[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb einer Heizkesselanlage mit einem
dem Feuerraum nachgeschalteten Wärmeaustauscher, wobei die effektive Wärmeaustauscherfläche
der Brennerleistung angepaßt wird, sowie eine entsprechende Vorrichtung zum Betrieb
einer Heizkesselanlage.
[0002] In herkömmlichen Heizkesselanlagen werden im großen Umfang Ölbrenner eingesetzt.
Konventionelle Ölbrenner mittlerer Leistung zerstäuben dabei das Heizöl mit Hilfe
einer Düse und verbrennen es bei Luftüberschuß, um die Rußbildung niedrig zu halten.
Die Zerstäubungsbrennerleistung kann aber nur sehr schwer und nur in engen Grenzen
kontinuierlich gesteuert werden. Aus diesem Grunde werden Zerstäubungsbrenner für
Heizkesselanlagen intermittierend betrieben, so daß der Leistungsmittelwert dem Wärmeleistungsbedarf
entspricht. Infolge des Intervallbetriebes schwanken aber die Kesselwasser-und auch
die Gastemperatur im Feuerraum, im Wärmeaustauscher, in der Abgasleitung und/ oder
im Kamin, was sehr unerwünscht ist. Größere Schwankungen in der Abgastemperatur sollen
nämlich insbesondere deshalb vermieden werden, weil bei hohen Temperaturen nicht unbeträchtliche
Energieverluste auftreten und weil bei tiefen Temperaturen die Gefahr besteht, daß
der Säuretaupunkt unterschritten wird und es zu Korrosionserscheinungen kommt.
[0003] Aus der DE-C-661 629 ist es bekannt, die Heizfläche eines Heizkessels entsprechend
dem Wärmebedarf in ihrer Größe zu ändern. Dazu dient ein Heizkessel mit zwei wahlweise
durch ein Verstellglied einschaltbaren, den Wasserraum durchdringenden Steigzügen
mit verschiedenen großen Heizflächen. Hierbei wird nun die Größe der Inanspruchnahme
der Heizfläche einem unterschiedlichen Wärmebedarf in den Grenzfällen des kleinsten
und größten Wärmebedarfs in der Weise angepaßt, daß der Zug mit der größeren Heizfläche
ganz geöffnet wird bzw. das beide Steigzüge geöffnet werden.
[0004] Aus der DE-A-2 631 567 ist ein Flammrohr-oder Heizkessel bekannt, der ungeregelte
Rauchgasrohre und daneben ein oder mehrere geregelte Rauchgasrohre, sogenannte Regelrohre,
aufweist, die dem Feuerraum des Brenners nachgeschaltet sind. Dabei sind alle Regelrohre
stets mehr oder weniger offen, und zwar bei allen Brennerlast-Zuständen. Die Regelrohre,
die mit Rauchklappen versehen sind, verändern nämlich den freien Gasquerschnitt; daneben
wird dann auch der Druck bzw. die Strömungsgeschwindigkeit der Rauchgase verändert.
Zur Aufrechterhaltung eines konstanten rauchgasseitigen Druckes ist bei diesem Kessel
auch noch eine Regeldruckklappe vorhanden.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Heizkesselanlage der eingangs genannten Art in
der Weise auszugestalten, daß sie kontinuierlich betrieben werden kann, wobei die
Abgastemperatur des Heizkessels - auch bei veränderlichem Wärmeleistungsbedarf und
bedarfsproportionaler Brennerleistung - einen vorgegebenen Wert einhält.
[0006] Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß ein kontinuierlich regelbarer Brenner
eingesetzt wird und daß die Anpassung der effektiven Wärmeaustauscherfläche an die
Brennerleistung in der Weise erfolgt, daß die Anzahl der vom Abgas durchströmten Einzelemente
des Wärmeaustauschers eine mit der Brennerleistung monoton steigende Funktion ist.
[0007] Der Heizleistungsbedarf, beispielsweise eines Wohngebäudes, hängt - ebenso wie die
Heizungsvorlauftemperatur - näherungsweise linear von der Außenlufttemperatur ab.
Dieser Zusammenhang ist in Fig. 1 schematisch dargestellt. Aus Fig. 1 läßt sich entnehmen,
daß der Leistungsbedarf etwa zwischen 15 und 100% der Brennernennleistung schwankt
(Außenlufttemperatur: +15 bis -15°C). Da bei einem Wärmeaustauscher die übertragene
Wärmeleistung eine Funktion der Temperaturdifferenz und der Wärmeaustauscherfläche
ist, wird deshalb beim erfindungsgemäßen Verfahren die effektive Wärmeaustauscherfläche
nach einer von der Last abhängigen Funktion geregelt. Auf diese Weise wird bei dem
mit einem kontinuierlich regelbaren Brenner betriebenen Heizkessel die Abgastemperatur
- unabhangig von der lastproportionalen Brennerleistung - konstant gehalten, d. h.
die Abgastemperatur am Ausgang der Heizkesselanlage hält - innerhalb bestimmter Grenzen
- einen vorgegebenen Wert ein.
[0008] Unter der »effektiven Wärmeaustauscherfläche« wird im Rahmen der vorliegenden Patentanmeldung
derjenige Teil der wärmeaustauschenden Fläche verstanden, über den - bei einem bestimmten
Betriebszustand - der Wärmeübergang im wesentlichen erfolgt. Dies sind im allgemeinen
Flächen, die mit strömendem Abgas in Berührung stehen, es handelt sich also im wesentlichen
um die sogenannten Nachschaltheizflächen.
[0009] Bei konstanter Differenz zwischen Abgas- und Kesselwassertemperatur ergibt sich,
daß die Anzahl der vom Abgas durchströmten Einzelelemente des Wärmeaustauschers linear
mit der Brennerleistung ansteigt, es liegt also eine Proportionalität vor. Wird der
Heizkessel aber mit gleitender Kesselwassertemperatur derart betrieben, daß bei niedriger
Brennerleistung die Kesselwassertemperatur niedrig und somit die Differenz zwischen
Abgas- und Kesselwassertemperatur hoch ist, so steigt die erforderliche Anzahl an
vom Abgas durchströmten Einzelelementen des Wärmeaustauschers stärker als linear mit
der Brennerleistung an: es liegt eine monoton steigende Funktion vor; eine Abschätzung
ergibt: n Q/1-Q, wobei n die Anzahl der vom Abgas durchströmten Einzelelemente des
Wärmeaustauschers und Q die Brennerleistung ist.
[0010] Beim Verfahren gemäß der vorliegenden Patentanmeldung können beispielsweise Verdampfungsbrenner,
wie Schalenbrenner, verwendet werden. Vorzugsweise wird beim erfindungsgemäßen Verfahren
zum Betrieb der Heizkesselanlage jedoch ein Vergrasungsbrenner eingesetzt. Ein derartiger
kontinuierlich regelbarer Brenner ist beispielsweise aus der DE-B-2 811 273 bekannt.
[0011] Der bekannte Brenner weist folgende wesentliche Strukturmerkmale auf:
- einen Vorraum zum Mischen eines mindestens teilweise verdampften flüssigen Brennstoffes
mit Primärluft,
- eine sich an den Vorraum anschließende Katalysatoreinrichtung zum Umwandeln des
Dampf-Luft-Gemisches in ein Brenngas,
- einen an die Katalysatoreinrichtung angrenzenden Mischraum zum Mischen des Brenngases
mit Sekundärluft,
- einen den Vorraum, die Katalysatoreinrichtung und den Mischraum konzentrisch umgebenden
und vom Vorraum durch eine Wand getrennten Ringraum,
- einen sich konisch erweiternden Brennraum und eine den Brennraum abschließende gelochte
Brennerplatte aus porösem Material, welcher aus dem Mischraum das Brenngas-Luft-Gemisch
zuführbar ist, und
- eine zwischen dem Brennraum und dem Mischraum angeordnete Zündkammer, die vom Mischraum
rückschlagfrei getrennt ist.
[0012] Zusätzlich dazu kann der beim erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzte Vergasungsbrenner
vorteilhaft noch in der Weise weiter ausgestaltet sein, daß der Ringraum auch die
Zündkammer und den sich konisch erweiternden Brennraum ringförmig umschließt und sich
bis in die Nähe der Brennerplatte erstreckt und daß dort ein Primärluft-Zuführungsstutzen
in den Ringraum einmündet (vgl. dazu: DE-A-2 841 105). Darüber hinaus können die Seitenwände
der Zündkammer und des Brennraumes aus Metall bestehen und eine Keramikauskleidung
tragen. Ferner kann die Zündkammer vom Brennraum durch eine Lochwand in der Weise
getrennt sein, daß die gelochte Fläche der Brennerplatte größer ist als die gelochte
Fläche der Lochwand. Hierbei kann ferner am Gehäuse eine auf die Lochwand gerichtete
Flammüberwachungseinrichtung vorgesehen sein.
[0013] Der bekannte Vergasungsbrenner beruht auf dem Prinzip der zweistufigen Verbrennung.
Hierbei wird in der ersten Stufe Heizöl in einem katalytischen Reaktor durch partielle
Oxidation mit Luft bei Luftzahlen zwischen 0,05 und 0,2, vorzugsweise bei etwa 0,1,
vergast. Das dabei erhaltene Produktgas, das sogenannte Brenngas, wird dann in der
zweiten Stufe mit der restlichen Luft stöchiometrisch verbrannt, wobei hohe Brenntemperaturen
erreicht werden.
[0014] Eine vorteilhafte Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist
dadurch gekennzeichnet, daß dem Feuerraum des Heizkessels ein Rohrbündelwärmeaustauscher
nachgeschaltet ist. Dadurch wird eine Heizkesselanlage mit einem regelbaren Wärmeaustauscher
geschaffen, dessen effektive Wärmeaustauscherfläche in einfacher Weise durch geeignete
Veränderung der - etwa zwischen 10 und 100% des maximalen Heizleistungsbedarfes veränderlichen
- Heizleistung eines kontinuierlich betriebenen Brenners derart angepaßt werden kann,
daß die Abgastemperatur einen vorgegebenen Wert einhält. Die notwendige Anpassung
der effektiven Wärmeaustauscherfläche an die variable Brennerleistung erfolgt dabei
durch eine stufenweise Einschaltung des dem Feuerraum nachgeschalteten Rohrbündelwärmeaustauschers,
und zwar in der Art, daß die Anzahl der offenen Rohre des Wärmeaustauschers eine mit
der Brennerleistung monoton steigende Funktion ist.
[0015] Beim Einsatz eines Vergasungsbrenners der vorstehend genannten Art, der stöchiometrisch,
d. h. ohne wesentlichen Luftüberschuß, betrieben wird, ist - beispielsweise bei konstanter
Kesselwassertemperatur - die Anzahl der offenen Wärmeaustauscherrohre gleichzeitig
proportional der Abgasmenge, da diese direkt proportional zur Brennerleistung ist.
Andererseits bedeutet dies aber auch, daß beim erfindungsgemäßen Betrieb einer Heizkesselanlage
mit konstanter Kesselwassertemperatur das Abgas am Kesselausgang - unter sämtlichen
Betriebsbedingungen - nicht nur eine konstante Temperatur, sondern auch eine konstante
Strömungsgeschwindigkeit aufweist.
[0016] Die Verändeurng der Wärmeaustauscherfläche durch Zu- und Abschalten von Rohrbündelelementen
kann bei der erfindungsgemäßen Heizkesselanlage in der Weise erfolgen, daß innerhalb
der einzelnen Elemente, d. h. in den Rohren, oder am Ausgang des Rohrbündels (in den
Einzelelementen) Drosselklappen angebracht sind. Vorteilhaft kann auch am Rohrbündeleingang,
d. h. in der Nähe des Feuerraumes, eine Stufenblende angeordnet sein.
[0017] Bevorzugt erfolgt die Anpassung der Wärmeaustauscherfläche des Rohrbündelwärmeaustauschers
an die Brennerleistung mittels eines am Rohrbündelausgang angeordneten Drehschiebers.
Zur Betätigung des Drehschiebers kann beispielsweise ein Stellmotor vorgesehen sein,
in Frage kommt jedoch auch ein Ausdehnungsthermostat am Ausgang des Wärmeaustauschers.
Die Regelung am Ausgang des Wärmeaustauschers hat den Vorteil, daß ein relativ kaltes
Abgas zu regulieren ist; dies ist mechanisch einfacher zu bewerkstelligen. Darüber
hinaus ist der Rohrbündelausgang auch leichter zugänglich.
[0018] Die Steuerung des Drehschiebers bzw. der Stufenblende oder der Drosselklappen erfolgt
in Abhängigkeit von der Last, d. h. der Brennerleistung. Dazu kann beispielsweise
der dem Brenner zugeführte Heizölvolumenstrom dienen. Bei einem stöchiometrisch betriebenen
Vergasungsbrenner (Luftzahl A = 1,0) kann aber auch der dem Brenner zugeführte Luftmassenstrom
herangezogen werden.
[0019] Bei der erfindungsgemäßen Heizkesselanlage kann ferner in der Abgasleitung ein Thermofühler
angebracht sein. Dieser Thermofühler kann - zusätzlich - zur Steuerung von Drehschieber
usw. vorgesehen werden. Mit Hilfe des in der Abgasleitung angeordneten Thermofühlers
können nämlich Temperaturabweichungen im Abgas berücksichtigt werden, die sich beispielsweise
durch Änderung des Heizwertes des eingesetzten Primärbrennstoffes ergeben.
[0020] Bei einer Heizkesselanlage liegt, wie bereits erwähnt, die minimale Brennerleistung
(während der Übergangsperiode) bei etwa 10 bis 15% der Maximalleistung. Ein 15-kW-Brenner
beispielsweise muß demnach bis auf ca. 2 kW heruntergeregelt werden können. Unter
Berücksichtigung des Brennerregelbereiches und der zulässigen Abgastemperatur würde
sich - ohne die erfindungsgemäßen Maßnahmen - deshalb folgendes ergeben: Bei einer
Auslegung des Heizkessels auf die unteren Grenzen der Abgastemperatur und der Brennerleistung
würde die Abgastemperatur bei maximaler Brennerleistung stark ansteigen und der Systemwirkungsgrad
dadurch absinken. Würde der Kessel dagegen - unter Beachtung der maximal zulässigen
Abgastemperatur - auf die obere Grenze der Brennerleistung ausgelegt werden, so würde
sich bei Teillast zwar kein Wirkungsgradverlust, wohl aber ein starker Abfall der
Abgastemperatur mit den damit verbundenen nachteiligen Folgen ergeben.
[0021] Die genannten Nachteile sind bei der erfindungsgemäßen Heizkesselanlage nicht gegeben,
weil hier - durch die vorstehend erläuterten Maßnahmen - eine konstante Abgastemperatur
gewährleistet ist. Bei dieser Heizkesselanlage wird darüber hinaus angestrebt, daß
der variable Teil des Wärmeaustauschers dem Regelbereich und der unveränderliche Teil
der unteren Leistungsgrenze des Brenners entspricht. Aufgrund der vorstehend genannten
Daten entspricht deshalb bei der erfindungsgemäßen Heizkesselanlage die - unveränderliche
- Wärmeaustauscherfläche des Feuerraumes, einschließlich der Wärmeaustauscherfläche
eines immer offenen Rohres des Rohrbündelwärmeaustauschers, vorteilhaft etwa 10% der
maximalen Brennerleistung, während die Fläche des dem Feuerraum nachgeschalteten Wärmeaustauschers
derart geregelt wird, daß die Abgastemperatur bei einer Steigerung der Brennerleistung
von 10 auf 100% konstant bleibt.
[0022] Anhand von Ausführungsbeispielen und Figuren soll die Erfindung noch näher erläutert
werden.
[0023] In Fig. 1 sind, wie bereits erwähnt, Kesselwassertemperatur und Heizleistung einer
Heizkesselanlage als Funktion der Außenlufttemperatur dargestellt.
[0024] In Fig.2 ist schematisch ein Längsschnitt durch eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Heizkesselanlage dargestellt und in Fig. 3 der Schnitt III-III durch die Ausführungsform
nach Fig. 2. Die Heizkesselanlage 10 ist mit einem Vorlaufrohr 11 und einem Rücklaufrohr
12 für das Warmwasser versehen. In den Feuerraum 13, der von einem Rohrbündelwärmeaustauscher
14 umgeben ist, ragt ein regelbarer Brenner 15. Der Feuerraum 13 der Heizkesselanlage
10 ist zylindrisch ausgebildet, und der Rohrbündelwärmeaustauscher 14 ist dazu koaxial
angeordnet. Bei einer Heizkesselanlage mit einer maximalen Wärmeleistung von 15 kW
weist der Feuerraum beispielsweise einen Innendurchmesser von 195 mm und eine Länge
von 350 mm auf.
[0025] Am ausgang des Rohrbündelwärmeaustauschers 14 ist eine feste Abgassperre 16 und ein
Drehschieber 17 angeordnet. Der Drehschieber 17 wird - in Abhängigkeit von der Brennerleistung
- durch einen Stellmotor 18 betätigt und gibt dabei sukzessiv die Öffnungen der Rohre
19 des Rohrbündelwärmeaustauschers 14 frei. Durch die offenen Rohre 19, die gleichmäßig
um den Feuerraum 13 angeordnet sind, strömt das Abgas in die Abgasleitung 20 und gelangt
von dort in den Kamin. Der Drehbereich des Drehschiebers 17 ist dabei so eingestellt,
daß der Feuerraum 13 stets über wenigstens ein Rohr 19 des Rohrbündelwärmeaustauschers
14 mit der Abgasleitung 20 in Verbindung steht, d. h. eines der Rohre 19 ist immer
offen.
[0026] Eine zwischen ca. 2 und 12 kW Heizleistung kontinuierlich regelbare Heizkesselanlage
weist beispielsweise 29 - sukzessiv einschaltbare - Abgasrohre auf. Bei 4, 6, 8 und
10 kW Wärmeleistung ergibt sich folgende Abgaszusammensetzung: Rußzahl 0,13,5% C0
2, 0,5% CO und 0,3 bis 0,7% O
z. Eine konstante Abgastemperatur von ca. 100°C kann hierbei, wie Fig. 4 zu entnehmen
ist, durch lastproportionales Zuschalten von Abgasrohren ab 5 kW erreicht werden.
Die Abgastemperatur wird deshalb bei einem Wert von ca. 100°C gehalten, um einen ausreichenden
Abstand vom Säuretaupunkt einzuhalten, der bei ca. 85° C liegt (Verwendung eines Heizöls
mit einem Gehalt von 0,3 bis 0,55 Gew.-% Schwefel). Entsprechendes würde, wie Fig.
4 ebenfalls zeigt, für eine Abgastemperatur von 120°C gelten.
1. Verfahren zum Betrieb einer Heizkesselanlage mit einem dem Feuerraum nachgeschalteten
Wärmeaustauscher, wobei die effektive Wärmeaustauscherfläche der Brennerleistung angepaßt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein kontinuierlich regelbarer Brenner eingesetzt
wird und daß die Anpassung der effektiven Wärmeaustauscherfläche an die Brennerleistung
in der Weise erfolgt, daß die Anzahl der vom Abgas durchströmten Einzelelemente des
Wärmeaustauschers eine mit der Brennerleistung monoton steigende Funktion ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Vergasungsbrenner verwendet
wird.
3. Vorrichtung zum Betrieb einer Heizkesselanlage (10) mit einem dem Feuerraum (13)
nachgeschalteten Wärmeaustauscher (14) mit einer der Brennerleistung anpaßbaren effektiven
Wärmeaustauscherfläche, gekennzeichnet durch einen kontinuierlich regelbaren Brenner
(15) und einen dem Feuerraum (13) des Heizkessels nachgeschalteten Rohrbündelwärmeaustauscher
(14), wobei die Anzahl der offenen Rohre (19) des Rohrbündelwärmeaustauschers (14)
eine mit der Brennerleistung monoton steigende Funktion ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Rohrbündelausgang ein
Drehschieber (17) angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Rohrbündeleingang eine
Stufenblende angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Ausgang jedes Rohres
(19) des Rohrbündelwärmeaustauschers (14) eine Drosselklappe angebracht ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der
Abgasleitung (20) ein Thermofühler vorgesehen ist.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wärmeaustauscherfläche des Feuerraumes (13) etwa 10% der maximalen Brennerleistung
entspricht.
1. A process for operating a boiler unit having a heat exchanger which is connected
after the combustion chamber, the effective heat exchanger surface being matched to
the burner capacity, characterised in that a continuously regulatable burner is used,
and that the effective heat exchanger surface is matched to the burner capacity in
such a way that the number of individual elements of the heat exchanger through which
the exhaust gas flows is a function which increases monotonically with the burner
capacity.
2. A process as claimed in claim 1, characterised in that a gasification burner is
used.
3. Apparatus for the operation of a boiler unit (10) having a heat exchanger (14)
which is connected after the combustion chamber (13), and having an effective heat
exchanger surface which can be matched to the burner capacity, characterised by a
continuously regulatable burner (15) and a pipe assembly heat exchanger (14) connected
after the combustion chamber (13) of the boiler, wherein the number of open pipes
(19) in the pipe assembly heat exchanger (14) is a function which increases monotonically
with the burner capacity.
4. Apparatus as claimed in claim 3, characterised in that a rotary slide valve (17)
is arranged at the output of the pipe assembly.
5. Apparatus as claimed in claim 3, characterised in that a stepped diaphragm is arranged
at the input of the pipe assembly.
6. Apparatus as claimed in claim 3, characterised in that a throttle valve is arranged
at the output of each pipe (19) of the pipe assembly heat exchanger (14).
7. Apparatus as claimed in one of claims 3 to 6, characterised in that a thermo-sensor
is arranged in the exhaust gas pipeline (20).
8. Apparatus as claimed in one or more of claims 3 to 7, characterised in that the
heat exchanger surface of the combustion chamber (13) corresponds to approximately
10% of the maximum burner capacity.
1. Procédé pour conduire une installation à chaudière de chauffage, comprenant un
échangeur de chaleur monté en aval de la chambre de combustion, la surface effective
de l'échangeur de chaleur étant adaptée à la puissance du brûleur, caractérisé en
ce qu'il consiste à mettre en oeuvre un brûleur réglable d'une manière continue, et
à effectuer l'adaptation de la surface effective de l'échangeur de chaleur à la puissance
du brûleur, de manière que le nombre d'éléments individuels de l'échangeur de chaleur
parcourus par du gaz de fumée ait une fonction croissante de façon monotone avec la
puissance du brûleur.
2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'il consiste à utiliser
un brûleur à gazéification.
3. Dispositif pour conduire une installation à chaudière de chauffage (10), comprenant
un échangeur de chaleur (14), monté en aval de la chambre de combustion (13), et une
surface effective d'échangeur de chaleur pouvant être adaptée à la puissance du brûleur,
caractérisé par un brûleur (15) réglable en continu, et par un échangeur de chaleur
à faisceau tubulaire (14) monté en aval de la chambre de combustion (13) de la chaudière
de chauffage, le nombre des tubes (19) ouverts de l'échangeur de chaleur è faisceau
tubulaire (14) étant une fonction croissant d'une manière monotone avec la puissance
du brûleur.
4. Dispositif suivant la revendication 3, caractérisé en ce qu'un tiroir tournant
(17) est disposé à la sortie du faisceau tubulaire.
5. Dispositiv suivant la revendication 3, caractérisé en ce qu'un diaphragme à gradins
est disposé à l'entrée du faisceau tubulaire.
6. Dispositif suivant la revendication 3, caractérisé en ce qu'un volet d'étranglement
est fixé à la sortie de chaque tube (19) de l'échangeur de chaleur à faisceau tubulaire
(14).
7. Dispositif suivant l'une des revendications 3 à 6, caractérisé en ce qu'une sonde
de température est prévue dans le conduit pour le gaz de fumée (20).
8. Dispositif suivant l'une ou plusieurs des revendications 3 à 7, caractérisé en
ce que la surface de l'échangeur de chaleur de la chambre de combustion (13) correspond
à environ 10% de la puissance maximale du brûleur.