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(11) |
EP 0 027 205 B2 |
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NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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21.01.1987 Patentblatt 1987/04 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.02.1984 Patentblatt 1984/08 |
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Anmeldetag: 29.09.1980 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: H01H 1/02 |
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Verwendung von Nickel-Palladium-Sinterwerkstoffen für elektrische Relais-Kontakte
Use of nickel-palladium sintered material for electrical relay contacts
Utilisation de matériau fritté de nickel-palladium pour contacts électriques de relais
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB LI |
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Priorität: |
12.10.1979 DE 2941465
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.04.1981 Patentblatt 1981/16 |
| (71) |
Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Schreiner, Horst, Prof. Dr.
D-8500 Nürnberg (DE)
- Tusche, Reinhard
D-8500 Nürnberg (DE)
- Zijlstra, Sjouke
NL-5667 SE Geldrop (NL)
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Entgegenhaltungen: :
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf die Verwendung eines Sinterwerkstoffes, der aus 80
bis 95 % Nickel und 5 bis 20 % Palladium besteht. als Werkstoff für elektrische Relais-Kontakte.
[0002] Es sind bereits Silber-Palladium-Kontaktwerkstoffe mit 30 bis 50 % Palladium zur
Verminderung der Bildung von sulfidhaltigen Reaktionsschichten an der Kontaktoberfläche
bekannt. Durch die US-A-1 832 307 sind Palladium-Nickel-Legierungen mit 30 bis 70
% Palladium und 70 bis 30 % Nickel als Kontaktwerkstoffe für Relais bekannt geworden.
Bei steigendem Nickel-Gehalt nimmt die Bildung von isolierenden Oxidschichten zu,
so daß der maximale Nickel-Gehalt mit 70 % angegeben wird. Die Verwendung von Nickel
als elektrisches Kontaktmaterial ist aus der DE-A-1945592 bekannt.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Kontaktwerkstoff für elektrische Relais-Kontakte
auf der Basis Palladium-Nickel zu finden, der mit einem geringeren Anteil des kostspieligen
Palladiums gegenüber den bekannten Palladium-Nickel-Legierungen eine hohe Härte und
bei Strombelastungen praktisch keine Zunahme des Kontaktwiderstandes und praktisch
keine Materialwanderung zeigt für den vorgenannten Zweck.
[0004] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch die Verwendung eines Sinterwerkstoffes,
der aus 80 bis 95 % Nickel und 5 bis 20 % Palladium besteht.
[0005] Es hat sich überraschenderweise gezeigt, daß sich bei Relais bei Einschaltlasten
mit Einschaltstromspitzen bis 35A Palladium-Nickel-Werkstoffe mit Nickel-Gehalten
von 80 bis 95 % als Kontaktwerkstoffe sehr gut eignen.
[0006] Bisher wurden als Palladium-Legierungen mit einer geringen Materialwanderung für
Relais-Kontakte Palladium-Kupfer- und Palladium-Silber-Legierungen verwendet, obwohl
durch die US-A-1832307 Palladium-Nickel-Legierungen mit maximal 70% Nickel als mögliche
Kontaktwerkstoffe bekannt waren. Daneben wird in der Monographie « The Physics of
Electrical Contacts (Oxford 1957), S. 138, Kap. 7. 5. erwähnt, daß bei Nickel-Kontakten
im Vergleich zu Palladium-Kontakten die Materialwanderung gering ist.
[0007] Palladium-Kupfer der Zusammensetzung 85 % Palladium und 15 % Kupfer zeigt z. B. unter
einer Lampenlast i = 4A, bei Einschaltstromspitzen bis 35A eine geringe, flächenhafte
Materialwanderung und verhältnismäßig niedrigen Kontaktwiderstand. Bei Palladium-Kontaktwerkstoffen
mit höherem Kupfer-Gehalt nehmen die Materialwanderung und auch der Kontaktwiderstand
unerwünscht zu.
[0008] Eine derartige Zunahme des Kontaktwiderstandes und der Materialwanderung wurden bei
Palladium-Nickel-Werkstoffen gemäß der Erfindung auch bei sehr hohen Nickel-Gehalten
nicht beobachtet. Etwaige isolierende Oxidschichten werden durch die Einschaltlast
weggebrannt und der Kontaktwiderstand bleibt dadurch über die ganze Schaltzahl konstant
niedrig. Beispiele für besonders vorteilhafte Palladium-Nickel-Sinterwerkstoffe sind
Zusammensetzungen 20 % Palladium und 80 % Nickel, 10 % Palladium und 90 % Nickel sowie
5 % Palladium und 95 % Nickel.
1. Verwendung eines Sinterwerkstoffes, der aus 80 bis 95 % Nickel und 5 bis 20 % Palladium
besteht, als Werkstoff für elektrische Relais-Kontakte.
2. Verwendung eines Sinterwerkstoffes gemäß Anspruch 1, für den dort angegebenen Zweck,
der aus 20 % Palladium und 80 % Nickel besteht.
3. Verwendung eines Sinterwerkstoffes gemäß Anspruch 1 für den dort angegebenen Zweck,
der aus 10 % Palladium und 90 % Nickel besteht.
4. Verwendung eines Sinterwerkstoffes gemäß Anspruch 1 für den dort angegebenen Zweck,
der aus 5 % Palladium und 95 % Nickel besteht.
1. The use of a sintered material consisting of 80 to 95 % nickel and 5 to 20 % palladium,
as a material for electrical relay contacts.
2. The use of a sintered material according to Claim 1 for the purpose referred to
therein, which material consists of 20 % palladium and 80 % nickel.
3. The use of a sintered material according to Claim 1, for the purpose referred to
therein, which material consists of 10% palladium and 90 % nickel.
4. The use of a sintered material according to Claim 1 for the purpose referred to
therein, which material consists of 5 % palladium and 95 % nickel.
1. Utilisation d'un matériau fritté constitué de 80 à 95 % de nickel et de 5 à 20
% de palladium, comme matériau pour contacts électriques de relais.
2. Utilisation d'un matériau fritté suivant la revendication 1, pour le but qui y
est mentionné, constitué de 20 % de palladium et de 80 % de nickel.
3. Utilisation d'un matériau fritté suivant la revendication 1, pour le but qui y
est mentionné, constitué de 10 % de palladium et de 90 % de nickel.
4. Utilisation d'un matériau fritté suivant la revendication 1, pour le but qui y
est mentionné. constitué de 5 % de palladium et de 95 % de nickel.