[0001] Bei üblidhen Einspritzpumpen, welche als solche an den Motor angebaut werden, oder
bei Einspritzpumpen, bei welchen Pumpe und Düse zu einer Einheit vereinigt sind, wird
der Spritzbeginn in bekannter Weise so verstellt, daß entweder die antreibende Nockenwelle
relativ zur Kurbelwelle der Brennkraftmaschine während des Betriebes verstellt wird,
oder daß bei Antrieb über einen Schwinghebel dieser Schwinghebel auf einem Exzenter
gelagert wird und dieser im Betrieb verdreht wird. Solche Einrichtungen erfordern
einen hohen Kraftbedarf und damit auch starke Reglerkräfte und ein großes Arbeitsvermögen
des Reglers.
[0002] Die Erfindung bezieht sich nun auf eine Einspritzpumpe für Brennkraftmaschinen, insbesondere
Dieselmotoren, insbesondere von derjenigen Bauart, bei welcher Einspritzpumpe und
Einspritzdüse zu einer einem Motorzylinder zugeordneten Einheit zusammengefaßt sind.
Die Erfindung stellt sich zur Aufgabe, diese Nachteile zu beseitigen und die Verstellung
des Spritzbeginnes mit geringerem Kraftaufwand durchzuführen.
[0003] Die Erfindung besteht hiebei im wesentlichen in der Kombination der Merkmale, daß
der Pumpenkolben während des Betriebes um seine Achse verdrehbar ist und bei seinem
Förderhub zunächst mit einer Kante eine Bohrung, durch welche der Brennstoff aus dem
Saugraum in den Arbeitsraum des Pumpenkolbens eingesaugt wird, verschließt und nach
einer weiteren Hubstrecke eine Bohrung, durch die der nicht eingespritzte Brennstoff
aus dem Arbeitsraum des Pumpenkolbens ausströmt, mit einer zweiten Kante öffnet, wobei
eine der Kanten schräg zu den Zylindererzeugenden des Kolbens liegt, und daß in einem
mit dem Arbeitsraum des Pumpenkolbens in, vorzugsweise ständiger, Verbindung stehenden
Zylinderbohrung ein
Ausweichkolben gleitend geführt ist, der durch eine Feder in Richtung zum Arbeitsraum
des Pumpenkolbens gedrückt ist und entgegen der Kraft der Feder über einen durch einen
während des Betriebes verstellbaren Anschlag begrenzten Weg bewegbar ist.
[0004] Es ist bekannt, den Pumpenkolben mit schrägen Steuerkanten auszubilden, welche mit
Steueröffnungen in der Pumpenkolbenbüchse zusammenwirken und auf diese Weise durch
Verdrehung des Pumpenkolbens während des Betriebes die Fördermenge der Pumpe zu regeln.
Es ist auch bekannt, einen federbelasteten Ausweichkolben vorzusehen, dessen Arbeitsraum
mit dem Arbeitsraum des Pumpenkolbens in ständiger Verbindung steht. Bei einer bekannten
Ausbildung dieser Art ist der Weg des Ausweichkolbens durch einen im Betrieb unveränderlichen
Anschlag begrenzt. Durch diesen Ausweichkolben, der einen so vorbestimmten Ausweichweg
zurücklegt, soll lediglich eine Erhöhung der Einspritzgeschwindigkeit erreicht werden.
Bei einer anderen bekannten Ausbildung ist zwar der Ausweichweg des Ausweichkolbens
durch Veränderung des Begrenzungsanschlages im Betrieb veränderlich, jedoch dient
bei dieser Ausführungsform der Ausweichkolben dazu, die Fördermenge der Pumpe zu verändern.
Es wird zwar durch diesen Ausweichkolben auch der Einspritzbeginn verändert, jedoch
nur in Abhängigkeit von der Fördermenge der Pumpe, welche ja durch diesen Ausweichkolben
verändert werden soll. Eine Veränderung des Einspritzbeginnes wird hiebei als Nachteil
in Kauf genommen.
[0005] Dadurch, daß nun gemäß der Erfindung die Regelung der Fördermenge der Pumpe durch
Verdrehung des Pumpenkolbens erfolgt und daß für die Veränderung des Einspritzbeginnes
ein Ausweichkolben vorgesehen ist, dessen Ausweichweg durch einen veränderlichen Anschlag
begrenzt ist, wird der Vorteil erreicht, daß der Einspritzbeginn unabhängig von der
jeweiligen Fördereinstellung der Pumpe verändert werden kann. Dadurch, daß nun der
Einspritzbeginn unabhängig von der Regelung der Fördermenge geregelt werden kann,
können optimale Verhältnisse in bezug auf den Verbrauch und auf die Schadstoffemission
des Dieselmotors erreicht werden. Es wird weiters noch der Vorteil erreicht, daß sowohl
die Regelung der Fördermenge durch Verdrehung des Pumpenkolbens, als auch die Regelung
des Einspritzbeginnes durch Verstellung des Anschlages für den Ausweichkolben ohne
Kraftaufwendung erfolgen können. Durch den Ausweichkolben wird bewirkt, daß nach Abschluß
der Saugbohrung des Pumpenarbeitsraumes die vom Pumpenkolben verdrängte Brennstoffmenge
zuerst nicht in die Einspritzleitung, sondern in die Zylinderbohrung, welche durch
den Ausweichkolben freigegeben wird, gefördert wird. Erst wenn der Ausweichkolben
an seinem Anschlag anliegt, setzt die Förderung der Pumpe zur Einspritzdüse ein. Das
jeweilige Hubvolumen des Ausweichkolbens bestimmt auf diese Weise die Größe des Weges
des Pumpenkolbens, welchen dieser nach Abschluß der Saugbohrung bis zum Beginn der
Einspritzung zurücklegen muß. Wenn der Anschlag des Ausweichkolbens so eingestellt
wird, daß dieser überhaupt keinen Ausweichweg zurücklegen kann, so beginnt die Einspritzung
bereits nach Abschluß der Saugbohrung. Je größer der Weg des Ausweichkolbens ist,
welchen der Anschlag freigibt, desto mehr wird der Einspritzbeginn nach Abschluß der
Saugbohrung verzögert. Gemäß der Erfindung ist daher zweckmäßig die Saugbohrung, durch
welche der Brennstoff aus dem Saugraum der Einspritzpumpe in den Arbeitsraum des Kolbens
eingesaugt wird, so angeordnet, daß sie spätestens bei einem Hub des Pumpenkolbens,
welcher der größtmöglichen Voreinspritzung entspricht, abgeschlossen wird. Der Ausweichkolben
soll erst ansprechen, wenn der Einspritzpumpenkolben seinen Druckhub ausführt. Gemäß
der Erfindung ist daher zweckmäßig die den Ausweichkolben belastende Feder so bemessen,
daß ihre Kraft, reduziert auf die Kolbenfläche des Ausweichkolbens, größer ist als
der Vordruck der Pumpe und kleiner als der Einspritzdruck, reduziert auf die Kolbenfläche
des Ausweichkolbens.
[0006] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Anschlag von mindestens
einer Betriebsgröße der Brennkraftmaschine gesteuert. Hiebei kann gemäß der Erfindung
der Anschlag von einer von der Drehzahl und/oder von anderen Betriebsgrößen abhängigen
mechanischen, hydraulischen oder elektrischen Kraft gesteuert sein. Der Vorpumpendruck,
unter welchem der Brennstoff dem Arbeitsraum des Pumpenkolbens zugeführt wird, ist
abhängig von der Drehzahl der Brennkraftmaschine und es kann daher gemäß der Erfindung
der Anschlag auch von diesem Vorpumpendruck gesteuert sein.
[0007] Gemäß der Erfindung ist der Anschlag quer zur Achse des Ausweichkolbens verschiebbar
und weist eine Anschlagfläche auf, welche in Verschieberichtung nach einer Steuerkurve
ausgebildet ist. Dieser Anschlag kann gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der
Erfindung aus einem Rotationskörper bestehen, dessen Erzeugende nach der Steuerkurve
geformt sind, und der gleichachsig mit wenigstens einem vom Steuermedium beaufschlagten
Kolben angeordnet ist. Ein vom Steuermedium beaufschlagter Kolben muß in seiner Drehlage
nicht gesichert sein. Dadurch, daß nun der Anschlag von einem Rotationskörper gebildet
ist, muß auch dieser nicht gegen Verdrehung gesichert sein und es wird auch dadurch
wieder der durch die Verstellung erforderliche Kraftaufwand herabgesetzt.
[0008] Gemäß der Erfindung wirkt vorzugsweise die zur Steuerung des Anschlages ausgenützte
Kraft unter Zwischenschaltung von Federn auf den Anschlag. Während des Druckhubes
des Pumpenkolbens ist der Anschlag über den Ausweichkolben durch den im Arbeitsraum
des Pumpenkolbens auftretenden Druck belastet. Vor und nach dem Druckhub des Pumpenkolbens
ist der Anschlag unbelastet. Dadurch, daß die zur Steuerung des Anschlages ausgenützte
Kraft unter Zwischenschaltung von Federn auf den Anschlag wirkt, wird die Verstellkraft
während der belasteten Periode des Anschlages gespeichert und kann während der unbelasteten
Periode des Anschlages die Verstellung des Anschlages durchführen, so daß die erforderliche
Verstellkraft herabgesetzt wird.
[0009] Wenn der Verstellweg des Anschlages kurz gewählt wird, muß die Steuerkurve steiler
ausgebildet werden. Wenn nun die Anschlagkurve so steil ist, daß sie nicht selbsthemmend
wirkt, kann die Kraft des Ausweichkolbens im Sinne einer Verstellung der
Anschlagkurve wirken. Um dies zu verhindern, kann gemäß der Erfindung der Anschlag
entgegen dem im Arbeitsraum des Einspritzpumpenkolbens auftretenden Brennstoffdruck
gegen eine mit reibungserhöhenden Mitteln ausgestattete Anlagefläche abgestützt sein.
Bei einer Ausbildung, bei welcher der die Steuerkurve aufweisende Teil gegen eine
Anlagefläche abgestützt ist, kann gemäß der Erfindung diese Anlagefläche beispielsweise
keilförmigen Querschnitt aufweisen, wobei durch die Keilreibung der Verschiebung unter
der Wirkung des Ausweichkolbens entgegengewirkt wird. Hiebei kann gemäß der Erfindung
der Anschlag in derjenigen Phase, in welcher er nicht von dem im Arbeitsraum des Einspritzpumpenkolbens
auftretenden Einspritzdruck belastet ist, beispielsweise durch eine Feder von der
Anlagefläche abgehoben werden.
[0010] Letzten Endes kann der Anschlag auch von einer verdrehbaren Kurvenscheibe gebildet
sein.
[0011] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung kann die Anordnung so getroffen
sein, daß die Anschlagfläche des gegen Verdrehung gesichert geführten Anschlages quer
zur Verschieberichtung des Anschlages geradlinige Erzeugende aufweist, daß der Ausweichkolben
gegen Verdrehung gesichert ist und daß-die mit der Anschlagfläche zusammenwirkende
Stirnfläche des Ausweichkolbens geradlinige Erzeugende aufweist, welche parallel zu
den quer zur Verschieberichtung des Anschlages liegenden Erzeugenden desselben sind.
Auf diese Weise wird zumindest eine Linienberührung zwischen der Stirnfläche des Ausweichkolbens
und der Anschlagfläche erreicht, so daß die Anschlagfläche geschont wird und Ungenauigkeiten
durch Abnützung weitgehend verringert werden.
[0012] Gemäß der Erfindung kann hiebei die mit der Anschlagfläche zusammenwirkende Stirnfläche
des Ausweichkolbens eine Zylinderfläche sein. In diesem Falle kann die Anschlagfläche
in der Verschieberichtung nach einer beliebigen Kurve geformt sein, welche das gewünschte
Gesetz des Verlaufes des Einspritzbeginnes in Abhängigkeit von Motordrehzahl und/oder
Motorlast bestimmt. Gemäß der Erfindung kann auch die Anschlagfläche des verschiebbaren
Anschlages von einer Ebene gebildet sein, welche mit der Verschieberichtung des Anschlages
einen spitzen Winkel einschließt, wobei die mit der Anschlagfläche zusammenwirkende
Stirnfläche des Ausweichkolbens von einer parallel zur Anschlagfläche liegenden Ebene
gebildet ist. Auf diese Weise wird eine Flächenberührung zwischen der Stirnfläche
des Ausweichkolbens und der Anschlagfläche ermöglicht. Die ebene Anschlagfläche ermöglicht
nun aber nur die Einhaltung eines linearen Gesetzes. Bei einer solchen Ausbildung
kann aber gemäß der Erfindung der verschiebbare Anschlag von einem Nocken gesteuert
sein, welcher das gewünschte Gesetz des Verlaufes des Einspritzbeginnes mit der Drehzahl
und/oder Last des Motors bestimmt oder mitbestimmt. Bei einer solchen Ausbildung kann
überdies auch die Anschlagfläche in Verschieberichtung des Anschlages nach einer Kurve
geformt sein, in welchem Falle das gewünschte Gesetz durch diese Kurve und durch die
Form des Nockens gemeinsam bestimmt wird.
[0013] Die Verdrehsicherung des Ausweichkolbens kann in verschiedener Weise erfolgen. Gemäß
der Erfindung kann der Ausweichkolben Anflachungen aufweisen, mittels welcher er an
einer Lamelle verdrehungssicher geführt ist, an welcher die den Ausweichkolben belastende
Feder abgestützt ist. In diesem Fall ergibt sich eine einfache Konstruktion. Die Anordnung
kann gemäß der Erfindung auch so getroffen sein, daß der Ausweichkolben wenigstens
einen Schlitz, vorzugsweise zwei gegenüberliegende Schlitze, aufweist, welcher senkrecht
zur Achse des Ausweichkolbens verläuft und in welchen wenigstens eine Blattfeder eingreift,
die ungefähr in einer senkrecht zur Achse des Ausweichkolbens liegenden Ebene liegt
und welche gleichzeitig die Verdrehungssicherung und die Rückstellung des Kolbens
bewirkt. Dies hat den Vorteil,daß für die Rückstellfederung und Verdrehungssicherung
ein einziges Element erforderlich ist und daß die Verdrehungssicherung reibungsfrei
erfolgt.
[0014] Gemäß der Erfindung kann die Anschlagfläche so geneigt sein, daß die in Verschieberichtung
gerichtete Komponente der Andrückkraft des Ausweichkolbens in Richtung zu demjenigen
Ende des Anschlages gerichtet ist, an welchen der Antrieb desselben angreift. Damit
wird der Vorteil erreicht, daß die vom Ausweichkolben auf den Anschlag ausgeübte Kraft
eine Anlage des Anschlages an dem beispielsweise durch einen Nocken gebildeten Antrieb
begünstigt. Hiebei kann gemäß der Erfindung auch der Neigungswinkel zwischen Anschlagfläche
und Verschieberichtung des Anschlages den Selbsthemmungswinkel überschreiten, so daß
eine zusätzliche Federung, durch welche der Anschlag in Anlage am Nocken gehalten
wird, entfallen kann.
[0015] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung kann die Anordnung
auch so getroffen sein, daß die Steuerkurve eine Gerade und die Anschlagfläche eine
ebene Fläche ist und daß die Achse des Ausweichkolbens senkrecht auf der Anschlagfläche
steht, wobei die mit der Anschlagfläche zusammenwirkende Stirnfläche des Ausweichkolbens
eben ist und senkrecht zur Achse des Ausweichkolbens steht. Auf diese Weise wird die
richtige Anlage der Stirnfläche des Ausweichkolbens an der Anschlagfläche des Anschlages
in allen Drehstellungen des Ausweichkolbens gesichert und es ist eine Verdrehungssicherung
des Ausweichkolbens überflüssig. Es entfällt daher der konstruktive Aufwand für eine
solche Verdrehungssicherung und durch den Wegfall einer Verdrehungssicherung wird
die Leichtgängigkeit des Ausweichkolbens gewährleistet. Hiebei wird eine Flächenberührung
der Stirnfläche des Ausweichkolbens mit der Anschlagfläche erreicht, welche gegenüber
einer Punktberührung oder Linienberührung den Vorteil aufweist, daß Abnützungen des
Stirnendes des Ausweichkolbens und dadurch entstehende Ungenauigkeiten praktisch vermieden
werden.
[0016] Durch den Ausweichkolben kann unter Umständen auch die Fördermenge der Einspritzpumpe,
wenn auch geringfügig, in ungewünschter Weise verändert werden. Um dies zu vermeiden,
kann gemäß der Erfindung das vorzugsweise von einer Regelstange gebildete Fördermengenregelglied
der Einspritzpumpe mit dem Anschlag derart gekuppelt sein, daß es bei einer Vergrößerung
des Hubes des Ausweichkolbens im Sinne einer Vergrößerung der Einspritzmenge verstellt
wird, wobei das vom Arbeitsraum des Ausweichkolbens aufgenommene Brennstoffvolumen
zumindest teilweise durch die Einstellung des Fördermengenregelgliedes auf größere
Fördermengen ausgeglichen wird, so daß das tatsächlich eingespritzte Brennstoffvolumen
bei den verschiedenen Einstellungen des Einspritzzeitpunktes ungefähr gleich bleibt.
[0017] Gemäß der Erfindung ist bei einer Regelgestängeanordnung, bei welcher das Mengenwählglied
auf einen um eine Schwenkachse schwenkbaren Schwenkhebel wirkt, welcher an der Regelstange
angreift, vorzugsweise der Anschlag parallel mit der Regelstange verschiebbar gelagert
und die Schwenkachse des Schwenkhebels mit dem Anschlag verbunden. Dadurch, daß die
Schwenkachse des Schwenkhebels nicht ortsfest angeordnet ist, sondern mit dem Anschlag
verlagert wird, verändert sich der Regelstangenweg in Abhängigkeit von der Verstellung
des Anschlages und es wird dadurch ermöglicht, daß das in den Arbeitsraum des Ausweichkolbens
abgezweigte Brennstoffvolumen durch Verstellung der Regelstange im Sinne einer Mehrförderung
ersetzt wird. Die Anordnung kann gemäß der Erfindung so getroffen sein, daß ein Ende
des Schwenkhebels an der Schwenkachse gelagert ist, auf das andere Ende desselben
das
«Mengenwählglied wirkt und der Schwenkhebel in seinem mittleren Bereich an der Regelstange
angreift und daß bei einer Verschiebung des Anschlages im Sinne einer Vergrößerung
des Hubes des Ausweichkolbens die Regelstange im Sinne einer Vergrößerung der Fördermenge
verschoben wird. Die Anordnung kann aber gemäß der Erfindung auch so getroffen sein,
daß ein Ende des Schwenkhebels an der Schwenkachse gelagert ist, das andere Ende desselben
an der Regelstange angreift und das Mengenwählglied auf den mittleren Bereich des
Schwenkhebels wirkt und daß bei einer Verschiebung des Anschlages im Sinne einer Vergrößerung
des Hubes des Ausweichkolbens die Regelstange im Sinne einer Vergrößerung der Fördermenge
verschoben wird. Hiebei kann gemäß der Erfindung der Anschlag durch einen Nocken verschiebbar
sein, der in Abhängigkeit von wenigstens einer Betriebsgröße verdrehbar ist. Dadurch
kann in einfacher Weise die Verschiebung des Anschlages gesteuert werden.
[0018] In der Zeichnung ist die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen schematisch erläutert.
[0019] Fig. 1 zeigt einen Axialschnitt durch eine Einspritzpumpe und Fig. 2 und 3 zeigen
zwei verschiedene Ausbildungen der Steuerung der Anschlagkurve im Schnitt nach Linie
II - II bzw. III - III der Fig. 1. Fig. 4 und 5 zeigen eine andere Ausbildung des
Anschlages, wobei Fig. 4 einen Schnitt nach Linie IV - IV der Fig. 5 und Fig. 5 einen
Schnitt nach Linie V - V der Fig. 4 darstellt. Fig. 6 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform
entsprechend Fig. 1. Fig. 7 und 8 zeigen eine andere Ausführungsform; wobei Fig. 7
einen Axialschnitt nach Linie VII - VII der Fig. 8 und Fig. 8 einen Schnitt nach Linie
VIII - VIII der Fig. 7 darstellt. Fig. 9 und 10 zeigen eine abgewandelte Ausführungsform,
wobei Fig. 9 einen Axialschnitt durch den mittleren Teil der Pumpedüse-Einheit nach
Linie IX - TX der Fig. 10 und Fig. 10 einen Schnitt nach Linie X - X der Fig. 9 darstellt.
Fig. 11, 12 und 13 zeigen eine andere Ausführungsform, wobei Fig. 11 einen Axialschnitt
durch den mittleren Teil der Pumpedüse-Einheit nach Linie XI - XI der Fig. 12 und
Fig. 12 einen Schnitt nach Linie
XII - XII der Fig. 11 darstellt. Fig. 13 zeigt einen Schnitt entsprechend dem Schnitt
nach Fig. 12, wobei jedoch der Ausweichkolben in Anlage an der Anschlagfläche des
Anschlages dargestellt ist. Fig. 14 und 15 zeigen eine andere Ausführungsform, wobei
Fig. 14 einen Querschnitt senkrecht zur Achse des Pumpenkolbens und Fig. 15 einen
Schnitt nach Linie XV - XV der Fig. 14 darstellt. Fig. 16 und 17 zeigen eine erfindungsgemäße
Ausbildung des Regelgestänges der Einspritzpumpe in zwei Varianten.
[0020] Bei der Ausführungsform nach rig. 1 stellt 1 den Pumpenkolben, 2 die Pumpenkolbenbüchse
und 3 eine Stelze oder einen Stößel dar, welche den Pumpenkolben unter Zwischenschaltung
eines Plättchens 4 entgegen der Kraft einer Rückholfeder 5 antreibt. Die Regelung
der Fördermenge der Pumpe erfolgt durch Verdrehung des Pumpenkolbens mittels einer
Regelstange 6, welche an einer Kurbel 7, die mit dem Kolben fest verbunden ist, angreift.
9 ist eine Bohrung, über welche der Brennstoff aus dem Ansaugraum 29 der Einspritzpumpe
in den Arbeit sraum 10 des Pumpenkolbens 1 gelangt. Wenn der Pumpenkolben 1 seinen
Förderhub durchführt, wird zuerst Brennstoff aus dem Arbeitsraum 10 der Pumpe über
die Bohrung 9 in den Ansaugraum 29 zurückgedrückt. Sobald die Stirnkante 34 die Bohrung
9 überschliffen hat, beginnt der eigentliche Förderhub. Sobald beim weiteren Abwärtsgang
des Pumpenkolbens 1 die untere den Schlitz 8 begrenzende Kante 35 die Bohrung 9 überschleift,
wird die Verbindung des Ansaugraumes 29 mit dem Arbeitsraum 10 des Pumpenkolbens 1
wieder geöffnet und es wird dadurch der Förderhub beendet. Je nach der Drehstellung
des Kolbens 1 überschleift die schräge Kante des Schrägschlitzes 8 früher oder später
die Bohrung 9 und es wird somit durch Verdrehung des Einspritzpumpenkolbens 1 die
Fördermenge der Pumpe geregelt.
[0021] Der Arbeitsraum 10 des Einspritzpumpenkolbens ist über einen Schlitz oder eine Bohrung
11 mit einem Ringraum 12 ständig in Verbindung. In diesen Raum 12 mündet eine Bohrung
13, in der ein Ausweichkolben 14 geführt ist, der sich gegen eine Feder 15 abstützt.
Der Ausweichkolben 14 wird in seinem Hub nach außen durch einen zylindrischen Stift
16 begrenzt, der an einem Anschlagstück 17 anliegt. Das Anschlagstück 17. ist als
zylindrischer Körper ausgebildet, in dem ein Teil durch eine kegelförmige oder durch
eine andere kurvenförmige Erzeugende gebildet wird, welche die Steuerkurve bildet.
Durch Verschiebung des Anschlagstückes 17 längs seiner Längsachse läßt sich der Weg
des Ausweichkolbens 14 vor Beginn der Einspritzung verändern. Nach Abschluß der Einspritzung
wird der
Pumpenraum wieder mit dem Ansaugraum 29 verbunden. Die Feder 15 drückt dann den Ausweichkolben
14 wieder in seine Ausgangslage zurück.
[0022] Die Bewegung des Anschlagstückes 17 kann, wie weiter nicht gezeichnet, durch einen
mechanischen Regler erfolgen, aber auch hydraulisch, wie Fig. 2 zeigt. Auf der einen
Seite des Anschlagstückes 17 in dein Raum 21 wird eine drehzahlabhängige Fördermenge
eines Steuer- öles eingeleitet. Im Anschlagstück 17 befindet sich eine Drossel 19,
durch die diese Menge durchgedrückt wird, damit ergibt sich eine drehzahlabhängige
Ölkraft auf den Steuerkolben, die eine Feder 20 zusammendrückt und das Anschlagstück
drehzahlabhängig verschiebt. Bei mehreren Einspritzelementen einer Mehrzylinder-Maschine
ist es möglich, die einzelnen Anschlagstücke zu verbinden und mit einem einzigen Kolben,
der hydraulisch gesteuert wird, zu betätigen.
[0023] Fig. 3 zeigt elastische Eingriffsstellen auf das Anschlagstück 22. Auf jeder Seit
e des Anschlagstückes 22 ist ein Kolben 23 angeordnet, der von einer Feder 24 gegen
eine Hubbegrenzung 25, die in diesem Fall als Sprengring ausgebildet ist, gedrückt
wird. Das Regulierorgan des Reglers umgreift in beiden Enden 26 des Anschlagstückes
22 die elastische Lagerung 23, 24. Dies hat den Zweck, daß der eingeleitete Reguliervorgang
auch dann nicht zum Stillstand kommt, wenn das Anschlagstück 22 bei Anlage des Ausweichkolbens
14 unter dem hohen Pumpeneinspritzdruck festgehalten wird. Bei dieser Ausführung wird
die Bewegung zunächst von einer der Federn 24 aufgenommen und wenn das Anschlagstück
22 nach Abschluß der Einspritzung wieder frei wird, wird durch die zusammengedrückte
Feder 24 das Anschlagstück weiterbewegt.
[0024] Fig. 4 und 5 zeigen eine andere Ausführungsform. Wenn die Anschlagfläche 32 so geneigt
ist, daß ihre Neigung zur Senkrechten des Ausweichkolbens 14 größer als der Reibungswinkel
ist, kann es vorkommen, daß während der Einspritzung eine kurzzeitige Rückwirkung
auf das Regelgestänge derart eintritt, daß das Anschlagstück 27 ein wenig verschoben
wird. Dadurch würde das Anschlagstück 27 in ein Vibrieren kommen. Um dies zu vermeiden,
ist gemäß Fig. 4 und 5 das Anschlagstück 27 so ausgebildet, daß es mit keilförmigen
Flächen 31 in seiner Führung 28 anliegt. Je nach Neigung des Keilwinkels kann die
Haftr eibung des Anschlagstückes 27 so erhöht werden, daß eine Rückwirkung durch die
Kraft des Ausweichkolbens 14 nicht mehr erfolgt. Um, nachdem der
Ausweichkolben 14 das Anschlagstück 27 freigibt, eine sichere Bewegung des Anschlagstückes
mit geringeren Kräften zu ermöglichen, ist hinter dem Anschlagstück 27 eine kleine
Blattfeder 30 vorgesehen, die bei allfälligem Festklemmen des Anschlagstückes in der
durch die Keilflächen 31 gebildeten Nut bei zu kleinem Keilwinkel dieses abhebt.
[0025] Die Ausführungsform nach Fig. 6 unterscheidet sich von der Ausführungsform nach Fig.
1 im wesentlichen dadurch, daß der Arbeitsraum des Ausweichkolbens 14 über eine Bohrung
33 unmittelbar mit dem Arbeitsraum 10 des Pumpenkolbens 1 in Verbindung steht.
[0026] Bei der Anordnung nach Fig. 7 und 8 läuft der Pumpenkolben 101 in der Kolbenbüchse
102. Anschließend liegt das Druckventil 103,von dem der Brennstoff, wie nicht weiter
dargestellt, der Düse zugeführt wird. Der Ausweichkolben 104 ist an einem Raum 105
angeschlossen, der mit dem Pumpenraum 106 über eine Nut 107 im Kolben verbunden ist.
Der Ausweichkolben 104 trägt Anflachungen 108. Durch diese Anflachungen 108 ist der
Ausweichkolben in einer im Gehäuse festgespannten aus zwei Blättern bestehenden Lamelle
J09 verdrehsicher geführt. Die mit dem Anschlag zusammenwirkende Stirnfläche 110 des
Ausweichkolbens 104 ist als Zylinderfläche ausgeführt, deren Erzeugende senkrecht
zu der mit einem Pfeil 111 angedeuteten Verschieberichtung des Anschlages 112 verlaufen.
Dieser Anschlag ist beispielsweise als Regelstange ausgebildet. Der Anschlag 112 weist
eine Anschlagfläche 113 auf, welche in der Verschieberichtung 111 des Anschlages 112
als R egelkurve ausgebildet ist und senkrecht zur Verschieberichtung 111 geradlinige
Erzeugende aufweist. Diese geradlinigen Erzeugenden der Anschlagfläche 113 liegen
somit parallel zu den geradlinigen Erzeugenden der die Stirnfläche 110 des Ausweichkolbens
104 bildenden Zylinderfläche, so daß die Berührung des Stirnendes 110 mit der Anschlagfläche
113 entlang einer Linie erfolgt. Der Ausweichkolben 104 ist durch den im Raum 105
auftretenden Druck belastet und entgegen diesem Druck durch eine Feder 114 belastet,
welche gegen die Lamelle 109 abgestützt ist. Der Ausweichkolben 104 weist eine Leckölnut
115 auf, welche über eine Bohrung 116 mit dem Saugraum 117 der Pumpe in Verbindung
steht.
[0027] Die Ausführungsform nach Fig. 9 und 10 unterscheidet sich von der Ausführungsform
nach Fig. 7 und 8 dadurch, daß die Anschlagfläche 118 des verschiebbaren Anschlages
120 eben ausgebildet ist und das mit der Anschlagfläche 118 zusammenwirkende Stirnende
119 des Ausweichkolbens 104 gleichfalls von einer Ebene gebildet ist, welche parallel
zur Anschlagfläche 118 liegt. Auf diese Weise wird eine Flächenberührung erreicht.
Da die Anschlagfläche 118 eben ausgebildet ist, kann mittels dieser Anschlagfläche
nur ein lineares Verhältnis zwischen Verschiebung des Anschlages 120 und Hub des Ausweichkolbens
104 erreicht werden. Die Steuerung des Anschlages 120, welche als Regelstange ausgebildet
sein kann, erfolgt hier durch einen verdrehbaren Nocken 121, der mit einem Rollenstößel
122 zusammenwirkt. Durch die Form des Nockens kann jedes beliebige Gesetz erreicht
werden.
[0028] Der Anschlag 120 kann durch eine nicht dargestellte Feder gegen den Nocken 121 gedrückt
sein. Die Anschlagfläche 118 ist aber so geneigt, daß die in Verschieberichtung des
Anschlages 120 wirkende Komponente a der Kraft b des Ausweichkolbens 104 in Richtung
zum Nocken 121 wirkt, so daß diese Kraft die Anlage der Rolle 122 am Nocken 121 begünstigt.
Wenn die Neigung der Anschlagfläche 118 zur Bewegungsrichtung (Pfeil 111) des Anschlages
so groß ist, daß der Reibungswinkel überschritten wird, kann gegegebenenfalls auch
eine solche Feder entfallen.
[0029] Die Ausführungsform nach Fig. 11, 12 und 13 unterscheidet sich von der Ausführungsform
nach Fig. 9 und 10 dadurch, daß die Verdrehungssicherung des Kolbens durch zwei Blattfedern
123 erreicht wird, welche in zwei gegenüberliegende Schlitze 124 des Ausweichkolbens
104 eingreifen. Diese Blattfedern 123 bilden gleichzeitig die Rückstellfederung für
den Ausweichkolben 104. In Fig. 13 sind diese Blattfedern in der ausgebogenen Stellung
123' dargestellt.
[0030] Bei der Ausbildung nach Fig. 14 und 15 ist 201 das Gehäuse der Einspritzpumpe. 202
ist die Pumpenkolbenbüchse und 203 ist der Pumpenkolben, der in üblicher Weise verdrehbar
und mit einer Schrägkantensteuerung für die Veränderung der Einspritzmenge ausgebildet
ist. In den Arbeitsraum 204 des Pumpenkolbens 203 mündet eine Bohrung 205, in welcher
ein Ausweichkolben 206 axial verschiebbar geführt ist. Durch eine Feder 207, welche
gegen einen Ring 208 abgestützt ist, wird der Ausweichkolben 206 in Richtung zum Arbeitsraum
204 gedrückt. Die Feder 207 ist anderseits gegen einen Bund 209 des Ausweichkolbens
206 abgestützt, welcher gleichzeitig die Bewegung desselben in Richtung zum Arbeitsraum
204 begrenzt. 210 ist ein Anschlag, welcher in einer am Einspritzpumpenkörper 201
festgelegten Führung 211 in Richtung des Pfeiles 212 verschiebbar ist. Der Anschlag
210 weist eine Anschlagfläche 213 auf, welche mit der vom Arbeitsraum 204 abgewendeten
Stirnfläche 214 des Ausweichkolbens 206 zusammenwirkt und die Ausweichbewegung des
Ausweichkolbens 206 begrenzt.
[0031] Die Anschlagfläche 213 ist eine ebene Fläche und es ist damit die durch die Anschlagfläche
213 gegebene Steuerkurve geradlinig. Die Stirnfläche 214 ist ebenfalls eine ebene
Fläche, welche senkrecht zur Achse des Ausweichkolbens 206 steht. Die Anschlagverhältnisse
sind somit in allen Drehstellungen des Ausweichkolbens 206 gleich und es entfällt
daher eine Verdrehsicherung für den Ausweichkolben 206. Die Achse der Bohrung 205
schneidet die Achse des Pumpenkolbens 203, so daß die Bohrung 205 genau radial gerichtet
ist, wodurch die Bearbeitung erleichtert wird.
[0032] Fig. 16 und 17 zeigen Ausbildungen des Regelgestänges von Einspritzpumpen nach Fig.
1 bis 15.
[0033] Bei der Anordnung nach Fig. 16 stellt 301 ein sogenanntes Pumpe-Düse-Element dar,
in welchem die Einspritzpumpe mit der Düse zu einer Baueinheit vereinigt ist. Ein
solches Pumpe-Düse-Element ist jedem Zylinder zugeordnet. Im Falle eines Reihenmotors
liegen diese Pumpe-Düse-Elemente in einer Reihe und können durch eine gemeinsame Regelstange
geregelt werden. In der Zeichnung ist nur ein solches Pumpe-Düse-Element dargestellt.
302 ist eine Regelstange, mit welcher die Einspritzmenge geregelt wird. 303 ist der
Anschlag, welcher den Hub des Ausweichkolbens bestimmt und die Steuerkurve für die
Begrenzung des Hubes des Ausweichkolbens aufweist. Dieser Anschlag 303 ist von einer
Stange gebildet, welche durch eine Anzahl von in Reihe angeordneten Pumpe-Düse-Elementen
hindurchgeführt werden kann. Die Regelstange 302 kann gleichfalls durch eine Anzahl
von in Reihe angeordneten Pumpe-Düse-Elementen 301 hindurchgeführt werden. Der Anschlag
303 und die Regelstange 302 sind parallel zueinander verschiebbar gelagert.
[0034] Durch einen Doppelpfeil 304 ist die Bewegung der Regelstange 302 angedeutet, wobei
das Zeichen "-" (Minus) die Verschieberichtung bei Verminderung der Fördermenge und
das Zeichen "+" (Plus) die Verschieberichtung im Sinne einer Erhöhung der Fördermenge
anzeigt. Die Bewegung des Anschlages 303ist durch einen Doppelpfeil 305 angedeutet,
wobei "A"die Richtung anzeigt, in welcher der Anschlag 303 verschoben werden muß,
um den Hub des Ausweichkolbens zu verkleinern und daher eine Früheinspritzung zu erreichen.
[0035] "B" deutet die Richtung an, in welcher der Anschlag 303 verschoben werden muß, um
den Hub des Ausweichkolbens zu vergrößern und damit eine Späteinspritzung zu erreichen.
[0036] Ein Fliehkraft meßwerk 306, welches als Leerlauf-Enddrehzahl-Regler-Meßwerk oder
als Alldrehzahlregler-Meßwerk ausgebildet sein kann, wirkt über eine Schleppfeder
307 auf ein Ende 310 eines doppelarmigen Hebels 308, welcher durch den Mengenwählhebel
319 um eine drehbare Exzenterachse 309 verschwenkbar ist. Das andere Ende 311 ist
über eine Kuppelstange 312 mit dem Ende 313 eines Schwenkhebels 314 gekuppelt. Das
andere Ende 315 .ist an eine Schwenkachse 316 angelenkt, welche mit dem Anschlag 303
verbunden ist und daher durch diesen Anschlag 303 in Richtung des Doppelpfeiles 305
verschoben wird. In seinem mittleren Bereich 317 wirkt der Schwenkhebel 314 bei 318
auf die Regelstange 302.
[0037] Durch eine Druckfeder 320 wird der Anschlag 303 gegen einen Spritzverstellernocken
321 gedrückt. Der Nocken 321 wird in Abhängigkeit von wenigstens einer Betriebsgröße
der Brennkraftmaschine, vorzugsweise in Abhängigkeit von der Drehzahl und von der
Belastung derselben verdreht und verschiebt damit den Anschlag 303. Wenn nun bei dem
Schema nach Fig. 16 der Anschlag 303 in Richtung "B" (nach rechts) verschoben wird,
wird dabei bei unveränderter Stellung des doppelarmigen Hebels 308 die Regelstange.302
in Richtung "+" nach rechts verschoben. Bei einer Verschiebung des Anschlages 303
in Richtung "B" wird der Hub des Ausweichkolbens vergrößert, wobei eine größere Brennstoffmenge
vom Arbeitsraum des Ausweichkolbens aufgenommen wird. Die auf diese Art abgezweigte
Brennstoffmenge wird nun dadurch ausgeglichen,daß auch die Regelstange in Richtung
"+" verstellt wird.
[0038] 322 ist ein Mengenanschlagnocken für die Begrenzung der maximalen Einspritzmenge.
[0039] Die Anordnung nach Fig. 17 unterscheidet sich von der Anordnung nach Fig. 16 lediglich
dadurch, daß hier die Kuppelstange 312 im mittleren Bereich des Schwenkhebels 323
bei 324 an diesem angreift. Das eine Ende 325 des Schwenkhebels 323 greift an der
Regelstange 302 an. Das andere Ende 326 des Schwenkhebels 323 ist an einem Schwenkzapfen
327 gelagert, der mit dem Anschlag 303 verbunden ist und mit diesem verschoben wird.
Der Doppelpfeil 328 deutet nun wieder die Verschiebung des Anschlages 303 an. Die
Richtung "B" entspricht einer Verschiebung nach links und die Richtung "A"entspricht
einer Verschiebung nach rechts. Es wird gleichfalls wieder bei unveränderter Lage
der Kuppelstange 312 bzw. der Angriffsstelle 324 bei einer Verschiebung in Richtung
"
B", bei welcher der Hub des Ausweichkolbens vergrößert wird, die Regelstange 302 in
die Richtung "+" verschoben, so daß wieder die vom Arbeitsraum des Ausweichkolbens
aufgenommene Brennstoffmenge ausgeglichen wird. Die Ausführungsform nach Fig. 17.unterscheidet
sich von der Ausführungsform nach Fig. 16 dadurch, daß bei der Ausführungsform nach
Fig. 17 die Steigung der Anschlagkurve entgegengesetzt der Steigung der Anschlagkurve
bei der Ausführungsform nach Fig. 16 sein muß.
1. Einspritzpumpe für Einspritz-Brennkraftmaschinen, insbesondere Dieselmotoren, insbesondere
von derjenigen Bauart, bei welcher Einspritzpumpe und Einspritzdüse zu einer einem
Motorzylinder zugeordneten Einheit zusammengefaßt sind,
gekennzeichnet
durch die Kombination der Merkmale, daß der Pumpenkolben (1) während des Betriebes
um seine Achse verdrehbar ist und bei seinem Förderhub zunächst mit einer Kante (34)
eine Bohrung (9), durch welche der Brennstoff aus dem Saugraum (29) in den Arbeitsraum
(10) des Pumpenkolbens eingesaugt wird, verschließt und nach einer weiteren Hubstrecke
eine Bohrung (9), durch die der nicht eingespritzte Brennstoff aus dem Arbeitsraum
des Pumpenkolbens (1) ausströmt, mit einer zweiten Kante (35) öffnet, wobei eine der
Kanten schräg zu den Zylindererzeugenden des Kolbens liegt, und daß in einem mit dem
Arbeitsraum (10) des Pumpenkolbens (1) in, vorzugsweise ständiger, Verbindung stehenden
Zylinderbohrung C13, 205) ein Ausweichkolben (14, 104, 206) gleitend geführt ist, der durch eine Feder
(15, 114, 123, 202) in Richtung zum Arbeitsraum (10) des Pumpenkolbens gedrückt ist
und entgegen der Kraft der Feder über einen durch einen während des Betriebes verstellbaren
Anschlag (17, 22, 27, 31, 112, 210) begrenzten Weg bewegbar ist.
2. Einspritzpumpe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Saugbohrung (9), durch welche der Brennstoff aus dem Saugraum (29) der Einspritzpumpe
in den Arbeitsraum (10) des Kolbens (1) eingesaugt wird, so angeordnet ist, daß sie
spätestens bei einem Hub des Pumpenkolbens (1), welcher der größtmöglichen Voreinspritzung
entspricht, abgeschlossen wird.
3. Einspritzpumpe nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kraft der den Ausweichkolben (14, 104, 206) belastenden Feder (15, 114, 123,
207) reduziert auf die Kolbenfläche des Ausweichkolbens (14, 104, 206) größer ist
als der Vordruck der Pumpe und kleiner als der Einspritzdruck reduziert auf die Kolbenfläche
des Ausweichkolbens.
4. Einspritzpumpe nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlag (17, 22, 27, 31, 112, 210) von mindestens einer Betriebsgröße der
Brennkraftmaschine gesteuert ist.
5. Einspritzpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlag (17, 22, 27, 31, 112, 210) von einer von der Drehzahl und/oder von
anderen Betriebsgrößen abhängigen mechanischen, hydraulischen oder elektrischen Kraft
gesteuert ist.
6. Einspritzpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlag (17, 22, 27, 31, 112, 210) vom Vorpumpendruck, unter welchem der
Brennstoff dem Arbeitsraum des Pumpenkolbens zugeführt wird, gesteuert ist.
7. Einspritzpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlag (17, 22, 27, 31, 112, 210) quer zur Achse des Ausweichkolbens (14,
104, 206) verschiebbar ist und eine Anschlagfläche (32) aufweist, welche in Verschieberichtung
nach einer Steuerkurve ausgebildet ist.
8. Einspritzpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlag (17, 22) aus einem Rotationskörper besteht, dessen Erzeugende nach
der Steuerkurve geformt sind, und der gleichachsig mit wenigstens einem vom Steuermedium
beaufschlagten Kolben (21) angeordnet ist.
9. Einspritzpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die zur Steuerung des Anschlages (17, 22) ausgenützte Kraft unter Zwischenschaltung
von Federn (20, 24) auf den Anschlag wirkt.
10. Einspritzpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 6 und 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlag (27) entgegen dem im Arbeitsraum des Einspritzpumpenkolbens auftretenden
Brennstoffdruck gegen eine mit reibungserhöhenden Mitteln ausgestattete Anlagefläche
(31) abgestützt ist.
11. Einspritzpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 7 und 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anlagefläche (31) keilförmigen Querschnitt aufweist.
12. Einspritzpumpe nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlag (27) in derjenigen Phase, in welcher er nicht von dem im Arbeitsraum
des Einspritzpumpenkolbens auftretenden Einspritzdruck belastet ist, beispielsweise
durch eine Feder (30) von der Anlagefläche (31) abgehoben ist (Fig. 4, 5).
13. Einspritzpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlag von einer verdrehbaren Kurvenscheibe gebildet ist.
14. Einspritzpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 6 und 9 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschlagfläche (113, 118) des gegen Verdrehung gesichert geführten Anschlages
(112, 120) quer zur Verschieberichtung (111) des Anschlages geradlinige Erzeugende
aufweist, daß der Ausweichkolben (104) gegen Verdrehung gesichert ist und daß die
mit der Anschlagfläche (113, 118) zusammenwirkende Stirnfläche (110, 119) des Ausweichkolbens
(104) geradlinige Erzeugende aufweist, welche parallel zu den quer zur Verschieberichtung
(111) des Anschlages liegenden Erzeugenden desselben sind (Fig. 7, 8, 9, 1.0).
15. Einspritzpumpe nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die mit der Anschlagfläche (113) zusammenwirkende Stirnfläche (110) des Ausweichkolbens
(104) eine Zylinderfläche ist (Fig. 7, 8).
16. Einspritzpumpe nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlagfläche
(113) des verschiebbaren Anschlages (112) in Verschieberichtung (111) des Anschlages
nach einer Kurve geformt ist, welche das gewünschte Gesetz des Verlaufes des Einspritzbeginnes
in Abhängigkeit von Motordrehzahl und/oder Motorlast bestimmt.
17. Einspritzpumpe nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschlagfläche (118) des verschiebbaren Anschlages (120) von einer Ebene gebildet
ist, welche mit der Verschieberichtung (111) des Anschlages (120) einen spitzen Winkel
einschließt und daß die mit der Anschlagfläche (118) zusammenwirkende Stirnfläche
(119) des Ausweichkolbens (104) von einer parallel zur Anschlagfläche liegenden Ebene
gebildet ist (Fig. 9, 10).
18. Einspritzpumpe nach einem der Ansprüche 14 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß der verschiebbare Anschlag (120) von einem Nocken (121) gesteuert ist, welcher
das gewünschte Gesetz des Verlaufes des Einspritzbeginnes mit der Drehzahl und/oder
Last des Motors bestimmt oder mitbestimmt (Fig. 10, 12).
19. Einspritzpumpe nach einem der Ansprüche 14 bis 18, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ausweichkolben (104) Anflachungen (108) aufweist, mittels welcher er an einer
Lamelle (109) verdrehungssicher geführt ist, an welcher die den Ausweichkolben belastende
Feder (114) abgestützt ist (Fig. 7, 10).
20. Einspritzpumpe nach einem der Ansprüche 14 bis 18, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ausweichkolben (104) wenigstens einen Schlitz (124), vorzugsweise zwei gegenüberliegende
Schlitze, aufweist, welcher senkrecht zur Achse des Ausweichkolbens verläuft und in
welchen wenigstens eine Blattfeder (123) eingreift, die ungefähr in einer senkrecht
zur Achse des Ausweichkolbens liegendenEbene liegt und welche gleichzeitig die Verdrehungssicherung
und die Rückstellung des Kolbens bewirkt (Fig. 11, 12, 13).
21. Einspritzpumpe nach einem der Ansprüche 14 bis 20, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschlagfläche (118) so geneigt ist, daß die in Verschieberichtung (111) gerichtete
Komponente (a) der Andrückkraft (b) des Ausweichkolbens (104) in Richtung zu demjenigen
Ende des Anschlages gerichtet ist, an welchen der Antrieb desselben angreift (Fig.
10).
22. Einspritzpumpe nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Neigungswinkel zwischen Anschlagfläche (118) und Verschieberichtung (111)
des Anschlages (120) den Selbsthemmungswinkel überschreitet.
23. Einspritzpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, 9 bis 12, 17, 18, 21 und 22,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerkurve eine Gerade und die Anschlagfläche (213) eine ebene Fläche ist
und daß die Achse des Ausweichkolbens (206) senkrecht auf der Anschlagfläche (213)
steht, wobei die mit der Anschlagfläche zusammenwirkende Stirnfläche (214) des Ausweichkolbens
(206) eben ist und senkrecht zur Achse des Ausweichkolbens steht (Fig. 14, 15).
24. Regeleinrichtung für Einspritzpumpen nach einem der Ansprüche 1 bis 23,
dadurch gekennzeichnet,
daß das vorzugsweise von einer Regelstange (302) gebildete Fördermengenregelglied
der Einspritzpumpe mit dem Anschlag (303) derart gekuppelt ist, daß es bei einer Vergrößerung
des Hubes des Ausweichkolbens (104) im Sinne einer Vergrößerung der Einspritzmenge
verstellt wird, wobei das vom Arbeitsraum des Ausweichkolbens aufgenommene Brennstoffvolumen
zumindest teilweise durch die Einstellung des Fördermengenregelgliedes auf größere
Fördermengen ausgeglichen wird.
25. Regeleinrichtung nach Anspruch 24,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einer Regelgestängeanordnung, bei welcher das Mengenwählglied (319) auf einen
um eine Schwenkachse (316, 327) schwenkbaren Schwenkhebel (314, 323) wirkt, welcher
an der Regelstange (302) angreift, der Anschlag (303) parallel mit der Regelstange
(302) verschiebbar gelagert ist und die Schwenkachse (316, 327) des Schwenkhebels
(314, 323) mit dem Anschlag (303 verbunden ist (Fig. 16, 17).
26. Regeleinrichtung nach Anspruch 24 oder 25,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Ende (315) des Schwenkhebels (314) an der Schwenkachse (316) gelagert ist;
auf das andere Ende (313) desselben das Mengenwählglied (319) wirkt und der Schwenkhebel
(314) in seinem mittleren Bereich (317) an der Regelstange (302) angreift und daß
bei einer Verschiebung des Anschlages (303) im Sinne einer Vergrößerung des Hubes
des Ausweichkolbens (104) die Regelstange (302) im Sinne einer Vergrößerung der Fördermenge
verschoben wird (Fig. 16).
27. Regeleinrichtung nach Anspruch 24 oder 25,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Ende (326) des Schwenkhebels (323) an der Schwenkachse (327) gelagert ist,
das andere Ende (325) desselben an der Regelstange (302) angreift und das Mengenwählglied
(319) auf den mittleren Bereich (324) des Schwenkhebels (323) wirkt und daß bei einer
Verschiebung des Anschlages (303) im Sinne einer Vergrößerung des Hubes des Ausweichkolbens
(104) die Regelstange (302) im Sinne einer Vergrößerung der Fördermenge verschoben
wird (Fig. 17).
28. Regeleinrichtung nach einem der Ansprüche 24 bis 27, dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlag (303) durch einen Nocken (321) verschiebbar ist, der in Abhängigkeit
von wenigstens einer Betriebsgröße verdrehbar ist (Fig. 16).
29. Regeleinrichtung nach Anspruch 28,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlag (303) durch eine Feder (320) gegen den Nocken (321) gedrückt ist
(Fig. 16).