[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Steuerung der im Oberbegriff des Anspruchs 1
genannten Art.
[0002] In der DE-OS 27 54 698 ist eine Steuerung für Drehwerks- oder Hubwerksantriebe eines
Krans, insbesondere für Schiffe, beschrieben, bei dem am Ende eines um ein Drehgelenk
drehbaren Innenholms ein um ein Drehgelenk drehbarer Außenholm mit einem Ladegeschirr
angeordnet ist. Die Antriebe des Innenholms und des Außenholms besitzen Drehwinkelregler.
Dem Drehwinkelregler des Innenholms wird ein Drehwinkelsollwert über einen Sollwertgeber
mittels eines manuell einstellbaren Steuerhebels zugeführt. Der Drehwinkelregler für
den Winkel zwischen Innenholm und Außenholm kann wahlweise von einem manuell einstellbaren
Sollwertgeber oder von dem Sollwertgeber für den Drehwinkel des Innenholms über einen
Funktionsgenerator beeinflußt werden.
[0003] Bei dieser bekannten Ausführung ist der Drehwinkelregelung eine Geschwindigkeitssteuerung
derart unterlagert, daß eine vorgebbare Transportgeschwindigkeit, insbesondere eine
außerhalb des Anfahr
- und Bremsbereiches zumindest annähernd konstante Transportgeschwindigkeit eingehalten
werden kann. Dabei ist für die Einstellung der Geschwindigkeit zusätzlich zum Steuerhebel
des Drehwinkelsollwertgebers ein Steuerhebel für die Transportgeschwindigkeit erforderlich.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Steuerung anzugeben, bei der man ohne unterlagerte
Geschwindigkeitsregelung eine Last auf einem wählbaren Weg mit einstellbarer Geschwindigkeit
transportieren kann und für den Transportvorgang nur einen einzigen Steuerhebel benötigt.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe bei einer Steuerung der eingangs genannten Art durch die
im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Maßnahmen.
[0006] Mit der erfindungsgemäßen Geschwindigkeitssteuerung kann ein Stapelvorgang zeit-
und personalsparend durchgeführt werden. Die Transportgeschwindigkeit ist proportional
zur Auslenkung des Steuerhebels.
[0007] Drei schematische Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt.
Darin zeigen:
Fig. 1 und 2 eine Seitenansicht und Draufsicht eines bekannten Krans,
Fig. 3 das Prinzip einer Schaltungsanordnung für eine Geschwindigkeitssteüerung gemäß
der Erfindung,
Fig. 4 eine Ausbildung des in Fig.3 als Block 30 dargestellten Funktionsgenerators,
Fig. 5 eine Schemazeichnung zur Ermittlung von Parameterwerten,
Fig. 6 den schaltungsmäßigen Aufbau eines Geschwindigkeitsstellers mit Signalumformer
und eines Rechners zur Ermittlung des Drehwinkelsollwertes γsoll,
Fig. 7 den schaltungsmäßigen Aufbau einer Einrichtung zum Bilden von Parameterwerten
gemäß Fig. 3,
Fig. 8 eine andere Ausbildung eines Geschwindigkeitsstellers und
Fig. 9 eine Geschwindigkeitssteuerung mittels Prozeßrechner.
[0008] In Fig. 1 ist auf einer Konsole 1 eine Säule 2 angeordnet, an der an einem festen
senkrechten Drehzapfen eines Drehgelenks 3 das eine Ende eines Innenholms 4 drehbar
gelagert ist. Zum Drehen des Innenholms 4 dient ein Drehwerksantrieb, der aus einem
Motor 5 und einem Getriebe mit Ritzel 6 sowie Zahnkranz 7 besteht. Ein Winkelgeber
8 dient zum Erfassen des Drehwinkels /, den der Innenholm 4 gegenüber einer Bezugslinie
(Fig.2) einnimmt. Am anderen Ende des Innenholms 4 ist ein weiteres Drehgelenk 10
für einen Außenholm 11 mit einem weiteren Winkelgeber 12 angeordnet, der den Winkel
zwischen dem Innenholm 4 und dem Außenholm 11 erfaßt. Zum Drehen des Außenholms 11
gegenüber dem Innenholm 4 dient ein weiterer Drehwerksantrieb, der aus einem Motor
13 und Getriebe mit Ritzel 14 sowie Zankranz 15 besteht. Am Außenholm 11 ist eine
durch einen Motor angetriebene Winde 16 angeordnet, deren Seil 17 über eine Laufrolle
18 am freien Ende des Außenholms 11 ein Ladegeschirr 19 für die Aufnahme einer Last
20 trägt.
[0009] Den beiden Drehwerksantrieben 5, 6, 7 und 13, 14, 15 ist - wie Fig. 3 zeigt - eine
Geschwindigkeitssteuereinrichtung 22 zugeordnet, die einen Geschwindigkeitssteller
24 besitzt, der aus einem mit einem Steuerhebel 23 versehenen Sollwertgeber 48 und
einem Signalumformer 76 besteht, an dessen Ausgang 28a ein Wegsignal + v.t ansteht.
Darin bedeutet v die Transportgeschwindigkeit, t die Zeit und das Vorzeichen die Fahrtrichtung.
Das Wegsignal ± v.t wird an einen Rechner 77 gegeben, der mit Hilfe der in einer Einrichtung
91 gebildeten Parameterwerte nach einer weiter unten angegebenen Beziehung (2) den
Drehwinkelsollwert γ
soll errechnet und am Ausgang 34a zur Verfügung stellt. Der Einrichtung 91 zum Erzeugen
der Parameterwerte werden später noch erläuterte Winkelsignale γ
sollE, (γ+ε) sollE und ein Winkelsignal λ zugeführt. Der Einrichtung 91 ist dabei ein Winkeleinstellglied
G zugeordnet.
[0010] Das Signal γ soll am Ausgang 34a des Rechners 77 wird zur Einstellung des Drehwinkels
des Innenholms 4 einem Drehwinkelregler 25 für den Drehwerksantrieb 5, 6, 7 des Innenholms
zugeführt.
[0011] Dieser Drehwinkelregler 25 besitzt einen Soll-Istwertvergleicher 26, und einen Regelverstärker
27 mit Steuersatz für ein im Ankerkreis des Motors 5 angeordnetes, über den Verknüpfungspunkt
120 verbundenes elektronisches Stellglied 29. Der mit dem Motor 5 über das Getriebe
6, 7 in Verbindung stehende Winkelgeber 8 liefert ein Signal, das als Istwert γ ist
über den Ausgang 121 dem Soll-Istwertvergleicher 26 zugeführt wird.
[0012] Andererseits wird das Ausgangssignal γ soll des Rechners 77 zur Errechnung des Winkels
ε des Außenholms gegenüber dem Innenholm über den Eingang 34b einem Funktionsgenerator
30 zum Bilden eines vom Drehwinkel γ und Verlauf des Transportweges abhängigen Winkelsollwertes
ε
soll zugeführt, der zur Vorgabe des Winkels ε zwischen Innenholm 4 und Außenholm 11 vom
Ausgang 51a einem Drehwinkelregler 31 für den Drehwerksantrieb 13, 14, 15 des Außenholms
zugeführt ist. Der Drehwinkelregler 31 besitzt einen Soll-Istwertvergleicher 32 und
einen Regelverstärker 33 mit Steuersatz für ein im Ankerkreis des Motors 13 angeordnetes
über den Verknüpfungspunkt 122 verbundenes elektronisches Stellglied 35. Der mit dem
Motor 13 verbundene weitere Winkelgeber 12 liefert den Istwert ε
ist, der über den Ausgang 123 dem Soll-Istwertvergleicher 32 zugeführt wird. Der vom
Ausgang 51a automatisch vorgegebene Sollwert für den Drehwinkelregler 31 kann über
einen von einem Hebel 50 betätigbaren Kontakt 51c abgekoppelt und durch den von Hand
über den Hebel 50 eingebbaren Sollwert aus der Einrichtung 49 am Eingang 51b ersetzt
werden. Dadurch ist es möglich, den Innenholm 4 und den Außenholm 11 getrennt voneinander
beliebig zu verstellen. Dies ist unter anderem bei der Festlegung eines gewünschten
Transportweges erforderlich.
[0013] Mit dem Steuerhebel 23 wird vom Kranführer die Transportgeschwindigkeit v vorgegeben.
Abhängig von dem am Ausgang des Rechners 77 anstehenden Drehwinkelsollwert γ
soll wird im Funktionsgenerator 30 für den Drehwerksantrieb des Außenholms 11 am Ausgang
51a ein Sollwert Esoll von solcher Größe gebildet, daß das Ladegeschirr 19 mit der
Last 20 auf einem vorgegebenen Transportweg bewegt wird. Hierzu ist der Funktionsgenerator
30 derart ausgebildet, daß sein Ausgangssignal nach der mathematischen Beziehung

vom Eingangssignal γ
soll abhängt. Dabei ist y
o ein Parameter des Transportweges und R die Länge des Innenholms 4, die im vorliegenden
Fall gleich der Länge des Außenholms 11 ist.
[0014] Für einen geradlinigen Transportweg gilt:

[0015] Der Wert y
o kann für jeden gewünschten Transportweg zu Beginn der Ladetätigkeit gewonnen werden.
Er ist hier der senkrechte Abstand des Transportweges von der inneren Drehachse 3
des Innenholms 4 (Fig.2 und 5). Ist - wie die Fig. 1 und 2 zeigen - am Ende des Außenholms
11 für das Ladegeschirr 19 eine in einem Drehgelenk 21 gelagerte mit einem Zahnkranz
versehene Drehscheibe 55 mit Getriebe57 und Drehwerksmotor 56 angeordnet (siehe auch
Fig. 3), so kann die Last 20 entlang des Transportweges parallel zu ihrer Querachse
bewegt werden. Hierzu wird der Winkel æ zwischen Außenholm 11 und Querachse der Last
20 (parallel zum Transportweg) abhängig vom Drehwinkel γ und dem Winkel ε zwischen
Innenholm und Außenholm nach der Beziehung:

mittels eines Konstantwertgebers 66, eines Addierers 64 und eines Subtrahierers 65
ermittelt und als Sollwert æ soll vom Ausgang 63 an einen Drehwinkelregler 59 gegeben.
Dieser Drehwinkelregler 59 enthält einen Soll-Istwertvergleicher 60 und einen Regelverstärker
61 mit Steuersatz, welcher ein über den Verknüpfungspunkt 124 verbundenes elektronisches
Stellglied 62 für den Ankerstrom des Drehwerksmotors 56 beaufschlagt. Der mit dem
Drehgelenk 21 der Drehscheibe 55 verbundene Geber 58 liefert ein Signal æ
ist, das über den Ausgang 125 dem Soll-Istwertgeber 60 zugeführt wird.
[0016] Gemäß der mathematischen Beziehung (3) wird der Addierer 64 von den Sollwerten γ
soll und ε
soll gespeist und der Subtrahierer 65 von dem Konstantwertgeber 66, in dem der konstante
Signalwert

gebildet wird.
[0017] Diese Regelung für die Drehscheibe 55 ist für die Verladetechnik vorteilhaft, da
auf diese Weise Personal für das Ausrichten der Lastachse am Lastaufsetzpunkt nicht
erforderlich ist.
[0018] Wie Fig. 4 zeigt, befinden sich im Funktionsgenerator 30 zur Berechnung des Sollwertes
ε
soll entsprechend der oben angegebenen Beziehung (2) mehrere Rechnerbausteine. Der am
Eingang 34b des Funktionsgenerators 30 anstehende Sollwert γ
soll wird einem Cosinus-Bildner 37 zugeführt und dessen Ausgangssignal cos γ
soll im Subtrahierer 38 von dem in der Einrichtung 91 gebildeten und am Eingang 36b zugeführten
Signalwert
Yo subtrahiert. R
[0019] Das Ausgangssignal

-
cos γ
soll des Subtrahierers 38 wird in einem Multiplizierer 40 quadriert. Vom Ausgang 39a der
Einrichtung 91 wird über den Eingang 39b der Konstantwert 1 und der Ausgangswert des
Multiplizierers 40 wird an den Subtrahierer 41 gegeben. Die Differenz am Ausgang des
Subtrahierers 41 wird dem Radizierer 42 zugeführt, dessen Ausgangssignal im
Multi- plizierer 43 mit dem Ausgangssignal des Sinus-Bildners 44, der den Wert sin
γ
soll bildet, multipliziert wird. Der so gebildete Wert wird einem Eingang eines Subtrahierers
45 zugeführt, dessen anderer Eingang mit dem Ausgang eines weiteren Multiplizierers
46 verbunden ist. Dessen Eingänge sind einerseits an den Ausgang des Cosinus-Bildners
37 und an den Ausgang des Subtrahierers 38 angeschlossen. Der Ausgang des Subtrahierers
45 liefert das Signal cos ε
soll, welches im Baustein 47 invertiert wird, d.h. es wird am Ausgang 51 der arc cos von
cos ε
soll und damit ε
soll gebildet.
[0020] Zur Ermittlung des Parameters y
o (Fig. 3 und 5) ist in einer Steuerkabine 52 (Fig. 1) ein in den Lagern 54c, 54d verstellbares
Winkeleinstellglied G angeordnet, das nach Art eines Winkelgebers aus einem Ständer
54a mit Einstellhebel 54b und einem Läufer 53a mit Einstellhebel 53b besteht. Am Ausgang
53c des Winkeleinstellgliedes liegt ein später erläuterter elektrischer Signalwert
λ.
[0021] Im folgenden wird angenommen, daß sich der Kranführer in einer auf der Drehscheibe
55 angeordneten Steuerkabine 52 befindet (Fig. 1). Zu Beginn eines Transportvorganges
steuert der Kranführer mittels der Hebel 23 und/oder 50 (Fi
g. 3) das Ende des Außenholms 11 (Fig.5 in Verbindung mit Fig. 2) z.B. vom Punkt P
e alt auf einem Transportweg (alt) zu einem neuen Wegendpunkt P
e eines gewünschten Transportweges (neu), so daß der diesem Wegendpunkt zugeordnete
Winkel ε
o zwischen Innen-und Außenholm gegeben ist. Hierauf wird der Ständer 54a (Fig. 3) mittels
seines Einstellhebels 54b so gedreht, daß der Einstellhebel 54b parallel zum Transportweg
(neu) ist. Dann wird der Läufer 53a mittels seines Einstellhebels 53b bei festgehaltenem
Ständer 54a derart gedreht, daß der Einstellhebel 53b zum Drehgelenk 3 gerichtet ist.
Damit schließen die beiden Einstellhebel 54b und 53b den WinkelA ein und am Ausgang
des Winkeleinstellgliedes G wird ein entsprechendes elektrisches Signal abgegeben.
Mittels des Winkelgebers 12 wird der Winkel ε
o zwischen Innenholm und Außenholm erfaßt. Wie aus der Fig. 5 hervorgeht, läßt sich
nach der geometrischen Beziehung:

die senkrechte Strecke y für den Transportweg (neu) ermitteln. Die hierzu erforderliche
Rechenschaltung wird in Verbindung mit Fig. 7 noch näher beschrieben.
[0022] Wie in Fig. 6 dargestellt ist, besitzt der Sollwertgeber 48 des Geschwindigkeitsstellers
24 einen Steuerhebel 23 für ein Potentiometer 68a, das an einer Batterie 67 mit konstanter
Spannung liegt. Die ausgangsseitig an den Klemmen 68c und 68d des Sollwertgebers 48
anstehende Spannung wird dem Anker eines Stellmotors 69 mit konstantem Fluß zugeführt,
so daß sich die Drehzahl linear zu der am Abgriff 68b anstehenden Spannung verhält.
Der Stellmotor 69 verstellt mit seiner Welle 70 über ein Getriebe 71 einen Abgriff
72 eines weiteren Potentiometers 73 derart, daß in Abhängigkeit von der Zeit t ein
nach einer vorgegebenen Funktion, insbesondere linearen Funktion, sich änderndes Ausgangssignal
gebildet wird.
[0023] Anstelle des Stellmotors 69 kann auch ein Uhrwerk treten, dessen Laufgeschwindigkeit
durch den Steuerhebel verstellbar ist.
[0024] Die am Potentiometer 73 liegende Spannung der Batterie 74 kann zur Änderung des Vorzeichens
des Signals am Ausgang 28a mittels eines Kreuzschalters 75 je nach Fahrtrichtung umgepolt
werden. Der Stellmotor 69 mit Welle 70 und Getriebe 71 bilden zusammen mit dem Potentiometer
73 und dessen Abgriff 72,der Batterie 74 und Kreuzschalter 75 einen linear wirkenden
Signalumformer 76.
[0025] Die Berechnung des Drehwi
nkelsollwertes γ
soll erfolgt abhängig von der Zeit t für einen geradlinigen Transportweg unter Berücksichtigung
der Längen R des Innen-und Außenholms zwischen den Drehpunkten, des Abstandes y
0 des Transportweges vom inneren Drehpunkt des Innenholms 4 und des senkrechten Abstandes
x der Last 20 von der jeweiligen Parameterlinie y
o zu Beginn jedes Transportvorganges sowie abhängig von der Stellung des Steuerhebels
23, welche die Transportgeschwindigkeit v bestimmt, nach der mathematischen Beziehung
[0026] 
[0027] Darin ist x'(t) die zeitabhängige La
gekoordinate der Last, die sich auf ein rechtwinkeliges Koordinatensystem bezieht (Fig.
5), bei dem der Lastweg die Abszisse und der Parameterwert y
o die Ordinate bildet, so daß x der jeweilige Abstand des Drehgelenks 21 (des Außenholms)
von dem Nullpunkt des Koordinatensystems ist. Dabei gilt für eine konstante Transportgeschwindigkeit
v längs einer Geraden die Beziehung:

x
a ist dabei der Abstand des Lastaufnähme- oder -absetzpunktes P
e vom Koordinaten-Nullpunkt. Erreicht der Betrag x einen vorgegebenen Wert, so ist der
jeweilige Transportvorgang beendet.
[0028] Mit dem Ausgang 28a (Fig. 6) des Signalumformers 76 im Geschwindigkeitssteller 24
ist über den Eingang 28b des Rechners 77 ein Additionsglied 78 verbunden, dem der
der Position des Steuerhebels 23 entsprechende Signalwert + v.t zugeführt wird. Der
zweite Eingang des Additionsgliedes 78 ist über den Eingang 79b des Rechners 77 an
einen Ausgang 79a der Einrichtung 91 angeschlossen, im dem der Wert x
a gebildet wird. Das Differenzsignal x (t) = x
a ± v.t wird an einen Eingang eines Divisors 80 geführt, dessen anderer Eingang vom
Ausgang 81a der Einrichtung 91 über einen Eingang 81b des Rechners 77 mit dem Signal
y
o gespeist wird.
[0029] Am Ausgang des Divisors 80 entsteht der Signalwert

. Im Arcustangens-Bildner 82 wirdder Wert arctg

gebildet und dem Summierglied 83 zugeführt. Der andere Eingang des Summiergliedes
83 ist mit einer Rechnerkette verbunden, in der zu Beginn durch einen Multiplizierer
84 der Signalwert x
2 und in einem weiteren Multiplizierer 85 der Signalwert y
o2 gebildet werden. Beide Werte werden an den Eingang eines Summiergliedes 86 gegeben,
dessen Ausgang einen Radizierer 87 speist. Sein Ausgangssignal wird an einen Eingang
eines Divisors 88 weitergeleitet. Der andere Eingang des Divisors 88 erhält über den
Eingang 89b, der mit dem Ausgang 89a der Einrichtung 91 verbunden ist, einen Signalwert
2 R. Dadurch wird dem Eingang eines Arcus-Cosinus-Bildners 90 der Wert

zuge-führt. Der Ausgang des Arcus-Cosinus-Bildners 90 ist - wie bereits gesagt - an
den Eingang des Summierers 83 gelegt. Damit steht am Ausgang des Summierers 83 bzw.
am Ausgang 34a des Rechners 77 entsprechend der Beziehung (5) der gewünschte Sollwert
γ
soll an, der gemäß Fig. 3 dem Funktionsgenerator 30, dem Drehwinkelregler 25, dem Addierer
64 und der Einrichtung 91 über den Geschwindigkeitsgeber 24 zugeführt wird.
[0030] In der Einrichtung 91 (Fig. 7) werden die Parameterwerte erzeugt, die für die Sollwertbildung
erforderlich sind. Die Werte γ
soll vom Ausgarig 34a und (γ+ε)
soll vom Ausgang des Addierers.64 werden über einen Schalter 92 des Geschwindigkeitsstellers
24 geführt, so daß immer nur zu Ende eines Transportvorganges, d.h. wenn der Kran
eine der Endlagen erreicht hat, die Signale an die Eingänge 93 und 94 gelangen. Dann
steht nämlich der Hebel 23 des Geschwindigkeitsstellers 24 auf Null und die Kontakte
des Schalters 92 werden geschlossen, so
daß jeweils nur Endwerte γ
sollE und (γ + ε)
sollE Bausteinen der Einrichtung 91 zugeführt werden. Die Einrichtung 91 dient u.a. zur
Berechnung der mathematischen Beziehung:

[0031] Darin bedeutet der Index E den jeweiligen Endwert bei einem Bewegungsvorgang. Die
Werte γ
sollE und (γ+ε)
sollE werden jeweils über einen Cosinus-Bildner 95 und 97 und Sinus-Bildner 96 und 98 geiührt.
Die Ausgänge dieser Bausteine 95 und 97 sowie 96 und 98 werden an die Eingänge von
Subtrahierern 99 bzw. 100 gelegt, deren Ausgangssignale auf den Divisor 101 gegeben
werden. Der Ausgang des Divisors 101 liefert ein Signal, das dem in der Gleichung
(7) angegebenen Bruch entspricht und im Multiplizierer 102 mit dem Signalwert y aus
einem Rechnerteil multipliziert den Ausgangswert x
a ergibt, der im Gedächtnis 103 so lange gespeichert wird, bis bei Erreichen einer
neuen Endposition des Innen- und Außenholms ein neuer Signalwert x eingegeben wird.
[0032] Der Signalwert y
o wird in der Einrichtung 91 auf folgende Weise gebildet:
An einem Differenzbildner 104 werden die Signalwerte γsollE und (γsollE + εsollE) angelegt, so daß an dessen Ausgang das Signal εsollE entsteht, das durch eine Teilerschaltung 105 halbiert und einem Sinusbildner 106
zugeführt wird. Parallel zu dem Sinusbildner 106 wird ein weiterer Sinusbildner 107
von dem Signal λ des Winkeleinstellgliedes G (Fig. 3) beaufschlagt. Die Ausgänge der
Bausteine 106 und 107 sind an die Eingänge eines Multiplizierers 108 gelegt. Ein weiterer
Eingang des Multiplizierers 108 wird von dem Signal 2R gespeist, so daß an dem Ausgang
des Multiplizierers 108 entsprechend der Beziehung (4) der Wert y0 entsteht, der mittels des Gedächtnisses 109 so lange festgehalten wird und am Ausgang
81a der Einrichtung 91 zur Verfügung steht, bis eine neue Lastwegeinstellung verlangt
wird. An einer Batterie 110 liegt ein Potentiometer 111, an dessen Abgriff ein der
Länge R des Außenholms und Innenholms entsprechender Spannungswert ansteht. Durch
ein Summierglied 112 wird die Größe 2R gebildet und zum Ausgang 89a geführt.
[0033] Ein Divisor 113 wird eingangsseitig vom Ausgang des Gedächtnisses 109 und vom Abgriff
des Potentiometers 111 gespeist, so daß am Ausgang 36a der Wert y
o/R zur Verfügung steht.
[0034] Mittels eines weiteren Divisors 114 wird der Konstantwert 1 dadurch erzeugt, daß
an die Eingänge gleichzeitig jeweils der vom Potentiometer 111 abgegriffene Spannungswert
R geführt wird. Am Ausgang 39a liegt somit der Signalwert 1 an. Damit sind die Bausteine
für die in Fig. 3 gezeigte Geschwindigkeitssteuerung beschrieben.
[0035] Eine andere Art zum Erzielen einer konstanten Transportgeschwindigkeit,die nur abhängig
ist von der Position des Stellhebels 23, ist in Fig. 8 dargestellt. Ein Verstärker
115 bildet zusammen mit dem Potentiometer 68a mit Abgriff 68b einen Integrator 118,
der im Zusammenwirken mit der Batterie 74, dem Kreuzschalter 75 und dem Relais 117
sowie den Schaltkontakten 116a, 116b positive oder negative Ausgangswerte liefern
kann. Der Verstärker 115 ist dabei über den Kreuzschalter 75 an die Versorgungsspannung
der Batterie 74 angeschlossen. Wird der Steuerhebel 23 von -seiner Null-Lage in die
eine Richtung ausgelenkt, so wird über den Kontakt 116a und das Relais 117 der Kreuzschalter
75 in eine solche Lage gebracht, daß ein positives Ausgangssignal am Integrator 118
bzw. am Ausgang 28a des Geschwindigkeitsstellers 24 ansteht, während bei einer Auslenkung
des Steuerhebels 23 in die ent- gegengesetzte Seite über den Kontakt 116b die Erregerspule
den Kreuzschalter 75 in eine solche Stellung bringt, daß ein negatives Ausgangssignal
am Ausgang 28a entsteht. Nach Beendigung eines Bewegungsrvorganges des Krans wird
der Integrator 118 selbsttätig auf Null gestellt. Das Potentiometer 68a mit Abgriff
68b ist in der Rückführung des Verstärkers 115 angeordnet und bildet zugleich einen
Rückkopplungswiderstand und gestattet im Zusammenwirken mit einem Kondensator 119
das Hochlaufverhalten einzustellen.
[0036] Bei dieser Art der Geschwindigkeitsvorgabe werden mechanisch bewegte Teile im Signalumformer
vermieden.
[0037] Unter Beibehaltung des prinzipiellen Lösungsweges kann die Geschwindigkeitssteuerung
- wie Fig. 9 zeigt - in vorteilhafter Weise auch mittels eines Prozeßrechners 126
realisiert werden, der die Aufgabe der Sollwert-und Parameterbildung nach Maßgabe
der erfindungsgemäßen Lösung übernimmt und bei dem die erforderlichen mechanischen
Kontakte durch elektronische Schalter ersetzt sind. Hierbei ist das Potentiometer
68a mit Abgriff 68b und Steuerhebel 23 des Geschwindigkeitsstellers über die Aüsgänge
68c, 68d an den Prozeßrechner 126 angeschlossen. Der für die manuelle Einstellung
des Winkels ε
soll dienende Sollwertgeber 49 mit Steuerhebel 50 ist über seinen Ausgang 51b an den Prozeßrechner
126 gelegt. Der Geber G ist mit dem Prozeßrechner 126 über seinen Ausgang 53c verbunden.
Andererseits sind die elektronischen Stellglieder 29, 35 und 62 der Drehwerksantriebe
und die zugeordneten Winkelgeber 8, 12, 58 an den Verknüpfungspunkten 120, 122, 124
bzw. den Ausgängen 121, 123, 125 mit dem Prozeßrechner 126 verbunden.
[0038] Die bekannte unterlagerte Geschwindigkeitsregelung verwendet eine Messung der Drehwinkelgeschwindigkeit
mit bestimmten funktionellen Zuordnungen über dem Transportweg (grobe Annäherungen).
Mit der erfindungsgemäßen Geschwindigkeitssteuerung ist es möglich, eine konstante
Transportgeschwindigkeit zu garantieren, ohne daß eine Messung der Transportgeschwindigkeit
und der Winkelgeschwindigkeiten vorgenommen werden muß. Dadurch ergibt sich eine größere
Genauigkeit und Einfachheit.
1 Konsole
2 Säule
3 Drehgelenk
4 Innenholm
5 Motor
6 Ritzel
7 Zahnkranz
8 Winkelgeber
9 Bezugslinie
10 weiteres Drehgelenk
11 Außenholm
12 weiterer Winkelgeber
13 Motor
14 Ritzel
15 Zahnkranz
16 Winde
17 Seil
18 Laufrolle
19 Ladegeschirr
20 Last
21 Drehgelenk
22 Geschwindigkeitssteuereinrichtung
23 Steuerhebel
24 Geschwindigkeitssteller
25 Drehwinkelregler
26 Soll-Istwertvergleicher
27 Regelverstärker mit Steuersatz
28a Ausgang
28b Eingang
29 elektronisches Stellglied
30.Funktionsgenerator
31 Drehwinkelregler
32 Soll-Istwertvergleicher
33 Regelverstärker mit Steuersatz
34a Ausgang
34b Eingang
35 elektronisches Stellglied
36a Ausgang
36b Eingang
37 Cosinusbildner
38 Subtrahierer
39a Ausgang
39b Eingang
40 Multiplizierer
41 Subtrahierer
42 Radizierer
43 Multiplizierer
44 Sinus-Bildner
45 Subtrahierer
46 weiterer Multiplizierer
47 Baustein
48 Sollwertgeber
49 Sollwertgeber
50 Steuerhebel
51a Ausgang , 51b Eingang, 51c Kontakt
52 Steuerkabine
53a Läufer
53b Einstellhebel
53c Ausgang
54a Ständer
54b Einstellhebel
54c Lager
54d Lager
55 Drehscheibe
56 Drehwerksmotor
57 Getriebe
58 Winkelgeber
59 Drehwinkelregler
60 Soll-Istwertvergleicher
61 Regelverstärker mit Steuersatz
62 Stellglied
63 Ausgang
64 Addierer
65 Subtrahierer
66 Konstantwertgeber
67 Batterie
68a Potentiometer
68b Abgriff
68c Klemme
68d Klemme
69 Stellmotor
70 Welle
71 Getriebe
72 Abgriff
73 Potentiometer
74 Batterie
75 Kreuzschalter
76 Signalumformer
77 Rechner
78 Additionsglied
79a Ausgang
79b Eingang
80 Divisor
81a Ausgang
81b Eingang
82 Arcustangens-Bildner
83 Summierer
84 Multiplizierer
85 Multiplizierer
86 Summierglied
87 Radizierer
88 Divisor
89a Ausgang
89b Eingang
90 Arcus-Cosinus-Bildner
91 Einrichtung zum Bilden von Parameterwerten
92 Schalter
93 Eingang
94 Eingang
95 Cosinus-Bildner
96 Sinus-Bildner
97 Cosinus-Bildner
98 Sinus-Bildner
99 Subtrahierer
100 Subtrahierer
101 Divisor
102 Multiplizierer
103 Gedächtnis
104 Differenzbildner
105 Teilerschaltung
106 Sinusbildner
107 weiterer Sinusbildner
108 Multiplizierer
109 Gedächtnis
110 Batterie
111 Potentiometer
112 Summierer
113 Divisor
114 weiterer Divisor
115 Verstärker
116a Kontakt
116b Kontakt
117 Relais
118 Integrator
119 Kondensator
120 Verknüpfungspunkt
121 Ausgang
122 Verknüpfungspunkt
123 Ausgang
124 Verknüpfungspunkt
125 Ausgang
126 Prozeßrechner (PR)
Drehwinkel des Innenholms
Winkel zwischen Innen- und Außenholm
v Transportgeschwindigkeit
t Zeit
x Transportweg
γsoll Drehwinkel-Sollwert
εsoll Wlinkel-Sollwert
ist Drehwinkel-Istwert
ist Winkel-Istwert
yo Parameter
R Länge des Innenholms und Außenholms
æ Winkel der Drehscheibe
æsoll Sollwert
Pealt Punkt auf einem Transportweg (alt)
G Winkeleinstellglied
Pe Wegendpunkt
1. Steuerung für Drehwerks- oder Hubwerksantriebe einer Transporteinrichtung, insbesondere
eines Schiffskrans, bei dem am Ende eines um ein Drehgelenk drehbaren Innenholms ein
um ein Drehgelenk drehbarer Außenholm mit einem Ladegeschirr angeordnet ist und die
Antriebe des Innenholms und des Außenholms Drehwinkelregler besitzen, denen Drehwinkelsollwerte
über Sollwertgeber zugeführt werden, die über Steuerhebel manuell einstellbar sind,
wobei der Sollwertgeber für den Drehwinkel des Außenholms von dem zugehörigen Drehwinkelregler
abkuppelbar . und auf diesen Drehwinkelregler ein von dem Sollwertgeber für den Drehwinkel
des Innenholms ansteuerbarer Funktionsgenerator schaltbar ist, der zur Erzielung eines
vorgegebenen Transportweges abhängig vom Winkel des Innenholms einen Winkels.ollwert
für die Einstellung des Winkels zwischen Innenholm und Außenholm bildet, dadurch gekennzeichnet
, daß der mit dem Steuerhebel (23) versehene Sollwertgeber (48) zur Vorgabe einer
Transportgeschwindigkeit (v) einen Signalumformer (76) steuert, der ein nach einer
vorgegebenen Funktion sich zeitlich änderndes Ausgangssignal (± v·t) bildet, das einem
Rechner(77) zur Berechnung des zeitlichen Verlaufes des Drehwinkelsollwertes (γsoll) in Abhängigkeit von den für den Transportweg charakteristischen Parameterwerten
zugeführt wird.
2. Steuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Signalumformer (76)
ein von einem Antriebsmotor (69) oder Uhrwerk angetriebenes Potentiometer (73) ist.
3. Steuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Signalumformer (76)
ein beschaltbarer Verstärker (115); insbesondere ein aus elektronischen Bauelementen
aufgebauter Integrator, ist.
4. Steuerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß
der dem Signalumformer (76) nachgeschaltete Rechner (77) den zeitlichen Verlauf des
Drehwinkelsollwertes (γsoll) in Abhängigkeit von den Parameterwerten yo, xa und R ermittelt, wobei yo der senkrechte Abstand des Lastweges von der inneren Drehachse (3) des Innenholms
(4), xa der Abstand des Lastaufnahme- oder -absetzpunktes (Pe) von der durch die innere Drehachse (3) errichteten Normalen zum Lastweg (in der
yo liegt) und R die gleichen Längen des Innen- und Außenholms zwischen ihren Drehachsen
sind.
5. Steuerung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine dem Geschwindigkeitssteller
(24), dem Funktionsgenerator (30) und dem Rechner (77) zugeordnete Einrichtung (91)
zum Bilden der Parameterwerte yo, xa und R sowie von Konstantwerten vorgesehen ist, welche die Charakteristik der Transportwege
und Winkelverläufe darstellen.
6. Steuerung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß
die Drehwinkelregler (25, 31, 59), der Signalumformer (76) des Geschwindigkeitsstellers
(24) mit dem nachgeschalteten Rechner (77), die Einrichtung (91) zum Bilden von Parameterwerten,
der Funktionsgenerator (30) und der Sollwertbildner (64, 65, 66) durch einen Prozeßrechner
(126) gebildet sind.