem Entleerungsraum geöffnet, so ist
der Deckel entschärft und kann ohne besondere Vorrichtung abgelegt werden: Eine besondere
Verriegelungseinrichtung, wie zuvor beschrieben,.ist dann nicht nötig. Das Scharfmachen
des Schalters 27 erfolgt wieder beim Aufsetzen und Verschließen des Deckels, entsprechend
dem unten beschriebenen Vorgang.
[0043] Die beschriebenen Anlagen führen unter der Wirkung der zentralen Steuerungen der
Sende- und Empfangsanlagen, die in Figur 2 und 3 zur Erhöhung der Übersichtlichkeit
weggelassen worden sind, folgende Funktionen aus:
Während des Füllens ist der Behälter 2 am Füllort mechanisch verriegelt und hierdurch
zugleich die Auslösung der eingebauten Sicherungsmittel verhindert. Nach Füllung des
Behälters 2 und seiner Schließung wird die Sendeeinrichtung nach Figur 2 eingeschaltet
und hierdurch zunächst der Informationsspeicher 12 mit Hilfe des Zufallsgenerators
16 mit einer Zufallfolge geladen. Bei diesem Vorgang wird der Taktumschalter 17 umgelegt,
so daß das Laden unter dem Einfluß des schnellen Takters 14 geschieht. Der Informationsspeicher
12 hat z.B. eine Kapazität von 1o kbit, der schnelle Takter 14 eine Taktfrequenz von
10 kHz, so daß der Einspeichervorgang in einer Sekunde abgeschlossen ist.
[0044] Nach Abschluß des Einspeicherns wird die Sendeeinrichtung in die Betriebsart "Programm
übertragen" geschaltet. In dieser Betriebsart gibt die nicht eingezeichnete ,zentrale
Kommandosteuerung zunächst ein von dem Kommandogeber 15 erzeugtes Signal an die im
Behälter 2 befindliche Empfangsstation, die dort in der Kommandoauswertung 26 ausgewertet
und der zentralen Steuerung der Empfangsstation zugeleitet wird. Die zentrale Steuerung
der Empfangsstation bewirkt die Schließung des Schalters 28, wodurch die empfangene
Information vom Demodulator 21 dem Informationsspeicher 25 zur Einspeicherung zugeführt
wird.
[0045] Der Sperrschalter 27 ist zwar geschlossen, die Auslösung der eingebauten Sicherungsmittel
aber noch durch die mechanische Verriegelung des Behälters am Füllort verhindert.
[0046] Der Schalter 28 bleibt in der Folgezeit für etwa 1 Sekunde geschlossen, was entweder
durch Aufrechterhaltung des vom Kommandogeber 15 abgegebenen Kommandos während der
nun folgenden Informationsübertragung bewirkt wird oder dadurch, daß vom Kommandogeber
15 zwei verschiedene Kommandos, ein Startkommando und ein Endekommando, für die nun
folgende Informationsübertragung abgegeben wird.
[0047] Während der Informationsübertragung liefert der Informationsspeicher 12, gesteuert
durch den schnellen Takter 14, seine Information über die Codiereinrichtung 19 an
die Modulationsstufe 11 und die Sendestufe 10.
[0048] Auf der Empfangsseite wird die von der Empfangsstufe 20 empfangene Information im
Demodulator 21 demoduliert und über den geschlossenen Schalter 28 in den Informationsspeicher
25 eingespeichert.
[0049] Der zugehörige Steuertakt 32 für den Informationsspeicher wird vom Demodulator 21
über die Taktleitung 22 an den Informationsspeicher 25 übertragen. Nach Abschluß der
Informationsübertragung enthält der Informationsspeicher 25 die gesamte - allerdings
durch die Codiereinrichtung 19 chiffrierte - Information des Informationsspeichers
12.
[0050] Nunmehr wird in der Sendeeinrichtung die Betriebsart "Betrieb" eingeschaltet. Hierbei
wird durch Umschalten des Taktumschalters 17 an den Informationsspeicher 12 der langsame
Takt des Takters 13 angelegt. Außerdem wird durch Abfall des Überb-rückungsschalters
18 die Codiereinrichtung 19 für die an den Sender übermittelte Information unwirksam
gemacht.
[0051] Durch Einschaltung des langsamen Takters 13 wird die Sendegeschwindigkeit auf z.B.
10 Impulse/Sek. herabgesetzt. Die von der Sendestufe 10 ausgestrahlte und von der
Empfangsstufe 20 aufgenommene Information wird im Demodulator 21 demoduliert und die
L-Impulse 30 über die Informationsleitung 23 dem Vergleicher 24 zugeführt. Die gleichzeitig
im Demodulator 21 gewonnene Taktfrequenz 32 wird über die Taktleitung 22 dem Informationsspeicher
25 zügeführt, der die in ihm gespeicherte Information über die Decodiereinrichtung
29 ebenfalls an den Vergleicher 24 abgibt.
[0052] Die Decodiereinrichtung 29 erzeugt aus der Information des Informationsspeichers.25
eine Information, die Bit für Bit der Ursprungsinformation des Informationsspeichers
12 übereinstimmt.D.h., Codiereinrichtung 19 und Decodiereinrichtung 29 verwenden den
gleichen Algorithmus und die gleiche Schlüsselinformation in entgegengesetzer Richtung.
[0053] Der Vergleicher 24 vergleicht diese beiden Informationen Bit für Bit und gibt über
den Sperrschalter 27 bei positivem Ausgang des Vergleichs kein Signal, so daß die
Auslösung der eingebauten Sicherungsmittel im Behälter 2 unterbunden wird.
[0054] Nunmehr kann der Behälter 2 aus seiner mechanischen Verriegelung gelöst werden, ohne
daß befürchtet werden muß, daß durch den Wegfall dieser Verriegelung die eingebauten
Sicherungsmittel ausgelöst werden könnten. Der Behälter 2 wird nunmehr über die Transportstrecke
1 bewegt, wobei er sich ununterbrochen im Hochfrequenzfeld der Sendeeinrichtung 3
befindet, so daß also ununterbrochen durch die anhand der Figuren 2 und 3 dargestellten
Einichtungen eine Auslösung der eingebauten Sicherungsmittel unterbunden werden. Wird
dagegen der Behälter aus dem-Hochfrequenzfeld der Transportstrecke 1 herausgebracht,
so entfällt die Information, die von der Sendeeinrichtung 3 ausgestrahlt wird. Dann
stellt der Vergleicher 24 eine Nicht-Übereinstimmung fest, gibt über den Sperrschalter
27 ein Signal und die eingebauten Sicherungsmittel werden ausgelöst. Das Verfahren
ist in Figur 4 noch einmal schematisch dargestellt. Verglichen wird die über die Informationsleitung
23 eintreffende Information 30 mit der von der Decodiereinrichtung 29 gelieferten
Information 33. In Figur 4 ist angenommen worden, daß einem Bit der Information 33
kein entsprechendes Bit der Information 30 gegenüberstand und daher der Auslösebefehl
34 für die eingebauten Sicherungsmittel ausgelöst wurde.
[0055] Bei'der im Beispiel gewählten Sendefrequenz von 1o Hz reicht der ebenfalls beispielhaft
gewählte Speicherinhalt der beiden Informationsspeicher 12 und 25 von 10 kbit für
eine Transportzeit von ca. 15 Min. aus, wodurch die meisten Transportvorgänge abgedeckt
sein dürften.
[0056] Den Abschluß des geschilderten Transportvorganges bedeutet das Einbringen des Behälters
2 in das gesicherte Transportfahrzeug. Hier wird der Behälter 2 in die oben beschriebenen
Verriegelungseinrichtungen eingesetzt und hierdurch gleichzeitig die Auslösung der
eingebauten Sicherungsmittel mechanisch oder elektromechanisch unterbunden. Nach der
Verriegelung des Behälters 2 im Transportfahrzeug kann die Sendeeinrichtung 1 abgeschaltet
werden.
[0057] Wie aus der Beschreibung ersichtlich ist, muß durch geeignete Aufstellung des Transportfahrzeuges
und evtl. durch geeignete elektronische Hilfsmittel - auch im Fahrzeug - dafür gesorgt
werden, daß das Hochfrequenzfeld den Behälter bis zu seiner Aufstellung in den Verriegelungseinrichtungen
im Transportfahrzeug erreicht, da sonst die Gefahr einer vorzeitigen Unterbrechung
des Empfangs besteht.
[0058] Bei der oben geschilderten Variante,die den Einbau der Empfangseinrichtung 5, 6,
7 im Deckel des Behälters 2 vorsieht, laufen die Vorgänge in den beschriebenen Anlagen
durch entsprechenden Aufbau der zentralen Steuerungen vorteilhaft in anderer Weise
ab. Der in folgendem beschriebene Ablauf erlaubt es auch, mehrere Behälter zugleich
zu füllen, zu transportieren oder zu leeren.
[0059] Die Sendeeinrichtung 2 wird vor dem Füllen oder Entleeren bzw. unmittelbar nach dem
Eintreffen des Fahrzeuges eingeschaltet und bleibt während des ganzen Vorganges in
Betrieb. Der Informationsspeicher 12 ist geladen.
[0060] Die Sendeeinrichtung 2 schaltet sich in die Betriebsart "Betrieb", die automatisch
in kurzen Abständen durch die Betriebsart "Programm übertragen" unterbrochen wird.
[0061] Während der Betriebsart "Programm übertragen" wird nach dem beschriebenen Vorbereitungskommando
die im Informationsspeicher 12 (der, wie oben angegeben, als Ringspeicher ausgebildet
ist) enthaltene Information ausgesendet, und zwar beginnend mit dem Informationsteil,
der in der Betriebsart "Betrieb" ausgesendet worden wäre, wenn die Unterbrechung nicht
erfolgt wäre. Im Anschluß an einen Umlauf des Informationsspeichers 12 folgt das Kommando
"Übertragungsende" und danach geht die Anlage wieder in die Betriebsart "Betrieb"
und sendet die Information des Informationsspeichers 12 aus, beginnend mit der Stelle,
vor der die Unterbrechung stattgefunden hat.
[0062] Eine Empfangsanlage, die in der oben geschilderten Weise durch Aufsetzen und Schließen
des Deckels auf den Behälter 2 empfangsbereit gemacht wurde, ignoriert die empfangene
Sendung bis zum Erscheinen des Vorbereitungssignals und übernimmt danach die Information
des Informationsspeichers 12, wie früher beschrieben, in den Informationsspeicher
25.
[0063] Das Ende-Kommando löst in der Empfangsanlage die beschriebenen Vorgänge für die Betriebsart
"Betrieb" aus und gibt zugleich den bis dahin blockierten Schalter 27 frei. Der Behälter
2 unterliegt damit dem Transportschutz. Zugleich wird eine nochmalige Auswertung des
Vorbereitungskommandos unterbunden.
[0064] Dieser Zustand der Empfangsanlage 5, 6,7 bleibt erhalten bis der Behälter im Transportfahrzeug
in die Verriegelungseinrichtung im Fahrzeug eingesetzt wird oder der Deckel aufgeschlossen
wird.
[0065] Der Entladevorgang spielt sich etwa in umgekehrter Reihenfolge ab. Es wird vorausgesetzt,
daß am Entladeort eine Sendeeinrichtung gemäß Figur 2 vorhanden ist, die die gesamte
Transportstrecke vom Transportfahrzeug bis zum Entleerungsort absichert. Nach Eintreffen
entsprechender Plazierung und ggf. Öffnung des Transportfahrzeuges wird diese Sendeeinrichtung
eingeschaltet und jetzt durch in bereits beschriebener Weise zugleich der Informationsspeicher
12 mit einem Programm geladen.
[0066] Bei Weiterschaltung des Betriebsartenschalters wird dieses Programm in der geschilderten
Weise codiert in den Informationsspeicher 25 des Behälters 2 übertragen.
[0067] In der nächsten Stellung des Betriebsartenschalters ist dann der Sende- und Empfangsbetrieb
hergestellt und über den Sperrschalter 27 die Auslösung der eingebauten Sicherungsmittel
unterbunden. Nunmehr kann der Behälter 2 aus seiner Verklinkung dem Transportfahrzeug
entnommen werden, über die Transportstrecke getragen werden, bis er im Entleerungsraum
wieder in eine Verklinkung einrastet.
[0068] Nachdem diese Verklinkung die Sperrung des Ausführungsbefehls für die eingebauten
Sicherungsmittel übernommen hat, kann die Sendeeinrichtung wieder ausgeschaltet werden.
[0069] In der zweiten geschilderten Variante spielt sich der Vorgang fast genauso ab.
[0070] Derartige Transportfahrzeuge besitzen häufig eine vom Fahrer bedienbare Tastatur,
mit der einzelne Behälter zur Entnahme aus ihrer Verriegelung freigegeben werden können.
Nach dem Einschalten der Sendeeinrichtung wird vorteilhaft durch ein Freigabekommando
diese Tastatur scharfgemacht. Bei entsprechend aufgebauter Organisation kann sogar
die Tastatur übergangen werden und können die für die Entladung vorgesehenen Behälter
durch Kommandos der Sendeeinrichtung freigegeben werden.
[0071] Unmittelbar darauf spielt sich die Programnübertragung in der geschilderten Form
ab.
[0072] Um das Fahrzeug wirkungsvoll in die Absicherung der Transportstrecke einzuschalten,
wird es zweckmäßig mit Antenne und Bordempfänger versehen. Von diesem Bordempfänger
können die Behälter im Verriegelungsgestell über Kabel versorgt werden.
[0073] Die Beschränkung auf die Aüssendung nur eines Speicherinhaltes während der Transportzeit
ist zweckmäßig, um Inhalt der Informationsspeicher nur einmal zu verwenden. In der
Praxis können aber längere Transportzeiten durchaus zugelassen werden, weil die beiden
Informationsspeicher als Ringspeicher geschaltet sind und den in ihnen getragenen
Informationsinhalt laufend wiederholen.
[0074] Eine andere beispielsweise Ausführungsform ist in den Figuren 5 und 6 dargestellt.
Die dargestellten Einrichtungen verwenden das gleiche Überwachungsprinzip und auch
zahlreiche der in Figur 2 und 3 dargestellten Teileinrichtungen, so daß bei der Erklärung
dieser Variante auf die bereits erfolgte Erklärung zu den Figuren 2 und 3 zurückgegriffen
werden kann.
[0075] Die in Fig. 5 dargestellte Sendeeinrichtung unterscheidet sich von der in Fig. 2
vor allem durch den Wegfall der Codiereinrichtung 19. Weiterhin benötigt sie keinen
Zufallsgenerator 16. Außerdem ist der schnelle Takter 14 durch den Worttakter 30 ersetzt
worden, der den Informationsspeicher 12 zur Abgabe einer Bitfolge bestimmter Länge
veranlaßt.
[0076] Auch in der in Fig. 6 dargestellten Empfangseinrichtung fällt gegenüber der Empfangseinrichtung
nach Fig. 3 die Decodiereinrichtung 29 weg. Der Informationsspeicher 31 ist wie der
Informationsspeicher 25 als Ringspeicher geschaltet. Er unterscheidet sich dadurch,
daß er für eine bestimmte Anzahl von Bits, also für ein Wort, einen Parallelausgang
32 besitzt, der zu einem Wortvergleicher 33 führt. Der Informationsspeicher 31 kann
außer über die Taktleitung 22 auch von einem schnellen Takter 36 getaktet werden.
[0077] In den Ausgang des Demodulators 21 ist ein Informationsumschalter 35 eingeschaltet
worden, .der es gestattet, die Information statt dem Vergleicher 24 einem Wortspeicher
34 zuzuführen, der ebenfalls einen Parallelausgang zum Wortvergleicher 33 besitzt.
Der Wortvergleicher 33 schließlich besitzt einen Kommandoausgang, mit dem der schnelle
Takter 36 unterbrochen werden kann.
[0078] Die in Fig. 5 und 6 dargestellte Variante unterscheidet sich von der früher beschriebenen
vor allen Dingen dadurch, daß der Informationsinhalt der Informationsspeicher nicht
bei jedem Transportvorgang neu gebildet wird, sondern z.B. in der Form von programmierbaren
Halbleiterspeichern mit dem gleichen Informationsinhalt in die Speicher eingesetzt
wird, und zwar für alle an einem Transportvorgang beteiligten Geräte, also im Minimum
für die Sendeeinrichtung am Füllort, die Sendeeinrichtung am Leerungsort und für die
Empfangseinrichtung im Behälter 2.
[0079] Bei den Sendeeinrichtungen wird die Betriebsart Informationsübertragung durch die
Betriebsart Synchronisierung ersetzt, die in gleicher Weise, wie früher beso hrieben,
durch ein besonderes Kommando über Kommandogeber 15 und Kommandoauswertung 26, in
der auch in diesen Schaltbildern nicht eingezeichneten zentralen Steuerung ausgelöst
wird.
[0080] In dieser Betriebsart wird durch Umschaltung des Taktumschalters 17 auf den Worttakter
30 die Aussendung eines Wortes, also z.B. einer Reihe von 16 aufeinanderfolgender
Bits, veranlaßt.
[0081] In der gleichen Betriebsart ist der Informationsschalter 35 so umgeschaltet, daß
das übertragene Wort in dem Wortspeicher 34 aufgenommen wird. Außerdem bewirkt die
gleiche Betriebsart, daß mit Hilfe des schnellen Takters 36 der Inhalt des Informationsspeichers
31 in rascher Folge bewegt wird. Unter Annahme der früher angegebenen Zahlen erfolgt
der zyklische Umlauf der gesamten Information in weniger als einer Sekunde.
[0082] Während dieser Zeit prüft der Wortvergleicher 33 ununterbrochen, ob das am Parallelausgang
32 anstehende Wort mit dem von der Sendeeinrichtung in den Wortspeicher 34 übermittelten
Wort übereinstimmt.
[0083] Bei Übereinstimmung stoppt er den schnellen Takter 36 und damit die weitere Bewegung
der Information im Informationsspeicher 31. Nunmehr sind die beiden Informationen
in den Informationsspeichern 12 und 31 synchronisiert und die normale Betriebsart
zur Sicherung des Transportweges kann beginnen.
[0084] Die übrigen Vorgänge spielen sich völlig analog zu den früher beschriebenen Vorgängen
an. Auch in Analogie ist es erforderlich, daß die Synchronisationsphase sowohl beim
Transport des Behälters 2 in das Transportfahrzeug als auch beim Transport aus dem
Transportfahrzeug eingeschaltet wird.
[0085] Die nach Möglichkeit stochastische Information, die in Form von programmierten Halbleiterspeichern
in die Informationsspeicher 12 und 31 eingesetzt wird, wird zweckmäßig in zeitlich
festgelegtem Rhythmus - z.B. täglich - durch Austausch der Halbleiter-Bausteine ausgewechselt.
Hierbei ist darauf zu achten, daß jeweils alle zu einem System gehörenden Sende- und
Empfangseinrichtungen die gleiche Information erhalten.
[0086] Beim Aufbau der Informations-Bausteine ist weiterhin darauf zu achten, daß im Zuge
einer eingespeicherten Information keine Wiederholungen von "Worten" auftreten. Unter
der Annahme eines einigermaßen stochastischen Aufbaues dieser Information und unter
Annahme der früher genannten Zahlen ist die Wahrscheinlichkeit hierfür gering. Sie
muß aber jeweils nach der Herstellung der Informations-Bausteine durch besondere Prüfverfahren
ganz ausgeschlossen werden.
[0087] Eine Vereinfachung der eben beschriebenen Variante ergibt sich, wenn die für die
Transportsicherung benutzte Informationsfolge in (nicht notwendig gleich lange) Abschnitte
unterteilt wird und jedem dieser Abschnitte eine Abschnittsnummer vorangestellt wird.
Diese Abschnittsnummer muß sich von dem übrigen Inhalt der Information deutlich abheben.
Alle Abschnittsnummern müssen voneinander verschieden sein. Hierfür ist z.B. möglich,
für die Eintragung der Abschnittsnummern eine spezielle, in den übrigen Informationen
nicht verwendete Codierung zu verwenden oder die Abschnittsnummern durch Voranstellung
eines Kommandos auf einer anderen Frequenz deutlich zu kennzeichnen.
[0088] In dieser vereinfachten Anordnung beginnt die Informationsübertragung der Sendeeinrichtung
jeweils bei einer Abschnittsnummer. In der vorhergehenden Synchronisierungsphase wird
dafür gesorgt, daß auch im Informationsspeicher 31 die gleiche Abschnittsnummer den
Anfang der Übertragung bedeutet.
[0089] Die zuletzt beschriebene Variante der Erfindung besitzt gegenüber der früher beschriebenen
Variante verschiedene Vor- und Nachteile. Ein Nachteil besteht darin, daß die für
die Übertragungssicherung verwendete Information im vorhinein in der Form von Halbleiter-Bausteinen
hergestellt werden muß und hierdurch die Gefahr der Duplizierung der Bausteine und
der mißbräuchlichen Verwendung gegeben ist.
[0090] Ein Vorteil besteht darin, daß kein Sendevorgang außerhalb des eigentlichen zur Transportsicherung
verwendeten Sendevorganges nötig ist.
[0091] Derartige Sendevorgänge könnten mit geeigneten Einrichtungen abgehört und die abgehörte
Information unter bestimmten Umständen mißbräuchlich verwendet werden.
[0092] Unter bestimmten räumlichen Verhältnissen auf der Transportstrecke kann die Ausdehnung
des zur Sicherung verwendeten Hochfrequenzfeldes von besonderer Bedeutung sein. In
solchen Fällen kann es notwendig sein, zu verhindern, daß das Hochfrequenzfeld über
die eigentliche Transportstrecke hinaus ausbreitet oder durch mißbräuchlich eingebrachte
Mittel aus der eigentlichen Transportstrecke heraus ablenken läßt. In solchen Fällen
lassen sich für die Verbesserung der Konzentration des Hochfrequenzfeldes bekannte
technische Verfahren, insbesondere aus der Leitstrahltechnik, verwenden. Solche Verfahren
bestehen bekanntlich darin, daß eine bestimmte Bahnkurve - im allgemeinen eine Symmetrieachse
des verwendeten Antennensystems - vorhanden ist, auf der trotz der Umschaltung einzelner
Antennen eines Antennensystems eine konstante Feldstärke herrscht. Es ist ohne Schwierigkeiten
möglich, die zur Transportsicherung verwendete Hochfrequenzenergie über ein derartiges
mit umschaltbaren Antennen ausgerüstetes Antennensystem abzustrahlen und auf der Empfangsseite
eine zusätzliche Kontrolle der mit der Umschaltfrequenz schwankenden Hochfrequenzenergie
durchzuführen. Hierdurch ist es möglich, insbesondere bei längeren Transportwegen
über freie Flächen, eine bessere Einengung des durch das Verfahren gesicherten Transporttunnels
zu erreichen.
1. Einrichtung zur Diebstahlsicherung eines Wertsachen-Transportbehälters (2) auf
einer gegebenen kurzen Strecke (1), insbesondere eines Geldsacks zwischen einem Banksafe
und einem wartenden Geldtransportfahrzeug, mit einem Sender (3) außerhalb sowie einem
darauf abgestimmten drahtlosen Empfänger (5) innerhalb oder am Behälter und mit Mitteln
zur Markierung oder Vernichtung des Behälterinhalts oder zur Alarmabgabe, die vom
Empfänger ausgelöst werden, falls dieser das vereinbarte Sendersignal nicht mehr ausreichend
empfängt, dadurch gekennzeichnet , daß Sender und Empfänger je einen Speicher für
Informationsmuster (12, 25) enthalten, daß der Sender einen Generator (16) für ein
Informationsmuster aufweist, und daß im Empfänger eine das gespeicherte mit dem empfangenen
Informationsmuster vergleichende Schaltung (6) vorgesehen ist, die die Mittel zur
Markierung oder Vernichtung oder zur Alarmabgabe bei mangelnder Übereinstimmung oder
mangelhaft oder nicht empfangenen Informationsmuster auslöst.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß das verabredete Informationsmuster
aus einem im Sender befindlichen Zufallsgenerator (16) stammt und von diesem vor einem
Transportvorgang auf einen Speicher am Empfänger überspielt wird.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Überspielung mit einer
höheren Taktfrequenz als die spätere Aussendung des Musters während des Transportvorganges
erfolgt.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Sender
mindestens eine Richtantenne aufweist und im wesentlichen nur die zu sichernde Strecke
bestrahlt.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslösung
der Mittel durch am Anfang und Ende der Strecke befindliche mechanische Sperrorgane,
solange der Behälter an diese Organe angeklinkt ist, unterdrückt wird.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch ge kennzeichnet, daß im Sender
und im Empfänger zwischen verschiedenen Betriebsarten wie "Überspielen des Informationsmusters",
"Überwachungsbetrieb" usw. unterschieden wird und daß die Betriebsart des Empfängers
vom Sender aus umschaltbar ist.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, daß die vom
Sender zum Empfänger übertragenen Signale im Hochfrequenzband liegen.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, daß eines der
Enden der Strecke in einem Fahrzeug liegt und daß das Fahrzeug mit einer Außenantenne
und einem Bordempfänger versehen ist, von dem aus die in Verklinkungsstellung befindlichen
Behälter drahtgebunden mit dem vom ortsfesten Sender kommenden Signalen versorgt werden.
9. Automatische Schutzeinrichtung für Strecken, auf denen mit auslösbaren eingebauten
Sicherungsmitteln zur Kennzeichnung oder Vernichtung des Inhaltes oder Mitteln zur
Alarmabgabe ausgerüstete Behälter mit schutzbedürftigem Inhalt transportiert werden;
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine stationäre Sendeeinrichtung (3) vorhanden
ist, die im Bereich der zu schützenden Transportstrecke (1) ein Energiefeld erzeugt,
und daß die zu transportierenden Behälter (2) einen auf dieses Energiefeld abzustimmenden
Empfänger (5) sowie eine Vorrichtung (6) besitzen, die bei Empfang eines vorbestimmten
Programmes die-Auslösung der eingebauten Sicherungsmittel unterdrückt.
10. Schutzeinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß in den Sendeeinrichtungen
Informationsspeicher (12) und Modulationseinrichtungen (11) enthalten sind, mit denen
die abgestrahlte Energie moduliert wird, und dem Empfänger Informationsspeicher (25)
und Kontrolleinrichtungen zugeordnet sind, mit denen die Modulation der empfangenen
Energie überwacht wird.
11. Schutzeinrichtung nach Anspruch 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Sendeeinrichtung
einen Zufallsgenerator (16) enthält, der vor jedem Betriebsvorgang den Informationsspeicher
(12) mit einer stochatischen Information füllt.
12. Schutzeinrichtung nach Anspruch 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Sendeeinrichtung
eine Kodiereinrichtung (19) zur Kodierung des Informationsinhaltes des Informationsspeichers
(12) bei der vor dem eigentlichen Betrieb erfolgenden Informationsübertragung enthält
und dem Empfänger eine Dekodiereinrichtung (29) zur Dekodierung der im Informationsspeicher
(25) enthaltenen kodierten Information während des Transportes zugeordnet ist.
13. Schutzeinrichtung nach Anspruch 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Sendeeinrichtung
einen schnellen Takter (14) für die Übertragung der kodierten Information vor dem
Transportvorgang enthält-.
14. Schutzeinrichtung nach Anspruch 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Sendeeinrichtung
einen Kommandogeber (5) enthält und dem Empfänger ein Kommandoauswerter (26) für die
Übermittlung der Betriebsarten-Kommandos zugeordnet ist.
15. Schutzeinrichtung nach Anspruch 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Sendeeinrichtung
einen Worttakter (3o) enthält und dem Empfänger ein Wortspeicher (34) für die Übermittlung
und Einspeicherung eines in der Länge definierten Teiles der im Informationsspeicher
(12) enthaltenen Information zugeordnet ist.
16. Automatische Schutzeinrichtung nach Anspruch 9 und 10, dadurch gekennzeichnet,
daß der dem Empfänger zugeordnete Informationsspeicher (31) einen Parallelausgang
(32) enthält und einen Vergleicher (33), der bei Übereinstimmung der vom Informationsspeicher
(31) gebotenen Information mit der im Wortspeicher (34) enthaltenen Information ein
durch einen schnellen Takter (36) erzeugten Informationsumlauf im Informationsspeicher
(31) beendet, so daß die Synchronität der Information in den Informationsspeicher
(12 und 31) sichergestellt ist.