[0001] In der FR-A-2 241 384 ist die Herstellung von Papiersubstraten durch Aufpropfen von
Polymeren mit gegebenenfalls Monomeren auf Lignocellulose-Papiermaterialien beschrieben.
Derartige Papiermaterialien sollen ein hohes Absorptionsvermögen für Wasser aufweisen
und sind für Filtermaterialien für Öl-und Luftfilter nicht geeignet. In der US-A-4
091 167 wird Pappe mit einem Imprägniermittel aus einer Lösung eines Präpolymeren
und eines Monomeren imprägniert, worauf mit Elektronenstrahlen gehärtet wird. Die
Herstellung von Filtermaterialien wird hierdurch nicht angesprochen.
[0002] In Tappi, September 1975, Vol. 78, Nr. 9, Seiten 125-128 wird die Herstellung von
Filtern aus Nadelvliesen aus Polyester beschrieben. Diese Nadelvliese werden mit Acrylpolymeren
auf Ölbasis behandelt und durch Strahlung gehärtet. Die erhaltenen Filtermaterialien
werden jedoch als unzufriedenstellend und verbesserungsbedürftig bezeichnet.
[0003] In der DE-A-2150 374 wird allgemein die Härtung von Acrylharzen beschrieben ; ein
Bezug zur Herstellung von Filtermaterialien besteht nicht. Die DE-A-1 113677 und die
DE-B-1 174 740 betreffen ein Verfahren zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften
von Textilien aus cellulose-haltigen Fasern, wobei die Textilien knitterfest oder
dimensionsstabil gemacht werden sollen.
[0004] Bisher wurden zur Herstellung von Öl und Luftfiltern Filterpapiere mit unvernetzten
Phenolharzen getränkt, die anschließend bei erhöhter Temperatur vernetzt bzw. gehärtet
wurden. Eine derartige Verfahrensweise weist verschiedene Nachteile auf, die vorwiegend
durch den aufwendigen Härtungsvorgang bedingt werden. So muß die Härtung bei hohen
Temperaturen in der Größenordnung von 160 bis 180 °C erfolgen, außerdem werden Härtungszonen
von 30 bis 50 m Länge und Verweilzeiten von 60 bis 80 Minuten benötigt, was zu einem
hohen Energieaufwand, zu einem hohen apparativen Aufwand und zu einer starken Umweltbelastung
durch die bei der Auskondensation freiwerdenden Phenolharzdämpfe führt.
[0005] Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, ein wirtschaftliches Verfahren
zur Herstellung von Filtermaterialien für Kraftfahrzeuge bereitzustellen, das bei
geringem Energieaufwand und geringem apparativen Aufwand durchführbar ist und zu Endprodukten
mit überlegenen Eigenschaften führt.
[0006] Es hat sich im Rahmen der Erfindung gezeigt, daß zur Erreichung dieses Ziels die
Verwendung von durch Elektronenstrahlen härtbaren Harzen geeignet ist.
[0007] Bekanntlich können verschiedene Polymere durch energiereiche Strahlung, beispielsweise
durch UV-Strahlung, α-, β- und y-Strahlung vernetzt werden. Derartige Vernetzungsreaktionen
wurden bisher beispielsweise bei der Härtung von Lacken ausgenutzt (DE-A-2 029 145).
[0008] Im Rahmen der Erfindung wurde nunmehr gefunden, daß die Elektronenstrahlhärtung auch
auf die Teilbelegung von Papiersubstraten auf Cellulosebasis unter Beibehaltung einer
Restpermeabilität der behandelten Substrate anwendbar ist.
[0009] Die Erfindung betrifft daher ein Verfahren zur Herstellung von Filtermaterialien
für Öl- und Luftfilter für Kraftfahrzeuge durch Imprägnieren eines Papiersubstrats
auf Cellulosebasis mit Harz und Monomer und nachfolgendes Härten des Substrats. Das
erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man das Substrat mit einer
Lösung oder Dispersion von mindestens einem durch Elektronenstrahlen härtbaren Polyurethan-Acrylat-Harz
aus Isocyanaten, Polyolen und hydroxyfunktionellen, mit NCO-Gruppen reaktiven Acrylat-
und Methacrylatmonomeren und Monomer tränkt, die eine Konzentration von 1 bis 50 Gew.-%
Harz und Monomer, bezogen auf das Gewicht der Lösung oder Dispersion enthält, hierauf
das Lösungsmittel entfernt und danach die Härtung durch Elektronenbestrahlung bewirkt.
[0010] Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird das zu behandelnde Substrat zunächst mit einer
Lösung oder Dispersion, bevorzugt einer Lösung, des Harzes und Monomeren in einer
geeigneten inerten organischen Flüssigkeit getränkt.
[0011] Polyole, die den erfindungsgemäß verwendbaren Harzen zugrundeliegen, können gerad-
oder verzweigtkettig sein und in der Kette ein oder mehrere Heteroatome, z. B. in
Form von Sauerstoffbrücken, enthalten. Sie weisen vorzugsweise 2 bis etwa 10, insbesondere
5 bis 9 und besonders bevorzugt 5 oder 6 Kohlenstoffatome auf. Sie enthalten bevorzugt
2 bis etwa 5 und insbesondere 2, 3 oder 4 Hydroxylfunktionen. Bevorzugte Beispiele
für derartige Polyole sind :
Trimethylolpropan, Pentaerythrit bzw. Pentaerythritol, Hexandiol, insbesondere Hexan-1,6-diol
und Polyäthylenglykole oder Propylenglykole, wie Triäthylenglykol oder Tripropylenglykol.
[0012] Die Hydroxylgruppen der genannten Polyole können gänzlich oder teilweise durch Acrylsäure
und/oder Methacrylsäure verestert sein.
[0013] Spezielle Beispiele für erfindungsgemäße einsetzbare Monomere sind Trimethylolpropantriacrylat,
Hexandioldiacrylat, Pentaerythritoltetraacrylat, Pentaerythritoltriacrylat, Hexan-1,6-dioldiacrylat,
Diäthylenglykoldiacrylat, Triäthylenglykoldiacrylat, Tetraäthylenglykoldiacrylat,
Tripropylenglykoldiacrylat, 2-Hydroxyäthylacrylat, 2-Hydroxypropylacrylat, Hexandiolmonoacrylat
und Butandiolmonoacrylate und die entsprechenden Methacrylate oder gemischte Acrylat-Methacrylate.
[0014] Besonders geeignete Monomere sind Pentaerythritoltriacrylat bzw. Pentaerythritolacrylat-Gemische
mit einem durchschnittlichen Veresterungsgrad von 3 bis 3,3 und mit einer Viskosität
von 600 bis 1 200 mPa - s (gemessen bei 20 °C mit dem Brookfield-Viskosimeter, Typ
RVT).
[0015] Als Polyurethanharze kommen hoch- oder niedrigmolekularen Harze oder Oligomere in
Frage, die in den verwendeten inerten organischen Flüssigkeiten löslich sind. Beispiele
hierfür sind lösliche Polyurethanacrylate, gebildet aus den vorgenannten hydroxyfunktionellen
Acrylatmonomeren.
[0016] Bevorzugt liegt das Molekulargewicht solcher Harze oder Oligomerer im Bereich von
800-8 000 und ihre Viskositäten gehen von 1 000-50 000 mPa - s. Der Gehalt an acrylisch
und/oder methacrylisch ungesättigten Monomereinheiten beträgt beispielsweise 2-6 pro
Molekül.
[0017] Derartige Harze wurden nach üblichen Verfahrensweisen hergestellt, beispielsweise
wie in der DE-A-2 530 896 und der DE-A-2 542 314 beschrieben. Beispielsweise wird
ein Polyol mit einem Diisocyanat zur Reaktion gebracht. Der erreichte Gehalt an freien
NCO-Gruppen wird dann abgesättigt mit hydroxyfunktionellen Acrylat- oder Methacrylatmonomeren.
Der Fachmann kann Mengen und Reaktionsbedingungen so wählen, daß die gewünschten Molekulargewichte
und der gewünschte Gehalt an acrylish und/oder methacrylisch umgesättigten Monomereinheiten
erzielt werden. Die Viskositäten können beispielsweise durch entsprechende Verdünnung
der Harze mit Monomeren variiert werden.
[0018] Als Ausgangsmaterialien für die als Harze bzw. Oligomere verwendbaren Polyurethan-Acrylate
kommen folgende Rohstoffe zum Einsatz :
Isocyanate wie :
a) 4,4-Diphenylmethandiisocyanat
b) Toluylendiisocyanat
c) Hexamethylmethandiisocyanat
d) 4,4-Dicyclohexylmethandiisocyanat
Polyole wie :
a) Polypropylenglykole, Polyäthylenglykole mit den Molekulargewichten 400, 1 000,
2 000, 3 000, 4000
b) Polyester auf der Basis aliphatischer und aromatischer Dicarbonsäuren, vorzugsweise
Adipinsäure und Sebacinsäure und difunktionellen aliphatischen Alkoholen, wie Äthylenglykol
und Neopentylglykol, Diäthylenglykol, Hexandiol-1,6 sowie polyfunktionellen Alkoholen
wie Trimethylolpropan und Pentaerythritol.
[0019] Hydroxyfunktionelle, mit NCO-Gruppen reaktive Acrylatmonomere und Methacrylatmonomere
wie :
2-Hydroxyäthylacrylat
2-Hydroxyäthylmethacrylat
2-Hydroxypropylacrylat
2-Hydroxypropylmethacrylat
Butandiolmonoacrylat
Hexandiolmonoacrylat
Pentaerythritoltriacrylat
[0020] Die hergestellten Harze werden je nach benötigter Viskosität mit Monomeren verdünnt
auf Konzentrationen von 40 bis 80 % mit :
Hexandiol-1,6-diacrylat
Butandiol-1,4-diacrylat
Triäthylenglykoldiacrylat
Tetraäthylenglykoldiacrylat
Dipropylenglykoldiacrylat
Tripropylenglykoldiacrylat
Tetrapropylenglykoldiacrylat
[0021] Im folgenden ist ein Beispiel für eine spezielle Rezeptur angegeben :
1 Äquivalent Polypropylenglykol MG 400
2 Äquivalente Toluylendiisocyanat 80/20
1 Äquivalent 2-Hydroxyäthylacrylat
[0022] Das hieraus erhaltene Produkt wird 50 %ig in Hexandiol-1,6-diacrylat gelöst.
MGHarz = 980
Viskosität: 600 bis 1 200 mPa . s
Funktionalität 2
[0023] Geeignete inerte organische Flüssigkeiten zur Auflösung oder Dispersion der Monomeren
oder Harze sind übliche inerte organische Lösungsmittel, wie aliphatische Alkohole
mit beispielsweise 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, insbesondere Methanol und Äthanol, aliphatische
Ketone mit beispielsweise 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, insbesondere Dimethylketon und
Methyläthylketon, sowie Ester, insbesondere Essigsäurealkylester mit beispielsweise
1 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkylteil, z. B. Methylacetat und Äthylacetat. Diese
Lösungsmittel können entweder allein oder im Gemisch eingesetzt werden.
[0024] Das Monomere und das Harz werden in dem Lösungsmittel zur Tränkung der Papiersubstrate
in Konzentrationen von 1,0 bis 50 Gew.-%, bezogen auf die Summe des Gewichts von Monomeren
und Harz und Lösungsmittel, eingesetzt. Die Lösungen enthalten somit 1,0 bis 50 Gew.-Teile
Monomeres und Harz und 99 bis 50 Gew.-Teile Lösungsmittel. Bevorzugte Bereiche liegen
bei 2,0 bis 40 Gew.-Teilen Monomerem und Harz und 98,0 bis 60 Gew.-Teile Lösungsmittel.
Beispielsweise können 10, 20, 30, 40 oder 50 Gew.-Teile Monomeres und Harz und 90,
80, 70, 60 bzw. 50 Gew.-Teile Lösungsmittel verwendet werden. Die Konzentration des
Monomeren und Harzes in dem Lösungsmittel hängt letztlich von dem gewünschten Belegungsgrad
des Substrats mit dem Monomeren bzw. Harz ab.
[0025] Das zu behandelnde Substrat kann in beliebiger Weise mit der Lösung bzw. der Dispersion
des Monomeren und Harzes in den genannten Lösungsmitteln imprägniert werden. Bevorzugt
führt man eine Tauchbehandlung durch. Anschließend an die Tauchbehandlung durchläuft
das Substrat eine Abtropfzone sowie eine Trockenzone, in der je nach dem Lösungsmittel
Temperaturen von etwa 120 bis 140 °C eingehalten werden. Aus der Trocknungszone wird
das Lösungsmittel in reinem Zustand zurückgewonnen und kann erneut für den gleichen
Zweck oder für andere Zwecke eingesetzt werden.
[0026] Die Menge des auf dem Substrat verbleibenden Harzes bzw. Monomeren ist unabhängig
von der Tauchzeit in der Lösung und hängt lediglich von der Konzentration des verwendeten
Lösung ab. Die Konzentration der eingesetzten Lösung richtet sich daher innerhalb
der vorsehend angegebenen Bereiche nach dem gewünschten Belegungsgrad bzw. den gewünschten
Eigenschaften, wie z. B. dem Permeationsgrad des herzustellenden Filtermaterials.
Bevorzugte Bereiche für die Belegung liegen je nach dem Verwendungszweck des Endproduktes
bei 5 bis 45 Gew.-%, insbesondere bei 5 bis 40 Gew.-%, beispielsweise bei 10 bis 25
Gew.-% oder bei 15, 25 oder 45 Gew.-%, bezogen auf die Masse des Substrats. Je nach
der Art des verwendeten Papier- bzw. Filterpapiermaterials ergeben im allgemeinen
folgende Harz/Oligomer-Konzentrationen die im Folgenden aufgeführten Belegungen (gemessen
als Papiermassenerhöhung in %) :

[0027] Überraschenderweise hat sich gezeigt, daß die so vorbehandelten Papiermaterialien
lagerungsstabil sind. So können beispielsweise behandelte Papierbahnen in Form von
Rollen transportiert und gelagert werden. Selbst wenn derartige Rollen in seitlich
stehender Form über längere Zeiträume vor der Vernetzung gelagert werden, wird keine
Wanderungstendenz des imprägnierten Materials aufgrund der Schwerkraft beobachtet,
vielmehr verbleibt das aufgebrachte ungehärtete Monomere bzw. Harz in gleichmäßiger
Weise über das Substrat verteilt.
[0028] Hierdurch ergibt sich der Vorteil, den Tränkungs- und den Härtungsvorgang zeitlich
getrennt und gegebenenfalls an verschiedenen Orten durchführen zu können. Auch eröffnet
sich die Möglichkeit, die so vorbehandelten Substrate vor der eigentlichen Härtung
einer Zwischenverarbeitung zu unterziehen. Beispielsweise können die getränkten und
abgetrockneten « Mutterrollen mittels üblicher Schneide-und/oder Faltwerkzeuge beliebig
zu konfektionierten Produkten verarbeitet werden. Auch ist es möglich, schon jetzt
Klebestellen mittels für diese Zwecke üblicher Klebstoffe auszubilden. Dabei bietet
sich die Möglichkeit, Klebstoffe einzusetzen, die gleichzeitig mit den aufgebrachten
Tränkharzen bzw. Tränkmonomeren durch die spätere Einwirkung von Elektronenstrahlen
ausgehärtet werden. Selbstverständlich ist es auch möglich, die getränkten « Mutterrollen
direkt, gegebenenfalls nach zwischenzeitlicher Lagerung, dem Härtungsvorgang zu unterziehen
und die eigentliche Konfektionierung zur endgültig gewünschten Form, z. B. durch Schneiden,
Falten und/oder Kleben, nach dem Härtungsvorgang vorzunehmen. Überraschenderweise
hat sich gezeigt, daß die erfindungsgemäß gehärteten Materialien besonders gut verarbeitbar
sind. Sie lassen sich beispielsweise leicht zu gefalteten Formen verarbeiten, wobei
im Vergleich mit den konventionell mit Phenolharzen behandelten und gehärteten Produkten
die Neigung zur Bildung von Bruchstellen vermindert wird. Hierdurch wird neben der
verbesserten mechanischen und chemischen Widerstandsfähigkeit auch die Bildung unerwünschter
Stäube verhindert. Derartige Stäube stellen bei Verarbeitung neben den sich hieraus
ergebenden Reinigungsproblemen zusätzlich ein Gesundheitsrisiko dar, da phenolische
Produkte zu den cancerogenen Substanzen zu rechnen sind.
[0029] Die erfindungsgemäß getränkten Papiermaterialien werden schließlich vor oder nach
einer möglichen Konfektionierungsbehandlung gehärtet. Die Aushärtung des ungesättigten
Acrylatharzes erfolgt durch Radialkettenpolymerisation, die zu einem Kettenwachstum
mit hohem dreidimensionalem Verzweigungsgrad führt. Um die Radikalkettenpolymerisation
zu bewirken, werden die der Tränk-, Abtropf- und Trocknungsbehandlung unterzogenen
Substrate einer kurzfristigen Bestrahlung mit energierreichen Strahlen von geringer
Dosis unterworfen. Man bedient sich hierzu bevorzugt einer Elektronen- bzw. β-Strahlung.
Die Strahlung kann durch übliche Elektronenquellen erzeugt werden. Im allgemeinen
bedient man sich ein- oder mehrstufiger Elektronenbeschleuniger. Es hat sich als besonders
günstig erwiesen, den Härtungsvorgang unter Verwendung der nachstehend beschriebenen
Vorrichtung durchzuführen.
[0030] Bei der Verwendung ein- oder mehrstufiger Elektronenbeschleuniger haben sich Beschleunigungsspannungen
von etwa 150 bis 500 kV als geeignet erwiesen. Im allgemeinen lassen sich Beschleunigungsspannungen
von 200 kV oder Beschleunigungsspannungen von 150 bis 200 kV mit gutem Erfolg einsetzen.
[0031] Im Rahmen der Erfindung hat es sich gezeigt, daß die Eindringtiefe der Elektronenstrahlung
vom spezifischen Gewicht des imprägnierten Substrats, also von Substrat + imprägniertem
Monomeren und/oder Harz, abhängt. So reicht beispielsweise eine Elektronenspannung
von 150 bis 180 kV dazu aus, in ein erfindungsgemäß imprägnierten Substrat mit einem
spezifischen Gewicht von 1 in eine Tiefe von etwa 120 f.Lm bis 16 ßp.m einzudringen.
[0032] Die Härtungsgeschwindigkeit ist abhängig von der angewendeten Bestrahlungsdosis.
Im allgemeinen haben sich Dosierungen von 0,1 bis etwa 16 Mrad, vorzugsweise 0,1 bis
10 Mrad, und besonders bevorzugt von 1 bis etwa 10 oder von 4 bis 8 Mrad als zufriedenstellend
zur Erzielung günstiger Produktionsgeschwindigkeiten erwiesen.
[0033] In der Praxis wird im allgemeinen das erfindungsgemäß imprägnierte Substrat, gegebenenfalls
in konditionierter Form, bahnförmig unter einem Inertgas, wie beispielsweise Stickstoff,
an einem Fenster vorbeigeführt, aus dem die Elektronenstrahlung austritt. Der Abstand
des Substrats von dem Austrittsfenster liegt im allgemeinen bei 10 bis 50 mm. Bei
dieser Arbeitsweise werden je nach der Nutzbreite des eingesetzten Elektronenbeschleunigers
bei den vorstehend angegebenen Dosierungen Produktionsgeschwindigkeiten erzielt, die
in der Praxis zwischen 30 und 60 m pro Minute liegen. Durch diese kurzen Reaktionszeiten
bzw. hohen Produktionsgeschwindigkeiten gestaltet sich das erfindungsgemäße Verfahren
besonders vorteilhaft.
[0034] Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich auf sämtliche üblichen Papiermaterialien
auf Cellulosebasis anwenden. Geeignet sind Filterpapiere auf Cellulosebasis, wie sie
für die Herstellung von Ölfiltern in der Kraftfahrzeugindustrie, von Luftfiltern in
der Kraftfahrzeugindustrie verwendet werden. Dabei stört ein Ligningehalt der Cellulose
nicht. Ein besonderer Vorteil, der sich bei der Verwendung von Materialien auf der
Basis reiner Cellulose ergibt, liegt darin, daß die erhaltenen Produkte praktisch
weiß bleiben, so daß sich bei Verwendung der fertiggestellten Produkte als Filtermaterialien
eine Indikatorwirkung auf eventuelle Verschmutzungen des Filters ergibt. Eine derartige
Indikatorwirkung ist bei der konventionellen Belegung mit Phenolharzen nicht möglich,
da mit Phenolharzen keine weiße Färbung beibehalten wird, sondern Verfärbungen bis
zur dunkelbraunen Farbe auftreten.
[0035] Ebenfalls lassen sich bestimmte, dem Verwendungszweck angepaßte Einfärbungen der
Filterpapiere herstellen, welche als Indikator bei größerer Lagerhaltung fungieren
können (Beispiel : Luftfilter blau, Ölfilter grün).
[0036] Durch die erfindungsgemäße Verfahrensweise lassen mit je nach der Menge der Belegung
der eingesetzten Substrate mit Harzen Produkten herstellen, die in Abhängigkeit vom
eingesetzten Ausgangssubstrat und der Menge der Teilbelegung eine steuerbare Restpermeabilität
aufweisen und somit als Filtermaterialien für Öl- oder Luftfilter in der Kraftfahrzeugindustrie
Verwendung finden können. Dabei erwiesen sich die erfindungsgemäß belegten Substrate
als widerstandsfähig gegen mechanische, chemische und Temperaturbeeinflussungen. Die
auspolymerisierten Tränkharze liegen als Rasite vor, d. h. sie sind in organischen
Lösungsmitteln unlöslich und nicht mehr schmelzbar, was beispielsweise für den Einsatz
in Kraftfahrzeugen bei hohen Motortemperaturen günstig ist.
[0037] Gegenüber der konventionellen Belegung mit Phenolharzen zeichnet sich das erfindungsgemäße
Verfahren vor allem durch den geringeren Energieaufwand, d. h. durch den Wegfall hoher
Härtungstemperaturen und durch die Verringerung des apparativen Aufwands (es sind
keine langen Ofenkanäle mehr erforderlich) sowie durch die erhöhte Durchsatzgeschwindigkeit
aus. Darüber hinaus ergeben sich keine Gefährdung von Umwelt und Arbeitsplätzen durch
die Entwicklung schädlicher Dämpfe, da bei der Polymerisation der erfindungsgemäß
eingesetzten Tränkharze keine niedrigmolekularen Spalt- bzw. Reaktionsprodukte freigesetzt
werden. Weitere Vorteile liegen darin, daß die erhaltenen getränkten Zwischenprodukte
lagerungsstabil sind und keiner Massenwanderung unterliegen. Im Gegensatz zur bisherigen
Belegung mit Phenolharzen lassen sich die eingesetzten Lösungsmittel leicht zurückgewinnen
und können für verschiedenste Zwecke weiterverwendet werden. Die erhaltenen Produkte
sind besonders stabil und unterliegen keinen Verfärbungen. Zudem fällt beim erfindungsgemäßen
Verfahren die thermische Belastung der Substrate weg. Es können daher empfindlichere
Substrate als bisher eingesetzt werden. Veränderungen der eingesetzten Papiermaterialien
durch die ionisierende Wirkung der Elektronenstrahlen wurden 'nicht festgestellt.
[0038] Eine kürzeste Behandlungszeit bei geringer Raumbeanspruchung der für das erfindungsgemäße
Verfahren benötigten Anlage ergibt sich, wenn mindestens das Entfernen des Lösungsmittel
und die Elektronenbestrahlung des Substrats - gegebenenfalls auch das Tränken oder
Beschichten mit dem Lösungsmittel bzw. mit einer Lösung aus Imprägnier- und Lösungsmittel
- bei vorzugsweise kontinuierlich durchlaufendem Substratband in aufeinanderfolgenden
Arbeitsgängen vorgenommen wird.
[0039] Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich günstig mit einer Vorrichtung durchführen,
wie sie beispielsweise in der Figur dargestellt wird, dabei sind die Vorrichtung.
(C) zum Entfernen des Lösungsmittels und die Vorrichtung (D) zum Bestrahlen des vom
Lösungsmittel befreiten Substratbandes zu einem gemeinsamen baulichen Aggregat vereinigt.
[0040] In einem - in der Praxis mehrteiligen - Gehäuseaggregat ist A eine Zufuhr- oder Vorratskammer
oder -station für ein zu behandelndes Materialband oder Substrat f, z. B. ein auf
eine Vorratsrolle 10 aufgewickeltes Band aus einem Papier-Filtermaterial, B ein Tauchbad
zum Durchtränken des Substrats mit einem in einem Lösungsmittel gelösten Imprägniermittel
bzw., sofern das Materialband f bereits mit Imprägniermittel beschichtet zugeführt
wird, mit dem Lösungsmittel, C eine Kammer zum Wiederentfernen des Lösungsmittels
unter Verwendung einer oder mehrerer Düsen 11, D ein die Bestrahlungsvorrichtung 12
mit Elektronenbeschleuniger 13, Scanner 14 und Bestrahlungskanal 15 enthaltendes Bestrahlungs-Gehäuseteil
und E eine Auslaufkammer oder -station für das behandelte Material- oder Substratband
f.
[0041] Das mit einer bestimmten Geschwindigkeit von der Vorratsrolle 10 ablaufende Materialband
f wird kontinuierlich durch die Gehäuseteile oder -kammern bzw. -stationen A bis E
hindurchgeführt. Im Tauchbad B wird das Substrat zunächst mit dem in einem geeigneten
Lösungsmittel gelösten strahlenvernetzbaren Imprägniermittel, z. B. einem Acrylharz,
durchtränkt. Das Lösungsmittel hat hierbei die Aufgabe, das Eindringen des Imprägniermittels
in das Substrat zu ermöglichen und damit eine Transportfunktion für das Imprägniermittel
zu erfüllen. Anschließend wird das weiterlaufende durchtränkte Substrat in der Kammer
C - gegebenenfalls nach Durchlaufen einer Abtropfzone - durch Anblasen mittels der
Düsen 11, z. B. Heißluftdüsen, die von einem in oder am Gehäuseaggregat angeordneten
Gebläse beliefert werden können, wieder von einem Lösungsmittel befreit. Es kann daher
unmittelbar danach durch den mit einem Inertgas, z. B. Stickstoff, gefüllten Bestrahlungskanal
15 des Bestrahlungsgehäuseteils D geführt werden, in welchem das Imprägniermittel
durch Elektronenbestrahlung vernetzt und das Substrat dadurch gehärtet und versteift
wird.
[0042] Als besonders wirtschaftlich hat sich für den vorerwähnten Zweck eine Elektronenbestrahlung
mit einer Beschleunigungsspannung von 150 bis 200 kV erwiesen. Zur Beschleunigung
der Polymerisation und des dadurch bewirkten Erhärtungsvorganges ist eine großflächige
Bestrahlung mit in Laufrichtung verbreitertem, im Scanner 14 aufgefächertem Strahlbereich
vorgesehen. Bei einer Bestrahlungsdauer von etwa 0,05 bis 0,5 sec kann dadurch eine
Laufgeschwindigkeit des Materialbandes f von z. B. 30 bis 60 m/sec erreicht werden.
Diese Bestrahlung reicht im allgemeinen aus, um eine Eindringtiefe mit einer Vernetzung
von z. B. 120 bis 160 g/m
2 in der imprägnierten Schicht zu erzielen.
[0043] In der schematischen Zeichnung sind einfache Wege des Substratbandes f durch die
Kammern B, C und E dargestellt. Durch zusätzliche Umlenkungen können diese Wege je
nach Anforderung verlängert werden. Die Erfindung ist auch nicht unbedingt darauf
beschränkt, daß das Material- oder Substratband erst im Tauchbad B oder in einer anderen
geeigneten Auftragsvorrichtung mit dem Imprägniermittel unter Verwendung eines Lösungsmittels
durchtränkt bzw. beschichtet wird. Ist das auf die Vorratsrolle 10 aufgespulte oder
in sonstiger Weise zugeführte Material- oder Substratband bereits mit einem Imprägniermittel
äußerlich beschichtet, braucht gegebenenfalls das Tauchbad B nur das erforderliche
Lösungsmittel zu enthalten. Sofern das Band bereits in einem Zustand zugeführt wird,
in dem es bereits mit einem gelösten Imprägniermittel behandelt worden ist, kann das
Tauchbad Bauch ganz. entfallen. Auch kann A und/oder B ein Teil des gemeinsamen Gehäuseaggregats
bilden.
Beispiel
[0044] Herstellung eines Oligomeren, das für die Papiertränkung geeignet ist.

[0045] b) Herstellungsvorschrift :
Pos. 1 und Pos. 2 werden in einen 2-I-Dreihalskolben gegeben.
[0046] Der Kolben ist ausgerüstet mit einem Kondensator (wassergekühlt), einem Rührwerk
mit Patentstopfen, der es erlaubt, während des Herstellungsvorganges den Kolben mit
Stickstoff abzudecken (wegen der NCO/Wasser-Reaktion), sowie einem Thermometer für
die Temperaturführung.
[0047] Pos. 1 und 2 werden auf 75 °C unter Rühren für 2 Stunden erhitzt.
[0048] Nun wird die NCO-Zahl bestimmt, NCO-Soll = 6,24 % ± 0,1 %.
[0049] Ist der NCO-Wert erreicht, werden 5 bis 20 ppm Nitrobenzol zugegeben (Thermostabilisator
für 4-Hydroxybutylacrylat) und die Pos. 3 zugesetzt.
[0050] Die Temperatur wird nun für 3 Stunden bei 75 °C gehalten.
[0051] Nach 3 Stunden wird die NCO-Zahl bestimmt, NCO-Soll = 0,00 %.
[0052] Ist kein freies NCO mehr vorhanden, wird die Pos. 4 zugegeben und gründlich gemischt.
Nach dem Mischen wird der Reaktorinhalt auf ca. 40 °C abgekühlt und das Harz abgefüllt.
1. Verfahren zur Herstellung von Filtermaterialien für Öl- und Luftfilter für Kraftfahrzeuge
durch Imprägnieren eines Papiersubstrats auf Cellulosebasis mit Harz und Monomer und
nachfolgendes Härten des Substrats, dadurch gekennzeichnet, daß man das Substrat mit
einer Lösung oder Dispersion von mindestens einem durch Elektronenstrahlen härtbaren
Polyurethan-Acrylat-Harz aus Isocyanaten, Polyolen und hydroxyfunktionellen, mit NCO-Gruppen
reaktiven Acrylat- und Methacrylatmonomeren und Monomer tränkt, die eine Konzentration
von 1 bis 50Gew.-% Harz und Monomer, bezogen auf das Gewicht der Lösung oder Dispersion,
enthält, hierauf das Lösungsmittel entfernt und danach die Härtung durch Elektronenbestrahlung
bewirkt.
2. Verfahren nach einem der Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß man eine Lösung
oder Dispersion mit einer Konzentration von 10 bis 50 Gew.-% an Harz und/oder Monomer,
bezogen auf das Gewicht der Lösung oder Dispersion, eingesetzt.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2 dadurch gekennzeichnet, daß das Substrat
mit beschleunigten freien Elektronen bestrahlt wird, durch die eine mindestens annähernd
der Stärke des Substratbandes entsprechende Eindringtiefe der Strahlung erreicht wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
man bei einer Dosis der Elektronenbestrahlung von 0,1 bis 16 Mrad und vorzugsweise
von 1 bis 10 Mrad arbeitet.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bestrahlungsbreite
der Breite des Substratbandes - insbesondere zur effektiven Energieausnutzung - durch
Fokussierung der Elektronenstrahlen anpaßbar ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Bestrahlung
insbesondere zur Anpassung an verschiedene chemische Reaktionsmechanismen des Substrates
- mittels einer in Laufrichtung des Bandes verbreiterten Bestrahlung bzw. Strahlungswirksamkeit
vorgenommen wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Entfernen des Lösungsmittels und das Bestrahlen in unmittelbar aufeinanderfolgenden
Arbeitsgängen bei durch beide Arbeitsgänge durchlaufendem Substratband vorgenommen
wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß auch das Tränken oder Beschichten
des Substratbandes mit dem Lösungsmittel bzw. mit dem Imprägnier- und dem Lösungsmittel
in zusammenhängender Arbeitsgangfolge mit dem Entfernen des Lösungsmittels und dem
Bestrahlen bei durch alle diese Arbeitsgänge durchlaufendem Substratband vorgenommen
wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Lösungsmittel mittels Anblasens des Substrats durch einen Luft- oder Gasstrom,
z. B. Heißluftstrom, entfernt wird.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das aus dem Substrat entfernte Lösungsmittel einer weiteren Verwendung zugeführt wird.
1. A process for manufacturing filter materials for oil and air filters used in motor
vehicles by impregnating a paper substrate on the basis of cellulose with resin and
monomer and subsequently curing the substrate, characterized by impregnating the substrate
with a solution or dispersion of at least one electron beam-curable polyurethane/acrylate
resin of isocyanates, polyols, and hydroxyfunctional acrylate and methacrylate monomers
reactive with NCO groups, and with monomer, said solution or dispersion having a concentration
of 1 to 50 % by weight of resin and monomer, based on the weight of said solution
or dispersion, thereafter removing the solvent, and then effecting curing by electron
radiation.
2. Process according to claim 1 characterized by the use of a solution or dispersion
having a concentration of 10 to 50 % by weight of resin and/or monomer, based on the
weight of the solution or dispersion.
3. Process according to one of claims 1 to 2, characterized by irradiating the substrate
with accelerated free electrons reaching a radiation penetration depth corresponding
at least approximately to the thickness of the substrate web.
4. Process according to one of the preceding claims characterized by operating at
an electron radiation dose of 0.1 to 16 Mrad and preferably 1 to 10 Mrad.
5. Process according to one of claims 1 to 4 characterized in that the radiation width
is adaptable to the width of the substrate web -especially for efficient utilization
of energy - by focussing the electron beam. i
6. Process according to one of claims 1 to 5 characterized by effecting irradiation
- especially for adaption to various chemical reaction mechanisms in the substrate
- by widening the beam or the radiation efficiency in the direction of web travel.
7. Process according to any one of the preceding claims characterized by effecting
solvent removal and irradiation in immediately successive operations on the web moving
through these two operations.
8. Process according to claim 7 characterized by effecting also impregnation or coating
of the substrate web with solvent, or with impregnant and solvent, in continuous operation
with solvent removal and irradiation on the web moving through all these operations.
9. Process according to any one of the preceding claims characterized by removing
the solvent by blowing a stream of air or gas, e. g. hot air, against the substrate.
10. Process according to any one of the preceding claims characterized by re-using
the solvent removed from the substrate.
1. Procédé pour la préparation de matériaux filtrants pour filtres à huile et à air
pour véhicules à moteur, par imprégnation d'un substrat de papier à base de cellulose
avec une résine et un monomère, et durcissement ultérieur du substrat, caractérisé
en ce que l'on imprègne le substrat avec une solution ou une dispersion d'au moins
une résine de polyuréthanne-acrylate durcissable sous l'effet de rayons électroniques,
constituée d'isocyanates, de polyols et de monomères acryliques et méthacryliques
hydroxyfonctionnels et réactifs vis-à-vis des groupes NCO, et d'un monomère, qui contient
une concentration de 1 à 50 % en poids de résine ou de monomère, rapportée au poids
de la solution ou de la dispersion, puisque l'on élimine le solvant et ensuite que
l'on provoque le durcissement par irradiation électronique.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on utilise une solution
ou une dispersion ayant une concentration de 10 à 50 % en poids de résine et de monomère,
rapportée au poids de la solution ou de la dispersion.
3. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le substrat
est irradié par des électrons libres accélérés, grâce auxquels est obtenue une profondeur
de pénétration du rayonnement correspondant au moins, d'une manière approchée, à l'épaisseur
de la bande de substrat.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on
travaille avec une dose d'irradiation électronique de 0,1 à 16 Mrad, et de préférence
de 1 à 10 Mrad.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la largeur
de l'irradiation est adaptable à la largeur de la bande de substrat - en particulier
pour une utilisation efficace de l'énergie - par focalisation des rayons électroniques.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisé en ce que l'irradiation
- en particulier pour l'adaptation à différents mécanismes de réaction chimique du
substrat - est réalisée à l'aide d'une irradiation ou d'une efficacité de rayonnement
élargie dans le sens de déplacement de la bande.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'enlèvement
du solvant et l'irradiation sont effectués en des postes de travail immédiatement
successifs pour une bande de substrat passant à travers ces deux postes de travail.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'imprégnation ou l'enduction
de la bande de substrat sont, elles, aussi, effectuées avec le solvant ou avec l'agent
d'imprégnation et le solvant dans une suite d'opérations continues avec l'élimination
du solvant et l'irradiation, pour la bande de substrat passant par tous ces postes
de travail.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le solvant
est éliminé à l'aide d'un soufflage du substrat par un courant d'air ou de gaz, par
exemple un courant d'air chaud.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le solvant
éliminé du substrat est envoyé à une autre utilisation.