[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Dosieren von mittels einer Walzenanordnung
auf eine Druckplatte aufzubringender Farbe, wobei die Walzenanordnung so gedreht wird,
daß die Oberflächengeschwindigkeit im wesentlichen gleich der Umfangsgeschwindigkeit
der Druckplatte ist.
[0002] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Farbwerk für eine Druckmaschine, bei welcher
Farbe auf eine Druckplatte aufgetragen wird.
[0003] Die Erfindung betrifft insbesondere ein Farbreservoir für eine Druckmaschine, mit
einer Farbe enthaltenden Farbwanne.
[0004] Zeitungsdruckmaschinen sind im allgemeinen so konstruiert, daß entweder zwei oder
vier Druckplatten mit gegenseitigem Abstand über die Länge des Plattenzylinders angeordnet
sind, so daß jede Platte auf dem Plattenzylinder gleichzeitig eine Papierbahn berührt.
Jede der Druckplatten auf dem Plattenzylinder druckt üblicherweise mit der gleichen
Farbe. Es.ist jedoch manchmal wünschenswert bzw. notwendig, Druckfarbe verschiedener
Farbgebung auf eine Druckplatte zu geben, oder auf einen Abschnitt einer Bahn keine
Farbe aufzutragen.
[0005] Es sind bereits umsetzbare bzw. bewegliche Farbreservoirs geschaffen worden, um Farbflecke
auf eine Druckplatte einer Mehrzahl von Druckplatten auf einem Druckzylinder aufzubringen.
[0006] Die vorliegende Erfindung offenbart insbesondere Verbesserungen auf dem Gebiet umsetzbarer
Farbreservoirs, die insbesondere geeignet sind, in Kombination mit einem Farbwerk
des Typs verwendet zu werden, wie es in der US-Patentanmeldung mit dem Aktenzeichen
S.N. 797 262 vom 18. April 1978 der gleichen Anmelderin dargestellt und beschrieben
ist.
[0007] Das erfindungsgemäß verbesserte, umsetzbare Farbreservoir besitzt eine Aufnahmewalze
und eine Auftragswalze, von denen eine eine harte Oberfläche und die andere eine elastisch
nachgiebige Oberfläche aufweist, welche unter Druck in gegenseitigem eindrückendem
Eingriff stehen. Die Aufnahmewalze kann einen Farbüberschuß an einem mit Farbe gefluteten
Dosierspalt zwischen der Aufnahmewalze und der Auftragswalze zumessen bzw. dosieren,
so daß eine gesteuerte Farbdicke auf die Oberfläche der Auftragswalze zu dosieren
ist. Der Farbfilm auf der Auftragswalze wird an einem Versorgungsspalt zwischen der
Auftragswalze und einer Dosierwalze übertragen. Der Geschwindigkeitsunterschied zwischen
der Dosierwalze und einer Ubertragungswalze gestattet einen Schlupf zwecks Bildung
einer dünnen, glatten Farbschicht auf der Ubertragungswalze, wenn die Farbe geteilt
und dosiert wird. Die Ubertragungswalze trägt sodann die Farbe auf eine Formwalze
auf.
[0008] Die Übertragungswalze und die Formwalze sind mit annähernd der Geschwindigkeit der
Druckplatte angetrieben, die mit der Formwalze in Eingriff steht.
[0009] Wenn die Druckplatte mit harter Oberfläche ausgeführt ist, so sollte die Formwalze
eine elastisch nachgiebige Oberfläche haben. Um die erforderliche Antriebsleistung
hinsichtlich des Rollenschlupfes am übertragungsspalt zwischen der Dosierwalze und
der Übertragungswalze zu reduzieren, ist die Übertragungswalze mit einer harten Oberfläche
versehe und mit einer größeren Oberflächen-Umfangsgeschwindigkeit angetrieben als
eine mit einem elastischen Mantel versehene Dosierwalze, gegen welche sie mit Schlupf
läuft, wie dieses in einer Patentanmeldung des gleichen Anmelders mit der Bezeichnung
"inker for newspaper press" (internationale Anmeldungsnummer PCT/US 79/00948 vom 5.
November 1979) dargestellt und beschrieben ist.
[0010] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung weist das umsetzbare
Farbreservoir eine Farbwanne mit einer bestimmten Farbmenge auf. Eine Auftragswalze
ist drehbar mit der Farbwanne verbunden, um für eine Farbabgabe in gesteuerter Menge
zu sorgen. Eine Aufnahmewalze ist in der Farbwanne vorgesehen, um Farbe an die Auftragswalze
zu liefern. Eine Einrichtung verbindet die Aufnahmewalze drehbar mit der Farbwanne,
um die Aufnahmewalze einstellbar relativ zur Auftragswalze positionieren zu können,
um auf diese Weise die erwünschte gesteuerte Farbabgabemenge zu erhalten.
[0011] Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0012] Wie bereits aus den vorstehenden Hinweisen zum Teil ersichtlich wird und auch aus
den nachfolgenden Teilen der Beschreibung erkennbar ist, besteht die der vorliegenden
Erfindung zugrunde liegende Aufgabe insbesondere darin, ein umsetzbares, bewegliches
Farbreservoir zu schaffen, das relativ zu einem Druckzylinder einstellbar angeordnet
ist, um Farbe auf eine ausgewählte Druckplatte auf dem Zylinder aufbringen zu können,
und um wahlweise die Farbzufuhr zu Abschnitten des Zylinders unterlassen zu können.
Dabei soll die Farbabgabe aus dem umsetzbaren Farbreservoir durch Steuerung des Druckes
zwischen der Aufnahmerolle und einer von der Farbwanne des Farbreservoirs gestützten
Auftragswalze einstellbar sein, und es soll weiterhin möglich sein, die Farbabgabe
von einem entfernt zum Farbreservoir liegenden Punkt aus fernzusteuern. Weiterhin
soll das erfindungsgemäße umsetzbare Farbreservoir von der Druckmaschine zwecks Reinigung
entfernbar sein, ohne daß es notwendig ist, die Auftragswalze relativ zu der Dosierwalze
des Farbwerkes für die Druckmaschine hinterher erneut einzustellen. Weiterhin soll
das erfindungsgemäße Farbreservoir die Möglichkeit eröffnen, Walzen relativ kleiner
Durchmesser zu verwenden, um eine beachtliche Eindrückung und damit einem entsprechenden
Druck am Übertragungsspalt schaffen zu können, wobei die Streifenbreite an der Berührungsstelle
und dabei der Abscherabschnitt zwischen einer Dosierwalze und einer Übertragungswalze
minimalisiert werden soll.
[0013] Weitere Aufgabenteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung.
[0014] Die Erfindung und bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind nachstehend unter
Bezugnahme auf eine Zeichnung weiter erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung des Farbsystems für eine lithographische Druckmaschine,
wobei insbesondere die verschiedenen Farb- und Feuchtflüssigkeitsfilme (übertrieben
groß) gezeigt sind;
Fig. 2 eine Vorderansicht, welche die Dosierwalze, die Ubertragungswalze und die Auftragswalze
sowie die Stützkonstruktion zeigt;
Fig. 3 einen Schnitt durch die Darstellung gemäß Fig. 2 in Richtung der Schnittlinie
3-3 in Fig. 2 gesehen;
Fig. 4 eine schematische Darstellung einer Standard-Druckstation;
Fig. 5 eine schematische Darstellung einer reversierten Druckstation;
Fig. 6 eine schematische Darstellung der elektrischen Schaltung der Motoren für das
Feuchtwerk und das Farbwerk;
Fig. 7 eine Schnittdarstellung in Richtung der Schnittlinie 7-7 in Fig. 2 gesehen,
in vergrößerter Darstellung;
Fig. 8 eine Draufsicht auf die Darstellung gemäß Fig. 7, d.h. also auf ein erfindungsgemäßes umsetzbares Farbreservoir, wobei einige
Teile der besseren Übersicht halber fortgebrochen sind;
Fig. 9 eine Schnittdarstellung in Richtung der Schnittlinie 9-9 in Fig. 8 gesehen;
Fig. 10 eine schematische Darstellung des Farbsystems für eine lithographische Druckmaschine,
welche die Anwendung und Positionierung einzelner umsetzbarer Farbreservoirs für einzelne
Seiten zeigt; und
Fig. 11 eine Darstellung ähnlich gemäß Fig. 10 mit umsetzbaren Farbreservoirs für
einzelne Seiten und Doppelseiten.
[0015] In den Zeichnungen sind gleiche oder gleichwertige Teile mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0016] In Fig. 1 der Zeichnung bezeichnet das Bezugszeichen 1 allgemein eine nachstehend
auch kurz als Farbwerk bezeichnete Farbauftragseinrichtung zum Aufbringen von Farbe
und Feuchtflüssigkeit auf eine lithographische Druckplatte einer Druckmaschine. Bei
der nachstehend auch kurz als Feuchtwerk 200 bezeichneten Wasserauftragseinrichtung
handelt es sich um ein Feuchtwerk desjenigen Typs, wie er in der US-PS 39 37 141 dargestellt
und beschrieben ist, so daß die Offenbarung dieser Druckschrift hiermit der Einfachheit
halber insoweit zum Gegenstand der vorliegenden Patentanmeldung gemacht wird.
[0017] Wie am besten aus Fig. 2 erkennbar ist, besitzt das Farbwerk 1 mit gegenseitigem
Abstand zueinander angeordnete Seitenrahmen 2 und 4, welche durch nicht dargestellte
Verbindungsträger miteinander verbunden sind und eine kräftige, feste Konstruktion
zum Abstützen einer Formwalze 90, einer Farbübertragungswalze 10, einer Farbdosierwalze
12, einer Farbauftragswalze 312 und einer Farbaufnahmewalze 310 bilden. Bei den Seitenrahmen
2 und 4 kann es sich um die Seitenrahmen einer Druckmaschine handeln, oder um Seitenrahmen
eines Farbwerkes, die mit den Seitenrahmen einer Druckmaschine zu verbinden bzw. verbunden
sind.
[0018] An den Seitenrahmen 2 bzw. 4 sind Kipphebel 16 bzw. 18 mittels Stummelwellen 20 bzw.
22 gelenkig befestigt. Zwischen den Seitenrahmen 2 und 4 sowie den Kipphebeln 16 und
18 sind Kippzylinder 24 und 26 gelenkig befestigt, mittels derer die Kipphebel 16,
18 um die Stummelwellen 20, 22 zu schwenken sind, um die Farbdosierwalze 12 in Stellung
zu bringen, wie weiter unten noch ausführlicher erläutert wird, und um Farbe über
die Farbübertragungswalze 10 auf die Formwalze 90 einer lithographischen Druckmaschine
zu übertragen.
[0019] Ein Schrägstellungsarm 28 kann vorgesehen sein, um das eine Ende der Farbdosierwalze
12 um die Achse der Farbübertragungswalze 10 zu schwenken bzw. zu drehen. Wie in Fig.
2 schematisch dargestellt ist, ist der Schrägstellungsarm 28 drehbar an einer Stummelwelle
30 befestigt bzw. gelagert, welche sich benachbart zu einem Ende der Farbübertragungswalze
10 zwischen dem Kipphebel 18 und dem Schrägstellungsarm 28 erstreckt.
[0020] Der Schrägstellungsarm 28 und der Kipphebel 16 besitzen jeweils Nuten 28a bzw. 16a,
die in den innenliegenden Seiten ausgebildet sind, in denen Blöcke 36 gleitbar angeordnet
sind, welche selbstausrichtende Lager 38 tragen. Im oberen Abschnitt der Nuten 28a
und 16a sind Blöcke 35 mit Schrauben 37 fest angeordnet, um eine geeignete Abstützung
bzw. Halterung für die Wellenabschnitte 31 und 32 der Farbübertragungswalze 10 zu
schaffen. Geeignete Mittel wie elastische Federn 40 zwischen den Blöcken 35 und 36
drücken die Blöcke 36 in Längsrichtung des Schrägstellungsarms 28 und des Kipphebels
16 von der Längsachse der Farbübertragungswalze 10 weg. Eine Druck-Einstellschraube
42 drückt den Block 36 in Längsrichtung des Schrägstellungsarms 28 und des Kipphebels
16 gegen die Rückstellkraft der Federn 40. Stummelwellen 44 und 46, die sich von den
einander gegenüberliegenden Enden der Farbdosierwalze 12 nach außen erstrecken, sind
in den selbstausrichtenden Lagern 38 gelagert, so daß sichergestellt ist, Saß die
Farbübertragungswalze 10 mit der Farbdosierwalze 12 in gegenseitigem drehenden Druckeingriff
steht. Die auch als Stummelwellen zu bezeichnenden Wellenabschnitte 31 und 32 erstrecken
sich von den einander gegenüberliegenden Enden der Farbübertragungswalze 10 nach außen
und sind in Lagern 39 gelagert, die ihrerseits in den Blöcken 35 angeordnet sind.
[0021] Es ist ersichtlich, daß eine Drehung der Druck-Einstellschrauben 42 die einander
gegenüberliegenden Enden der Farbdosierwalze 12 relativ zur Achse der Farbübertragungswalze
10 bewegt, so daß auf diese Weise der Druck zwischen der Farbübertragungswalze 10
und der Farbdosierwalze 12 einzustellen bzw. zu steuern ist.
[0022] Wie aus Fig. 3 erkennbar ist, ist ein geeignetes Mittel vorgesehen, mit dem eine
gewünschte winkelmäßige Relativstellung zwischen dem Kipphebel 18 und dem Schrägstellungsarm
28 einzustellen und aufrechtzuerhalten ist. Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausgestaltung
ist eine Einstellschraube 50 in den Schrägstellungsarm 28 gedreht und erstreckt sich
durch Gewindebohrungen, die in Schwenkblöcken 52a und 52b vorgesehen sind. Die Blöcke
52a und 52b sind gelenkig an einem Vorsprung 54 am Schrägstellungsarm 28 bzw. einem
Vorsprung 56 am Kipphebel 18 befestigt. Durch die Einstellschraube 50 kann der Zwischenraum
zwischen den Vorsprüngen 54 und 55 eingestellt werden, um auf diese Weise den Schrägstellungsarm
28 relativ zu dem Kipphebel 18 um die Welle 30 bewegen zu können.
[0023] Die Seitenrahmen 2 und 4 haben geeignete einstellbare Anschläge 5 mit Einstellschrauben
5a, welche sich durch diese hindurcherstrecken, um mit den Kipphebeln 16 und 18 in
Eingriff zu kommen, wenn die Kolbenstangen der Kippzylinder 24 und 26 ausgefahren
werden, um einen gewünschten relativen Druck zwischen der Farbdosierwalze 12 und der
farbbeschichteten Übertragungswalze 10 zu schaffen, wobei letztere vorgesehen ist,
um Farbe über eine Formwalze 90 auf eine lithographische Druckplatte 112 auf einem
Plattenzylinder P zu übertragen, wie weiter unten noch eingehender erläutert wird.
Blockartige Anschläge 6 mit Einstellschrauben 6a sorgen für eine "AuBer-Druck"-Begrenzung,
wenn die Kolbenstangen der Kippzylinder 24 und 26 zurückgezogen sind, um die Farbdosierwalze
12 von der Oberfläche der Farbübertragungswalze 10 hinwegzubewegen.
[0024] Die sich von dem einen Ende der Farbdosierwalze 12 nach außen erstreckende Stummelwelle
44 besitzt ein Zahnrad 60, welches fest auf sie aufgekeilt ist, und welches mit einem
Zahnrad 71 kämmt, welches auf einer Welle 58 sitzt, die sich drehbar durch eine Öffnung
des Seitenrahmens 2 erstreckt. Die Welle 58 ist mit der Welle eines reversierbaren,
geschwindigkeitsveränderbaren Antriebes 69, wie beispielsweise eines elektrischen
Getriebemotors, verbunden. Dieser könnte ersichtlich durch einen anderen Antrieb,
wie beispielsweise einen Antrieb mit einem Getriebe, Kettenrädern, Riemen o.dgl. ersetzt
und von dem Druckmaschinenantrieb angetrieben werden, und zwar dann vorzugsweise mit
einem geschwindigkeitsveränderlichen Getriebe o.dgl.
[0025] Die Leitung 80, mittels welcher der Antrieb 69 mit Energie versorgt wird, ist über
einen variablen Widerstand 84 mit den Anschlußklemmen des Antriebsmotors 69 verbunden,
so daß der Motor mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten laufen und die Drehgeschwindigkeit
steuern kann, und so daß demgemäß die Umfangsgeschwindigkeit der Farbdosierwalze 12
unabhängig vom Druckmaschinenantrieb ist, der die Geschwindigkeit derjenigen Walzen
oder sonstigen Mittel steuert, mittels welcher Farbe auf den Plattenzylinder gegeben
wird, im vorliegenden Fall also Walzen 10 und 90. Wenn es zweckmäßig erscheint, kann
der Motor 69 durch eine geschwindigkeitsveränderliche Kupplung ersetzt werden, welche
die Welle 58 mit dem Druckmaschinenantrieb verbindet, wie dieses weiter oben beschrieben
ist.
[0026] Es ist ein geeignetes Mittel vorgesehen, um dem Farbdosierspalt N zwischen den einander
benachbarten Oberflächen der Farbauftragswalze 312 und der Farbaufnahmewalze 310 einen
überschüssigen Farbvorrat zuführen zu können. Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung
gemäß Fig. 1 ist ein Teil bzw. Abschnitt der Farbaufnahmewalze 310 in Farbe 14a eingetaucht,
die sich in einer Farbwanne 320 befindet.
[0027] Die Farbe 14a ist vorzugsweise desjenigen Typs, die für die Farbgebung erhabener
Bildabschnitte beim Letterndruck verwendet wird, oder desjenigen Typs, wie sie beim
direkten bzw. lithographischen Offsetdrucken oder beim Zeitungsdruck Verwendung findet,
oder sie ist ähnlicher Beschaffenheit.
[0028] Die Farbaufnahmewalze 310 und die Farbdosierwalze 12 besitzen vorzugsweise eine hohle,
rohrförmige Buchse (gleichsam als Kern) mit einem elastischen Überzug 12c, der an
der Außenseite der Buchse befestigt ist. Das Material ist oleophil; die Oberfläche
kann glatt oder texturiert sein. Die Farbauftragswalze 312 ist vorzugsweise hart und
besitzt eine äußere Oberfläche, die texturiert ist sowie farbaufnehmend bzw. oleophil.
Die äußere Oberfläche der Farbauftragswalze 312 kann demgemäß beispielsweise aus Kupfer,
Stahl oder Kunststoff bestehen. Die Oberfläche der Farbauftragswalze 312 kann entweder
hart oder elastisch nachgiebig sein.
[0029] Die Formwalze 90 wird vorzugsweise mit gleicher Länge zugeschnitten wie die Druckplatte,
um eine Ansammlung überschüssiger Farbe zu verhindern, welche sich auf der Formwalze
aufbauen könnte, wenn diese länger ist als die Druckplatte. Die Farbübertragungswalze
10 besitzt eine harte, glatte Oberfläche ähnlich derjenigen auf der Farbauftragswalze
312.
[0030] Wie aus Fig. 1 der Zeichnung erkennbar ist, ist die Farbdosierwalze 12 vorzugsweise
in einem durch Druckeingriff mit der Farbübertragungswalze 10 eingedrückten Zustand.
Die Farbübertragungswalze 10 besitzt vorzugsweise einen rohrförmigen Metallkern, an
dessen Enden Stummelwalzen angeordnet sind, die sich nach außen erstrecken und in
den Lagern 39 gelagert sind, welche von den Seitenrahmen 2 und 4 getragen werden und
Mittel aufweisen, um die Farbübertragungswalze 10 in eindrückenden Druckeingriff mit
der Formwalze 90 zu bringen.
[0031] Die Formwalze 90 wird vorzugsweise durch ein Zahnrad 90a angetrieben, und welches
mit einem Zahnrad 90b kämmt, das mit dem Plattenzylinder P der Druckmaschine angetrieben
wird, und besitzt einen glatten, elastisch nachgiebigen äußeren Überzug.
[0032] Eine Farbvorratswalze 94a, die vorzugsweise als Schwingwalze ausgebildet ist, entfernt
Farbe von Abschnitten 128'' eines Farbfilms 128 auf der Oberfläche der Formwalze 90
und fügt die Farbe den farbmäßig ausgebeuteten Abschnitten 128' zu, wobei sie auf
diese Weise einen gleichmäßigeren Farbfilm auf der Oberfläche der Formwalze 90 bildet,
der sich vom Spalt 120 zwischen Formwalze 90 und Plattenzylinder P zum Spalt A zwischen
Farbübertragungswalze 10 und Formwalze 90 bewegt.
[0033] Eine zweite Farbvorratswalze 94b, die ähnlich der Farbvorratswalze 94a ausgebildet
ist, ist zwischen dem Plattenzylinder P und dem Feuchtwerk 200 angeordnet, um den
Farbfilm beim Rücklauf von der Formwalze 90 zu glätten, wie weiter unten noch ausführlich
erläutert ist.
[0034] Eine vorzugsweise als Schwingwalze ausgebildete Konditionierwalze 86 ist drehbar
auf einer Welle 86a in Blöcken 86d abgestützt und konditioniert und glättet die Oberfläche
des Farbfilms 100, um den Film aufnahmefähiger für die Annahme von Feuchtflüssigkeit
zu machen. Schrauben 86b und 86c drücken die Blöcke 86d und damit die Konditionierwalze
86 in eindrückenden Druckeingriff mit der Formwalze 90. Die Oberfläche der Konditionierwalze
86 besteht vorzugsweise aus ähnlichem Material wie diejenige der Formwalze 90, so
daß die Oberfläche die gleiche Affinität für Farbe aufweist wie die Oberfläche der
Formwalze 90.
[0035] Wenn der Farbfilm 100 aus dem Spalt A zwischen der Formwalze 90 und der Farbübertragungswalze
10 herauskommt, ist er geschlichtet und kalandriert. Ein geschlichteter Farbfilm ist
nicht sonderlich aufnahmefähig für Feuchtflüssigkeit,so daß die Oberflächenspannung
der Farbmoleküle die vom Feuchtwerk 200 aufgebrachte dünne Feuchtflüssigkeitsschicht
zurückweisen kann. Die Konditionierwalze 86 nimmt einen Teil des Farbfilms 100 auf
und teilt diesen mithin in einen Film 100' auf der Konditionierwalze 86 und einen
verbleibenden Farbfilm 100a auf der Formwalze auf, der ein mattes Finish mit mikroskopisch
kleinen Einsenkungen aufweist. Das matte Finish auf dem Film 100a nimmt williger die
dünne Schicht von Feuchtflüssigkeit an, und zwar aufgrund der molekularen Anziehung,
die nunmehr größer ist als die Oberflächenspannung der einen Film 216 bildenden Feuchtflüssigkeit.
[0036] Die Konditionierwalze 86 und die Farbvorratswalzen 94a und 94b besitzen vorzugsweise
derartige Durchmesser, daß bei ihrer Drehung die Farbe ordnungsgemäß auf der Formwalze
90 aufgebracht bzw. von ihr abgenommen bzw. neu verteilt wird.
[0037] Die als Schwingwalzen ausgebildeten Walzen 86, 94a und 94b sind bevorzugt mit nicht
dargestellten Antrieben versehen, mittels derer die Walzen in Längsrichtung hin- und
herzubewegen sind. Geeignete Schwingantriebe dieser Art sind in der Drucktechnologie
hinreichend bekannt, so daß eine eingehende Beschreibung nicht nötig erscheint. Eine
Drehung wird durch Reibungskontakt mit benachbarten Oberflächen erzeugt.
[0038] Das Feuchtwerk 200 ist in Fig. 1 schematisch dargestellt. Es besitzt eine hydrophile
Übertragungswalze 210 auf einer Welle 210a und eine elastische Dosierwalze 212 auf
einer Welle 212a, die an dem Farbwerk 1 in ähnlicher Weise montiert sind, wie dieses
in der US-PS 39 37 141 beschrieben ist. Die Dosierwalze 212 dosiert Feuchtflüssigkeit
214a aus einem Trog 214 auf die Übertragungswalze 210 durch einen Spalt Na. Der durch
den Druck zwischen den Walzen 210 und 212 eingestellte bzw. gesteuerte Wasserfilm
bildet eine dünne Feuchtflüssigkeitsschicht 204, welche durch den Feuchtflüssigkeitsübertragungsspalt
106a auf das matte Finish des Farbfilms 100a auf der Oberfläche der Formwalze 90 dosiert
wird.
[0039] Die Dosierwalze 212 des Feuchtwerkes wird von einem geschwindigkeitsveränderlichen,
reversierbaren Motor 269 angetrieben. Wie in Fig. 6 dargestellt ist, sind der Widerstand
84 und ein dem Motor 269 zugeordneter Widerstand 284 mit einer elektrischen Energiequelle
verbunden sowie einem Paar gekoppelter zweipoliger Umschalter 81a und 81b I um die
Drehrichtung der Motoren 69 und 269 zu steuern.
[0040] Die Betriebs- und Funktionsweise der vorstehend beschriebenen Vorrichtung ist wie
folgt:
Der Druck zwischen den Enden der Farbübertragungswalze 10 und der Farbdosierwalze
12 wird durch Drehen der Druckeinstellschrauben 42 eingestellt.
[0041] Da lange Walzen, die unter Druck zusammengepreßt werden, zu einem Verbiegen neigen,
ist der benachbart zu den Mitten der Walzen vorhandene Druck geringer als der Druck
an ihren Endabschnitten. Der Druck in Längsrichtung der Walzen 10 und 12 wird durch
Drehung der Einstellschraube 50 und Drehung des Schrägstellungsarms 28 um die Achse
der Farbübertragungswalze 10 in eine Stellung eingestellt, in welcher eine gewünschte
Druckverteilung über die Länge der Walzen 10 und 12 vorhanden ist.
[0042] Die Einstellschraube 5a wird in Stellung gebracht, um mit den Kipphebeln 16 und 18
in Eingriff zu kommen und einen gewünschten Druck zwischen der Farbübertragungswalze
10 und der Farbdosierwalze 12 einzustellen.
[0043] Zum Zwecke einer graphischen Darstellung der neuen Funktion und Verfahrensweise der
dargestellten und vorstehend beschriebenen Vorrichtung ist in Fig. 1 eine schematische
Darstellung der Farbaufnahmewalze 310, der Farbauftragswalze 312, der Farbdosierwalze
12, der Farbübertragungswalze 10 und der Formwalze 90 dargestellt. Die Farb- und Wasserfilme
sind zur deutlicheren Darstellung übertrieben stark dargestellt.
[0044] Wie in Fig. 1 dargestellt ist, handelt es sich bei der der Farbwanne 320 zugeordneten
Farbauftragswalze 312 - wenn diese vorgesehen ist, um Farbe zu einer Druckplatte 112
zu bringen - vorzugsweise um eine Walze mit harter Oberfläche, welche Farbe von der
Farbaufnahmewalze 310 erhält, welche in Farbe 14a eingetaucht ist, die sich in der
Farbwanne 320 befindet. Die Farbauftragswalze 312 ist drehbar in gegenseitigem eindrückenden
Druckeingriff mit der Farbdosierwalze 12 gelagert, wie weiter unten noch erläutert
ist.
[0045] Wenn sich die Oberfläche der Walze 310 zum Farbdosierspalt N zwischen den Walzen
310 und 312 hinbewegt, wird eine verhältnismäßig dicke Farbschicht 101 aufgenommen
und auf die Oberfläche der Farbaufnahmewalze 310 gebracht. Am Tangentialpunkt des
Farbdosierspaltes N baut sich ein Farbwulst auf, der einen Farbüberschuß bildet. Die
Größe der den Farbwulst bildenden überschüssigen Farbmenge wird dadurch reguliert,
daß überschüssige Farbe in die Farbwanne 320 zurückfließt. Der Farbwulst bildet ein
Farbreservoir, aus dem Farbe durch die Farbauftragswalze 312 abgezogen wird. Wenn
die Walzen 310 und 312 unter gegenseitigem Druckeingriff drehen, wird eine Farbschicht
zwischen den benachbarten Oberflächen dieser beiden Walzen zugemessen, die durch eine
dünne Schmier-Farbschicht voneinander getrennt sind. Da die Farbauftragswalze 312
eine oleophile Oberfläche besitzt, haftet ein Teil des Farbfilms auf der Oberfläche
der Oberfläche der Walze 310 und bildet einen Film mit der auf der Oberfläche der
Walze 310 verbleibenden Farbe, die zurückgeführt wird bzw. in die Farbwanne 320 zurückfließt.
Der Farbfilm 101 wird sodann durch die drehende Quetschwirkung zwischen den Walzen
12 und 312 an ihrer Tangentiallinie auf der Oberfläche der Walze 12 verteilt. Walzen
tragen bzw. fördern den Farbfilm sodann von der Walze 12 zum Plattenzylinder P.
[0046] Am Spalt T zwischen den Walzen 10 und 12 ist zu erkennen, daß die Farbübertragungswalze
10 in die elastisch nachgiebige Oberfläche der Farbdosierwalze 12 eingedrückt ist,
und daß der Farbfilm 104 auf der Farbübertragungswalze 12 mit dem Farbfilm 107 auf
der Farbübertragungswalze 10 in Berührung kommt. Die Außenseite des Farbfilms 104
und die Außenseite des Farbfilms 107 auf der Farbübertragungswalze 10 werden zusammengedrückt
und rufen eine hydraulische Verbindung zwischen den Walzen 10 und 12 hervor, wenn
diese eng benachbart zueinander drehen, wobei indes kein physischer Kontakt zwischen
den Walzenoberflächen stattfindet.
[0047] Es ist wichtig, festzustellen, daß der relativ dicke Farbfilm 104 es den Walzen 10
und 12 gestattet, mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten zu rotieren, wie weiter
unten noch erläutert ist.
[0048] Vorzugsweise wird die Farbübertragungswalze 10 durch die Formwalze 90 angetrieben,
welche über das Zahnrad 90a mit der gleichen Umfangsgeschwindigkeit gedreht wird,
wie die Druckplatte 112, und bewegt sich mit größerer Umfangsgeschwindigkeit als die
Farbdosierwalze 12. Durch Regulierung der Umfangsgeschwindigkeitsdifferenz der Farbdosierwalze
12 und der Farbübertragungswalze 10 kann die auf die Farbübertragungswalze 10 übertragene
und auf die Formwalze 90 aufgebrachte Farbmenge reguliert werden.
[0049] Innerhalb bestimmter Grenzen gilt, wie weiter unten noch eingehender erläutert wird,
daß bei Steigerung der Umfangsgeschwindigkeit der Farbdosierwalze 12 der am Farbübertragungsspalt
T dargebotene Farbfilm 104 schneller anwächst, so daß mehr Farbe auf die Oberfläche
der Farbübertragungswalze 10, der Formwalze 90 und der lithographischen Druckplatte
112 übertragen wird, und daß das Umgekehrte der Fall ist, wenn die Umfangsgeschwindigkeit
der Farbübertragungswalze 10 herabgesetzt wird.
[0050] Der Farbfilm zwischen einander benachbarten Oberflächenabschnitten der Walzen 10
und 12 gestattet es den Walzen 10 und 12, mit unterschiedlichen Umfangsgeschwindigkeiten
relativ zueinander gleitend gedreht zu werden, da der Farbfilm 104 eine Schmierung
schafft, die einen Schlupf zwischen den jeweils einander benachbarten Oberflächenabschnitten
der Walzen 10 und 12 ohne reibungsbedingte Beschädigung oder gar Zerstörung bewirkt.
Aufgrund des Schlupfes zwischen den Walzen 10 und 12 wird der Farbfilm dosiert, d.h.
zugemessen und verteilt, und zwar durch Aufteilung der Farbe zwischen den einander
benachbarten Oberfl.ächenabsehnit- ten der Walzen 10 und 12, um auf diese Weise den
Farbfilm 106a zu bilden. Die Dicke des Farbfilms 106a wird durch den Druck zwischen
der Farbdosierwalze 12 und der Farbübertragungswalze 10 sowie der Geschwindigkeit
der Farbübertragungswalze gesteuert.
[0051] Wenn man einmal annimmt, daß ein eine Einheit dicker Farbfilm auf die Bildabschnitte
der Druckplatte aufgebracht wird, so ist der Farbfilm 216 auf der Formwalze 90 wahrscheinlich
etwa zwei Einheiten dick, wobei die Hälfte auf die Druckplatte 112 übertragen wird
und die andere Hälfte als Film 128' auf der Formwalze 90 verbleibt. Wenn der Film
100 gleich dem Film 216 ist, sowürde der Film 106a drei Einheiten dick sein, da der
Film 100 und der Film 107 annähernd gleiche Dicke aufweisen, weil der Film 128' mit
dem Film 106a am Spalt A kombiniert wird. Wenn man annimmt, daß kein Schlupf vorhanden
ist, so würde der Film 104 vier Einheiten dick sein und der Film 106b drei Einheiten
dick. Daraus ist erkennbar, daß 33% der Farbe von der übertragungswalze 10 am Spalt
A entfernt wird, während nur 25% von der Dosierwalze 12 am Spalt T entfernt wird,
und daß am Spalt T mehr Farbe für die Schmierung vorhanden ist als am Spalt A. Bei
einem Schlupf zwischen den Walzenoberflächen am Spalt T wird weniger Leistung erforderlich
als am Spalt A.
[0052] Die Dosierwalze 12 wird vorzugsweise mit einer Umfangsgeschwindigkeit angetrieben,
die beispielsweise einige Hundert Fuß/Minute langsamer ist als die Umfangsgeschwindigkeit
der Übertragungswalze 10 und der Formwalze 90. Wenn sich beispielsweise durch eine
Druckmaschine Papier mit einer Geschwindigkeit von 1200 Fuß/Minute bewegt, besitzen
normalerweise die Druckplatte 112, die Formwalze 90 und die Übertragungswalze 10 Umfangsgeschwindigkeiten
von 1200 Fuß/Minute. Die Übertragungswalze 10 würde vorzugsweise mit einer Umfangsgeschwindigkeit
drehen,die weniger als 240 Fuß/ Minute beträgt.
[0053] Die Farbfilme 106a und 130 werden im Farbauftragsspalt A kombiniert bzw. zusammengeführt
und auch gespalten, wenn die Walzen 10 und 90 vom Farbauftragsspalt A weggedreht werden.
Der frische Farbfilm 100 haftet an der Oberfläche der Formwalze 90. Farbe, die von
der Formwalze 90 zurückgewiesen worden ist, bildet einen rückgeführten Farbfilm 107,
der geringfügig ungleichmäßig sein kann, und der an der Oberfläche der Auftragswalze
10 haftet und zum Spalt T zurückgefördert wird, um erneut zugemessen bzw. dosiert
zu werden.
[0054] Die Konditionierwalze 86 spaltet den Film 100 auf, indem sie einen Film 100' aufnimmt
und ein mattes Finish auf dem Farbfilm 100a bildet. Irgendwelche Ungleichmäßigkeiten
des Films 100 werden ausgeglichen, so daß ein Film 100a von sehr gleichmäßiger Dicke
gebildet wird.
[0055] Die Grenzspannung zwischen der Außenseite des weniger viskosen Feuchtflüssigkeitsfilms
204 bewirkt aufgrund molekularer Anziehung zwischen der Oberfläche des viskoseren
Farbfilms 100a, daß ein Teil 216 des glatten und regelmäßigen Feuchtflüssigkeitsfilms
204 der Oberfläche des Farbfilms 100a hinzugefügt wird, der wiederum auf die Platte
übertragen wird, und zwar am Berührungspunkt zwischen der Platte 112 und der Formwalze
90 am Farbspalt 120.
[0056] Die lithographische Druckplatte 112 besitzt hydrophile bzw. wasserfreundliche Nicht-Bild-Abschnitte
121 und oleophil.e bzw. farbempfängliche Bildabschnitte 122, die auf der Oberfläche
ausgebildet sind. Wenn die Druckplatte 112 mit erhabenen Bildflächen versehen ist,
würde das Feuchtwerk 200 nicht benötigt, um eine Übertragung von Farbe auf Nicht-Bild-Abschnitte
zu verhindern.
[0057] Am Spalt 120 zwischen der Formwalze 90 und der Druckplatte 112 wird der Farbfilm
100 bzw. 216 aufgespalten und bildet dünne Filme 125 aus Farbe und Wasser über oleophilen
Abschnitten 122 auf der Druckplatte. Wenn Feuchtflüssigkeit aufgebracht wird, wird
die Feuchtflüssigkeitsschicht 216 auf und in dem Farbfilm 100 getragen-und außerdem
verteilt, um einen dünnen Film 216 von Feuchtflüssigkeit über den hydrophilen Abschnitten
121 der Druckplatte zu bilden.
[0058] Eine nicht beachtliche Feuchtflüssigkeitsmenge verbleibt auf der Oberfläche der Formwalze
90, welche sich von dem Spalt 120 wegbewegt. Doch diese verbleibende Feuchtflüssigkeit
wird mit dem Farbfilm 128 auf dem Farbfilm 130a auf der Farbvorratsrolle 94a übertragen,
wo die Feuchtflüssigkeit ausgeschieden und/oder evaporiert werden kann, und zwar in
einem solchen Ausmaß, daß sie auf das Farbsystem keinen Einfluß hat.
[0059] Die Farbe des auf der Formwalze 90 verbleibenden Films 128 wird mit dem Farbfilm
130a auf der Farbvorratswalze 94a kombiniert bzw. zusammengeführt und auf der Walze
94a aufgeteilt und gesammelt. Farbe auf der Walze 94a wird den Abschnitten 128' des
Films 128 zugeführt, denen Farbe entnommen worden ist, so daß auf diese Weise der
bekannte Effekt sog. Geisterbilder bezüglich des Films 128 dadurch reduziert wird,
daß ein gleichmäßigerer Film 130 gebildet wird, bevor ein Wiedereintritt in den Spalt
A erfolgt.
[0060] Die Feuchtflüssigkeitsschicht 216 wird im wesentlichen auf gleiche Weise aufgebracht.
Ein Feuchtflüssigkeitsüberschuß 201 wird einem Feuchtflüssigkeitswulst 202 zugeführt,
um einen Feuchtflüssigkeitsfilm 204 zu bilden, der im Spalt 106a auf den Farbfilm
100a auf der Formwalze 90 aufgetragen wird. Ein Feuchtflüssigkeitsfilm 217 wird zum
Feuchtflüssigkeitswulst 202 zurückgeführt, um am Spalt Na erneut zugemessen bzw. dosiert
zu werden.
[0061] Aus dem Vorherigen dürfte erkennbar sein, daß die erfindungsgemäße Vorrichtung zum
Aufbringen von Farbe in einem Drucksystem die Möglichkeit bietet, die Dosierung am
Farbdosierspalt N zu steuern, um einen Farbfilm von genau gesteuerter Dicke zu schaffen,
in dem der Druck zwischen der Farbaufnahmewalze 310 und der Farbauftragswalze 312
eingestellt wird, und in dem weiterhin die Umfangsgeschwindigkeiten der Walzen 10
und 12 relativ zueinander gesteuert werden. Es wird das Ausmaß gesteuert, zu dem der
zugemessene Farbfilm 104 dem Farbfilm 107 auf der Übertragungswalze 10 am Farbübertragungsspalt
T dargeboten wird, und auch die hydraulische Kraft, um die gewünschte Filmdicke zu
erhalten.
[0062] Fig. 4 zeigt ein Paar Farbwerke 1 in einer Standardanordnung für einen Druck auf
beiden Seiten einer Bahn W. Eine Druckstation U besitzt normalerweise ein Paar Druckeinheiten
C, die jeweils ein Farbwerk 1 und ein Feuchtwerk 200 besitzen. Wenn es notwendig ist,
zwei Farben auf einer Seite der Bahn W zu drucken, muß die rechte Druckeinheit C,
wie in Fig. 5 dargestellt, reversiert werden, so daß die Bahn W zum Druck auf einer
einzigen Seite durch die Druckstation geführt werden kann. Bei Reversierung der Drehrichtung
der Formwalze 90 wird Feuchtflüssigkeit auf den dünnen "Geisterbild"-Farbfilm aufgetragen,
der die Druckplatte 112 verläßt, nachdem die Farbvorratswalze 94b den Farbfilm in
einem gewissen Ausmaß glättet. Ein frischer Farbvorrat wird der Feuchtflüssigkeit
und Farbe auf der Formwalze 90 zugeführt, wenn die Formwalze 90 sich durch den Spalt
A bewegt. Die Einheit C kann demgemäß auf einfache Weise durch Reversieren des Antriebs
der Einheit und der Motoren.69 und 269 reversiert werden.
[0063] Es ist ersichtlich, daß die in Fig. 1 dargestellten Farb- und Feuchtflüssigkeitsfilme
eine Standarddruckeinheit repräsentieren, die sich in normaler Standardrichtung bewegt,
und daß die Filme sich örtlich von den dargestellten ändern würden, wenn die Druckeinheit
reversiert werden würde, um zunächst Feuchtflüssigkeit und sodann Farbe auf die Feuchtflüssigkeit
aufzubringen.
[0064] Fig. 7 zeigt ein im ganzen mit 300 bezeichnetes,umsetzbares Farbreservoir mit in
gegenseitigem Abstand angeordneten Stützplatten 302 und 304 zum drehbaren Abstützen
einer Farbaufnahmewalze 310 und einer Farbauftragswalze 312. Die Stützplatten 302
und 304 sind mit Schrauben 314 an den Stirnwänden 316 und 318 der Farbwanne 320 befestigt.
[0065] Der Boden 322 der Farbwanne 320 ist an mit Abstand zueinander angeordnete Stützträger
324 und 326 angeschweißt. Verriegelungsträger 328 und 330 sind mit Schrauben 329 befestigt
und stützen die Stützträger 324 und 326 ab.
[0066] Wie weiter unten noch ausführlicher dargelegt ist, sind die Verriegelungsträger 328,
330 durch geeignete Stützmittel entfernbar an der Druckmaschine befestigt.
[0067] Wenn der Plattenzylinder der Druckmaschine vier Druckplatten besitzt, die über seine
Länge angeordnet sind, sind vier transportable Farbreservoirs 300 Seite an Seite angebracht
bzw. vorgesehen, um Farbe auf die Farbdosierwalze 12 zu bringen.
[0068] Unter Bezugnahme auf die Fig. 7 und 8 der Zeichnung sei angemerkt, daß die Farbaufnahmewalze
310 vorzugsweise eine glatte, elastisch nachgiebige Oberfläche besitzt, die in gegenseitigem
Druckeingriff mit der Oberfläche der Auftragswalze 312 steht, welche eine harte texturierte
Oberfläche besitzt. Bei der dargestellten Ausgestaltung besitzt die Auftragswalze
312 eine gekordelte oder ähnlich ausgestaltete Oberfläche, so daß diese entsprechend
aufgerauht ist, um eine Reib-Antriebskraft zum Drehen der Auftragswalze 312 und der
Aufnahmewalze 310 zu schaffen, wenn die Auftragswalze 312 im Druckeingriff mit der
Dosierwalze 12 des Farbsystems ist.
[0069] Die Stützplatten 302 und-304 besitzen Schlitze 332, in welchen Lagerblöcke 334 montiert
sind. Jeder Lagerblock trägt ein Lager 335, welches seinerseits eine Achse trägt,
die sich von den einander gegenüberliegenden Enden der Auftragswalze 312 nach außen
erstreckt. Der Lagerblock 334 ist durch eine Verriegelungsschraube 336 in Stellung
gehalten, welche sich durch eine Gewindebohrung 337 in den Stützplatten 302 und 304
erstreckt.
[0070] Achsen 310a und 310b erstrecken sich von den einander gegenüberliegenden Enden der
Aufnahmewalze 310 nach außen in Lager 345, die durch Lagerblöcke 344 abgestützt sind,
welche gleitbar in Schlitzen 342 angeordnet sind, welche in den Stützplatten 302 und
304 ausgebildet sind. Federn 346 sind mit dem Boden des Schlitzes 342 im Eingriff
und drücken die Lagerblöcke 344 in eine Stellung, welche die Oberflächen der Walzen
310 und 312 separieren würde.
[0071] Aufhänger 350 und 352 sind an den Lagerblöcken 344 befestigt und gleitbar an den
Seitenplatten 302 und 304 befestigt. Jeder Aufhänger 350 und 352 ist vorgesehen, um
die Position des Lagerblocks 344 relativ zu den Stützplatten 302 und 304 einzustellen,
um den Druck benachbarter Oberflächenabschnitte der Walzen 310 und 312 einzustellen.
[0072] Ein Einstellmittel 355 umfaßt einen Elektromotor 356 zwecks Antrieb eines Untersetzungsgetriebes
358, welches eine Abtriebswelle 360 aufweist. Ein Antriebsadapter 362 und ein Zahnrad
364 sind durch einen Stift 365 an der Abtriebswelle 360 befestigt. Das untere Ende
des Adapters 362 erstreckt sich durch eine mittige öffnung im Zahnrad 64, so daß der
Adapter 362 und das Zahnrad 364 sich mit der Welle 360 drehen.
[0073] Das obere Ende des Adapters 362 ist an einer Welle 366 eines Positionspotentiometers
368 befestigt, welches Ausgangsleitungen 369, 370 und 371 aufweist, die elektrisch
mit einer Ableseeinrichtung 372 verbunden sind, mittels welcher der relative Druck
bzw. die relative Streifendicke am Spalt 375 zwischen der Aufnahmewalze 310 und der
Auftragswalze 312 abzulesen ist, wie weiter unten noch eingehender erläutert ist.
[0074] Das Zahnrad 364 kämmt mit einem Zahnrad 380, welches auf einer Welle 382 befestigt
ist, die in Lagern 384 gelagert ist, welche in eine öffnung im Gehäuse 385 angebracht
sind.
[0075] Eine Steuerscheibe 386 ist am Ende der Welle 382 befestigt und steht mit einem Folgeglied
388 im Eingriff, welches auf einem drehbar befestigten Bolzen sitzt. Eine Einstellschraube392
sitzt auf der Welle 382 zum Einstellen des Abstandes zwischen dem Ende des Folgegliedes
388 und dem Ende des Kopfes 395 der Einstellschraube 392. Eine Verriegelungsmutter
394 befindet sich auf der Welle 382, um eine unbeabsichtigte Drehung zu verhindern.
Der Kopf 395 der Einstellschrauben 392 steht mit einem Ansatz 354 des Aufhängers 350
im Eingriff.
[0076] Wenn der Motor 356 mit Energie versorgt wird, dreht sich die Abtriebswelle 360 und
erteilt dabei über die Zahnräder 364 und 380 der Welle 382 eine Bewegung. Wenn sich
die Welle 382 dreht, dreht sich auch die Steuerscheibe 386 und bewegt dadurch das
Folgeglied 388 und den Kopf 395 der Einstellschraube 392 und erteilt dem Aufhänger
350 eine Längsbewegung. Eine Bewegung des Aufhängers 350 hat zur Folge, daß der Lagerblock
344 und die Aufnahmewalze 310 relativ zu der Auftragswalze 312 bewegt werden, um die
Breite des Streifens am Spalt 375 einzustellen. Die eine Stellungsanzeige darstellende
Ableseeinrichtung 372 wird mit der Einstellschraube 392 kalibriert, so daß der Stellungsanzeiger
372 eine geeignete Ablese- bzw. anzeigemöglichkeit gibt, wenn die Oberfläche der Walzen
310 und 312 einander gerade eben in sog. "Kußkontakt" berühren. Wenn der Motor 356
gedreht wird, um die Breite des Streifens am Spalt 375 zu erhöhen, zeigt die Ableseeinrichtung
des Stellungsanzeigers 372 mithin den Druck oder die Breite des Streifens am Spalt
375 an.
[0077] Der Motor 356 wird vorzugsweise über Leitungen 402 und 404 von einer geeigneten elektrischen
Energiequelle 400 angetrieben, wenn ein Schalter 405 geschlossen ist. Der Motor 356
ist von der Energiequelle abgetrennt, wenn-der Schalter 405 offen ist, und er wird
reversiert, wenn er auf die Anschlußklemme 404a geschaltet ist.
[0078] Der Schalter 405 ist bevorzugt benachbart zum Seitenrahmen der Druckstation bzw.
auf einer Konsole der Druckmaschine angeordnet, so daß die Einstellung des Druckes
im Spalt 375 ferngesteuert werden kann.
[0079] Es ist erkennbar, daß ein Druckeinstellmittel 355 benachbart zu jeder der beiden
Stützplatten 302 und 304 jeder der transportablen Farbreservoirs 300 angeordnet ist,
so daß der Streifen am Spalt 375 an jedem Ende der Aufnahmewalze 310 unabhängig einstellbar
ist. Um dem Ansatz 354 des Aufhängers 350 zwecks Einstellung des Spaltes 375 eine
Bewegung zu erteilen, die bei einer Fernsteuerung nicht notwendig wäre, kann ein geeignetes
Mittel wie eine Schraubeinrichtung vorgesehen sein.
[0080] Die Verriegelungsträger 328 und 330 besitzen abgeschrägte Enden 328a bzw. 330a, welche
von oben nach unten schräg nach vorn verlaufen und dem Ende der Farbwanne 320 zugekehrt
sind, an dem die ferngesteuerten Einstellmittel 355 abgestützt sind. Das gegenüberliegende
Ende jedes Verriegelungsträgers 328 bzw. 330 besitzt in seinem Inneren eine Ausnehmung,
in welcher eine Feder angeordnet ist, welche gegen den Verriegelungsträger 328 bzw.
330 drückt und jeweils einen Stift 422 in einer von der jeweiligen abgeschrägten Schulter
328a bzw. 330a weggerichteten Richtung drückt.
[0081] Zwischen den Seitenrahmen 2 und 4 ist eine Stützkonstruktion 450 angeordnet, und
zwar mittels Stützbügeln 450a zum Abstützen der transportablen Farbreservoirs, die
bei der Druckmaschine Verwendung finden. Die Stützkonstruktion 450 besitzt eine Hauptstützplatte
451, eine untere Gegenstützplatte 452, welche sich im wesentlichen parallel zu der
Hauptstützplatte 451 erstreckt, und Abstandsträger 453 und 454, welche sich zwischen
und längs der Stützplatten 451 und 452 erstrecken und mit diesen durch Schrauben 455
verbunden sind. Einwärts abgeschrägte Schultern 456 sind an jeder Seite der Hauptstützplatte
451 vorgesehen, um eine Klemmeinrichtung 460 aufzunehmen, die mit jeder der transportablen
Farbreservoirs zu verbinden ist.
[0082] Die Klemmeinrichtung 460 gestattet eine Bewegung jedes Farbreservoirs 300 längs der
Stützkonstruktion 450, um eine einstellbare Positionierung der jeweiligen Farbwanne
320 relativ zu dem betreffenden Druckzylinder zu ermöglichen, und besitzt einen Rahmen
mit in gegenseitigem Abstand zueinander stehenden Seitenwänden 462 und 464, welche
sich im wesentlichen parallel zu den Verriegelungsträgern 328 und 330 erstrecken und
nahe benachbart zu ihnen angeordnet sind. Ein Verriegelungsbügel 466 ist außerhalb
jeder Seitenwand 462 bzw. 464 durch Schrauben 470 mit den Seitenwänden 462, 464 verbunden.
Die Verriegelungsbügel 466 besitzen Klemmschultern 472 und 474, welche komplementäre
Verriegelungswinkel für die Stützplatte 451 bzw. die Stifte 422 bilden. Die Seitenwände
462 und 464 weisen Gewindebohrungen 462a und 464a auf, welche sich in Längsrichtung
der Seitenwände 462 bzw. 464 erstrecken. Verriegelungsschrauben 476 und 478 besitzen
Köpfe 476a bzw. 478a, die sich an einem Ende befinden, sowie Gewinde 476b und 478b
am anderen Ende, welche in die Gewindebohrungen 462a bzw. 464a eingeschraubt sind.
Die Schrauben 476 und 478 enden in konisch geformten Schultern am Gewindeende, um
auf diese Weise mit den abgeschrägten Schultern 456 der Hauptstützplatte 451 in Eingriff
zu gelangen. Demgemäß sind die Seitenwände 462 und 464 durch die Köpfe 476a und 478a
der Schrauben 476 und 478 an der Stützkonstruktion 450 befestigt, in dem die die Hauptstützplatte
451 an den abgeschrägten Schultern 456 ergreifen und auf diese Weise eine C-artige
Klemmverbindung schaffen. Nach der Befestigung wird eine auf jeder Schraube 476, 478
vorgesehene Verriegelungsmutter 480 gegen eine Schulter jeder Seitenwand 462 bzw.
464 gedreht, um auf diese Weise die Verriegelungswirkung aufrechtzuerhalten.
[0083] Ein Gleitblock 500 ist an jeder Seitenwand 462 bzw. 464 gleitbar durch Schrauben
502 befestigt, welche sich durch Schlitze 500a bzw. 500b erstrecken. Eine Gewindebohrung
500c erstreckt sich im wesentlichen parallel zu den Schlitzen 500a, 500b und ist im
wesentlichen zu den Verriegelungsträgern 328, 330 ausgerichtet.
[0084] Eine Einstellschraube 504 besitzt einen Kopf 504a, von dem aus sich ein Schaft 504b
in einem Gewindeabschnitt 504c erstreckt, der in die Gewindebohrung 500c eingeschraubt
ist. Durch Drehung des Kopfes 504a bewegt sich der Schaft 504b in Längsrichtung durch
die Gewindebohrung 500c, wobei das äußere Ende auf die Schulter 328a bzw. 330a trifft,
um die Verriegelungsträger 328 bzw. 330 in Richtung auf den Verriegelungsbügel 366
zu drücken. Demgemäß wird durch Einstellung der Einstellschraube 504 die Farbwanne
320 und die Auftragswalze 312 in die Richtung der Dosierwalze 12 sowie in eingedrückte
Relativstellung bewegt, während die Farbwanne 320 an der Klemmeinrichtung 460 befestigt
wird.
[0085] Um die Möglichkeit einer Rückbewegung der Farbwanne zwecks Reinigung zu schaffen,
ohne die Einstellschraube 504 erneut einstellen zu müssen, ist eine Einrichtung 510
vorgesehen, welche eine schnelle Rückbewegung des Farbreservoirs 300 gestattet. Diese
Einrichtung 510 besitzt eine Welle 512, die drehbar in den Seitenwänden 462, 464 angeordnet
ist. Ein exzentrischer Nocken 514 ist mit jedem Ende der Welle 512 durch einen Stift
516 verbunden und steht an seinem Umfang mit einer Schulter des Gleitblockes 500 im
Eingriff. Zwischen den Nocken 514 befindet sich ein Griff 518 zum Drehen der exzentrischen
Nocken 514 um die Achse der Welle 512. Durch eine solche Bewegung werden der Gleitblock
500 und die Einstellschraube 504 in eine Richtung bewegt, die es gestattet, daß das
Ende der Einstellschrauben 504 mit den abgeschrägten Schultern 328a bzw. 330a außer
Eingriff kommt, so daß eine Entfernung der Farbwanne von der Klemmeinrichtung möglich
ist.
[0086] Wie in Fig. 7 mit ausgezogenen Linien dargestellt ist, ist der radiale Abstand der
Fläche des Nockens 514 so gewählt, daß eine Bewegung im Gegenuhrzeigersinne zur Folge
hat, daß der Gleitblock 500 geringfügig in Richtung auf die Dosierwalze 12 bewegt
wird, und eine fortgesetzte Bewegung im Gegenuhrzeigersinne, wie sie in Fig. 7 mit
strichpunktierten Linien dargestellt ist, bewirkt, daß die Farbwanne 320 mit der Klemmeinrichtung
460 außer Eingriff kommt, in dem eine Bewegung des Gleitblockes 500 ermöglicht wird,
der die Einstellschraube 504 von dem Verriegelungsbügel 466 fortträgt.
[0087] Wie in Fig. 8 dargestellt ist, ist eine Einstellschraube 520 in den Seitenwänden
462 und 464 vorgesehen, um den Griff 518 in seiner Stellung zu verriegeln und dadurch
eine Drehbewegung und eine Entriegelung der Farbwanne 320 von der Klemmeinrichtung
460 zu verhindern. Falls es gewünscht ist, kann diese Einstellschraube durch eine
Verriegelungseinrichtung mit Verriegelungszinken o.dgl. ersetzt werden, wobei man
dann im Ergebnis das gleiche erhält.
[0088] Eine Verriegelungsmutter 522 ist auf den Gewindeabschnitt 504c der Einstellschraube
504 aufgeschraubt, um die Einstellschraube 504 in Stellung zu halten bzw. in dieser
Stellung zu verriegeln, wenn die Einstellung vorgenommen worden ist.
[0089] Auf der Welle 512 kann ein Anschlag 524 vorgesehen sein, der mit Anschlägen 526 und
528 zusammenwirkt, welche auf den Teilen 462 und 464 vorgesehen sind, um die Drehung
des Griffes 518 der Einrichtung 510 für eine schnelle Rückstellung zu begrenzen. Dieses
ist in den Fig. 7 und 9 mit ausgezogenen und strichpunktierten Linien dargestellt.
[0090] Ein ferngesteuertes Mittel 355 kann entfernbar an der Farbwanne 320 mittels eines
Bügels 530 angebracht sein, der einen T-Schlitz 532 aufweist, um das Gehäuse 385 des
einstellbaren Stützmittels 355 anzubringen. Ein T-förmiger Bügel 534 ist an dem Ende
der Farbwanne 320 befestigt und greift in den T-förmigen Schlitz 532 gleitend ein,
und zwar in einer Richtung senkrecht zu der Richtung, in welcher Kräfte auf den Spalt
375 ausgeübt werden, wenn die Aufnahmewalze 310 in Druckeingriff mit-der Auftragswalze
312 gebracht wird.
[0091] Wie aus Fig. 10 erkennbar ist, können mehrere einzelne Farbreservoirs über die Breite
einer Druckpresse für jede Seite auf dem Druckzylinder vorgesehen sein, so daß mithin
für Druckzylinder 112a, 112b, 112c und 112d Farbreservoirs 300a, 300b, 300c und 300d
vorhanden sind. Wenn bei einer solchen Ausgestaltung beispielsweise der Zylinder 112c
nicht benutzt wird, so kann der Griff 518 des Farbreservoirs 300c, wie gezeigt, nach
unten gedreht werden, um die Farbversorgung des Zylinders 112c zu entfernen. Wenn
lediglich der rechte Teil des Zylinders 112c eine Platte aufweist und der Zylinder
112d nicht benutzt wird, so wird das Farbreservoir 300d entfernt und das Farbreservoir
300c wird nach rechts bewegt, um auf der rechten Seite des Zylinders 112c Farbe aufzubringen.
[0092] Wie Fig. 11 zeigt, können erfindungsgemäße Farbreservoirs die Größe für eine einzelne
Seite aufweisen, wie dieses bei den Farbreservoirs 300a und 300b der Fall ist, oder
aber auch beispielsweise die doppelte Größe, wie dieses bei dem Farbreservoir 300e
der Fall ist, um einen Druckmaschinenzylinder mit Druckplatten 112a und 112b jeweils
einer Seitengröße und 112e einer doppelten Seitengröße mit Farbe zu versorgen.
Bezugszeichenliste
[0093]
1 Farbwerk
2 Seitenrahmen (von 1)
4 Seitenrahmen (von 1)
5 Anschläge 5a - Einstellschraube
6 Anschläge 6a - Einstellschraube
10 Farbübertragungswalze
12 Farbdosierwalze 12c - elastischer Überzug (von 12)
14 14a - Farbe (in 320)
16 Kipphebel 16a - Nut (in 16)
18 Kipphebel
20 Stummelwelle
22 Stummelwelle
24 Kippzylinder
28 Schrägstellungsarm 28a - Nut (in 28)
30 Stummelwelle
31 Wellenabschnitt (von 10)
32 Wellenabschnitt (von 10)
35 Blöcke
36 Blöcke
37 Schrauben
38 selbstausrichtende Lager
39 Lager (in 35)
40 Federn
42 Druck-Einstellschraube
44 Stummelwelle
50 Einstellschraube
52 52a, 52b - Blöcke
54 Vorsprung (an 28)
56 Vorsprung (an 18)
58 Welle
60 Zahnrad (auf 44)
69 Antrieb (reversierbar, geschwindigkeitsverändernbar)
71 Zanrad
80 Leitung
81 81a, 81b - Umschalter
84 variabler Widerstand
86 Konditionierwalze 86a - Welle, 86b, 86c - Schrauben 86d - Blöcke
90 Formwalze 90a, 90b - Zahnrad
94 94a, 94b - Farbvorratswalze
100 Farbfilm 100' - Farbfilm (auf 86) 100a - Farbfilm
101 Farbschicht
104 Farbfilm (auf 12)
105 Farbfilm
106 106a - Feuchtflüssigkeitsübertragungsspalt
107 Farbfilm (auf 10)
112 Druckplatte
120 Spalt (P/90)
121 Nicht-Bild-Abschnitte (auf 112)
122 Bildabschnitte (auf 112)
125 Filme
128 Farbfilm 128', 128" - Abschnitte (von 128)
130 Film 130a - Farbfilm (auf 94a)
200 Feuchtwerk
201 Feuchtflüssigkeitsüberschuß
202 Feuchtflüssigkeitswulst
204 Feuchtflüssigkeitsfilm
210 Übertragungswalze (von 200) 210a - Welle (von 210)
212 Dosierwalze (von 200) 212a - Welle (von 212)
214 Trog 214a - Feuchtflüssigkeit
216 Farbfilm (auf 90)
217 Feuchtflüssigkeitsfilm (auf 210)
269 Motor (für 212)
284 Widerstand
300 Farbreservoir
302 Stützplatte
304 Stützplatte
310 Farbaufnahmewalze 310a - Achse
312 Farbauftragswalze 312b - Achse
314 Schrauben
316 Stirnwand (von 320)
318 Stirnwand (von 320)
320 Farbwanne
322 Boden (von 320)
324 Stützträger
326 Stützträger
328 Verriegelungsträger 328a - Ende (von 328)
329 Schrauben
330 Verriegelungsträger 330a - Ende (von 330)
332 Schlitze (in 302, 304)
334 Lagerblöcke
335 Lager
336 Verriegelungsschraube
337 Gewindebohrung
342 Schlitze
344 Lagerblöcke
345 Lager
346 Federn
350 Aufhänger
352 Aufhänger
354 Ansatz (an 350)
355 Einstellmittel (ferngesteuert)
356 Elektromotor
358 Untersetzungsgetriebe
360 Abtriebswelle (von 358)
362 Antriebsadapter
364 Zahnrad
365 Stift
366 Welle (von 368)
368 Positionspotentiometer
369 Ausgangsleitung (von 368)
370 Ausgangsleitung (von 368)
371 Ausgangsleitung (von 368)
372 Ableseeinrichtung (Stellungsanzeiger)
375 Spalt (310/312)
380 Zahnrad
382 Welle
384 Lager
385 Gehäuse
386 Steuerscheibe
388 Folgeglied
390 Bolzen
392 Einstellschraube
394 Verriegelungsmutter
395 Kopf (von 392)
400 elektr. Energiequelle
402 Leitungen
404 Leitungen 404a -Anschlußklemme
405 Schalter
420 Federn
422 Stift
450 Stützkonstruktion 450a - Stützbügel
451 Hauptstützplatte
482 Stützplatte
453 Abstandsträger
454 Abstandsträger
455 Schrauben
456 Schultern (von 451)
460 Klemmeinrichtung
462 Seitenwand 462a - Gewindebohrung
464 Seitenwand 464a - Gewindebohrung
466 Verriegelungsbügel
470 Schrauben
472 Klemmschulter
474 Klemmschulter
476 Verriegelungsschraube - 476a Kopf (von 476) 476b Gewinde
478 Verriegelungsschraube - 478a Kopf (von 478) 478b Gewinde
480 Verriegelungsmutter
500 Gleitblock 500a, 500b - Schlitze, 500c - Gewindebohrung
502 Schrauben
504 Einstellschraube 504a - Kopf, 504b - Schaft, 504c - Gewindeabschnitt
510 Einrichtung
512 Welle (von 510)
514 Nocken
516 Stift
518 Stift
520 Einstellschraube
522 Verriegelungsmutter
524 Anschlag
526 Anschlag
528 Anschlag
530 Bügel
532 Schlitz
534 Bügel
A Spalt
C Druckeinheiten
N Farbdosierspalt (310/312)
Na Spalt (210/212)
P Plattenzylinder
T Farbübertragungsspalt (10/12)
U Druckstation
W Bahn