(19)
(11) EP 0 031 405 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
08.07.1981  Patentblatt  1981/27

(21) Anmeldenummer: 80105957.7

(22) Anmeldetag:  02.10.1980
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3G08B 13/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE FR GB IT LI NL

(30) Priorität: 29.12.1979 DE 2952725

(71) Anmelder: ROBERT BOSCH GMBH
70442 Stuttgart (DE)

(72) Erfinder:
  • Brüggen, Gerhard, Dipl.-Ing.
    D-7000 Stuttgart 70 (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Objektschutzeinrichtung, insbesondere für Gebäude, Wohnhäuser oder dgl.


    (57) Es wird eine Objektschutzeinrichtung, insbesondere für Gebäude, Wohnhäuser od. dgl., angegeben, bei welcher im Störungs- oder Gefahrenfall der Umgebung des gesicherten Objekts gezielte Informationen über die im Objektinneren vorhandene Situation vermittelt werden. Hierzu weist eine im Objektinneren installierte Überwachungsvorrichtung (10) mindestens ein Mikrofon (12, 12') und eine nach draußen gerichtete Signalvorrichtung mindestens einen Lautsprecher (3) auf, wobei Mikrofon (12, 12') und Lautsprecher (13) zusammen mit einem Verstärker (14) eine elektro-akkustische Übertragungsvorrichtung (15) bilden. Die Überwachungsvorrichtung (10) enthält weiterhin Schaltelemente (16) zum Einschalten der Übertragungsvorrichtung. Die Schaltelemente (16) können dabei mindestens einen Detektor (19, 19') oder Sensor aufweisen, der auf Störungen im Objektinneren anspricht und z. B. als elektronischer Glasbruchmelder, Mikrowellen-Bewegungsmelder oder Infrarotschranke ausgebildet ist.




    Beschreibung

    Stand der Technik



    [0001] Die Erfindung geht aus von einer Objektschutzeinrichtung, insbesondere für Gebäude, Wohnhäuser od.dgl., nach der Gattung des Hauptanspruchs.

    [0002] Solche Objektschutzeinrichtungen sind als Alarmanlagen vielseitig bekannt. Die im Objektinneren installierte Überwachungsvorrichtung erfaßt Störungen, wie z.B. das Eindringen über gesicherte Wege, und schaltet bei Auftreten von Störungen die außen am Objekt nach draußen gerichtete Signalvorrichtung ein, die Alarm, z. B. in Form eines anhaltenden Sirenentons, gibt. Der Alarm soll die Nachbarschaft von Störungen in dem Objekt unterrichten und diese veranlassen, Hilfe, z.B. die Polizei, herbeizuholen.

    [0003] Diese bekannten Alarmanlagen geben dem Umkreis des geschützten Objekts zwar Kenntnis von Störungen im Objektinneren, doch können die Außenstehenden nicht erkennen, welcher Art Störungen oder welche besondere Situation im Objektinneren vorliegen. Sie zögern daher zu handeln oder ignorieren sogar den Alarm, was durch öfteren Fehlalarm der Anlage noch zusätzlich gefördert wird.

    Vorteile der Erfindung



    [0004] Die erfindungsgemäße Objektschutzeinrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, daß Außenstehende in der Umgebung des gesicherten Objekts bei Ansprechen der Schutzeinrichtung genaue Informationen über die Vorgänge im Objektinneren erhalten, sich daher ein genaues Bild von der Situation machen und entsprechend schnell und richtig handeln können. Zudem gibt die Objektschutzeinrichtung im Objektinneren befindlichen Personen die Möglichkeit, gesprochene Informationen nach draußen zu geben, um die Nachbarschaft entsprechend zu unterrichten. Dies ist besonders bei Einbrüchen in Tateinheit mit Personenbedrohung von großem Vorteil. In der Nachbarschaft des gesicherten Objekts können die Vorgänge im Objektinneren akkustisch verfolgt und in Erkenntnis der besonderen Situation richtige Entscheidungen zur Abwehrung der Störung ohne Gefährdung der im Objektinneren befindlichen Personen getroffen werden. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Objektschutzeinrichtung besteht darin, daß die Nachbarschaft des gesicherten Objektes ohne weiteres zwischen Fehtalarm und Ernstfall unterscheiden und sich entsprechend einstellen kann.

    [0005] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Objektschutzeinrichtung möglich.

    [0006] Besonders vorteilhaft ist dabei die Ausführungsform der Erfindung gemäß Anspruch 3. Durch diese maßnahmen wird die Objektschutzeinrichtung selbsttätig eingeschaltet, sobald ein Störungsfall eintritt,und ist betriebsbereit, um Informationen aus dem Objektinneren nach außen zu übertragen .

    [0007] Vorteilhaft ist auch die Ausführungsform der Erfindung gemäß Anspruch 6. Durch die Ausbildung des Lautsprechers als Richtlautsprecher ist dieser im Objektinneren kaum oder nicht nennenswert zu hören. Rückkopplungen auf die im Objektinneren angeordneten Mikrofone werden vermieden.

    Zeichnung



    [0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Dabei zeigt die Zeichnung in schematischer Darstellung das Prinzipschaltbild einer Objektschutzeinrichtung.

    Beschreibung des Ausführungsbeispiels



    [0009] Das in der Zeichnung schematisch dargestellte Prinzipschaltbild einer Objektschutzeinrichtung, die insbesondere für Gebäude, Wohnhäuser od.dgl. bestimmt ist, weist eine Überwachungsvorrichtung 10 und eine Signalvorrichtung 11 auf. Während die Überwachungsvorrichtung im Objektinneren installiert wird, wird die Signalvorrichtung 11 außen am Objekt angeordnet oder ist zumindest nach draußen gerichtet, um die Umgebung des gesicherten Objekts im Stör- bzw. Gefahrenfalle zu alarmieren. Die Überwachungsvorrichtung 10 weist mindestens ein Mikrofon 12 und die Signalvorrichtung mindestens einen Lautsprecher 13 auf. Zusammen mit einem Verstärker 14 bilden das Mikrofon 12 und der Lautsprecher 13 eine elektro-akkustische Übertragungsvorrichtung 15. Vorteilhaft ist, wenn in der elektro-akkustischen Übertragungsvorrichtung 15 weitere Mikrofone 12' vorgesehen sind, die dem Mikrofon 12 parallel zu schalten sind. Die Einzelmikrofone 12 oder 12' können im Objektinneren in räumlich verschiedenen, getrennten Bereichen, z.B. in verschiedenen Zimmern eines Wohnhauses ,angeordnet werden, so daß die Vorgänge in jedem Raum über die elektro- akkustische Übertragungsvorrichtung 15 der Umgebung mitgeteilt werden können. Die Überwachungsvorrichtung 10 weist noch Schaltelemente 16 zum Einschalten der Übertragungsvorrichtung 15 auf. Diese Schaltelemente 16 steuern einen elektronischen Einschalter 17, der im Stromkreis zwischen dem Verstärker 14 und einer zur Stromversorgung der elektro-akkustischen Übertragungsvorrichtung dienenden Spannungsquelle 18 eingeschaltet ist.

    [0010] Die Schältelemente 16 weisen mindestens einen Sensor oder Detektor 19 auf, der auf Störungen im Objektinneren anspricht. Ein solcher Detektor 19 kann z.B. als elektronischer Glasbruchmelder, der auf Zerstörung von Fensterscheiben anspricht, oder als Mikrowellen-Bewegungsmelder, der auf Bewegungen innerhalb gesicherter Wege anspricht, oder als Infrarot-Schranke ausgebildet sein, die auf Lichtunterbrechungen durch Eindringen in gesicherte Wege anspricht. Der Detektor 19 ist über eine Steuerleitung 20 mit der Steuerelektrode des elektronischen Einschalters 17 verbunden. Vorteilhaft sind eine Vielzahl von solchen Detektoren 19' im Objektinneren verteilt angeordnet, die einander parallel geschaltet sind. Auf diese Weise läßt sich die elektro-akkustische Übertragungsvorrichtung 15 bei über die verschiedensten Wege erfolgendem Eindringen in das Objekt in Betriebsbereitschaft setzen. Die Schaltelemente 16 können anstelle der Detektoren 19, 19' oder auch zusätzlich zu den Detektoren 19, 19' mindestens. einen Handschalter 21 aufweisen, der an einer versteckten Stelle im Objektinneren angeordnet ist und im Gefahrenfall von einer im Objektinneren gefährdeten Person geschlossen werden kann, wodurch die elektro-akkustische Übertragungsvorrichtung 15 in Betriebsbereitschaft gesetzt wird. Auch dieser Handschalter 21 ist über eine Steuerleitung 22 mit der Steuerelektrode des elektronischen Einschalters 17 verbunden und bewirkt ein Leitendwerden des elektronischen Einschalters 17, sobald er selbst geschlossen wird. Auch hier können wieder mehrere Handschalter 21' parallel zu dem Handschalter 21 geschaltet und in verschiedenen Bereichen des Objektinneren versteckt angeordnet werden.

    [0011] Der Lautsprecher 13 ist als Richtlautsprecher ausgebildet. Dadurch ist der Lautsprecher im Objektinner nicht oder nicht nennenswert zu hören und auch akkustische Rückkopplungen auf die im Objektinneren angeordneten Mikrofone 12, 12' sind ausgeschlossen.


    Ansprüche

    1 . Objektschutzeinrichtung, insbesondere für Gebäude, Wohnhäuser od.dgl., mit einer im Objektinneren installierten Überwachungsvorrichtung und einer nach draußen gerichteten, vorzugsweise außen am Objekt angeordneten, Signalvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwachungsvorrichtung (10) mindestens ein Mikrofon (12, 12') und die Signalvorrichtung (11) mindestens einen Lautsprecher (13) aufweist, die mit einem Verstärker (14) eine elektro-akkustische Übertragungsvorrichtung (15) bilden, und daß die Überwachungsvorrichtung (10) Schaltelemente (16) zum Einschalten der elektro-akkustischen Übertragungsvorrichtung (15) aufweist.
     
    2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Stromversorgung der elektro-akkustischen Übertragungsvorrichtung (15) dienende Spannungsquelle (18) vorgesehen ist, und daß im Stromkreis zwischen demVerstärker (14) und der Spannungsquelle (18) ein von den Schaltelementen (16) gesteuerter elektronischer Einschalter (17) angeordnet ist.
     
    3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltelemente (16) mindestens einen Detektor (19, 19') oder Sensor aufweisen, der auf Störungen im Objektinneren, wie Glasbruch, Bewegung, Lichtunterbrechung od.dgl. anspricht, z.B. als elektronischer Glasbruchmelder, Mikrowellen-Bewegungsmelder, Infrarot-Schranke od.dgl. ausgebildet ist.
     
    4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltelemente (16) mindestens einen, vorzugsweise im Objektinneren versteckt angeordneten,Handschalter (21, 21') aufweisen.
     
    5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwachungsvorrichtung (10) mehrere parallel geschaltete Mikrofone (12, 12') aufweist, die räumlich in verschiedenen, vorzugsweise getrennten, Bereichen des Objektinneren angeordnet sind.
     
    6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Lautsprecher (13) als Richtl autsprecher ausgebildet ist.
     




    Zeichnung