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(11) |
EP 0 027 526 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.01.1984 Patentblatt 1984/03 |
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Anmeldetag: 30.08.1980 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)3: B65B 21/24 |
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Verfahren und Vorrichtung zum maschinellen Verpacken von Flaschen
Process and apparatus for the mechanical packaging of bottles
Procédé et dispositif d'emballage mécanique de bouteilles
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FR GB IT NL SE |
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Priorität: |
19.10.1979 DE 2942256
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.04.1981 Patentblatt 1981/17 |
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Anmelder: Herzberger Papierfabrik
Ludwig Osthushenrich GmbH & Co KG |
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D-3420 Herzberg/Harz (DE) |
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Erfinder: |
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- Sammet, Rolf-Hermann
D-3420 Herzberg/Harz (DE)
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| (74) |
Vertreter: Gramm, Werner, Prof., Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte Gramm + Lins
Theodor-Heuss-Strasse 1 38122 Braunschweig 38122 Braunschweig (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum maschinellen Verpacken von Flaschen in eine
Öffnungen für die Flaschenhälse aufweisende Verpackung, bei dem die Flaschen kontinuierlich
vorgefördert werden und der Verpackungszuschnitt nach einer Umlenkung über einen Kreisbogenabschnitt
während der Bewegung der Flaschen in einem spitzen Winkel über die Flaschenhälse gelegt
wird.
[0002] Die Erfindung betrifft weiterhin eine Verpackungsvorrichtung zum Verpacken von Flaschen
in Öffnungen für die Flaschenhälse aufweisende Verpackungen mit einer Vorschubeinrichtung
für die Flaschen und einer Einrichtung zum Aufbringen des Verpackungszuschnitts auf
die Flaschen. Eine derartige Verpackungsvorrichtung soll zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahren geeignet. sein.
[0003] Üblicherweise werden in die hier betroffenen Verpackungen drei, vier, secks oder
zehn Flaschen verpackt, wobei die Flaschen in einer bzw. zwei Reihen nebeneinander
angeordnet sind und ihre Hälse durch die Öffnungen der Verpackungen hindurchragen.
Derartige Verkaufseinheiten sind seit Jahren auf dem Markt und gewinnen zunehmend
an Bedeutung.
[0004] Selbstverständlich werden diese Verpackungen vollautomatisch hergestellt. Das eingangs
erwähnte Verfahren ist aus der US-A-3,162,988 bekannt. Dabei wird ein Verpackungszuschnitt
aus einem unten offenen Magazin mit Hllfe von Saugern abgezogen und auf eine umlaufende
Förderkette gelegt. Die Förderkette läuft über zwei Kettenräder unterschiedlich großen
Durchmessers um und weist Mitnehmer auf, die die einzeln abgezogenen Verpackungszuschnitte
schiebend ergreifen. Die Mitnehmer schieben die Verpackungszuschnitte um die Umfangsfläche
des größeren Kettenrades, wobei eine äußere Führung den Verpackungszuschnitt im Eingriff
mit dem Mitnehmer hält. Auf der Unterseite des Kettenrades fällt der Verpackungszuschnitt
auf mit gleicher Geschwindigkeit vortransportierte Flaschen. Die Kettenbahn verläuft
in Förderrichtung der Flaschen gesehen noch leicht nach unten und drückt in Höhe des
zweiten Kettenrades den Verpackungszuschnitt endgültig über die Flaschenhälse, so
daß der Verpackungszuschnitt nunmehr etwa parallel zur Förderebene der Flaschen liegt.
Während dieses Vorganges ist der Verpackungszuschnitt weiterhin im Eingriff mit dem
zugehörigen Mitnehmer und wird durch diesen vortransportiert. Es ist daher erforderlich,
daß der den Verpackungszuschnitt vorschiebende Mitnehmer und der die Flaschengruppe
vorfördernde Mitnehmer genau übereinanderliegen und zueinander synchronisiert sind.
Da die Verpackungszuschnitte nicht auf dem Kettenband nahtlos aneinandergereiht werden,
können, müssen die Flaschen in Gruppen unterteilt werden, die einen gewissen Abstand
voneinander aufweisen, der dem Abstand zwischen den auf dem Kettenband transportierten
Verpackungszuschnitten entspricht. Die Gruppierung der Flaschen geschieht üblicherweise
durch Abbremsung der Flaschen bzw. durch eine Beschleunigung und anschließend Abbremsung,
wodurch die gewünschten Gruppen gebildet werden. Hierzu ist ein erheblicher mechanischer
Aufwand erforderlich. Darüber hinaus wird die Fördergeschwindigkeit der Flaschen und
damit die maximale Verpackungsgeschwindigkeit durch die Notwendigkeit der Beschleunigung
bzw. Abbremsung der Flaschen beschränkt. Es hat sich gezeigt, daß nach den bisherigen
Verfahren eine gewünschte schnelle Verpackung der Flaschen (beispielsweise 220 Flaschen
pro Minute) nicht möglich ist.
[0005] Dem erfindungsgemäßen Verfahren liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Verpackung
auch bei höheren Geschwindigkeiten als bisher einwandfrei zu ermöglichen, wobei der
mechanische Aufwand nicht erhöht werden soll.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Verpackungszuschnitt mit
einer lösbaren Verbindung auf dem Kreisbogenabschnitt umgelenkt und mit seiner vorderen
Öffnung über den Hals einer Flasche gezogen wird, daß sofort danach die Verbindung
des Verpackungszuschnitts gelöst und dieser durch die in die Öffnungen eingreifenden
Flaschen weitergefördert wird und daß der Verpackungszuschnitt bis zum Übergreifen
seiner vorderen Öffnung über einen Flaschenhals mit einer höheren Bahngeschwindigkeit
bewegt wird als die Flaschen.
[0007] Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß die
einen hohen Aufwand erfordernde Gruppierung der Flaschen nicht mehr erforderlich ist.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren können die Flaschen ohne Zwischenräume mit der
hohen Geschwindigkeit vorgefördert und die Verpackung aufgezogen werden. Da die Verpackungszuschnitte
mit einer höheren Geschwindigkeit transportiert werden als die Flaschen, führt der
zwischen ihnen befindliche Zwischenraum bei der Entnahme aus dem Magazin nicht dazu,
daß auch zwischen den Flaschengruppen ein Zwischenraum existieren muß. Da bei dem
erfindungsgemäßen Verfahren der Verpackungszuschnitt gezogen und nicht-wie beim Stand
der Technik-geschoben wird, sind hohe Verpackungsgeschwindigkeiten realisierbar, da
der Verpakkungszuschnitt in der Nähe der Stelle über die vordere Flasche gestülpt
wird, an der er gehalten wird.
[0008] Da der Transport der Verpackungszuschnitte mit einer höheren Geschwindigkeit erfolgt,
als die Flaschen transportiert werden, kann die Umstellung von einer Anzahl von Flaschen
pro Verpackungseinheit auf eine andere lediglich durch Umschaltung der Fördergeschwindigkeit
für die Verpackungszuschnitte erzielt werden. Die Lage der Verbindungselemente auf
dem Kreisbogenabschnitt muß dabei nicht geändert werden.
[0009] Die der Erfinaung zugrunde liegende Aufgabe wird weiterhin durch eine Verpackungsvorrichtung
der eingangs erwähnten Art gelöst, bei der die Verpackungszuschnitte gegen ein rotierendes
Rad gefördert werden, das derartig angeordnet ist, dessen niedrigster Punkt auf seinem
Umfang unterhalb des höchsten Punktes der Flaschen liegt, und das die Verpackungszuschnitte
mit einer lösbaren Verbindung auf seiner Umfangsfläche zieht und mit der vorderen
Öffnung über einen Flaschenhals führt, woraufhin die lösbare Verbindung des Rades
löst und in Öffnungen eingreifende Flaschen den Verpackungszuschnitt unter dem Rad
hindurchführen, wobei das Rad eine derartige Umdrehungsgeschwindigkeit . aufweist,
daß der Verpackungszuschnitt durch das Rad schneller vorgefördert wird als die Flaschen.
[0010] Die erfindungsgemäße Verpackungsvorrichtung ermöglicht in mechanisch einfacher und
kompakter Form das Aufbringen des Verpackungszuschnitts auf die Flaschen, wobei keine
Gruppierung der Flaschen erforderlich ist. Die Verpackungszuschnitte werden dem rotierenden
Rad zugeführt und auf dessen Umfangsfläche umgebogen. Wenn die Zuführung des Verpackungszuschnitts
aus dem Magazin etwa vertikal erfolgt, läßt sich die Verpackung auf kürzestem Wege
von dem Magazin auf die Flaschen aufbringen.
[0011] Vorzugsweise weist das Rad Klemmen auf, mit denen der Verpackkungszuschnitt ergriffen
und über die Flaschen gezogen wird, wobei die Klemmen sofort öffnen, wenn die vordere
Öffnung des Zuschnitts den betreffenden Flaschenhals umgreift. Das Rad ist vorzugsweise
so ausgestaltet, daß über den Umfang des Rades mehrere Klemmen angeordnet sind. Dies
ist zweckmäßig, weil dadurch die Rotationsgeschwindigkeit des Rades herabgesetzt wird.
[0012] Insbesondere zur Herstellung von Verpackungen mit einer einzigen Flaschenreihe ist
es vorteilhaft, wenn das Rad aus zwei Radscheiben besteht. Diese können die Verpackungszuschnitte
an den äußeren Enden ergreifen, so daß die Öffnungen des eingeklemmten Verpackungszuschnitts
sich hintereinander zwischen den beiden Radscheiben befinden.
[0013] Das Rad ist so angeordnet, daß sein tiefster Umfangspunkt unterhalb des oberen Randes
der Flaschen liegt. Dadurch gewährleistet das Rad automatisch das Drücken des Zuschnitts
in die horizontale Lage, wenn der Zuschnitt durch die vordere Flasche unter dem Rad
durchgezogen wird.
[0014] Die Schließ- und Öffnungsbewegung der Klemmen wird vorzugsweise mit Nockenscheiben
gesteuert die eine Öffnung der Klemmen in einem definierten Punkt, beispielsweise
im tiefsten Punkt des Rades gewährleisten. Sofern das Rad aus zwei Radscheiben besteht;
kann für die den gleichen Zuschnitt fassenden Klemmen der beiden Radscheiben eine
gemeinsame Nockenscheibe zur Steuerung vorgesehen sein, so daß die Synchronität der
Klemmbewegung der bei den Radscheiben sichergestellt ist.
[0015] Zur einfachen Umstellung der Verpackungsvorrichtung auf eine andere Verpackung, bei
der eine andere Anzahl von Flaschen hintereinander in eine Verpackung gehören, ist
der Antrieb des Rades vorzugsweise mit einem umschaltbaren Getriebe ausgestattet,
dessen Übersetzungsverhältnis der einzelnen Gänge zueinander dem Verhältnis der Anzahl
der in verschiedenen Verpakkungen hintereinander angeordneten Flaschen entspricht.
Bei dem Übergang von einer Dreierverpackung auf eine Viererverpakkung ist es nämlich
lediglich erforderlich; die Rotationsgeschwindigkeit des Rades so zu verlangsamen,
daß der Anfang des Zuschnitts nur noch über jede vierte Flasche gezogen wird. Dabei
bleibt die Fördergeschwindigkeit der Flaschen unverändert, so daß die Verpackungsleistung
in Anzahl der Flaschen pro Zeiteinheit konstant bleibt.
[0016] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und soll im
folgenden näher erläutert werden. Es zeigen:
Figur 1 den schematischen Aufbau einer Verpackungsvorrichtung mit einem rotierenden
Rad
Figur 2 die Stellung des rotierenden Rades bei der Aufnahme eines Zuschnittes
Figur 3 die Stellung des rotierenden Rades, nachdem der Zuschnitt über die vorderste
Flasche gezogen ist.
[0017] Die in Figur 1 dargestellte Verpackungsvorrichtung weist ein Magazin 1 auf, in dem
Verpackungszuschnitte 2 senkrecht stehend gelagert sind und mittels Förderketten 3
gegen Anschläge 4 vorgefördert werden. Die an den Aschlägen 4 angelangten Zuschnitte
werden mit Hilfe von vertikal stehenden Förderbändern 5 senkrecht nach unten abtransportiert
und gelangen tangential an die Umfangsfläche eines aus zwei Radscheiben 6 bestehenden
rotierenden Rades 7. Dort fahren die Zuschnitte 2 in geöffnete Klemmen 8 ein, die
nach einer kurzen weiteren Umdrehung des rotierenden Rades 7 sofort schließen und
den Verpackungszuschnitt 2 ergreifen. Das ergriffene Ende des Verpackungszuschnitts
2 wird durch die Drehung des rotierenden Rades 7 von dem Förderband 5 weggebogen und
von dem rotierenden Rad gehalten, bis die vordere Kante des Zuschnitts 2 den tiefsten
Punkt des Rades 7 erreicht hat. Dort öffnen die beiden Klemmen 8, die den betreffenden
Zuschnitt 2 gehalten hatten.
[0018] Gleichzeitig mit der beschriebenen Bewegung des Verpackungszuschnittes 2 werden Flaschen
9 kontinuierlich mit Hilfe eines (nicht dargestellten) Förderbandes mit einer konstanten
Geschwindigkeit vorgefördert.
[0019] Figur 1 zeigt noch seitlich vom Förderband verlaufende Kettenglieder 10, die die
Flaschen teilweise umgreifen und gegen ein Verdrehen auf dem Förderband schützen.
Dies ist erforderlich, wenn die Etiketten der Flaschen 9 in der Verpackung eine bestimmte
Ausrichtung behalten sollen, wenn die Verpackung beispielsweise eine fensterartige
Öffnung aufweist, durch die die Etiketten (beispielsweise von Weinflaschen) sichtbar
sein sollen.
[0020] Bei der Biegung des Verpackungszuschnitts durch das rotierende Rad 7 wird die vordere
der im dargestellten Ausführungsbeispiel vorhandenen drei Öffnungen 11 des Zuschnittes
über eine Flasche gezogen. Dazu liegt der tiefste Punkt des Rades 7 unterhalb des
höchsten Punktes der Flaschen 9. In dem tiefsten Punkt öffnen die Klemmen 8, so daß
der Verpackungszuschnitt 2 nunmehr durch die Flasche 9, deren Flaschenhals in die
vordere Öffnung 11 1 eingreift, in der Geschwindigkeit der Flaschen 9 mitgezogen wird.
[0021] Bei vollständig freien Öffnungen 11 wird der Zuschnitt bereits durch sein Eigengewicht
über die übrigen Flaschenhälse fallen und so in die durch die Flaschenhälse bestimmte
Ebene parallel zu der Förderebene der Flaschen fallen.
[0022] Sind die Öffnungen 11 dagegen teilweise verschlossen, so daß gewisse Stanzlöcher
aufgestoßen oder Laschen hochgebogen werden müssen, wirkt das rotierende Rad 7 als
Anpreßmittel, das den Verpackungszuschnitt 2 in die erwähnte Ebene drückt, wenn die
in die erste Öffnung eingreifende Flasche 9 den Zuschnitt 2 unter dem Rad hindurchzieht.
[0023] Das Rad rotiert so schnell, daß die Bahngeschwindigkeit der Verpackungszuschnitte
2 beim Antrieb durch das rotierende Rad 7 größer ist als die Fördergeschwindigkeit
der Flaschen 9.
[0024] Nachdem die Zuschnitte in der Ebene parallel zu der Förderebene der Flaschen auf
den Flaschen 9 aufliegen, werden sie über ihre oberen Faltlinien 12 abgeknickt, so
daß die Seiten der Verpackung parallel zueinander stehen. Dann werden die Verpackungen
mit Andrückrollen 13 seitlich ergriffen und das Förderband abgesenkt, so daß die Flaschen
zwar mit der gleichen Geschwindigkeit wie auf dem Förderband weiter vorgefördert werden,
unten jedoch vom Förderband unabhängig sind. Durch eine spezielle Faltvorrichtung
14 wird nun die Verpackung an den unteren Falzlinien 15 umgebogen, wodurch der Boden
durch zwei überlappende Teile gebildet wird. Diese werden miteinander verklebt.
[0025] Auf die beschriebene Weise ist somit durch einfache Mittel eine vollautomatische
Herstellung von sogenannten 3-er-Packs durchgeführt.
[0026] Die Figuren 2 und 3 verdeutlichen die Ansteuerung der Klemmen 8, die als zweiseitige
Hebel ausgebildet sind, von denen ein Arm federbelastet ist, wodurch die Klemme 8
im Normalfall geöffnet ist. Über den Umfang einer ortsfesten Mittelachse 16 rollen
exzentrisch gelagerte Nockenscheiben 17 ab, die in einem Winkel von 90° zueinander
stehen, da hier Klemmen 8 auf dem Rad 7 vorgesehen sind. Wenn die nach oben offene
Klemme 8 die halbe Höhe des Rades 7 erreicht hat, ist der Verpackungszuschnitt 2 gerade
in sie eingeschoben worden. Unter dem Einfluß der Nockenscheibe 17 schließt sich die
Klemme 8 an dieser Stelle, so daß der Verpackungszuschnitt 2 durch die Klemme gehalten
wird. Das Rad 7 dreht sich mit einer derartigen Geschwindigkeit, daß die erste Öffnung
11 über die erste noch nicht verpackte Flasche 9 gezogen wird, wenn das Rad 7 eine
Vierteldrehung durchgeführt hat. In dem untersten Punkt des Rades 7 öffnet die Klemme
8 wieder, da die Nockenscheibe 17 den einen Hebel der Klemme 8 nicht mehr beaufschlagt.
Diese Stellung ist in Figur 3 dargestellt. Der Verpackungszuschnitt wird dann in der
Geschwindigkeit der Flaschen mit der ersten Flasche 9 mitgezogen und durch das rotierende
Rad 7 über die beiden übrigen Flaschenhälse gedrückt. Der tiefste Punkt des Rades
7 liegt hier in der Ebene, in der sich der umgelenkte und wieder gerade Zuschnitt
hinter dem Rad 7 befindet und die parallel zur Förderebene der Flaschen 9 liegt.
[0027] Mit der gleichen Vorrichtung, wie sie anhand der Figuren 1 bis 3 erläutert worden
ist, läßt sich auch eine Verpackung mit vier oder fünf Flaschen hintereinander ausführen.
Dabie kann die Fördergeschwindigkeit der Flaschen 9 unverändert bleiben, es muß lediglich
die Umdrehungsgeschwindigkeit des rotierenden Rades verändert werden. Beim Übergang
von einer Dreierverpackung auf eine Viererverpackung muß die Umdrehungsgeschwindigkeit
im Verhältnis 4:3 verlangsamt werden, da die erste Öffnung 11 jedes Zuschnitts nur
noch über jede vierte Flasche 9 gezogen werden muß.
[0028] Diese Umschaltung läßt sich sehr einfach durchführen, wenn für den Antrieb des Rades,
der im übrigen vom Antrieb des Förderbandes abgeleitet ist, ein Wechselgetriebe vorgesehen
ist, das Gänge mit einem Übersetzungsverhältnis aufweist, die sich zueinander wie
die Anzahl der Flaschen in den eventuell gewünschten Verpackungen verhalten.
1. Verfahren zum maschinellen Verpacken von Flaschen (9) in eine Öffnungen (11) für
die Flaschenhälse aufweisende Verpackung, bei dem die Flaschen (9) kontinuierlich
vogefördert werden und der Verpackungszuschnitt (2) nach einer Umlenkung über -einen
Kreisbogenabschnitt während der Bewegung der Flaschen (9) in einem spitzen Winkel
über die Flaschenhälse gelegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Verpackungszuschnitt
(2) mit einer lösbaren Verbindung (8) auf dem Kreisbogenabschnitt umgelenkt und mit
seiner vorderen Öffnung (11) über den Hals einer Flasche (9) gezogen wird, daß sofort
danach die Verbindung (8) des Verpackungszuschnitts (2) gelöst und dieser durch die
in die Öffnungen (11) eingreifenden Flaschen (9) weitergefördert wird und daß der
Verpackungszuschnitt (2) bis zum Übergreifen seiner vorderen Öffnung (11) über einen
Flaschenhals mit einer höheren Bahngeschwindigkeit bewegt wird als die Flaschen (9).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verpackungszuschnitt
(2) in die Ebene parallel zu der Förderebene der Flaschen (9) gedrückt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Verpackungszuschnitt
(2) etwa senkrecht aus einem Magazin (1) abgezogen und über etwa einen Viertelkreisbogen
gezogen wird.
4. Verpackungsvorrichtung zum Verpacken von Flaschen (9) in Öffnungen (11) für die
Flaschenhälse aufweisende Verpackungen, mit einer Vorschubeinrichtung (10) für die
Flaschen (9) und einer Einrichtung zum Führen der Verpackungszuschnitte (2) auf einer
Kreisbahn und Aufbringen der Verpackungszuschnitte (2) auf die Flaschen (9), insbesondere
zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die·Verpackungszuschnitte (2) gegen ein rotierendes Rad (7) gefördert werden,
das derartig angeordnet ist, daß dessen niedrigster Punkt auf seinem Umfang unterhalb
des höchsten Punktes der Flaschen (9) liegt, und das die Verpackungszuschnitte (2)
mit einer lösbaren Verbindung (8) auf seiner Umfangsfläche zieht und mit der vorderen
Öffnung (11) über einen Flaschenhals führt, woraufhin die lösbare Verbindung (8) des
Rades (7) löst und in Öffnungen (11) eingreifende Flaschen (9) den Verpackungszuschnitt
(2) unter dem Rad (7) hindurchführen, wobei das Rad (7) eine derartige Umdrehungsgeschwindigkeit
aufweist, daß der Verpackungszuschnitt (2) durch das Rad (7) schneller vorgefördert
wird als die Flaschen (9).
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Rad (7) Klemmen (8)
aufweist, mit denen der Verpackungszuschnitt (2) ergriffen und über die Flaschen (9)
gezogen wird und daß die Klemmen (8) anschließend sofort öffnen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß über dem Umfang des Rades
(7) mehrere Klemmen (8) angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Rad
(7) aus zwei Radscheiben (6) besteht.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmen
(8) mit Hilfe von Nockenscheiben (17) gesteuert werden.
9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den
Radscheiben (6) jeweils gemeinsame Nockenscheiben (17) angeordnet sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der
Antrieb des Rades (7) mit einem umschaltbaren Getriebe ausgestattet ist, dessen Übersetzungsverhältnis
der einzelnen Gänge zueinander dem Verhältnis der Anzahl der in den verschiedenen
Verpackungen hintereinander angeordneten Flaschen entspricht.
1. Procédé d'emballage mécanique de bouteilles (9) dans un emballage présentant des
orifices (11) pour les cols de bouteilles, dans lequel les bouteilles (9) sont acheminées
de façon continue et la feuille d'emballage (2), après un basculement sür une portion
d'arc de cercle pendant le mouvement des bouteilles (9), est placée sous un angle
aigu par dessus les cols de bouteilles, caractérisé en ce que la feuille d'emballage
(2) est basculée avec une liaison amovible (8) sur la portion d'arc de cercle et est
entraînée avec son orifice avant (11) par dessus le col d'une bouteille (9), en ce
qu'aussitôt après, la liaison (8) de la feuille d'emballage (2) est relächée et cette
feuille continue à progresser par les bouteilles (9) engrenant dans les orifices (11),
et en ce que la feuille d'emballage (2), jusqu'à ce que son orifice avant (11) vienne
chevaucher un col de bouteille, se déplace sur sa trajectoire avec une vitesse supérieure
à celle des bouteilles (9).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la feuille d'emballage
(2) est appuyée dans le plan parallèle au plan de progression des bouteilles (9).
3. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la feuille
d'emballage (2) est extraite d'un magasin (1) dans une position sensiblement verticale
et est entraîne sur un arc d'environ un quart de cercle.
4. Dispositif pour emballer des bouteilles (9) dans des emballages présentant des
orifices (11) pour les cols de bouteilles, comportant une installation (10) pour la
progression des bouteilles (9), et un mécanisme pour guider les feuilles d'emballage
(2) sur une trajectoire circulaire et pour appliquer les feuilles d'emballage (2)
sur les bouteilles (9), notamment pour la mise en oeuvre du procédé selon l'une des
revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les feuilles d'emballage (2) sont acheminées
contre une roue (7) en rotation, qui est disposée de façon que son point le plus bas
à sa périphérie se situe au-dessous du sommet des bouteilles (9), et qui entraîne
les feuilles d'emballage (2) avec une liaison amovible (8) sur la surface peri- phérique,
les guide avec l'orifice avant (11) par dessus un col de bouteille, et relâche à ce
moment la liaison amovible (8) de la roue (7), et des bouteilles (9) engrenant dans
des orifices (11) conduisent la feuille d'emballage (2) sous la roue (7), ladite roue
présentant une vitesse de rotation telle qu'elle fait progresser la feuille d'emballage
(2) à une vitesse supérieure à celle des bouteilles (9).
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que la roue (7) présente
des pinces (8) par lesquelles la feuille d'emballage (2) est saisie et entraînée au-dessus
des bouteilles (9), et en ce que les pinces (8) s'ouvrent aussitôt après.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que plusieurs pinces (8)
sont disposées sur la périphérie de la roue (7).
7. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisé en ce que la roue
(7) se compose de deux flasques circulaires (6).
8. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que les pinces
(8) sont commandées à l'aide de disques à cames (17).
9. Dispositif selon les revendications 7 et 8, caractérisé en ce que des disques à
cames (17), dont chacun est commun aux flasques circulaires (6), sont disposés entre
celles-ci..
10. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 9, caractérisé en ce que la commande
d'entraînement de la roue (7) est équipée d'un train d'engrenages à plusieurs vitesses,
dont le rapport des changements de vitesses individuelles correspond au rapport des
nombres de bouteilles groupées dans des emballages différents.
1. Process for mechanically packing bottles (9) into a package with openings (11)
for the bottle necks, by which the bottles (9) are continually advanced and the package
blank (2), after deflection over a section of a circle, is placed over the bottle
necks at a sharp angle whilst the bottles are moving, characterised in that the package
blank (2) is guided onto the section of the circle with a releasable connection (8)
and is pulled with its forward opening (11) over the neck of a bottle (9), in that
immediately afterwards the connection (8) of the package blank (2) is released with
the blank being further advanced by the bottles (9) engaging in the openings (11)
and in that the package blank (2), up to the moment where its forward opening (11)
engages over a bottle neck, is moving at a faster orbital speed than the bottles (9).
2. Process according to claim 1, characterised in that the package blank (2) is pressed
into the plane parallel to the conveying plane of the bottles (9).
3. Process according to claim 1 or claim 2, characterised in that the package blank
(2) is pulled approximately vertically from a magazine (1) and pulled over approximately
a quarter of a circle.
4. Packaging equipment for packing bottles (9) into packages with holes (11) for the
bottle necks with a feed unit (10) for the bottles (9) and a unit for guiding the
package blanks (2) on a circular path and placing the package blanks (2) over the
bottles (9), and particular for carrying out the process according to one of claims
1 to 3, characterised in that the package blanks (2) are conveyed against a rotating
wheel (7) which is positioned in such a way that the lowest point on its circumference
lies below the highest point of the bottles (9) and which pulls the package blanks
(2) onto its circumferential surface by means of a releasable connection (8) and places
them over a bottle neck with its forward opening (11), whereupon the releasable connection
(8) of the wheel (7) is released and the bottles (9) engaging into holes (11) guide
the package blank (2) below the wheel (7), whereby the circumferential speed of the
wheel (7) is such that the package blank (2) is advanced by the wheel (7) faster than
the bottles (9).
5. Equipment according to claim 4, characterised in that the wheel (7) has clamps
(8) which grip the package blank (2) and pull it over the bottles (9) and in that
subsequently the clamps (8) open immediately.
6. Equipment according to claim 5, characterised in that several clamps (8) are arranged
around the circumference of the wheel (7).
7. Equipment according to one of claims 4 to 6, characterised in that the wheel (7)
consists of two wheel discs (6).
8. Equipment according to one of claims 5 to 7, characterised in that the clamps (8)
are controlled by means of cam discs (17).
9. Equipment according to claims 7 and 8, characterised in that a joint cam disc (17)
is arranged between every common discs (6).
10. Equipment according to one of claims 4 to 9, characterised in that the drive of
the wheel (7) is equipped with a variable transmission whose transmission ratio between
the individual gear trains corresponds to the ratio between the numbers of bottles
sequentially arranged in the different packages.

