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EP 0 027 591 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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29.04.1981 Patentblatt 1981/17 |
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Anmeldetag: 06.10.1980 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)3: H01H 50/02 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB LI |
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Priorität: |
19.10.1979 DE 7929700 U
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Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Bosch, Werner, Dipl.-Phys.
D-8000 München 81 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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Elektromagnetisches Relais |
(57) Gehäuse für ein elektromagnetisches Relais, welches die Form einer Wanne (1) besitzt
und durch einen ebenen Deckel (2, 12) verschließbar ist. Zur Befestigung des Deckels
(2, 12) sind am Gehäuse (1) zwei Haltenasen (5, 13) angeformt, die Montage des Deckels
(2, 12) erfolgt durch Einschieben unter dieHaltenasen (5, 13).
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein elektromagnetisches Re- lais mit einem wannenförmigen,
aus Isolierstoff bestehenden Grundkörper, der als Träger für die Funktionselemente
des Relais dient und durch einen ebenen, zumindest teilweise auf dem Rand des Grundkörpers
aufliegenden Deckel verschließbar ist.
[0002] Ein derartiges Relais ist bereits aus der DE-PS 23 32 989 bekannt. Der Vorteil einer
solchen Konstruktion liegt darin, daß der Deckel in Form einer ebenen Platte aus einer
Folie gestanzt werden kann. Damit ist dieser Deckel wesentlich einfacher und billiger
herzustellen als andere Deckel mit angeformten Rändern oder Halteorganen, welche durch
Spritzgießen oder ähnliche Verfahren gefertigt werden müssen. Zur Verankerung des
Deckels ist bei dem bekannten Relais am Magnetjoch ein Halteorgan angeformt, welches
beispielsweise schwalbenschwanzähnliche Gestalt besitzt und mit einem Durchbruch im
Deckel in Eingriff gebracht wird. Das Stanzen des Magnetjochs mit dem angeformten
Halteorgan bewirkt jedoch einen verhältnismäßig raschen Werkzeugverschleiß; außerdem
ist es für manche Anwendungsfälle ungünstig, wenn das Halteorgan als metallisches
Teil an der Relaisoberfläche zugänglich ist. Wenn spannungsführende Teile in der Nähe
angeordnet werden, muß deshalb eine zusätzliche Isolierung vorgesehen werden.
[0003] Aufgabe der Erfindungist es, ein Relais der eingangs erwähnten Art mit einem Deckel
in Form einer ebenen Platte so auszubilden, daß zur Halterung des Deckels keine metallischen
Teile an der Gehäuseoberfläche erscheinen. Neuerungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch
gelöst, daß am Grundkörper zwei in einander entgegengesetzter Richtung die Oberfläche
des Deckels übergreifende Haltenasen angeformt sind.
[0004] Diese Haltenasen können am Gehäuse bei dessen Herstellung im Spritzpreßvorgang oder
einem entsprechenden Verfahren mit angeformt werden. Damit wird das Stanzen des Jochs
vereinfacht und gleichzeitig die Isolation des Relaisgehäuses verbessert.
[0005] Unter Umständen ist es von Vorteil, daß der Deckel gegen~ über den Haltenasen versetzte,
deren Größe entsprechende Ausnehmungen aufweist. Solche Ausnehmungen können entbehrlich
sein, wenn die Haltenasen am Gehäuserand vorgesehensind. In einer anderen Ausführungsform
sind jedoch die Haltenasen zweckmäßigerweise an einer Zwischenwand etwa in der Gehäusemitte
angeordnet. In diesem Fall ist eine in Einschieberichtung sich verengende Ausnehmung
des Dekkels von Vorteil. Der Deckel wird dabei mit der Ausnehmung über die Haltenasen
gesetzt und durch einfaches Aufschieben befestigt. In einer zweckmäßigen Weiterbildung
ist außerdem vorgesehen, daß im Gehäuse gegenüber den Nasen versetzte, der Größe der
Ausnehmungen entsprechende Rippen vorgesehen sind. Diese Rippen kommen nach dem Aufschieben
des Deckels unter die Ausnehmung zu liegen, so daß das Relais trotz der Deckelausnehmung
staubgeschützt bleibt.
[0006] Die Erfindung wird nachfolgend an Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einerfindungsgemäßes Relaisgehäuse mit Deckel,
Fig. 2 und 3 zwei Gehäuseansichten während des Aufschiebens des Deckels,
Fig. 4 eine weitere Ausführungsform von Gehäuse und Deckel.
[0007] Fig. 1 zeigt ein Relaisgehäuse 1 in Gestalt einer nach oben offenen Wanne. Dieses
Gehäuse 1 wird durch einen plattenformigen Deckel 2 verschlossen. Der Deckel wird
dabei auf einen Innenabsatz 1a des Gehäuserandes 1b aufgelegt, so daß er ringsum vom
Gehäuserand umgeben und daß seine Oberfläche mit dem Gehäuserand abschließt.
[0008] Zur Befestigung des Deckels ist an einer Gehäusezwischenwand 3 eine erhöhte Rippe
4 mit je einer Haltenase 5 zu beiden Seiten angeformt. Entsprechend besitzt der Deckel
2 eine Ausnehmung 6, deren breiterer Teil 6a der Breite der Haltenasen 5 entspricht
und deren verengter Teil 6b der Breite der Rippe 4 entspricht. Damit der Deckel aufgeschoben
werden kann, sind die Teile 6a bzw. 6b der Ausnehmung 6 jeweils etwas breiter als
die Nasen 5 bzw. die Rippe 4.
[0009] Fig. 2 und 3 zeigen das Aufschieben des Deckels von oben bzw. im Schnitt. Der Deckel
2 wird mit der Ausnehmung 6a über die Haltenasen 5 gesetzt und durch Verschieben in
Richtung des Pfeiles 7 unter den Haltenasen 5 verankert. Um die zum Einführen des
Deckels notwendige breite Öffnung 6a des Deckels abzudecken, ist im Gehäuse eine verbreiterte
Rippe 8 vorgesehen. Bei aufgesetztem Deckel kommt also die Ausnehmung 6a über diese
Rippe 8 zu liegen, so daß das Relaisinnere staubgeschützt ist.
[0010] Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform. Das Relaisgehäuse 11 ist in diesem Fall
mit zwei an einander gegenüberliegenden Randbereichen angeformten Haltenasen 13 versehen.
Der Deckel 12 besitzt zum Einführen jeweils den Haltenasen entsprechende seitliche
'Ausnehmungen 16. In einer nicht weiter dargestellten Ausführungsform könnten auch
diese Ausnehmungen 16 entfallen. In diesem Fall muß der Deckel von Anfang an unter
den Haltenasen 13 durchgeschoben werden.
[0011] Beimerfisdungsgemaßen Relais kann der Deckel als einfaches Stanzteil billig hergestellt
werden. Der Deckel ist nach oben durch die Haltenasen und seitlich durch den Gehäuserand
auch bei hohen Stoßbeanspruchungen gegen Herausfallen geschützt. Im übrigen kann der
Deckel bei Nacharbeit des Relais auch in einfacher Veise zerstörungsfrei abgenommen
und wieder aufgesetzt werden.
1. Elektromagnetisches Relais mit einem wannenförmigen, aus Isolierstoff bestehenden
Grundkörper, der als Träger für die Funktionselemente des Relais dient und durch einen
ebenen, zumindest teilweise auf dem Rand des Grundkörpers aufliegenden Deckel verschließbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß am Grundkörper (1, 11) zwei in einander entgegengesetzter
Richtung die Oberfläche des Deckels (2, 12) übergreifende Haltenasen (5, 13) angeformt
sind.
2. Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß der Deckel (2, 12) gegenüber
den Haltenasen (5, 13) versetzte, deren Größe entsprechende Ausnehmungen (6, 16) aufweist.
3. Relais nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Haltenasen (13)
am Gehäuserand vorgesehen sind.
4. Relais nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Haltenasen (5)
an einer Zwischenwand (3) etwa in der Gehäusemitte vorgesehen sind.
5. Relais nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß am Gehäuse (1) gegenüber den
Nasen (5) versetzte, der Größe der Ausnehmungen (6a) entsprechende Rippen (8) vorgesehen
sind.

