[0001] Die Erfindung betrifft ein Bettgestell der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 beschriebenen
Gattung. Bettgestelle dieser Gattung, wie sie durch die SE-PS 7 610 240-9 bekannt
sind, sind insbesondere für bewegungsbehinderte Patienten bestimmt und ermöglichen
diesen, um ein Wundliegen zu vermeiden und auch um eine Behandlung durch den Arzt
oder durch Pflegepersonal zu erleichtern, bei einem Verschwenken des Rostmittelteils
aus der Rückenlage durch seitliches Abrollen leicht in eine Seitenlage zu gelangen,
ohne daß die Gefahr besteht, daß die Patienten zu nahe an die Bettkante gelangen und
die seitliche Abrollbewegung nicht rechtzeitig gestoppt wird. Diese Gefahr wird bei
den bekannten Bettgestellen dadurch vermieden, daß die äußeren Seitenkanten der Rostseitenteile
ihre Lage im wesentlichen beibehalten, so daß auf der Seite der abwärtsgeschwenkten
Hälfte des Rostmittelteils von dieser Hälfte und dem an sie angelenkten Rostseitenteil
eine Senke gebildet wird.
[0002] Bei dem Bettgestell nach der vorgenannten SE-PS ruht das die äußere Seitenkante eines
Rostseitenteils bildende Rahmenteil auf einem durchgehenden drehbeweglichen Holm,
dessen Enden in Schienen geführt werden, die waagerecht in dem Kopf- und dem Fußteil
des Bettgestells angeordnet sind. Dieser nur an seinen beiden Enden unterstützte Holm
muß jedoch, um das Biegemoment aufnehmen zu können, das bei einer auf der Bettkante
sitzenden Person auf ihn wirkt, einen Querschnitt von entsprechender Größe aufweisen.
[0003] Will man diesen quer verschiebbaren, die Drehachse der Rostseitenteile bildenden
Holm durch das äußere Längsrahmenteil eines Rostseitenteils ersetzen, so muß man dieses
meist als Rohr ausgebildete, mit Gleitzapfen versehene Rahmenteil wesentlich größer
als die übrigen Rahmenteile und so groß dimensionieren, daß es mit der Gesamtkonstruktion
eines Bettgestells nicht mehr verträglich ist und auch die Fertigung dieser Rostteile
erschwert.
[0004] Die Praxis hat auch gezeigt, daß schon bei einer verhältnismäßig geringen Schrägstellung
des Rostmittelteils eine verhältnsimäßig stark geneigte Stellung der Rostseitenteile
erwünscht ist. Hierzu ist es notwendig, die Schwenkachse der Rostseitenteile dem sich
absenkenden Längsrahmenteil des Rostmittelteils zu nähern, was bei der vorgenannten
bekannten Konstruktion nicht möglich ist. Auch muß bei einer solchen Konstruktion
vermieden werden, daß das Längsrahmenteil des Rostmittelteils zu einem freitragenden
Teil wird, was ebenfalls zu einer entsprechenden Verstärkung dieses Rahmenteils zwingen
würde.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei einer vorgegebenen Schrägstellung
des Rostmittelteils und vorgegebener Breite der Rostseitenteile die Neigung des abwärtsgeschwenkten
Rostseitenteils mit einfachen Mitteln beliebig wählen und das äußere Längsrahmenteil
dieses Rostseitenteils an beliebigen Stellen unterstützen zu können, so daß für dieses
ein verhältnsimäßig schwaches Profil Verwendung finden kann.
[0006] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit einer Konstruktion gelöst, die die kennzeichnenden
Merkmale des Patentanspruchs 1 und vorteilhafterweise die Merkmale des Patentanspruchs
2 aufweist.
[0007] Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Konstruktion ist in der Zeichnung in
schematischer Weise dargestellt. Auf dieser zeigen
Fig. 1 eine Längsseitenansicht des Bettgestells mit an diesem angeordneten Rost;
Fig. 2 eine Draufsicht auf das Bettgestell nach Fig. 1;
Fig. 3 eine Stirnseitenansicht des Bettgestellmittelteils mit an ihm angelenkten Rostteilen
in waagerechter Lage des Rostes;
Fig. 4 eine der Fig. 3 entsprechende Stirnseitenansicht mit geneigt angeordneten Rostteilen.
[0008] Das Bettgestell besteht aus dem Bettgestellmittelteil 10, den beiden, Fußstützen
bildenden Kopf- und Fußteilen 12 und dem auf dem Bettgestellmittelteil 10 angeordneten
in Längsrichtung dreigeteilten Bettrost14. Dieser besteht aus dem Mittelteil 18 und
den beiden mit ihm gelenkig verbundenen Seitenteilen 16 und 20. Diese drei Rostteile
werden durch je einen einen Gitterrost umschließenden Rahmen gebildet, wie in Fig.
2 dargestellt.
[0009] Der Rahmen des Rostmittelteils 18 weist an seinen beiden Stirnseiten Lagerzapfen
22 auf, die in mit dem Bettgestellmittelteil 10.verbundenen Lagerstützen 24 gelagert
sind..
[0010] Die beiden Rostseitenteile 16 und 20 sind mittels Gelenken 26 und 28 an den Längsrahmenteilen
des Rostmittelteils 18 angelenkt.
[0011] Die äußeren Längsrahmenteile der beiden Rostseitenteile 16 und 20 sind an Gelenkarmen
30 und 32 angelenkt, die ihrerseits mit dem Bettgestellmittelteil 10 gelenkig verbunden
sind. Diese Gelenkarme 30 und 32 erstrecken sich bei waagerechter Lage des Rostes
14 schräg nach oben und außen. Das Rostmittelteil 18 kann mittels einer Hubzylindervorrichtung
34 um die durch die Lagerzapfen 22 gebildete Achse geschwenkt werden. Hierbei wird,
wie in Fig. 4 dargestellt ist, das eine Seitenteil 16 nach unten/das andere Seitenteil
20 nach oben und geschwenkt.
[0012] Ändert man die Länge der Gelenkarme, so kann man auf einfache Weise bei derselben
Schrägstellung des Rostmittelteils 18 eine unterschiedliche Neigung des jeweiligen
Rostseitenteils 16 bzw. 20 erreichen.Bei einer verhältnismäßig starken Neigung wirkt
das entsprechende Seitenteil wie eine Sperre, die ein Herausfallen des Patienten aus
dem Bett verhindert.
[0013] Die gelenkige Verbindung der Seitenteile mit dem Mittelteil des Rostes und deren
gelenkige Abstützung an den Gelenkarmen bringt den weiteren Vorteil mit sich, daß
die stirnseitigen kürzeren Schenkel der Rahmen der einzelnen Teile des Rostes in keiner
Verbindung mit dem Kopf- und dem Fußteil 12 des Bettgestells stehen, so daß diese
als von dem Mittelteil des Bettgestells lösbare Teile ausgebildet sein können. Die
Zahl der beiderseitigen Gelenkarme wird so gewählt, daß bei einer Belastung eines
Rostseitenteils mit einer auf der Bettkante sitzenden Person eine ausreichende Unterstützung
des belasteten Rostseitenteils gewährleistet ist, so daß der Rahmen eines Seitenteils
gegenüber einem nur stirnseitig unterstützten Rahmen ein schwächeres Profil aufweisen
kann.
[0014] Wenn das Bettgestellmittelteil 10 anstelle der Kopf- und Fußteile 12 auf einem fahrbaren
und in der Höhe verstellbaren Untergestell ruht, können anstelle einer den Lagerzapfen
22 aufweisenden Lagerstütze 24 vorteilhafterweise zwei in der Mittellinie 36 einen
Abstand voneinander aufweisenden Lagerstützen 24a vorgesehen sein, die an dem Bettgestellmittelteil
10 befestigt sind und ein Lager für am Rostmittelteil 18 angeordnete Lagerzapfen 22a
bilden. Auf diese Weise ist eine zuverlässige Unterstützung des Rostmittelteils gewährleistet
und der Bettrost von dieser Stirnseite her leicht zugänglich, was sich vorteilhaft
auswirkt, wenn das Bettgestellmittelteil eine höhenverstellbare Unterstützung aufweist
und möglicherweise um eine horizontale Achse kippbar ausgebildet ist.
[0015] Bei bekannten Bettgestellen ist der Rost von einem starren oberen, mit dem Bettgestell
verbundenen Rahmen umgeben. Dieser Rahmen ist nicht nur für den Patienten unbequem,sondern
auch für das Pflegepersonal hinderlich. Der Wegfall dieses Rahmens bei dem erfindungsgemäßen
Bettgestell stellt somit einen zusätzlichen Vorteil dar.
1. Bettgestell mit einem in Längsrichtung dreigeteilten Rost, dessen Mittelteil um
seine Längsmittelachse schwenkbar gelagert ist und dessen Seitenteile mit ihren Innenlängskanten
an den Seitenkanten des Mittelteils angelenkt und an ihren Außenlängskanten über ein
gegenüber dem Bettgestell bewegliches Schwenklager an diesem abgestützt sind, dadurch
gekennzeichnet ,daß die äußeren Seitenkanten der beiden Seitenteile (16,20) des Rostes
an je einer Mehrzahl von schwenkbar.am Bettgestellmittelteil (10) angeordneten Gelenkarmen
(30,32) angelenkt sind.
2. Bettgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkarme (30,32)
bei waagerechter Lage der Teile (16,18,20) des Rostes sich schräg nach oben und außen
erstrecken.