[0001] Die Erfindung betrifft eine Wärmedruckfixiervorrichtung für ein Kopiergerät mit einer
Andruck- und einer Fixierwalze zum Erhitzen und Pressen eines ein Tonerbild tragenden
Bildempfangsmaterials, wobei während des Durchlaufs des Bildempfangsmaterials zwischen
den Walzen diese in Druckberührung miteinander stehen und bei Stillstand oder Störung
des Kopiergerätes die Pressung der Walzen-aufgehoben ist.
[0002] Eine derartige Wärmedruckfixiervorrichtung ist aus der DE-OS 26 52 731 bekannt, die
ein Paar Rollen zum Erhitzen und Andrücken eines Kopiermaterials enthält, das ein
Tonerbild trägt. Des weiteren ist ein Steuerzahnrad vorgesehen, das mit einem Planeten-Zahnrad
kämmt, welches um das Steuerzahnrad umläuft. Das Planeten-Zahnrad wird durch eine
Einrichtung angetrieben und es ist ferner eine Einrichtung vorgesehen, die auf die
Umlaufbewegung des Planeten-Zahnrads anspricht, um das Paar Rollen zwischen einer
ersten Stellung, in der die Rollen in Druckberührung miteinander stehen und einer
zweiten Stellung, in der die Druckberührung aufgehoben ist, zu verschieben. Diese
bekannte Fixiervorrichtung weist drei Rollen auf, nämlich eine Fixierrolle, sowie
je eine von innen beheizte Heizrolle und Druckkontaktrolle. Mit dieser Vorrichtung
wird zwar das Problem der Druckentlastung beim Stillstand bzw. bei einer Störung des
Kopiergerätes gelöst, jedoch folgt keine Trennung der Rollen voneinander, vielmehr
stehen die beheizten Rollen und die Fixierrolle, auch wenn keine Fixierung durchgeführt
wird, miteinander in sanfter, druckloser Berührung, wobei die Fixierrolle gleichförmig
von den beiden übrigen Rollen erhitzt und auf einer gewünschten Temperatur gehalten
wird.
[0003] Ein vollständiges Auseinanderfahren der Rollen ist nicht vorgesehen, ebensowenig
wird eine Veränderung des Außendurchmessers der Rollen, die mit Silikongummi bzw.
mit Tetrafluoräthylenharz beschichtet sind, berücksichtigt. Durch Quellung dieser
Beschichtungsmaterialien kann beispielsweise die Walzenpressung bei gleichbleibenden
Achsenabständen der Rollen untereinander so ansteigen, daß auch im Stillstand des
Kopiergeräts, das heißt, wenn die Rollen untereinander nur anliegen, derartige Pressdrücke
auftreten können, daß die Standzeiten der Rollen erheblich verkürzt werden.
[0004] Die DE-OS 27 58 245 beschreibt eine Wärmedruckfixiervorrichtung, bei der die Heizwalze
und die Druckwalze im Ausschaltzustand des Kopiergeräts und beim bzw. bis zum Einschalten
des Kopiergeräts durch zugeordnete Einrichtungen gleichfalls in leichter gegenseitiger
Andruckberührung gehalten sind. Die Druckwalze kann eine vertikale Auf- und Abbewegung
durchführen und ist mit den Enden ihrer Welle in Lagerelementen so gelagert, daß ihr
Gewicht von Andruckhebeln getragen wird. Unterhalb der Andruckhebel befinden sich
nockenförmige An-Aruckkurven, die mit der Unterseite der Hebel in Berühru a stehen.
Wenn nicht fixiert wird, stehen die Hebel mit den flachen Abschnitten der Andruckkurven
in Berührung, während beim Fixieren die Hebel mit den höheren bzw. steileren Abschnitten
der Andruckkurven in Kontakt stehen und dadurch die Hebel die Druckwalze mit hoher
Andruckkraft gegen die Mantelfläche der Heizwalze pressen.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Wärmedruckfixiervorrichtung der eingangs beschriebenen
Art so zu verbessern, daß keine thermischen und mechanischen Belastungen der elastisch
beschichteten Andruckwalze bei Stillstand oder im Störfalle des Kopiergeräts auftreten
und daß die üblicherweise bedingten Änderungen der Pressung zwischen den Walzen infolge
von Änderungen der Außendurchmesser der Walzen beim Quellen oder Schrumpfen der Beschichtungsmaterialien
durch die Temperatureinwirkung bzw. die Alterung kompensiert werden.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine Einrichtung zum Anheben
der Andruckwalze gegen die Fixierwalze und zum Trennen der beiden Walzen, sowie eine
mit dieser Einrichtung zusammenwirkende Kupplungs-und Bremseinrichtung vorgesehen
sind, und daß federnde Elemente den Achsabstand zwischen der Andruckwalze und der
Fixierwalze an die auftretenden Durchmesseränderungen der Walze so anpassen, daß-die
Walzenpressung konstant bleibt.
[0007] In Ausbildung der Erfindung sind die Einrichtung, die Andruckwalze und die Fixierwalze
in der angegebenen Reihenfolge senkrecht übereinander angeordnet und liegen die federnden
Elemente mit ihren unteren Enden an den Oberseiten der Lagerschilde der Fixierwalze
an. Die Einrichtung besteht zweckmäßigerweise aus zwei Kurvenscheiben, die in einem
Abstand größer als die Breite der Andruckwalze voneinander auf einer gemeinsamen Achse
angeordnet sind und gegen Kugellager anliegen, die auf der Achse der Andruckwalze
aufsitzen.
[0008] In Ausbildung der Erfindung sind die federnden Elemente Tellerfederpakete, die mit
ihren oberen Enden gegen Gewindespindeln anliegen, mit denen die Sollwert-Preßkraft
der Tellerfederpakete justierbar ist.
[0009] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Merkmalen der Patentansprüche
4 bis 13, sowie 15 bis 21.
[0010] Die Erfindung wird im folgenden anhand von zwei zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
[0011] Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Vorderansicht einer Ausführungsform der Wärmedruckfixiervorrichtung,
Fig. la ein Detail von Lagerschilden und den Seitenteilen des Rahmens der Vorrichtung
im Schnitt,
Fig. 2 eine schematische Seitenansicht im Schnitt der Ausführungsform nach Fig. 1,
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform der Erfindung,
und
Fig. 4 eine schematische Seitenansicht im Schnitt der Ausführungsform nach Fig. 3.
[0012] Die in den Figuren 1 und 2 gezeigte Wärmedruckfixiervorrichtung umfaßt eine Fixierwalze
2, eine gegen die Unterseite der Fixierwalze anliegende Andruckwalze 5 und eine Einrichtung,
bestehend aus zwei Kurvenscheiben 9,9', mit deren Hilfe die Andruckwalze 5 gegen die
Fixierwalze 2 gepreßt bzw. von dieser getrennt wird. Die Fixierwalze 2 besitzt Achsansätze
26,26', von denen der Achsansatz 26 von der einen Stirnfläche der Fixierwalze 2 weiter
hervorragt als der Achsansatz 26' an der anderen Stirnfläche. Die Achsansatze 26,26'
sind in Lagerschilden 18,18' mit Hilfe von Kugellagern 30,30' gelagert, welche in
einem Kulissenrahmen 19 gleiten können. Dieser Kulissenrahmen 19 besteht aus zwei
Seitenteilen und einem Oberteil, wobei jeder dieser Teile einen U-förmigen, zu den
Stirnflächen der Walzen hin offenen Querschnitt besitzen kann. Diese U-förmigen Querschnitte
der Seitenteile des Kulissenrahmens 19 bilden Schienen für das vertikale Auf- und
Abgleiten der Lagerschilde 18,18'. Ebenso kann die Führung der Lagerschilde 18,18'
in der Weise erfolgen, daß die Lagerschilde 18,18' winkelförmige Ausnehmungen auf
beiden Vertikalseiten besitzen, in welche die Seitenteile des Rahmens 19 eingreifen
(siehe Fig. la), die durch Bleche 31,31' gegen axiale Verschiebungen gesichert sind.
Auf dem weiter von der Stirnfläche der Fixierwalze 2 abstehenden Achsansatz 26 sitzt
ein Kettenrad 4 auf, das über eine Zahnradkette 22 von dem nicht gezeigten Antrieb
des Ko- piergerätes angetrieben wird. Dadurch wird die Fixierwalze 2 mit der Prozeßgeschwindigkeit
des Kopiergeräts über das Kettenrad 4 angetrieben.
[0013] Im Inneren der Fixierwalze 2 befindet sich eine Heizvorrichtung 1, die die Mantelfläche
der Fixierwalze 2 von innen her durch Strahlung aufheizt. Der Kern der Fixierwalze
2 ist starr ausgebildet und weist eine metallische Innenauskleidung 3 auf, welche
die Heizvorrichtung 1 umschließt und das Auftreten von Korrosion verhindert. Beispielsweise
kann die Innenauskleidung 3 feuerverzinkt sein. Die Oberfläche der Fixierwalze 2 ist
mit einem dafür geeigneten Polytetrafluoräthylen-Material beschichtet, das bekannterweise
das Anhaften des klebrig geschmolzenen Toners an der Oberfläche im Zusammenwirken
mit einem Trennmittel, wie beispielsweise Silikonöl, und durch entsprechende Wahl
des richtigen Temperaturbereiches verhindert.
[0014] Die vertikal ausrückbare Andruckwalze 5 besitzt im allgemeinen einen kleineren Außendurchmesser
als die Fixierwalze 2 und trägt auf einem starren Kern eine temperaturbeständige Silikongummi-Beschichtung
6, die zur Verbesserung der Antihafteigenschaften gegenüber Toner und zum Verhindern
des Eindringens von Silikonöl mit einem Polytetrafluoräthylen-Schlauch 7 überzogen
ist. D =er Polytetrafluoräthylen-Schlauch 7 kann aufgeklebt seil Auf den unterschiedlich
langen Achsabschnitten 25,25' der Andruckwalze 5 sitzen Kugellager 23,28' auf, die
im Rahmen 19 geführt und vertik-al in den U-förmigen Seitenteilen des Kulissenrahmens
auf- und ab verschiebbar sind. Oberhalb der Achsabschnitte 25,25' sind Druckfedern
16,16' vorgesehen, die sich mit ihren unteren Enden gegen die Kugellager 28,28' und
mit ihren oberen Enden gegen die Lagerschilde 18,18' abstützen. Wie aus Fig. 2 ersichtlich
ist, befinden sich im Rahmen 19 unterhalb der Kugellager 28,28' elastische Auflagen
23,23', die als Dämpfungspuffer für die sich nach unten bewegenden Achsabschnitte
25,25' der Andruckwalze 5 dienen. Die Stirnfläche des kürzeren Achsabschnitts 25'
schließt mit der Außenfläche des Rahmens 19 ab, während der längere Achsabschnitt
25 aus dem Rahmen 19 herausragt und eine Überholkupplung trägt, welche die Andruckwalze
5 mit dem Antrieb des Kopiergeräts verbindet und während des Fixiervorgangs die gleiche
Umfangsgeschwindigkeit von Andruckwalze 5 und Fixierwalze 2 sicherstellt. Zwischen
den Stirnflächen der Andruckwalze 5 und den Innenseiten des Rahmens 19 sitzen Kugellager
10,10' auf den beiden Achsabschnitten 25,25' der Walze 5 auf. Auf diese Kugellager
10,10' wirken die Kurvenscheiben 9,9' ein, wodurch die Reibung vermindert und der
Rücklauf der Kurvenscheiben 9,9' erleichtert bzw. sichergestellt wird, sobald die
Fixierwalze 2 und die Andruckwalze 5 bei Stillstand bzw. bei einem Störungsfall des
Kopiergeräts auseinandergefahren werden. Durch das Trennen dieser beiden Walzen werden
hohe lokale Temperaturbelastungen vermieden, wodurch die Standzeiten der Andruckwalze
erheblich verlängert werden.
[0015] Die beiden Kurvenscheiben 9,9' sind voneinander in einem Abstand größer als die Breite'der
Andruckwalze 5 auf einer Achse 21 angeordnet. Jede Kurvenscheibe ist mit einem elastischen
Dämpfungsteil 17,17' ausgestattet, beispielsweise einem Gummipuffer, der den Rücklauf
jeder Kurvenscheibe und der Andruckwalze 5 nach Beendigung des Fixiervorgangs in die
Ausgangsstellung auffängt und elastisch abbremst.
[0016] Auf der gemeinsamen Achse 21 der Kurvenscheibe 9,9' sitzt eine Rückstellfeder 15
auf, die das Zurückdrehen der Kurvenscheiben 9,9' in ihre Ausgangsstellung nach Beendigung
des Fixiervorgangs bzw. im Störungsfall unterstützt. Die Druckfedern 16,16' sorgen
dafür, daß bei Rückkehr der Kurvenscheiben 9,9' in die Ausgangsstellung die Andruckwalze
5 nach unten gedrückt wird.und in Kontakt mit den Kurvenscheiben 9,9' steht.
[0017] Auf der Achse 21 der Kurvenscheiben 9,9' sitzt eine elektrisch zu betätigende Kupplungs-
und Bremseinrichtung 11 auf, die im abgeschalteten Zustand die Kurvenscheiben 9,9'
freigibt, so daß beispielsweise nach Beendigung des Fixiervorganges die Rückstellfeder
15 die Kurvenscheiben 9,9' in ihre Ausgangsstellung zurückführt, in welcher noch eine
Abbremsung erfolgt. Die Abbremsung geschieht nachdem die Kurvenscheiben 9,9' einen
einstellbaren Drehwinkel durchlaufen haben. Auf dem ge-
genüberliegenden Ende der Achse 21 zu der Kupplungs- und b. seinrichtung 11 sitzt ein
Nocken 13 auf der Achse aui der während der Drehbewegung der Achse 21 mit einer Schaltfahne
14 eines Endschalters 12 in Kontakt gelangt und diesen schaltet, um die Drehbewegung
der Achse 21 durch die mit dem Endschalter 12 elektrisch verbundene und von dem Endschalter
betätigbare Kupplungs- und Bremseinrichtung 11 abzubremsen. Dieser Nocken kann in
seiner Lage gegenüber den Kurvenscheiben 9,9' verdreht werden, so daß der von den
Kurvenscheiben 9,9' zu durchlaufende Drehwinkel bis zur Betätigung der Schaltfahne
14 des Endschalters 12 justierbar ist. Nach Beendigung des Fixiervorgangs bzw. im
Störungsfall wird die Stromzufuhr zu der Kupplungs- bzw. Bremseinrichtung 11 unterbrochen
und die Andruckwalze 5 gleitet durch die sich ebenfalls in die Ausgangsstellung zurückdrehenden
Kurvenscheiben unter dem Druck der Druckfedern 16,16' in die Anfangsstellung zurück,
in der die Andruckwalze 5 von der Fixierwalze 2 getrennt ist.
[0018] An den Oberseiten der Lagerschilde 18,18' der Fixierwalze 2 liegen mit ihren unteren
Enden federnde Elemente 20,20' an, beispielsweise Tellerfederpakete. Die Sollwert-Pressung
dieser Tellerfederpakete 20,20' erfolgt über Gewindespindeln 3
2,
32' , die durch den Oberteil des Kulissenrahmens 19 hindurchgeführt sind und mit ihrer
Unterseite auf den Tellerfederpaketen 20,20' aufliegen. Diese Tellerfederpakete weisen
jeweils eine degressive Kennlinie auf, die einer ansteigenden Walzenpressung infolge
einer Durchmesserzunahme einer der Walzen 2 oder 5 durch Verschieben der Fixierwalze
2 nach oben unter Beibehaltung des ursprünglichen Anpreßdruckes der Walzen 2 und 5
entgegenwirken. Durchmesseränderungen der Andruckwalze 5 bzw. auch der Fixierwalze
2 treten dadurch auf, daß die Silikongummi-Beschichtung 6.der Andruckwalze 5 mit steigender
Temperatur ihren Durchmesser ändern kann. Ebenso kann eine alterungsbedingte Durchmesseränderung
eintreten. Derartige Änderungen können auch in der Polytetrafluoräthylenschicht der
Fixierwalze 2 auftreten, die sich dann bemerkbar machen, wenn diese Schicht eine bestimmte
Dicke besitzt. Die Durchmesseränderung einer der Walzen bewirkt, daß die Andruckzone
und somit die Aufschmelzzeit nicht konstant bleiben, wenn ein starrer Achsabstand
zwischen der Fixierwalze 2 und der Andruckwalze 5 eingehalten wird. Damit nimmt dann
auch die Walzenpressung zu, was neben der verkürzten Standzeit der Walzen zu einem
entsprechenden Offset-Druck der Wärmedruckfixiervorrichtung führt. Bekannterweise
kommt es zu "Offset"-Druck, d.h. ein Teil des Tonerbildes haftet an der Walzenoberfläche,
wenn die Temperatur des Toners während des Aufschmelzvorgangs nicht in einem bestimmten
Bereich liegt. Die Fixierwalze 2 wirkt dann ähnlich einer "Offset"-Druckwalze und
überträgt einen Teil der vorhergehenden Kopie auf die folgende. Dabei wird zwischen
zwei Arten des Offset-Effekts unterschieden. Wird der Toner infolge zu hoher Temperatur
und zu hohem Druck zu flüssig, dann reichen die Kohäsionskräfte nicht mehr aus, selbst
die geringen Adhäsionskräfte zur Heizwalzenoberfläche zu überwinden, es tritt dann
"Heiß-Offset" auf. Entsprechend gilt für unzureichend
\ schmolzene Tonerpartikel, daß sie eher an der Walzen erfläche als auf dem Bildempfangsmaterial
haften, so daß"Kalt-Offset" auftritt. Je nach Tonerart und und Prozeßgeschwindigkeit
in dem Kopiergerät müssen optimale Fixiertemperaturen und Kontaktzeiten festgelegt
werden. Diese Einstellwerte müssen bei Einzel- und Dauerkopierbetrieb konstant bleiben,
was nur durch konstante Andruckzonenbreite und damit verknüpfte konstante Aufschmelzzeit
erreicht werden kann. Durch die Tellerfederpakete 20,20' mit degressiver Kennlinie
erfolgt stets eine Anpassung des Achsabstandes zwischen der Fixierwalze 2 und der
Andruckwalze 5 an die Durchmesseränderungen_einer der beiden Walzen. Dadurch ist gewährleistet,
daß die Walzenpressung und somit die Andruckzonenbreite in etwa stets konstant bleibt,
unabhängig vom jeweiligen Außendurchmesser der beiden Walzen 2 und 5. Sobald der Außendurchmesser
einer dieser beiden Walzen größer wird, gestattet es die degressive Kennlinie der
Tellerfederpakete 20,20', daß die Fixierwalze 2 gegen den Druck der Tellerfederpakete
20,20' nach oben ausweicht und die Walzenpressung konstant bleibt. Die gewünschte
Sollwert-Pressung zwischen den beiden Walzen 2 und 5 wird mit Hilfe der Gewindespindeln
32,32', die auf der Oberseite der Tellerfederpakete 20,20' aufliegen, eingestellt.
[0019] Bei der in den Figuren 3 und 4.aufgezeigten Ausführungsform sind die mit den Teilen
in dem Ausführungsbeispiel nach den Figuren 1 und 2 übereinstimmenden Teile durch
die gleichen Bezugszahlen gekennzeichnet. Der Unterschied gegenüber der Ausführungsform
nach den Figuren 1 und 2 liegt darin, daß anstelle des Kulissenrahmens 19, der einen
durchgehenden U-förmigen Querschnitt seiner Seitenteile aufweist,ein Rahmen 29 vorgesehen
ist, dessen Seitenteile nur im oberen Drittel U-förmigen Querschnitt besitzen, um
die Lagerschilder 18,18' der Fixierwalze 2 aufzunehmen, während der darunter liegende
Abschnitt der Seitenteile vollwandig ausgebildet ist. Jeder dieser beiden unteren
Abschnitte der beiden Seitenteile des Rahmens 29 weist je ein Langloch 24 bzw. 24'
auf, das von den Achsabschnitten 25,25' der Andruckwalze 5 durchsetzt wird. Innerhalb
der Langlöcher 24,24' ist die Andruckwalze 5 durch die Kurvenscheiben 9,9' vertikal
auf und ab verschiebbar. In jedem Langloch 24,24' ist eine Druckfeder 16,16' angeordnet,
die sich mit dem oberen Ende gegen die Abschlußfläche des Langloches und mit dem unteren
Ende gegen das Kugellager 28 bzw. 28' auf den Achsabschnitten 25 bzw. 25' der Andruckwalze
5 abstützt. Die Kurvenscheiben 9,9' drücken die Andruckwalze 5 gegen den Druck der
Federn 16,16' und, der Tellerfederpakete 20,20' an die Fixierwalze 2 an.
[0020] Am unteren Ende jedes Langlochs 24,24' ist eine elastische Auflage 23,23' als Dämpfungspuffer
für die nach Beendigung des Fixiervorgangs nach unten bewegte Andruckwalze 5 angebracht.
Die Abwärtsbewegung der Andruckwalze 5 wird durch die Zurückstellung der Kurvenscheiben
9,9' in ihre Ausgangsstellung nach Beendigung des Fixiervorganges bzw. im Störungsfall
des Kopiergeräts eingeleitet.
[0021] Die prigen Teile dieser Ausführungsform der Erfindung stimmen überein mit den entsprechenden
Teilen der Ausführungsform nach den Figuren 1 und.2 und werden daher nicht nochmals
erläutert.
1. Wärmedruckfixiervorrichtung für ein Kopiergerät mit einer Andruck- und einer Fixierwalze
zum Erhitzen und Pressen eines ein Tonerbild tragenden Bildempfangsmaterials, wobei
während des Durchlaufs des Bildempfangsmaterials zwischen den Walzen diese in Druckberührung
miteinander stehen und bei Stillstand oder Störung des Kopiergeräts die Pressung der
Walzen aufgehoben ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung (9,9') zum Anheben
der Andruckwalze (5) gegen die Fixierwalze (2) und zum Trennen der beiden Walzen (2,5)
sowie eine mit dieser Einrichtung (9,9') zusammenwirkende Kupplungs- und Bremseinrichtung
(11) vorgesehen sind und daß federnde Elemente (20,20') den Achsabstand zwischen der
Andruckwalze (5) und der Fixierwalze (2) an die auftretenden Durchmesseränderungen
der Walzen so anpassen, daß die Walzenpressung konstant bleibt.
2. Wärmedruckfixiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung
(9,9'), die Andruckwalze (5) und die Fixierwalze (2) senkrecht übereinander angeordnet
sind und daß die federnden Elemente (20,20') mit ihren unteren Enden an den Oberseiten
der Lagerschilde (18,18') der Fixierwalze (2) anliegen.
Wärmedruckfixiervorrichtung nach den Ansprüchen 1 und dadurch gekennzeichnet, daß
die Einrichtung (9,9') aus zwei Kurvenscheiben besteht, die in einem Abstand größer
als die Breite der Andruckwalze (5) voneinander auf einer gemeinsamen Achse (21) angeordnet
sind und gegen Kugellager (10,10') anliegen, die auf den Achsabschnitten (25,25')
der Andruckwalze (5) aufsitzen.
4. Wärmedruckfixiervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jede Kurvenscheibe
(9,9') mit einem elastischen Dämpfungsteil (17,17') ausgestattet ist.
5. Wärmedruckfixiervorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Achse (21) der Kurvenscheiben (9,9') sowie die Achsabschnitte (25,25'; 26,26')
der Andruckwalze (5) und der Fixierwalze (2) in den Seitenteilen eines Rahmens (19,1.9'
bzw. 29,29')der Fixiervorrichtung gelagert und mit dem Antrieb des Kopiergeräts verbunden
sind.
6. Wärmedruckfixiervorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder der beiden Seitenteile des Rahmens (29) je ein Langloch (24,24') aufweist,
das von den Achsabschnitten (25,25') der Andruckwalze (5) durchsetzt wird und daß
die Achsabschnitte (25,25') der Andruckwalze (5) innerhalb der Langlöcher (24,24')
durch die-Kurvenscheiben (9,9') vertikal auf und ab verschiebbar sind.
7. Wärmedruckfixiervorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem
Langloch (24,24') eine Druckfeder (16,16') angeordnet ist, die sich mit dem oberen
Ende gegen die Abschlußfiäche des Langloches und mit dem unteren Ende gegen Kugellager
(28 bzw. 28') auf den Achsabschnitten (25,25') der Andruckwalze (5) abstützt.
8. Wärmedruckfixiervorrichtung nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet,
daß am unteren Ende jedes Langlochs (24,24') eine elastische Auflage (23,23') als
Dämpfungspuffer für die nach unten bewegte Andruckwalze (5) angebracht ist.
9. Wärmedruckfixiervorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß auf dem Achsabschnitt (25) der Andruckwalze (5) eine Überholkupplung (8) aufsitzt,
welche die Andurckwalze (5) mit dem Antrieb des Kopiergerätes verbindet und während
des Fixiervorgangs gleiche Umfangsgeschwindigkeit von Andruckwalze (5) und Fixierwalze
(2) sicherstellt.
10. Wärmedruckfixiervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf der
Achse (21), die die Kurvenscheiben (9,9') miteinander verbindet, eine Rückstellfeder
(15) aufsitzt, welche das Zurückdrehen der Kurvenscheiben (9,9') in ihre Ausgangsstellung
nach Beendigung des Fixiervorgangs bzw. im Störungsfall unterstützt.
11. Wärmedruckfixiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungs-
und Bremseinrichtung (11) die Achse (21) an den Antrieb des Kopiergeräts ankuppelt
und nach Durchlauf eines einstellbaren Drehwinkels die Kurvenscheiben (9,9') abbremst.
12. Wärmedruckfixiervorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß auf
der Achse (21) der Kurvenscheiben (9,9') ein Nocken (13) aufsitzt, der während seiner
Drehbewegung mit der Schaltfahne (14) eines Endschalters-(12) in Kontakt gelangt und. diesen schaltet, um die Drehbewegung der Achse (21) durch
die mit dem Endschalter (12) elektrisch verbundene und von dem Endschalter betätigbare
Kupplungs- und Bremseinrichtung (11) abzubremsen.
13. Wärmedruckfixiervorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lage des Nockens (13) gegenüber den Kurvenscheiben (9,9') und damit deren Drehwinkel
von der Ausgangsstellung bis zum Betätigen der Schaltfahne (14) des Endschalters (12)
einstellbar ist.
14. Wärmedruckfixiervorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die federnden Elemente Tellerfederpakete (20,20') sind, die mit ihren oberen Enden
gegen Gewindespindeln (32,32') anliegen, mit denen die Sollwert-Preßkraft der Tellerfederpakete
(20,20') justierbar ist.
15. Wärmedruckfixiervorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die
Tellerfederpakete (20,201) degressive Kennlinien besitzen, die einer ansteigenden Walzenpressung, infolge einer
Durchmesserzunahme einer der Walzen (2,5), durch Verschieben der Fixierwalze (2) nach
oben unter Beibehaltung des ursprünglichen Anpreßdruckes der Walzen (2,5) entgegenwirken.
16. Wärmedruckfixiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fixierwalze
(2) eine Polytetrafluoräthylen beschichtete Oberfläche auf einem starren Kern aufweist,
der eine metallische Innenauskleidung (3) besitzt, welche eine Heizvorrichtung (1)
umschließt.
17. Wärmedruckfixiervorrichtung nach den Ansprüchen 5 und 16, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Achsabschnitt (26) der Fixierwalze (2) ein Kettenrad (4) trägt, das mit dem
Antrieb des Kopiergeräts über eine Zahnradkette (22) verbunden ist.
18. Wärmedruckfixiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Andruckwalze
(5) einen kleineren Außendurchmesser als die Fixierwalze (2) besitzt und auf einem
starren Kern eine temperaturbeständige Silikongummi-Beschichtung (6) trägt, die mit
einem Polytetrafluoräthylenschlauch (7) überzogen ist.
19. Wärmedruckfixiervorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder der beiden Seitenteile des Kulissenrahmens (19) einen U-förmigen Rahmenquerschnitt
aufweist, der nach innen zu offen ist und daß diese Rahmenquerschnitte die.Lagerschilde
(18,18',27,27') und die Kugellager (28,28' und 30,30') der Heiz- und der Andruckwalze
(2,5) aufnehmen, die in den Rahmenquerschnitten auf und ab verschiebbar sind.
20. Wärmedruckfixiervorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die
Achsabschnitte (25,25') der Andruckwalze (5) mittels Kugellager (28,28') in Lagerschildern
(27,27') bzw. in den Langlöchern (24,24') gelagert sind.
21. Wärmedruckfixiervorrichtung nach den Ansprüchen 19 und 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfedern (16,16')
sich mit ihren unteren Enden gegen die Kugellager (28,28') und mit ihren oberen Enden
gegen die Lagerschilde (18,18') der Fixierwalze (2) abstützen.