[0001] Die Erfindung betrifft ein Spielgerät mit Fahrspielzeugen, wie es im Oberbegriff
des Patentanspruches 1 näher bezeichnet ist. Spielgeräte dieser Art sind insbesondere
als Autorennbahnen bekannt.
[0002] Da bei solchen Autorennbahnen vorzugsweise Rennen zwischen den Spielern durchgeführt
werden, sind schon früher Vorrichtungen konstruiert worden, die die Ergebnisse bei
Rennen festhalten können. Insbesondere betrifft dies die Anzahl der zurückgelegten
Runden. Rundenzähler werden deshalb seit längerer Zeit in Zusammenhang mit Autorennbahnen
verwendet.
[0003] Auch die gefahrene Zeit wurde bei derartigen Vorrichtungen in Verbindung mit den
Rundenzahlen berücksichtigt, z.B. bei einer Einrichtung gemäß der DE-PS 1 703 878.
Dort kann eine bestimmte zurückzulegende Rundenzahl vorgegeben werden. Beim Durchfahren
des Fahrzeugs zur ersten Runde wird nunmehr eine Zeituhr gestartet. Es ist möglich,
im Laufe des Rennens die Rundenzahl des beteiligten Fahrzeugs abzulesen. Sobald das
erste Fahrzeug die vorher festgelegte Rundenzahl zurückgelegt hat, wird der Strom
der
ge-samten Anlage abgeschaltet und die Zeit festgehalten. Es ist so möglich, daß die
Rennfahrer auf einer vorgegebenen Strecke immer wieder eine bestimmte Rundenzahl zurücklegen
und die dafür benötigte Zeit ablesen. Die Fortschritte der Spieler im Fahrkönnen lassen
sich so gut kontrollieren.
[0004] Auch der Rennbeginn kann überwacht werden, z.B. mit einem Gerät gemäß der DE-OS 2
035 478. Die Bewegung einer Starterfigur ist dort mit einem elektrischen Schalter
kombiniert, der den Strom für alle beteiligten Fahrzeuge einschaltet. Frühstarts werden
so ausgeschlossen.
[0005] Für neuere Entwicklungen von Autorennbahnen,z.B. gemäß der Patentanmeldung 27 22
734.5, die nicht nur eine Beeinflußung der Geschwindigkeit, sondern auch ein Lenken
ermöglichen, wurden entsprechende Registriereinrichtungen geschaffen. In der Patentanmeldung
28 25 308 wird eine Einrichtung vorgestellt, bei der die Rundenzahlen festgehalten
werden, unabhängig davon, ob das Fahrzeug die rechte oder linke Fahrbahnseite benutzt.
[0006] Elektronische Geräte, beispielsweise gemäß Patentanmeldung 28 33 159, ermöglichen
noch eine weitergehende Registrierung des Rennablaufs. Es kann nicht nur die Rundenzahl
festgehalten werden, sondern auch die Geschwindigkeit, die größte Geschwindigkeit
pro Runde oder die kürzeste Zeit pro Runde. Als Vorgabe für das Renngeschehen kann
nicht nur eine bestimmte Rundenzahl, sondern auch eine bestimmte Zeit, vorgegeben
werden.
[0007] Im Rahmen der beschriebenen Einrichtungen ist es möglich, das Renngeschehen einwandfrei
in allen Phasen festzuhalten.
[0008] Die vorliegende Erfindung hat sich nunmehr die Aufgabe gestellt, Einrichtungen zu
schaffen, mit denen nicht nur ein Festhalten des Renngeschehens möglich ist.
[0009] Dies ist gewissermaßen als "passives" Gerät zu bezeichnen. Im Rahmen der Erfindung
wird nunmehr ein "aktives" Gerät geschaffen, das direkt in das Renngeschehen auf vielfältige
Art und Weise eingreift.
[0010] Es soll also ermöglichen, für den Rennablauf bestimmte Spielregeln vorzuschreiben
und deren Einhaltung automatisch zu überwachen. Dabei soll der Spieler jederzeit ohne
Schwierigkeit feststellen können, welche Regeln er einzuhalten hat und welche Zahl
von Fahrfehlern ihm zur Last fallen-.
[0011] Diese Aufgabe wird bei einem im Oberbegriff des Patentanspruches 1 angegebenen Spiel
gerät erfindungsgemäß nach der im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen
Weise gelöst.
[0012] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Für die Registrierung der einzelnen Fahrbewegungen sowie die summarische Registrierung
des Punktstandes der "Fahrfehler" der einzlnen Fahrzeuge werden elektronische Mittel
oder eine Verbindung elektronischer und mechanischer Mittel verwendet. Diese Ausgestaltung
kann im Rahmen der Erfindung auf verschiedene Arten betätigt werden.
[0013] Als Beispiele für zu erfüllende Fahrvorschriften im Rahmen des Rennens oder des Straßenverkehrs
handelt es sich hierbei um Geschwindigkeitsbeschränkungen, Überholverbot auf der rechten
oder linken Fahrbahnseite, Durchfahren eines Slalomkurses, Ausweichen von Hindernissen,
Abbiegegebot.
[0014] Derartige Fahrbeschränkungen gibt es nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch beim
Rennen, beispielsweise beim Indianapolis-Start, bei starkem Regen, wenn Öl auf der
Strecke ist oder wenn ein Unfallfahrzeug umfahren werden muß.
[0015] Die Vorgabe didser Fahrgebote kann nun auf verschiedene Art und Weise erfolgen.
[0016] In einem Ausführungsbeispiel erfolgt diese durch ein Schaltpult mit Schaltern. Die
jeweiligen Fahrgebote werden durch Betätigen der zugeordneten Schalter eingeschaltet
oder ausgeschaltet. Beim Einschalten leuchten gleichzeitig die zugeordneten Zeichen
im Schaltpult und in einer Zeichenbrücke über der Fahrbahn. In dem zugeordneten Fahrbahnstuck
sind Registrierstellen angeordnet, die beim überfahren ein bestimmtes Fahrzeug registrieren.
Erfolgt diese Registrierung auf einer verbotenen Fahrbähnseite, so erhält das Fahrzeug
Strafpunkte, da die eingeschaltete Elektronik bei diesem Fahrgebot die Registrierstelle
als gesperrt erkennt.
[0017] Auf der gleichen Fahrbahnseite befindet sich noch eine zweite Kombination von Registrierstelllen.
Auch hier wird das Fahrzeug beim Durchfahren wieder registriert. Liegt nun eine Geschwindigkeitsbegrenzung
vor, so wird die Zeit zwischen erster und zweiter Registrierung des Fahrzeugs elektronisch
festgehalten und mit einer vorgegebenen Zeit verglichen. Ist die Zeit kürzer, so war
das Fahrzeug in diesem Streckenabschnitt schneller als vorgeschrieben und erhält wiederum
Strafpunkte.
[0018] Im vorgegebenen Ausführungsbeispiel können die entsprechenden Schwierigkeitsstufen
von den Fahrern selbst oder einer Person als Schiedsrichter zu- und abgeschaltet werden.
So ist für einen abwechslungsreichen Rennablauf gesorgt.
[0019] Ein weiteres Ausführungsbeispiel ermöglicht die Schaltung der entsprechenden Fahrgebote
auf elektromechanischem Weg. Hierzu wird ein Schrittschaltwerk verwendet, bei dem
über Nocken Kontakte betätigt werden. Diese Kontakte treten an Stelle des von Hand
zu betätigenden Schaltpultes.
[0020] Es ist ein Merkmal der Erfindung, daß die Einzelnocken gegeneinander verdreht werden
können. Es ist auch möglich, einen Einzelnocken aus zwei oder mehreren Einzelsegmenten
aufzubauen, so daß auch die Schaltdauer beeinflußt werden kann.
[0021] Diese Einrichtung ermöglicht die Zusammenstellung eines bestimmten Ablaufs des Ein-
und Ausschaltens der Fahrvorschriften. Eine zusätzliche Variante wird gegeben durch
den Betrieb des Antriebsmotors der Schaltwalze mit verschiedenen Spannungswerten,
so daß der zeitliche Ablauf gestreckt oder gekürzt werden kann.
[0022] Der Ein- und Ausschaltvorgang kann auch über eine elektronische Registriervorrichtung
erfolgen. Dort wird das betreffende Symbol für die Fahrvorschrift gedrückt und die
gewünschte Zeit für deren Gültigkeit eingegeben.
[0023] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird das Ein- und Ausschalten demnach auf drei
verschiedenen Wegen bewerkstelligt. Die einfachste und preisgünstige Möglichkeit ist
die dargestellte Form eines Handgerätes. Eine weitere Möglichkeit ist der Ersatz dieses
Handgerätes durch ein Schrittschaltwerk oder die Kombination des Handgerätes mit einem
Schrittschaltwerk.
[0024] Das Ein- und Ausschalten wird hier wie dargestellt über Schaltnocken bewerkstelligt,
wobei die Schaltnocken nicht nur den zeitlichen Ablauf der Ein- und Ausschaltvorgänge,
sondern bis zu einem gewissen Grad die Länge derselben bestimmten. Die dritte Möglichkeit
ist, wie dargelegt, ein elektronisches Gerät, das vollkommen freie Wahl für den zeitlichen
Ablauf eines Rennens ermöglicht.
[0025] Das vorliegende Gerät kann mit einem Impulsbahnstück gekoppelt werden. Erweiterungsmöglichkeiten
ergeben sich bei Abzweigungen, wo die Fahrzeuge vor und nach einer Abzweigung registriert
werden. Einer der eben beschriebenen Schaltmechanismen bringt nun die entsprechende
Aufgabenstellung, daß rechts oder links abgebogen werden soll. Wird nun ein Fahrzeug
registriert, das diese Fahrvorschrift nicht befol
gt, so erhält es wiederum Strafpunkte.
[0026] Zweckmäßigerweise wird für die Anzeige der Fahrvorschriften eine Zeichenbrücke vorgesehen.
An dieser können sich die Fahrer orientieren, da die jeweils gültigen Fahrvorschriften
sichtbar gemacht werden , durch eine Beleuchtung des Zeichens.
[0027] Es können jedoch auch andere Hinweise gegeben werden. Beispielsweise über eine Figur
mit einer Fahne, wobei dieselbe den Arm mit der Fahne hebt oder senkt oder über eine
Verkehrsampel. Bei der Verkehrsampel wird eine Fahrtrichtung bevorrechtigt. Befindet
sich in einem bevorrechtigten Fahrabschnitt ein Fahrzeug, so darf das Fahrzeug im
nicht bevorrechtigten Abschnitt nicht vor diesem in die Hauptstrecke einbiegen. Eine
zeitliche Registrierung vor dem bevorrechtigten Fahrzeuggibt wieder Strafpunkte.
[0028] Im Falle von Fahrbahnverengungen kann diese, wie dargelegt, über ein entsprechendes
Zeichen dargestellt werden, so daß die Fahrer wissen, daß eine Fahrbahnseite gesperrt
ist. Die Einschaltung eines derartigen Zeichens kann auch noch verbunden werden mit
einem Mechanismus, bei dem durch öffnen einer Tür Steine oder Styroporstückchen auf
die Fahrbahn fallen.
[0029] Im folgenden wird die Erfindung anhand einzelner, in den Figuren dargestellter Ausführungsbeispiele
beschrieben und näher erläutert.
Fig. 1 bis 4 zeigen ein Bahnstück, eine Zeichenbrücke, ein Schaltgerät mit Tastatur
und Anzeige;
Fig. 5 bis 9 zeigen ein Schaltgerät, ein Schrittschaltwerk und Anzeige;
Fig.10 zeigt ein Zeitdiagramm;
Fig.ll zeigt eine elektronische Eingabeeinheit;
Fig.12 zeigt ein Zeitdiagramm;
Fig.13 bis 17 zeigen Ausführungsbeispiele für weitere Fahrvorschriften und der Rennanzeige;
Fig.18 zeigt die Anzeige 9;
Fig.19 zeigt ein Schaltbild; und
Fig.20 zeigt ein Gehäuseoberteil.
[0030] Gemäß Fig.1 sind im Bahnstück 1 Kontaktabschnitte 2 vorgesehen. Es sind parallel
zu den Strömschienen 3 Kontaktstücke 4 vorhanden, über die beim überfahren eines Fahrzeugs
ein Impuls ausgelöst wird. Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 bis 4 befinden sich
auf dem Fahrbahnstück je vier Kontaktabschnitte 2. Das Fahrzeug wird also, sofern
es nicht gelenkt wird, auf jeder Fahrbahnseite'zweimal erfaßt. Im Ausführungsbeispiel
3 sind 3 Kontaktabschnitte vorhanden. Hier ist vorgesehen, das Fahrzeug jeweils an
den Kontaktabschnitten zu erfassen. Es kann festgelegt werden, ob die Erfassung für
das Fahrzeug obligatorisch ist, oder das Vermeiden des Überfahrens der Kontaktstellen.
Die Fahrzeuge werden so gezwungen, einen Slalomkurs wie bei sportlichen Wettbewerben
zu fahren.
[0031] In Fig.l wird noch die Zeichenbrücke 5 gezeigt. An ihrer Stirnseite sind entsprechende
Zeichen angebracht, die ein bestimmtes Verhalten im Verkehr oder bei Rennen vorschreiben.
Hierbei handelt es sich um die Geschwindigkeitsbeschränkungen oder Einhalten einer
bestimmten Fahrbahnseite. Andere Vorschriften werden später noch dargestellt. Die
Zeichenbrücke wird vorzugsweise auch elektrisch angeschlossen, damit bei einer bestimmten
Verkehrsvorschrift das entsprechende Zeichen beleuchtet wird. So wissen die S
pielteilnehmer, welche Vorschrift gerade in Kraft ist. Es wird noch in Fig. 1 und 2
ein Schaltgerät mit Tastatur und Anzeige 6 gezeigt. Es werden entsprechende Symbole
auf der Anzeige gezeigt, beispielsweise Geschwindigkeitsbeschränkun
gen, Überholverbot mit Engstelle, die über Tasten 7 und 8 ein- und abschaltbar sind.
Beim Einschalten einer bestimmten Verkehrsvorschrift leuchtet das der Taste zugehörige
Zeichen auf, da gleichzeitig eine Glühbirne oder Leuchtdiode eingeschaltet wird.
[0032] Die neben der Taste genannten Zahlen 100 - 113 werden in Fig. 19 verwendet. Mit dem
hier dargestellten Schaltgerät mit Tastatur und Anzeige werden bestimmte Verkehrsvorschriften
manuell ein- und ausgeschaltet. Die Teilnehmer am Rennen können so selbst oder über
eine weitere Person die Beschränkungen zuschalten oder wieder abschalten.
[0033] In Fig. 1 ist noch die Anzeige 9 dargestellt. Diese hält den Stand der Strafpunkte
für die beiden Rennteilnehmer fest.'
[0034] In Fig. 5 ist das Schaltgerät 10 in einem unabhängigen Gehäuse untergebracht. Das
Bahnstück 1, die Kontaktstücke 4 und die Zeichenbrücke 5 entsprechen der Anordnung
gemäß Fig. 1 bis 5. Auch die Anzeige 9 wird in gleicher Art verwendet. In diesem Ausführungsbeispiel
wird jedoch.das Ein- und Ausschalten der Fahrgebote durch das Schrittschaltwerk 11
bewerkstelligt. Gemäß Fig. 6 bis 9 befindet sich auf einer Grundplatte 12 das Getriebe
13, welches durch einen Elektromotor angetrieben wird. So wird über das Zahnrad 14
eine Achse 15 angetrieben. Auf dieser befinden sich Nockenscheiben 16 mit Schaltnocken
17. Die Schaltnocken 17 wirken auf Kontakte 18 ein. Die Schaltnocken 16 werden über
die Spiralfeder 19 zusammengedrückt und gegenseitig mit einer Verzahnung 20 gehalten.
Eine Verstellung von Hand ist durch überwindung der Spiralfeder 19 gegeben. so daß
der zeitliche Ablauf der Betätigung der Kontakte 18 beeinflußbar ist. Die gesamte
Anordnung der Schaltnocken ist einsetzbar, wobei die Achse 15 in das Lager 21 eingesetzt
wird. Anschließend wird das Gegenlager 22 eingeschwenkt und kommt dort zur Einrastung.
[0035] Gemäß Fig.8 wird eine Nocke auch aus wenigstens zwei, oder auch mehreren Einzelteilen
aufgebaut..Eine Verschiebung des Nockenbereiches ermöglicht eine Verlängerung der
Schaltzeit auf das doppelte oder mehrfache oder den Einsatz von zwei Schaltvorgängen
im Rahmen einer Umdrehung der Achse 15.
[0036] Fig. 10 zeigt einen Zeitplan,bei dem als Zeit für eine Umdrehung um 360 Grad 10 Minuten
angenommen wurden. Der Zeitmaßstab kann durch Erhöhung oder Erniedrigung der Spannung,
durch die der Antriebsmotor angetrieben wird, verändert werden.
[0037] In Fig. 10 ist weiterhin angenommen, daß die Schaltzeit einer Schaltnocke 17 eine
Minute beträgt. Bei Verwendung einer Nockenscheibe aus zwei Einzelteilen gemäß Fig.
8 rechts kann die Schaltzeit demnach ein bis zwei Minuten betragen, wie dies in den
drei ersten Spalten der Fig. 10 beschrieben ist. Werden die beiden Teile der Nockenscheibe
noch stärker gegeneinander gedreht, so werden zwei Schaltvorgänge während einer Minute
ausgelöst, gemäß Spalte 4 und Spalte 6 in Fig. 10.
[0038] Fig. 9 zeigt eine Kombination des Schrittschaltwerks 11 mit dem Schaltgerät mit Tastatur
und Anzeige 6. Die Schaltung kann in diesem Fall wahlweise manuell oder über das Schrittschaltwerk
mechanisch erfolgen. Es wird beim Einschalten des Schalters 23 erreicht, daß die Schaltwalze
läuft und mit der Taste 7 ein Ausschaltvorgang erfolgt. In diesem Fall wird zwar durch
die Schaltnocken 17 der Kontakt 18 betätigt, der Stromfluß jedoch durch entsprechende
Stellung der Taste 7 unterbrochen. Die Taste 7 wirkt in diesem Fall auf einen Umschalter.
[0039] Fig. 11 zeigt eine elektronische Eingabeeinheit 30. Der Einsatz geschieht nach der
Darstellung von Fig.5, wobei jedoch das Schrittschaltwerk 11 durch die elektronische
Eingabeeinheit 30 ersetzt wird. In diesem Fall ist das Schaltgerät 10 unabhängig von
der elektronischen Eingabeeinheit in einem getrennten Gehäuse untergebracht. Das Schaltgerät
10 kann jedoch auch im Gehäuse der elektronischen Eingabeeinheit 30 eingebaut sein.
In beiden Fällen muß eine Anschlußmöglichkeit für die Anzeige 9 vorgesehen sein.
[0040] In Fig. 12 wird ein Ausführungsbeispiel für einen Rennablauf, der mit der elektronischen
Eingabeinheit 30 vorgegeben wird, dargestellt. So können Fahrvorschriften mit beliebiger
Länge und beliebig oft vorgegeben werden. Bei der Eingabe mehrerer Fahrvorschriften
zum gleichen Zeitpunkt erfolgt die Zeiteingabe jeweils bis zu dem Zeitpunkt, an dem
eine Änderung eintreten soll. Von diesem Zeitpunkt an werden dann auf Wunsch eine
oder mehrere Tasten z.B. Geschwindigkeitsbeschränkungen, 0berholverbot usw. neu gedrückt,
so daß dann die entsprechenden Fahrvorschriften geschaltet werden können. Es ist auch
in.diesem Fall wünschenswert, wenn mit der Einschaltung der Fahrvorschriften ein entsprechendes
Zeichen beleuchtet wird. Auch die Zuschaltung der Zeichenbrücke 5 ist möglich.
[0041] Fig. 13 zeigt zusätzlich zur Zeichenbrücke 5 eine Fig.31 mit Fahne 32. Die Fahne
mit Arm wird über einen Mechanismus nach oben und unten bewegt. Die Bewegung der Fahne
wird mit dem Ein- und Ausschalten einer Fahrvorschrift verbunden.
[0042] In Fig. 14 wird die Fig. 31 mit Fahne 32 nochmals dargestellt. Es sind Kontaktstücke
4 vorhanden, die die Erfassung der Fahrzeuge vornehmen. Das Fahrverhalten der Fahrzeuge
entspricht demjenigen der Zuschaltung des Zeichens Engstelle. Die Beschreibung der
Schaltung erfolgt mit Fig. 19.
[0043] In Fig. 15 ist eine Ampel 33 vorhanden. Diese wird an das Schaltgerät 10 angeschlossen.
Die Erfassung der Fahrzeuge geschieht über die Kontaktstücke 4. Wenn die Ampel 33
auf Rot geschaltet ist, muß der aus dem Fahrbahnabschnitt 34 Einbiegende warten. Beim
Überfahren des folgenden Kontaktabschnittes bei roter Ampel wird ein Strafpunkt registriert.
[0044] Die Ampel kann auch über ein im bevorrechtigten Abschnitt 35 befindliches Fahrzeug
geschaltet werden. Sobald dort ein Fahrzeug'einfährt, wird die Ampel auf Rot geschaltet,
wobei der aus dem Fahrbahnabschnitt 34 Kommende warten muß.
[0045] In Fig. 16 wird ein Geländeteil 36 dargestellt. Dieses besitzt eine Öffnung 37, die
elektromechanisch bedient wird. Es erfolgt eine Verbindung mit einem Schaltgerät,
das das Anheben der Öffnung 37 bewerkstelligt. Nun können Teile 38, beispielsweise
aus Styropor, auf die Fahrbahn fallen und zwingen die Fahrzeuge zum Ausweichen. Ein
überfahren der Kontaktstücke 4 ergibt einen Strafpunkt.
[0046] In Fig. 17 wird eine Abzweigung dargestellt. Die Fahrzeuge werden über Kontaktstücke
4 registriert. Es wird nun über ein Schaltgerät vorgeschrieben, welche Fahrtrichtung
die Fahrzeuge einnehmen müssen.
[0047] Bei dem gemäß den beschriebenen Fig. zu verwendenden Schaltgerätes handelt es sich
um ein Schaltgerät mit Tastatur und Anzeige 6 (Fig. 1 und 2) oder Schrittschaltwerk
11 (Fig. 5 bis 9) oder um die elektronische Eingabeeinheit 30 (Fig.11).
[0048] Fig. 18 zeigt die Anzeige 9. Es wird für jede Fahrspur eine zweispaltige 7-Segment-LED-Anzeige
verwendet.
[0049] Es können verschiedene Relativ-Geschwindigkeiten, z.B. 60 und 130 Std./km gemessen
werden.
[0050] Außerdem kann erkannt werden, ob ein Fahrzeug innerhalb des Meßbahnstückes die Fahrbahn
gewechselt hat oder nicht. Je nach vorgewählter Spielvariante wird in der elektronischen
Schaltung ermittelt, ob sich die Fahrzeuge an die entsprechenden Beschränkungen halten.
[0051] Ist das nicht der Fall, erscheint am Ausgang der Auswerte-Elektronik ein Impuls,
der in einem elektronischen Impulszähler registriert wird und die in der Anzeige 9
erlesbaren Strafpunkte der Fahrer A oder B um eins erhöht.
[0052] Fig. 4 zeigt das Bahnstück 1 mit den Stromschienen 3 und den Kontaktstücken 4. Die
auf der Fahrbahn angebrachten Kontaktstücke 4 werden durch den Fahrmotor über die
Schleifer der Lenkfahrzeu
ge überbrückt. Das Fahrzeug mit dem weiten Schleiferabstand überbrückt nur die beiden
äußeren Kontakte, das andere Fahrzeug mit dem engen Schleiferabstand die beiden inneren.
Dadurch wird erkannt, welches Fahrzeug wo das Bahnstück befahren hat. Zwischen der
Abtastung im Bahnstück und den Ausgängen AIL,BIL, AIR, BIR, AOL, BOL, AOR, BOR liegen
Impulsformerstufen, die aus den verprellten Abstastimpulsen saubere eindeutige Impulse
formen.
AIL bedeutet Eingangssignal (Input) auf der linken Fahrbahnseite von Fahrzeug A
BOR Ausgangsimpuls (Output) auf der rechten Fahrbahnseite von Fahrzeug B
[0053] In der Anordnung gemäß Fig. 19 werden die erzeugten Impulse je nach Spiel Variante
ausgewertet.
[0054] 1. Engstelle links mit Überholverbot (Schalter 100 u. 101 Schleifer unten).
[0055] Alle Fahrzeuge müssen innerhalb der Meßstrecke auf der rechten Fahrbahnseite fahren.
Wird diese Bestimmung nicht eingehalten, wird ein Strafpunkt erteilt. Wenn Fahrzeug
A rechts in die Meßstrecke einfährt, in der Meßstrecke nach links lenkt und den zweiten
rechten Kontaktabschnitt nicht berührt, passiert folgendes:
Auf der Leitung AIR erscheint beim Einfahren ein Impuls, während der Ausfahrimpuls
auf der Leitung AOR ausbleibt. Der-Start-Stop-Generator 84 wird zwar gestartet, aber
durch den fehlenden Ausfahrimpuls nicht zurückgesetzt, dadurch wird in der mit einem
Monoflop aufgebauten Zeitvergleichsstufe 93 erkannt, daß das Fahrzeug nicht innerhalb
einer in der Stufe 93 festgelegten Zeit die richtige Ausfahrstelle überfahren hat.
In diesem Fall wird an den Ausgang der Stufe 93 ein Impuls abgegeben, der einmal über
den Ausgang A zum Zähler der Strafpunkte gelangt und in der Anzeige 9 registriert,
zum anderen die Start-Stop-Generatoren 81, 82, 83 , 84 wieder zurücksetzt und somit
für die nächste Runde wieder "scharf" macht. Damit das Durch- . fahren der verbotenen
Spur (hier links) mit einem Strafpunkt belegt wird, ist zusätzlich über Schalter 110
der Eingang AIR mit dem Strafpunktzähler verbunden. Das entsprechende gilt auch für
das Fahrzeug B.
[0056] 2.Engstelle rechts mit Oberholverbot (Schalter 100 u. 101 Schleifer oben).
[0057] Hier müssen alle Fahrzeuge innerhalb des Erfassungsbahnstückes auf der linken Fahrbahnseite
fahren.
[0058] Die Erfassung erfolgt wie bei 1,jedoch über die Start-Stop-Generatoren 83 für Fahrzeug
A bzw. 85 für Fahrzeug B.
[0059] 3. Höchstgeschwindigkeit 60 km/h (Schalter 102 u. 103 EIN).
[0060] Durchfährt z.B. Fahrzeug A das Meßbahnstück zu schnell, so wird im Start-Stop-Generator
83 ein Impuls erzeugt, der kürzer als der vom Vergleichsimpulsgenerator 89 erzeugte
ist. Durch den Zeitenvergleich in 89 wird dies erkannt und an den Ausgang ein Impuls
gegeben, der über den Ausgang A zum Strafpunktzähler gelangt.
[0061] 4. Höchstgeschwindigkeit 130 km/h (Schalter 104 u. 105 EIN).
[0062] Hier wird der Start-Stop-Impuls mit den Vergleichsimpulsgeneratoren 90 für Fahrzeug
A und 92 für Fahrzeug B verglichen. Ist der Start-Stop-Impuls kürzer, so entspricht
dies einer höheren Geschwindigkeit als zulässig, gibt es am Ausgang wieder einen Strafpünkt.
[0063] Der Start-Stop-Generator 81 bzw. 88 erfaßt dann die Durchfahrgeschwindigkeit, wenn
das Fahrzeug A bzw. B innerhalb der Meßstrecke die Fahrbahn gewechselt hat. Diese
Zeiten werden wieder mit den entsprechenden Vergleichsimpulsen für 60 bzw. 130 km/h
verglichen.
[0064] Die Eingänge A und B werden einem Impulszähler zugeführt, der die Anzahl der Strafpunkte
gleichzeitig für Fahrzeug A und Fahrzeug B auf einer Anzeige 9 anzeigt. ,
[0065] Außerdem werden die Ausgänge der Schalter 114 - 119 der Brücke zugeführt, wo die
jeweils geltenden Ver- oder Gebotsschilder mittels den Lampen 150 - 157 beleuchtet
werden.
[0066] In Fig. 20 wird noch ein Gehäuseoberteil gezeigt, in dem in einem Gehäuseteil das
Schaltgerät 10, die Anzeige 9 und die elektronische Eingabeeinheit 30 vereinigt sind.
[0067] Die Funktion und Bedienungsweise entspricht der dargestellten mit dem Unterschied,
daß nicht verschiedene Einzelgehäuse verwendet werden.
1. Spiel gerät mit Fahrspielzeuaen, bei der in der Fahrbahn Kontaktstücke (4) zur
erlektrischen Erkennung einzelner Fahrzeuge angebracht sind und die Fahrspielzeuge
mit Überbrückungskontakten versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß erste und zweite
Kontaktstücke (4) einander paarweise derart zugeordnet sind, daß bei überfahren eines
ersten Kontaktstücks ein Startimpuls und bei überfahren des zugeordneten zweiten Kontaktstückes
ein Stop- oder Rücksetzimpuls an einem dem jeweiligen Paar von Kontaktstücken zugeordneten
Start-Stop-Generator (81 bis 88) abgegeben wird, daß der Ausgang eines jeden Start-Stop-Generators
(81 bis 88) an eine oder mehrere Zeitvergleichsstufen (89 bis 93) angeschlossen ist,
welche einen Ausgangsimpuls abgeben, wenn der Impuls des Start-Stop-Generators (81
bis 88) eine vorgegebene Länge überschreitet.
2. Spielgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgänge der Zeitvergleichsstufen
(89 bis 93) an Zähler angeschlossen sind.
3. Spielgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang einer Zeitvergleichsstufe
(89 bis 93) an einen Eingang eines zugeordneten Start-Stop-Generators (81 bis 88)
angeschlossen ist.
4. Spielgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang einer Zeitvergleichsstufe
(89 bis 93) an einen Rücksetzeingang eines zugeordneten Start-Stop-Generators (81
bis 88) angeschlossen ist.
5. Spielgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die paarweise Zuordnung
der Kontaktstücke (4) veränderbar ist.
6. Spielgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweilige paarweise
Zuordnung der Kontaktstücke (4) eine bestimmte Fahrvorschrift der Fahrzeuge repräsentiert.
7. Spielgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang eines Start-Stop-Generators
(81 bis 88) über einen oder mehrere Wechselschalter (100 bis 109) mit Zeitvergleichsstufen
(89 bis 93) verbunden ist.
8. Spielgerät nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgänge der
Zeitveroleichsstufen (89 bis 93) über Schalter (110 bis 113) mit Eingängen der Start-Stop-Generatoren
(81 bis 88) verbindbar sind.
9. Spielgerät nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellung der
Wechselschalter (100 bis 113) eine bestimmte Fahrvorschrift repräsentiert.
10. Spielgerät nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalter
(100 bis 109) und/oder die Schalter (110 bis 113) elektronische Schalter sind.
11. Spielgerät nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Wechselschalter
(100 bis 109) und/oder die Schalter 110 bis 113) mittels Drucktasten (7,8) und/oder
einer elektronischen Einggabe- einheit (30) schaltbar sind.
12. Spielgerät nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Wechselschalter
(100 bis 109) und/oder die Schalter (110 bis 113) durch ein oder mehrere Schrittschaltwerke
(11) schaltbar sind.
13. Spielgerät nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß von den Drucktasten
(7,8) und/oder der elektronischen Eingabeeinheit (30) und/oder den Schrittschaltwerken
(11) weitere Schalter betätigt werden, welche eine Anzeige der eingestellten Fahrvorschriften
bewirken.
14. Spiel gerät nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß von den Drucktasten
(7,8) und/oder der elektronischen Eingabeeinheit (30) und/oder dem Schrittschaltwerk
(11) weitere Schalter gesteuert werden, die eine Ampel (33) und/oder einen Antriebsmotor
einer Figur (31) mit beweglicher Fahne (32) und/oder einer in Nachbarschaft der Fahrbahn
ange-brachten Klappe (37) betätigen.
15. Spielgerät nach Anspruch 6 oder 9 oder 13, oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß über der
Fahrbahn eine Anzeigevorrichtung (5) angeordnet ist, welche die jeweils eingestellte
Fahrvorschrift durch ein Symbol anzeigt.
16. Spielgerät nach Anspruch 15, dadurch gekenn- zeichnet, daß die Anzeigevorrichtung (5) Leuchtzeichen aufweist.
17. Spiel gerät nach einem der Ansprüch 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß für
das Schrittschaltwerk (11) eine als Einheit ausgebildete Schaltwalze verwendet wird,
die durch Ausschwenken eines Gegenlagers (22) aus der Halterung gelöst und aus dem
Gerät entnommen werden kann.
18. Spielgerät nach einem der Ansprüche 12 bis 14, 17 dadurch gekennzeichnet, daß
die Schaltwalze aus einzelnen Nockenscheiben (16) mit Schaltnocken (17) besteht, die
auf Kontakte (18) einwirken, die durch eine Spiralfeder (19) zusammengedrückt werden,
wobei die Schaltnocken (16) gegeneinander mittels einer beidseitig angebrachten Verzahnung
(20) verstellbar sind.
19. Spielgerät nach einem der Ansprüche 12 bis 14, 17, 18, dadurch gekennzeichnet,
daß im Gehäuse des Schrittschaltwerkes (11) ,Tasten (7,8) vorhanden sind, mittels
derer bei ausgeschaltetem Schrittschaltwerk ein manuelles Ein- und Ausschalten der
Fahrvorschriften ermöglichen, beim Einschalten des Schrittschaltwerkes über einen
Schalter (23) jedoch ein Ausschalten bewirken, so daß keine Fahrvorschrift zum Einsatz
kommt, auch wenn der Kontakt (18) oder die Schaltnocken (17) betätigt werden.
20. Spiel gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet,
daß das Fahrspielzeug mit einem Überbrückungskontakt von fahrzeugspezifischer Ausgestaltung
versehen ist.
21. Spiel gerät nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der überbrückungskontakte
eine fahrzeugspezifische Größe aufweist.