[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Mehrscheiben-Isolierglas mit wenigstens zwei parallelen
Scheiben, die von einem aus Kunststoffprofilstäben gebildeten Rahmen umgeben sind,
wobei jede Scheibe mit ihrem Rand in eine Glashaltenut des Rahmens eingreift und sich
zwischen zumindest einem Teil der Nutwandung und der darin eingreifenden Scheibe ein
Klebe-Dichtmittel befindet und der Rahmen eine folienartige Dampfdiffusions-Sperrschicht
zumindest im Bereich des Raums zwischen den benachbarten Scheiben aufweist. Kunststoffprofile
bieten zwar vielerlei Vorteile gegenüber anderen Werkstoffen, wie beispielsweise Holz,
Aluminium u. dgl., jedoch sind sie nicht dampfdiffusionsdicht. Aus diesem Grunde muß
man bei Verwendung von Kunststoffprofilstäben für ein derartiges Mehrscheiben-Isolierglas
eine Dampfdiffusions-Sperrschicht vorsehen, welche das Eindringen von Wasserdampf
in den Raum zwischen den Scheiben verhindert oder zumindest erheblich erschwert. Bei
dem vorbekannten Isolierglas wird die Dampf-diffusions-Sperrschicht beim Extrudieren
des Kunststoffprofilstabs in diesen eingebettet. Einerseits ist diese Herstellungsweise
verhältnismäßig aufwendig und andererseits ist es problematisch, die Sperrschicht
bis an den Rand des Profilstabs durchzuführen. Außerdem ist dabei die Form der Sperrschicht
durch die Querschnittsform des Kunststoffprofilstabs weitgehend vorgegeben, was zu
einem Kompromiß bei der Ausbildung der Dampfsperre führt.
[0002] Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, ein Mehrscheiben-Isolierglas der eingangs
genannten Art zu schaffen, welches bei einfachstem und damit kostengünstigstem Aufbau
eine besonders gute Ausbildung der Dampfsperre bei einem mit Ausnahme der Dampfdiffusions-Sperrschicht
vollständig aus Kunststoff bestehenden Rahmen gewährleistet.
[0003] Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß das Mehrscheiben-Isolierglas
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entsprechend dem kennzeichneden Teil des ersten
Anspruchs ausgebildet ist. Durch die zweiteilige Ausbildung der Kunststoff-Profilstäbe
entfällt der teure Arbeitsgang des Einbettens der Dampfdiffusions-Sperrschicht beim
Extrudieren des Kunststoffprofils. Stattdessen legt man die folienartige Dampfdiffusions-Sperrschicht
auf das eine Teil des Kunststoffprofilstabs auf und verbindet es nachfolgend mit dem
anderen Kunststoffprofilteil. Dabei kann sich die Sperrschicht ohne weiteres über
die gesamte Breite des Raums zwischen den beiden Scheiben erstrecken. Bei ein und
demselben Querschnitt des Kunststoffprofils kann man unterschiedliche Ausbildungen
der Sperrschicht verwirklichen und somit in Abhängigkeit, beispielsweise von der Ausbildung
der Glashaltenuten, der Befestigung der Glasscheiben im Kunststoffprofil und/oder
anderer Kriterien, die jeweils günstigste Form der Sperrschicht auswählen. Als Material
für die Kunststoffprofilstäbe kommt in erster Linie Polyvinylchlorid (PVC) in Frage.
[0004] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, daß die beiden Kunststoffprofilstabteile
mittels einer schnappenden oder einrastenden Verbindungsvorrichtung zusammengehalten
sind und die Verbindungsvorrichtung zugleich eine Haltevorrichtung für die folienartige
Dampfdiffusions-Sperrschicht ist.
[0005] In Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß das eine Kunststoffprofilstabteil
im wesentlichen die Gestalt einer U-Schiene aufweist und die freien Enden der Schenkel
als je eine Hälfte der einrastbaren Verbindungsvorrichtung ausgebildet sind und daß
das eine Kunststoffprofilstabteil zumindest einen Teil eines Abstandshalters für die
Scheiben bildet. Aüch unter diesem Gesichtspunkt entsteht durch die zweiteilige Ausbildung
der Kunststoffprofilstäbe kein Mehraufwand, weil das eine Kunststoffprofilstabteil
noch als Abstandshalter oder zumindest als Teil des letzteren ausgenutzt werden kann
und auch bei vorbekannten Mehrscheiben-Isoliergläsern der Abstandshalter ein separat
gefertigtes Teil ist. Unabhängig davon, ob das eine Kunststoffprofilstabteil den gesamten
Abstandshalter oder einen Teil davon bildet, gestattet die schnappende oder rastende
Verbindung der beiden Teile der Kunststoffprofilstäbe die Verwendung von gleichem
Material und damit die Ausbildung des Abstandshalters aus Kunststoff, was wesentlich
vorteilhafter ist als die Verwendung der vorbekannten Aluminium-Abstandshalter. Auch
hierin wird ein Ziel der Erfindung gesehen. Im übrigen stellt das andere Kunststoffprofilstabteil
den Hauptbestandteil des Kunststoffprofilstabs und damit des Rahmens dar.
[0006] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die folienartige Dampfdiffusions-Sperrschicht
zur Bildung einer Kammer für ein feuchtigkeitsabsorbierendes Mittel vom U-Mittelsteg
des einen Kunststoffprofilstabteils mit Abstand übergriffen ist, wobei die Dampfdiffusions-Sperrschicht
auf dem anderen Kunststoffprofilteil aufliegt. Zweckmäßigerweise bildet man die Auflagefläche
eben aus, was die Verwendung einer ebenen Sperrschichtfolie ermöglicht. Man verwendet
für letztere in bevorzugter Weise eine Aluminiumfolie.
[0007] Eine besonders vorteilhafte Variante der Erfindung sieht vor, daß die Längsränder
der folienartigen Dampfdiffusions-Sperrschicht die einrastbare Verbindungsvorrrichtung
der beiden Kunststoffprofilstabteile überragen und sich ins Innere der Glashaltenuten
erstrecken. Das flexible Material der Sperrschichtfolie gestattet, den überstehenden
Längsrand in beliebiger Weise zu formen und damit den Diffusionsweg im Bereich der
Glashaltenut den Erfordernissen entsprechend zu gestalten. Je länger man den Dampfdiffusions-Weg
wählt, desto wirksamer ist diese Dampfdiffusions-Sperre. Der überstehende Längsrand
der folienartigen Dampfdiffusions-Sperrschicht erstreckt sich vorteilhafterweise vor
dem Einsetzen der Scheibe etwa senkrecht zur Scheibenebene in die Glashaltenut hinein.
Beim Einsetzen der Scheibe in die Glashaltenut drückt der Scheibenrand den überstehenden
Längsrand der Sperrschicht nach innen, wodurch sich beide Ränder flach aneinander
legen. Man kann jedoch auch vor oder zugleich mit dem Einbringen des Klebe-Dichtmittels
in die betreffende Glashaltenut den in letztere hineinragenden Rand der Sperrschicht
nach innen umbiegen. Generell ergibt sich die Möglichkeit, das Klebe-Dichtmittel auf
die nach außen weisende Fläche der Sperrschicht und/oder auf den Grund der Glashaltenut
aufzutragen. In allen Fällen wird aber zwischen dem Scheibenrand und der Sperrschicht
zumindest ein Film aus Klebe-Dichtmittel sein. Da die gebräuchlichen Klebe-Dichtmittel
an einer Kunststoffläche nicht so gut haften wie beispielsweise an einer Metallfläche,
ist bei dem vorbekannten Mehrscheiben-Isolierglas die Verwendung eines Aluminium-Abstandhalters
gebräuchlich. Die besondere Art des Festhaltens der aus Aluminiumfolie bestehenden
Sperrschicht bzw. die Ausbildung von überstehenden, in die Glashaltenut hineinragenden
Längsrändern der Sperrschicht ermöglichen nun in sehr vorteilhafter Weise die Verbindung
von Aluminium und Glas trotz der Verwendung eines reinen Kunststoffprofils für den
Rahmen. Das Auftragen eines bei Kunststoff üblicherweise erforderlichen Primers entfällt
dabei, weil diese Aufgabe vom Längsrand der Sperrschicht übernommen wird. Damit bringt
die lose, klemmend festgehaltene Sperrschicht und die zweiteilige Ausbildung des Kunststoffprofilstabs
den Vorteil mit sich, daß man auf den Arbeitsgang des Primereinbringens verzichten
kann und trotzdem eine einwandfreie Verbindung zwischen den Scheiben und dem Rahmen
erhält. Darüberhinaus wird die Dampfdiffusionsstrecke verlängert. Umgekehrt betrachtet
ermöglicht diese Ausgestaltung die Verwendung von Kunststoff, insbesondere PVC, für
den gesamten Rahmen einschließlich des Abstandhalters, was zugleich auch ein weiteres
Ziel der Erfindung darstellt.
[0008] Gemäß einer anderen Variante der Erfindung wird vorgeschlagen, daß sich der überstehende
Längsrand der folienartigen Dampfdiffusions-Sperrschicht vor dem Einsetzen der Scheibe
geneigt zur Scheibenebene in Richtung der Mündung der Glashaltenut erstreckt und die
freie Kante des Längsrandes dabei einen Abstand von der Innenwandung des äußeren Stegs
der Glashaltenut aufweist. Das ermöglicht die Einbringung je eines Strangs von Klebe-Dichtmitteln
unterhalb und oberhalb des in die Glashaltenut hineinragenden Längsrandes der Sperrschicht.
Das Einbringen von Klebe-Dichtmitteln beidseits des Sperrschichtlängsrandes eröffnet
die Möglichkeit der Einbringung von zweierlei Klebe-Dichtmitteln in ein und dieselbe
Glashaltenut. In bevorzugter Weise legt man auf den Grund der Glashaltenut einen Strang
oder eine Raupe aus Silikon, während man auf der nach außen weisenden Fläche des Sperrschichtrandes
eine Raupe aus einem Polysulfid, wie Thiokol (eingetr. Warenzeichen) und dergleichen
aufbringt. Silikon hat besonders gute Hafteigenschaften, während sich Thiokol durch
rasches Abbinden auszeichnet. Bei einer weiteren Variante kann der in die Glashaltenut
hineinragende Längsrand der Sperrschicht breiter gehalten werden als bei der ersten
Ausführungsform und infolgedessen schmiegt er sich bei eingesetzter Scheibe an einer
größeren Fläche an als dies beim ersten Ausführungsbeispiel der Fall ist. Dies kommt
nicht nur der besseren Verbindung zugute, sondern auch der Verlängerung des Diffusionswegs
und damit der Verbesserung der Dampfsperre.
[0009] In Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß sich insbesondere an der Mündung
jeder Glashaltenut beidseits je eine sich in deren Inneres erstreckende, vorzugsweise
angeformte Dichtleiste befindet. Diese Dichtleisten übernehmen sowohl die Aufgabe
einer Zentrierung der Scheibe als auch einer Abdichtung der Glashaltenut nach außen
hin. Einerseits wird das Eindringen von Staub und Feuchtigkeit in die Glashaltenut
von diesen Dichtlippen verhindert und zum anderen unterbinden sie das Austreten des
Klebe-Dichtmittels beim Einsetzen der Scheibe in die Glashaltenut. Infolgedessen wird
das Klebe-Dichtmittel in der Glashaltenut durch die Scheibe einer Kompression ausgesetzt,
welche das Eindrücken des Klebe- Dichtmittels auch in die entfernteste Rille und Ecke
der Glashaltenut gewährleistet.
[0010] Zweckmäßigerweise ist eine erste Dichtleiste jeder Glashaltenut an das eine Kunststoffprofilstabteil
und eine zweite Dichtleiste an das andere Kunststoffprofilstabteil angeformt, wobei
die erste Dichtleiste als Weich-Dichtleiste und die zweite als Hart-Dichtleiste ausgebildet
sind. Da die innen liegenden Dichtleisten jeder Glashaltenut weicher sind als die
außen liegenden Dichtleisten kann die Glasscheibe unter Einwirkung des Kompressionsdruckes
allenfalls gegen die weiche Dichtleiste und damit gegen den Abstandshalter hin verschben
werden. Damit steht das Klebe-Dichtmittel im Spaltraum zwischen Scheibe und Abstandshalter
unter einem Druck, der ausreicht, diesen Spaltraum vollständig auszufüllen. Ein weiterer
Vorteil der Verwendung zumindest einer Weich-Dichtleiste liegt darin, daß der durch
die beiden Dichtleisten gebildete Spalt elastisch aufweitbar ist und damit Absplitterungen
am Rand der Scheibe beim Einsetzen verhindert werden. Somit bewährt sich auch aus
dieser Sicht die Ausbildung des Kunststoffprufijstabs aus zwei Teilen bzw. die Verwendung
eines Kunststoff-Abstandshalters, weil die abstandshalterseitige Dichtleiste an den
Abstandshalter angeformt werden kann. In der Kunststofftechnik ist es heute ohne weiteres
möglich, einen Teil des Querschnitts mit anderer Härte auszubilden als den restlichen
Querschnitt. insofern ist es also kein Problem, das eine Kunststoffprofilstabteil
bzw. den Abstandshalter mit der notwendigen Härte herzustellen und daran eine im Vergleich
dazu weichere Dichtleiste anzuformen. Zumindest die erste Dichtleiste besitzt in vorteilhafter
Weise eine etwa keilförmige Gestalt und sie verläuft vorzugsweise geneigt ins Innere
der Glashaltenut. Sobald sich beim Eindrücken der Scheibe in die Glashaltenut die
Kompression darin erhöht, wird zumindest die weichere Dichtleiste vom Klebe-Dichtmittel
angehoben und dadurch noch fester an die Scheibe gepreßt.
[0011] Die Nutseitenwandungen der Glashaltenuten sind in bevor- 1 zugter Weise aufgerauht,
insbesondere mit Längsrillen od. dgl. versehen, um eine bessere Verankerung der Klebe-Dichtmasse
zu erzielen. Außerdem kann man bei einer gerillten oder gezahnten Wandung den unteren
Zahn im Zusammenwirken mit der Verbindungsvorrichtung für die beiden Kunststoffprofilstabteile
dazu ausnutzen, dem überstehenden Längsrand der Dampfdiffusions-Sperrschich nach dem
Zusammensetzen der Kunststoffprofilstabteile automatisch eine vorbestimmte Lage in
der Glashaltenut zu verleihen. Dabei kann dieser unterste Zahn od. dgl. als Abweiser
oder Anschlag für den Folienlängsrand dienen.
[0012] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß sich am Grund jeder Glashaltenut
eine längs verlaufende Stützleiste od. dgl. Stützvorrichtung für die Scheibe befindet.
Diese Stützleiste od. dgl. bildet einen Anschlag, an welchem die Einschiebebewegung
der Scheibe in die Glashaltenut endigt. Sie stellt sicher, daß sich zumindest unterhalb
einem Teil der Scheiben-Stirnkante noch Klebe-Dichtmittel befindet. Da die Stützleiste
od. dgl. das Absenken der Scheibe bis auf den Grund der Glashaltenut verhindert, kann
man das erfindungsgemäße Mehrscheiben-Isolierglas zum Aushärten des Klebe- dichtmittels
in sehr vorteilhafter und raumsparender Weise vertikal lagern. Zweckmäßigerweise findet
deshalb auch das Anbringen der Kunststoffprofilstäbe an den Scheiben bei deren Vertikalstellung
statt, so daß auch größte Isolierglasscheiben bei minimalen Platzbedarf gefertigt
werden können. Im übrigen kann die Stützleiste od. dgl. mittig oder seitig versetzt
am Grund der Glashaltenut angebracht werden, d.h. die Scheibe muß nicht unbedingt
im Mittelbereich ihrer Stirnkante abgestützt werden.
[0013] Eine besondere Ausführungsform der Erfindung kennzeichnet sich dadurch, daß die Innenwandung
jeder Glashaltenut in ihrem Außenbereich durch das eine Kunststoffprofilstabteil und
in ihrem Innenbereich durch das andere Kunststoffprofilstabteil gebildet ist, an welchem
auch die Außenwandung jeder Glashaltenut angeformt ist, und daß je ein Steg des anderen
Kunststoffprofilstabteils zugleich den inneren Teil der Glashaltenut und einen Teil
einer Befestigungsnut für Beschlagteile bildet, die entgegengesetzt zur Glashaltenut
offen ist. Man erhält auf diese Weise ein besonders schmales gedrungenes Profil und
einen sehr niedrigen Rahmen des Mehrscheiben-Isolierglases. Eine sehr wichtige Ausbildung
des Mehrscheiben-Isolierglases, dessen Rahmen aus auf Gehrung gearbeiteten Kunststoffprofilstäben
besteht, ist darin zu sehen, daß an jeder Gehrungsfläche die Glashaltenuten über einen
von außen zugänglichen Querkanal in Verbindung miteinander stehen. Die Glashaltenuten
werden beim Einschieben der Scheiben bis zu ihren Gehrungsenden hin von dem Klebe-Dichtmittel
ausgefüllt, so daß an dieser Stelle keine Dichtprobleme auftreten. Demnach ist die
kritische Stelle lediglich die Verbindung der beiden Gehrungsflächen. Wenn man nun
die beiden Glashaltenuten an jeder Ecke über einen Querkanal miteinander verbindet,
so kann man über dessen nach außen führende Bohrung ein fließfähiges aushärtbares
Dichtmittel einbringen, beispielsweise Einspritzen. Dieses füllt den gesamten Querkanal
aus und verschließt zugleich die zugeordneten Enden der Kammern für das feuchtigkeitsabsorbierende
Material des Längs- und Querstabs dieser Ecke. An sich werden diese Stäbe auch an
den Gehrungsflächen miteinander verklebt und ggfs. mit zusätzlichen Elementen zusammengehalten,
so daß ein Eindringen von Feuchtigkeit über die Gehrungsflächen nicht zu befürchten
ist. Sollte an dieser Stelle trotzdem Feuchtigkeit oder Wasserdampf durch das Material
hindurch eindringen, so wird dies am weiteren Vordringen durch das Dichtmittel im
Querkanal gehindert. Damit ist dann auch das feuchtigkeitsabsorbierende Material gegen
eine Befeuchtung von außen her geschützt.
[0014] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß zur Bildung des Querkanals
die gehrungsseitigen Enden der U-Schenkel des einen Kunststoffprofilstabteils an ihrem
der Kammer für feuchtigkeitsabsorbierendes Mittel zugeordneten Bereich mit einer Ausnehmung
versehen sind und diese an ihren beiden Enden mittels eines Stopfens od. dgl. verschlossen
ist, wobei jeder Stopfen eine Wandung des Querkanals bildet. Der Stopfen verhindert
nicht nur das Eindringen des nachfolgend eingespritzten Dichtmaterials zwischen die
Körner des feuchtigkeitsabsorbierendes Mittels, vielmehr schafft er die Voraussetzung
für die Erzeugung eines ausreichenden Druckes im eingespritzten Dichtmaterial, so
daß sich dieses bis in die letzte Ritze hinein zwängt und damit eine hundertprozentige
Abdichtung in diesem Bereich gewährleistet.
[0015] Vorteilhafterweise ist jeder Querkanal über eine Bohrung zugänglich und mit einem
spritzfähigen Dichtmittel gefüllt.
[0016] Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zur Herstellung des Mehrscheiben-Isolierglases
mit wenigstens zwei parellelen Scheiben, die von einem aus Kunststoffprofilstäben
gebildeten Rahmen mit Gehrungsflächen umgeben sind, wobei jede Scheibe mit ihrem Rand
in eine Glashaltenut des Rahmens eingreift und sich zwischen zumindest einem Teil
der Nutwandung und der darin eingreifenden Scheibe ein Klebe-Dichtmittel befindet
und der Rahmen eine folienartige Dampfdiffusions-Sperrschicht zumindest im Bereich
des Raums zwischen den Scheiben aufweist. Insoweit liegt die Aufgabe vor, ein Verfahren
zur Herstellung dieses Mehrscheiben-Isolierglases zu schaffen, welches bei Verwendung
einfacher und billiger Grundelemente eine rasche problemlose, möglichst platzsparende
und den Anforderungen an eine hohe Qualität des gerahmten Mehrscheiben-Isolierglases
gerecht werdende Herstellung ermöglicht.
[0017] Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß das Verfahren gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 19 entsprechend dem kennzeichnenden Teils dieses Anspruchs
ausgebildet ist. Die Kunststoff-Profilstäbe bzw. die Kunststoff-Profilstabteile können
in einfacher Weise durch Extrudieren, vorzugsweise aus PVC (Polyvinylchlorid) hergestellt
werden. Beim Aufklipsen des zumindest teilweise als Abstandshalter dienenden einen
Profilstabteils wird zugleich die Dampfdiffusions-Sperrschicht, welche vorzugsweise
aus einer Aluminiumfolie besteht, befestigt. Vorzugsweise erfolgt das Anbringen der
Profilstäbe an den gereinigten und auf Abstand gehaltenen Scheiben derart, daß man
einen dieser Profilstäbe in geeigneter Weise festhält und die Scheiben daran in vertikaler
Lage montiert. Nachfolgend werden auf die zuvor gebildete Einheit die restlichen drei
Profilstäbe aufgeschoben. Das zuvor in die Glashaltenuten eingebrachte, insbesondere
eingespritzte Klebe-Dichtmittel wird vom eindringenden Rand der Scheiben verdrängt,
so daß es die gesamte Glashaltenut ausfüllt. Nach dem Aushärten entsteht eine feste,
dichte Verbindung zwischen den Profilstäben und den Scheiben. Um das Eindringen von
Feuchtigkeit in den zwischen den Scheiben gelegenen Raum über die Gehrungsflächen
zu vermeiden, wird in die vier, die Glashaltenuten an den Gehrungsflächen miteinander
verbindenden Querkanäle Dichtmittel mit solchem Druck eingespritzt, daß es diese Querkanäle
vollständig ausfüllt. Bis zum Aushärten des Dichtmittels und des Klebe-Dichtmittels
in den Glashaltenuten werden die Profilstäbe durch geeignete Einrichtungen fest zusammengehalten.
[0018] Die losen Kunststoff-Profilstäbe werden zweckmäßigerweise nach dem Zusammenfügen
der Kunststoff-Profilstabteile auf Gehrung gearbeitet, so daß sich glatte, durchgehende
Gehrungsflächen ergeben und die folienartige Dampfdiffusions-Sperrschicht bis in die
Gehrungsflächen reicht.
[0019] Eine Weiterbildung der Erfindung kennzeichnet sich dadurch, daß zur Herstellung einer
Verbindung zwischen jeder Glashaltenut und dem zugeordneten Ende des Querkanals für
das Dichtmittel die stirnseitigen Enden der als Abstandshalter dienenden Kunststoff-Profilstäbe
beidseitig mit einer Ausnehmung versehen werden. Die Ausnehmungen kann man beispielsweise
dadurch anbringen, daß man die stirnseitigen Enden des einen Kunststoff-Profilstabteils
an den betreffenden Stellen abfräst oder die Ausnehmung einstanzt.
[0020] Eine andere Ausgestaltung der Erfindung kennzeichnet sich dadurch, daß das eine,
wenigstens teilweise einen Abstandshalter bildende Kunststoff-Profilstabteil der losen
Profilstäbe mit Löchern versehen, die insbesondere nach dem Zusammenfügen eingestanzt
werden. Das Einstanzen im zusammengefügten Zustand ist möglich, weil die betreffende
Fläche des einen Profilstab-teils von der dazu vorzugsweisen parallelen Fläche des
anderen Profilstabteils einen ausreichend großen Abstand hat, der zur Bildung einer
Kammer für das feuchtigkeitsabsorbierende Mittel notwendig ist.
[0021] Vorteilhafterweise werden an den Kunststoff-Profilstäben vor dem Einbringen des Klebe-Dichtmittels
Steg-Ausnehmungen, -Bohrungen und dgl. für Beschlagteile angebracht. Die Durchführung
dieses Arbeitsganges an den losen Profilstäben ist deshalb wichtig, weil die Steg-Ausnehmungen
und dgl. beispielsweise auch zum Einsetzen von Halteelementen benutzt werden, mit
denen die Profilstäbe während des Aushärtens des Klebe-Dichtmittels zusammengehalten
werden.
[0022] In weiterer Ausbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß in die durch die Dampfdiffusions-Sperrschicht
und das eine Kunststoff-Profilstabteil gebildete, an einem Ende mittels eines Stopfens
verschlossene Kammer ein feuchtigkeitsabsorbierendes Mittel eingefüllt und daraufhin
auch das andere Ende der Kammer mittels eines Stopfens zugemacht wird. Es ist zweckmäßig,
das feuchtigkeitsabsorbierende Mittel vor der Bildung des Rahmens in dessen Kammern
einzubringen, weil man dann auf eine nach außen gehende Füllöffnung verzichten kann,
deren dichtes Verschließen einen aufwendigen Arbeitsgang erfordern würde. Außerdem
ist das vollständige Füllen der Kammer jedes einzelnen Profilstabes leichter und sicherer
durchzuführen als das Füllen einer umlaufenden Kammer des fertigen Rahmens.
[0023] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die
in die Glashaltenuten hineinragenden, überstehenden Längsränder der Dampfdiffusions-Sperrschicht
vor dem Einbringen des Klebe-Dichtmittels zumindest weitgehend ins Innere ihrer Glashaltenut
hinein umgebogen werden. Das gewährleistet, daß sie in der Montageendlage der Scheiben
ihre vorgesehene Lage korrekt einnehmen und andererseits wird hierdurch das Einbringen
des Klebe-Dichtmittels erleichtert.
[0024] Eine andere Variante der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß beidseits des
in jede Glashaltenut hineinragenden überstehenden Längsrandes der Dampfdiffusions-Sperrschicht
ein Strang Klebe-Dichtmittel eingebracht, insbesondere eingespritzt wird und nachfolgend
diese Längsränder durch den eintretenden Rand der Scheibe unter Anschmiegung an letzteren
in die Glashaltenut hineingedrückt werden. Da die beiden Klebe-Dichtmittelstränge
durch den Längsrand der Dampfdiffusions-Sperrschicht voneinander getrennt sind, kann
man unterschiedliche Klebe-Dichtmittel verwenden. In diesem Falle befindet sich dann
in der Montageendlage der Scheibe, beispielsweise an ihrer nach außen gerichteten
Fläche, ein anderes Klebe-Dichtmittel als an ihrer nach innen weisenden Fläche. Das
kann im Hinblick auf die Dampfdiffusionsdichte, das Verhalten dieser KlebeDichtmittelschicht
bei einem späteren Gebrauch des Isolierglases und auch bezüglich der Verbindung der
verschiedenen Materialien mittels des Klebe-Dichtmittels von Vorteil sein. Ggfs. kann
man nach dem Einbringen des unteren Klebe-Dichtmittelstranges den Längsrand der Sperrschicht
etwas nach unten biegen. Das Einbringen von unterschiedlichen Klebe-Dichtmitteln beidseits
des Sperrschichtlängsrandes ist jedoch nicht unbedingt notwendig, vielmehr können
es auch zwei Stränge aus gleichem Material sein.
[0025] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die Scheiben in etwa vertikaler
Lage in den unteren Kunststoffprofilstab eingeschoben und nachfolgend die drei restlichen
Kunststoffprofilstäbe auf die freien Scheibenränder aufgesteckt werden.
[0026] Beim Eindrücken der Scheiben in die Glashaltenuten wird das Klebe-Dichtmittel verdrängt
und es kann auch eine geringe Menge an den Gehrungsflächen austreten. Infolgedessen
erübrigt es sich normalerweise, die Gehrungsflächen mit Klebe-Dichtmittel zu bestreichen.
Weil das Klebe-Dichtmittel einige Zeit benötigt, um seinen Endzustand zu erreichen
und auszuhärten, müssen die Profilstäbe zur Sicherung einer dichten Eckverbindung
in geeigneter Weise zusammengehalten werden. Hierzu wird in weiterer Ausbildung der
Erfindung vorgeschlagen, daß die Ecken des aus Kunststoff-Profilstäben gebildeten
Rahmens mittels insbesondere einsteck-- und/oder einrastbarer Eckwinkel zusammengehalten
werden, wobei die Eckwinkel vor dem Einspritzen des Dichtmittels befestigt werden.
Letzteres wird in den die beiden Glashaltenuten im Gehrungsbereich verbindenden Längskanal
eingespritzt. Ein festes Zusammenpressen der Gehrungsflächen setzt eine entsprechend
genaue Ausbildung dieser Eckwinkel und genaue Ausnehmungen, insbesondere Ausklinkungen
od. dgl., voraus. Wählt man eine verrastende oder verhakende Verbindung der Eckwinkel
mit den beiden Profilstäben dieser Ecke, so kann man auf besondere Befestigungselemente
für den Eckwinkel, wie beispielsweise Schrauben od. dgl
o verzichten. Wenn man den Eckwinkel besonders klein wählt, was an sich vorteilhaft
ist, und ihn beispielsweise dem Bereich der einen Scheibe zuordnet, so kann es vorteilhaft
sein, wenn man auch im Bereich der anderen Scheibe noch ein Element anbringt, welches
die Profilstäbe an dieser Stelle zusammenhält. Aus diesem Grunde sieht eine Weiterbildung
der Erfindung vor, daß zusätzlich oder alternativ zum Eckwinkel ein zusätzlicher Winkel,
insbesondere Kunststoffwinkel in eine äußere Befestigungsnut eingesteckt und vorzugsweise
mittels Ultraschall mit dem Rahmen verbunden wird, wobei der zusätzliche Winkel vor
dem Einspritzen des Dichtmittels befestigt wird. Beide Winkel und dgl. können in geeignete
Nuten der Profilstäbe eingesetzt werden, die sich beim Extrudieren der PVC-Profilstäbe
leicht anformen lassen.
[0027] Schließlich ist es sehr vorteilhaft, daß zur Bildung eines Fensterflügels Fensterbeschläge
anmontiert werden. Dies ist aufgrund der Verwendung von Profilstäben kein Problem
und insbesondere auch aufgrund der zuvor vorgenommenen Ausstanzungen und dgl. leicht
möglich-. Des weiteren lassen sich auch Dichtungen in geeignete, umlaufende Nuten
dieses Flügels problemlos einsetzen.
[0028] In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, anhand derer
auch das erfindungsgemäße Verfahren erläutert wird. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Ecke eines gerahmten Mehrscheiben-Isolierglases, teilweise
geschnitten,
Fig. 2 in Seitenansicht und teilweise geschnitten ein Ende des einen Kunststoffprofilstabs
der Figur 1 in abgebrochener Darstellung,
Fig. 3 eine perspektivische Darstellung der in Figur 1 gezeigten Ecke mit Eckverbindungsmitteln,
Fig. 4 einen Schnitt gemäß der Linie IV-IV der Figur 1,
Fig. 5 derselbe Schnitt durch eine andere Ausführungsform,
Fig. 6 einen Schnitt durch die Glashaltenut einer weiteren Ausführungsform mit schräg
angeordneten Längsrändern der Sperrschicht,
Fig. 7 eine Darstellung gemäß Figur 6 nach dem Einbringen des Dicht-Klebemittels und
Fig. 8 eine Darstellung entsprechend der Figur 7, jedoch mit eingesetzter Scheibe.
[0029] Das gerahmte Mehrscheiben-Isolierglas besteht aus zwei mit ihren Rändern in Glashaltenuten
1, 2 eines Rahmens 3 eingreifende Scheiben 4, 5. Der Rahmen 3 wird aus vier auf Gehrung
geschnittenen, zumindest paarweise gleich langen Kunststoff- profilstäben 6 und 7
gebildet. Jeder Kunststoffprofilstab 6, 7 besteht seinerseits aus den Kunststoffprofilstabteilen
8 und 9, die mittels einer schnappenden oder rastenden Verbindungsvorrichtung 1o zusammengehalten
sind. Das eine Kunststoff- profilstabteil 9 besitzt im wesentlichen einen U-förmigen
Querschnitt und bildet beim Ausführungsbeispiel der Figur 4 die jeweils innere Flanke
der Glashaltenuten 1 und 2. In Figur 5 sind die beiden U-Schenkel 11 und 12 etwas
kürzer gehalten, weswegen das eine Kunststoffprofilstabteil 9 nur die äußere Hälfte
der inneren Flanke der beiden Glashaltenuten 1 und 2 bildeto Das andere Kunststoffprofilstabteil
8 stellt i 1 den wesentlichen Teil des Kunststoffprofilstabs 6 bzw. 7 dar. Demnach
bildet also das eine Kunststoffprofilstabteil 9 einen Abstandshalter 13 (Fig. 4) oder
zumindest den wesentlichen Teil eines Abstandshalters 13 (Figur 5) für die beiden
Scheiben 4 und 5.
[0030] Die Scheiben 4 und 5 und die Kunststoffprofilstäbe 6 und 7 sind mit Hilfe eines Klebe-Dichtmittels
14 zusammengehalten. Bei einer bevorzugten Ausführungsform können auch zwei verschiedene
Klebe-Dichtmittel 14 und 15 zur Anwendung kommen. Dabei verwendet man dann vorzugsweise
Silikon und Thiokol (eingetr. Warenzeichen). Nähere Einzelheiten dazu werden nachfolgend
noch erläutert.
[0031] Da Kunststoff, insbesondere das hier in bevorzugter Weise verwendete PVC, nicht wasserdampfdicht
ist, und in den Raum 16 zwischen den beiden Scheiben 4 und 5 von außen her kein Wasserdampf
eindringen soll, weil sich sonst die Scheiben 4, 5 innen beschlagen, muß eine Dampfdiffusions-Sperrschicht
17 eingebaut werden. Sie besteht vorzugsweise aus einer Aluminiumfolie. Zum Festhalten
der Aluminiumfolie benutzt man in sehr vorteilhafter Weise die Verbindungsvorrichtung
1
0, mit welcher man das als Abstandshalter 13 dienende eine Kunststoff
profilstab- teil 9 am anderen Kunststoffprofilstabteil 8 lösbar befestigt. Die Verbindungsvorrichtung
1o besteht beispielsweise aus einem ver dickten freien Ende 18 jedes U-Schenkels 11,
12 des einen Kunststoffprofilstabteils 9 und je einer sich nach außen hin verengenden
Einrast-Längsnut 19 des anderen Kunststoffprofilstabteils 8. Denkbar sind aber auch
abgewandelte Formen, wie die Zeichnungen zeigen. Die Breite der Dampfdiffusions-Sperrschicht
17 ist nun größer gewählt als der Abstand der beiden Einrast-Längsnuten 19 oc dgl.,
so daß die Längsränder 2o und 21 über die Verbindungsvorrichtung 1o überstehen und
sich ins Innere der Glashaltenut 1 bzw. 2 erstrecken. Je nach Formgebung verläuft
der Längsrand 2
0, 21 senkrecht zur Mittelebene der Glashaltenut
1,
2 bzw. zur Ebene der Scheibe 4,5 (Figur 5) oder schräg geneigt dazu, wobei das freie Längsrandende
nach außen weist (Figur 4, 6 und 7).
[0032] Der zwischen beiden Verbindungsvorrichtungen 1o der Kunst-
st
offprofilstabteile 8, 9 gelegene Teil der Dampfdiffusions-Sperrschicht 17 liegt auf
einem ebenen Steg 22 des anderen
Kunststoffprofilstabteils 8 auf. Dieser überdeckte Steg 22 bildet die untere Begrenzung
einer im Querschnitt vorzugsweise rechteckigen Kammer 23 für ein feuchtigkeitsabsorbierendes
Mittel 24. Sie steht über vorzugsweise gestanzte Löcher 25 im mittleren Steg des einen
Kunststoffprofilstabteils 9 mit dem zwischen den Scheiben 4, 5 gelegenen Raum 16 in
Verbindung. Die bei der Fertigung zwischen den Scheiben 4, 5 und dem Abstandhalter
13 eingeschlossene Luft kann ihre Feuchtigkeit an dieses Mittel 24 abgeben, weswegen
es zu keinem Beschlagen' der Scheibeninnenflächen kommt.
[0033] An der Mündung jeder Glashaltenut 1, 2 befindet sich beid-
seits je eine sich in deren Inneres erstreckende Dichtleiste
26 bzw. 27 (Figur 4). Dabei ist die Dichtleiste 26 an das eine Kunststoffprofi. abteil
9 angeformt, während die Dichtleiste 27 einstückig mit dem anderen Kunststoffprofilstabteil
8 hergestellt ist. Die erste Dichtleiste 26 ist als sogenannte Weichdichtleiste ausgegebildet,
d. h. sie besteht aus weicherem Material als das Kunststoffprofilstabteil 9. Demgegenüber
ist die Härte der zweiten Dichtleiste 26 wenigstens in etwa identisch mit derjenigen
des Kunststoffprofilstabteils 8 und vorzugsweise auch mit derjenigen des Kunststoffprofilstabtei
9. Zumindest die erste Dichtleiste 26 besitzt einen keilförmigen Querschnitt. Außerdem
ist der Spaltraum zwischen den beiden Dichtleisten 26, 27 enger als die Dicke der
Scheibe 4, 5, so daß die elastisch nachgiebige erste Dichtleiste 26 beim Eindrücken
der Scheibe 4, 5 in ihre Glashaltenut 1, 2 nach innen umgebogen wird. Der freie Scheibenrand
verdrängt beim Einschieben in die Glashaltenut 1, 2 das darin befindliche Klebe-Dichtmittel
14 bzw. 14 und 15, so daß es an der Nutwandung der Glashaltenut 1, 2 entlang nach
oben steigt. Die beiden Dichtleisten 26 und 27 verhindern auch ein Austreten des Klebedichtmittels
14, 15 nach außen. Durch die im Innern der Glashaltenut 1, 2 entstehende Kompression
wird das Klebe-Dichtmittel 14, 15 in alle Ritzen gedrückt und außerdem wird auch die
einwärts gebogene Dichtleiste 26 fest an die zugeordnete Fläche des Scheibenrandes
angedrückt. Falls der Druck zwischen der Scheibe 4, 5 und dem Außensteg 28 der Glashaltenut
1, 2 größer ist als der Druck an der anderen Seite der Scheibe 4, 5 weicht letztere
gegen den Abstandshalter 13 hin aus. Dies ist aufgrund der elastischen Eigenschaft
der Dichtleiste 26 möglich. Im übrigen sind die Wandungen der Glashaltenuten 1, 2
gezahnt, aufgerauht oder in ähnlicher Weise uneben gestaltet. Man erreicht dadurch
sowohl eine Oberflächenvergrößerung als auch eine bessere Verankerung des Klebe-Dichtmittels
14, 15 in der Glashaltenut. 1, 2.
[0034] Beim Ausführungsbeispiel der Figuren 6 bis 8 bringt man zunächst am Nutgrund einen
Strang Klebe-Dichtmittel 14 an, der vorzugsweise aus Silikon besteht. Nachfolgend
kann man den überstehenden Längsrand 21 der Dampfdiffusions-Sperrschicht
17 etwas nach unten drücken und oberhalb des Längsrandes 21 noch einen zweiten Strang
eines Klebe-Dichtmittels 15 aus Polysulfid verlegen. Drückt man daraufhin den Rand
der Scheibe in die Glashaltenut 2, so befindet sich unterhalb des nunmehr winkelförmig
gebogenen Längsrandes 21 und rechts der Scheibe 4 in der Glashaltenut 2 eine Silikonschicht,
während der Raum 16 zwischen der Scheibe 4 und dem Abstandshalter 13 mit Polysulfid,
wie Thiokol (eingetr. Warenzeichen) ausgefüllt ist. Letzteres verbindet sich besonders
gut sowohl mit.dem Kunststoff als auch dem Glas und dem Material der DampfDiffusions-Sperrschicht
17, also beispielsweise Aluminium.
Da der Rand der Scheibe 4 unmittelbar gegen das Polysulfid gedrückt wird, bildet sich
zwischen dem abgewinkelten Längs-rand 21 der Dampfdiffusions-Sperrschicht 17 und der
Scheibe 4 eine dünne Polysulfidschicht, welche eine dampfdichte Verbindung zwischen
der Scheibe 4 und der Dampfdiffuions-Sperrschicht 17 gewährleistet. Außerdem erhält
man durch den abgewinkelten Längsrand 21 eine vergleichsweise lange Sperrstrecke.
Die guten Hafteigenschaften von Thiokol (eingetr. Warenzeichen) oder einem vergleichbaren
Klebe-Dichtmittel ersparen das Aufbringen eines sogenannten Primers an dieser Verbindungsstelle.
[0035] Beim Ausführungsbeispiel der Figur 5 ist an sich nur die Verwendung eines einzigen
Klebe-Dichtmittels, beispielsweise von Silikon vorgesehen. Dieses wird ebenfalls im
Form eines Stranges am Nutgrund aufgebracht, wobei man gleichzeitig oder etwas vorauseilend
den überstehenden Längsrand 2o bzw. 21 der Sperrschicht 17 zum Nutgrund hin umbiegt.
Die endgültige Form nimmt dieser Längsrand 21 beim Einschieben der Scheibe 4, 5 an.
Je nach Breite der Längsränder 2o bzw. 21 schmiegen sich diese nicht nur an der Innenfläche
der Scheibe 4, 5, sondern auch an der Stirnkante und auch noch an der Außenfläche
der Scheibe 4, 5 an.
[0036] Das Klebe-Dichtmittel 14, 15 kann auch an den Gehrungsflächen 29 etwas austreten
und das reicht bei der nachfolgenden Bildung des Rahmens 3 zum dichten Verbinden der
aneinander zugekehrten Enden der die Holme bildenden Profilstäbe 6, 7 aus. Um aber
während des Abbindens des Klebe-Dichtmittels 14, 15 an diesen Gehrungsflächen 29 die
gegenseitige Zuordnung der Profilstabenden zu gewährleisten, wird in eine Rahmennut
3o jeder Ecke ein Eckwinkel 31 eingesetzt, der an jedem seiner Schenkel einen Ansatz
32 trägt, welcher in eine Stegausnehmung 33 eingreift und sich an der der Gehrungsfläche
29 benachbarten Kante 34 der Stegausnehmung 33 abstützt (Figur 3). Diese Eckwinkel
31 ziehen die Gehrungsflächen 29 fest aneinander. Da sich die Eckwinkel 31 im Bereich
der Glashaltenut 2 befinden, ist es vorteilhaft, wenn man auch im Bereich der Glashaltenut
1 besondere Elemente anbringt. Hierzu dienen zusätzliche Winkel 35 an den vier Ecken,
die insbesondere aus Kunststoff bestehen können. Sie werden in eine Befestigungsnut
36 eingeschoben und vorzugsweise durch Ultraschallschweißung mit den Kunststoffprofilstäben
6, 7 verbunden. Diese Winkel 35 bestehen in Fig. 3 aus Metall und sind mit Gewinden
zum Eindrehen von Gewindebolzen 47 ausggestattet.
[0037] Am Grund der Glashaltenuten 1. 2 befindet sich eine längs verlaufende Stützleiste
37, auf welcher sich die vollständig eingeschobene Scheibe 4 bzw. 5 abstützt. Sie
kann so angeordnet und dimensioniert werden, daß man die Scheibe 4, 5 daran anlegen
kann, aber zwischen einem Teil der Scheibenstirnkante und dem Nutgrund noch eine Schicht
Klebe-Dichtmittel 14, 15 verbleibt. Somit kann das Abbinden des Klebe-Dichtmittels
14, 15 bei vertikal stehendem Isolierglas erfolgen. Zweckmäßigerweise bringt man deshalb
auch den Rahmen 3 an die vertikal stehenden Scheiben 4, 5 an.
[0038] Die Stege 38 und 39 des einen Kunststoffprofilstabteils 8 bilden bei Fig. 5 einen
Teil der Glashaltenut 1, 2 und zugleich aber auch die Außenflanke der Befestigungsnuten
36 bzw. 4o für nichtgezeigte Beschlagteile, die man bei Verwendung des gerahmten Mehrscheiben-Isolierglases
als Fensterflügel dort einsetzt, beispielsweise einklipst.
[0039] Trotz der Verwendung von Kunststoff, insbesondere PVC, für den gesamten Rahmen 3
ist das Eindringen von Wasserdampf in den Raum 16 zwischen den Scheiben 4 und 5 wegen
der günstigen Anordnung und Ausbildung der Dampfdiffusions-Sperre 17 nicht möglich.
Kritische Stellen bilden jedoch die Gehrungsflächen 29. Um auch dort eine sichere
Dampfsperre zu bekommen, sind die beiden Glashaltenuten 1, 2 der beiden Profilstabenden
jeder Ecke durch ein spritzfähiges Dichtmittel 41 überbrückt. Es wird mit solchem
Druck eingebracht, daß es sich in sämtliche Ritzen dieses Bereichs hineinzwängt und
damit die Gehrungsfläche 29 nach innen hin sicher abdichtet. Zur Schaffung eines Querkanals
42 werden gemäß Figur 2 die beiden U-Schenkel 11, 12 des Kunststoffprofilstabteil:
9 im Gehrungsbereich mit Ausnehmungen 43 versehen, die bis zur Dampfdiffusions-Sperrschicht
17 reichen. Damit kann sich das Dichtmittel 41 auch an die nach innen weisende Fläche
der Sperrschicht 17 anlegen. Um das Dichtmittel 41 von außen her einspritzen zu können,
besitzt der Steg 22 zumindest eines der beiden Profilstabenden eine Bohrung 45, an
welcher man eine entsprechende Spritzdüse ansetzen kann. Wenn der Querkanal 42 vollständig
ausgefüllt ist und sich ein gewisser Druck in seinem Innern ausgebildet hat, zieht
man die Spritzdüse ab, wodurch sich dann auch noch die Bohrung 45 füllt, wie dies
Figur 1 der Zeichnung veranschaulicht. Damit das Dichtmittel 41 nicht zwischen die
Körner des feuchtigkeitsabsorbierenden Mittels 24 eindringen kann, sind die beiden
jeder Ecke zugeordneten Enden der Kammer 23 mittels je eines Stopfens 46 verschlossen.
Dieser hat eine kappenartige Gestalt, wobei die Öffnung dem Querkanal 42 zugeordnet
ist, so daß sich auch der Stopfen 46 mit Dichtmittel 41 füllen kann. Damit begrenzen
die beiden Stopfen 46 zugleich auch den Querkanal 42.
[0040] Nachfolgend wird stichwortartig das Herstellungsverfahren dieses gerahmten Mehrscheiben-Isolierglases
erläutert.
[0041] Zunächst werden die Kunststoffprofilstäbe 6, 7 bzw. Kunststoffprofilstabteile 8,
9 durch Extrudieren hergestellt und auf die notwendige Länge gebracht. Nachdem die
beiden Enden auf Gehrung geschnitten wurden, legt man die aus einer Aluminiumfolie
bestehende Dampfdiffusions-Sperrschicht 17 auf den Steg 22 des Kunststoffprofilstabteils
8 auf. Daraufhin setzt man das Kunststoffprofilstabteil 9 darüber und klipst die beiden
Kunststoffprofilstabteile 8, 9 durch Einrasten der Verbindungsvorrichtungen 1o zusammen.
Stattdessen ist es auch möglich, von sogenannter Meterware, also beispielsweise sechs
Meter langen Profilstabstangen auszugehen, bei denen die Sperrschicht 17 bereits aufgebracht
ist, und dann das Ablängen vorzunehmen. Das hat den Vorteil, daß man nach dem Ablängen
bzw. Gehrungssägen die Dampfdiffusions-Sperrschicht 17 nicht nacharbeiten muß.
[0042] Nunmehr werden die Ausnehmungen 43 an den beiden Gehrungsenden durch Fräsen, beispielsweise
mit Hilfe eines Schaftfräsers angebracht. Daraufhin versieht man das eine Kunststoffprofilstabteil
9 mit den Löchern 25. Sie können gebohrt oder vorzugsweise auch matrizenlos gestanzt
werden. Nachfolgend werden die Ausnehmungen für die spätere Befestigung von Beschlagteilen
u. dgl. am Profilstabteil 8 angebracht, ebenso die Stegausnehmungen 33 und die Bohrung
45.
[0043] Nach dem Einfüllen des feuchtigkeitsabsorbierenden Mittels 24 werden die beiden Enden
jeder Kammer 23 mit Hilfe je eines Stopfens 46 verschlossen.
[0044] In die Glashaltenuten 1, 2 bringt man nun mindestens je einen Strang Klebe-Dichtmittel
14, 15 ein. Soweit notwendig, wird gleichzeitig oder vorher, bei zwei Strängen ggfs.
auch nach dem Eingringen des unteren Strangs der über die Verbindungsvorrichtung 1o
überstehende Längsrand 21 der Dampfdiffusions-Sperrschicht 17 umgebogen oder zumindest
vorgebogen.
[0045] In eine Profilaufnahme eines Glasreffs legt man nunmehr den derart vorbereiteten
Kunststoffprofilstab 7 ein. Daraufhin werden dem Glasreff die beiden gereinigten und
getrockneten Scheiben 4, 5 im vorgegebenen Abstand und vorzugsweise hochkantstehend
zugeführt. Nach dem Ausrichten der Scheiben 4, 5 und den unterem Kunststoffprofilstab
7 werden beide zusammengefügt. Wenn die in Figur 8 dargestellte Endlage erreicht ist,
sind die Glashaltenuten 1, 2 vollständig mit Klebe-Dichtmittel 14, 15 gefüllt. Daraufhin
steckt man den rechten und linken Kunststoffprofilstab 6 auf die zuvor gebildete Einheit
und am Schluß bringt man noch den oberen Kunststoffprofilstab 7 an. An den Gehrungsflächen
29 befindet sich normalerweise ausreichend Klebe-Dichtmittel 14, 15, um die Gehrungsflächen
29 sicher abzudichten.
[0046] Um einerseits die Eckverbindungen zu sichern und andererseits die Gehrungsflächen
29 fest aneinander zu pressen, drückt man in einem weiteren Arbeitsgang die vier Eckwinkel
31 in die Rahmennut 3
0. Wenn es der Platz zuläßt, kann man diesen Arbeitsgang in horizontaler Lage des gerahmten
Isolierglases auf einem entsprechenden Montagetisch ausführen. Dasselbe gilt auch
für das nachfolgende Einspritzen des Dichtmittels 41 an den vier Ecken über die Bohrungen
45. Das Aushärten des Klebe-Dichtmittels 14, 15 erfolgt vorteilhafterweise wieder
in vertikaler Stellung, um Raum zu sparen. Das ist durch die Verwendung der Stützleisten
37 ohne weiteres möglich. Soweit erforderlich bringt man abschließend noch Beschlagteile
an, beispielsweise wenn das gerahmte Isolierglas als Fensterflügel verwendet werden
soll. Nach dem Verpacken ist es versandfertig.
1. Mehrscheiben-Isolierglas mit wenigstens zwei parallelen Scheiben, die von einem
?us Kunststoffprofilstäben gebildeten Rahmen umgeben sind, wobei jede Scheibe mit ihrem
Rand in eine Glashaltenut des Rahmens eingreift und sich zwischen zumindest einem
Teil der Nutwandung sowie der darin eingreifenden Scheibe ein Klebe-Dichtmittel befindet
und der Rahmen eine folienartige Dampfdiffusions-Sperrschicht zumindest im Bereich
des Raums zwischen den Scheiben aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffprofilstäbe
(6, 7) zweiteilig ausgebildet sind und sich die folienartige Dampfdiffusions-Sperrschicht
(17) zwischen den beiden Kunststoffprofilstabteilen (8 u. 9) befindet.
2. Isolierglas nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Kunststoffprofilstabteile
(8, 9) mittels einer schnappenden oder einrastenden Verbindungsvorrichtung (10) zusammengehalten sind und die Verbindungsvorrichtung (10) zugleich eine Haltevorrichtung für die folien- ; artige Dampfdiffusions-Sperrschicht (17) ist.
3. Isolierglas nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Kunststoffprofilstabteil
(9) im wesentlichen die Gestalt einer U-Schiene aufweist und die freien Enden der
U-Schenkel (11, 12) als je eine Hälfte der einrastbaren Verbindungsvorrichtung (10)
ausgebildet sind und daß das eine Kunststoffprofilstabteil (9) zumindest einen Teil
eines Abstandshalters (13) für die Scheiben (4, 5) bildet.
4. Isolierglas nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die folienartige Dampfdiffusions-Sperrschicht
(17) zur Bildung einer Kammer (23) für ein feuchtigkeitsabsorbierendes Mittel (24)
vom U-Mittelsteg des einen Kunststoffprofilstabteils-(9) mit Abstand übergriffen ist,
wobei die Dampfdiffusions-Sperrschicht (17) auf dem anderen Kunststoff- profilstabteil
(8) aufliegt.
5. Isolierglas nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Längsränder (20, 21) der folienartigen Dampfdiffusions-Sperrschicht (17) die
einrastbare Verbindungsvorrichtung (10) der beiden Kunststoffprofilstabteile (8, 9) überragen und sich ins Innere der Glashaltenuten
(1, 2) erstrecken.
6. Isolierglas nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich jeder überstehende
Längsrand (2o, 21) der folienartigem Dampfdiffusions-Sperrschicht (17) vor dem Einsetzen
der Scheibe (4, 5) etwa senkrecht zur Scheibenebene erstreckt.
7. Isolierglas nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
sich jeder überstehende Längsrand (2o, 21) der folienartigen Dampfdiffusions-Sperrschicht
(17) vor dem Einsetzen der Scheibe (4, 5) geneigt zur Scheibenebene in Richtung der
Mündung der Glashaltenut (1, 2) erstreckt und die freie Kante des Längsrandes (2o,
21) dabei einen Abstand von der Innenwandung des äußeren Stegs (28) der Glashaltenut
(1, 2) aufweist.
8. Isolierglas nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß sich insbesondere an der Mündung jeder Glashaltenut (1, 2) beidseits je eine sich
in deren Inneres erstreckende, vorzugsweise angeformte Dichtleiste (26, 27) befindet.
9. Isolierglas nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine erste Dichtleiste
(26) jeder Glashaltenut (1, 2) an das eine Kunststoffprofilstabteil (9) und eine zweite
Dichtleiste (27) an das andere Kunststoffprofilstabteil (8) angeformt ist, wobei die
erste Dichtleiste (26) als Weich- Dichtleiste und die zweite (27) als Hartdichtleiste
ausgebildet ist.
10. Isolierglas nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest die erste Dichtleiste
(26) eine etwa keilförmige Gestalt besitzt und vorzugsweise geneigt ins Innere der
Glashaltenut (1, 2) verläuft.
11. Isolierglas nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Nutseitenwandungen der Glashaltenuten (1,2 ) aufgerauht, insbesondere mit
Längrillen od. dgl. versehen sind.
12. Isolierglas nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß sich am Grund jeder Glashaltenut (1, 2) eine längsverlaufende Stützleiste (37)
od. dgl. Stützvorrichtung für die Scheibe (4, 5) befindet.
13. Isolierglas nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Innenwandung jeder Glashaltenut (1, 2) in ihrem Außenbereich durch das eine
Kunststoffprofilstabteil (9) und in ihrem Innenbereich durch das andere Kunststoffprofilstabteil
(8) gebildet ist, an welchem auch die Außenwandung (28) jeder Glashaltenut (1, 2)
angeformt ist; und daß je ein Steg (39) des anderen Kunststoffprofilstabteils (8)
zugleich den inneren Teil der Glashaltenut (1, 2) und einen Teil einer Befestigungsnut
(36, 40) für Beschlagteile bildet, die entgegengesetzt zur Glashaltenut (1, 2) offen
ist.
14. Isolierglas nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dessen Rahmen
aus auf Gehrung gearbeiteten Kunststoffprofilstäben besteht, dadurch gekennzeichnet,
daß an jeder Gehrungsfläche (29) die Glashaltenuten (1, 2) über einen von außen zugänglichen
Querkanal (42) miteinander in Verbindung stehen.
15. Isolierglas nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung des Querkanals
(42) die gehrungsseitigen Enden der U-Schenkel (11, 12) des einen Kunststoffprofilstabteils
(9) an ihrem der Kammer (23) für feuchtigkeitsabsorbierendes Mittel (24) zugeordneten
Bereich mit einer Ausnehmung (43) versehen und diese Kammer (23) an ihren beiden Enden
mittels eines Stopfens (46) od. dgl. verschlossen ist, wobei jeder Stopfen (46) eine
Wandung des Querkanals (42) bildet.
16. Isolierglas nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Querkanal (42) über eine Bohrung (45) zugänglich und mit einem spritzfähigen
Dichtmittel (41) gefüllt ist.
17. Isolierglas nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß in eine Rahmennut (3o) an jeder Rahmenecke ein Eckwinkel (31) eingesetzt, insbesondere
eingedrückt ist, der mit je einem nach außen abstehenden Ansatz (32) in je eine Stegausnehmung
(33) der die Ecke bildenden Kunststoffprofilstäbe (6, 7) eingreift.
18. Isolierglas nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß in eine Befestigungsnut (36) des Rahmens (3) an jeder Rahmenecke ein zusätzlicher
Winkel (35) eingesetzt und insbesondere durch Ultraschallschweißung fest mit den anliegenden
Nutwandungen verbunden ist.
19. Verfahren zur Herstellung von Mehrscheiben-Isolierglas nach wenigstens einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Dampfdiffusions-Sperrschicht
(17) zwischen die beiden Kunststoff-Profilstabteile (8, 9) jedes zweiteilig ausgebildeten
Kunststoff-Profilstabes (6, 7) gebracht und beim Zusammenfügen, insbesondere Zusammenklipsen
der beiden Kunststoff-Profilstabteile (8, 9) festgehalten wird, daß dann in jede Glashaltenut
(1, 2) der vier den Rahmen (3) bildenden Kunststoffprofilstäbe (6, 7) das Klebe-Dichtmittel
(14, 15) eingebracht wird und nachfolgend die vier Profilstäbe (6, 7) mit den gereinigten,
auf Abstand gehaltenen Scheiben (4, 5) verbunden werden, und daß daraufhin die die
Glashaltenuten (1, 2) an den Gehrungsflächen (29) miteinander verbindenden Querkanäle
(42) mit Dichtmittel (41) ausgespritzt werden.
20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die losen Kunststoff-Profilstäbe
(6, 7) nach dem Zusammenfügen der Kunststoff-Profilstabteile (8, 9) auf Gehrung gearbeitet
werden.
21. Verfahren nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung
einer Verbindung zwischen jeder Glashaltenut (1, 2) und dem zugeordneten Ende des
Querkanals (42) für das Dichtmittel (41) die stirnseitigen Enden der als Abstandshalter
(13) dienenden Kunststoff-Profilstabteile (9) beidseitig mit einer Ausnehmung (43)
versehen werden.
22. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 19 bis 21, dadurch gekennzeichnet,
daß das eine, wenigstens teilweise einen Abstandshalter (13) bildende Kunststoff-
Profilstabteil (9) der losen Kunststoff-Profilstäbe (6, 7) j mit Löchern (25) versehen,
die insbesondere nach dem Zusammenfügen der Profilstabteile (8, 9) eingestanzt werden.
23. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 19 bis 22, dadurch gekennzeichnet,
daß an den Kunststoff- Profilstäben (6, 7) vor dem Einbringen des Klebe-Dichtmittels
(14, 15) Steg-Ausnehmungen (33), -Bohrungen und dgl. für Beschlagteile angebracht
werden.
24. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 19 bis 23, dadurch gekennzeichnet,
daß in die durch die Dampfdiffusions-Sperrschicht (17) und das eine Kunststoff- Profilstabteil
(9) gebildete, an einem Ende mittels eines Stopfens (46) verschlossene Kammer (23)
ein feuchtigkeitsabsorbierendes Mittel (24) eingefüllt und daraufhin auch das andere
Ende der Kammer (23) mittels eines Stopfens (46) zugemacht wird.
25. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 19 bis 24, dadurch gekennzeichnet,
daß die in die Glashaltenuten (1, 2) hineinragenden, überstehenden Längsränder (2o,
21) der Dampfdiffusions-Sperrschicht (17) vor dem Einbringen des Klebe-Dichtmittels
(14, 15) zumindest weitgehend ins Innere ihrer Glashaltenut (1, 2) hinein umgebogen
werden.
26. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 19 bis 24, dadurch gekennzeichnet,
daß beidseits des in jede Glashaltenut (1, 2) hineinragenden, überstehenden Längsrandes
(20, 21) der Dampfdiffusions-Sperrschicht (17) ein Strang Klebe-Dichtmittel (14, 15)
eingebracht, insbesondere eingespritzt wird und nachfolgend diese Längsränder (20,
21) durch den eintretenden Rand der Scheibe (4, 5) unter Anschmiegung an letzteren
in die Glashaltenut (1, 2) hineingedrückt werden.
27. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 19 bis 26, dadurch gekennzeichnet,
daß die Scheiben (4, 5) in etwa vertikaler Lage in den unteren Kunststoff-Profilstab
(7) eingeschoben und nachfolgend die drei restlichen Kunststoff-Profilstäbe (6, 7)
auf die freien Scheibenränder aufgesteckt werden.
28. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 19 bis 27, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ecken des aus Kunststoff-Profilstäben (6, 7) gebildeten Rahmens (3) mittels
insbesondere einsteck- und/oder einrastbarer Eckwinkel (31) ' zusammengehalten werden,
wobei die Eckwinkel (31) vor dem Einspritzen des Dichtmittels (41) befestigt werden.
29. Verfahren nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich oder alternativ
zum Eckwinkel (31) ein zusätzlicher Winkel (35), insbesondere Kunststoffwinkel, in
eine Befestigungsnut (36) eingesteckt und vorzugsweise mittels Ultraschall mit dem
Rahmen (3) verbunden wird, wobei der zusätzliche Winkel (35) vor dem Einspritzen des
Dichtmittels (41) befestigt wird.
30. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 19 bis 29, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Bildung eines Fensterflügels wenigstens Fensterbeschläge anmontiert werden.