[0001] Die Erfindung betrifft eine Krankentragenbühne bzw. Tragenlagerungsvorrichtung zur
feststellbaren Halterung von Krankenwagen, insbesondere in geländegängigen Krankenfahrzeugen,
mit U-förmigen Führungsschienen und einer daran angeordneten Feststellvorrichtung
für in die Führungsschienen einschiebbare Füße der Krankentragen, so daß die Krankentrage
formschlüssig gegen unzulässige Relativbewegungen in Richtung aller drei Raumachsen
sicherbar ist.
[0002] Derartige Krankentragenbühnen bzw. Tragenlagerungsvorrichtungen sind bekannt und
beispielsweise in dem DE-GM 18 76 130 und der DE-PS 11 70 115 beschrieben.
[0003] Jedoch gibt es eine Vielzahl Tragentypen, die bislang immer nur zusammen mit speziellen,
jeweils nur für eine Tragentype geeignetenKrankentragenbühnen verwendet werden konnten.
Dies gilt auch für den militärischen Bereich. So werden innerhalb des Nordatlantik-Paktes
(NATO) unterschiedliche Tragen verwendet, die zwar alle bügelartige Füße aufweisen,
sich jedoch bezüglich der Abstände der Füße in Längs- und Querrichtung unterscheiden.
Außerdem werden unterschiedliche Fußbreiten und -formen verwendet, wobei noch erschwerend
hinzukommt, daß neben kufenartig in Längsrichtung angeordneten Bügeln auch solche,
die in Querrichtung angeordnet sind, als Füße verwendet werden. Schließlich gibt es,
insbesondere im zivilen Sektor, Tragen mit Rollenfüßen.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es nun, eine Universal-Krankentragenbühne bzw. Tragenlagerungsvorrichtung
zu schaffen, die in einer Grundausführung für einen größeren Teil der genannten Tragentypen
geeignet ist und gegebenenfalls für alle genannten Tragentypen aus- bzw. umrüstbar
ist, wobei unabhängig von den jeweils verwendeten Tragen eine einfache Bedienbarkeit
gewährleistet sein soll.
[0005] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß zur Arretierung von Krankentragen unterschiedlicher
Bauart, d.h. mit unterschiedlichen Fußabständen in Längsrichtung (Längsabstand) oder
Querrichtung (Spurweite) und mit unterschiedlicher Fußbreite folgende Merkmale vorhanden
sind:
a) die Führungsschienen haben eine für die größte Fußbreite genügende Schienenbreite,
b) mindestens eine der Führungsschienen ist verbreitert, so daß sowohl Tragen mit
der geringsten als auch solche mit der größten Spurweite einschiebbar sind,
c) am einen Ende der Tragenbühne sind Anschläge angeordnet, die die eingeschobene
Sollage der Tragen in Längsrichtung vorgeben,
d) die Feststellvorrichtung besitzt entsprechend den unterschiedlichen Längsabständen
der Krankentragenfüße mehrfach an den Schienen angeordnete Riegelglieder,
e) die Riegelglieder sind selbsttätig oder mittels eines gemeinsamen Betätigungsorganes
gleichzeitig verriegel- und entriegelbar.
[0006] Aufgrund dieser erfindungsgemäßen Bauart der Krankentragenbühne braucht die jeweils
verwendete Krankentrage nur in Längsrichtung der Bühne bis zum Anschlag eingeschoben
zu werden; die gegebenenfalls selbsttätigen Riegelglieder nehmen dabei ihre verriegelnde
Lage ein, und die übrigen Riegelglieder werden durch Betätigung des gemeinsamen Betätigungsorgans
in ihre jeweilige Riegelstellung gebracht. Der Bedienungsvorgang ist also vollständig
unabhängig von dem jeweils verwendeten Tragentyp.
[0007] Prinzipiell läßt sich für alle Tragentypen der gleiche Anschlag zur Begrenzung der
Sollage der Krankentragen in Längsrichtung der Tragenbühne verwenden. Beispielsweise
kann der Anschlag mit dem Kopfteil der Tragen zusammenwirken.
[0008] Jedoch ist ein solcher Anschlag aufgrund seiner notwendigen Größe bei von der Tragenbühne
abgenommener Trage unter Umständen störend. Wenn entsprechende Anschläge mit den Tragenfüßen
zusammenwirken sollen, so müssen die bei unterschiedlichen Tragentypen unterschiedlichen
Überhanglängen der über die Füße hinausragenden Teile der Tragen berücksichtigt werden.
Würde man in diesem Falle für alle Tragentypen die gleichen Anschläge verwenden, so
würde das Kopfteil der Tragen unterschiedlich weit in das Fahrzeug hineinragen, so
daß der für Sanitäter zur Betreuung zur Verfügung stehende Raum unter Umständen stark
eingeengt würde. Um dies zu vermeiden, ist es vorteilhaft, für die unterschiedlichen
Krankentragentypen unterschiedliche Anschläge zu verwenden.
[0009] Dazu können die Schienenbreite im Endbereich der Schienen verengende, mit den Tragenfüßen
zusammenwirkende Anschlagstücke mit keilförmigen vorderen Gleitflächen angeordnet
sein, welche den Endbereich der Schienen für die Füße der Tragen einer Spurweite sperren
und für die Füße anderer Tragen mit anderer Spurweite freilassen. Die Keilflächen
erleichtern das Einschieben dieser anderen Tragen.
[0010] Außerdem können am Ende der Schienen jeweils in Schienenlängsrichtung verlaufende
Anschlagzapfen fest angeordnet sein, welche in Tragenquerrichtung verlaufende Fußteile
eines Tragentyps bei eingeschobener Trage hakenförmig übergreifen und die Sollage
anderer Tragen allein durch Anschlag vorgeben.
[0011] Diese Anschlagzapfen haben also eine doppelte Funktion. Einerseits sichern sie einen
Tragentyp gegen Bewegungen nach vorn und nach oben, während sie andererseits einen
anderen Tragentyp nur gegen Bewegungen nach vorn sichern.
[0012] Die Riegelglieder können Teile der Tragenfüße hinter- bzw. übergreifende Riegelschieber
oder schwenkbare Riegelhebel und somit konstruktiv einfache mechanische Teile sein.
[0013] Um ein Bewegungsspiel der arretierten Krankentrage auf der Tragenbühne zu mindern
bzw. zu blockieren, können die Riegelglieder vorzugsweise federnde Anschlagstücke
tragen, welche bei arretierter Trage an deren Rahmen-oder Fußteilen in Tragenquerrichtung
und/oder Längsrichtung und/oder von oben anliegen.
[0014] Es genügt, wenn die in Tragenquerrichtung anliegenden Anschlagstücke nur auf einer
Seite der Tragenbühne an den Riegelgliedern angeordnet sind, und zwar so, daß die
Füße der Trage, zumindest teilweise, gegen eine Seitenwand einer der Führungsschienen
geschoben werden. Die Seitenwand hindert also die Tragenbühne an einer Bewegung in
die eine Querrichtung, während eine Bewegung in der anderen Querrichtung von den Anschlägen
unterbunden wird. Die selbsttätigen Riegelglieder können federnd gelagert sein, so
daß sie bei Längsverschiebung der Trage durch deren Füße ein- oder ausgerastet werden
können. Dadurch ist es möglich, beliebige Tragentypen in die Führungsschienen einzuschieben
oder aus diesen herauszuziehen, ohne daß die Tragenfüße durch die selbsttätigen Riegelglieder
gesperrt würden.
[0015] Die selbsttätigen Riegelglieder können zu ihrer Auslenkung entsprechende Schrägflächen
aufweisen, die mit den Tragenfüßen zusammenwirken.
[0016] Soweit die Riegelglieder als um zur Tragenbühne senkrechte Achsen schwenkbare Riegelhebel
ausgebildet sind, sind vorteilhafterweise etwa senkrecht zur Auslenkrichtung nach
unten weisende Anschlagstücke angeordnet, welche Fußteile der Krankentragen von oben
übergreifen. Bei dieser Anordnung wird auch bei starken Beschleunigungen in vertikaler
Richtung sichergestellt, daß die Riegelhebel nicht durch schräg zur Vertikalen verlaufende
Fußteile, welche an den Schrägflächen der Riegelhebel entlanggleiten, ausgelenkt werden.
Die Anschlagstücke verhindern ein derartiges unerwünschtes Zusammenwirken der Schrägflächen
mit den schräg zur Vertikalen verlaufenden Fußteilen.
[0017] Die Riegelhebel können C- oder hakenförmig ausgebildet sein und in Riegelstellung
durch eine Öffnung in die Führungsschienen, vorzugsweise von der Seite aus, hineinragen.
Wenn die Riegelhebel um eine quer zur Schienenlängsachse verlaufende Achse schwenkbar
sind, können sie in Riegelstellung quer zur Schienenachse angeordnete Fußteile übergreifen
und gleichzeitig diese oder andere Fußteile hintergreifen, so daß mehrere Bewegungsrichtungen
gleichzeitig gesperrt sind.
[0018] Als gemeinsames Betätigungsorgan ist vorzugsweise eine in Längsrichtung der Tragenbühne
angeordnete Welle vorgesehen, an der mit den Riegelgliedern über Schubstangen gelenkig
gekoppelte Arme drehfest angeordnet sind. Mit dieser Konstruktion ist es in einfacher
Weise möglich, in Längsrichtung der Führungsschienen mehrfach angeordnete Riegelglieder
gleichzeitig zu betätigen.
[0019] Vorzugsweise besitzt die Tragenbühne einen in fahrzeugfesten Führungen längsverschiebbaren
Wagen mit wippenartig darauf angeordneten, um die Wagenquerachse schwenkbaren Führungsschienen
für die Krankentrage.
[0020] Vorzugsweise ist die Wippe den Wagen verlängernd an diesem angeordnet und bei in
Längsrichtung des Fahrzeuges zurückgezogenem Wagen zum Abnehmen bzw. Aufsetzen der
Krankentrage nach unten durch Schwenkung absenkbar. Auch bei Fahrzeugen mit großem
Bodenabstand lassen sich die Krankentragen bequem auf die Führungsschienen
.aufsetzen bzw. abnehmen, ohne von den jeweiligen Sanitätern übermäßig hoch angehoben
werden zu müssen.
[0021] Das Absenken bzw. Anheben der Wippe erfolgt mittels oder mit Unterstützung von Hilfsaggregaten.
Dazu können beispielsweise eine Gasdruckfeder oder ein Servomotor, z.B. ein elektrischer
Stellmotor, zwischen Wagen und Wippe angeordnet sein.
[0022] Nachfolgend wird die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele erläutert,
die in der Zeichnung dargestellt sind. Dabei zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Trage,
Fig. 2 ein Schnittbild entsprechend der gebrochenen Schnittlinie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 ein Schnittbild entsprechend der Schnittlinie III-III in Fig. 1,
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Einzelheit IV in Fig. 1,
Fig. 5 einen Schnitt entsprechend der Schnittlinie V-V in Fig. 1,
Fig. 6 eine Draufsicht auf die Einzelheit VI in Fig. 1,
Fig. 7 eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Trage,
Fig. 8 ein Schnittbild entsprechend der Schnittlinie VIII-VIII in Fig. 7,
Fig. 9 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Tragenbühne und
Fig.10 ein Schnittbild entsprechend der Schnittlinie X-X in Fig. 9.
[0023] Die erfindungsgemäße Tragenbühne bzw. Tragenhalterungsvorrichtung besitzt einen Tragentisch
1, wie er in Fig. 1 in Draufsicht dargestellt ist.
[0024] Dieser Tragentisch 1 besteht aus zwei U-förmigen Führungsschienen 2 und 3, an deren
bezüglich der Einschubrichtung der Tragen hinterem Ende eine Aufschubplatte 4 angeordnet
ist,und die mehrfach mit Querträgern 5 miteinander verbunden sind. Die Führungsschienen
2 und 3 erweitern sich zur Aufschubplatte 4 hin konisch, so daß die Füße einer auf
der Aufschubplatte aufgesetzten Krankentrage ohne Schwierigkeiten in die Führungsschienen
eingeschoben werden können.
[0025] Die Führungsschiene 2 besitzt eine Breite, die für die größte vorkommende Fußbreite
der verwendeten Tragen ausreichend ist. Die Führungsschiene 3 ist darüber hinaus verbreitert,
so daß sowohl Krankentragen mit der geringsten Spurweite als auch Krankentragen mit
der größten vorkommenden Spurweite in die Führungsschienen eingeschoben werden können.
Unter Spurweite wird der Abstand der Tragenfüße in Tragenquerrichtung verstanden.
[0026] Im von der Aufschubfläche 4 abgewandten vorderen Endbereich der Führungsschienen
2 und 3 sind die Schienenbreite verengende Anschlagstücke 10 und 11 angeordnet, welche
jeweils vordere Schrägflächen 10' bzw. 11' besitzen. Die relativ große Überhanglängen
aufweisenden Krankentragen mit geringer Spurweite können also nur bis zu den Schrägflächen
10' geschoben werden, Krankentragen mit maximaler Spurweite nur bis zu der Schrägfläche
11'; und Krankentragen mit einer mittleren Spurweite lassen sich in den verengten
Bereich zwischen den Anschlagstücken 10 und 11 einschieben, bis sie gegen Anschlagzapfen
12 stoßen, die am Ende Führungsschienen 2 und 3 in Schienenlängsrichtung mit Abstand
von den Führungsschienen angeordnet sind.
[0027] Bei bestimmten Tragentypen, z.B. solchen mit quer zur Tragenlängsrichtung angeordneten
bügelartigen Füßen, übergreifen die Anschlagzapfen 12 in Tragenquerrichtung verlaufende
Fußteile, so daß die Trage gegen Bewegungen nach oben gesperrt ist. Bei anderen Tragen
dagegen wirken die Anschlagzapfen 12 nur als Anschläge, so daß nur eine Bewegung der
Krankentragen in Richtung auf die Anschlagzapfen 12 unterbunden ist.
[0028] An den Führungsschienen 2 und 3 sind des weiteren Riegelschieber 6,6' bis 6"' und
Riegelhebel 7 bis 9 angeordnet, die in den Fig. 2 bis 6 teilweise noch genauer dargestellt
sind.
[0029] Die Riegelschieber 6 bis 6"' und die Riegelhebel 7,8 werden gemeinsam mittels einer
Welle 13 durch Schwenkung des Griffhebels 14 betätigt. Dazu sind an der Welle 13 Arme
15 drehfest angeordnet, die über Schubstangen 16 gelenkig mit den genannten Riegelschiebern
bzw. den Riegelhebeln 7 und 8 verbunden sind. Zweckmäßigerweise sind die Arme jeweils
so angeordnet, daß sie in Riegelstellung der Riegelschieber 6 bis 6"' bzw. der Riegelhebel
7, 8 in einer Übertotpunktlage stehen.
[0030] Wie die Fig. 2 zeigt, können die Riegelschieber 6 und 6' durch Drehen der Welle 13
in Pfeilrichtung in eine Freigabestellung zurückgezogen werden, welche strichliert
für den Riegelschieber 6' dargestellt ist, wobei gleichzeitig auch der Riegelhebel
8 nach außen in seine Freigabestellung geschwenkt wird. Die Riegelschieber 6 und 6'
verschieben sich dabei in Hülsen 17 und 17', welche seitlich an den Führungsschienen
2 und 3 angeordnet sind.
[0031] Zwischen den Riegelschiebern 6, die gemäß Fig. 4 mit einem T-förmigen Verbindungsstück
24 verschraubt sind, welches mit der Schubstange l6 gelenkig verbunden ist, ist am
Verbindungsstück 24 ein Anschlagstück 18 angeordnet, welches mit den Riegelschiebern
6 verschoben wird und aufgrund seiner gegenüber den Riegelschiebern 6 tieferen Anordnung,
vergleiche Fig. 3, bei bestimmten Tragentypen seitlich gegen in Tragenlängsrichtung
verlaufende Fußteile 19 stößt, welche in Riegelstellung von den Riegelschiebern 6
übergriffen werden. Die Riegelschieber 6 verhindern also zusammen mit der Bodenfläche
der Führungsschiene 2 eine Vertikalbewegung des Fußteiles 19 und damit der Trage,
während das Anschlagstück 18 zusammen mit der gegenüberliegenden senkrechten Wand
3' der Führungsschiene 3 eine Seitwärtsbewegung des Fußteiles 19 verhindert. Gleichzeitig
können die Riegelschieber 6 vor bzw. hinter vertikale Fußteile 19 greifen und eine
Bewegung in Schienenlängsrichtung verhindern.
[0032] Die Riegelschieber 6" und 6" arbeiten in der gleichen Weise, wie es für die Riegelschieber
6 bzw. 6' beschrieben wurde.
[0033] Der Riegelhebel 8 dient dazu, bei Krankentragen mit Rollenfüßen einen Achszapfen
20 zu sichern. Dazu weist der Riegelhebel 8 eine Öffnung 21 auf, in die der Achszapfen
20 bei Schwenkung des Riegelhebels 8 in die dargestellte Riegelstellung eingeschoben
wird, vergleiche Fig. 2.
[0034] Um zu erreichen, daß der Achszapfen 20 genau gegenüber der Öffnung 21 steht, ist
nach den Fig. 1 und 2 diagonal gegenüber der selbsttätig wirkende Riegelhebel 9 an
der-Führungsschiene 2 angeordnet, welcher in beiden Figuren seine Riegelstellung einnimmt.
Dieser Riegelhebel 9 wirkt mit dem diagonal gegenüberliegenden Rollenfuß der Krankentrage
zusammen und greift hinter und über den entsprechenden Achszapfen 20'.
[0035] Dazu besitzt der Riegelhebel 9 nach Fig. 2 eine in Richtung auf die Aufschubplatte
4 offene Kehle 22, so daß der Achszapfen 20' einerseits gegen eine Bewegung in Richtung
auf das von der Aufschubfläche 4 abgewandte Ende der Führungsschienen und andererseits
gegenüber Vertikalbewegungen blockiert ist.
[0036] Durch in Fig. 1 erkennbare Schrägflächen 9' wird erreicht, daß der Riegelhebel 9
gegen die Kraft einer Feder 23 in Pfeilrichtung nach außen ausgelenkt wird, wenn Tragen
mit anderen Fußtypen längsverschoben werden. Der Riegelhebel 9 wirkt also nur als
Sperre für Krankentragen, welche Rollenfüße mit Achszapfen 20' aufweisen.
[0037] Die Fig. 5 und 6 zeigen den auch in Fig. 1 erkennbaren Riegelhebel 7, welcher C-förmig
ausgebildet ist und auf einer an der Schiene 2 angeordneten Lasche 26 um eine zum
Boden der Schiene 2 senkrechte Achse schwenkbar gelagert ist. Dieser Riegelhebel 7
wird mittels der Schubstange 16 geschwenkt, wobei die strichlierte Darstellung die
Freigabestellung zeigt, während die Darstellung mit durchgezogenen Linien die Riegelstellung
wiedergibt. In der Riegelstellung greift der Riegelhebel 7 mit einem winkelförmigen
Arm durch eine Öffnung 27 in der der Lasche 26 benachbarten Seitenwand der Führungsschiene
und übergreift dabei mit seinem abgewinkelten Ende 28 ein quer zur Schienenlängsrichtung
verlaufendes Fußteil 19' eines Krankentragentyps mit in Tragenquerrichtung angeordneten
bügelartigen Füßen. Gleichzeitig hintergreift dabei der Riegelhebel 7 ein vertikales
Fußteil 19", so daß die Krankentrage nicht nach rückwärts vom Tisch 1 rutschen kann.
In die Vorderfüße dieser Krankentrage greifen die bereits zuvor erwähnten Anschlagzapfen
12, die diesen Tragentyp an einer Vertikalbewegung und einer Bewegung nach vorn hindern.
[0038] Bei der abgewandelten Ausführungsform nach Fig. 7 sind die in Fig. l dargestellten
Riegelschieber 6" und 6", welche über die Welle 13 gleichzeitig betätigt werden, durch
selbsttätig wirkende federnde Riegelhebel 29 und 29' ersetzt, wobei die Riegelhebel
29 auf zwischen den Führungsschienen 2,3 an deren Seitenwänden angeordneten abgewinkelten
Flachstücken 30 um eine zum Schienenboden senkrechte Achse schwenkbar angeordnet sind,
während die Riegelhebel 29' auf den Anschlagstücken 10 schwenkbar gelagert sind. Zwischen
einem Arm der Riegelhebel 29 und 29' und einem an den Führungsschienen 2 und 3 angeordneten
feststehenden Arm 31 ist jeweils eine Zugfeder 32 eingespannt, welche die Riegelhebel
29 und 29' so zu schwenken sucht, daß deren dreiecksförmige Sperrplatten 33 über den
Führungsschienen 2 und 3 liegen. An diesen dreiecksförmigen Sperrplatten 33 befinden
sich nach unten weisende Sperrzapfen 34. In der dargestellten Riegelstellung übergreifen
diese Sperrzapfen 34 sich in Schienenlängsrichtung erstreckende Fußteile bestimmter
Tragentypen, so daß eine Vertikalbewegung des entsprechenden Fußteiles unmöglich ist.
Bei Längsverschiebung der Krankentragen werden die Riegelhebel 29,29
1 aufgrund ihrer Schrägflächen 33' an den Sperrplatten 33 gegen die Kraft der Federn
32 geschwenkt, so daß die Tragenfüße an den Riegelhebeln 29,29' vorbeigehen und eine
Trage herausgezogen bzw. eingeschoben werden kann.
[0039] Die Fig. 9 und 10 zeigen eine kippbare Anordnung des Tisches 1 auf einem Wagen 35,
welcher in fahrzeugfesten C-förmigen Führungen 36 auf Rollen 37 längsverschiebbar
angeordnet ist. Am einen Ende des Wagens 35 sind Winkelträger 38 in Gelenken 39 um
die Wagenquerachse schwenkbar angeordnet. Auf diesen Winkelträgern 38 ist der Tisch
1 montiert, dessen Vorderteil auf dem Wagen 35 aufliegt, wenn die Winkelträger hochgeschwenkt
sind.
[0040] Wird der Wagen zum Fahrzeugheck hin gezogen, so ragen die Winkelträger 38 mit dem
darauf montierten Tisch 1 aus dem geöffneten Fahrzeugheck heraus und können in die
strichliert dargestellte Schräglage herabgeschwenkt werden, so daß eine nicht dargestellte
Krankentrage leichter auf den Tisch 1 aufgeschoben bzw. vom Tisch 1 abgenommen werden
kann.
[0041] Um ein Schwenken des Tisches 1 mit geringem Kraftaufwand zu ermöglichen, ist eine
Gasdruckfeder 40 bzw. 40' vorgesehen, welche - wie dargestellt - die Winkelträger
38 gegen den Wagen 35 abstützt bzw. am Vorderende des Tragentisches 1 angeordnet ist
und das Vorderende auf den Wagen herabzuziehen sucht.
[0042] Statt einer Gasdruckfeder kann auch ein elektrischer oder hydraulischer Stellmotor
verwendet werden.
1. Krankentragenbühne bzw. Tragenlagerungsvorrichtung zur feststellbaren Halterung
von Krankentragen, insbesondere in geländegängigen Krankenfahrzeugen, mit U-förmigen
Führungsschienen und einer daran angeordneten Feststellvorrichtung zum Arretieren
von in die Führungsschienen einschiebbaren Füßen der Krankentragen, so daß die Krankentrage
formschlüssig gegen unzulässige Relativbewegungen in Richtung aller drei Raumachsen
sicherbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß zur Arretierung von Krankentragen unterschiedlicher
Bauart, d.h. mit unterschiedlichen Fußabständen in Längsrichtung (Längsabstand) oder
Querrichtung (Spurweite) und mit unterschiedlicher Fußbreite und -form folgende Merkmale
vorhanden sind:
a) die Führungsschienen (2,3) haben eine für die größte Fußbreite genügende Schienenbreite,
b) mindestens eine (3) der Führungsschienen (2,3) ist verbreitert, so daß sowohl Tragen
mit der geringsten als auch solche mit der größten Spurweite einschiebbar sind,
c) am einen Ende der Tragenbühne sind Anschläge (10,11,12) angeordnet, die die eingeschobene
Sollage der Tragen in Längsrichtung vorgeben,
d) die Feststellvorrichtung besitzt entsprechend den unterschiedlichen Längsabständen
der Krankentragenfüße mehrfach an den Schienen angeordnete Riegelglieder (6 bis 9),
e) die Riegelglieder sind selbsttätig oder mittels eines gemeinsamen Betätigungsorganes
gleichzeitig verriegel- und entriegelbar.
2. Krankentregenbühne nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Schienenbreite im
Endbereich der Schienen verengende, mit den Tragenfüßen zusammenwirkende Anschlagstücke
(10,11) mit keilförmigen vorderen Gleitflächen (10',11'), welche den Endbereich der
Schienen für die Füße der Tragen einer Spurweite sperren und für die Füße anderer
Tragen mit anderer Spurweite freilassen.
3. Krankentragenbühne nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnete daß
am Ende der Schienen jeweils in Schienenlängsrichtung verlaufende Anschlagstücke oder
-zapfen (12) fest angeordnet sind, welche in Tragenquerrichtung verlaufende Fußteile
eines Tragentyps bei eingeschobener Trage übergreifen und die Sollage anderer Tragen
durch Anschlag vorgeben.
4. Krankentragenbühne nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Riegelglieder Teile der Tragenfüße hinter- bzw. übergreifende Riegelschieber (6)
oder schwenkbare Riegelhebel (7 bis 9, 29,29') sind.
5. Krankentragenbühne, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Riegelglieder vorzugsweise federnde Anschläge (18,18") tragen, welche bei
arretierter Trage an deren Rahmen- oder Fußteilen in Tragenquerrichtung und/oder Längsrichtung
und/oder von oben anliegen und ein Bewegungsspiel der arretierten Krankentrage auf
der Tragenbühne mindern bzw. blockieren.
6. Krankentragenbühne nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge nur
an Riegelgliedern auf einer Seite der Tragenbühne angeordnet sind, so daß Füße der
Trage gegen eine Seitenwand einer der Führungsschienen schiebbar sind.
7. Krankentragenbühne nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die selbsttätigen Riegelglieder (7 bis 9,29,29') bei Längsverschiebung der Trage federnd
ein- bzw. ausrasten.
8. Krankentragenbühne nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die selbsttätigen
Riegelglieder (9,29,29') zur Auslenkung beim Vorbeilauf von Tragenfüßen Schrägflächen
(9',33') aufweisen.
9. Krankentragenbühne nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Riegelhebel
um eine zur Tragenbühne senkrechte Achse schwenkbar sind und ein etwa senkrecht zur
Auslenkrichtung nach unten weisendes Anschlagstück (34) tragen, welches in Riegelstellung
von oben Fußteile von Tragen übergreift (Fig. 8).
10. Krankentragenbühne, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Riegelhebel C-förmig bzw. hakenförmig und um eine quer zur Schienenlängsachse
verlaufende Achse schwenkbar sind und in Riegelstellung durch eine Öffnung (27) in
die Führungsschienen (2,3) - vorzugsweise von einer Seite - hineinragen und mit ihrem
freien Ende (28) ein zur Schienenlängsachse quer verlaufendes Fußteil hakenförmig
übergreifen.
11. Krankentragenbühne nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß das gemeinsame Betätigungsorgan eine vorzugsweise in Längsrichtung der Tragenbühne
angeordnete Welle (13) aufweist, an der mit den Riegelgliedern über Schubstangen (16)
gelenkig gekoppelte Arme (15) drehfest angeordnet sind, welche vorzugsweise in Riegelstellung
eine durch Anschlag od.dgl. begrenzte Übertotpunktlage einnehmen.
12. Krankentragenbühne nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Tragenbühne einen in fahrzeugfesten Führungen (36) längsverschiebbaren Wagen
(35) mit wippenartig darauf angeordneten, um die Wagenquerachse schwenkbaren Führungsschienen
(2,3) für die Krankentrage aufweist.
13. Krankentragenbühne nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Wippe den
Wagen verlängernd an diesem angeordnet und bei in Längsrichtung des Fahrzeuges zurückgezogenem
Wagen zum Abnehmen bzw. Aufsetzen der Krankentrage nach unten durch Schwenkung absenkbar
ist (Fig. 9).
14. Krankentragenbühne nach einem der Ansprüche 12 und 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wippe und der Wagen mit einer Gasdruckfeder (40,40') oder einem Servomotor,
z.B. einem elektrischen oder hydraulischen Stellmotor, miteinander verbunden sind.