[0001] Die Erfindung betrifft eine Packung für Flüssigkeiten aus Karton, Papier oder dergleichen,
die mindestens auf ihrer Innenseite durch eine Kunststoffbeschichtung flüssigkeitsundurchlässig
ist und an mindestens einer Seite einen doppelwandigen Teilbereich aufweist, dessen
Inneres mit dem Inneren der Packung in Verbindung steht, der auf seiner einen Teilbereichswand
einen ergreifbaren Kartonstreifen aufweist, wobei im doppelwandigen Teilbereich eine
Schnitt- oder Perforationslinie vorgesehen ist, die eine Aufreißöffnung begrenzt,
und dicht daneben auf der Flüssigkeitsseite der Schnitt- oder Perforationslinie eine
von Hand aufreißbare Schweißnaht aufweist, durch welche die beiden Teilbereichswände
flüssigkeitsdicht miteinander verschweißt sind.
[0002] Es ist bekannt, daß man Milch, Säfte und Wasser in derartigen Flüssigkeitspackungen
derzeit im Handel erhält. Die Form dieser bekannten Packungen sind Polyeder, insbesondere
Parallelepipede, Tetraeder oder Würfel.
[0003] Die Art der Herstellung ist verschieden. Eine sehr praktische Art zur Herstellung
der bekannten Quaderpackungen ist die Bildung eines Schlauches, Abflachen, Füllen,
Querversiegeln oder Vereinzeln der Packungen von dem Schlauch. Solche Packungen weisen
an zwei gegenüberliegenden Seitenwänden und einer Endwand bzw. an zwei gegenüberliegenden
Endwänden und einer Seitenwand doppelte Kartonstreifen auf, die man gegebenenfalls
hochbiegen und ergreifen kann.
[0004] Bei allen Packungen, insbesondere wenn sie für Flüssigkeiten gedacht sind, besteht
das allgemeine Problem der Dichtigkeit einerseits und des leichten Öffnens der Packung
zum Entleeren andererseits. In diesem Zusammenhang sind zahlreiche Öffnungsvorrichtungen
entwickelt und auch schon bekannt geworden. Als Beispiel wird auf eine bekannte Quaderpackung
nach der 'DE-A-25 20 569 Bezug genommen, an deren gegenüberliegenden Endwänden doppelwandige
Dreiecklappen angeformt sind, deren Inneres mit dem Inneren der Packung in Verbindung
steht. Ein doppelter Kartonstreifen mit Siegelnaht reicht bis zur Außenspitze der
Dreiecklappen, die zur Endform des Quaders um eine Randlinie zwischen einer schmalen
Seitenwand und einer Endwand umgefaltet und auf der schmalen Seitenwand bzw. der Endwand
durch Punktsiegein befestigt werden. Als Öffnungsvorrichtung dieser bekannten Packung
ist eine in Draufsicht rechteckförmige Perforationslinie in der oberen Endwand, die
ein kurzes Stück weit auch über die erwähnte Randlinie in den Dreiecklappen herunterreicht,
vorgesehen. Zur Verbesserung der Flüssigkeitsabdichtung ist innen ein Kunststoffabdeckstreifen
aufgeschweißt, und zwar im Abstand von der Perforationslinie. Innerhalb der in Draufsicht
in der Projektion rechteckig verlaufenden Perforationslinie befindet sich im Bereich
der Randlinie ein größerer Schweißfleck und im Abstand zu diesem an dem von Randlinie
entfernten Ende mindestens ein weiterer kleinerer Schweißfleck, auf welchen die mit
Kunststoff beschichtete Trägermaterialbahn mit dem von innen aufgelegten Kunststoff-Abdeckstreifen
verschweißt ist. Hierdurch ist es möglich, beim Abreißen des durch die geschlossene
Perforationslinie gebildeten abreißbaren Kunststoffstreifens automatisch Löcher an
Stellen innerhalb des Bereiches des abreißbaren Kartonstreifens freizulegen, bei denen
man die vordere größere Öffnung als Ausgießöffnung und die ein oder zwei hinteren
kleineren Öffnungen als Lufteintrittsöffnungen verwendet. Bei dieser Art von Packung
muß der Endverbraucher zum Öffnen aber bestimmte Handhabungen zum Abreißen eines Öffnungsstreifens
vornehmen.
[0005] Eine Packung der eingangs näher beschriebenen Art ist aus der DE-A-2 208 891 bekannt.
Durch den über die obere Endwand und an der vorderen Seitenfläche hinablaufenden,
doppelten Kartonstreifen wird der doppelwandige Teilbereich, der vorstehend bereits
als Dreiecklappen bezeichnet ist, in zwei Teile geteilt. Durch einen durch beide Wandungen
dieses Teilbereiches hindurchgehenden Schnitt wird ein abreißbarer doppelwandiger
Abschnitt geschaffen, der sich vollständig in einer Hälfte dieser abgeteilten Teilbereiche
befindet. Dieser abreißbare Abschnitt ragt nicht in den Kartonstreifen hinein oder
über diesen hinaus.
[0006] Zum Öffnen der bekannten Flüssigkeitspackung ergreift der Benutzer diesen abreißbaren
Abschnitt und reißt ihn entlang der Schnittlinie vollständig ab. Durch Hochreißen
mittels des doppelten Kartonstreifens kann die die Flüssigkeitsabdichtung besorgende
Schweißnaht aufgebrochen werden.
[0007] Die Gießeigenschaften einer am Rand des doppelwandigen Dreiecklappens angeordneten
Öffnung sind ersichtlich nicht besonders günstig und auch nicht für den Benutzer einfach
verständlich wie bei einer Öffnung in der Mitte eines Dreiecklappens. Außerdem entsteht
ein Abfallstück, welches der Benutzer in jedem Falle wegzuwerfen hat.
[0008] Eine ähnliche Packung ist aus der DE--β-2 707 321 bekannt, wenngleich dort nicht
auf der Flüssigkeitsseite neben der Schnitt- oder Perforationslinie eine Schweißnaht
vorhanden ist. An Stelle der Schnittlinie, wie bei der zuletzt beschriebenen bekannten
Packung vorgesehen, wird hier eine Perforationslinie verwendet, über die zur Abdichtung
eine Kunststoffbeschichtung gezogen ist. Auch bei dieser Packung wird beim Öffen ein
bestimmter Bereich des doppelwandigen Dreiecklappens vollständig abgrissen. Dieses
Abreißen soll durch die Schwächungslinie erleichtert werden, ist aber recht beschwerlich,
weil der doppelte Kartonstreifen eingerissen werden muß.
[0009] Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, die bekannte Flüssigkeitspackung
nach der DE-A-2 208 891 so zu verbessern, daß die Handhabung für den Endverbraucher
einfacher ist, die Gießeigenschaften verbessert werden und nicht Abfallstücke während
des Öffnungsvorganges entstehen, die getrennt von der Packung wegzuwerfen sind.
[0010] Die Lösung dieser Aufgabe gelingt erfindungsgemäß dadurch, daß gegebenenfalls weitere,
jeweils weitere Aufreißöffnungen begrenzende Schnitt- oder Perforationslinien vorgesehen
sind und daß jede der Schnitt- oder Perforationslinien jeweils nur eine der Teilbereichswände
durchdringt, und daß auch auf der anderen Seite der Schnitt- oder Perforationslinie
eine die Wände verbindende, nicht aufreißbare Schweißnaht angebracht ist. Die erfindungsgemäße
Lösung bezieht sich auf alle Typen von Flüssigkeitspackungen, bei denen die eingangs
erwähnten Eigenschaften gegeben sind. Zur Veranschaulichtung wird jedoch auf eine
Quaderpackung Bezug genommen, die zwei Endwände mit angrenzenden, doppelten Kartonstreifen
mit Siegelnaht und doppelwandige Dreiecklappen aufweist. Auf diesen Typ Quaderpackung
ist die Erfindung jedoch ausdrücklich nicht beschränkt.
[0011] Der Grundgedanke der Erfindung beruht darauf, daß es mit sehr einfachen Werkzeugen
möglich ist, an der Stelle der Packung, wo sich der doppelt gelegte Teilbereich befindet,
d.h. der Dreiecklappen, in eine der beiden übereinanderliegenden Teilbereichswände
eine Schnittlinie und danach oder besonders vorteilhaft sogar gleichzeitig daneben
eine Schweißnaht anzubringen. Durch die Schweißnaht werden die beiden doppelt übereinanderliegenden
Teilbereichswände, insbesondere die Dreieckwände, flüssigkeitsdicht miteinander verschweißt.
Dadurch kann man in jeder Form in der einen und/oder der anderen Teilbereichswand
Öffnungen, die in überraschend einfacher Weise vorbereitet werden können, durch folgende
Maßnahmen erzeugen: Beim Öffnen der in der beschriebenen Weise vorbereiteten Packung
ergreift man der Kartonstreifen, der sich an mindestens einer der Teilbereichswände
befindet, und zieht diesen in Richtung einer angegebenen Markierung hoch. Dadurch
werden Zug- bzw. Druckkräfte auf die Schweißnaht neben der bzw. auf die Schweißnähte
neben den Schnittlinien in ganz bestimmter Weise ausgeübt. Der Schnitt kann durch
die erfindungsgemäßen Maßnahmen so geführt sein, daß diejenige Schweißnaht, welche
die Flüssigkeitsabdichtung erwirkte, zum Öffnen aufgebrochen wird. Eine andere, z.B.
auf der der Schnittlinie gegenüberliegenden Seite der Teilbereichswand befindliche
Schweißnaht sorgt dann dafür, daß der daran hängende Teil der Materialschicht an der
gegenüberliegenden Teilbereichswand, welche der Schnittlinie gegenüberliegt und nicht
durchschnitten ist, hängen bleibt. Damit kann in beliebiger Form einwandfrei und leicht
eine Öffnung erzielt werden.
[0012] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die
Schnitt- oder Perforationslinie als endlose Linie die Aufreißöffnung umgibt, wobei
die nicht aufreißbare Schweißnaht sich innerhalb des von der endlosen Schnitt- oder
Perforationslinie begrenzten Bereiches befindet. Bei dieser Ausführungsform ist es
ohne weiteres vorstellbar, daß die Schweißnaht und/oder die Schnittlinie auch als
in sich geschlossener Kreis, Oval, geschlossenes Quadrat, Vieleck oder dergleichen
in demjenigen Bereich vorgesehen werden kann, wo die eine Teilbereichswand über der
anderen liegt, bei der Quaderpackung insbesondere also in dem doppelwandigen Dreiecklappen.
Dabei ist es erfindungsgemäß wichtig, wenn die Schnittlinie im wesentlichen immer
nur eine Teilbereichswand durchdringt, um sicherzustellen, daß die gegenüberliegende
Wandung flüssigkeitsdicht bleibt. Ordnet man innerhalb der endlosen Schnittlinie eine
Schweißnaht an, dann erreicht man hierdurch, daß beim Auseinanderziehen der beiden
Teilbereichswände der innere Bereich an der gegenüberliegenden Wand ohne Schnittlinie
hängenbleibt, während die eben erläuterte die Flüssigkeitsabdichtung bewirkende äußere
Schnittlinie aufgebrochen wird.
[0013] Je nachdem, wo man die Schnittlinie und Schweißnaht bzw. Schweißnähte anordnet, kann
man auf diese Weise sehr einfach ein Lufteintrittsloch neben den herkömmlichen Ausgießöffnungen
oder anstelle der herkömmlichen Ausgießöffnung eine neuartige Ausgießöffnung oder
beide kombiniert vorsehen.
[0014] Die eingangs erläuterte Schnittlinie kann man sich entweder als eine ununterbrochene,
d.h. durchgehende Schnittlinie, oder als eine Schnittlinie vorstellen, längs der auf
kleinen Teilbereichsstücken die geschnittene Kartonträgerbahn stehengeblieben ist.
Diese unterbrochene Schnittlinie soll im folgenden als Perforationslinie bezeichnet
werden. Es versteht sich, daß die vorstehend beschriebenen Vorteile ebenso bei Verwendung
einer Perforationslinie anstelle einer durchgehenden Schnittlinie erreichbar sind.
Je nach dem Typ der Pakkung kann es nämlich zweckmäßiger sein, die Abdichtung gegenüber
dem leichten Aufreißen dadurch zu verbessern, daß man zuerst das Kartonträgermaterial
perforiert, danach beschichtet und dann die beschriebenen Schweißnähte neben den Perforationslinien
anbringt. Der Fachmann wird von Fall zu Fall zu klären haben, ob es zweckmäßiger ist,
eine Perforationslinie oder eine durchgehende Schnittlinie zu verwenden.
[0015] Zweckmäßigerweise ist die Erfindung weiter dadurch ausgestaltet, daß in der einen
der doppeltgelegten Teilbereichswände zur Bildung von mehreren Ausgießöffnungen eine
Vielzahl von in sich geschlossenen Schnitt- oder Perforationslinien und in der anderen
Teilbereichswand ein oder zwei in sich geschlossene Schnitt- oder Perforationslinien
zur Bildung von Lufteintrittsöffnungen vorgesehen sind. Bei dieser Ausführungsform
kann man z.B. die Vielzahl der kreisförmigen Schnittlinien in der unteren Dreieckwand
als eine Vielzahl von Ausgießöffnungen anordnen, während auf der oberen, d.h. also
der in Richtung des doppelwandigen Dreiecklappens verlängerten Dreieckwand, ein oder
zwei Lufteintrittsöffnungen vorgesehen werden. Das Übliche wird es zwar sein, daß
man nur eine größere Öffnung in der unteren Dreieckwand als Ausgießöffnung vorsieht.
Es kann aber bei bestimmten Ausführungsformen zweckmäßiger sein, eine Vielzahl von
kleinen kreisförmigen Öffnungen anstelle einer großen als Ausgießöffnung vorzusehen.
Die Summe der kleinen Öffnungen wird so ausgelegt, daß ein ausreichender Flüssigkeitsstrahl
mit einem "Salz- streuer"-Effekt erreicht wird.
[0016] Eine spezielle und bei den vorstehenden Erläuterungen schon mehrfach erwähnte bevorzugte
Weiterbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Schnitt- oder Perforationslinie
in der unteren, nicht mit dem doppelten Kartonstreifen versehenen Teilbereichswand
von einer Faltkante zur anderen quer über die Teilbereichswand verläuft. Denkt man
sich den doppelwandigen Dreiecklappen einer parallelepipedischen Packung in die Ebene
der oberen Endwand hochgeklappt und denkt man sich dann einer Blick auf die Packung
von unten, dann sieht man die in der Dreieckwand ohne doppelten Kartonstreifen befindliche
Perforations- oder Schnittlinie, die zweckmäßigerweise von einer Faltkante zur anderen
quer über den Dreiecklappen als Teilbereichswand verläuft. Hierbei ist es gleichgültig,
ob die Schnittlinie den Verlauf eines Bogens mit konstantem Radius oder mit unterschiedlichem
Radius, die Form einer Geraden oder mehrerer winkelig zueinander angeordneter Geraden
hat. In diesem Falle wird durch die Perforations- oder Schnittlinie und die daneben
angeordnete Schweißnaht der doppelwandige Dreiecklappen in zwei Bereiche aufgeteilt:
Der eine, mehr zur Packung hin liegende Bereich, welcher mit dem Inneren der Packung
in Verbindung steht, und der andere, der zur Außenspitze des Dreiecklappens hin angeordnete
Bereich, welcher durch die schmale Schweißnaht gegenüber dem Inneren der Packung flüssigkeitsdicht
geschlossen verbleibt. Letzterer wird beim Ergreifen des doppelten Kartonstreifens
ein Aufreißen der gegen die Flüssigkeit abdichtenden Schweißnaht und damit die Erstellung
einer Ausgießöffnung besorgen.
[0017] Besonders zweckmäßig ist es erfindungsgemäß, wenn die Schnitt- oder Perforationslinien
in der unteren Teilbereichswand in seitlichem Abstand von den in der oberen Teilbereichswand
angeordneten doppelten Kartonstreifen angeordnet sind. Hier bildet sich der Vorteil
der oben bereits erwähnten Anordnung der Vielzahl von in sich geschlossenen Schnittlinien
deutlich aus. Es ist verständlich, daß man die Verteilung vieler kleiner Öffnungen
besser als die Anordnung einer einzigen großen Öffnung durchführen kann. Man kann
die vielen kleinen Öffnungen in gewünschten Bereichen in der unteren Teilbereichswand,
d.h. in der unteren Wandung des Dreiecklappens, anordnen. Andere Bereiche wiederum
können ohne kleine Öffnungen und ohne Schnittlinien überhaupt verbleiben. Liegt ein
solcher Bereich ohne Öffnungen in der unteren Dreieckwand in dem Bereich, in welchem
sich in der oberen Dreieckwand der doppelte Kartonstreifen befindet, dann läßt sich
das Schweißen besser durchführen. Mit anderen Worten besteht der Grund, weshalb man
vorzugsweise in der unteren Dreieckwand unter dem Kartonstreifen keine Schnittlinien
mit den beidseitig davon angeordneten schmalen Schweißnähten vorsieht, besteht darin,
daß dann die Schwierigkeiten beim Schweißen entfallen, wenn der doppelte Kartonstreifen
hochsteht. Dort, wo nämlich der doppelte Kartonstreifen an die obere Endwand angesetzt
ist, besteht ein schmaler Spalt, an welchem die Gegendruckbacken schlecht wirken,
so daß das Einbringen der schmalen Schweißnähte beiderseits neben den Schnittlinien
schwierig einwandfrei dicht anzubringen sind.
[0018] Durch die erfindungsgemäße Anordnung der Schnittlinien mit den daneben angeordneten
Schweißnähten erfolgt deshalb im Abstand neben dem Kartonstreifen, damit die flüssigkeitsdichte
Verschweißung mit Sicherheit gewährleistet ist und nicht durch den schwierig aufzubringenden
Gegendruck bzw. den doppelten Kartonstreifen gestört wird.
[0019] Der besondere Vorteil der Öffnung besteht darin, daß das Einbringen von Schnittlinie
und Schweißnaht erst nach dem Füllen und Verschließen der Verpackung erfolgt. Dadurch
ergeben sich erhebliche maschinentechnische Vereinfachungen. Verständlicherweise braucht
man dann die Maschine zum Formen, Füllen, Verschließen (durch Verschweißen) und Vereinzeln
der Packung nicht mit zusätzlichen Maschinenelementen zum Herstellen einer Öffnungsvorrichtung
zu belasten. Letzteres kann vielmehr in einer nachgeschalteten Station erfolgen, bei
der vorzugsweise der doppelwandige Teilbereich noch nicht um die Randlinie zwischen
oberer Endwand und Seitenwand der quaderförmigen Packung heruntergefaltet, umgelegt
und befestigt ist, sondern z.B. in der Ebene der oberen Endwand seitlich heraussteht.
Dann können die Maschinenteile zum Einbringen von Schnittlinien und Schweißnähten
besonders einfach und wirkungsvoll eingreifen.
[0020] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Er
fin- dung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung im Zusammenhang mit den Zeichnungen.
[0021] Es zeigen:
Figur 1 die mit Ausgieß- und Lufteintrittsöffnung versehene erste Ausführungsform
der Flüssigkeitspackung im dichten Zustand für den Transport und die Lagerung,
Figur 2 die Packung der Fig. 1 mit hochgestelltem Dreiecklappen zum Vorbereiten des
Öffnungsvorganges,
Figur 3 die Ansicht der geöffneten Packung nach der Ausführungsform der Fig. 1 und
2,
Figur 4 eine Seitenansicht auf die geöffnete Packung beim Ausgießen,
Figur 5 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 3, jedoch von oben gesehen,
Figur 6 eine Schnittansicht entlang der Linie D-D der Fig. 5,
Figur 7 eine Draufsicht auf die Packung gemäß Zustand der Fig. 2,
Figur 8 eine Schnittansicht entlang der Linie C-C der Fig. 7,
Figur 9 bis Fig. 11 Ansichten der Packung mit hochgestelltem Dreiecklappen entsprechend
der Darstellung der Fig. 2 und 7, jedoch von unten gesehen und mit jeweils verschiedenen
Ausführungsformen von Ausgießöffnungen,
Figur 12 eine Querschnittsansicht entlang der Linie B-B der Fig. 10 und
Figur 13 eine Querschnittsansicht entlang der Linie A-A der Fig. 9.
[0022] Die in den Fig. 1 bis 5 perspektivisch dargestellte Flüssigkeitspackung aus auf beiden
Seiten mit Kunststoff beschichtetem Karton hat die Form eines Quaders mit einer oberen
Endwand 1, in der ein doppelter Kartonstreifen 2 angeordnet ist, der von einer Außenspitze
3 des gezeigten vorderen Dreiecklappens 4 bis zur gegenüberliegenden, nicht gezeigten
Spitze des ebenfalls nicht gezeigten anderen Dreiecklappens reicht. Die unteren Dreiecklappen
sind lediglich aus den Fig. 9 bis 11 sichtbar, aber nicht mit einer Bezugszahl versehen,
weil sie nicht erfindungswesentlich sind.
[0023] Ein weiterer, eine Siegelnaht aufweisender doppelter Kartonstreifen 5 verläuft quer
durch die obere Endwand 1 und endet gemäß Darstellung der Fig. 9 bis 10 auf der Unterseite,
wie ebenfalls nicht näher bezeichnet. Die vordere Seitenwand 6 ist glatt und mit der
oberen Endwand 1 über die Randlinie 7 verbunden, um welche der Dreiecklappen 4 heruntergeklappt
und auf der vorderen Seitenwand 6 angeheftet ist. Das Innere des Dreiecklappens 4
steht mit dem Inneren der Packung direkt in Verbindung. Die in Fig. 1 sichtbare obere
Dreieckwand ist mit 8, die in den Fig. 3, 4 und 9 bis 11 sichtbare untere Dreieckwand
mit 9 bezeichnet.
[0024] Bei den hier gezeigten Ausführungsformen befindet sich jeweils in der oberen Dreieckwand
8 des Dreiecklappens 4 eine Lufteintrittsöffnung 10, die bei der Darstellung der Fig.
9 bis 11 deshalb gestrichelt dargestellt ist, weil man auf die untere Dreieckwand
9 und nicht die obere Wand 8 blickt.
[0025] Eine große Ausgießöffnung 11 ergibt sich in der unteren Dreieckwand 9, während bei
der Ausführungsform der Fig. 11 eine Vielzahl von kleinen kreisrunden Öffnungen 11'
gezeigt ist, die ebenfalls (nach dem Prinzip eines "Salzsteuers") insgesamt die Ausgießöffnung
darstellen.
[0026] Die Herstellung der Öffnung läßt sich am besten anhand der Fig. 9 bis 13 erläutern.
In den Fig. 9 bis 11 sieht man die linke Faltkante 12 und die rechte Faltkante 13
des Dreiecklappens 4, die zur Außenspitze 3 zusammenlaufen, zu der auch der doppelte
ergreifbare Kartonstreifen 2 mit der nicht dargestellten Siegelnaht hinläuft.
[0027] Von der einen Faltkante 12 zur anderen Faltkante 13 verläuft teilbogenförmig die
Schnittlinie 20, deren Querschnitt gemäß Fig. 9 man in Fig. 13 erkennt. Die Herstellung
gelingt mit einem Schnitt-Schweißstempel.
[0028] Bei der Ausführungsform der Fig. 10 ist bogenförmig von der linken Faltkante 12 zur
rechten 13 quer über den Dreiecklappen 4, insbesondere die untere Dreieckwand 9 verlaufend,
die Perforationslinie 21 gezeigt.
[0029] Alle kreisförmig dargestellten Löcher, insbesondere die Lufteintrittslöcher 10, aber
auch die Vielzahl der Ausgießlöcher 11' bei der Ausführungsform der Fig. 11, werden
mit einem nicht gezeigten Schweiß-Schneidstempel erzeugt. Die Schnittlinie für die
Lufteintrittsöffnungen 10 in der oberen Dreieckwand 8 ist mit 22 beziechnet und findet
sich in Fig. 8 in der Ansicht des Schnittes C-C der Fig. 7 wieder.
[0030] Bei den Ausführungsformen der Fig. 9 und 10 sind auf beiden Seiten der Schnittlinie
20, 21 schmale Schweißnähte 23 angeordnet, die sich auch in der Schnittansicht der
Fig. 13 wiederfinden.
[0031] Auch bei den kleinen Kreislöchern 10 bis 1 T sind innen und außen von der kreisrunden
Schnittlinie 22 schmale Schweißnähte 23 vorgesehen. Der bei der großen Ausgießöffnung
mit 24 bezeichnete obere Teilbereich entspricht bei den kleinen kreisrunden Öffnungen
10, 11' dem Bereich 24', der im Falle der Fig. 6 im Zusammenhang mit dem Loch 10 gezeigt
ist und Teil der oberen Dreieckwand 8 war.
[0032] Der Grund für die feste Verbindung zwischen dem Teil 24' und der unteren Dreieckwand
9 besteht darin, daß die jeweils mit der gegenüberliegenden Dreieckwand verbundenen
Teile 24 bzw. 24' nach dem Aufreißen, d.h. dem Zerbrechen der die Abdichtung besorgenden
Schweißnähte 23, insbesondere rechts und links vom Schnitt 22, welche die Flüssigkeitsabdichtung
besorgen, fest haften bleiben. Bei den Kreislöchern 10 bzw. 11' bleibt also das Teil
24' an der gegenüberliegenden Dreieckwand hängen, während die außen herum, die Dichtigkeit
besorgenden Schweißnähte 23 aufgetrennt werden. Das Ergebnis sieht man in Fig. 6.
[0033] Die Lufteintrittsöffnung 10 ist dort ebenso geöffnet wie die Ausgießöffnung 11. Diese
Öffnungen ergeben sich dadurch, daß im Falle der Lufteintrittsöffnung 10 der Teilbereich
24' an der unteren Dreieckwand haften bleibt, während im Falle der Ausgießöffnung
11 der Bereich 24 an der oberen Dreieckwand 8 haften bleibt.
[0034] Die Schnittdarstellung der Fig. 2 entlang der Linie B-B in Fig. 10 ist also eine
Projektion in Blickrichtung auf den Schnitt, so daß man dort die zwischen den Teilschnitten
stehen gebliebenden Stege 30 erkennt, welche die Perforationslinie im Gegensatz zur
durchlaufenden Schnittlinie ausmachen. Darunter liegt die Kunststoffschicht 31.
[0035] Wie gesagt handelt es sich bei den Ausführungsformen der Zeichnungen um Packungen,
bei denen oben eine Lufteintrittsöffnung 10 gebildet ist, während unten in der Dreieckwand
9 die Ausgießöffnung 11 bzw. die Vielzahl der kleinen Öffnungen 11' gebildet ist bzw.
sind. Dieses Öffnen geschieht in der Weise, daß die Packung im Zustand der Fig. 1
genommen, der Dreiecklappen 4 in die Ebene der oberen Wand 1 gemäß Darstellung der
Fig. 2 hochgeklappt wird, wonach dann der Benutzer den doppelten Kartonstreifen 2
mit den Fingern ergreift und gegenüber der übrigen Packung hochzieht. Dadurch wird
die vordere Seitenwand 6 oben etwas schmaler, und die Außenspitze 3 entfernt sich
etwas aus der Ebene der oberen Wand 1 nach oben, wobei die obere Wand 1 sich wölbt.
Perspektivisch hat man dann die geöffnete Packung gemäß Fig. 3 und 5. Fig. 6 zeigt
im Schnitt, wie durch das Aufreißen der Teil 24' aus der oberen Dreieckwand 8 herausgerissen
wurde und an der gegenüberliegenden unteren Dreieckwand 9 haften bleibt, so daß die
Lufteintrittsöffnung gegeben ist. In gleicher Weise bleibt der Bereich 24 an der oberen
Dreieckwand 8 haften, und es ergibt sich die Ausgießöffnung 11. In der in Fig. 4 gezeigten
Weise kann dann das Füllgut ausgegossen werden.
[0036] Fig. 8 zeigt schließlich den Zustand der noch ungeöffneten Packung, bei der nur eine
Lufteintrittsöffnung 10 vorgesehen ist, während zur Herstellung einer Ausgießöffnung
in bekannter Weise eine Schere zur Hand genommen werden kann.
.1. Packung für Flüssigkeiten aus Karton, Papier oder dergleichen, die mindestens
auf ihrer Innenseite durch eine Kunststoffbeschichtung flüssigkeitsundurchlässig ist
und an mindestens einer Seite einen doppelwandigen Teilbereich aufweist, dessen Inneres
mit dem Inneren der Packung in Verbindung steht, der auf seiner einen Teilbereichswand
einen ergreifbaren Kartonstreifen (2) aufweist, wobei im doppelwandigen Teilbereich
(4) eine Schnitt-oder Perforationslinie (20, 21, 22) vorgesehen ist, die eine Aufreißöffnung
(10, 11, 1 l) begrenzt, und dicht daneben auf der Flüssigkeitsseite der Schnitt- oder
Perforationslinie eine von Hand aufreißbare Schweißnaht (23) aufweist, durch welche
die beiden Teilbereichswände (8, 9) flüssigkeitsdicht miteinander verschweißt sind,
dadurch gekennzeichnet, daß ggf. weitere, jeweils weitere Aufreißöffnungen (10, 11,
11') begrenzende Schnitt- oder Perforationslinien (20, 21, 22) vorgesehen sind und
daß jede der Schnitt- oder Perforationslinien jeweils nur eine der Teilbereichswände
(8, 9) durchdringt, und daß auch auf der anderen Seite der Schnitt-oder Perforationslinie
(20, 21, 22) eine die Wände (8, 9) verbindende, nicht aufreißbare Schweißnaht (23)
angebracht ist.
2. Packung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnitt- oder Perforationslinie
(22) als endlose Linie die Aufreißöffnung (10, 11, 1T) umgibt, wobei die nicht aufreißbare
Schweißnaht (23) sich innerhalb des von der endlosen Schnitt- oder Perforationslinie
begrenzten Bereiches befindet.
3. Packung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der einen (9) der doppelgelegten
Teilbereichswände (8, 9) zur Bildung von mehreren Ausgießöffnungen (11') eine Vielzahl
von in sich geschlossenen Schnitt- oder Perforationslinien (22) und in der anderen
Teilbereichswand (8) ein oder zwei in sich geschlossene Schnitt- oder Perforationslinien
(22) zur Bildung von Lufteintrittsöffnungen (10) vorgesehen sind.
4. Packung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnitt- oder Perforationslinie
(20, 21) in der unteren, nicht mit dem doppelten Kartonstreifen (2) versehenen Teilbereichswand
(9) von einer Faltkante (12) zur anderen (13) quer über die Teilbereichswand (9) verläuft.
5. Packung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnitt- oder Perforationslinien
(22) in der unteren Teilbereichswand (9) in seitlichem Abstand von den in der oberen
Teilbereichswand (8) angeordneten doppelten Kartonstreifen (2) angeordnet sind.
1. Conteneur pour liquides, en carton, papier ou similaire, rendu imperméable aux
liquides sur sa face interne au moins par un revêtement plastique, comportant au moins
sur une face une zone partielle à double paroi dont l'intérieur est en contact avec
l'intérieur du conteneur et où l'une des parois de la zone partielle comprend une
bande de carton (2) pouvant être saisie, où dans la zone partielle à double paroi
(4) il est prévu un trait de découpe ou de perforations (20, 21, 22) définissant une
ouverture à déchirer (10, 11, 11') et tout à côté, sur le côté liquide du trait de
découpe ou de perforations, un cordon de soudure (23) arrachable à la main grâce à
quoi les deux parois de zone partielle (8, 9) sont soudées ensemble de façon étanche,
caractérisé en ce que, éventuellement, d'autres traits de découpe ou de perforations
(20, 21, 22) définissant d'autres ouvertures à déchirer ( 10, 1.1, 1 1') sont prévues,
que chaque trait de découpe ou de perforations ne pénètre que dans l'une des parois
de la zone partielle (8, 9) et qu'en outre il est prévu sur l'autre côté des traits
de découpe ou de perforations (20, 21, 22) un cordon de soudure (23), non déchirable,
reliant l'une des parois (8, 9).
2. Conteneur selon revendication 1, caractérisé en ce que le trait de découpe ou de
perforations (22) entoure sous forme d'un trait sans fin l'ouverture à déchirer (10,
1 1, 1 1') ce qui fait que le cordon de soudure (23, non déchirable, se trouve à l'intérieur
de la zone définie par le trait de découpe ou de perforations sans fin.
3. Conteneur selon revendication 2, caractérisé en ce qu'il a été prévu dans l'une
(9) des parois de la zone partielle repliée (8, 9) en vue de la confection de plusieurs
ouvertures de déversement (11') une multiplicité de traits de découpe ou de perforations
(22) fermés et dans l'autre paroi de zone partielle (8) un ou deux traits de découpe
ou de perforations (22) fermés pour la confection d'ouvertures d'admission d'air.
4. Conteneur selon revendication 1, caractérisé en ce que les traits de découpe ou
de perforations (20, 21) dans la paroi de zone partielle inférieure non pourvue de
bande de carton repliée (2) s'étendent d'une arête de pliage (12) à l'autre (13),
perpendiculairement à la paroi de la zone partielle (9).
5. Conteneur selon revendication 3, caractérisé en ce que les traits de découpe ou
de perforations (22) de la paroi de la zone partielle inférieure (9) sont à une certaine
distance de la bande de carton repliée (2) disposée dans la paroi de zone partielle
supérieure (8).
1. A pack for liquids comprising cardboard, paper or the like, which is impervious
to fluid at least on its inward side by virtue of a plastics coating and which is
provided at at least one side with a double-walled portion, the interior of which
communicates with the interior of the pack and which is provided on its one wall with
a grippable cardboard strip (2), wherein provided in the double-walled portion (4)
is a cut or perforated line (20, 21, 22) which defines a tear-open opening (10, 11,
11') and closely therebeside, on the fluid side of the cut or perforated line, has
a weld seam (23) which can be torn open by hand and by means of which the two walls
(8, 9) of said portion (4) are fluid- tightly welded together, characterised in that
there are optionally provided further cut or perforated lines (20, 21, 22) defining
respective further tear-open openings (10, 11, 11') and that each of the cut of perforated
lines respectively only extends through one of the walls (8, 9), and that also provided
on the other side of the cut or perforated line (20, 21, 22) is a weld seam (23) which
joins the walls (8, 9) and which cannot be torn open.
2. A pack according to claim 1 characterised in that the cut or perforated line (22)
extends in the form of an endless line around the tear-open opening (10, 11, 11'),
wherein the weld seam (23) which cannot be torn open is disposed within the area defined
by the endless cut or perforated line.
3. A pack according to claim 2 characterised in that a plurality of cut or perforated
lines (22) which are closed in themselves are provided in one (9) of the double-layer
walls (8, 9), to form a plurality of pouring openings (11'), and provided in the other
wall (8) are one or two cut or perforated lines (22) which are closed in themselves,
to form air inlet openings (10).
4. A pack according to claim 1 characterised in that the cut or perforated line (20,
21) extends in the lower wall (9) which is not provided with the doubled cardboard
strip (2), from one fold edge (12) to the other (13), transversely over said wall
(9).
5. A pack according to claim 3 characterised in that the cut or perforated lines (22)
are arranged in the lower wall (9) of said portion (4) at a lateral spacing from the
doubled carboard strip (2) which is arranged in the upper wall (8).