[0001] Die Erfindung betrifft eine Brennkraftmaschine mit einer Einspritzpumpenanordnung.
[0002] Bei einer aus der DE-PS 844 376 bekannten mehrzylindrigen Viertakt-Brennkraftmaschine
ist eine einzige Einspritzpumpe oben auf dem den Zylinderblock seitlich überragenden
Teil des Kurbelgehäuses angeordnet. Diese Einspritzpumpe besitzt eine Nockenwelle,
die das Pumpengehäuse frontseitig überragt und an ihrem äußeren Ende ein Zahnrad trägt,
das in ständigem Eingriff mit einem Zahnrad steht, welches an einem das Kurbelgehäuse
frontseitig überragenden Teil der Kurbelwelle befestigt ist. Diese somit direkt von
der Kurbelwelle der Brennkraftmaschine angetriebene Einspritzpumpe dient zur gleichzeitigen
Versorgung sämtlicher Einspritzventile der Brennkraftmaschine mit Brennstoff.
[0003] Wenn mehrere Einspritzpumpen dieser Art verwendet werden sollen, was aus Gründen
einer optimalen Einspritzung an sich erforderlich ist, muß die Nockenwelle verlängert
und je ein Nocken für eine Einspritzpumpe vorgesehen werden. Darüber hinaus stellt
eine offen zugängliche Getriebeverbindung von der Kurbelwelle zur Nockenwelle der
Einspritzpumpe eine Gefahrenquelle dar, die den derzeitigen Sicherheitsmaßstäben nicht
gerecht wird; außerdem verursacht diese offene Getriebeverbindung zusätzliche Laufgeräusche,
die zumindest in bestimmten Anwendungsfällen einer Brennkraftmaschine nicht erwünscht
sind. Darüber hinaus ist bei einer derartigen offenen Antriebsverbindung eine kontinuierliche
Schmierung derselben nicht oder nur unter Inkaufnahme unkontrolliert ins Umfeld geschleuderter
Schmiermittelpartikel möglich.
[0004] Es ist zur Vermeidung derartiger Nachteile daher Aufgabe der Erfindung, eine sowohl
bei Zweitakt- als auch Viertakt-Brennkraftmaschinen anwendbare Einspritzpumpenanordnung
zu schaffen, die zur Brennstoffversorgung eines Konstantdruckeinspritzsystems geeignet,
ferner einfach aufgebaut, an der Brennkraftmaschine mit wenigen Handgriffen montierbar
und bei Bedarf demontierbar ist, außerdem über eine geschützte, sinnvoll schmierbare
Getriebeverbindung an die Kurbelwelle angekoppelt ist und darüber hinaus Manipulationen
an der Kurbelwelle oder deren Lagerung auch ohne ihre vorherige Demontage ermöglicht.
[0005] Diese Aufgabe ist bei einer Brennkraftmaschine mit einer Einspritzpumpenanordnung
durch die Kombination folgender Merkmale gelöst:
a) Ein die Kurbelwelle aufnehmendes Maschinengehäuseteil ist gegenüber einem Zylindertraggestell
der Brennkraftmaschine verlängert ausgebildet,
b) am überstehenden Teil ist eine Einspritzpumpenanordnung befestigt,
c) die Einspritzpumpenanordnung weist ein Einspritzpumpenträgergehäuse bestehend aus
einem Gehäuseunterteil und einem Gehäuseoberteil auf,
d) das Gehäuseunterteil ist als Lagergestell für eine Nockenwelle mit Antriebszahnrad
sowie als Traggestell für das Gehäuseoberteil ausgebildet,
e) das Gehäuseoberteil ist als Träger mehrerer in wenigstens einer Ebene radial in
V- oder VV-Form um die Nockenwelle angeordneter Einspritzpumpen sowie als Deckelteil
ausgebildet,
f) die Nockenwelle ist über ihr Antriebszahnrad getrieblich direkt an ein Zahnrad
angekoppelt, das innerhalb des verlängerten Bereiches des Maschinengehäuseteiles an
der Kurbelwelle angeordnet ist.
[0006] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen dieser Lösung sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
[0007] Die erfindungsgemäße Einspritzpumpenanordnung ist konstruktiv einfach aufgebaut,
mit ihren Einzelteilen leicht und schnell zusammenbaubar und als komplett vormontierte
Baugruppe mit wenigen Handgriffen an der Brennkraftmaschine anzubringen sowie bei
Bedarf jederzeit leicht zu demontieren. Die erfindungsgemäße Verlängerung der Grundplatte
bzw. des Kurbelgehäuses gegenüber dem Gestellkasten bzw. dem Zylinderblock stellt
eine Maßnahme dar, die einfach durchführbar, bei der Konzeption der Brennkraftmaschine
bereits berücksichtigbar ist und somit nur einen geringen Kostenmehraufwand verursacht,
der im wesentlichen aus dem Mehraufwand an zu verarbeitendem Material resultiert.
Dieser Kostenmehraufwand wird jedoch von den kostenseitigen Einsparungen der erfindungsgemäßen
Einspritzpumpenanordnung bei weitem übertroffen. Die Getriebeverbindung von der Kurbelwelle
zur Nockenwelle der Einspritzpumpenanordnung ist einfach ausgebildet und wegen ihrer
allseitigen Kapselung geschützt, so daß sie den Sicherheitsansprüchen vollständig
gerecht wird. Durch die allseitige Kapselung dieser Getriebeverbindung ist außerdem
eine kontinuierliche Schmierung derselben möglich, wobei das auf der Kurbelwelle sitzende
Zahnrad beispielsweise in einem ölbad läuft; die allseitige Kapselung dieser Getriebeverbindung
gewährleistet dann auch, daß im Umfeld liegende Aggregate und Bedienungspersonal hinreichend
gegen umhergeschleuderte Schmiermittelpartikel geschützt sind.
[0008] Nachstehend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer in der Zeichnung
beispielhaft dargestellten Brennkraftmaschine mit Einspritzpumpenanordnung näher beschrieben,
wobei in der Zeichnung insbesondere von der Brennkraftmaschine nur jene für das Verständnis
der Erfindung notwendigen Teile dargestellt sind. Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Teil einer Brennkraftmaschine mit Einspritzpumpenanordnung
nach der Erfindung,
Fig.2 einen Querschnitt durch die Anordnung von Fig. 1 entlang der dort-gezeichneten
Schnittlinie II-II,
Fig. 3 einen Querschnitt durch die in Fig. 1 gezeigte Anordnung entlang der dort eingezeichneten
Schnittlinie III-III,
Fig. 4 einen Längsschnitt durch die dargestellte Anordnung entlang der in Fig. 3 eingezeichneten
Schnittlinie IV-IV.
[0009] In den einzelnen Figuren sind gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0010] In den Fig. ist mit 1 ein Zylindertraggestell einer Brennkraftmaschine, mit 2 ein
Maschinengehäuseteil, mit 3 eine Einspritzpumpenanordnung und mit 4 eine vom Maschinengehäuseteil
2 aufgenommene, dort in an sich bekannter Weise mittels verschiedener Lagerelemente
gelagerte Kurbelwelle bezeichnet.
[0011] Erfindungsgemäß ist das Maschinengehäuseteil 2 gegenüber dem Zylindertraggestell
1 verlängert ausgebildet und auf dem überstehenden Teil die Einspritzpumpenanordnung
3 angebaut. Letztere weist ein Einspritzpumpenträgergehäuse auf, das aus einem Gehäuseunterteil
5 und einem Gehäuseoberteil 6 besteht. Das Gehäuseunterteil 5 ist als Lagergestell
für eine ein Antriebszahnrad 7 und wenigstens einen Steuernocken 8 tragende Nockenwelle
9 sowie als Traggestell für das Gehäuseoberteil 6 ausgebildet. Das Gehäuseoberteil
6 wiederum ist unter anderem als Träger mehrerer gleichartiger Einspritzpumpen 10
ausgebildet, die in wenigstens einer Ebene im Bereich des Steuernockens 8 in V- oder
VV-Form um die Nockenwelle 9 angeordnet sind. Obschon in der Zeichnung nicht dargestellt,
besteht ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen die Möglichkeit, in Richtung der
Nockenwelle gesehen axial versetzt hinter den drei in der Zeichnung dargestellten
Einspritzpumpen 10 in wenigstens einer weiteren Ebene eine oder mehrere weitere Einspritzpumpen
um einen weiteren Steuernocken der Nockenwelle 9 anzuordnen. i
[0012] Die Nockenwelle 9 ist über ihr Antriebszahnrad 7 getrieblich direkt an ein Zahnrad
11 angekoppelt, das im Innenraum des verlängerten Bereiches des Maschinengehäuseteiles
2, durch dieses nach außen hin abgekap-5 selt, an der Kurbelwelle 4 angeordnet ist.
[0013] Das Gehäuseunterteil 5 des Einspritzpumpenträgergehäuses ist einstückig als Gußteil
ausgebildet; es weist ein Traggestell 12 auf, an das sich kopfseitig eine
Schutzwanne 13 anschließt, die durch Auflageflansche 14 bzw. 15 begrenzt ist, an denen
das Gehäuseoberteil 6 lösbar befestigt ist; außerdem besitzt die Schutzwanne 13, wie
insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich, in ihrer Wand eine fensterartige öffnung 16 für
den Durchtritt des auf der Kurbelwelle 4 sitzenden Zahnrades 11 zur Herstellung der
Getriebeverbindung mit dem an der Nockenwelle 9 angeordneten Antriebszahnrad 7. Darüber
hinaus sind im Innenraum der Schutzwanne 13 drei Lagerschalen 17, 18 und 19 für die
Lagerung der Nockenwelle 9 angeordnet, die durch im Gehäuseunterteil 5 eingeformte
ölbohrungen 43 mit Schmieröl versorgt werden. Wie insbesondere aus Fig. 4 ersichtlich,
dienen die beiden äußeren Lagerschalen 17 und 19 zur Abstützung der Nockenwelle 9
im Bereich deren beider äußerer Enden, während die mittlere Lagerschale 18 zur Abstützung
der Nockenwelle 9 zwischen Steuernocken 8 und Antriebszahnrad 7 dient. An der frontseitigen
Lagerschale 17 ist eine Hilfslagerschale 46 als eigentliches Tragelement für die Nockenwelle
9 aufgesetzt und befestigt, das abnehmbar ist und ein frontseitiges Abnehmen des Steuernockens
8 ohne Demontage der Steuerwelle 9 ermöglicht. Zu ihrer axialen Fixierung im Gehäuseunterteil
5 besitzt die Nockenwelle 9 außerdem zwei axial beabstandete Anlaufringe 44, 45, mit
denen sie die mittlere Lagerschale 18 übergreifend beiderseits derselben axial abgestützt
ist. Darüber hinaus sind sämtliche tragenden Elemente des Gehäuseunterteiles 5, nämlich
das Traggestell 12, die. Schutzwanne 13 sowie die Lagerschalen 17, 18 und 19 durch
Versteifungsrippen 20 gegeneinander abgestützt.
[0014] Die Nockenwelle 9 ist beim gezeigten Ausführungsbeispiel am Gehäuseunterteil 5 durch
drei Lagerdeckel 21 festgelegt, die Gegenstücke zu der Lagerschale 17 mit der Hilfslagerschale
46 sowie zu den Lagerschalen 18 und 19 bilden und an deren Oberseiten durch lösbare
Schraubverbindungen befestigt sind. Die Nockenwelle 9 selbst besitzt von ihren äußeren
Enden nach innen abgerückt zwei axial beabstandete und einstückig mit ihr ausgebildete
Befestigungsflansche 22, 23, an denen der Steuernocken 8 sowie das Antriebsrad 7 -
jeweils vom äußeren Ende der Nockenwelle 9 her aufgeschoben - außen anliegen und durch
Schraubverbindungen lösbar befestigt sind. Diese Anordnung hat den Vorteil, daß der
Steuernocken 8 und das Antriebszahnrad 7 bei Auftreten von zu großen Verschleißerscheinungen
leicht von der Nockenwelle 9 abnehmbar und durch entsprechend neue Teile ersetzbar
sind. Insbesondere ist die Demontage des Steuernockens 8 dadurch vereinfacht, daß
der benachbarte frontseitige Lagerkörper zweiteilig ausgebildet ist, so daß nach Demontage
des frontseitigen Lagers 21, 46 der Steuernocken 8 ohne Abbau des die Einspritzpumpen
10 tragenden Gehäuseoberteiles 6 abgezogen (Fig. 4) werden kann.
[0015] Das Gehäuseoberteil 6 des Einspritzpumpenträgergehäuses ist beim gezeigten Ausführungsbeispiel
dreiteilig ausgebildet; es besteht aus einer vorderen Abdeckhaube 24, an das sich
in Richtung des Gestellkastens bzw. Zylinderblockes 1 ein Tragteil 25 für die Einspritz-
) pumpen 10 sowie dahinter eine Schutzhaube 26 anschließt. Das Tragteil 25 ist dabei
als Gußteil ausgebildet, während die Abdeckhaube 24 und die Schutzhaube 26 jeweils
aus einer Blech-Schweißkonstruktion bestehen. Alternativ hierzu können die Abdeckhaube
24 und die Schutz-5 haube 26 jedoch auch einstückig mit dem Tragteil 25 ausgebildet
und zusammen mit diesem in einem einzigen Gußvorgang hergestellt sein.
[0016] Wie insbesondere aus Fig. 4 ersichtlich, dient die Abdeckhaube 24 zur vollständigen
Abdeckung der frontseitigen Lagerstelle für die Nockenwelle 9, gebildet durch die
Lagerschale 17 mit Hilfslagerschale 46 am Gehäuseunterteil 5 und den dazugehörigen
Lagerdeckel 21; die Abdeckhaube 24 ist lösbar durch nicht dargestellte Schraubverbindungen
sowohl an der Vorderseite des Tragteiles 25 als auch an der Vorderseite der Lagerschale
17 am Gehäuseunterteil 5 befestigt. Die Schutzhaube 26 dient, wie ebenfalls insbesondere
aus Fig. 4 ersichtlich, zur vollständigen überdeckung des auf der Nockenwelle 9 sitzenden
Antriebszahnrades 7 sowie der mittleren und hinteren Lagerstelle für die Nockenwelle,
gebildet aus den Lagerschalen 18 und 19 sowie den zugehörigen Lagerdeckeln 21. Die
Schutzhaube 26 ist ebenfalls lösbar durch nicht dargestellte Schraubverbindungen einerseits
an der Rückseite des Tragteiles 25 und andererseits am Gehäuseunterteil 5, dort an
entsprechend vorgesehenen Auflageflanschen befestigt. Das Tragteil 25 des Gehäuseoberteiles
6 ist im Bereich oberhalb des an der Nockenwelle 9 befestigten Steuernockens 8 angeordnet.
Das Tragteil 25 besitzt drei Außenflächen 27, 28 und 29, die jeweils stumpfwinklig
zueinander angeordnet sind. An jeder dieser drei Au-
ßenflächen 27, 28 und 29 des Tragteiles 25 ist jeweils eine der drei gezeigten Einspritzpumpen
10 angeordnet; dabei stützt sich jede der drei Einspritzpumpen mit einem Auflageflansch
30 an der zugehörigen Außenfläche 27, 28 bzw. 29 des Tragteiles 25 ab und ist mittels
lösbarer Schraubverbindungen, die in der Zeichnung schematisch dargestellt sind, am
Tragteil 25 befestigt. Letzteres besitzt darüber hinaus einen, den Steuernocken 8
der Nockenwelle 9 mit Abstand umgebenden tunnelförmigen Innenraum 31, der, wie insbesondere
aus Fig. 2 ersichtlich, durch drei Innenwände 32, 33 und 34 begrenzt ist, die im wesentlichen
parallel zu den drei stumpfwinklig zueinander angeordneten Außenflächen 27, 28 und
29 verlaufen. Jede der drei am Tragteil 25 befestigten Einspritzpumpen 10 durchdringt
mit ihrer Stößelführungsbuchse 35 (Fig. 2 und 4) jeweils eine Führungsbohrung 36,
die als Durchgangsbohrung ausgebildet ist und sich von der jeweiligen Außenfläche
27, 28 bzw. 29 durch das Tragteil 25 zur zugehörigen Innenfläche 32, 33 bzw. 34 desselben
erstreckt. Das Tragteil 25 ist in seiner Geometrie derart ausgebildet, daß die Mittellinie
jeder der drei an ihm angeordneten Einspritzpumpen 10 die Längsachse der Nokkenwelle
9 im Bereich des Steuernockens 8 schneidet. Jede der drei am Tragteil 25 befestigten
Einspritzpumpen 10 besitzt am inneren Ende ihres Stößels 37 eine Steuerrolle 38, die
beispielsweise unter der Krafteinwirkung einer nicht dargestellten Feder an die periphere
Steuerfläche 39 am Steuernocken 8 angepreßt ist. Durch diese Anordnung der drei dargestellten
Einspritzpumpen ist somit deren Steuerung durch einen einzigen Steuernocken 8 möglich.
Der weitere Aufbau der Einspritzpumpen 10 ist an sich bekannt und braucht daher an
dieser Stelle nicht erläutert zu werden. Es sei darauf hingewiesen, daß die erfindungsgemäße
Einspritzpumpenanordnung nicht auf die Verwendung einer bestimmten Art von Einspritzpumpen
beschränkt ist. Verwendbar sind praktisch alle Arten von Einspritzpumpen, die im Handel
erhältlich und für den jeweiligen Anwendungszweck geeignet sind. Es ist aus diesem
Grunde daher in der Zeichnung auch auf die Darstellung von Brennstoffzuführ- und -förderleitungen
zu und von den Einspritzpumpen 10 verzichtet.
[0017] Das Tragteil 25 liegt mit seiner Bodenfläche 40 an den Auflageflanschen 14 und 15
des Gehäuseunterteiles 5 auf und ist an diesem durch Schraubverbindungen, die in Fig.
2 schematisch angedeutet sind, lösbar befestigt.
[0018] Der das Zylindertraggestell 1 überragende Teil des Maschinengehäuseteiles 2 ist in
seiner Außenform` teilweise - wenigstens in seiner Bauhöhe - an jene des Gehäuseunterteiles
5 angepaßt. Dabei ist ein Teil des verlängerten Bereiches des Maschinengehäuseteiles
2 als Schutzkapsel 41 für das in diesem Bereich auf der Kurbelwelle 4 sitzende, die
Nockenwelle 9 antreibende Zahnrad 11 ausgebildet. Letzteres ragt zur Herstellung der
Getriebeverbindung mit dem an der Nockenwelle 9 sitzenden Zahnrad 7 teilweise aus
der Schutzkapsel 41 heraus; dieser vorstehende Teil des Zahnrades 11 ist jedoch nach
Anbau der Einspritzpumpenanordnung 3 durch mehrere Wandelemente des seitlich an die
Schutzkapsel 41 angrenzenden Gehäuseunterteiles 5 abgedeckt - siehe insbesondere Fig.
3 -.
[0019] Die erfindungsgemäße Einspritzpumpenanordnung wird vor ihrem Anbau an die Brennkraftmaschine
komplett vormontiert. Dabei wird zunächst die bereits mit dem Steuernocken 8 und dem
Antriebszahnrad 7 bestückte Nockenwelle 9 in das Gehäuseunterteil 5 eingesetzt und
dort durch die aufzusetzenden Lagerdeckel 21 befestigt. Anschließend wird auf das
Gehäuseunterteil 5 das bereits mit den Einspritzpumpen 10 bestückte Tragteil 25 des
Gehäuseunterteiles 6 aufgesetzt und an diesem befestigt. Zuletzt werden die Abdeckhaube
24 und die Schutzhaube 26 angebaut. Diese derart vormon- - tierte Einspritzpumpenanordnung
wird dann an der Oberseite 42 des erfindungsgemäß verlängerten Maschinengehäuseteiles
2 neben der Schutzkapsel 41 angesetzt, wobei die getriebliche Ankopplung des an der
Nockenwelle 9 befestigten Antriebszahnrades 7 und des auf der Kurbelwelle 4 sitzenden
Zahnrades 11 erfolgt, und anschließend daran durch lösbare Schraubverbindungen befestigt.
[0020] Abschließend sei darauf hingewiesen, daß die Erfindung nicht auf die konstruktive
Ausgestaltung des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles beschränkt
ist; es muß in diesem Zusammenhang dem Konstrukteur einer Brennkraftmaschine überlassen
bleiben, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen, das Maschinengehäuseteil 2 der
Brennkraftmaschine und insbesondere dessen verlängerten Bereich sowie das Einspritzpumpenträgergehäuse
derart zu gestalten, daß unabhängig von der räumlichen Größe und Gattung einer Brennkraftmaschine
eine vorteilhafte Zusammenfügung dieser Teile gewährleistet ist.
1. Brennkraftmaschine mit einer Einspritzpumpenanordnung, gekennzeichnet durch die
Kombination folgender Merkmale:
a) Ein die Kurbelwelle (4) aufnehmendes Maschinengehäuseteil (2) ist gegenüber einem
Zylindertraggestell (1) der Brennkraftmaschine verlängert ausgebildet,
b) am überstehenden Teil ist eine Einspritzpumpenanordnung (3) befestigt,
c) die Einspritzpumpenanordnung (3)weist ein Einspritzpumpenträgergehäuse bestehend
aus einem Gehäuseunterteil (5) und einem Gehäuseoberteil (6) auf,
d) das Gehäuseunterteil (5) ist als Lagergestell für eine Nockenwelle (9) mit Antriebszahnrad
(7) sowie als Traggestell für das Gehäuseoberteil (6) ausgebildet,
e) das Gehäuseoberteil (6) ist als Träger mehrerer in wenigstens einer Ebene radial
in V- oder VV-Form um die Nockenwelle (9) angeordneter Einspritzpumpen (10) sowie
als Deckelteil ausgebildet,
f) die Nockenwelle (9) ist über ihr Antriebszahnrad (7) getrieblich direkt an ein
Zahnrad (11) angekoppelt, das innerhalb des verlängerten Bereiches des Maschinengehäuseteiles
(2) an der Kurbelwelle (4) angeordnet ist.
2. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuseunterteil
(5) des Einspritzpumpenträgergehäuses einstückig als Gußteil ausgebildet ist.
3. Brennkraftmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuseunterteil
(5) aus einem Traggestell (12), einer sich daran anschließenden Schutzwanne (13) mit
Auflageelementen (14, 15) zur Befestigung des Gehäuseoberteiles (6) und mit einer
seitlichen öffnung (16) für den Durchtritt des an der Kurbelwelle (4) sitzenden Zahnrades
(11) zur Herstellung der Getriebeverbindung mit dem an der Nockenwelle (9) angeordneten
Antriebszahnrad (7), sowie aus über eingeformte ölbohrungen (43) mit Schmieröl versorgbaren
Lagerschalen (17, 18, 19) für die Lagerung der Nockenwelle (9) besteht, welche Teile
außerdem durch Versteifungsrippen (20) gegeneinander abgestützt sind.
4. Brennkraftmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Nockenwelle
(9) durch an den Oberseiten der Lagerschalen (17, 18, 19) aufgesetzte und mittels
lösbarer Schraubverbindungen befestigte Lagerdeckel (21) am Gehäuseunterteil (5) festgelegt
und durch beiderseits der mittleren Lagerschale (18) angreifende Anlaufringe (44,
45) in axialer Richtung fixiert ist.
5. Brennkraftmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der frontseitigen
Lagerschale (17) als eigentliches Tragelement für die Nockenwelle (9) eine den zugehörigen
Lagerdeckel (21) tragende Hilfslagerschale (46) aufgesetzt und derart aufgebaut sowie
befestigt ist, daß sie zur Ermöglichung eines Austausches des Steuernockens (8) ohne
Demontage des Gehäuseoberteils (6) in Achsrichtung der Nockenwelle (9) demontierbar
ist.
6. Brennkraftmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Gehäuseoberteil (6) aus einer Abdeckhaube (24) zur Abdeckung
der frontseitigen Nockenwellenlagerung (17, 21), einem Tragteil (25) für die Einspritz-'
pumpen (10) und einer Schutzhaube (26) zur Abdeckung der mittleren und hinteren Nockenwellenlagerung
(18, 21; 19, 21) sowie des auf der Nockenwelle (9) sitzenden Antriebszahnrades (7)
besteht.
7. Brennkraftmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragteil (25)
aus einem Gußteil sowie die Abdeckhaube (24) und die Schutzhaube (26) aus Blech-Schweißkonstruktionen
bestehen.
8. Brennkraftmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckhaube
(24) und die Schutzhaube (26) durch lösbare Schraubverbindungen einerseits am Tragteil
(25), andererseits am Gehäuseunterteil (5) befestigt sind.
9. Brennkraftmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckhaube
(24) und die Schutzhaube (26) einstückig mit dem Tragteil (25) ausgebildet und zusammen
mit diesem in einem einzigen Gußvorgang hergestellt sind.
10. Brennkraftmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Tragteil (25) des Gehäuseoberteiles (6) drei stumpfwinklig
zueinanderstehende Außenflächen (27, 28, 29), ferner einen tunnelförmigen, von parallel
zu den Außenflächen verlaufenden Innenwänden (32, 33, 34) begrenzten Innenraum (31)
sowie drei von diesem weg zu den Außenflächen führende, in einer Ebene quer zur Nockenwelle
(9) angeordnete Führungsbohrungen (36) aufweist und drei Einspritzpumpen (10) trägt,
von denen jede an einer der drei Außenflächen (27, 28, 29) des Tragteiles (25) sitzt
und lösbar mittels Schraubverbindungen an diesem befestigt ist, wobei die Außenflächen
und die Führungsbohrungen in einem solchen Winkel zueinanderstehen, daß die Mittellinien
der Einspritzpumpen (10) die Längsachse der Nockenwelle (9) im Bereich von deren Steuernocken
(8) schneiden.
11. Brennkraftmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einspritzpumpenanordnung (3) komplett vormontiert als Maschinenaggregat
an der Brennkraftmaschine in abnehmbarer Weise durch lösbare Schraubverbindungen befestigt
ist.
12. Brennkraftmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der verlängerte Bereich des Maschinengehäuseteiles (2) eine Schutzkapsel
(41) für das in diesem Bereich auf der Kurbelwelle (4) sitzende, die Nockenwelle antreibende
Zahnrad (11) bildet, welch letzteres zur Herstellung der Getriebeverbindung mit dem
an der Nockenwelle (9) sitzenden Antriebszahnrad (7) teilweise aus der Schutzkapsel
(41) herausragt, mit seinem vorstehenden Teil jedoch durch Wandelemente des seitlich
an die Schutzkapsel (41) angrenzenden Gehäuseunterteiles (5) abgedeckt ist.