[0001] Die Erfindung betrifft ein Simultan-Stanzwerkzeug, welches zum Anstanzen von rotationssymmetrischen
Hohlkörpern aus quadratförmigen Platinen mit abgeschnittenen Ecken bestimmt ist.
[0002] Ein aus der PL-PS 93188 bekanntes Stanzwerkzeug ist mit einer Ziehmatrize, einem
Ziehstempel und differenzierten Niederhalter ausgestattet, in welchen die vier schiebbaren
Segmente etwas höher sind als die Höhe des Ringes, wobei der differenzierte Niederhalter
durch zwei unabhängige Schraubenfedern abgestützt ist. Durch die Anwendungsmöglichkeit
des differenzierten Anpreßdruckes auf die quadratförmige Platine erreicht man zwar
eine größere Werkstoffausbeute, jedoch hindern die Ecken des quadratischen Zuschnitts
einen regelmäßigen Fluß des Werkstoffes in das Ziehteil. Außerdem bedarf ein derartig
erhaltener Preßling vor dem weiteren Bearbeitungsprozeß eine Vorbeschneidung der Ecken
des Flansches.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Stanzwerkzeug zu schaffen, mit dem eine Gestaltung
des Zuschnittes derart möglich ist, daß ein Preßling ohne Vorbeschneidung erzeugt
werden kann.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch gekennzeichnete Erfindung gelöst.
[0005] Das erfindungsgemäße Stanzwerkzeug ermöglicht das beidseitige Ausklinken des Bandes
bzw. ein Ausstanzen von vorzugsweise dreieckförmigen Ausnehmungen an den Rändern des
Bandes. Dies sichert den Erhalt eines optimalen Zuschnitts während des zweiten Arbeitstaktes
des Stanzwerkzeuges, wobei das Bandstück abgeschnitten und gleichzeitig der Preßling
umgeformt wird. Der optimale Zuschnitt ermöglicht einen regelmäßigen Fluß des Materials
in das Ziehteil. Der entstandene Flansch ist dabei klein und ohne Ecken, was das weitere
Stanzen erleichtert. Das erfindungsgemäße Stanzwerkzeug sichert ferner eine größere
Materialaus- ' beute und die Erzielung einer gleichmäßigen Wanddicke des Preßlings
auf seinem Umfang. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
[0006] Es zeigt:
Fig. 1 das Stanzwerkzeug in perspektivischer Draufsicht,
Fig. 2 das Bandmaterial mit ausgeklinkten Rändern für die Quadratausschnitte mit abgeschnittenen
Ecken, und
Fig. 3 ein Ziehteil nach dem Anstanzen bei dem zweiten Arbeitstakt des Stanzwerkzeuges.
[0007] An der oberen Werkzeugplatte 1 des Stanzwerkzeugs sind zwei dreieckförmige Stempel
2 befestigt, welche zum Ausstanzen von im wesentlichen dreieckigen Ausnehmungen an
den Seiten b des Materialbandes a zusammen mit den Matrizen 3 bestimmt sind, die in
der unteren Werkzeugplatte 4 angebracht sind. In der oberen Werkzeugplatte 1 ist ferner
eine Ziehmatrize 5 angebracht, in der das Blechstück geformt wird und deren Außenumriß
das obere
Abschneidemesser 6 zum Abschneiden des Bandes a an der Stelle c bildet. Außerdem befinden
sich in der unteren Werkzeugplatte 4 des Werkzeuges ein Ziehstempel 7 mit einem differenzierten
Niederhalter 8 und ein Abschneideme
sser 9, welches zusammen mit dem Abschneidemesser 6 dem Abschneiden des Bandes a an
der Stelle c dient.
[0008] Während des Senkens des Pressenstößels und damit der oberen Werkzeugplatte 1 des
Stanzwerkzeuges wird im ersten Arbeitstakt das Band a an beiden Seiten b mit den Stempeln
2 und Matrizen 3 ausgestanzt. Im zweiten Arbeitstakt schneidet das obere Abschneidemesser
6 mit Hilfe des unteren Abschneidemessers 9 das Band a an der Stelle c ab, wobei gleichzeitig
ein Preßling d durch die Ziehmatrize 5 und den Ziehstempel 7 in Zusammenarbeit mit
dem differenzierten Niederhalter 8 geformt wird. Während des Rückweges des Pressenstößels
nach oben wird der Preßling d in die zweite Arbeitsstufe verschoben, während zugleich
der nächste Schub des Materialbandes a um einen entsprechenden Hub erfolgt.
Stanzwerkzeug zum Anstanzen von rotationssymmetrischen Hohlkörpern aus quadratförmigen
Platinen mit abgeschnittenen Ecken, das mit einer Ziehmatrize, einem Ziehstempel mit
differenzierten Niederhalter und Abschneidemessern ausgerüstet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Stanzwerkzeug zusätzlich zwei dreieckförmige Stempel(2)in der oberen Werkzeugplatte(1)angebracht
sind, welche sich vor der Ziehmatrize befinden, und ferner zwei vor dem Ziehstempel
(7) angeordnete Matrizen (3) in der unteren Werkzeugplatte (4) angebracht sind, so
daß ein Simultan-Werkzeug entsteht.