[0001] Die Herstellung pumpbarer hochkonzentrierter Alkylethersulfate stellt bekanntlich
nach wie vor ein schwer lösbares Problem dar. Alkylethersulfate sind dabei insbesondere
Sulfate von alkoxylierten nichtaromatischen Alkoholen mit 8 bis 24 C-Atomen, insbesondere
8 bis 18 C-Atomen. Alkohole dieser Art lassen sich aus Ausgangsmaterialien natürlichen
Ursprungs, beispielsweise Kokosnuss- oder Palmkernöl gewinnen oder stehen als synthetisches
Material z. B. in Form der bekannten Ziegler- oder Oxo-Alkohole zur Verfügung. Die
nicht-aromatischen Alkohole mit gesättigten oder ungesättigten, gegebenenfalls auch
verzweigten Alkylresten der genannten Art werden zur Herstellung von Detergentien
zunächst mit niederen Alkylenoxyden, insbesondere mit Ethylenoxyd und/oder mit Propylenoxyd,
alkoxyliert, anschliessend sulfatiert und dann in die entsprechenden wasserlöslichen
Salze umgewandelt.
[0002] Detergentien dieser Art finden vielseitige Anwendung beispielsweise in flüssigen
Reinigungsmitteln, Schaumbädern und Haarwaschmitteln. Wässrige Lösungen mit einem
vergleichsweise geringen Gehalt an Alkylethersulfat - beispielsweise mit einem Gehalt
an etwa 10 Gew.-% waschaktiver Substanz (WAS) - zeigen die besondere Eigenschaft dieser
Detergentienstoffklasse durch Zusatz von Neutralsalzen wie NaCI oder Na
2S0
4 wieder verdickt werden zu können. In der Praxis wird von dieser Fähigkeit der hier
betroffenen Klasse von Detergentien häufig Gebrauch gemacht.
[0003] Eine weitere Besonderheit im rheologischen Verhalten entsprechender Tensidkonzentrate
bringt jedoch für die Praxis schwerwiegende Schwierigkeiten mit sich. Hochkonzentrierte
wässrige Tensidkonzentrate mit einem WAS-Gehalt von beispielsweise 50 Gew.-% oder
mehr weisen die Konsistenz eines dicken Geles bzw. einer entsprechenden Paste auf
und sind nicht pumpbar. Versucht man dieses Gel mit Wasser zu verdünnen, so sinkt
nicht etwa erwartungsgemäss der Dickungszustand, er steigt vielmehr zunächst an. Verständlicherweise
entstehen hieraus für den Verarbeiter des Materials beträchtliche Probleme.
[0004] Auch für die technische Herstellung von Polymerdispersionen spielen Anionentenside
als Emulgatoren eine bei weitem dominierende Rolle. Neben Alkylsulfaten, Alkylethersulfaten
und Alkylbenzolsulfonaten kommen heute hauptsächlich Alkylarylpolyglykolethersulfate
und Sulfosuccinate natürlicher und synthetischer Alkoholpolyglykolether oder Alkylphenolethoxylate
zum Einsatz.
[0005] Die Herstellung solcher Emulgatoren ist bekannt sowie in der Fachliteratur und insbesondere
auch in Patentschriften ausführlich beschrieben. In diesem Zusammenhang wird auf K.
Lindner: Tenside, Textilhilfsmittel, Waschrohstoffe, Stuttgart, 1964 sowie auf DE-C
834245, BE-A 680629, US-A 1 970 578, FR-A 1 079 974, US-A 2 758 977, US-PS 2 416 254,
US-PS 2489026 und US-PS 2 510 008 verwiesen.
[0006] Emulgatoren der betroffenen Art werden im Handel meist in Form verdünnter wässriger
Lösungen angeboten. Hochkonzentrierte Gemische sind nur unter Zugabe von bis zu 20%
niederer Alkohole wie Ethanol oder Isopropanol herstellbar. Die Anwesenheit organischer
Lösungsmittel, beispielsweise die genannten Alkohole, ist jedoch in Polymerdispersionen
aus anwendungstechnischen Gründen nicht immer erwünscht, ausserdem sind sie wegen
ihrer leichten Entflammbarkeit sowohl bei der Herstellung der Emulgatoren als auch
während des Transports, der Lagerung und des Einsatzes mit einem erheblichen Sicherheitsrisiko
verbunden. Bekannt ist ausserdem, dass bereits leichte Verschiebungen im Verhältnis
Wasser/Alkohol in solchen Konzentraten zu unerwünschten Sedimentationserscheinungen
führen können.
[0007] Die bekannte Erscheinung, dass bei der Verdünnung nicht alkoholhaltiger wässriger
Tensidkonzentrate häufig der Zustand eines nicht mehr pumpbaren dicken Gels durchlaufen
wird, führt in der betrieblichen Praxis zu erheblichen Schwierigkeiten. Beispielsweise
ist es häufig nicht einfach, einmal gebildete Gelklumpen wieder in Lösung zu bringen.
Die Ventile von Zulaufsgefässen können damit verstopft werden und Konzentrationsschwankungen
bei der Dosierung sind nicht auszuschliessen. Schliesslich ist aus den genannten Gründen
die Verdünnung solcher wässriger Tensidpasten ein sehr zeitraubender Arbeitsgang.
[0008] Es bestehen verschiedene Vorschläge zur Bewältigung dieser Schwierigkeiten. So beschreibt
die DE-A 2251 405 den Einsatz bestimmter Carbonsäuresalze. Insbesondere werden die
Salze von Hydroxycarbonsäuren, z.B. Natriumcitrat, empfohlen. Nach der DE-OS 2305554
sind für den gleichen Zweck aromatische Sulfonsäuren und deren Salze geeignet. Der
DE-A 2 326 006 zufolge kann man Sulfonsäuren oder Sulfate bzw. die entsprechenden
wasserlöslichen Salze mit gesättigten oder ungesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffresten
mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen als Viskositätsregulatoren verwenden. Alle diese Vorschläge
beschränken sich jedoch auf die Gruppe der linearen Alkylpolyglykolethersulfate und
deren Einsatz als Waschmitteltenside.
[0009] Die offengelegte japanische Patentanmeldung Sho-50-116 383 beschreibt ein Verfahren
zur Herstellung grenzflächenaktiver Substanzen mit niederer Viskosität, bei dem man
Schwefelsäurehalbestern von höhermolekularen Alkoholen oder von Ethoxylaten höhermolekularer
Alkohole während oder nach der Neutralisation Polyethylenglykole eines mittleren Molekulargewichts
von 300 bis 6000 in einer Menge von 0,1 bis 25 Gew.-%, bezogen auf die Aktivsubstanz
der Schwefelsäurehalbester, zusetzt.
[0010] Die offengelegte japanische Patentanmeldung Sho-53-111173 (Derwent-Referat 79211
A/44) beschreibt wasserfreie Faserpräparationsmittel, die aus a) 15-65 Gew.-% Polypropylenglykolmono-
oder -disulfat mit Alkalimetall- oder Alkanolammoniumkation, b) 30-70 Gew.-% wasserlöslichem
anionischem Tensid vom Sulfonsäure-oder Schwefelsäureestertyp und c) 3-15 Gew.-% Alkalimetall-
oder Alkanolaminseife bestehen. Die der Komponente b) zugrundeliegenden Polypropylenglykole
weisen einen durchschnittlichen Polymerisationsgrad von 20 bis 90 auf.
[0011] Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung von wässrigen Tensidkonzentraten der geschilderten
Art, die auch in hohen Konzentrationen pumpbar sind und beim Verdünnen mit Wasser
kein unerwünschtes Ansteigen der Viskosität bzw. Eindikken des Gelzustandes zeigen.
Insbesondere will die Erfindung alkoholfreie wässrige Tensidkonzentrate von Alkylethersulfaten,
Alkylarylethersulfaten, Alkylarylsulfonaten sowie von Sulfosuccinaten von Alkyl- und
Alkylarylpolyglykoletheralkoholen sowie Fettalkoholen zur Verfügung stellen, die auch
in hohen Konzentrationen pumpbar sind, beim Verdünnen mit Wasser kein unerwünschtes
Ansteigen der Viskosität bzw. Eindikken des Gelzustandes zeigen und ohne Zusatz von
Metallsalzen, z.B. als Waschmitteltenside, für die Shampooherstellung, zur Emulgierung
von Naturfetten oder als Polymerisationsemulgatoren geeignet sind. Gemäss der Erfindung
soll insbesondere der Bildung kolloidaler Gelphasen entgegengewirktwerden. Gleichwohl
sollenAlkylethersulfate im verdünnten Zustand bei niedrigen Konzentrationen an WAS
durch Zusatz von Neutralsalzen wie Natriumchlorid oder Natriumsulfat wirkungsvoll
eingedickt werden können.
[0012] Die technische Lösung dieser Aufgabe geht von der Feststellung aus, dass wasserlösliche
Salze von Mono- und/oder Disulfaten niederer Polyalkylenetherglykole - insbesondere
des Polyethylenglykols und/oder des Polypropylenglykols (hier insbesondere des 1,2-Polypropylenglykols)
- wirkungsvolle Viskositätsregler für wässrige Tensidkonzentrate der hier betroffenen
Art sind. Es wurde dabei insbesondere die Feststellung gemacht, dass die Wirkung dieser
Viskositätsregler mit dem Ansteigen des Molekulargewichts des zugrunde liegenden Polyetherglykols
zunimmt.
[0013] Gegenstand der Erfindung sind dementsprechend wässrige Tensidkonzentrate, enthaltend
wenigstens 20 Gew.-% an wasserlöslichen Salzen von einem oder mehreren Tensiden aus
der Gruppe Alkylsulfate, Alkylarylsulfonate und Alkylsulfosuccinate und untergeordnete
Mengen an wasserlöslichen Salzen von Sulfaten niederer Polyalkylenglykole, dadurch
gekennzeichnet, dass sie 0,1 bis 10 Gew.-% - bezogen auf wässriges Tensidkonzentrat
- wasserlösliche Salze von Mono- und/oder Disulfaten eines niederen Polyalkylenetherglykols,
dessen Molekulargewicht wenigstens 600 beträgt, als Viskositätsregler enthalten.
[0014] Weiterhin sind Gegenstand der Erfindung wässrige Tensidkonzentrate, enthaltend wenigstens
20 Gew.-% an wasserlöslichen Salzen von einem oder mehreren Tensiden aus der Gruppe
Alkylpolyglykolethersulfate, Alkylarylpolyglykolethersulfate, Alkylpolyglykolethersulfosuccinate
und Alkylarylpolyglykolethersulfosuccinate und untergeordnete Mengen an wasserlöslichen
SaEzen von Sulfaten niederer Polyalkylenetherglykole, dadurch gekennzeichnet, dass
sie 2 bis 10 Gew.-% - bezogen auf wässriges Tensidkonzentrat - wasserlösliche Salze
von Mono- und/oder Disulfaten eines niederen Polyalkylenetherglykols, dessen Molekulargewicht
wenigstens 1500 beträgt, als Viskositätsregler enthalten.
[0015] Die Tenside liegen vorzugsweise in Mengen von wenigstens etwa 25 Gew.-%, insbesondere
wenigstens etwa 30 Gew.-%, z. B. in Mengen von 50 bis 80 Gew.-%- bezogen auf wässriges
Tensidkonzentrat - vor.
[0016] Niedere Polyalkylenetherglykole der hier betroffenen Art leiten sich von geradkettigen
oder verzweigten Glykolen mit maximal bis zu 5 Kohlenstoffatomen ab. Besondere Bedeutung
besitzen die entsprechenden Polyethylenetherglykole und/oder Polypropylenetherglykole
- wobei im Fall der zuletzt genannten Verbindungen wieder die sich vom 1,2-Propylenglykol
ableitenden Polyetherglykole besondere Bedeutung besitzen. Diese Angaben sind gültig
für die erfindungsgemäss als Viskositätsregler eingesetzten wasserlöslichen Salze
der Mono- und/oder Disulfate der niederen Polyalkylenetherglykole.
[0017] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Verbesserung des Fliessverhaltens
schwer beweglicher Tensidkonzentrate, enthaltend ein oder mehrere Tenside aus der
Gruppe Alkylsulfate, Alkylarylsulfonate und Alkylsulfosuccinate durch Zusatz geringer
Mengen eines Viskositätsreglers, bei dem man als Viskositätsregler 0,1 bis 10 Gew.-%
- bezogen auf wässriges Tensidkonzentrat - wasserlösliche Salze von Mono- und/ oder
Disulfaten eines niederen Polyalkylenetherglykols, dessen Molekulargewicht wenigstens
600, vorzugsweise wenigstens 1000 beträgt, zusetzt.
[0018] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Verbesserung des Fliessverhaltens
schwer beweglicher Tensidkonzentrate, enthaltend ein oder mehrere Tenside aus der
Gruppe Alkylpolyglykolethersulfate, Alkylarylpolyglykolethersulfate, Alkylpolyglykolethersulfosuccinate
und Alkylarylpolyglykolethersulfosuccinate durch Zusatz geringer Mengen eines Viskositätsreglers,
bei dem man als Viskositätsregler2 bis 10 Gew.-% - bezogen auf wässriges Tensidkonzentrat
- wasserlösliche Salze von Mono- und/oder Disulfaten eines niederen Polyalkylenetherglykols,
dessen Molekulargewicht wenigstens 1500 beträgt, zusetzt.
[0019] Die Sulfate und hier insbesondere die Disulfate von niederen Polyalkylenetherglykolen,
und zwar insbesondere des Polyethylenoxids und/oder des 1,2-Polypropylenoxids, haben
sich als besonders wirkungsvolle Viskositätsregler für hochkonzentrierte wässrige
Tensidkonzentrate der durch die vorliegende Erfindung betroffenen Art erwiesen. Die
viskositätssenkende bzw. den Dickungszustand des Gels mindernde Wirkung dieser Regler
nimmt mit steigendem Molekulargewicht bzw. steigendem Polykondensationsgrad des Alkylenglykols
zu. Bevorzugt beträgt das Molekulargewicht des Basismaterials für den Viskositätsregler
mindestens etwa 1000. Es können dabei Molekulargewichte bis zu 6000 oder auch darüber
in Betracht kommen. Besonders bevorzugt sind Disulfate von Polyalkylenglykolen der
angegebenen Art mit Molekulargewichten in dem Bereich von 1500 bis 4000.
[0020] Die erfindungsgemäss als Viskositätsregler eingesetzten Disulfate stammen damit in
der Regel von Polyetherglykolen ab, die sich von den Polyalkylenglykolen unterscheiden,
wie sie - bewirkt durch geringe Wasserspuren - bei der Oxalkylierung von alkoholischen
Komponenten entstehen können. Durch die Lehre der Erfindung lassen sich zudem die
Viskositätsregler in vorher bestimmbarer Weise nach Art und Menge einsetzen, so dass
vorausbestimmbare gezielte Wirkungen bezüglich der Minderung des Gelzustandes möglich
sind. Die erfindungsgemäss eingesetzten Viskositätsregler sind selber wirkungsvolle
waschaktive Substanzen (WAS). Eine unerwünschte Belastung mit inaktiven Komponenten
wird vermieden. Die erfindungsgemässen Tensidgemische sind nicht nur auch in hochkonzentrierter
Form als solche pumpbar, beim Verdünnen mit Wasser tritt keine Steigerung des Gelzustandes,
sondern die erwünschte Verdünnungswirkung ein.
[0021] Für Alkylethersulfate gilt, dass nach Absenkung des Tensidgehaltes auf Werte von
beispielsweise ca. 10 bis 25 Gew.-% durch Zusatz von Neutralsalzen die jetzt an sich
leicht beweglichen flüssigen wässrigen Lösungen sich wirkungsvoll wieder eindicken
lassen.
[0022] Beliebige wasserlösliche Salze der erfindungsgemäss eingesetzten Viskositätsregler
sind verwendbar. Für die praktische Anwendung kommen insbesondere Alkalisalze, lösliche
Erdalkalisalze, beispielsweise entsprechende Magnesiumsalze, die Ammoniumsalze und/oder
Salze mit organischen Aminen in Betracht. Geeignete Aminsalze sind beispielsweise
Alkylolaminsalze. Besondere Bedeutung kommt den Natriumsalzen zu. Das für die praktische
Anwendung wichtigste Salz ist das Natriumsalz des Disulfats von Polyethylenetherglykolen
und/oder 1,2-Polypropylenetherglykolen mit den jeweils angegebenen Mindestmolekulargewichten.
Die hier zu den salzbildenden Kationen der Viskositätsregler gemachten Aussagen können
entsprechende Gültigkeit für die in den Tensiden vorliegenden salzbildenden Kationen
haben.
[0023] Die Viskositätsregler liegen in den Konzentraten der Alkylsulfate, Alkylarylsulfonate
und Alkylsulfosuccinate in Mengen von 0,1 bis 10 Gew.-% vor. In den Konzentraten der
Alkylpolyglykolethersulfate, Alkylarylpolyglykolethersulfate, Alkylpolyglykolethersulfosuccioate
und Alkylarylpolyglykolethersulfosuccinate liegen die Viskositätsregler in Mengen
von 2 bis 10 Gew.-% vor. Besonders bevorzugt können Mengen von 2 bis 5 Gew.-%sein.
[0024] Diese Zahlenangaben beziehen sich dabei jeweils auf das wässrige Tensidkonzentrat.
Im einzelnen wird die Menge des Viskositätsreglers durch die erwünschte Senkung des
Gelpunktes und/oder durch die Dickungswirkung des jeweiligen Tensides bestimmt. Zum
letzten Gesichtspunkt kann die besondere Struktur des Tensides bedeutungsvoll sein.
Liegen Tenside der genannten Art vor, die Polyalkoxyreste enthalten, so kann das Ausmass
der Polyalkoxylierung des zugrundeliegenden Alkohols bedeutungsvoll sein. So lassen
sich niedrig alkoxylierte Alkohole auch in hohen Konzentrationen gewöhnlich mit 2
bis 5 Gew.-% des Viskositätsreglers wirkungsvoll beeinflussen, während zusammen mit
hochpolyalkoxylierten Alkoholen (Polymerisationsgrad des Polyalkoxyrestes oberhalb
10 bis beispielsweise 100) etwas grössere Mengen des Viskositätsreglers erforderlich
sein können.
[0025] Der Viskositätsregler kann im Rahmen der Erfindung als vorgebildete Verbindung bzw.
als vorgebildetes Verbindungsgemisch dem wässrigen Tensidkonzentrat zugesetzt werden.
Zweckmässigerweise wird dabei der Viskositätsregler als konzentrierte wässrige Lösung
(Gehalt an WAS zum Beispiel 50 bis 90 Gew.%) eingesetzt und mit der wässrigen Lösung
des jeweiligen Tensids vermischt.
[0026] In einer besonderen Ausführungsform ist es jedoch in bestimmten, unter die Erfindung
fallenden Fällen auch möglich, den Viskositätsregler durch Sulfatierung der niederen
Polyalkylenetherglykole in situ in Gegenwart der tensidbildenden Grundkomponenten
herzustellen. Die Sulfatierung kann also beispielsweise in Gegenwart eines Alkylpolyglykoletheralkohols
oder eines AIkylarylpolyglykoletheralkohols erfolgen. Zweckmässigerweise werden in
dieser Ausführungsform die Sulfatierung sowohl der alkoholischen tensidbildenden Komponente
als auch der vorgebildeten niederen Polyalkylenetherglykole miteinander verbunden.
Hier werden also einfach die gewünschten Mischungsverhältnisse des bzw. der tensidbildenden
alkoholischen Komponenten und der den Viskositätsregler bildenden Polyaklylenetherglykole
eingestellt und anschliessend dieses Stoffgemisch der an sich bekannten Sulfatierung
unterworfen. Schliesslich werden die gebildeten Sulfate in das gewünschte wasserlösliche
Salz umgewandelt. Hierbei wird das gleiche Kation im Tensid und im Viskositätsregler
eingestellt.
[0027] Zur bestimmten chemischen Natur der im Rahmen der Erfindung zu verwendenden Tensidkomponenten
wird auf die Angaben des genannten Standes der Technik verwiesen. In den genannten
Stoffklassen werden dabei erfindungsgemäss bevorzugt Vertreter der folgenden Art eingesetzt:
1. Alkylpolyglykolethersulfate
[0028] Zur bestimmten chemischen Natur der Alkylethersulfate wird auf die Angabe des genannten
Standes der Technik verwiesen. Grundsätzlich handelt es sich um Sulfate von alkoxylierten
C
8-C
24-Alkoholen, vorzugsweise um solche Derivate mit einer Kohlenstoffkette von 8 bis 18
C-Atomen. Besonders bevorzugt können nichtaromatische Alkohole mit Kohlenstoffketten
von 10 bis 16 Gliedern sein. Die Kohlenstoffkette kann geradkettig und/oder verzweigt
und gesättigt und/oder ungesättigt sein. Alkohole der genannten Art sind, wie eingangs
angegeben, sowohl aus Naturprodukten als auf dem Syntheseweg zugänglich.
[0029] Die Alkohole sind in einer ersten Stufe mit niederen Alkylenoxyden alkoxyliert. Hierbei
kann zwischen den zwei grossen Gruppen der niedrig alkoxylierten und der hoch alkoxylierten
Derivate unterschieden werden. Bei den niedrig alkoxylierten Derivaten sind bis zu
10 oder 12, vorzugsweise 1 bis 4, insbesondere 2 bis 3 Alkoxygruppen an den Alkoholrest
addiert. Bei den hoch alkoxylierten Derivaten sind Polyalkoxyreste einer Gliederzahl
über 10 bzw. 12, beispielsweise bis 100, insbesondere 20 bis 80 vorgesehen. Die wichtigsten
Alkoxylierungsmittel sind Ethylenoxyd und/oder 1,2-Propylenoxyd.
[0030] Als Gruppe geeigneter wasserlöslicher Salze der sulfatierten polyalkoxylierten Verbindungen
eignet sich die zuvor im Zusammenhang mit dem Viskositätsregler genannte Gruppe von
Kationen. Geeignete Salze sind insbesondere also die Alkalisalze, lösliche Erdalkalisalze,
Ammoniumsalze und Salze mit organischen Aminen. Das für die Praxis wichtigste Salz
ist das Natriumsalz des AIkylethersulfats.
11. Alkylarylpolyglykolethersulfate
[0031] Die bevorzugten Tenside dieser Klasse können durch die allgemeine Formel

gekennzeichnet werden. In dieser allgemeinen Formel bedeutet
R = Alkylrest, der geradkettig oder verzweigt und dabei gesättigt oder ungesättigt
sein kann. Bevorzugt sind hier Alkylreste mit 4 bis 16 C-Atomen, insbesondere mit
6 bis 14 C-Atomen. Besondere Bedeutung kann Alkylresten mit 8 bis 12 C-Atomen zukommen.
m = 1 oder 2, wobei in der Regel 1 bevorzugt ist.
Ar = Phenylenrest oder Naphthylenrest. Bevorzugt ist hier der Phenylenrest.
A = niederer Alkylenrest, der geradkettig und/ oder verzweigt sein kann. Die bevorzugten
niederen Alkylenreste sind Ethylen und/oder Porpylen-(1,2).
n = 1 bis 100. Auch hier kann zwischen den zwei grossen Gruppen der niedrig-alkoxylierten
und der hoch-alkoxylierten Derivate unterschieden werden. Bei den niedrig-alkoxylierten
Derivaten sind bis zu 12, insbesondere 2 bis 10 Alkoxygruppen an den Alkoholrest addiert.
Bei den hoch-alkoxylierten Derivaten sind Polyalkoxyreste einer Gliederzahl über 12
beispielsweise bis 100, insbesondere 20 bis 50, vorgesehen.
M = Kation eines löslichen Salzes, insbesondere Alkali, wasserlösliches Erdalkali,
Ammonium oder organische Amine. Das besonders bevorzugte Kation ist Natrium.
111. Alkylsulfate
[0032] Die Verbindungen entsprechen bevorzugt der allgemeinen Formel
[0033]

Hierin bedeuten
[0034]
R-O- = einen Rest eines nicht-aromatischen Alkohols, der geradkettig oder verzweigt
und dabei gesättigt oder ungesättigt sein kann und in der Regel 8 bis 24 Kohlenstoffatome,
vorzugsweise 10 bis 18 Kohlenstoffatome aufweist.
M = Bedeutung wie bei II.
IV. Alkylarylsulfonate
[0035] Tenside dieser Klasse entsprechen der Formel
[0036]

[0037] In dieser Formel bedeuten:
R = Alkylrest, der geradkettig oder verzweigt und dabei gesättigt oder ungesättigt
sein kann. Vorzugsweise besitzt dieser Alkylrest 4 bis 16, insbesondere 6 bis 14 Kohlenstoffatome.
Besondere Bedeutung kann Alkylresten mit 8 bis 12 Kohlenstoffatomen zukommen.
Ar = Phenylen oder Naphthylen, bevorzugt ist der Phenylrest.
M = Bedeutung wie bei II.
V. Alkylpolyglykolethersulfosuccinate
[0038] Tenside dieser Klasse entsprechen der allgemeinen Formel
[0039]

[0040] Dabei kann die S0
3M-Gruppe auch innerhalb des Bernsteinsäureesters stellungsvertauscht sein.
[0041] Die Bedeutung der Elemente dieser formelmässigen Darstellung ist im einzelnen:
R = Rest eines nicht-aromatischen Alkohols, der geradkettig oder verzweigt und dabei
gesättigt oder ungesättigt sein kann und vorzugsweise 4 bis 24 C-Atome aufweist.
[0042] Im Falle der Monoester enthält dieser Alkylrest bevorzugt mindestens 8 C-Atome, besonders
bevorzugt können Reste mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen sein.
[0043] A = niederer Alkylenrest, der geradkettig und/ oder verzweigt sein kann. Die bevorzugten
Alkylenreste sind Ethylen und/oder Propylen-1, 2.
n = Auch hier gilt, dass zwischen den zwei Klassen der niedrigalkoxylierten und der
hochalkoxylierten Derivate unterschieden werden kann. Für die niedrigalkoxylierten
Derivate ist n vorzugsweise 1 bis 12, insbesondere 2 bis 10. Für die hoch alkoxylierten
Derivate hat n einen Wert > 12 bis insbesondere 100, vorzugsweise 29 bis 50.
Z = -OM oder -[0-A]"-0-R. In diesem zuletzt genannten Fall liegen die Diester der Sulfobernsteinsäure
vor.
M = Bedeutung wie bei II.
VI. Alkylarylpolyglykolethersulfosuccinate
[0044] Die Verbindungen dieser Klasse entsprechen der allgemeinen Formel
[0045]

[0046] Auch in Tensiden dieser Art kann der Sulfosäurerest in der Bernsteinsäure stellungsvertauscht
vorliegen.
[0047] Für die Symbole dieser formelmässigen Darstellung gilt im einzelnen das folgende:
R = Bedeutung wie bei II
m = Bedeutung wie bei II
Ar = Bedeutung wie bei II
A = Bedeutung wie bei 11
n = Bedeutung wie bei II
Z = -OM oder -[O-A]n-O-Ar-Rm. Im letzten Fall liegt wieder der Diester der Sulfobernsteinsäure vor.
M = Bedeutung wie bei II.
VII. Alkylsulfosuccinate
[0048] Tenside dieser Klasse entsprechen der allgemeinen Formel
[0049]

[0050] Auch hier kann die Stellung des Restes S0
3M im Bernsteinsäurerest vertauscht sein.
[0051] Zur Bedeutung der Symbole dieser allgemeinen Formel gilt:
R = Rest eines nicht-aromatischen Alkohols, der geradkettig oder verzweigt und dabei
gesättigt oder ungesättigt sein kann und vorzugsweise 4 bis 24 C-Atome und insbesondere
8 bis 18 C-Atome aufweist.
Z = -OM oder -OR (Diester der Sulfobernsteinsäure)
M = Bedeutung wie bei II.
[0052] Neben diesen anionischen Tensiden können die erfindungsgemässen wässrigen Tensidkonzentrate
auch andere oberflächenaktive Mittel enthalten. Geeignet sind beispielsweise nichtionische
WAS, beispielsweise Alkylphenolpolyglykolether.
[0053] Aus der Herstellung der Alkyl- und Alkylarylethersulfate sowie der beschriebenen
Sulfosuccinate und/oder der erfindungsgemäss eingesetzten Viskositätsregler liegen
üblicherweise Mengen an anorganischen Salzen wie Natriumchlorid und/oder Natriumsulfat
in den wässrigen Konzentraten der Erfindung vor, siehe auch hierzu die Angaben des
Standes der Technik.
Beispiele
Beispiel 1
[0054] In einer Reihe von Vergleichsversuchen werden die viskositätsregelnden Eigenschaften
von Polyethylenglykoldisulfat und 1,2-Polypropylenglykoldisulfat auf wässrige 70%ige
Alkylethersulfat-Konzentrate bestimmt. Dabei wird die Abhängigkeit der viskositätsregelnden
Wirkung von den verschiedenartigsten Parametern ermittelt.
[0055] Die in diesem Beispiel eingesetzten Produkte weisen die folgenden Kennzahlen auf:
1. Na-C 12/14-Fettalkohol-2-EO-Sulfat, (abgekürzt C12/14-2-Sulfat),
70 Gew.-% Waschaktivsubstanz
(ethanollösliche Anteile),
0,4 Gew.-% NaCI,
0,9 Gew.-% Na2S04
[0056] 2. Na-C 12/14-Fettalkohol-3-EO-Sulfat, (abgekürzt C12/14-3-Sulfat)
70 Gew.-% Waschaktivsubstanz
(ethanollösliche Anteile)
0,4 Gew.-% NaCI
0,9 Gew.-% Na2S04
[0057] 3. Polyethylenglykoldisulfate auf Basis von Polyethylenglykolen der Molgewichte 600,
1550, 2000 und 3000, erhalten durch direkte Sulfatierung mit Chlorsulfonsäure und
vorliegend als circa 70 gewichtsprozentige wässrige Lösung.
[0058] 4. Polypropylenglykoldisulfate auf Basis von Polypropylendiglykolen der Molgewichte
620, 1020, 2020, hergestellt ebenfalls nach herkömmlicher Methode durch Direktsulfatierung
der entsprechenden Polypropylenglykole und vorliegend als circa 70 gewichtsprozentige
Lösungen in Wasser.
a) In einer ersten Versuchsreihe wird die Abhängigkeit der Viskosität (bestimmt nach
Höppler am Kugelfallviskosimeter bei 20°C) vom Molgewicht des eingesetzten Polyethylenglykoldisulfates
ermittelt. In der folgenden Tabelle 1 und in den weiteren Tabellen dieses Beispiels
sind dabei die Zahlenwerte für die Viskosität in mPa.s angegeben.
[0059] Als Tensid wird in der Ausgangslösung Na-C12/14-Fettalkohol-2-EO-Sulfat eingesetzt.
b) In einer nächsten Versuchsreihe wird die Abhängigkeit der Viskosität von der Art
des zugrundeliegenden Alkylethersulfats bei Verwendung von Polypropylenglykoldisulfat
(Molgewicht 1550) bestimmt.

c) In einer weiteren Versuchsreihe wird die Abhängigkeit der Viskosität von der Art
des Polyglykols bzw. der entsprechenden wasserlöslichen Sulfatsalze bestimmt. Eingesetztes
Tensid: Na-C12/14-Fettalkohol-2-EO-Sulfat Polyglykoldisulfat-Anteil: 2,8% WAS: 65%

d) In einer abschliessenden Versuchsreihe wird die Wiederverdickbarkeit der durch
Wasserzusatz verflüssigten Alkylethersulfatlösungen bestimmt.
[0060] Na-C12/14-2-Sulfat wird mit 3 Gew.-% bzw. 6 Gew.-% des Viskositätsreglers verflüssigt
und nach dem Verdünnen mit Wasser auf einen Gehalt an 10 Gew.-% WAS auf seine Wiederverdickbarkeit
mit Kochsalz untersucht. In der folgenden tabellarischen Zusammenstellung sind die
erfindungsgemäss erhaltenen Ergebnisse mit entsprechenden Lösungen verglichen, die
als Viskositätsregler Butylglykolsulfat oder Cumolsulfonat enthalten.

[0061] Die Tabellen zu a) und b) zeigen, dass bereits geringe Mengen der erfindungsgemässen
Viskositätsregler verflüssigend auf hochkonzentrierte Fettalkoholethersulfate wirken.
Beim Übergang zu geringeren Konzentrationen d. h. beim Verdünnen wird die Viskosität
nicht sprungartig erhöht, sondern es tritt eine Erniedrigung auf.
[0062] Gegenüber kurzkettigen Alkylethersulfaten (Butylglykolsulfat) wird die Wiederverdickbarkeit
der verdünnten Tensidlösungen weniger beeinträchtigt. Im verstärkten Masse gilt dies
für den Vergleich mit Cumolsulfonat.
Beispiel 2
[0063] Die wässrige Lösung eines Na-C12/14-Fettalkohol-50-EO-sulfats mit einem Aktivsubstanzgehalt
von 25 Gew.-% hat einen Gelpunkt von + 12°C. Zur Erniedrigung des Gelpunktes werden
Dinatriumpolyethylenglykoldisulfate auf Basis von Polyethylenglykolen der Molgewichte
1550, 3000 und 4000 eingesetzt. Durch Zusatz von jeweils 1,2 Gewichtsteilen Dinatriumpolyethylenglykoldisulfat
auf 100 Gewichtsteile Fettalkohol-EO-sulfat wird der Gelpunkt der Ausgangslösung auf
die in der Tabelle 5 wiedergegebenen Werte erniedrigt.

[0064] Diese Versuchsreihe zeigt, dass bereits der geringe Zusatz von 1,2 Gew.-%, bezogen
auf Fettalkohol-EO-sulfat eine Gelpunktserniedrigung in der Grössenordnung von 10°C
bewirkt.
Beispiel 3
[0065] Ein Anlagerungsprodukt von 50 Mol Ethylenoxid an ein Mol C12/14-Fettalkohol wird
allein und in den in der Tabelle 6 angegebenen Abmischungen mit Polyethylenglykol
unter üblichen Bedingungen mit Chlorsulfonsäure sulfatiert. Dabei werden 1,05 Mol
Chlorsulfonsäure pro Mol Hydroxylgruppen (berechnet nach der OH-Zahl) eingesetzt.
Nach dem Neutralisieren mit Natronlauge und Einstellen einer Aktivsubstanzkonzentration
von 25 Gew.-% werden die in der Tabelle 6 verzeichneten Gelpunkte gefunden.

Beispiel 4
[0066] In diesem Beispiel wird der viskositätsregelnde Einfluss von Polyethylenglykoldisulfat
auf alkoholfreie, wässrige 70%ige Alkylarylethersulfat-Konzentrate bestimmt.
[0067] Gemessen wurden die Viskositäten nach Höppler bei 50 °C von
[0068] A Nonylphenol + 4 EO-Sulfat, NH
4+-Salz hergestellt nach US-PS 2 758 977
[0069] B Mischungen dieses Produktes mit
1) handelsübliche Polyethylenglykolen (PEG) der mittleren Molgewichte 600, 1550, 3000
und 4000.
2) Polyethylenglykolmono/disulfaten auf Basis von Polyethylenglykolen der Molgewichte
600, 1550, 3000 und 4000 erhalten durch direkte Sulfatierung mit Chlorsulfonsäure
und vorliegend als ca. 35 gewichtsprozentige wässrige Lösungen.
3) Polyethylenglykol-4000-mono/disulfat, in situ hergestellt durch Sulfatierung eines
Gemisches von Nonylphenol + 4 EO und Polyethylenglykol 4000.
[0070] Die Ergebnisse sind in der Tabelle 7 zusammengefasst.

Beispiel 5
[0071] In diesem Beispiel wird der Einsatz von Polyglykolen bzw. Polyglykoldisulfaten zur
Senkung des Gelpunktes eines hochethoxylierten Alkylphenolethersulfats erläutert.
Die wässrige Lösung eines Dodecylphenol + 40 EO-sulfat, Na-Salz, mit einem Aktivsubstanzgehalt
von 30 Gew.-% hat einen Gelpunkt von +12,5°C. Zur Erniedrigung des Gelpunktes werden
eingesetzt:
a) Polyethylenglykole (PEG) des mittleren Molgewichtes 4000
b) Polyethylenglykolmono/disulfate auf Basis eines Polyethylenglykols eines mittleren
Molgewichts von 4000

Beispiel 6
[0072] Die Viskosität nach Höppler bei 25°C eines 30%igen C
12/C
15-Oxoalkoholsulfat-Na-Salzes (hier mit OAS abgekürzt) beträgt ca. 8500 mPa.s. In diesem
Beispiel wird der viskositätsbrechende Einfluss von PEG-disulfaten auf solche wässrigen
Alkylsulfat-Konzentrate bestimmt. Dazu werden die folgenden Abmischungen von OAS hergestellt
und die Höppler-Viskosität gemessen.

Beispiel 7
[0073] 50%iges n-Dodecylbenzolsulfonat (hier mit ABS bezeichnet) bildet bei Zimmertemperatur
eine hochviskose, zähe, unbewegliche Paste, deren Höppler-Viskosität nicht messbar
ist. Die Brookfield-Viskosität (Spindel 6, 20 UpM, 25°C) beträgt 23000 mPa.s. In diesem
Beispiel wird der viskositätsbrechende Einfluss von Polyethylenglykolen und von PEG-disulfaten
auf solche wässrige ABS-Konzentrate bestimmt. Dazu werden die folgenden Abmischungen
von ABS hergestellt und die Höppler-Viskosität gemessen.
[0074]

Beispiel 8
[0075] In diesem Beispiel wird der Einsatz von Polyglykoldisulfaten zur Senkung des Gelpunktes
von Sulfobernsteinsäurehalbester erläutert.
[0076] Der Di-Na-Sulfobernsteinsäurehalbester von Octylphenol + 11 EO bildet bereits bei
30% AS in wässriger Lösung ein nicht giessbares, unbewegliches Gel, das erst bei 33°C
(Gelpunkt) fliessfähig wird. Die Höppler-Viskosität des Gels bei 25°C ist naturgemäss
nicht messbar hoch. Bereits durch Zusatz von 5% PEG 4000-disulfat, Na-Salz, als 33%ige
wässrige Lösung kann der Gelpunkt auf -2°C gesenkt werden, die Höppler-Viskosität
bei 25°C ist messbar und beträgt nur 80-100 mPa.s. Durch Zusatz von 10% PEG 4000-
disulfat, NA-Salz, als 33%ige wässrige Lösung kann der Gelpunkt noch weiter gesenkt
werden und liegt dann bei <-10°C.
1. Wässrige Tensidkonzentrate, enthaltend wenigstens 20 Gew.-% an wasserlöslichen
Salzen von einem oder mehreren Tensiden aus der Gruppe Alkylsulfate, Alkylarylsulfonate
und Alkylsulfosuccinate und untergeordnete Mengen an wasserlöslichen Salzen von Sulfaten
niederer Polyalkylenglykole, dadurch gekennzeichnet, dass sie 0,1 bis 10 Gew.-% -
bezogen auf wässriges Tensidkonzentrat - wasserlösliche Salze von Mono- und/oder Disulfaten
eines niederen Polyalkylenetherglykols, dessen Molekulargewicht wenigsten 600 beträgt,
als Viskositätsregler enthalten.
2. Wässrige Tensidkonzentrate nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Viskositätsregler
wasserlösliche Salze von Mono- und/oder Disulfaten von Polyethylenetherglykolen und/
oder Polypropylenetherglykolen des angegebenen Mindestmolekulargewichts vorliegen.
3. Wässrige Tensidkonzentrate nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass
das Molekulargewicht des dem salzförmigen Viskositätsregler zugrundeliegenden Polyalkylenetherglykols
wenigstens 1000, vorzugsweise wenigstens 1500, beträgt und dabei z. B. im Bereich
bis 6000 liegen kann.
4. Wässrige Tensidkonzentrate nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
der Viskositätsregler und/oder die im Konzentrat vorliegenden Tensidsalze als Kation
Alkalimetall, wasserlösliches Erdalkalimetall, Ammonium und/ oderAminkationen aufweist.
5. Wässrige Tensidkonzentrate nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
die Viskositätsregler in Mengen von 2 bis 5 Gew.-% - bezogen auf wässriges Tensidkonzentrat
- vorliegen.
6. Wässrige Tensidkonzentrate nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
die Tensidsalze in Mengen von wenigstens 25 Gew.-% z. B. in Mengen von 50 bis 80 Gew.-%
- bezogen auf wässriges Tensidkonzentrat - vorliegen.
7. Wässrige Tensidkonzentrate nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
sie bei Normaltemperatur oder nur leicht erhöhter Temperatur pumpbare, vorzugsweise
frei fliessende Lösungen sind.
8. Wässrige Tensidkonzentrate nach Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
sie zusätzliche oberflächenaktive Verbindungen, z. B. alkoxylierte Alkylphenole enthalten.
9. Verfahren zur Verbesserung des Fliessverhaltens schwer beweglicher Tensidkonzentrate,
enthaltend ein oder mehrere Tenside aus der Gruppe Alkylsulfate, Alkylarylsulfonate
und AIkylsulfosuccinate durch Zusatz geringer Mengen eines Viskositätsreglers, dadurch
gekennzeichnet, dass man als Viskositätsregler 0,1 bis 10 Gew.-% - bezogen auf wässriges
Tensidkonzentrat - wasserlösliche Salze von Mono- und/oder Disulfaten eines niederen
Polyalkylenetherglykols, dessen Molekulargewicht wenigstens 600, vorzugsweise wenigstens
1000 beträgt, zusetzt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass man als Viskositätsregler
Mono- und/oder Disulfate von Polyethylenetherglykolen und/oder Polypropylenetherglykolen
des angegebenen Molekulargewichts einsetzt, die vorzugsweise durch Sulfatierung der
niederen Polyalkylenetherglykole in Gegenwart der noch nicht sulfatierten Tensidgrundkomponente
zweckmässig unter gleichzeitiger Sulfatierung dieser Tensidgrundkomponente und des
Viskositätsreglers mit anschliessender Salzbildung hergestellt worden sind.
11. Verfahren nach Ansprüchen 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass man den getrennt
vorgebildeten Viskositätsregler - zweckmässig als konzentrierte wässrige Lösung -
dem Tensidkonzentrat zusetzt.
12. Wässrige Tensidkonzentrate, enthaltend wenigstens 20 Gew.-% an wasserlöslichen
Salzen von einem oder mehreren Tensiden aus der Gruppe Alkylpolyglykolethersulfate,
Alkylarylpolyglykolethersulfate, Alkylpolyglykolethersulfosuccinate und Alkylarylpolyglykolethersulfosuccinate
und untergeordnete Mengen an wasserlöslichen Salzen von Sulfaten niederer Polyalkylenetherglykole,
dadurch gekennzeichnet, dass sie 2 bis 10 Gew.-% - bezogen auf wässriges Tensidkonzentrat
- wasserlösliche Salze von Mono-und/oder Disulfaten eines niederen Polyalkylenetherglykols,
dessen Molekulargewicht wenigstens 1500 beträgt, als Viskositätsregler enthalten.
13. Wässrige Tensidkonzentrate nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass als
Viskositätsregler wasserlösliche Salze von Mono-und/oder Disulfaten von Polyethylenetherglykolen
und/oder Polypropylenetherglykolen des angegebenen Molekulargewichts vorliegen.
14. Wässrige Tensidkonzentrate nach Ansprüchen 12 und 13, dadurch gekennzeichnet,
dass der Viskositätsregler und/oder die im Konzentrat vorliegenden Tensidsalze als
Kation Alkalimetall, wasserlösliches Erdalkalimetall, Ammonium und/ oderAminkationen
aufweist.
15. Wässrige Tensidkonzentrate nach Ansprüchen 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
dass die Tensidsalze in Mengen von wenigsten 25 Gew.-% z. B. in Mengen von 50 bis
80 Gew.-% - bezogen auf wässriges Tensidkonzentrat - vorliegen.
16. Wässrige Tensidkonzentrate nach Ansprüchen 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
dass sie bei Normaltemperatur oder nur leicht erhöhten Temperaturen pumpbare, vorzugsweise
frei fliessende Lösungen sind.
17. Wässrige Tensidkonzentrate nach Ansprüchen 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet,
dass sie zusätzliche oberflächenaktive Verbindungen, z. B. alkoxylierte Alkylphenole
enthalten.
18. Verfahren zur Verbesserung des Fliessverhaltens schwer beweglicher Tensidkonzentrate,
enthaltend ein oder mehrere Tenside aus der Gruppe Alkylpolyglykolethersulfate, Alkylarylpolyglykolethersulfate,
Alkylpolyglykolethersulfosuccinate und Alkylarylpolyglykolethersulfosuccinate durch
Zusatz geringer Mengen eines Viskositätsreglers, dadurch gekennzeichnet, dass man
als Viskositätsregler 2 bis 10 Gew.-% - bezogen auf wässriges Tensidkonzentrat - wasserlösliche
Salze von Mono- und/oder Disulfaten eines niederen Polyalkylenetherglykols, dessen
Molekulargewicht wenigstens 1500 beträgt, zusetzt.
19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass man als Viskositätsregler
Mono- und/oder Disulfate von Polyethylenetherglykolen und/oder Polypropylenetherglykolen
des angegebenen Molekulargewichts einsetzt, die vorzugsweise durch Sulfatierung der
niederen Polyalkylenetherglykole in Gegenwart der noch nicht sulfatierten Tensidgrundkomponente
zweckmässig unter gleichzeitiger Sulfatierung dieser Tensidgrundkomponente und des
Viskositätsreglers mit anschliessender Salzbildung hergestellt worden ist.
20. Verfahren nach Ansprüchen 18 und 19, dadurch gekennzeichnet, dass man den getrennt
vorgebildeten Viskositätsregler - zweckmässig als konzentrierte wässrige Lösung -
dem Tensidkonzentrat zusetzt.
1. Aqueous surfactant concentrates containing at least 20% by weight of water-soluble
salts of one or more surfactants from the group comprising alkyl sulfates, alkyl aryl
sulfonates and alkyl sulfosuccinates and small quantities of water-soluble salts of
sulfates of lower polyalkylene glycols, characterized in that they contain water-soluble
salts of mono- and/or disulfates of a lower polyalkylene ether glycol having a molecular
weight of at least 600 as viscosity regulators in a quantity of 0.1 to 10% by weight,
based on the aqueous surfactant concentrate.
2. Aqueous surfactant concentrates as claimed in claim 1, characterized in that they
contain as viscosity regulators water-soluble salts of mono- and/or disulfates of
polyethylene ether glycols and/or polypropylene ether glycols having the minimum molecular
weight indicated.
3. Aqueous surfactant concentrates as claimed in claims 1 and 2, characterized in
that the molecular weight of the polyalkylene ether glycol on which the salt-form
viscosity regulator is based is at least 1000 and preferably at least 1500 and may
be, for example, in the range up to 6000.
4. Aqueous surfactant concentrates as claimed in claims 1 to 3, characterized in that
the viscosity regulator and/or the surfactant salts present in the concentrate contain(s)
as cation alkali metal, water-soluble alkaline earth metal, ammonium and/or amine
cations.
5. Aqueous surfactant concentrates as claimed in claims 1 to 4, characterized in that
the viscosity regulators are present in quantities of 2 to 5% by weight, based on
the aqueous surfactant concentrate.
6. Aqueous surfactant concentrates as claimed in claims 1 to 5, characterized in that
the surfactant salts are present in quantities of at least 25% by weight, for example
in quantities of from 50 to 80% by weight, based on the aqueous surfactant concentrate.
7. Aqueous surfactant concentrates as claimed in claims 1 to 6, characterized in that
they are solutions which are pumpable and preferably free-flowing at normal temperature
or only slightly elevated temperatures.
8. Aqueous surfactant concentrates as claimed in claims 1 to 7, characterized in that
they contain additional surface-active compounds, for example alkoxylated alkyl phenols.
9. A process for improving the flow properties of substantially immovable surfactant
concentrates containing one or more surfactants from the group comprising alkyl sulfates,
alkyl aryl sulfonates and alkyl sulfosuccinates by the addition of small quantities
of a viscosity regulator, characterized in that water-soluble salts of mono- and/or
disulfates of a lower polyalkylene ether glycol having a molecular weight of at least
600 and preferably of at least 1000 are added as the viscosity regulators in quantities
of 0.1 to 10% by weight, based on the aqueous surfactant concentrate.
10. A process as claimed in claim 9, characterized in that the viscosity regulators
used are mono- and/or disulfates of polyethylene ether glycols and/or polypropylene
ether glycols having the molecular weight indicated which have preferably been produced
by sulfatization of the lower polyalkylene ether glycols in the presence of the as
yet non-sulfatized basic surfactant component, best with simultaneous sulfatization
of this surfactant component and the viscosity regulator, followed by salt formation.
11. A process as claimed in claims 9 and 10, characterized in that the separately
preformed viscosity regulator is added - best in the form of a concentrated aqueous
solution - to the surfactant concentrate.
12. Aqueous surfactant concentrates containing at least 20% by weight of water-soluble
salts of one or more surfactants from the group comprising alkyl polyglycol ether
sulfates, alkyl aryl polyglycol ether sulfates, alkyl polyglycol ether sulfosuccinates
and alkyl aryl polyglycol ether sulfosuccinates and small quantities of water-soluble
salts of sulfates of lower polyalkylene ether glycols, characterized in that they
contain water-soluble salts of mono- and/or disulfates of a lower polyalkylene ether
glycol having a molecular weight of at least 1500 as viscosity regulators in quantities
of 2 to 10% by weight, based on aqueous surfactant concentrates.
13. Aqueous surfactant concentrates as claimed in claim 12, characterized in that
they contain water-soluble salts of mono- and/or disulfates of polyethylene ether
glycols and/or polypropylene ether glycols having the indicated molecular weight as
viscosity regulators.
14. Aqueous surfactant concentrates as claimed in claims 12 and 13, characterized
in that the viscosity regulator and/or the surfactant salts present in the concentrate
contain as cation alkali metal, water-soluble alkaline earth metal, ammonium and/or
amine cations.
15. Aqueous surfactant concentrates as claimed in claims 12 to 14, characterized in
that the surfactant salts are present in quantities of at least 25% by weight, for
example in quantities of 50 to 80% by weight, based on aqueous surfactant concentrate.
16. Aqueous surfactant concentrates as claimed in claims 12 to 15, characterized in
that they are solutions which are pumpable and preferably free-flowing at normal temperature
or only slightly elevated temperature.
17. Aqueous surfactant concentrates as claimed in claims 12 to 16, characterized in
that they contain additional surfacte-active compounds, for example alkoxylated alkyl
phenols.
18. A process for improving the flow behavior of substantially immovable surfactant
concentrates containing one or more surfactants from the group comprising alkyl polyglycol
ether sulfates, alkyl aryl polyglycol ether sulfates, alkyl polyglycol ether sulfosuccinates
and alkyl aryl polyglycol ether sulfosuccinates by the addition of small quantities
of a viscosity regulator, characterized in that water-soluble salts of mono- and/
or disulfates of a lower polyalkylene ether glycol having a molecular weight of at
least 1500 are used as the viscosity regulators in quantities of 2 to 10% by weight,
based on aqueous surfactant concentrate.
19. A process as claimed in claim 18, characterized in that the viscosity regulators
used as mono- and/or disulfates of polyethylene ether glycols and/or polypropylene
ether glycols having the molecular weight indicated which have preferably been produced
by sulfatization of the lower polyalkylene ether glycols in the presence of the as
yet non-sulfatized basic surfactant component, best with simultaneous sulfatization
of this surfactant component and the viscosity regulator, followed by salt formation.
20. A process as claimed in claims 18 and 19, characterized in that the separately
preformed viscosity regulator is added - best in the form of a concentrated aqueous
solution - to the surfactant concentrate.
1. Concentrats aqueux d'agents tensio-actifs contenant au moins 20% en poids de sels
hydrosolubles d'un ou de plusieurs des agents tensio-actifs du groupe des alkyl-sulfates,
des alkylaryl- sulfonates, et des alkyl-sulfosuccinates ainsi que des quantités mineures
de sels hydrosolubles de sulfates de polyalkylène-glycols inférieurs, caractérisés
en ce que, comme régulateurs de viscosité, ils contiennent 0,1 -10% en poids - par
rapport au concentrat d'agent tensio-actif aqueux - de sels hydrosolubles de monosulfates
et/ou de disulfates d'un polyalkylène-éther-glycol inférieur d'un poids moléculaire
d'au moins 600.
2. Concentrats aqueux d'agents tensio-actifs suivant la revendication 1, caractérisés
en ce que, comme régulateurs de viscosité, on a des sels hydrosolubles de monosulfates
et/ou de disulfates de polyéthylène-éthers-glycols et/ou de polypropylène-éthers-glycols
ayant le poids moléculaire minimum indiqué.
3. Concentrats aqueux d'agents tensio-actifs suivant les revendications 1 et 2, caractérisés
en ce que le poids moléculaire du polyalkylène-éther-glycol à la base du régulateur
de viscosité salin est d'au moins 1000, de préférence, d'au moins 1500 et, en l'occurrence,
il peut se situer, par exemple, dans un domaine allant jusqu'à 6000.
4. Concentrats aqueux d'agents tensio-actifs suivant les revendications 1 à 3, caractérisés
en ce que le régulateur de viscosité et/ou les sels d'agents tensio-actifs présents
dans le concentrat comportent, comme cation, un métal alcalin, un métal alcalino-terreux
hydrosoluble, l'ammonium et/ou des cations d'amines.
5. Concentrats aqueux d'agents tensio-actifs suivant les revendications 1 à 4, caractérisés
en ce que les régulateurs de viscosité sont présents en quantités de 2 à 5% en poids,
calculé sur le concentrat aqueux d'agent tensio-actif.
6. Concentrats aqueux d'agents tensio-actifs suivant les revendications 1 à 5, caractérisés
en ce que les sels d'agents tensio-actifs sont présents en quantités d'au moins 25%
en poids, par exemple, en quantités de 50 à 80% en poids, calculé sur le concentrat
aqueux d'agent tensio-actif.
7. Concentrats aqueux d'agents tensio-actifs suivant les revendications 1 à 6, caractérisés
en ce qu'ils sont des solutions aptes à être pompées, de préférence, des solutions
s'écoulant librement à la température normale ou uniquement à des températures légèrement
élevées.
8. Concentrats aqueux d'agents tensio-actifs suivant les revendications 1 à 7, caractérisés
en ce qu'ils contiennent des composés tensio-actifs supplémentaires, par exemple,
des alkyl-phénols alcoxylés.
9. Procédé en vue d'améliorer le comportement à l'écoulement de concentrats d'agents
tensio-actifs d'une faible mobilité contenant un ou plusieurs agents tensio-actifs
choisis parmi le groupe comprenant les alkyl-sulfates, les alkyl- aryl-sulfonates,
et les alkyl-sulfosuccinates, par l'addition de faibles quantités d'un régulateur
de viscosité, caractérisé en ce que, comme régulateurs de viscosité, on utilise 0,1
à 10% en poids - par rapport au concentrat d'agent tensio-actifs aqueux - de sels
hydrosolubles de monosulfates et/ou de disulfates d'un polyalkylène-éther-glycol inférieur
d'un poids moléculaire d'au moins 600, de préférence, d'au moins 1000.
10. Procédé suivant la revendication 9, caractérisé en ce que, comme régulateur de
viscosité, on utilise des monosulfates et/ou des disulfates de polyéthylène-éthers-glycols
et/ou de polypropylène-éthers-glycols ayant le poids moléculaire indiqué, que l'on
prépare, de préférence, par sulfatation des polyalkylène-éthers-glycols inférieurs
en présence du composant de base d'agent tensio-actif qui n'a pas encore été sulfaté,
avantageusement avec sulfatation simultanée de ce composant de base d'agent tensio-actif
et du régulateur de viscosité avec salification ultérieure.
11. Procédé suivant les revendications 9 et 10, caractérisé en ce que, au concentrat
d'agent tensio-actif, on ajoute le régulateur de viscosité préformé séparément, avantageusement
sous forme d'une solution aqueuse concentrée.
12. Concentrats aqueux d'agents tensio-actifs contenant au moins 20% en poids de sels
hydrosolubles d'un ou de plusieurs des agents tensioactifs du groupe des alkyl-polyglycols-éthers-
sulfates, des alkyl-aryl-polyglycols-éthers- sulfates, des alkyl-polyglycols-éthers-sulfosuccinates
et des alkyl-aryl-polyglycols-éthers-sulfosuccinates et des quantités mineures de
sels hydrosolubles de sulfates de polyalkylène-éthers-glycols inférieurs, caractérisés
en ce qu'ils contiennent 2 à 10% en poids - par rapport au concentrat aqueux d'agent
tensio-actif - de sels hydrosolubles de mono- et/ou de disulfates d'un polyalkylène-éther-glycol
inférieur dont le poids moléculaire est d'au moins 1500 en tant que régulateur de
viscosité.
13. Concentrats aqueux d'agents tensio-actifs selon la revendication 12, caractérisés
en ce que, comme régulateurs de viscosité, on a des sels hydrosolubles de monosulfates
et/ou de disulfates de polyéthylène-éthers-glycols et/ou de polypropylène-éthers-glycols
ayant le poids moléculaire indiqué.
14. Concentrats aqueux d'agents tensio-actifs selon les revendications 12 et 13, caractérisés
en ce que le régulateur de viscosité et/ou les sels d'agents tensio-actifs présents
dans le concentrat comportent, comme cation, un métal alcalin, un métal alcalino-terreux
hydrosoluble, l'ammonium et/ou des cations d'amines.
15. Concentrats aqueux d'agents tensio-actifs selon les revendications 12 à 14, caractérisés
en ce que les sels d'agents tensio-actifs sont présents en quantités d'au moins 25%
en poids, par exemple, en quantités de 50 à 80% en poids, calculé sur le concentrat
aqueux d'agent tensio-actif.
16. Concentrats aqueux d'agents tensio-actifs selon les revendications 12 à 15, caractérisés
en ce qu'ils sont des solutions aptes à être pompées, de préférence, des solutions
s'écoulant librement à la température normale ou uniquement à des températures légèrement
élevées.
17. Concentrats aqueux d'agents tensio-actifs selon les revendications 12 à 16, caractérisés
en ce qu'ils contiennent des composés tensio-actifs supplémentaires, par exemple,
des alkyl-phénols alcoxylés.
18. Procédé d'amélioration du comportement à l'écoulement de concentrats d'agents
tensio-actifs d'une faible mobilité, contenant un ou plusieurs agents tensio-actifs
du groupe des alkyl- polyglycols-éthers-sulfates, des alkyl-aryl-poly- glycols-éthers-sulfates,
des alkyl-polyglycols- éthers-sulfosuccinates. et des alkyl-aryl-polygly- cols-éthers-sulfosuccinates
par addition de faibles quantités d'un régulateur de viscosité, caractérisés en ce
qu'on utilise comme régulateur de viscosité 2 à 10% en poids - par rapport au concentrat
d'agent tensio-actif aqueux - de sels hydrosolubles de mono- et/ou de disulfates d'un
polylakylène-éther-glycol inférieur dont le poids moléculaire est d'au moins 1500.
19. Procédé selon la revendication 18, caractérisé en ce que, comme régulateur de
viscosité, on utilise des monosulfates et/ou des disulfates de polyéthylène-éthers-glycols
et/ou de polypropylène-éthers-glycols ayant le poids moléculaire indiqué, que l'on
prépare, de préférence, par sulfatation des polyalkylène-éthers-glycols inférieurs
en présence du composant de base d'agent tensio-actif qui n'a pas encore été sulfaté,
avantageusement avec sulfatation simultanée de ce composant de base d'agent tensio-actif
et du régulateur de viscosité avec salification ultérieure.
20. Procédé selon les revendications 18 et 19, caractérisés en ce que, au concentrat
d'agent tensio-actif, on ajoute le régulateur de viscosité préformé séparément, avantageusement
sous forme d'une solution aqueuse concentrée.