[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einstellen des mit einer Walze zusammenwirkenden
Farbmessers eines Farbwerkes einer Druckmaschine mit mehreren über die Breite des
Farbmessers verteilt angeordneten Farbzonenstellstiften, bei der jeder Farbzonenstellstift
mittels eines Motors mit nachgeschaltetem Untersetzungsgetriebe antreibbar ist sowie
die Motoren und Untersetzungsgetriebe an lösbaren Halteplatten in einem Gehäuse untergebracht
sind.
[0002] Bei einer derartigen, aus dem DE-GM 7 730 668 bekannten Vorrichtung tragen die Halteplatten
auf ihrer einen, nach Abnahme einer Abdeckung von außen zugänglichen Seite je einen
Motor mit einem Untersetzungsgetriebe. Eine Wartung oder ein Auswechseln dieser Bauelemente
kann somit ohne weiteres nach Entfernen der Abdekkung durchgeführt werden. Wenn jedoch
weitere Bauelemente, wie z. B. zur Fernanzeige der Farbmessereinstellung, untergebracht
werden sollen, reicht der zur Verfügung stehende Platz auf der einen Seite der Halteplatte
nicht mehr aus. Eine Vergrößerung der Halteplatte in seitlicher Richtung scheidet
aus, da hierzu die Abstände der Farbzonenstellstifte vergrößert werden müßten. Dies
ist aber aus Gründen der genauen Einstellbarkeit des Farbmessers nicht erwünscht.
Eine Vergrößerung der Höhe der Halteplatte führt zu einer ebenfalls unerwünschten
Vergrößerung der Bauhöhe der Druckmaschine. Werden nun, um diese Nachteile zu vermeiden,
auf beiden Seiten der Halteplatte Bauelemente angebracht, so sind die auf der gehäuseinneren
Seite angebrachten Bauelemente nur nach Ausbau der Halteplatte zugänglich. Beim Ausbau
der Halteplatte besteht jedoch insbesondere wegen der beschränkten Zugänglichkeit
die Gefahr, daß die Halteplatte nach dem Lösen der Befestigungselemente herabfällt
und dadurch Schäden an den Bauelementen entstehen.
[0003] Der Erfindung liegt hiervon ausgehend die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der
eingangs genannten Gattung zu schaffen, die in einfacher Weise einen Zugang auch zu
den Bauelementen auf der gehäuseinneren Seite der Halteplatte ohne Gefahr der Beschädigung
der hieran angebrachten Bauelemente gestattet.
[0004] Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß aus dem Gehäuse mindestens eine Tragschiene
herausragt, an der die auf beiden Seiten Bauelemente zur Einstellung des Farbmessers
und zur Anzeige der Farbmesserstellung tragende Halteplatte zwischen einer Anschlußstellung
am Gehäuse und einer durch Anlage an einem lösbaren Endanschlag an der Tragschiene
bestimmten Zwischenstellung verschiebbar geführt ist, am Gehäuse beiderseits der Halteplatte
je ein Ansatz mit einer Querbohrung vorgesehen ist, jede Querbohrung in der Zwischenstellung
mit einer Sackbohrung in der Halteplatte fluchtet und durch die Querbohrungen in die
Sackbohrungen Zapfen zur Bildung einer Schwenkachse für die Halteplatte einführbar
sind.
[0005] Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen in Verbindung
mit der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung. In dieser zeigt
Fig. 1 einen Querschnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung in der Betriebsstellung,
Fig. 2 die Anordnung gemäß Fig. 1 in der Wartungsstellung und
Fig. 3 einen Teilschnitt entlang der Linie III-III in Fig. 1.
[0006] Die Vorrichtung umfaßt ein mit 1 bezeichnetes Gehäuse, das auf seiner Rückseite durch
eine Halteplatte 2 abgeschlossen ist. An der dem Gehäuse 1 zugewandten Seite der Halteplatte
2 ist mittels Schrauben 3 und Abstandsstücken 4 eine Platine 5 befestigt, die ein
Untersetzungsgetriebe 6, einen Elektromotor 7 und einen Stecker 8 zum Anschluß des
Elektromotors 7 an die Zuleitungen trägt. An der Platine 5 sitzt weiterhin eine Buchse
9, in deren Innengewinde das Außengewinde eines Farbzonenstellstiftes 10 eingreift.
Fest auf dem Farbzonenstellstift 10 sitzt ein Zahnkranz 11, der mit einem Ritzel 12
auf einer Ausgangswelle 13 des Untersetzungsgetriebes 6 kämmt.
[0007] An der dem Gehäuse 1 abgewandten Seite der Halteplatte 2 ist ein Ansatz 14 vorgesehen,
der eine Achse 15 trägt. Auf der Achse 15 sitzt schwenkbar ein als zweiarmiger Hebel
ausgebildetes Meßwertübertragungsglied 16, dessen einer Arm an dem Farbzonenstellstift
10 anliegt. Der andere Arm des Meßwertübertragungsgliedes 16 nimmt eine Stellschraube
17 auf, an der ein in einer Buchse 18 verschiebbar geführter Meßwertaufnehmer 19 unter
der Wirkung einer nicht dargestellten Feder anliegt. Die Buchse 18 sitzt fest auf
einem an der Halteplatte 2 befestigten Winkelträger 20, der weiterhin einen Kabelkanal21
trägt.
[0008] Der Farbzonenstellstift wirkt mit einem im Gehäuse 1 gelagerten Übertragungsstift
22 zusammen, der die Stellbewegung des Farbzonenstellstiftes unmittelbar oder über
einen zweiarmigen Hebel auf das Farbmesser überträgt.
[0009] Zweckmäßig erstreckt sich die Halteplatte 2 über die Breite des Farbmessers, läuft
also jedenfalls bei Druckmaschinen normaler Breite von deren einer Seitenwand bis
zur anderen Seitenwand durch. Dies hat den Vorteil, daß sämtliche an der Halteplatte
2 befestigten Motoren 7 und Getriebe 6 in einem Arbeitsgang zum Warten bzw. Auswechseln
freigelegt werden können.
[0010] Um dies durchführen zu können, trägt das Gehäuse 1 im Bereich jeder der beiden Seitenwände
je eine Tragschiene 23 kreisförmigen Querschnitts. Jede Tragschiene ist mittels eines
Gewindeansatzes 24 in ein Gewinde 25 im Gehäuse 1 fest eingeschraubt. Jede Tragschiene
23 durchsetzt je eine runde Führungsausnehmung 26 in der Halteplatte 2 mit Spiel.
An dem dem Gehäuse 1 abgewandten Ende weist jede Tragschiene 23 einen konisch zulaufenden
Abschnitt 27 auf. Am freien Ende jeder Tragschiene 23 ist mittels einer Schraube 28
ein Endanschlag 29 mit einem Griff 30 lösbar befestigt.
[0011] Am Gehäuse 1 sind jeweils vor den schmalen Seitenflächen der Halteplatte 2 zwei Ansätze
31 vorgesehen, die je eine Querbohrung 32 aufweisen. Weiterhin weist die Halteplatte
2 in jeder Schmalseite je eine Sackbohrung 33 auf, deren Durchmesser gleich dem Durchmesser
der Querbohrung 32 bemessen ist.
[0012] In der Betriebsstellung ist die Halteplatte 2 mittels Schrauben 34 am Gehäuse 1 befestigt.
Sollen die Elektromotoren 7 oder die Getriebe 6 gewartet oder eines dieser Bauelemente
ausgewechselt werden, so werden die Schrauben 34 entfernt. Die Halteplatte 2 hängt
nunmehr an den beiden Tragschienen 23. Sie muß also nach dem Lösen der Schrauben 34
nicht vom Bedienungspersonal gehalten werden, so daß die Wartungsarbeit auch von einem
Monteur durchgeführt werden kann.
[0013] Sind die Schrauben 34 gelöst, so wird die Halteplatte in Richtung des Pfeiles a so
weit entlang der Tragschienen 23 verschoben, bis sie an den Endanschlägen 29 anliegt.
Diese mit 35 bezeichnete, strichpunktiert dargestellte Zwischenstellung der Halteplatte
2 ist in Fig. 1 erkennbar. In dieser Zwischenstellung fluchten die Querbohrungen 32
mit den Sackbohrungen 33. Nunmehr kann in jedes Bohrungspaar je ein Zapfen 36 eingeführt
werden, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist. Anschließend werden die Schrauben 28 gelöst
und die Endanschläge 29 entfernt. Nunmehr kann, erleichtert durch den konisch zulaufenden
Abschnitt 27 der Tragschiene 23, die Halteplatte 2 um die eine Schwenkachse bildenden
Zapfen 36 in Richtung des Pfeiles b geschwenkt werden, bis der Winkelträger 20, wie
in Fig. dargestellt, zur Anlage an einer Wand des Gehäuses 1 kommt. Zweckmäßig ist
die Größe des Schwenkwinkels der Halteplatte 2 zwischen 90 und 180 Grad gewählt, damit
in der nach Durchführung der Schwenkung erreichten Wartungsstellung die auf der gehäuseinneren
Seite der Halteplatte 2 angeordneten Bauelemente von außen gut zugänglich sind.
[0014] Nach Durchführung der Wartungsarbeiten wird die Halteplatte wieder in die Zwischenstellung
35 zurückgeschwenkt. Anschließend werden die Endanschläge mittels der Schrauben 28
befestigt sowie die Zapfen 36 entfernt. Danach kann die Halteplatte 2 entgegen der
Richtung des Pfeiles a wiederum in die aus Fig. 1 ersichtliche Betriebsstellung zurückgeschoben
werden, in der sie mittels der Schrauben 34 am Gehäuse 1 befestigt wird.
[0015] Aus der bisherigen Beschreibung ist ersichtlich, daß die Tragschienen 23 eine Parallelverschiebung
der Halteplatte 2 ermöglichen müssen. Aus Gründen einer einfachen Herstellung bietet
es sich an, die Tragschienen 23 und die Führungsausnehmungen 26 mit kreisförmigem
Querschnitt auszuführen. Selbstverständlich sind auch andere Querschnittsformen möglich.
Insbesondere dann, wenn die Halteplatte 2 nicht sehr breit ist, kann auch eine einzelne
flache Schiene Verwendung finden. Bei sehr breiten, schweren Halteplatten 2 kann es
weiterhin zweckmäßig sein, mehr als zwei Tragschienen vorzusehen.
1. Vorrichtung zum Einstellen des mit einer Walze zusammenwirkenden Farbmessers eines
Farbwerkes einer Druckmaschine mit mehreren über die Breite des Farbmessers verteilt
angeordneten Farbzonenstellstiften, bei der jeder Farbzonenstellstift mittels eines
Motors mit nachgeschaltetem Untersetzungsgetriebe antreibbar ist sowie die Motoren
und Untersetzungsgetriebe an lösbaren Halteplatten in einem Gehäuse untergebracht
sind, dadurch gekennzeichnet, daß
aus dem Gehäuse (1) mindestens eine Tragschiene (23) herausragt, an der die auf beiden
Seiten Bauelemente zur Einstellung des Farbmessers und zur Anzeige der Farbmesserstellung
tragende Halteplatte (2) zwischen einer Anschlußstellung am Gehäuse (1) und einer
durch Anlage an einem lösbaren Endanschlag (29) an der Tragschiene (23) bestimmten
Zwischenstellung verschiebbar geführt ist,
am Gehäuse (1) beiderseits der Halteplatte (2) je ein Ansatz (31) mit einer Querbohrung
(32) vorgesehen ist,
jede Querbohrung (32) in der Zwischenstellung mit einer Sackbohrung (33) in der Halteplatte
(2) fluchtet und
durch die Querbohrungen (32) in die Sackbohrungen (33) Zapfen (36) zur Bildung einer
Schwenkachse für die Halteplatte (2) einführbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Tragschienen
(23) kreisförmigen Querschnitts vorgesehen sind, die runde Führungsausnehmungen (26)
in der Halteplatte (2) mit Spiel durchsetzen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Fläche des
Gehäuses (1) die Schwenkbewegung der Halteplatte (2) nach einem Schwenkwinkel zwischen
90 und 180 Grad begrenzt.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Halteplatte (2) sich über die Breite des Farbmessers erstreckt.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
an der in der Anschlußstellung der Halteplatte (2) inneren Seite die Motoren (7),
Untersetzungsgetriebe (6) sowie Anschlußkontakte (8) und an der äußeren Seite Meßwertübertragungsglieder
(16) sowie Meßwertaufnehmer (19) einer elektrischen Anzeigevorrichtung für die Farbmesserstellung
befestigt sind.
1. Device for adjusting the fountain blade of an inking device of a printing machine
co-operating with a roller, with several inking zone adjusting pins arranged to be
distributed over the width of the fountain blade, with which each inking zone adjusting
pin can be actuated by means of a motor with a reducer connected on the outlet side
and the motors and reducers are fitted in a housing on detachable holding plates,
characterised in that from the housing (1) at least one carrier rail (23) projects,
on which the holding plate (2) carrying on both sides structural elements for adjusting
the fountain blade and for indicating the fountain blade position is guided displaceably
between a connection position on the housing (1) and an intermediate position determined
by abutment on a releasable limit stop (29) on the carrier rail (23),
on the housing (1) on both sides of the holding plate (2) each attachment (31) is
provided with a cross bore (32),
each cross bore (32) in the intermediate position is in alignment with a blind hole
(33) in the holding plate (2) and
through the cross bores (32) journals (36) can be inserted into the blind holes (33)
to form an axis of rotation for the holding plate (2).
2. Device according to claim 1, characterised in that there are provided at least
two carrier rails (23) of circular cross section which pass with clearance through
the round guide recesses (26) in the holding plate (2).
3. Device according to claim 1 or 2, characterised in that a surface of the housing
(1) restricts the swivel movement of the holding plate (2) to a swivel angle between
90 and 180 degrees.
4. Device according to one of the preceding claims, characterised in that the holding
plate (2) extends over the width of the fountain blade.
5. Device according to one of the preceding claims, characterised in that the motors
(7), reducers (6) and connection contacts (8) are secured on the inner side in the
connection position of the holding plate (2), and measurement value transmission elements
(16) and measurement value receivers (19) of an electrical indicating device for the
fountain blade position are secured on the outer side.
1. Dispositif pour régler la lame d'encrier coopérant avec un cylindre du dispositif
d'encrage d'une machine à imprimer, du genre comprenant plusieurs tiges pour le réglage
des zones d'encrage qui sont montées réparties sur la largeur de la lame d'encrier,
et dans lequel chaque tige de réglage des zones d'encrage peut être entraînée au moyen
d'un moteur muni en aval d'un démultiplicateur, les moteurs et les démultiplicateurs
étant logés dans un boîtier sur des plaques-supports amovibles, caractérisé en ce
que:
au moins un rail porteur (23) fait saillie hors du boîtier (1), rail sur lequel est
montée la plaque-support (2) qui porte sur ses deux faces des organes pour régler
la lame d'encrier et pour indiquer la position de cette lame d'encrier, de façon à
ce qu'elle puisse être déplacée entre une position d'assemblage sur le boîtier (1)
et une position intermédiaire définie par son appui sur une butée amovible (29) montée
sur le rail porteur (23);
un épaulement (31) présentant un perçage transversal (32) est prévu sur le boîtier
(1) de chaque côté de la plaque-support (2);
dans la position intermédiaire, chaque perçage transversal (32) est aligné avec un
trou borgne (33) de la plaque-support (2); et:
des tenons (36) peuvent être introduits à travers les perçages transversaux (32) dans
les trous borgnes (33) afin de constituer un axe de pivotement pour la plaque-support
(2).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il comprend au moins
deux rails porteurs (23) de section circulaire qui traversent, en laissant un jeu,
des évidements de guidage arrondis (26) qui sont ménagés dans la plaque-support (2).
3. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 et 2, caractérisé en ce
qu'une surface du boîtier (1) limite le pivotement de la plaque-support (2) à un angle
compris entre 90° et 180°.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que
la plaque-support (2) s'étend sur toute la largeur de la lame d'encrier.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que
les moteurs (7), les démultiplicateurs (6) ainsi que les contacts de raccordement
(8) sont montés sur la face de la plaque-support (2) qui est à l'intérieur dans la
position d'assemblage, cependant que sont montés sur sa face extérieure des organes
de transmission des valeurs mesurées (16) ainsi que les capteurs (19) des valeurs
à mesurer d'un dispositif indicateur électrique.