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(11) |
EP 0 028 008 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.03.1984 Patentblatt 1984/12 |
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Anmeldetag: 23.10.1980 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)3: F41H 3/02 |
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Breitbandtarnnetz
Wide band camouflage netting
Filet de camouflage à large bande
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
26.10.1979 DE 2943430
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.05.1981 Patentblatt 1981/18 |
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Anmelder: Pusch, Günter, Dr.-Ing. |
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D-6903 Neckargemünd (DE) |
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Erfinder: |
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- Pusch, Günter, Dr.-Ing.
D-6903 Neckargemünd 2 (DE)
- Hoffmann, Alexander, Dipl.-Phys.
D-6909 Rotenberg (DE)
- Aisslinger, Dieter E.
D-6222 Geisenheim (DE)
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| (74) |
Vertreter: Paul, Dieter-Alfred, Dipl.-Ing. |
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Fichtestrasse 18 41464 Neuss 41464 Neuss (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Tarnnetz mit zumindest in zwei Ebenen aufgespannten Tarnmitteln.
[0002] Ein solches Tarnnetz ist in der US-A-2 349 993 beziehungsweise der DE-B-1 094163
beschrieben. Bei dem Tarnnetz nach der US-A-2 349 993 sind drei unterschiedlich gefärbte
Netze im Abstand zueinander angeordnet, um entsprechende Lichtbrechungen zu erreichen.
Bei dem Tarnnetz nach der DE-B-1 094163 ist eine beliebige Anzahl unregelmäßig geformter
Teilstücke in beliebiger Art beidseitig aufgebracht. Ziel dieser beiden bekannten
Ausbildungen ist die Tarnwirkung im sichtoptischen Bereich. Im Infrarot-Spektralbereich
wird jedoch keine Tarnwirkung erreicht, bzw. ist keine Tarnwirkung vorgesehen.
[0003] Gleiches gilt auch für den Tarnschirm, der in der GB-A-1 124956 beschrieben ist.
Die für diesen Tarnschirm verwendeten Tarnnetze sind so aufgespannt, daß sie einen
Baum oder Strauch nachahmen sollen und tragen hierfür Garniermaterial. Eine Tarnwirkung
im Infrarot-Spektralbereich ist nicht vorgesehen.
[0004] Auf Grund des zunehmenden Einsatzes von Wärmebildgeräten müssen heutige Tarnnetze
nicht nur im sichtoptischen, sondern auch im nahen und fernen Infrarot-Spektralbereich,
insbesondere im Bereich der atmosphärischen Fenster bei λ = 3 p,m bis 5 µm und X =
8 p,m bis 14 µm, tarnend wirken. Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde,
ein Tarnnetz zu schaffen, das breitbandig tarnend wirkt, also insbesondere auch im
thermischen Infrarot-Spektralbereich, um auch in diesem Bereich eine möglichst weitgehende
Anpassung an die natürlichen Gegebenheiten zu erreichen und damit einer Entdeckung
durch Wärmebildgeräte zu entgehen.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Tarnmittel aus Flecken
von Garniermaterial bestehen, die auf die Ebenen unter Freilassung jeweils nicht abgedeckter
Flächen derart verteilt sind, daß sie sich zu einer auf die Ebenen verteilten Gesamtabdeckung
ergänzen.
[0006] Durch diese Ausbildung des Tarnnetzes verursacht die Sonneneinstrahlung wie auch
die Strahlungssenke des klaren Himmels Schattenflecken, wodurch sich unterschiedliche
Temperaturen in einzelnen Ebenen mit entsprechend abweichenden Temperaturkonstanten
ergeben. Dies hat zur Folge, daß sich eine Zergliederung und Zerreißung der Flächenstruktur
im Wärmebildgerät ähnlich der Umgebung einstellt, so daß das Ziel nicht mehr vom Hintergrund
unterschieden werden kann. Die sich durch Addition der Abdekkung in den jeweiligen
Ebenen ergebene Gesamtabdeckung sichert zudem, daß die Durchsicht auf das möglicherweise
warme, vom Tarnnetz umgebene Ziel verhindert wird. Damit ist ein Tarnnetz geschaffen,
das im sichtoptischen wie im thermischen Infrarot-Spektralbereich tarnend wirkt.
[0007] Das Garniermaterial kann an wenigstens zwei Tragnetzen befestigt sein, wobei das
Garniermaterial auf oder zwischen diesen Tragnetzen angeordnet sein kann. Ebenso gut
kann das Garniermaterial aber auch in den jeweiligen Ebenen selbsttragend ausgestaltet
sein. Der Abstand zwischen den Ebenen der Tragnetze, oder sofern selbsttragendes Garniermaterial
verwandt wird, zwischen den Ebenen des Garniermaterials, kann mit Hilfe die Ebenen
der Tragnetze bzw. die Ebenen des Garniermaterials verbindenden Schnüren oder Bändern
festgelegt sein, so daß diese Ebenen höchstens einen maximalen Abstand voneinander
einnehmen können. Die Verbindungsschnüre oder Verbindungsbänder können jedoch auch
aus einem elastisch nachgiebigen Material bestehen.
[0008] Damit die Wärmestrahlung des zu tarnenden Zieles nicht durch die Löcher in den Ebenen
des Garniermaterials durchscheint, kann Garniermaterial von sämtlichen Rändern einer
von Garniermaterial unbedeckten Fläche in einer Ebene aus dieser Ebene hinaus auf
die Ränder der mit Garniermaterial bedeckten Fläche in der darunterliegenden Ebene
gespannt werden. Diese totale Lösung ist in der Herstellung allerdings sehr aufwendig
und nicht grundsätzlich erforderlich. Es reicht schon aus, wenn das Garniermaterial
in den einzelnen Ebenen derart überlappt, daß das Ziel bei Draufsicht auf das Tarnnetz
in Richtung der Flächennormalen plus/minus der Winkelausdehnung des getarnten Zieles
vollständig durch Garniermaterial abgedeckt ist, also in jeder Blickrichtung, die
das Ziel erkennen läßt, wenigstens eine Lage Garniermaterial die Durchsicht verhindert.
[0009] Der Abstand der einzelnen Lagen soll der Breite der von Garniermaterial freien Flächen
angepaßt sein, damit sowohl die Sonnenbestrahlung als auch die Strahlungssenke des
klaren Himmels Schatten werfen, die ähnlich groß wie die unbedeckten Flächen sind.
Erfahrungsgemäß wird dies erreicht ab einem Verhältnis zwischen dem Abstand freier
Ebenen zur Breite der Löcher in dieser Ebene bzw. der Lage von etwa 1 : 1, wodurch
für die typischen Ziele gemäß der oben beschriebenen Forderung ein Überlappungsgrad
der Bedeckung der einzelnen Ebenen, (d. h. die Gesamtfläche an Garniermaterial in
den Ebenen bzw. Lagen zusammen abzüglich der Ausdehnungsfläche des Breitbandtarnnetzes)
bei normaler Blickrichtung von etwa 20 % bis 30 % der Netzfläche notwendig wird.
[0010] Eine Schwierigkeit bei der Anwendung eines erfindungsgemäßen mehrlagigen Tarnnetzes
entsteht dadurch, daß die einzelnen Ebenen bzw. Lagen unter Umständen (nicht bei horizontaler
Aufspannung) einzeln abgespannt werden müssen, um die Abstände und die Überlappung
der Lagen zu gewährleisten.
[0011] Dies wird zweckmäßigerweise dadurch erleichtert, daß zumindest das oder die inneren
Tragnetze aus elastischen Fäden bestehen, so daß auch bei gekrümmten Flächen des Tarnaufbaues
sämtliche Ebenen gespannt bleiben und die Abstände der Ebene fixiert sind. Gemäß einer
weiteren Ausgestaltung der Erfindung besteht das Garniermaterial selbst aus dehnbarem
(Stretch-) Gewebe, insbesondere dann, wenn überhaupt kein Tragnetz vorgesehen ist.
[0012] Für bestimmte taktische Aufgaben muß ein und dasselbe Tarnnetz den verschiedenen
Hintergründen angepaßt sein. Dies löst man in bekannter Weise dadurch, daß die Vor-
und Rückseite eines Tarnnetzes verschiedene Farbmuster tragen. Dasselbe kann auch
in Bezug auf die charakteristischen Formen der bedeckten Flächen erfüllt werden. In
diesem Falle wird das Breitbandtarnnetz zweckmäßigerweise derart ausgestaltet, daß
eine mittlere, im wesentlichen vollkommen abgedeckte Ebene vorgesehen wird, und daß
die Struktur, die sich durch die mit Garniermaterial bedeckten und unbedeckten Flächen
in einer Ebene ergibt, in den am weitesten außenliegenden Flächen voneinander verschieden
ist.
[0013] Soll dagegen für einen bestimmten Hintergrund durch Wenden des Netzes nur die Auswahl
der Farben bei annähernd den gleichen Formen gewechselt werden, so kann dies vorzugsweise
derart realisiert werden, daß bei einem zwei Ebenen bzw. zwei Lagen aufweisenden Netz
die Muster der unbedeckten Flächen in den beiden Ebenen bzw. Lagen zueinander komplementär
sind. Für einen entfernten Beobachter erscheint ein solches Tarnnetz sodann - lediglich
im Kontrast invertiert - gleich.
[0014] Die Tarnung im Spektralbereich der thermischen Eigenstrahlung (TIR) wird dadurch
erschwert, daß aufgrund der vielfältigen meteorologischen Bedingungen die Remission
des Tarnmaterials in diesem Bereich der Natur eng angepaßt werden muß. Aufgrund dessen
kann eine Temperaturerhöhung, z. B. durch direkte Sonnenbestrahlung, nur wenig durch
einen niedrigen Emissionsfaktor im TIR kompensiert werden.
[0015] Bei einem mehrlagigen Netz gilt dies nur für die Außenseite der äußeren Lagen. Alle
anderen Flächen können im Emissionsfaktor niedriger gewählt werden, ohne daß das Tarnnetz
als übermäßig kalter Fleck (cold spot) enttarnt werden kann. (Für opaque Körper gilt
Emissionsfaktor plus Remissionsfaktor gleich eins.)
[0016] Für die tiefer liegenden Ebenen tritt dann nämlich immer eine Mischung der scheinbaren
Temperaturen des offenen Raumes, der darüber befindlichen Lage und der wahren Temperatur
ein. Dadurch wird eine höhere Variation in der wahren Temperatur bei gleicher Tarnwirkung
zugelassen. Außerdem unterscheiden sich die einzelnen Flecken des Garniermaterials
sowohl im Emissionsfaktor als auch in der wahren Temperatur, was also in beiden Kontrastarten,
nämlich Temperaturkontrast und Emissionskontrast, eine Zergliederung und Zerreißung
der Flächenstruktur bewirkt und das Tarnnetz damit der Natur gut anpaßt.
[0017] Bei einem dreilagigen Tarnnetz kann z. B. die innere mittlere Lage aus einem hochwärmereflektierenden
Material hergestellt werden, die sich selbst durch Wärmestrahlung wenig erwärmt und
außerdem durch den niedrigen Emissionsfaktor ihre Temperatur nur schwach wiedergibt,
wenn sie aus anderen Gründen erwärmt wurde.
[0018] Ein Teil des Effektes, der durch die Mehrzahl der Ebenen bzw. Lagen erreicht wird,
kann auch durch die Verwendung von gewelltem, genopptem, gekrepptem, geprägtem oder
geschrumpftem Material als Garniermaterial erreicht werden. Durch all diese Oberflächenausbildungen
wird erreicht, daß, wie bei der natürlichen Belaubung, eine Verteilung von allen möglichen
Blickrichtungen des Beobachters zur Flächennormalen des Garniermaterials angeboten
wird. Desweiteren paßt sich die Temperatur einer solchen Fläche durch besseren (großflächigeren)
Kontakt schneller an die Umgebungstemperatur an (Kühlkörper-Heizkörper-Effekt). Insbesondere
kann die innere Lage eines zwei- oder dreilagigen Tarnnetzes aus einem solchen Material
hergestellt werden, welches dann nicht geschnitten oder gestanzt werden braucht und
damit eine vollständige Abschirmung der Strahlung des zu tarnenden Gegenstandes bewirkt.
[0019] Im folgenden soll die Erfindung näher an Hand von in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispielen erläutert werden. In der Zeichnung zeigen :
Figur 1 ein Breitbandtarnnetz gemäß der Erfindung, bei dem das Garniermaterial in
zwei Ebenen angeordnet und an zwei Tragnetzen befestigt ist ;
Figur 2 eine der Fig. 1 entsprechende Anordnung, wobei jedoch zwischen den beiden
Tragnetzen eine innere bzw. mittlere dritte, praktisch vollkommen abgedeckte Lage
vorgesehen ist, und
Figur 3 ein Breitbandtarnnetz, bei dem lediglich eine Lage Tragnetz vorgesehen ist,
an dem auf seinen einander gegenüberliegenden Seiten die Ebenen von Garniermaterial
befestigt sind.
[0020] In Figur 1 ist ein allgemein mit 7 bezeichnetes, gemäß der Erfindung ausgebildetes
Breitbandtarnnetz dargestellt, das aus zwei Lagen von Tragnetzen 1, 2 besteht, die
durch Bänder bzw. Schnüre 3 voneinander im Abstand gehalten werden. An den Tragnetzen
1,2 ist Garniermaterial 4 derart befestigt, daß bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
Garniermaterial 4 praktisch in zwei Ebenen 5 und 6 angeordnet ist. Das Garniermaterial
4 in einer Ebene 5 bzw. 6 bedeckt nicht vollständig diese Ebene 5 bzw. 6, sondern
läßt jeweils noch von Garniermaterial 4 unbedeckte Flächen 8, 9 frei. Insgesamt wird
das Garniermaterial 4 in den Ebenen 5, 6 jedoch derart angeordnet, daß bei einer Blickrichtung
senkrecht zur Längserstrekkung der Ebenen 5, 6 die gesamte Fläche des Breitbandtarnnetzes
7 von Garniermaterial 4 abgedeckt erscheint.
[0021] In Figur 2 ist eine der Figur 1 entsprechende Ausgestaltung eines Breitbandtarnnetzes
mit zwei durch Schnüre 13 im Abstand gehaltenen, Garniermaterial 14 in den Ebenen
15, 16 aufweisenden Tragnetzen 11, 12 dargestellt, weshalb die sich entsprechenden
Teile mit dem gleichen jedoch um 10 erhöhten Bezugszeichen bezeichnet sind. Die dargestellte
Anordnung unterscheidet sich jedoch dadurch von der Anordnung nach Figur 1, daß zusätzlich
eine mittlere dritte Lage 20 vorgesehen ist. Diese dritte mittlere Lage 20 kann praktisch
vollständig geschlossen und zweckmäßig aus einem Garniermaterial 14 bestehend ausgebildet
sein. Der Vorteil einer derartigen Anordnung besteht darin, daß die Struktur, d. h.
die Verteilung von mit Garniermaterial 14 bedeckten und unbedeckten Flächen, des Garniermaterials
14 in beiden Ebenen 15, 16 vollständig unabhängig voneinander gewählt werden kann.
[0022] An Hand der Figur 3 ist gezeigt, wie nach den Grundsätzen der vorliegenden Erfindung
ein lediglich eine Lage Tragnetz 21 aufweisendes Tarnnetz ausgebildet werden kann.
Bei dieser Ausführungsform ist Garniermaterial 24 auf den einander gegenüberliegenden
Seiten des Tragnetzes 21 befestigt, so daß das Garniermaterial 24 praktisch in zwei
Ebenen 25, 26 angeordnet ist. Die Ebenen 25, 26 liegen zu beiden Seiten des Tragnetzes
21. Das gezeigte Breitbandtarnnetz ist dann besonders wirkungsvoll, wenn das Garniermaterial
24, wie bei der dargestellten Ausführungsform, aus gekrepptem bzw. gewelltem, aber
nicht geschnittenem oder gestanzten Garniermaterial 24 besteht. Vorzugsweise werden
in diesem Falle große einander überlappende Flecken Garniermaterial 24 auf den einander
gegenüberliegenden Seiten des Tragnetzes 21 derart befestigt, daß diese Flecken sich
unter Windeinfluß weit vom Tragnetz 21 abheben können. Die Seiten der Flecken des
Garniermaterials 24, die zum Tragnetz 21 hin gerichtet sind, besitzen einen Emissionskoeffizienten
von etwa einem Viertel im Bereich der oben genannten atmosphärischen Fenster, während
die Außenseiten einen Emissionskoeffizienten von etwa drei Viertel in dem genannten
Spektralbereich besitzen. Die Farbgebung im optischen Spektralbereich ist davon unberührt.
1. Tarnnetz (7) mit zumindest in zwei Ebenen (5, 6 ; 15, 16 ; 25, 26) aufgespannten
Tarnmitteln (4, 14, 24), dadurch gekennzeichnet, daß die Tarnmittel aus Flecken von
Garniermaterial (4, 14, 24) bestehen, die auf die Ebenen (5, 6 ; 15, 16 ; 25, 26)
unter Freilassung von jeweils nicht abgedeckten Flächen (8, 9) derart verteilt sind,
daß sie sich zu einer auf die Ebenen (5, 6 ; 15, 16 ; 25, 26) verteilten Gesamtabdeckung
ergänzen.
2. Tarnnetz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei Tragnetze
(1, 2 ; 11, 12) vorgesehen sind, und daß das Garniermaterial (4, 14) auf oder zwischen
diesen Tragnetzen (1, 2 ; 11, 12) angeordnet ist.
3. Tarnnetz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Garniermaterial (4, 14,
24) in den jeweiligen Ebenen (5, 6; 15, 16; 25, 26) selbsttragend angeordnet ist.
4. Tarnnetz nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der maximale
Abstand zwischen den Ebenen der Tragnetze (1, 2 ; 11, 12) und/oder den Ebenen (5,
6 ; 15,16) des Garniermaterials (4, 14) jeweils durch Verbindungsschnüre oder -bänder
(3, 13) festgelegt ist.
5. Tarnnetz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwei übereinanderliegende
Tragnetze (1, 2 ; 11, 12) und/oder Garniermaterialebenen (5, 6 ; 15, 16) mittels elastisch
nachgiebiger Schnüre (3, 13) oder Bänder miteinander verbunden sind.
6. Tarnnetz nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Garniermaterial
(4, 14, 24) in den einzelnen Ebenen (5, 6 ; 15, 16 ; 25, 26) derart überlappt, daß
das Ziel bei Draufsicht auf das Tarnnetz (7) in Richtung der Flächennormalen plus/minus
der Winkelausdehnung des getarnten Zieles vollständig durch Garniermaterial (4, 14,
24) abgedeckt ist.
7. Tarnnetz nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis
der mittleren Breite der unregelmäßig begrenzten, von Garniermaterial (4, 14, 24)
freien Flächen (8, 9) in einer Ebene (5, 6 ; 15, 16 ; 25, 26) zum mittleren Abstand
der Ebenen (5, 6 ; 15, 16 ; 25, 26) untereinander etwa 1 : 1 ist.
8. Tarnnetz nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Überlappung
der Bedeckung der einzelnen Ebenen (5, 6 ; 15, 16; 25, 26) bei Blick in Richtung der
Flächennormalen etwa 20 % beträgt.
9. Tarnnetz nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß eines oder
mehrere Tragnetze (1, 2 ; 11, 12) des mehrlagigen Tarnnetzes aus elastischen, dehnbaren
Fäden besteht.
10. Tarnnetz nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Garniermaterial
(4, 14, 24) aus elastisch dehnbaren Geweben hergestellt ist.
11. Tarnnetz nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Struktur,
die sich durch die mit Garniermaterial bedeckten und unbeckten Flächen in einer Ebene
ergibt, in den am weitesten außen liegenden Ebenen im wesentlichen gleich ist.
12. Tarnnetz nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine mittlere,
im wesentlichen vollkommen abgedeckte Ebene (20) vorgesehen ist und daß die Struktur,
die sich durch die mit Garniermaterial (14) bedeckten und unbedeckten Flächen in einer
Ebene (15, 16) ergibt, in den am weitesten außen liegenden Ebenen (15, 16) voneinander
verschieden ist.
13. Tarnnetz nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Emissionsfaktor
des Garniermaterials (24) im Spektralbereich der Sensoren für thermische Infrarotstrahlung
(TIR) auf ihren nach außen gerichteten Seiten wesentlich höher als auf ihren nach
innen gerichteten Seiten ist.
14. Tarnnetz nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Garniermaterial
(24) aus gewelltem, genopptem, gekrepptem, gesprägtem oder geschrumpftem Material
hergestellt ist.
1. Camouflage net (7) with camouflage elements (4, 14, 24) held in at last two planes
(5, 6 ; 15, 16 ; 25, 26), characterised in that the camouflage elements consist of
patches of decorative material (4, 14, 24) which are so distributed over the planes
(5, 6 ; 15, 16; 25, 26), in a manner which leaves respective non-masked areas (8,
9), that they together make up a complete masking which is distributed over the planes
(5, 6 ; 15, 16 ; 25, 26).
2. Camouflage net according to Claim 1, characterised in that at least two supporting
nets (1, 2 ; 11, 12) are provided and that the decorative material (4, 14) is arranged
on or between these supporting nets (1, 2 ; 11, 12).
3. Camouflage net according to Claim 1, characterised in that the decorative material
(4, 14, 24) is arranged in self-supporting fashion in the respective planes (5, 6
; 15, 16 ; 25, 26).
4. Camouflage net according to one of Claims 2 or 3, characterised in that the maximum
distance between the planes of the supporting nets (1, 2 ; 11, 12) and/orthe planes
(5, 6 ; 15,16) of the decorative material (4, 14) is fixed in each case by connecting
cords or bands (3, 13).
5. Camouflage net according to Claim 2, characterised in that each two supporting
nets (1, 2; 11, 12), and/or decorative material planes (5, 6; 15, 16), situated one
above the other are connected to one another by means of elastically yieldable cords
(3, 13) or bands.
6. Camouflage net according to one of Claims 1 to 5, characterised in that the decorative
material (4, 14, 24) in the individual planes (5, 6 ; 15, 16 ; 25, 26) so overlaps
that the target is completely covered by decorative material (4, 14, 24) when a viewer
looks towards the camouflage net (7) in a direction perpendicular to the area plus
or minus the angular extent of the camouflaged target.
7. Camouflage net according to one of Claims 1 to 6, characterised in that the ratio
of the average width of the irregular-outline areas (8, 9) in a plane (5, 6 ; 15,
16 ; 25, 26) which are free of decorative material (4, 14, 24) relatively to the average
spacing apart of the planes (5, 6 ; 15,16 ; 25, 26) is about 1 : 1.
8. Camouflage net according to one of claims 1 to 7, characterised in that the amount
of overlap of the masking in the individual planes (5, 6 ; 15, 16 ; 25, 26) when looking
in the direction of a perpendicular to the net area amounts to approximately 20 %.
9. Camouflage net according to one of Claims 1 to 8, characterised in that one or
more supporting nets (1, 2 ; 11, 12) of the multi-layer camouflage net consists of
elastic stretchable threads.
10. Camouflage net according to one of Claims 1 to 9, characterised in that the decorative
material (4, 14, 24) is mad of elastically extensible fabrics.
11. Camouflage net according to one of Claims 1 to 10, characterised in that the structure
resulting from the areas in a plane which are not masked and are masked with decorative
material is substantially identical in the planes which are situated furthest outwards.
12. Camouflage net according to one of Claims 1 to 8, characterised in that a central
plane (20) is provided which is substantially completely masked, and that the structure
resulting from the areas in a plane (15, 16) which are masked and not masked with
decorative material (14) differs from the one plane to the other in the case of those
planes (15, 16) which are situated furthest outwards.
13. Camouflage net according to one of Claims 1 to 12, characterised in that the emission
factor of the decorative material (24) in the spectral range of sensors for thermal
infrared radiation (TIR) is substantially higher at the outwardly directed sides thereof
than at the inwardly directed sides.
14. Camouflage net according to one of Claims 1 to 13, characterised in that the decorative
material (24) is made from corrugated, napped, creped, embossed or shrunken material.
1. Filet de camouflage (7) comportant des moyens de camouflage (4, 14, 24) tendus
au moins dans deux plans (5, 6 ; 15, 16 ; 25, 26), caractérisé par le fait que les
moyens de camouflage sont constitués par des morceaux de matériau de garnissage (4,
14, 24) qui sont répartis dans les plans (5, 6 ; 15, 16 ; 25, 26) tout en laissant
libres des surfaces (8, 9) non recouvertes, de telle sorte que lesdits moyens se complètent
pour former un recouvrement global réparti dans les plans (5, 6 ; 15, 16 ; 25, 26).
2. Filet de camouflage suivant la revendication 1, caractérisé par le fait qu'il est
prévu au moins trois filets de support (1, 2 ; 11, 12) et que le matériau de garnissage
(4, 14) est disposé sur ou entre ces filets de support (1, 2 ; 11, 12).
3. Filet de camouflage suivant la revendication 1, caractérisé par le fait que le
matériau de garnissage (4, 14, 24) est disposé de façon auto- portante dans les différents
plans (5, 6 ; 15, 16 ; 25, 26).
4. Filet de camouflage suivant l'une des revendications 2 ou 3, caractérisé par le
fait que la distance maximum entre les plans des filets de support (1, 2 ; 11, 12)
et/ou entre les plans (5; 6 ; 15,16) du matériau de garnissage (4,14) est fixée par
des cordons de liaison ou des bandes de liaison (3, 13).
5. Filet de camouflage suivant la revendication 2, caractérisé par le fait que deux
filets de support superposés (1, 2 ; 11, 12) et/ou deux plans de matériau de garnissage
(5, 6 ; 15, 16) sont reliés entre eux au moyen de cordons (3, 13) ou des bandes élastiques
souples.
6. Filet de protection selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait
que le matériau de garnissage (4, 14, 24) est en recouvrement dans les différents
plans (5, 6 ; 15, 16 ; 25, 26) de telle sorte que la cible est complètement recouverte
par le matériau de garnissage (4, 14, 24) dans une vue en plan, du filet de camouflage
(7) suivant la direction de la normale à la surface plus/moins l'extension angulaire
de la cible camouflée.
7. Filet de camouflage suivant l'une des revendications 1 à 6, caractérisé par le
fait que le rapport de la largeur médiane des surfaces (8, 9) limitées de façon irrégulière
et exemptes de matériau de garnissage (4,14, 24) dans un plan (5, 6 ; 15, 16 ; 25,
26) à la distance moyenne des plans (5, 6 ; 15, 16 ; 25, 26) est égal approximativement
à 1 : 1.
8. Filet de camouflage suivant l'une des revendications 1 à 7, caractérisé par le
fait que la superposition du recouvrement des différents plans (5, 6, 15, 16 ; 25,
26) est égale à environ 20 % lorsque l'on regarde suivant la direction de la normale
à la surface.
9. Filet de camouflage suivant les revendications 1 à 8, caractérisé par le fait qu'un
ou plusieurs filets de support (1, 2 ; 11, 12) du filet de camouflage à plusieurs
couches est constitué par des fils élastiques extensibles.
10. Filet de camouflage suivant l'une des revendications 1 à 9, caractérisé par le
fait que le matériau de garnissage (4, 14, 24) est réalisé par des tissus plastiques
extensibles.
11. Filet de camouflage suivant l'une des revendications 1 à 10, caractérisé par le
fait que la structure, qui est formée par les surfaces recouvertes et non recouvertes
par le matériau de garnissage dans un plan, est essentiellement identique dans les
plans situés les plus à l'extérieur.
12. Filet de camouflage suivant l'une des revendications 1 à 8, caractérisé par le
fait qu'il est prévu un plan médian (20) recouvert essentiellement complètement et
que les structures qui sont formées par les surfaces recouvertes et non recouvertes
par le matériau de garnissage (14), dans les plans (15, 16) sont différentes dans
les plans (15, 16) situés les plus à l'extérieur.
13. Filet de camouflage suivant l'une des revendications 1 à 12, caractérisé par le
fait que le pouvoir émissif du matériau de garnissage (24) dans la plage spectrale
des capteurs pour le rayonnement thermique infrarouge (TIR) est nettement plus élevé
sur leurs faces tournées vers l'extérieur que sur leurs faces tournées vers l'intérieur.
14. Filet de camouflage suivant l'une des revendications 1 à 13, caractérisé par le
fait que le matériau de garnissage (24) est réalisé par un matériau ondulé, comportant
des boutons, crépé, gaufré ou rétréci.