[0001] Die Erfindung betrifft einen Lader für mehrzylindrige Viertakt-Brennkraftmaschinen,
der für die Verbrennung erforderliche Luft vorverdichtet und dem Zylindereinlaß eines
Zylinders zur weiteren Verdichtung zuführt, mit einem in einer zylindrischen Bohrung
eines Gehäuses exzentrisch rotierenden Drehkolben mit radial beweglicher Abdichtung
zwischen einem Saugraum und einem Druckraum.
[0002] Ein bekannter Lader dieser Art (DE-C-473 434) dient als Hilfsspülpumpe eines einzylindrigen
Zweitaktmotors. Die radiale Abdichtung ist dabei von einer um einen Drehpunkt außerhalb
des Drehkolbens schwingenden Steuerklappe gebildet. Zur seitlichen Abdichtung ist
der Druckschrift nichts zu entnehmen.
[0003] Es ist bereits ein Lader für mehrzylindrige Brennkraftmaschinen mit einem um eine
ortsfeste Achse rotierenden Drehkolben bekannt, der in radialen Schlitzen radial verschiebliche
Lamellen, Flügel o. dgl. aufweist, die in allen Betriebszuständen an der exzentrisch
zum Drehkolben angeordneten zylindrischen Innenwand eines Gehäuses abdichtend anliegen
und so die zwischen dieser zylindrischen Innenwand und dem Kolbenumfang des Drehkolbens
gebildeten Saug- und Druckraum voneinander trennen. Der eine Drehkolben kann die Brennräume
der verschiedenen Zylinder nicht ohne weiteres mit Ladeluft gleichen Druckes versorgen,
und die Abdichtung ist konstruktiv aufwendig (CH-A-132692).
[0004] Es ist ferner bekannt, bei Drehkolbenmaschinen eine Abdichtung am Umfang der Drehkolben
mittels radial gegen Federkraft in einem Gehäuse beweglich geführten Schiebern zu
bewirken (US-A-35 95 210).
[0005] Bekannt ist auch eine Kraft- bzw. Dampfmaschine mit einem in einer zylindrischen
Bohrung eines Gehäuses rotierenden Läufer, der zwei exzentrisch zueinander angeordnete
Drehkolben umfaßt, von denen jeder an beiden Enden seiner axialen Längserstreckung
durch Dichtscheiben am Läufer gegenüber der zylindrischen Bohrung abgedichtet ist
und die radial bewegliche Abdichtung jedes Drehkolbens von einem Schieber gebildet
ist, der durch einen Dichtschlitz in einer außerhalb des zylindrischen Gehäuses angeordneten
Schieberführung geführt und abgedichtet ist (DE-C-125165).
[0006] Weiterhin ist bekannt, jedem Motorzylinder einer mehrzylindrigen Brennkraftmaschine
einen eigenen Verdichter zuzuordnen (GB-A-408 389).
[0007] Schließlich ist bei einem Lader der Flügelzellen-Bauart für alle Zylinder ein gemeinsamer
Rotor bekannt, der in einer drehbaren Hülse rotiert, welche über am Umfang und axial
versetzte Öffnungen jeweils einen von mehreren Zylindern mit komprimierter Luft versorgt
(GB-A-403425).
[0008] Die oben erwähnten Lader haben sich in der Praxis nicht durchsetzen können.
[0009] Deshalb werden zur Erhöhung des Druckes in der zur Verbrennung erforderlichen Ansaugluft
von Brennkraftmaschinen heute weithin Turbolader angewendet.
[0010] Turbolader laufen mit sehr hohen Drehzahlen.
[0011] Wegen der Anordnung des Turbinenrades im Abgasstrom wärmt sich das Turbinengehäuse
sehr stark auf. Es sind besondere Maßnahmen erforderlich, um die Ladung jeweils zu
einem zweckmäßigen Zeitpunkt während des Kolbenspieles in den Zylinder einzubringen.
Bei kleinen Drehzahlen und beim Start der Brennkraftmaschine läßt sich keine nennenswerte
Verdichtung erzielen.
[0012] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Lader der eingangs genannten Art
zu schaffen, der einfach im Aufbau ist, für die Anwendung bei mehrzylindrigen Kraftmaschinen
besonders geeignet ist und die Nachteile der üblichen Turbolader vermeidet.
[0013] Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einem Lader der im Oberbegriff des Anspruchs 1
genannten Art vorgesehen, daß jedem Zylinder ein Drehkolben zugeordnet ist, daß jeder
Drehkolben Bestandteil eines gemeinsamen, konzentrisch in der zylindrischen Bohrung
des Gehäuses rotierenden Läufers ist, daß jeder Drehkolben an den beiden Enden seiner
axialen Längserstreckung durch Dichtscheiben am Läufer gegenüber der zylindrischen
Bohrung abgedichtet ist, daß die radial bewegliche Abdichtung jedes Drehkolbens von
einem Schieber gebildet ist, der durch einen Dichtschlitz in einer außerhalb des Gehäuses
angeordneten, allen Drehkolben gemeinsamen Zwischenplatte hindurch geführt und abgedichtet
ist, und daß der Läufer mit halber Kurbelwellendrehzahl angetrieben ist.
[0014] Der Antrieb mit halber Kurbelwellendrehzahl erfolgt vorzugsweise von der Nockenwelle
aus.
[0015] Bei einer vorteilhaften konstruktiven Weiterbildung des Laders nach der Erfindung
ist vorgesehen, daß der Läufer sich parallel zu der Zylinderreihe erstreckt und daß
der exzentrische Teil jedes Drehkolbens eine gegenüber dem Zylinderabstand in der
Zylinderreihe um die Stärke der Dichtscheibe verringerte axiale Länge hat.
[0016] Zweckmäßig ist der Schieber in bekannter Weise (DE-C-125165) durch die Kraft einer
Feder gegen den Drehkolben gedrückt, wobei jede Feder erfindungsgemäß in je einem
jedem Drehkolben zugeordneten Federtopf aufgenommen ist.
[0017] Vorzugsweise ist der Schieber in einem Schiebergehäuse an Wälzlagern verschieblich
geführt, um die Reibungsverluste klein zu halten.
[0018] Jede Dichtscheibe wirkt mit ihrem Umfang vorzugsweise über eine übliche Labyrinthdichtung
berührungsfrei mit der Wand der Bohrung zusammen, um die Abdichtung zum benachbarten
Drehkolben zu schaffen. Die Labyrinthdichtung reicht hinsichtlich der Dichtfunktion
voll aus und arbeitet im Gegensatz zu einem gleitenden Dichtring praktisch verschleiß-
und reibungsfrei.
[0019] Die Dichtung jedes Drehkolbens gegenüber der zylindrischen Bohrung des Gehäuses und
dem Schieber erfolgt beispielsweise durch Dichtleisten, wie sie an sich bei Drehkolbenmaschinen
bekannt sind (US-A-35 95 210). Die Dichtung jedes Drehkolbens gegenüber der zylindrischen
Bohrung des Gehäuses und dem Schieber kann aber auch durch mindestens teilweise Beschichtung
mit einem Gleitwerkstoff jeweils in einer der im Dichtkontakt stehenden Oberfläche
erfolgen.
[0020] Allgemein ist die Abdichtung vergleichsweise unproblematisch, weil die abzudichtenden
Drücke im Vergleich zu den bei der Kompression der Hubkolben der Brennkraftmaschine
erzeugten Drücken niedrig sind (in der Größenordnung bis zu 3 bar). Ein kleiner Druckausgleich
über die Dichtungen kann hingenommen werden, weshalb auch die beschriebenen Dichtungsausführungen
als Labyrinthdichtung und/oder durch Beschichten an den Dichtstellen mit Gleitwerkstoff
praktikabel ist.
[0021] Die Abmessungen des Druckraumes zwischen dem oder jedem Drehkolben und der Wand der
Bohrung wird vorteilhaft so gewählt, daß sich etwa ein dem gewünschten Verhältnis
aus Ladedruck zu Atmosphärendruck (z. B. 2 : 1) entsprechendes Volumenverhältnis aus
Druckraum-Volumen zum Hubvolumen eines Hubkolbens der Brennkraftmaschine ergibt.
[0022] Vorteilhaft wird der Lader nach der Erfindung in Verbindung mit einer den Brennstoff
direkt oder indirekt einspritzenden Einspritzanlage verwendet, um minimalen Verbrauch
und minimale Schadstoffmengen in den Abgasen zu erzielen.
[0023] Wegen der mit dem Lader nach der Erfindung erheblich vollständigeren Verbrennung
erübrigen sich aufgrund der verschärften gesetzlichen Bestimmungen heute oft notwendige
Anlagen zur Reinigung bzw. Nachverbrennung der Abgase.
[0024] Gegenüber dem erwähnten bekannten Lader mit Drehkolben hat der Lader nach der Erfindung
vor allem den Vorteil, daß er hinsichtlich Aufbau, Montage und Auswechselbarkeit der
Schieber konstruktiv erheblich einfacher ist und vor allem ohne erheblichen Mehraufwand
für mehrzylindrige Brennkraftmaschinen brauchbar ist.
[0025] Der Lader nach der Erfindung hat gegenüber den heute üblichen Turboladern folgende
Vorteile :
- Wirksames Verdichten auch bei niedrigen Drehzahlen und in der Startphase der Brennkraftmaschine.
- Zeitliche Abstimmung des Laders auf den Gaswechsel des Zylinders ohne zusätzliche
Maßnahmen allein durch Wahl der Richtung der Exzentrizität.
- Mit niedriger Drehzahl drehender Läufer einer wesentlich einfacheren Konstruktion
als eine hochdrehende Turbine.
- Keine Wärmeprobleme, da der Lader nicht durch den Abgasstrom angetrieben wird sondern
sein Antrieb vorzugsweise unmittelbar von der Kurbelwelle der Brennkraftmaschine abgeleitet
wird.
- Unterbringung des Laders dort, wo sonst der übliche Ansaugkrümmer vorgesehen ist,
mit nur unwesentlich erhöhtem Platzaufwand.
- Niedrige Schadstoffanteile in den Abgasen bei allen Drehzahlen.
[0026] Die Erfindung ist im folgenden anhand schematischer Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel
mit weiteren Einzelheiten näher erläutert. Es zeigen :
Figur 1 einen Querschnitt durch eine Brennkraftmaschine mit vier in Reihe angeordneten
Zylindern mit angebautem Lader gemäß der Erfindung ;
Figur 2 eine perspektivische Ansicht des Laders ;
Figur 3 eine perspektivische Ansicht eines Läufers des Laders nach Fig. 2 ;
Figur 4 einen Schnitt durch den Lader wie in Fig. 1, wo bei 1 weitere Einzelheiten
sichtbar werden, ein in Fig. 1 gezeichneter Luftfilter jedoch weggelassen ist ;
Figur 5 einen Schnitt nach der Linie V-V in Fig. 4 ;
Figuren 6-9 in einer vereinfachten Darstellung wie in Fig. 4 unterschiedliche Drehstellungen
des Läufers ;
Figuren 10-12 Schnittdarstellungen nach den Linien X-X, XI-XI und XII-XII in Fig.
10 und 12 durch ein abgewandeltes Schiebergehäuse mit Wälzlagerführung des Schiebers.
[0027] In Fig. 1 ist insgesamt mit dem Bezugszeichen 1 eine Brennkraftmaschine bezeichnet,
die einen Zylinder 2, einen Zylinderkopf 3 mit Zylindereinlass 4 und Einlassventil
5, Brennraum 6, Kolben 7, Pleuel 8 und Kurbelwelle 9 aufweist. Bei der dargestellten
Brennkraftmaschine handelt es sich um einen Vierzylinder-Reihen-Motor, der im Viertaktverfahren
arbeitet.
[0028] Seitlich vom Zylinderblock ist ein insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 bezeichneter
Lader angeordnet. Dieser Lader umfaßt ein horizontales Gehäuse 11 mit einer zylindrischen
Innenbohrung 12, in der ein zylindrischer Läufer 13 mit der Zylinderanzahl entsprechender
Anzahl von vier Drehkolben 14 in Reihenanordnung drehbar ist. Der Läufer 14 ist an
seinen beiden Enden über Wellenzapfen 15 in Lagern 16 gelagert und über ein Ritzel
17 von der Kurbelwelle 9 oder der Nockenwelle aus vorzugsweise über einen Kunststoff-Zahnriemen
mit halber Kurbelwellendrehzahl antreibbar (Fig. 2, 3).
[0029] Die einzelnen Drehkolben 14 haben gleiche Exzentrizität e bezüglich der Achse 18
des Läufers 13, wobei ihre Exzentrizität e jedoch um 90° zum nächstfolgenden Drehkolben
14 versetzt ist.
[0030] Jeder Drehkolben ist durch einen Schieber 19 mit an seinem freien Ende angeordneter,
axial über die Länge des Drehkolbens verlaufender-Dichtleiste 20 im Bereich zwischen
einem Gaseinlass 21 und einem Gasauslass 22 des Gehäuses 11 sowie durch eine axiale
Dichtstelle z. B. Dichtleiste 25 am Umfang des Drehkolbens an der Stelle größter Exzentrizität
in einen Saugraum 23 und einen Druckraum 24 unterteilt.
[0031] Wie am besten aus Fig. 4 und 5 ersichtlich ist, sind sämtliche Schieber mit Spiel
durch die Wand des Gehäuses 11 geführt und in einem gemeinsamen Schlebergehäuse 26
aufgenommen, das au-Berhalb des Gehäuses 11 eine durchgehende Zwischenplatte 27 aufweist.
In dieser Zwischenplatte 27 sind Schlitze vorgesehen, die mit Dichtungen 28 ausgekleidet
sind. In diesen Dichtungen 28 sind die Schieber abgedichtet in Richtung radial zur
Achse 18 der Bohrung 12 geführt und jeweils durch eine Feder 29 angedrückt, die sich
mit Ihrem einen Ende an einer schieberfesten Platte 30 und mit ihrem anderen Ende
am Boden eines Federtopfes 31 abstützt. Dieser Federtopf 31 weist ferner eine Führungshülse
32 zur Gleitführung eines am Schieber 19 festen Führungszapfens 33 auf.
[0032] Die Abdichtung der einzelnen Drehkolben 14 In Umfangsrichtung gegeneinander besorgen
Dichtscheiben 34, die an ihrem Umfang je über eine berührungsfrel arbeitende, übliche
Labyrlnthdlchtung 35 mit der innenbohrung 12 abdichtend zusammenwirken.
[0033] Alternativ kann auch eine Teflonbeschichtung der Umfänge der Dichtscheiben bzw. des
Inneren, mit dem Umfang des betreffenden Drehkolbens 14 zusammenwirkenden Schiebers
19 vorgesehen sein.
[0034] Alternativ kann ferner jeder Schieber 19 anstatt mittels einer Feder mit hydraulischer
oder pneumatisch erzugter Druckkraft an den Umfang jedes Drehkolbens 14 angepreßt
sein.
[0035] In Fig. 1 ist an den Saugeinlaß 21 über einen Stutzen 36 angeschlossen ein Luftfilter
37 dargestellt. Ferner ist bei 38 ein Verbindungsstutzen dargestellt, der den Druckauslaß
22 des Laders mit dem Zyllndereinlaß 4 verbindet.
[0036] Im folgenden wird nun anhand der Fig. 6 bis 9 die Arbeitsweise des Laders abgestimmt
auf die vier Takte der dargestellten Vier-Zylinder-Viertakt-Brennkraftmaschine erläutert.
[0037] Gegen Ende des Kompressionshubes und zu Beginn des Arbeitshubes des Kolbens 7 steht
der zugehörige Drehkolben 14 des Laders 10 etwa in der Drehlage gemäß Fig. 6. Dabei
wird über den Saugeinlaß 6 Luft in den Saugraum 23 eingesaugt. Mit fortschreitender
Drehung in Pfeilrichtung des Drehkolbens überstreicht dieser mit der Umfangsstelle
der größten Exzentrizität bei 25 den Saugeinlaß. Die Ansaugphase ist dann abgeschlossen
und es beginnt die Kompressionsphase, wobei der Drehkolben mit fortschreitender Drehung
die Luft bei geschlossenem Einlaßventil gegen den Schieber 19 verdichtet (Fig. 7).
Während dieser Verdichtungsphase erfolgen der Arbeits- und der Auspuffhub des Kolbens
7 bei weiterhin geschlossenem Einlaßventil 5. Etwa in der Position des Drehkolbens
14 gemäß Fig. 9 öffnet das Einlaßventil. Die verdichtete Luft wird dann aufgrund ihres
Oberdrucks und durch die weitere Drehbewegung des Drehkolbens 14 in den Brennraum
6 des Zylinders 2 eingeschoben.
[0038] Selbstverständlich kann der Lader nach der Erfindung auch bei einer im Zweitakt-Verfahren
arbeitenden Brennkraftmaschine eingesetzt werden. Sein Läufer müßte dann allerdings
mit gleicher Drehzahl umlaufen wie die zugehörige Kurbelwelle.
[0039] Die Figuren 10 bis 12 zeigen eine Alternative für die Schieberführung. Demzufolge
sind in diesen Figuren nicht das Gehäuse 11 mit Läufer 13 sondern nur anstelle des
Federkopfes 31 ein am Gehäuse 11 zu befestigendes Schiebergehäuse 40 mit den darin
untergebrachten Bautellen dargestellt. Dabei sind funktionsgleich Bauteile mit gleichen
Bezugszeichen wie bei dem Ausführungsbeispiel nach den Figuren 1 bis 9 bezeichnet.
[0040] Ein Schieber 19 ist in einem Schlitz 41 im Schiebergehäuse 40 in Richtung des Doppelpfeiles
F (Fig. 12) beweglich geführt, und zwar an Insgesamt acht Kugellagern 42 bis 45 auf
der der einen Schieberseite und 46 bis 49 auf der anderen Schieberseite. Sämtliche
Kugellager sind In Ausnehmungen des Schiebergehäuses 40 untergebracht, von denen eine
in Fig. 10 und 12 mit 51 bezeichnet ist, und auf Stiften 52 gehaltert, die in Bohrungen
(nicht bezeichnet) des Schiebergehäuses 40 eingedrückt sind. Die Kugellager haben
Wälzkontakt mit den Schleberseiten, z. B. das Kugellager 43 bei 53 (Fig. 10) oder
das Kugellager 45 bei 55 (Fig. 11). Der Schlitz 41 ist in seiner Mitte der Länge nach
von einer zylindrischen Ausnehmung 56 durchsetzt, die eine Schraubendruckfeder 57
aufnimmt. Mit ihrem oberen Ende ist die Schraubendruckfeder von einer Deckwand 58
des Schiebergehäuses 40 und mit ihrem unteren Ende an einem Federteller 59 abgestützt,
der in einer rechteckigen Aussparung 60 des Schiebers 19 sitzt.
[0041] Wie bei der Ausführung nach Fig. 1 bis 9 durchsetzt der Schieber 19 mit seinem aus
dem Schiebergehäuse 49 herausragenden Dichtende einen Dichtschlitz in einer Zwischenplatte
27 des Gehäuses und dichtet den zugehörigen exzentrischen Teil des betreffenden Drehkolbens
in gleicher Weise ab wie anhand der Fig. 1 bis 9 beschrieben. Im übrigen sind Aufbau
und Funktion gleich wie bei der Ausführung nach den Fig. 1 bis 9.
1. Lader für mehrzylindrige Viertakt-Brennkraftmaschinen, der für die Verbrennung
erforderliche Luft vorverdichtet und dem Zylindereinlaß eines Zylinders zur weiteren
Verdichtung zuführt, mit einem in einer zylindrischen Bohrung eines Gehäuses exzentrisch
rotierenden Drehkolben mit radial beweglicher Abdichtung zwischen einem Saugraum und
einem Druckraum, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Zylinder ein Drehkolben (14) zugeordnet
ist, daß jeder Drehkolben (14) Bestandteil eines gemeinsamen, konzentrisch in der
zylindrischen Bohrung (12) des Gehäuses (11) rotierenden Läufers (13) ist, daß jeder
Drehkolben (14) an den beiden Enden seiner axialen Längserstreckung durch Dichtscheiben
(34) am Läufer (13) gegenüber der zylindrischen Bohrung (12) abgedichtet ist, daß
die radial bewegliche Abdichtung jedes Drehkolbens (14) von einem Schieber (19) gebildet
ist, der durch einen Dichtschlitz (bei 28) in einer außerhalb des Gehäuses (11) angeordneten,
allen Drehkolben gemeinsamen Zwischenplatte (27) hindurch geführt und abgedichtet
ist, und daß der Läufer (13) mit halber Kurbelwellendrehzahl angetrieben ist.
2. Lader nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Läufer (13) sich parallel
zu der Zylinderreihe erstreckt und daß der exzentrische Teil jedes Drehkolbens (14)
eine gegenüber dem Zylinderabstand in der Zylinderreihe um die Stärke der Dichtscheibe
verringerte axiale Länge hat.
3. Lader nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (19) durch
die Kraft einer Feder (29), welche in je einem jedem Drehkolben (14) zugeordneten
Federtopf (31) aufgenommen ist, gegen den Drehkolben (14) gedrückt ist.
4. Lader nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber
(19) in einem Schiebergehäuse (40) an Wälzlagern (42-49) verschiebbar geführt ist.
5. Lader nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jede Dichtscheibe
(34) mit ihrem Umfang über eine Labyrinthdichtung (35) berührungsfrei mit der Wand
der Bohrung (12) zusammenwirkt.
6. Lader nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung
jedes Drehkolbens (14) gegenüber dem Schieber (19) durch eine Dichtleiste (20) erfolgt.
7. Lader nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung
jedes Drehkolbens (14) gegenüber der zylindrischen Bohrung (12) des Gehäuses (11)
und dem Schieber (19) durch mindestens teilweise Beschichtung mit einem Gleitwerkstoff
jeweils einer der im Dichtkontakt stehenden Oberflächen erfolgt.
1. A supercharger for multi-cylinder four- stroke internal combustion engines which
super- charges air needed for combustion and supplies it to the cylinder inlet of
a cylinder for further compression, comprising a rotary piston which rotates eccentrically
in a cylindrical bore of a casing and has a radially movable seal between suction
and compression chambers, characterized in that a rotary piston (14) each is associated
with each cylinder, in that each rotary piston (14) forms part of a common rotor (13)
which rotates concentrically in the cylindrical bore (12) of the casing (11), in that
each rotary piston (14) is sealed with respect to the cylindrical bore (12) at both
ends of its axial length by sealing discs (34) provided on the rotor (13), in that
the radially movable seal of each rotary piston (14) is embodied by a slide member
(19) passing through and sealed with respect to a sealing slot (at 28) in an intermediate
plate (27) arranged outside of the casing (11) and being in common for all rotary
pistons, and in that the rotor (13) is driven at half the number of revolutions of
the crankshaft.
2. The supercharger according to claim 1, characterized in that the rotor (13) extends
parallel to the cylinder series, and In that the eccentric part of each rotary piston
(14) has an axial length which is less than the cylinder spacing in the cylinder series
by the thickness of the sealing disc.
3. The supercharger according to claim 1 or 2, characterized in that the slide member
(19) is pressed against the rotary piston (14) by the force of a spring (29) which
is received in a pot-shaped spring casing (31) each associated with each rotary piston
(14).
4. The supercharger according to one of claims 1 to 3, characterized in that the slide
member (29) is guided for displacement by means of roller bearings (42 to 49) in a
slide member housing (40).
5. The supercharger according to one of claims 1 to 4, characterized in that at its
circumference each sealing disc (34) cooperates in contactless fashion with the wall
of the bore (12) by means of a labyrinth packing (35).
6. The supercharger according to one of claims 1 to 5, characterized in that the sealing
between each rotary piston (14) and the slide member (19) is effected by sealing strip
(20).
7. The supercharger according to one of claims 1 to 5, characterized in that the sealing
between each rotary piston (14) and the cylindrical bore (12) of the casing (11) and
the slide member (19) is effected by an at least partial coating of one of the respective
surfaces each which are in sealing contact with a sliding material.
1. Compresseur pour moteurs à combustion interne à quatre temps et à plusieurs cylindres
qui assure une précompression de l'air nécessaire à la combustion et qui l'introduit
à l'admission d'un cylindre en vue de la compression additionnelle, le compresseur
comportant un piston rotatif pouvant tourner excentriquement dans un alésage cylindrique
d'un carter et pourvu d'une étanchéité mobile radialement entre un volume d'aspiration
et un volume de refoulement, caractérisé en ce qu'à chaque cylindre est associé un
piston rotatif (14), en ce que chaque piston rotatif (14) fait partie d'un rotor (13)
commun tournant concentriquement dans l'alésage cylindrique (12) du carter (11), en
ce que l'étanchéité de chaque piston rotatif (14) par rapport à l'alésage cylindrique
(12) est assurée, aux deux extrémités de sa longueur axiale, par des disques d'étanchéité
(34) placés sur le rotor (13), en ce que l'étanchéité radialement mobile de chaque
piston rotatif (14) est assurée par un tiroir (19) qui est guidé de façon étanche
au travers d'une fente d'étanchéité ménagée (en 28) dans une plaque intermédiaire
(27) commune à tous les pistons rotatifs et placée à l'extérieur du carter (11), et
en ce que le rotor (13) est entraîné à une vitesse moitié de celle du vilebrequin.
2. Compresseur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le rotor (13) s'étend
parallèlement à la rangée de cylindres et en ce que la partie excentrique de chaque
piston rotatif (14) a une longueur axiale qui est réduite de l'épaisseur du disque
d'étanchéité par rapport à l'espacement entre cylindres de la rangée.
3. Compresseur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le tiroir (19)
est appliqué contre le piston rotatif (14) par la force d'un ressort (29), qui est
logé dans un pot respectif (31) associé à chaque piston rotatif (14).
4. Compresseur selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le tiroir
(19) est guidé, dans son mouvement de translation dans un carter de tiroir (40), sur
des appuis roulants (42-49).
5. Compresseur selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que chaque
disque d'étanchéité (34) coopère avec sa périphérie, par l'intermédiaire d'un joint
d'étanchéité en labyrinthe (35) sans contact, avec la paroi de l'alésage (12).
6. Compresseur selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'étanchéité
de chaque piston rotatif (14) par rapport au tiroir (19) est assurée par l'intermédiaire
d'un boudin d'étanchéité (20).
7. Compresseur selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'étanchéité
de chaque piston rotatif (14) par rapport à l'alésage cylindrique (12) du carter (11)
et par rapport au tiroir (19) résulte d'un revêtement au moins partiel en un matériau
glissant, d'une respective des surfaces placées en contact d'étanchéité.