[0001] Die Erfindung richtet sich auf eine Anordnung zum Befestigen eines Nadelstreifens
in einer Nut eines mit einer Mehrzahl achsparalleler Nuten versehenen segmentartigen
Grundkörpers bei nadelstreifentragenden Maschinen, z.B. Kämmereimaschinen, Gill- und
Hechelstäben, Open-end-Ringen, Fibrillier- und Perforierwalzen u.dgl., wobei die Nuttiefe
mindestens der Breite der Tragleiste des Nadelstreifens entspricht. Solche Nadelstreifen,
mit deren Befestigung an der Maschine sich die Erfindung befaßt, bestehen aus vergleichsweise
dünnen Blechstreifen an einer oder zwei gegenüberliegenden Seiten der Nadelschäfte,
die mit den Blechstreifen verschweißt, verlötet oder verklebt sind. Diese Nadelstreifen
werden als Einheit behandelt und bei Verschleiß einzelner Nadeln auch insgesamt ausgetauscht.
Sie gehören seit langem zum Stand der Technik.
[0002] Zur Befestigung solcher Nadelstreifen dienen vielfach Spannvorrichtungen, bestehend
aus Klemmelementen, die gegenüber dem Grundkörper verschraubt werden. Es sind auch
verschiedene Arten von Klemmkeilen bekannt geworden, die an ihren Anlageflächen solche
Nadelstreifen arretieren. Nach einem älteren Vorschlag (Patentanmeldung P 29 16 438.3-26)
werden die Nadeln auch in Bohrungen eingesetzt, die einen zylinderförmigen oder segmentförmigen
Nadelträger durchsetzen. Hierbei liegen die Nadelstreifen an drei abwechselnd einander
gegenüberliegenden Punkten der Bohrung unter federnder Verspannung an. Diese Ausführungsform
setzt aber besondere Bohrungen voraus, so daß sie nicht überall verwendbar ist. Da
das Auchswechseln verschlissener Nadeln einen beachtlichen Zeitaufwand erfordert und
immer noch erhebliche Standzeiten der Maschinen bedingt, geht das Bestreben weiter
in Richtung einer noch mehr vereinfachten Befestigung von Nadelleisten bei Textilvorbereitungsmaschinen,
insbesondere solchen, die die Nadelstreifen in achsparallelen Nuten aufnehmen, was
eine besonders einfache Konstruktion bedingt. Aufgabe der Erfindung ist es, eine solche
einfache Arretierung der Nadelstreifen bei geringstmöglichem konstruktiven Aufwand
zu schaffen.
[0003] Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, daß der Nadelstreifen quer zu seiner
Längsachse gekrümmt ist derart, daß der Abstand zwischen der Sehne an der konkav gekrümmten
Tragleiste des Nadelstreifens und der dazu parallelen Tangente an der Konvex gekrümmten
Seite des Nadelstreifens größer ist als die Breite der Nut und daß der gekrümmte Nadelstreifen
den Seitenwänden der Nut federnd anliegt.
[0004] Eine solche Anordnung zum Befestigen von Nadelstreifen verzichtet praktisch auf alle
zusätzlichen Befestigungselemente, wie Schauben, Klammern, Keile od.dgl., die nicht
nur einen zusätzlichen Aufwand bedeuten, sondern auch bei den gegrenzten Raumverhältnissen
außerordentlich schwer unterzubringen sind. Die dergestalt vorbereiteten Nadelstreifen
lassen sich, zweckmäßig unter Zuhilfenahme eines entsprechenden Werkzeugs, derart
fest in die Nuten des Grundkörpers einpressen, daß sie allen auftretenden Beanspruchungen
ohne Schwierigkeiten widerstehen. Die Erfindung nutzt hierbei die den außerordentlich
harten Nadeln innewohnende Federkraft. Durch die Krümmung des Querschnitts des Nadelstreifens
ergibt sich innerhalb der Nut eine Drei-Punkt-Anlage des Nadelstreifens. Die Auflage
des Streifens auf dem Nutboden gewährleistet, daß die Spitzen der Nadeln auf dem gewünschten
Kreisbogen verlaufen.
[0005] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist der Abstand der beiden Prallelen an dem
gekrümmten Nadelstreifen um 5 bis 20 % größer als die Breite der Nut. Ausgehend von
der Tatsache, daß die Federkraft dünner Nadeln größer ist als diejenige von Nadeln
größerer Schaftdicke, kann der Krümmungsradius unterschiedlich gewählt werden.
[0006] In alternativer Ausgestaltung sieht die Erfindung vor, daß der Nadelstreifen stumpfwinklig
abgekrümmt ist oder daß der Nadelstreifen kreisbogenförmig ausgestaltet wird. Welcher
Ausführungsform im Einzelfall der Vorzug gegeben wird, hängt von den jeweils vorgegebenen
Umständen ab. Die Erfindung ist auch nicht davon abhängig, daß der Nadelstreifen an
beiden Seiten eine Tragleiste aufweist. Es genügt eine solche Tragleiste an einer
Seite des Nadelstreifens. Die Tragleiste kann auch U-förmig ausgebildet sein, wobei
die Nadelschäfte in die U-öffnung eingreifen.
[0007] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung. Hierbei zeigen:
Fig. 1 die Seitenansicht eines segmentförmigen Grundkörpers zur Aufnahme der Nadeln;
Fig. 2 einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 1, perspektivisch und geschnitten sowie
Fig. 3 und 4 zwei verschiedene Ausführungsformen der gekrümmten Nadelstreifen perspektivisch
bzw. im Schnitt.
[0008] Der segmentartige Grundkörper 1 ist mit einer Vielzahl von untereinander und achsparallelen
Nuten 2 versehen. Die Nuten 2 enden blind in dem Grundkörper 1. Der Boden der Nuten
2 ist mit 3 bezeichnet. Die beiden Nutwände 4 und 5 verlaufen parallel und im Abstand
6 zueinander. Der Nadelstreifen 8 ist zur Aufnahme in die Nut 2 bestimmt. Er besteht
aus einer Vielzahl von in gleichem Abstand nebeneinander angeordneten Nadeln 9, die
an beiden Seiten je mit einer Tragleiste 10 und 11 aus dünnem Blech verbunden, z.B.
verschweißt, verlötet oder verklebt, sind. Dieser Nadelstreifen 8 ist, wie dargestellt,
querschnittlich leicht gekrümmt und zwar im stumpfen Winkel von etwa 170° angewinkelt.
Dadurch ergeben sich an der konkaven Seite 12 der Nadelleiste 8 zwei Auflagepunkte,
nämlich der Auflagepunkt 13 am oberen Ende der Tragleiste 10 und der Auflagepunkt
14 am Fuß dieser Tragleiste 10. Die Verbindungslinie 15 dieser beiden Punkte bildet
eine Sehne. Die Parallele 16 zu dieser Sehne 15 liegt der Außenseite der Tragleiste
11 des Nadelstreifens 8 als Tangente an. Beide Parallelen 15 und 16 weisen den mit
17 bezeichneten Abstand voneinander auf.
[0009] Die Breite 18 der Tragleisten 10,11 des Nadelstreifens 8 ist maximal so groß wie
die Tiefe der Nut 2 in dem Grundkörper 1.
[0010] Wird nun ein in der in Fig. 3 wiedergegebenen Weise ausgebildeter Nadelstreifen 8
in die Nut 2 des Grundkörpers 1, zweckmäßig unter Zuhilfenahme eines entsprechenden
Werkzeugs, eingesetzt, bis der Fuß 19 auf dem Boden 3 der Nut 2 zur Auflage gelangt,
liegen die Anlagepunkte 13 und 14 an der konkaven Seite des gekrümmten Nadelstreifens
8 an der Seitenwand 4 der Nut an. Der Anlagepunkt 20 an der konvexen Seite des Nadelstreifens
8 hingegen liegt an der Seitenwand 5 an. Da nun der Abstand 17 der beiden Parallelen
16 und 15 um 5 bis 20 % größer ist als die Breite 6 der Nut 2, erfährt der Nadelstreifen
8 in der Nut eine gewisse Deformation im Sinne einer Streckung seiner vorgegebenen
Krümmung. Unter der ihm innewohnenden Federkraft liegt der Nadelstreifen 8 mit seinen
Anlagepunkten 13, 40 u. 20 fest an den Seitenwänden 4 und 5 der Nut an.
[0011] Die Fig. 4 zeigt einen kreisbogenförmig gekrümmten Nadelstreifen 21, der wiederum
mit seinen entsprechenden Anlagepunkten 13 am oberen Ende und 14 am Fuß der an der
konkaven Seite des Nadelstreifens 21 angeordneten Tragleiste 10 und seinem gegenüberliegenden
Anlagepunkt 20 an der konvexen Seite des Nadelstreifens 21 den entsprechenden Wänden
4 und 5 der Nut 2 anliegt. Der Anlagepunkt 20 an der konvexen Seite des Nadelstreifens
21 liegt dabei, wie-ersichtlich, zwischen den beiden gegenüberliegenden Anlagepunkten
13 und 14.
1. Anordnung zum Befestigen eines Nadelstreifens in einer Nut eines mit einer Mehrzahl
achsparalleler Nuten versehenen segmentartigen Grundkörpers bei nadelstreifentragenden
Maschinen, z.B. Kämm-Maschinen, Gill- und Hechelstäben, Open-end-Ringen, Fibrillier-
und Perforierwalzen, wobei die Nuttiefe mindestens der Breite der Tragleiste des Nadelstreifens
entspricht, dadurch gekennzeichnet, daß der Nadelstreifen (8,21) quer zu seiner Längsachse
gekrümmt ist derart, daß der Abstand (17) zwischen der Sehne (15) an der konkav gekrümmten
Tragleiste (10) des Nadelstreifens (8,21) und der dazu parallelen Tangente (16) an
der konvex gekrümmten Seite des Nadelstreifens (8,21) größer ist als die Breite (6)
der Nut (2) und daß der gekrümmte Nadelstreifen (8,21) den Seitenwänden (4,5) der
Nut (2) federnd anliegt.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand (17) der beiden
Parallelen an dem gekrümmten Nadelstreifen (8,21) um 5 bis 20 % größer ist als die
Breite (6) der Nut (2).
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Nadelstreifen
(8,21) stumpfwinklig abgekrümmt ist.
4. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Nadelstreifen
(8,21) kreisbogenförmig abgekrümmt ist.