[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einführen von Packungen in Taschen oder
dergleichen eines mit einer abweichenden Geschwindigkeit zur Geschwindigkeit der zuzuführenden
Packungen kontinuierlich umlaufenden Revolvers. Weiterhin betrifft die Erfindung eine
Vorrichtung für die Zuführung bzw. Übergabe von einzeln oder diskontinuierlich von
einem Förderer zugeführten Packungen an einen mit Taschen oder dergleichen versehenen
Revolver. mit einer Übergabevorrichtung zur Beschleunigung der Packungen aus dem Stillstand
auf die Umlaufgeschwindigkeit des kontinuierlich umlaufenden Revolvers und zur Übergabe
der Packungen an die Taschen des Revolvers bei momentan gleicher Geschwindigkeit zum
Revolver.
[0002] Ein derartiges Verfahren und eine entsprechende Vorrichtung sind bekannt aus der
DE-A 19 09 777. Diese Schrift beschreibt ein Verfahren, bei dem zum Einführen von
Packungen in die Taschen eines kontinuierlich umlaufenden Revolvers durch eine außerhalb
des Revolvers angeordnete Übergabevorrichtung eine Beschleunigung der Packungen auf
die Umfangsgeschwindigkeit des Revolvers erfolgt. Bei momentan gleicher Geschwindigkeit
zwischen der zu übergebenden Packung und der jeweiligen Tasche des Revolvers wird
die zu übergebende Packung in die Tasche des Revolvers eingestoßen. Die Vorrichtung
zur Durchführung dieses bekannten Verfahrens verfügt über eine Übergabevorrichtung,
die zur Beschleunigung der Packungen parallel zum Außenumfang des Revolvers um seine
Drehachse herum bewegbar ist.
[0003] Dieses bekannte Verfahren und die zur Durchführung desselben dienende Vorrichtung
haben den Nachteil, daß die Packung bei momentan gleicher Geschwindigkeit zum Revolver
in die Tasche desselben eingestoßen werden muß. Dies erfordert einen weiteren Arbeitsschritt
mit entsprechendem apparativen Aufwand.
[0004] Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Übergabe von Packungen
an einen kontinuierlich umlaufenden Revolver einer Verpackungsmaschine zu vereinfachen.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe werden beim erfindungsgemäßen Verfahren die zuzuführenden
Packungen entlang einer an den Revolver heranführenden, als zum Revolver achsparallelen
Kreisbahn ausgeführten Förderbahn durch ungleichförmig angetriebene Mitnehmertaschen
aus dem Stillstand auf die Umfangsgeschwindigkeit des Revolvers beschleunigt, wobei
die Förderbahn wenigstens im Bereich der Übergabe der Packungen an den Revolver in
die Umlaufbahn des Revolvers bzw. der Taschen desselben eintritt, derart, daß die
Packungen bei momentan gleicher Geschwindigkeit zum Revolver unmittelbar von dessen
Taschen übernommen werden.
[0006] Nach dem Erfindungsgedanken wird demnach die in den kontinuierlich umlaufenden Revolver
einzubringende Packung in eine (Zwischen-)Förderbahn gebracht, in der die Packung
auf die Umlaufgeschwindigkeit des Revolvers beschleunigt und dann unmittelbar in eine
der Taschen des Revolvers eingelegt wird.
[0007] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist zur Lösung der vorgenannten Aufgabe durch folgende
Merkmale gekennzeichnet:
a) die Übergabevorrichtung besteht aus einer Förderbahn und aus mehreren Gruppen von
jeweils mehreren Mitnehmertaschen, die derart ungleichförmig umlaufend antreibbar
sind, daß jeweils eine Mitnehmertasche der aufeinanderfolgenden Gruppen eine Packung
vom Förderer übernimmt und entlang der Förderbahn transportiert,
b) die Förderbahn ist als zum Revolver achsparallele Kreisbahn ausgebildet,
c) die Förderbahn tritt wenigstens im Bereich der Übergabe der Packungen an den Revolver
in die Umlaufbahn desselben bzw. der Taschen ein, derart, daß die Packungen bei momentan
gleicher Geschwindigkeit mit dem Revolver unmittelbar von einer Tasche übernommen
werden.
[0008] Die Erfindung bezieht sich weiterhin auf Maßnahmen zur Handhabung der Gegenstände
auf bzw. an dem Revolver nach Übergabe an diesen. Hier geht es um das Problem, Gegenstände
während des Umlaufs des Revolvers zusammenzuführen und zu vereinigen, insbesondere
den Inhalt einer Packung in diese einzuführen. Erfindungsgemäß wird dabei so vorgegangen,
daß die zusammenzuführenden Gegenstände gleichachsig und mit gleicher Geschwindigkeit
je längs koaxialer Kreisbahnen gleichen Durchmessers gefördert und durch Axialverschiebung
wenigstens eines der Gegenstände miteinander vereinigt werden (vgl. EP-A-0 003 573).
Die entsprechende Vorrichtung ist durch die konstruktiven Merkmale gemäß Anspruch
10 gekennzeichnet.
[0009] Die Erfindung kann mit besonderen Vorteilen bei der Herstellung von Zigaretten-Packungen
des Typs « Schieber und Hülse » eingesetzt werden.
[0010] Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird nachfolgend anhand
der Zeichnungen näher erläutert
[0011] Es zeigen :
Figur 1 eine Zigarettenpackung des Typs « Schieber und Hülse » in perspektivischer
Darstellung,
Figur 2 einen Teil der Vorrichtung zum Zusammenführen von Gegenständen, insbesondere
Schieber und Hülse einer Packung gemäß Fig. 1, in stark vereinfachter Seitenansicht,
Figur 3 eine Ansicht entsprechend Fig. 2 mit anderen Details der Vorrichtung, in etwas
vergrößertem Maßstab,
Figur 4 eine Längsansicht, teilweise im Schnitt, der Vorrichtung gemäß Fig. 2 und
3,
Figur 5 eine Einzelheit der Vorrichtung, nämlich eine Übergabevorrichtung für Gegenstände,
insbesondere Packungsteile, in Seitenansicht, teilweise im Schnitt,
Figur 6 die Übergabevorrichtung gemäß Fig. 5 in Längsansicht, teilweise im Längsschnitt,
Figur 7 eine Vorrichtung zum Zuführen von Gegenständen an die Übergabevorrichtung
gemäß Fig. 5 und 6, nämlich eine Hubvorrichtung, im Querschnitt,
Figur 8 einen Schnitt VIII-VIII in Fig. 5,
Figur 9 eine Einzelheit aus der Darstellung gemäß Fig. 4, in vergrößertem Maßstab,
Figur 10 ein Detail aus Fig. 9 in einer um 90° versetzten Ansicht, in nochmals vergrößertem
Maßstab,
Figur 11 Einzelheiten der Vorrichtung, nämlich eine Schwinge zur Übergabe von Gegenständen
an einen Revolver sowie einen Packungsaufrichter unter Weglassung von weiteren Einzelheiten
der Vorrichtung in Seitenansicht,
Figur 12 bis 17 verschiedene Stellungen des Aufrichters in vereinfachter Darstellung,
in Seitenansicht.
[0012] Die in den Zeichnungen dargestellte Vorrichtung besteht aus mehreren zusammenwirkenden
Einzelaggregaten, die untereinander optimal zusammenwirken, aber auch in anderem Zusammenhang
einsetzbar sind. Durch ein Zusammenführungsaggregat 10 können bei kontinuierlichem
Bewegungsablauf Gegenstände miteinander vereinigt werden. Im vorliegenden Fall sind
diese Gegenstände eine Hülse 11 einerseits und ein gefüllter Schieber 12 einer in
Fig. 1 als Beispiel gezeigten Zigarettenpackung des Typs « Schieber und Hülse ». Eine
Übergabevorrichtung 13 dient der Zuführung von Gegenständen - im vorliegenden Fall
des gefüllten Schiebers 12 - zu einem kontinuierlich umlaufenden Revolver 19. Dieser
Übergabevorrichtung 13 ist eine Hubvorrichtung 14 vorgeordnet, durch die Gegenstände
von einem im vorliegenden Falle geradlinig verlaufenden Förderer 15 an die Hubvorrichtung
14 übergeben werden.
[0013] Von besonderem Interesse ist die Übergabe der Gegenstände (hier mit Zigaretten versehene
Schieber 12), die taktweise, also diskontinuierlich zugeführt werden, an den kontinuierlich
umlaufenden Revolver 19. Zu diesem Zweck werden die Gegenstände bzw. die mit den Zigaretten
versehenen Schieber 12 durch den als Kettenförderer ausgebildeten Förderer 15 zugeführt,
und zwar aufeinanderfolgend, je durch einen Mitnehmer 59. Die Gegenstände (Schieber
12) werden dann durch einen Heber 60 der Hubvorrichtung 14 vom Förderer 15 abgehoben
und der Übergabevorrichtung 13 zugeführt.
[0014] Die Übergabevorrichtung 13 besteht im vorliegenden Fall aus zwei Gruppen von Mitnehmertaschen
61. Die Ausbildung dieser Mitnehmertaschen 61 ist derart, daß an den Enden von einander
gegenüberliegenden Stegen 62 jeweils aufrechte bzw. etwa in Radialrichtung weisende
Zapfen 63 angeordnet sind. Je zwei dieser Zapfen 63 liegen an einander gegenüberliegenden
Seiten der Gegenstände, nämlich der Schieber 12, an. Die beiden Stege 62 sind durch
einen Querriegel 64 miteinander verbunden. Dieser wiederum sitzt am Ende eines radial
gerichteten Förderarms 65 bzw. 66. Die Mitnehmertaschen 61 sind demnach seitlich und
radial nach außen offen.
[0015] Je drei mit gleichen Winkelabständen sternförmig miteinander verbundene Förderarme
65 einerseits und 66 andererseits bilden eine Einheit. Die Förderarme 65 einerseits
und 66 andererseits sind je für sich drehbar über eine Nabe 67 bzw.68 auf einer Welle
69 gelagert. Die Förderarme 65, 66 und damit die Mitnehmertaschen 61 werden umlaufend
ungleichförmig angetrieben, und zwar derart, daß bei der Aufnahme eines Gegenstands,
also in der Stellung benachbart zur Hubvorrichtung 14, ein momentaner Stillstand des
betreffenden Förderarms 65, 66 gegeben ist. Danach erfolgt eine Beschleunigung bis
auf die Umfangsgeschwindigkeit des Revolvers 19 bzw. der Aufnahmetaschen 21 desselben.
Durch die Verwendung von zwei unabhängig voneinander bewegberen Gruppen von Mitnehmertaschen
61 ist gewährleistet, daß Stillstand, Beschleunigung und momentaner Gleichlauf mit
dem Revolver 19 in kurz aufeinanderfolgenden Bewegungsphasen und damit bei entsprechend
hoher Leistungsfähigkeit der Maschine ablaufen können. Die Förderarme 65 bzw. 66 treten
dabei mit ihren Mitnehmertaschen 61 aufeinanderfolgend in die Positionen der Übernahme
und Abgabe eines Gegenstands. Während demnach ein Förderarm 65 zum Stillstand gebracht
ist, wird ein anderer Förderarm 66 auf die Umlaufgeschwindigkeit der Taschen 21 beschleunigt.
[0016] Beiden Gruppen von Förderarmen 65 und 66 ist ein gemeinsamer Antrieb zugeordnet.
Zu diesem Zweck ist auf der Welle 69 ein zweiarmiges Trieborgan 70 fest montiert.
Dieses mit der Welle 69 umlaufende Trieborgan 70 ist an den Enden jeweils mit einem
Lager 71 für einen Triebzapfen 72 versehen. Dieser achsparallel gerichtete Triebzapfen
72 ist an einem Schenkelstück 73 mit einer Tastrolle 74 versehen, die in eine Steuernut
75 einer drehbar auf der Welle 69 gelagerten Steuerscheibe 76 eintritt.
[0017] Durch die Steuerbewegungen der Tastrolle 74 wird der Triebzapfen 72 über das Schenkelstück
73 in Drehbewegungen während des Umlaufs des Trieborgans 70 versetzt.
[0018] Am gegenüberliegenden Ende des Triebzapfens 72 ist eine quer, also radial gerichtete
Führungsgabel 77 angebracht. In deren Schlitz 78 läuft eine am Förderarm 65 bzw. 66
gelagerte Mitnehmerrolle 79.
[0019] Auf die Förderarme 65, 66 wird demnach ein Antrieb übertragen. der sich einerseits
aus der Bewegung des kontinuierlich umlaufenden Trieborgans 70 und zum anderen aus
den sich damit überlagernden Bewegungen des Triebzapfens 72 ergibt.
[0020] Die Mitnehmertaschen 61 sind an den Enden der Förderarme 65, 66 derart angeordnet,
daß diese Mitnehmertaschen 61 bei nebeneinander gelagerten Förderarmen 65, 66 in einer
Ebene liegen. Gleiches gilt für die Mitnehmerrollen 79.
[0021] Die Gegenstände, nämlich Schieber 12, werden längs einer kreisbogenförmigen, ortsfesten
Förderbahn 80 durch die Mitnehmertaschen 61 bewegt. Die Förderbahn 80 besteht aus
zwei seitlichen, etwa viertelkreisbogenförmigen Winkelstücken 81, 82. Auf den unteren
Schenkeln dieser Winkelstücke 81, 82 liegen die Gegenstände mit ihren Enden auf.
[0022] Die Förderbahn 80 führt unmittelbar an den Revolver 19 heran. Die Förderbahn 80 endet
in der Bewegungsbahn der Taschen 21 des Revolvers 19. Die Winkelstücke 81, 82 verlaufen
dabei zu beiden Seiten deiser Taschen 21 (siehe Fig. 8). Dadurch können die Gegenstände
von den Taschen 21 ohne Seitwärtsbewegung übernommen werden. Die Taschen 21 bzw. deren
Seitenwände 24, 25 treten dabei in den Bereich zwischen den Zapfen 62 der Mitnehmertaschen
61 ein.
[0023] Die Gegenstände, nämlich Schieber 12, werden durch einen Heber 83 der Hubvorrichtung
14 vom Förderer 15 abgehoben und von unten her in eine nach unten offene Mitnehmertasche
61 der Übergabevorrichtung 13 eigenführt. Der Heber 83 besteht aus einer Auflagerfläche
84, die auf der den ankommenden Gegenständen zugekehrten Seite offen ist, so daß die
Gegenstände durch die Mitnehmer 59 des Förderers 15 auf den Heber 83 transportiert
werden können. Auf der gegenüberliegenden Seite erhalten die Gegenstände Anlage an
einem Anschlag 85, der damit die exakte Relativstellung des Gegenstands auf dem Heber
83 bestimmt.
[0024] Der Heber 83 wird nun in Aufwärtsrichtung parallel verschoben, und zwar auf einer
bogenförmigen Bewegungsbahn, die in Bewegungsrichtung des Förderers 15 sowie aufwärtsgerichtet
ist. Die Gegenstände werden dadurch ohne abrupte Änderung der Bewegungsrichtung und
damit schonend von dem Förderer 15 abgenommen.
[0025] Der Heber 83 ist mit einem Winkelstück 86 an Parallelogrammlenkern 87 und 88 gelagert.
Diese stellen durch Hin- und Herschwenken die schräg aufwärtsgerichtete Parallelverschiebung
des Hebers 83 beziehungsweise der Auflagerfläche 84 sicher. Die weiterlaufenden Mitnehmer
59 sichern bei dieser Aufwärtsbewegung die Anlage der Gegenstände am Anschlag 85.
[0026] Da im Bereich der Übergabe der Gegenstände an eine nach unten weisende Mitnehmertasche
61 die Winkelstücke 81 und 82 der Förderbahn 80 ohne die unteren, als Auflage für
die Gegenstände dienenden Schenkel ausgebildet sind, bedarf es hier nach dem Einführen
der Gegenstände in die Mitnehmertaschen 61 einer anderweitigen Stützung für die Gegenstände,
bis diese durch Weiterbewegung der Mitnehmertasche 61 in den Bereich der Schenkel
89 gelangen. Zu diesem Zweck sind seitlich an den Gegenstand schwenkbare Halteleisten
90, 91 vorgesehen. Diese sind an den den Gegenständen zugekehrten Seiten mit einer
Ausnehmung 92 versehen, die eine untere gewölbte Stützfläche 93 zur Auflagerung der
Gegenstände aufweist. Halteleisten 90 und 91 sowie deren Stützfläche 93 sind in der
Haltestellung so angeordnet, daß die Stützflächen 93 eine Ergänzung bzw. Verlängerung
der Schenkel 89 der Winkelstücke 81 und 82 bilden. Der Heber 83 kann dadurch nach
Einführung des Gegenstands in die Mitnehmertasche 61 unverzüglich in die Ausgangsstellung
zurückkehren. Durch entsprechend synchrone Bewegung werden die Halteleisten 90 und
91 seitlich an den Gegenstand geschwenkt, wodurch die Stützflächen 93 den Gegenstand
nach unten abstützen. Bei der nun einsetzenden Weiterbewegung der Mitnehmertasche
61 gelangt der Gegenstand von den Stützflächen 93 auf die anschließenden Schenkel
89 der Förderbahn 80.
[0027] Die Halteleisten 90, 91 sind jeweils an zweiarmigen Hebeln 94 und 95 gelagert. Von
diesen wird der Hebel 96 durch eine Schubstange 96 hin- und hergehend angetrieben.
Die Bewegungen des Hebels 95 werden über ein Zwischenglied 97 mit Richtungsumkehr
auf den winkelförmig ausgebildeten Heben 94 übertragen.
[0028] Eine weitere Schubstange 98 dient dem Antrieb des Hebers 83 über eine Zwischenlasche
99. Die Hebel 94 und 95 sowie die Parallelogrammlenker 87, 88 und die Zwischenlasche
99 sind jeweils auf gleichen Achsen gelagert.
[0029] Gemäß Fig. 4 ist dem Revolver 19 ein zweiter Revolver 20 zugeordnet. Beide Revolver
19 und 20 sind auf einer gemeinsamen Hauptachse 18 drehbar gelagert. Auch der zweite
Revolver 20 dient zur Aufnahme von Gegenständen, die mit den vom ersten Revolver 19
geförderten Gegenständen vereinigt werden sollen. Die Revolver 19 und 20 sind somit
Teile eines sehr kompakten Zusammenführungsaggregats 10. Im vorliegenden Falle nimmt
- wie bereits dargelegt - der der Revolver 19 in Taschen 21 die Schieber 12 mit den
Zigaretten auf, während Hülsen 11 für die Aufnahme der Schieber 12 in Haltern 22 des
Revolvers 20 transportiert werden. Die beiden Revolver 19 und 20 laufen kontinuierlich
und mit gleicher Geschwindigkeit um, deart, daß Taschen 21 und Halter 22 in Axialrichtung
einander gegenüberliegen. Die Zusammenführung erfolgt derart, daß die Schieber 12
durch Stößel 23 aus den Taschen 21 in Axialrichtung ausgestoßen und in die offenen
Hülsen 11 in den Haltern 22 des Revolvers 20 eingeschoben werden. Während des Umlaufs
der Revolver 19, 20 findet demnach eine Axialverschiebung der Schieber 12 statt.
[0030] Die erwähnten Taschen 21 des Revolvers 19 bestehen im vorliegenden Fall lediglich
aus zwei seitlichen U-förmigen Seitenwänden 24 und 25 (Fig. 2). Eine Seitenwand 24
ist dabei feststehend angeordnet, während die Seitenwand 25 Teil eines Schwenkhebels
26 ist. Dieser ist drehbar zwischen Anschlägen 27 auf einer Tragstange 28 gelagert.
Entsprechend der Anzahl der Taschen 21 sind mehrere Tragstangen 28 konzentrisch zur
Hauptachse 18 mit Abstand von dieser angeordnet.
[0031] Zur Aufnahme der Gegenstände, nämlich Schieber 12, durch die Taschen 21 ist die bewegbare
Seitenwand 25 durch entsprechende Bewegung des Schwenkhebels 26 zurückziehbar. Diese
Öffnungs- und Schließbewegung der Tasche 21 bzw. des Schwenkhebels 26 ist durch eine
Verlängerung 29 des Schwenkhebels 26 steuerbar. Diese tritt mit einer Tastrolle 30
in eine Steuernut 31 einer feststehenden, nämlich auf der Hauptachse 18 gelagerten
Steuerscheibe 32 ein. Die Tragstangen 28 laufen längs einer kreisförmigen Bahn um
die Hauptachse 18 um. Während dieses Umlaufs werden die Öffnungs- und Schließbewegungen
der Tasche 21 durch die Tastrolle 30 von der Steuernut 31 abgeleitet.
[0032] Mit Abstand von den Tragstangen 28 und parallel zu diesen sind Führungsstangen 33
angeordnet. Diese und die Tragstangen 28 dienen jeweils zur Gleitlagerung des Stößels
23 bzw. eines Schenkels 34 desselben. Der Stößel 23 ist dadurch ausschließlich in
Axialrichtung auf der Tragstange 28 und der Führungsstange 33 verschiebbar.
[0033] Zur Durchführung der gesteuerten Hin- und Herbewegungen des Stößels 23 ist das Ende
des Schenkels 34 mit einer Tastrolle 35 ausgerüstet, die in einer Steuernut 36 am
Umfang eines Steuerzylinders 37 gebildet ist. Dieser Steuerzylinder 37 ist ebenfalls
fest auf der Hauptachse 18 gelagert. Der Stößel 23 bzw. dessen Stößelkopf 38 sind
so bemessen, daß dieses Teil zwischen den Seitenwänden 24 und 25 der Tasche 21 bewegbar
ist.
[0034] Der Revolver 20 wird durch eine Revolverscheibe 39 gebildet, die drehbar auf der
Hauptachse 18 gelagert ist. Am Außenumfang der Revolverscheibe 39 werden in gleicher
Anordnung und Relativstellung die Halter 22 gebildet. Diese bestehen im vorliegenden
Fall aus einem Lagersockel 40, der unmittelbar an der Revolverscheibe 39 angebracht
ist und zur Aufnahme, nämlich Anlage der betreffenden Gegenstände, im vorliegenden
Fall der Hülsen 11, dient. Eine radial nach außen gerichtete Fläche der Lagersockel
40 ist mit Saugbohrungen 41 ausgerüstet, die über Saugleitungen 42 an eine zentrale
Unterdruckquelle angeschlossen sind. Wie aus Fig. 4 ersichtlich, führen die abgewinkelten
Saugleitungen 42 jedes Lagersockels 40 an eine Ringleitung 43 einer an der Revolverscheibe
39 anliegenden, feststehenden Gegenscheibe 44. Diese ist weiderum feststehend auf
der Hauptachse 18 angeordnet. Die Gegenscheibe 44 bildet zugleich den seitlichen Abschluß
des Zusammenführungsaggregates 10 auf dieser Seite.
[0035] Zu den Haltern 22 gehört jeweils ein in Radialrichtung relativ zu den Lagersockeln
40 bewegbarer Seitenbegrenzer 45 mit zwei Stützschenkeln 46 und 47. Die Bewegungen
werden jeweils durch eine Schubstange 48 übertragen, die mit einer Tastrolle 49 an
einem abgewinkelten Ende in eine Steuernut 50 der Gegenscheibe 44 eintritt. Diese
ist so gestaltet, daß während des Umlaufs des Revolvers 20 die Seitenbegrenzer 45
in Radialrichtung nach außen oder innen bewegt werden. Die Schubstangen 48 sind jeweils
in einem Lagerstück 51 der Revolverscheibe 39 geführt.
[0036] Durch die Beweglichkeit der Seitenbegrenzer 45 können die Stützschenkel 46, 47 völlig
nach innen zurückgezogen werden (Fig. 3 unterer Bereich), so daß die nach Außen gerichteten
Flächen der Lagersockel 40 zur Aufnahme von Gegenständen freiliegen. Deshalb ist es
möglich, Gegenstände aufzunehmen, deren Querabmessungen größer sind als der Abstand
zwischen den Stützschenkeln 46, 47. Dies ist hier der Fall, wenn die Hülsen 11 in
flach zusammengedrückter Gestalt den Lagersockeln 40 zugeführt und von diesen aufgenommen
werden. Erst nach dem Aufrichten der Hülse 11 in eine dreidimensionale, nämlich quaderförmige
Gestalt werden die Seitenbegrenzer 45 radial nach außen bewegt und umfassen nun mit
den Stützschenkeln 46, 47 den Gegenstand, nämlich die Hülse 11, auch im Bereich der
Seiten.
[0037] An der Revolverscheibe 39 sind auch die (unbeweglichen) Seitenwände 24 der Taschen
21 des Revolvers 19 angebracht.
[0038] Um das Einführen des Schiebers 12 in die in Axialrichtung jeweils gegenüberliegende
Hülse 11 zu erleichtern. ist den Hülsen 11 jeweils eine mitumlaufende Einführungshilfe
zugeordnet. Diese besteht aus vier Eckführungen 52, die im Bereich der Ecken der Hülse
11 an deren Eintrittsseite schwenkbar gelagert sind. Schwenkachsen 53 für diese Eckführungen
52 sind übereck angeordnet, so daß die Eckführungen 52 aus einer zurückgeschwenkten
Stellung in die Ecken der Hülse 11 geschwenkt werden können (siehe Fig. 9 und 10).
Die Eintrittsbewegung der Eckführungen 52 in die Mündung der Hülse 11 besteht aus
einer überlagerten Schwenkbewegung und Axialbewegung. Erstere wird durch den an den
Eckführungen 52 vorbeibewegten Schieber 12 selbst ausgeführt. Eine hiermit synchrone
Bewegung der Eckführungen 52 in Axialrichtung in die Hülse 11 wird durch einen Träger
54 bewirkt, der jeweils mit der in Axialrichtung bewegbaren Führungsstange 33 verbunden
ist. Die Bewegung wird dadurch gesteuert, daß der Träger 54 mit einer am unteren bzw.
radial innenliegenden Ende angeordnete Tastrolle 55 in eine zugeordnete Steuernut
56 am Außenumfang der Steuerscheibe 32 eintritt. Der Träger 54 ist im übrigen gleitbar
auf der Tragstange 28 gelagert und dadurch für ausschließliche Axialbewegungen geführt.
[0039] Die Bewegungen der einzelnen beweglichen Teile des Zusammenführungsaggregats 10 werden
durch einen gemeinsamen Antrieb bewirkt. Dieser besteht hier aus einem auf der Hauptachse
18 gelagerten Triebrad 57, mit dem eine ebenfalls mit umlaufende Antriebsscheibe 58
verbunden ist. Die Antriebsscheibe 58 ist durch die achsparallel verlaufenden Tragstangen
28 fest mit der als Gegenstück wirkenden Revolverscheibe 39 verbunden. Die Führungsstangen
33 sind mit ihren Enden sowohl in der Antriebsscheibe 58 als auch in der Revolverscheibe
39 axial verschiebbar gleitend gelagert. Das eine Vielzahl von Funktionen ausführende
Zusammenführungsaggregat 10 ist somit sehr kompakt und übersichtlich gebaut.
[0040] Dem zweiten Revolver 20 ist nun ebenfalls eine Übergabevorrichtung für Gegenstände
zugeordnet. Es handelt sich dabei um eine Schwinge 16, die hier zum Einführen von
flach zusammengelegten Hülsen 11 in den Revolver 20 dient. Die Schwinge 16 ist für
die Aufnahme der Hülsen 11 mit einer flächenförmigen Aufnahme 100 versehen. Die exakte
Relativstellung der Hülse 11 auf dieser Aufnahme 100 ist durch eine Begrenzung 101
bestimmt.
[0041] Die Schwinge 16 ist im wesentlichen tangential zum Revolver 20 gerichtet (siehe insbesondere
Fig. 3). Die Bewegung der Schwinge 16 ist derart, daß die Hülse 11 in Radialrichtung
dem Revolver 20 beziehungsweise dem Lagersockel 40 eines Halters 22 in Radialrichtung
bei gleichzeitiger Bewegung in Richtung des umlaufenden Revolvers 20 zugeführt wird.
Diese überlagerte Bewegung wird dadurch erreicht, daß die Enden der Schwinge 16 jeweils
mit einem Schwingarm 102 und einer Kurbel 103 verbunden sind. Die Bewegungen sind
dabei so bemessen, daß die vorgenannte Bewegung ausgeführt wird. In der vom Revolver
20 abgekehrten Stellung erfolgt die Bechickung der Schwinge 16 mit einer Hülse 11.
Die Übergabe derselben an den Revolver 20 erfolgt durch Anlegen an den Lagersockel
40, der durch die Saugbohrung 41 die Hülse 11 unverzüglich erfaßt und mitnimmt.
[0042] Wie voranstehend erläutert, werden die Hülsen 11 flach zusammenliegend in den Revolver
20 eingeführt. Für die Vereinigung der Hülse 11 mit dem Schieber 12 ist ein Aufrichten
in die quaderförmige Endstellung erforderlich. Zu diesem Zweck ist bei dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel dem Revolver 20 ein Aufrichter 17 zugeordnet (Fig. 11). Dieser
ist gleichachsig zum Revolver 20 gelagert, nämlich drehbar auf einem Achsende 104
in Verlängerung der Hauptachse 18 (siehe Fig. 4).
[0043] Der Aufrichter 17 besteht aus einer auf dem Achsende 104 drehbar gelagerten Traglasche
105. Diese wird durch ein Antriebegestänge 106 hin- und herschwingend angetrieben.
Das Antriebsgestänge 106 greift mit Abstand vom Achsende 104, also mit Abstand vom
Drehlager der Traglasche 105, in einem Schwenklager 107 an der Traglasche 105 an.
[0044] Der Aufrichter 17 ist so ausgebildet, daß zwei Halter 22 des Revolvers 20 beziehungsweise
zwei in diesen aufgenommene Hülsen 11 gleichzeitig aufgerichtet werden. Zu diesem
Zweck ist der Aufrichter 17 mit zwei gemeinsam angetriebenen Hubarmen 108, 109 ausgerüstet.
Am radial außenliegenden Ende eines jeden Hubarms 108, 109 ist ein Saugkopf 110, 111
angeordnet. Dieser wird an eine jeweils außenliegende Wandung 112 der Hülse 11 herangeführt
und durch Saugluft fixiert. Die Hülse 11 wird demnach durch Saugluft einerseits auf
dem Lagersockel 40 und andererseits durch den Saugkopf 110 bzw. 111 gehalten.
[0045] Die Hubarme 108, 109 und mit diesen die Saugköpfe 110, 111 führen eine dem Vorgang
des Aufrichtens der Hülse 11 entsprechende halbkreisförmige Schwenkbewegung aus. Dabei
wird die Hülse 11 zunächst bis in die aufgerichtete Stellung verformt und dann über
diese hinweg « überbrochen ». Danach wird die angestrebte, aufgerichtete quaderförmige
Gestalt der Hülse 11 wieder hergestellt.
[0046] Zur Durchführung dieser Bewegung sind die Hubarme 108, 109 über Parallelogrammlaschen
113, 114 mit einem gemeinsamen Getriebe verbunden. Dieses besteht aus einem Hauptrad
115 (Zahnrad) und mit diesem kämmenden Hilfsrädern 116 (ebenfalls Zahnräder). Die
Parallelogrammlaschen 113, 114 sind jeweils fest mit einem derartigen Hilfsrad 116
verbunden.
[0047] Drehbewegungen des Hauptrades 115 werden über die Hilfsräder 116 auf alle Parallelogrammlaschen
113, 114 und von diesen auf die Hubarme 108, 109 übertragen, und zwar in dem Sinne,
daß die beschriebene Bewegung der Saugköpfe 110, 111 ausgeführt wird. Die Saugköpfe
110, 111 beziehungsweise die der Wandung 112 zugekehrten Saugflächen derselben führen
dabei eine Paralielbewegung aus.
[0048] Der Antrieb des Hauptrades 115 wird gesondert durchgeführt, und zwar über eine Koppel
117, die mit dem Ende einer Kurbelstange 118 verbunden ist. Das gegenüberliegende
Ende der Kurbelstange 118 treibt das Hauptrad 115 an und ist zu diesem Zweck außermittig
an einem Kurbelarm 119 des Häuptrades 115 angelenkt. Das der Koppel 117 zugekehrte
Ende der Kurbelstange 118 ist mit einem Zwischenglied 120 verbunden, welches seinerseits
durch das Schwenklager 107 getragen wird.
[0049] Die einzelnen Bewegungsphasen des Aufrichters 17 sind schematisch in Fig. 12 bis
17 dargestellt.
[0050] Fig. 12 zeigt die Ausgangsstellung, in der die Saugköpfe 110, 111 an die Wandung
112 von zwei noch flach zusammengelegten Hülsen 11 herangesteuert sind. Der Aufrichter
17 läuft nun im weiteren mit dem Revolver 20 längs eines Teilstücks um. Während dieser
Bewegung werden die Hubarme 108, 109 in der beschriebenen Weise bewegt, wodurch die
Hülse 11 aus der zunächst flachen Stellung über eine schiefe Zwischenstellung gemäß
Fig. 13 in die quaderförmige Stellung gemäß Fig. 14 aufgerichtet wird. Die Bewegungen
des Aufrichters 17 gehen jedoch über die Stellung gemäß Fig. 14 hinaus, und zwar über
eine (entgegengesetzt) schiefe Stellung gemäß Fig. 15 in eine obere Endstellung gemäß
Fig. 16. Hier ist die Hülse 11 wieder flach zusammengedrückt wie in Fig. 12, jedoch
in der Gegenlage. Dadurch wird die Hülse 11 im Bereich der Kanten überdehnt beziehungsweise
« überbrochen ». Wenn sich nun die Saugköpfe 110, 111 von der Wandung 112 der Hülse
11 lösen (Fig. 17), richtet sich die Hülse 11 infolge der Materialspennung in die
erwünschte quaderförmige Stellung auf. Bei weiterer Bewegung des Revolvers 20 werden
die Seitenbegrenzer 45 in die radial äußere Stellung bewegt und sichern nunmehr die
quaderförmige Gestalt der Hülse 11 mit den Stützschenkeln 46, 47. Der Aufrichter 17
kehrt in die Ausgangsstellung gemäß Fig. 12 zurück.
[0051] Durch die gleichzeitige Aufrichtung von zwei Hülsen 11 ist es möglich, die Bewegungen
des Aufrichters 17 auf die verhältnismäßig hohe Umlaufgeschwindigkeit des Revolvers
20 einzurichten. Der Revolver 20 hat sich um eine zwei Haitern 22 entsprechende Teilung
weiterbewegt, wenn der Aufrichter 17 nach einem Arbeitstakt in die Ausgangsstellung
zurückkehrt.
[0052] In Fig. 12 sind durch schraffierte kreisbogenförmige Balken die Bewegungsphasen des
Zusammenführungsaggregats 10 dargestellt.
[0053] Durch das Segment 121 wird ein etwa 40° betragender Bereich dargestellt, in dem die
Radialbewegung des Seitenbegrenzers 45 vonstatten geht. Das Segment 122 - etwa 20°
- entspricht der Zustellung der Eckführungen 52 in die Arbeitsposition gegenüber der
Hülse 11. Schließlich wird durch das Segment 123 der Einschubvorgang des Schiebers
12 in die Hülse 11 umrissen.
[0054] Am Ende des Segmentes 123 ist ein Auswerfer 124 angeordnet, durch den die fertigen
Packungen aus den Haltern 22 ausgestoßen und auf eine Packungsbahn 125 gegeben werden.
Der Auswerfer 124 ist im vorliegenden Fall mit dem Schwingarm 102 für die Schwinge
16 auf einer gemeinsamen Achse 126 gelagert. Dadurch ergibt sich ein einfacher konstruktiver
Aufbau der Vorrichtung.
1. Verfahren zum Einführen von Packungen (12) in Taschen (21) oder dergleichen eines
mit einer abweichenden Geschwindigkeit zur Geschwindigkeit der zuzuführenden Packungen
(12) kontinuierlich umlaufenden Revolvers (19), bei dem die zuzuführenden Packungen
(12) entlang einer an den Revolver (19) heranführenden, als zum Revolver (19) achsparallelen
Kreisbahn ausgeführten Förderbahn (80) durch ungleichförmig angetriebene Mitnehmertaschen
(61) aus dem Stillstand auf die Umfangsgeschwindigkeit des Revolvers (19) beschleunigt
werden, und die Förderbahn (80) wenigstens im Bereich der Übergabe der Packungen (12)
an den Revolver (19) in die Umlaufbahn des Revolvers (19) bzw. der Taschen (21) desselben
eintritt, derart, daß die Packungen (12) bei momentan gleicher Geschwindigkeit zum
Revolver (19) unmittelbar von dessen Taschen (21) übernommen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zusammenführen von Packungen
in einer Verpackungsmaschine, nämlich zum Einführen eines Schiebers (12) in eine Hülse
(11) einer Packung des Typs "Schieber und Hülse", der Schieber (12) und die Hülse
(11) gleichachsig und mit gleicher Geschwindigkeit je längs koaxialer Kreisbahn gleichen
Durchmessers gefördert und durch Axialverschiebung wenigstens des Schiebers (12) oder
der Hülse (11) miteinander vereinigt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Einführen des Schiebers
(12) in die Hülse (11) diese einander gleichachsig gegenüberliegend je längs einer
Kreisbahn gleichen Durchmessers gefördert werden und der Schieber (12) während einer
Teilkreisbewegung durch Axialverschiebung in die offene Hülse (11) eingeschoben wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (11) während
der Förderung längs der Kreisbahn aus einer flachen Ausgangsstellung aufgerichtet
wird.
5. Vorrichtung für die Zuführung bzw. Übergabe von einzeln oder diskontinuierlich von
einem Förderer (15) zugeführten Packungen (12) an einen mit Taschen (21) oder dergleichen
versehenen, kontinuierlich umlaufenden Revolver (19), mit einer Übergabevorrichtung
(13) zur Beschleunigung der Packungen (12) aus dem Stillstand auf die Umfangsgeschwindigkeit
des Revolvers (19) und zur Übergabe der Packungen (12) an den Revolver (19) bzw. die
Taschen (21) desselben bei momentan gleicher Geschwindigkeit, gekennzeichnet durch
folgende Merkmale:
a) die Übergabevorrichtung (13) besteht aus einer Förderbahn (80) und aus mehreren
Gruppen von jeweils mehreren Mitnehmertaschen (61), die derart ungleichförmig umlaufend
antreibbar sind, daß jeweils eine Mitnehmertasche (61) der aufeinanderfolgenden Gruppen
eine Packung (12) vom Förderer (15) übernimmt und entlang der Förderbahn (80) transportiert,
b) die Förderbahn (80) ist als zum Revolver (19) achsparallele Kreisbahn ausgebildet,
c) die Förderbahn (80) tritt wenigstens im Bereich der Übergabe der Packungen (12)
an den Revolver (19) in die Umlaufbahn desselben bzw. der Taschen (21) ein, derart,
daß die Packungen (12) bei momentan gleicher Geschwindigkeit mit dem Revolver (19)
unmittelbar von einer Tasche (21) übernommen werden.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Übergabevorrichtung (13)
zwei jeweils einem Förderarm (65, 66) zugeordnete Gruppen aus drei Mitnehmertaschen
(61) aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmertaschen
(61) bzw. die Förderarme (65, 66) durch je ein gleichförmig umlaufendes Treiborgan
(70) antreibbar sind, welches über ein Zwischengetriebe (77, 78, 79) die Förderarme
(65, 66) ungleichförmig antreibt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Packungen (Schieber 12)
durch einen geradlinig verlaufenden Förderer (15) zuführbar und durch einen Heber
(83) längs einer bogenförmigen Bewegungsbahn an die Mitnehmertaschen (61) übertragbar
sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Packungen in der nach
unten offenen Mitnehmertasche (61) durch wenigstens eine seitlich an die Packung heranführbare
Halteleiste (90) mit bogenförmiger Stützfläche (93) gehalten ist, die im Bereich der
Übergabe der Packungen an die Mitnehmertasche (61) als Verlängerung der Förderbahn
(80) bzw. von Schenkeln (89) derselben wirkt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß dem die Packungen von der
Übergabevorrichtung (13) übernehmenden Revolver (19) ein gleichachsig gelagerter und
mit gleicher Geschwindigkeit umlaufender zweiter Revolver (20) zugeordnet ist, der
eine der Mehrzahl von Taschen (21) des ersten Revolvers (19) zur Aufnahme der Packungen,
insbesondere eines Schiebers (12) für eine Packung des Typs "Schieber und Hülse",
entsprechende Mehrzahl von Haltern (22) zur Aufnahme insbesondere von Hülsen (11)
einer Packung des Typs "Schieber und Hülse" aufweist, und daß axial gerichtete Förderorgane
(Stößel 23) für eine axial gerichtete Verschiebung und Zusammenführung des Schiebers
(12) mit der Hülse (11) vorgesehen sind.
1. Method for introducing packets (12) into pockets (21) or the like of a turret (19)
which rotates continuously at a speed differing from the speed of the packets (12)
to be supplied and in which the packets (12) to be supplied are accelerated along
a conveyor belt (80) leading toward the turret (19) and designed as a circular path
which is axially parallel to the turret (19) by non-uniformly driven driving pockets
(61) from a standstill to the rotational speed of the turret (19), and the conveyor
belt (80), at least in the region of transfer of the packets (12) to the turret (19),
enters the rotational path of the turret (19) or of the pockets (21) thereof such
that the packets (12) are taken directly from the pockets (21) of the turrets (19)
when the speed is momentarily identical to the turret (19).
2. Method according to claim 1, characterised in that, for bringing together packets
in a packaging machine, in particular for introducing a slide (12) into a sleeve (11)
of a packet of the "slide and sleeve" type, the slide (12) and the sleeve (11) are
each conveyed coaxially and at the same speed along a coaxial circular path of identical
diameter and are combined with one another by the axial displacement at least of the
slide (12) or of the sleeve (11).
3. Method according to claim 2, characterised in that, for introducing the slide (12)
into the sleeve (11), each of these is conveyed in a coaxially facing manner along
a circular path of identical diameter and the slide (12) is introduced into the open
sleeve (11) by axial displacement during a part circular movement.
4. Method according to claim 2 or 3, characterised in that the sleeve (11) is brought
upright from a flat initial position during conveyance along the circular path.
5. Apparatus for the supply and transfer of packets (12) supplied individually or discontinuously
by a conveyor (15) to a continuously rotating turret (19) provided with pockets (21)
or the like, with a transfer device (13) for accelerating the packets (12) from a
standstill to the rotational speed of the turret (19) and for transferring the packets
(12) to the turret (19) or the pockets (21) thereof when the speeds are momentarily
identical, characterised by the following features:
a) the transfer device (13) consists of a conveyor belt (80) and of several groups
each having several driving pockets (61) which are non-uniformly rotationally drivable
such that a respective driving pocket (61) of the successive groups can receive a
packet (12) from the conveyor (15) and convey it along the conveyor belt (80),
b) the conveyor belt (80) is designed as a circular path which is axially parallel
to the turret (19),
c) the conveyor belt (80), at least in the region of transfer of the packets (12)
to the turret (19), enters the rotational path thereof or of the pockets (21) such
that the packets (12) are received directly by a pocket (21) when the speed is momentarily
identical to the turret (19).
6. Apparatus according to claim 5, characterised in that the transfer device (13) has
two groups of three driving pockets (61) allocated to a respective conveyor arm (65,
66).
7. Apparatus according to one of claims 5 or 6, characterised in that the driving pockets
(61) or the conveyor arms (65, 66) are each drivable by a uniformly rotating driving
member (70) which drives the conveyor arms (55, 66) non-uniformly by means of an intermediate
gear (77, 78, 79).
8. Apparatus according to claim 7, characterised in that the packets (slides 12) can
be supplied by means of a rectilinearly extending conveyor (15) and can be transferred
along an arcuate movement path to the driving pockets (61) by means of a lifting device
(83).
9. Apparatus according to claim 8, characterised in that the packets are held in the
driving pocket (61), which is open at the bottom, by at least one retaining strip
(90), which can be moved laterally toward the packet, has an arcuate supporting face
(93) and, in the vicinity of the transfer of the packets to the driving pocket (61),
acts as an extension of the conveyor belt (80) or of legs (89) thereof.
10. Apparatus according to claim 5, characterised in that the turret (19) receiving the
packets from the transfer device (13) is allocated a coaxially mounted second turret
(20) which rotates at the same speed and has a plurality of holders (22) for receiving,
in particular, sleeves (11) of a packet of the "slide and sleeve" type corresponding
to the plurality of pockets (21) of the first turret (19) for receiving the packets,
in particular of a slide (12) for a packet of the "slide and sleeve" type and in that
axially directed conveying members (rams 23) are provided for an axially directed
displacement and bringing together of the slide (12) and the sleeve (11).
1. Procédé d'introduction d'emballages (12) dans des poches (21) ou analogues d'un revolver
(19) à rotation continue, tournant à une vitesse différente de la vitesse d'amenée
des emballages (12), dans lequel les emballages à transporter (12) sont accélérés,
au moyen de poches d'entraînement (61), entraînées de façon irrégulière, depuis l'arrêt,
pour atteindre la vitesse de rotation du revolver (19), sur une bande transporteuse
(80) guidée poor arriver sur le revolver (19) et réalisée sous la forme d'une bande
circulaire à axe parallèle à celui du revolver (19) et la bande transporteuse (80)
entrant au moins dans la zone de transfert des emballages (12) sur le revolver (19)
dans la trajectoire de rotation du revolver (19), ou des poches (21) du revolver,
de manière que les emballages (12) soient transférés directement depuis ces poches
(21), au moment où la vitesse de celles-ci est momentanément égale à celle du revolver.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, pour grouper les emballages
dans une machine d'emballage, notamment pour introduire un curseur (12) dans une gaine
(11) d'un emballage de type "curseur et gaine", le curseur (12) et la gaine (11) sont
transportés coaxialement et à la même vitesse, le long d'une trajectoire circulaire
coaxiale de même diamètre, et réunis ensemble par déplacement axial d'au moins le
curseur (12) ou de la gaine (11)
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que, pour introduire le curseur
(12) dans la gaine (11), ces éléments, placés coaxialement l'un par rapport à l'autre,
sont transportés le long d'une trajectoire circulaire de même diamètre et le curseur
(12) est inséré pendant un mouvement circulaire partiel par déplacement axial dans
la gaine (11) ouverte.
4. Procédé selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que la gaine (11) est relevée
depuis une position initiale à plat pendant le transport le long d'une trajectoire
circulaire.
5. Dispositif d'amenée ou de transfert de paquets (12) amenés de façon individuelle ou
discontinue depuis un transporteur (15) sur un revolver (19) tournant en continu et
pourvu de poches (21) ou analogues, avec un dispositif de transfert (13) destiné à
accélérer les emballages (12), depuis l'état d'arrêt, pour atteindre la vitesse périphérique
du revolver (19) et pour transférer les emballages (12) au revolver (19) ou aux poches
(21) de ce dernier, lorsque les vitesses sont momentanément identiques, caractérisé
par les caractéristiques suivantes :
a) Le dispositif de transfert (13) est composé d'une bande transporteuse (80) et de
plusieurs groupes comportant chacun plusieurs poches d'entraînement (61), susceptibles
d'être entraînées en une rotation irrégulière, de manière que chaque fois une poche
d'entraînement (61) des groupes successifs prenne un emballage (12) sur le transporteur
(15) et le transporte le long de la piste de transport (80),
b) la piste de transport (80) est réalisée sous forme de trajectoire circulaire à
axe parallèle à celui du revolver (19),
c) la piste de transport (80) entre, au moins dans la zone de transfert des emballages
(12) sur le revolver (19), dans la trajectoire de rotation de ce dernier ou des poches
(21), de manière que les emballages (12) soient prélevés directement depuis une poche
lorsque leurs vitesses sont momentanément égales à celles du revolver.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que le dispositif de transfert
(13) présente deux groupes de trois poches d'entraînement (61) associés chacun à un
bras de transfert (65, 66).
7. Dispositif selon l'une des revendications 5 ou 6, caractérisé en ce que les poches
d'entraînement (61), respectivement les bras de transfert (65, 66), sont susceptibles
d'être entraînés chacun, au moyen d'un organe moteur (70) à rotation régulière qui
entraîne de façon irrégulière les bras de transfert (65, 66), par l'intermédiaire
d'une transmission intermédiaire (77, 78, 79).
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que les emballages (curseur
12) peuvent être amenés par un transporteur (15) à déplacement rectiligne et peuvent
être transférés aux poches d'entraînement (61), par l'intermédiaire d'un organe de
levage (83), le long d'une trajectoire de déplacement arquée.
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que les emballages situés dans
la poche d'entraînement (61), ouverte vers le bas, sont maintenus au moyen d'au moins
une bande de maintien (90) à surface d'appui (93) arquée, susceptible d'être guidée
latéralement pour arriver à l'emballage, et agissant dans la zone du transfert des
emballages à la poche d'entraînement (61), comme prolongement de la trajectoire de
transport (80) ou de branches (89).
10. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'au revolver (19) prenant
les emballages depuis un dispositif de transfert (13) est associé un deuxième revolver
(20), tourillonnant sur le même axe et tournant à la même vitesse, présentant, pour
supporter en particulier des gaines (11) d'un emballage du type "curseur et gaine",
une pluralité de supports (22), correspondant à la pluralité de poches (21) du premier
revolver (19) et destinées à recevoir les emballages, en particulier un curseur (12)
pour un emballage de type "curseur et gaine", et en ce que sont prévus des organes
de transfert (poussoirs 23), orientés axialement, destinés à produire un déplacement
orienté axialement et un guidage conjoint du curseur (12) et de la gaine (11).