(19)
(11) EP 0 027 207 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
22.04.1981  Patentblatt  1981/16

(21) Anmeldenummer: 80105928.8

(22) Anmeldetag:  01.10.1980
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3E06B 9/20
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB LI LU NL SE

(30) Priorität: 11.10.1979 DE 2941221

(71) Anmelder: Raum-Harmonie Stachnau KG
D-2000 Hamburg 50 (DE)

(72) Erfinder:
  • Stachnau, Heinz
    D-2000 Hamburg 52 (DE)

(74) Vertreter: Glawe, Delfs, Moll & Partner 
Patentanwälte Rothenbaumchaussee 58
20148 Hamburg
20148 Hamburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Rolloanordnung


    (57) Eine Rolloanordnung zur Abdeckung von Fenstern und dergleichen, wobei die seitlichen Ränder des Rollos im herabgelassenen Zustand fixiert sind, und zwar in der Weise, daß in der Nähe des Rollorandes (5) eine feststehende senkrechte Leiste (6) vorgesehen ist, an deren äußerem Randbereich eine bewegliche Leiste (8) zur Anlage an die feststehende Leiste (6) schwenkbar angelenkt ist.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Rolloanordnung zur Abdeckung von Fenstern, Fensternischen und dergleichen, wobei die seitlichen Ränder des Rollos im herabgelassenen Zustand fixiert sind.

    [0002] Die Verwendung von Rollos zum Sichtschutz, zu Dekorationszwecken und als Schallschutz ist seit langem bekannt. Ein weiterer.Aspekt des Einsatzes von Rollos, nämlich der der Wärmeisolierung, gewinnt neuerdings immer größeres Interesse, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Heizkostenersparnis. Die Erfindung ist auf eine Rolloanordnung gerichtet, bei der die erzielbare Heizkostenersparnis besonders groß ist.

    [0003] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in der Anordnung gemäß der Erfindung je eine in der Nähe des Rollorandes angeordnete, feststehende senkrechte Leiste vorgesehen ist, an derem äußeren Randbereich eine bewegliche Leiste zur Anlage an die feststehende Leiste schwenkbar angelenkt ist.

    [0004] Durch die Anordnung der Erfindung wird gewährleistet, daß der Rollorand über seine gesamte Länge hinreichend fest an eine Wand angedrückt wird, ohne daß seitliche Bereiche verbleiben, an denen das Rollo nicht anliegt und die einen Wärmeverlust bedingen könnten. Auch durch Zugluft oder dergl. kann das Rollo nicht aus seiner Anlage an der Wand entfernt werden. Schließlich kann die Anordnung der Erfindung auch in solchen Fällen eingesetzt werden, in denen mehrere Rollos für das gleiche Fenster vorgesehen sind, z.B. ein erstes Rollo als Sicht- und Wärmeschutz und ein zweites, raumseitig angeordnetes Rollo zu Dekorationszwecken.

    [0005] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist die bewegliche Leiste federbelastet ausgebildet. Durch die Federkraft wird die bewegliche Leiste an die senkrechte Leiste angedrückt und sichert somit den Rollorand. Durch Überwindung der Federkraft kann somit die bewegliche Leiste etwas von der feststehenden Leiste entfernt werden, um den Rand des Rollos beim Herablassen desselben einzuziehen bzw. den Rand für das Herauflassen des Rollos freizugeben.

    [0006] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die eine der Leisten, z.B. die feststehende Leiste, einen Magnetbandstreifen und die andere Leiste einen entsprechenden Metallstreifen auf. Die Magnet- bzw. Metallstreifen sind so angeordnet, daß sie die bewegliche Leiste auf der feststehenden Leiste festhalten. Eine derartige Anordnung gewährleistet eine sichere Halterung der Rolloränder. Ein derartiger Magnetverschluß kann jedoch auch durch die bereits genannte federbelastete Ausführung der beweglichen Leiste ergänzt bzw. unterstützt werden.

    [0007] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist das Rollo an seinem unteren waagerechten Rand eine plastisch oder elastisch verformbare Dichtleiste auf. Dadurch wird ein Wärmetransport durch den Zwischenraum zwischen der Unterkänte des Rolios und einer Auflagefläche, z.B. einem Fensterbrett, weitgehend ausgeschaltet.

    [0008] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung, wobei auf die Zeichnungen Bezug genommen wird.

    [0009] Es zeigen:

    1. Figur 1 einen senkrechten Schnitt durch eine Rolloanordnung gemäß der Erfindung;

    2. Figur 2 einen Schnitt ertlang der Ebene A/A der Figur 1;

    34 Figur 3, 5, 7 und 9 Ausführuhgsformen von Klappleisten gemäß der Erfindung im geöffneten Zustand in Seitenansicht;

    4. Figur 4, 6, 8 und 10 die Ausführungsformen gemäß den Figuren 3, 5, 7 bzw. 9 in Draufsicht;

    5. Figur 11 die Unterleiste eines Rollos der Anordnung der Erfindung im Querschnitt.



    [0010] Figur 1 zeigt ein Fenster 1 mit einem von der Fensternische 2 gebildeten Hohlraum, der durch ein erstes Rollo 3 wärmeisolierend abgedeckt werden soll. Ein weiteres Rollo 4 ist zu Dekorationszwecken vorgesehen. Wie aus Figur 2 ersichtlich, befindet sich im Bereich der Rolloränder 5 eine Klappleiste, bestehend aus einer ersten, feststehenden Leiste 6, die an einer Wand 7 befestigt ist, sowie einer an der feststehenden Leiste 6 schwenkbar angelenkten, beweglichen Leiste 8.

    [0011] Die Ausbildung der Klappleiste ergibt sich aus den Figuren 3-10.

    [0012] Die Klappleiste gemäß den Figuren 3 und 4 besteht aus der feststehenden Leiste 6 und der beweglichen Leiste 8, die mittels eines Scharnieres 9 an der feststehenden Leiste schwenkbar angelenkt ist. Die bewegliche Leiste 8 weist praktisch über. ihre gesamte Länge einen Magnetstreifen 10 auf, der sich beim Schließen der Klappleiste auf einen entsprechenden, an der feststehenden Leiste 6 angeordneten Metallstreifen 11 anlegt. Als Magnetstreifen 10 kann ein handelsübliches, magnetisches Klebeband verwendet werden. Entsprechendes gilt für den Metallstreifen 11, der selbstverständlich entbehrlich ist, falls die feststehende Leiste 6 aus magnetisierbarem Material besteht.

    [0013] Weiterhin ist für die gezeigte Ausführungsform eine Abdeckleiste 12 vorgesehen, die nach der Montage der Klappleiste auf die bewegliche Leiste 8 aufgesetzt werden kann. Die Abdeckleiste 12 kann aus Metall, Holz, Kunststoff oder dergl. gefertigt sein und verdeckt die funktionellen Teile der Klappleiste.

    [0014] Aus den Figuren 5 und 6 ist eine federbelastete Ausführungsform der Klappleiste ersichtlich. Die feststehende und die bewegliche Leiste (6, 8) werden mittels eines Scharniers zusammengehalten und weiterhin mit einer Drehfeder 13 gegeneinander gedrückt. Zur Vermeidung von Beschädigungen der Rolloränder sind weiterhin Filzstreifen 14 und 15 vorgesehen. Weiterhin sind die Leisten 6 und 8 an ihren oberen bzw. unteren Enden bei 16 abgeschrägt ausgebildet. Dadurch kann das Rollo leichter oben in die Klappleiste eingefügt werden. Andererseits kann man durch leichtes Verkanten einer unteren Leiste 17 des Rollos die Klappleiste gegen die Federkraft öffnen und das Rollo hochlassen.

    [0015] Die Ausführungsform gemäß den Figuren 7 und 8 betrifft eine Klappleiste, bei der die einzelnen Leisten wiederum durch Magnet- bzw. Metallstreifen 10, 11 zusammengehalten werden. Im unteren Bereich 16 der Klappleiste ist jedoch eine Lasche 18 aus federndem Material, z.B. Metall, vorgesehen, in die das Rollo beim Herunterziehen mit seiner Unterleiste 17 eingeführt werden kann. Zum Herauflassen des geschlossenen Rollos wird dieses ein wenig nach unten gezögen, wobei die Unterleiste 17 noch weiter in den Bereich der Lasche 18 eindringt und den freien Schenkel der Lasche Tiach außen drückt. Dadurch wird die bewegliche Leiste 8 von der feststehenden Leiste 6 abgehoben.

    [0016] Die in Figur 9 und 10 gezeigte Ausführungsform entspricht im wesentlichen derjenigen der Figuren 7 und 8, anstelle einer Metallasche ist jedoch im unteren Bereich 16 eine Schnur 1-9 vorgesehen, die die feststehende Leiste 6 und die bewegliche Leiste 8 lose miteinander verbindet. Beim Herunterziehen des Rollos wird die Schnur 19 gespannt und zieht dadurch die Schenkel der Klappleiste zusammen, bis diese durch die Magnet- bzw. Metallstreifen 10, 11 zusammengehalten werden. Das Lösen des Rollos aus der Klappleiste erfolgt wiederum durch Verkanten der Unterleiste 17.

    [0017] Aus Figur 11 ist die Ausbildung des unteren waagerechten Randes eines Rollos zur Verwendung in der Anordnung der Erfindung ersichtlich. Der untere Rand des Rollos 3 ist von der Leiste 17 eingefaßt. Die Leiste 17 nimmt ebenfalls die Ränder eines luftsackartig ausgebildeten Dichtkörpers 20 auf, der in der gezeigten Ausführungsform aus einem luftdicht versiegelten Textilmaterial besteht. Es können jedoch auch andere Dichtkörper eingesetzt werden, z.B. solche aus Schaumgummi, Weichgummi und dergleichen.


    Ansprüche

    1. Rolloanordnung zur Abdeckung von Fenstern, Fensternischen und dergl., wobei die seitlichen Ränder des Rollos im herabgelassenen Zustand fixiert sind, gekennzeichnet durch je eine in der Nähe des Rollorandes (5) angeordnete feststehende senkrechte Leiste (6), an deren äußerem Randbereich eine bewegliche Leiste (8) zur Anlage an die feststehende Leiste schwenkbar angelenkt ist.
     
    2. Rolloanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die bewegliche Leiste (8) federbelastet ist.
     
    3. Rolloanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die eine der Leisten (6, 8) einen Magnetbandstreifen (10) und die andere Leiste einen entsprechenden Metallstreifen (11) aufweist.
     
    4. Rolloanordnung nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß das Rollo an seinem unteren waagerechten Rand eine plastisch oder elastisch verformbare Dichtleiste (20) aufweist.
     




    Zeichnung













    Recherchenbericht