[0001] Die Erfindung betrifft einen Kraftschrauber mit einem Schlüsselkopf, in welchem ein
mit einem Schraubenkopf verbindbarer Ring gelagert ist, einer Mitnahmevorrichtung,
die den Ring nur in der einen Drehrichtung des Schlüsselkopfes mitnimmt,und mit einer
Kolben-zylinder-Einheit, die mit ihrem einen Ende gegen einen Ansatz des Schlüsselkopfes
und mit ihrem anderen Ende gegen ein Stützelement drückt, welches an dem Schlüsselkopf
schwenkbar gelagert ist.
[0002] Ein bekannter Kraftschrauber dieser Art (DE-OS 27 46 632) weist eine Kolben-Zylinder-Einheit
auf, deren Kolben annähernd rechtwinklig zu dem Ansatz des Schlüsselkopfes verläuft
und deren Zylinder weit von dem Schlüsselkopf absteht. Das rückwärtige Ende des Zylinders
legt sich gegen das Stützelement, das sich seinerseits an einem Festpunkt, z.3. einer
benachbarten Schraube, abstützt. Der Zylinder schließt mit dem Stützelement einen
sehr spitzen Winkel ein. Zur Aufnahme der Längskräfte des Zylinders sind daher Seitenbleche
vorgesehen, die einerseits an dem Zylinder und andererseits an dem Schraubenkopf angelenkt
sind. Um die Kolben-Zylinder-Einheit unterzubringen, sind bei dem bekannten Kraftschrauber
das Stützelement und die Seitenbleche wesentlich länger als der Ansatz des Schlüsselkopfes.
Der Kraftschrauber erhält somit relativ große Abmessungen und ein hohes Gewicht. Die
Verwendbarkeit eines Kraftschraubers hängt aber im wesentlichen davon ab, daß er klein
genug ist, um auch an Stellen eingesetzt werden zu können, bei denen ein großes Gerät
nicht angesetzt werden kann,und daß er ein geringes Gewicht hat, um leicht an eine
Schraube angesetzt bzw. umgesetzt werden zu können.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Kraftschrauber der eingangs genannten
Art zu schaffen, der kleine Abmessungen hat und gegenüber den bekannten Geräten leichtgewichtig
ausgeführt werden kann.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die wirksamen Längen
des Stützelementes einerseits und des Ansatzes des Schlüsselkopfes andererseits, jeweils
bezogen auf den Mittelpunkt des Schlüsselkopfes, sich um weniger als den Faktor 1,5
voneinander unterscheiden und insbesondere im wesentlichen gleich groß sind.
[0005] Dadurch, daß die wirksamen Längen der beiden Teile,an denen die Kolben-Zylinder-Einheit
angreift, im wesentlichen gleich groß sind, wird die Kraft der Kolben-Zylinder-Einheit
gut ausgenutzt, da die Kolben-Zylinder-Einheit gewissermaßen die Basis eines gleichschenkligen
Dreiecks bildet. Infolge des günstigen Kräfteverlaufs kann die Kolben-Zylinder-Einheit
relativ klein ausgebildet werden. Durch das sich ergebende kleine Format des gesamten
Kraftschraubers ergibt sich eine bessere Handhabungsmöglichkeit. Dadurch, daß die
Kolben-Zylinder-Einheit unter einem relativ großen Winkel an dem Ansatz des Schlüsselkopfes
angreift, sind zusätzliche Seitenbleche, die die Zugspannungen zwischen dem rückwärtigen
Ende der Kolbenzylindereinheit und dem Schlüsselkopf aufnehmen, nicht erforderlich.
[0006] Die Länge des Stützelementes und des Ansatzes des Schlüsselkopfes müssen nicht genau
gleich sein. Es reicht vielmehr aus, wenn beide Längen in der gleichen Größenordnung
sind, die ungefähr dadurch begrenzt werden kann, daß sich beide Längen um weniger
als den Faktor 1,5 unterscheiden. Vorzugsweise beträgt der Faktor, um den sich die
beiden Längen unterscheiden, jedoch weniger als 1,2.
[0007] Eine erhebliche Verringerung der Baugröße und eine Vereinfachung der Herstellung
ergibt sich in vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung dadurch, daß der Zylinder
der Kolben-Zylinder-Einheit starr mit dem Ansatz des Schlüsselkopfes verbunden ist
und daß die an dem Stützelement gelenkig angreifende Kolbenstange ebenfalls gelenkig
an der Rückseite des Kolbens angreift. Dabei wird keine separate Kolben-Zylinder-Einheit
benötigt, sondern der Zylinder ist gewissermaßen in den Ansatz des Schlüsselkopfes
integriert. Der Kolben wird somit unmittelbar aus dem Ansatz des Schlüsselkopfes ausgefahren
und gegen das Stützelement gedrückt.
[0008] Da bei fester Verbindung oder einstückiger Ausbildung von Schlüsselkopf und Zylinder
der Zylinder keine Verschwenkung relativ zu dem Schlüsselkopf ausführen kann, muß
das kolbenseitige Ende der Kolbenstange gelenkig mit dem Kolben verbunden sein, so
daß die Kolbenstange über ein erstes Gelenk mit dem Stützelement und über ein zweites
Element mit dem Kolben verbunden ist, und sich entsprechend der jeweiligen Hubposition
des Kolbens in ihrem Winkel frei einstellen kann.
[0009] Um die erforderlichen Schwenkbewegungen der Kolbenstange zu ermöglichen, ist in vorteilhafter
Weiterbildung der Erfindung die Kolbenstange auf einem wesentlichen Teil ihrer Länge
von einem fest mit dem Kolben verbundenen Mantel mit Abstand umgeben, der durch eine
abgedichtete Öffnung aus dem Zylinder herausführt. Innerhalb des Mantels hat die Kolbenstange
genügend Bewegungsfreiheit, um sich auf die verschiedenen Stellungen des Stützelementes
und des Schlüsselkopfes relativ zueinander einstellen zu können. Der Kolben selbst
hat nur eine . relativ kurze axiale Länge und an ihm greift, noch im Inneren des Zylinders,
die verschwenkbare Kolbenstange an. Dies führt zu einer kurzen Baulänge der Kolben-Zylinder-Einheit,
weil der erforderliche Gelenkpunkt sich im Inneren des Zylinders unmittelbar am Kolben
oder in Höhe des Kolbenbodens befindet.
[0010] Bei der Arbeitsbewegung des Kolbens, also wenn der Ansatz des Schlüsselkopfes und
das Stützelement auseinandergedrückt werden, wird eine relativ große Kolbenkraft benötigt.
Die für den Rückhub des Kolbens erforderliche Kraft ist dagegen viel kleiner. Wenn
der Zylinder als doppelt wirkender Zylinder ausgebildet ist, dessen beide Fluidanschlüsse
wechselweise mit einer Druckleitung und einer Rücklaufleitung verbindbar sind, dann
hat durch den die Kolbenstange umgebenden Mantel die rückwärtige Zylinderkammer ein
relativ kleines Volumen und auch die rückwärtige Kolbenfläche ist ziemlich klein.
Der Kolben kann daher mit einer geringen Fluidmenge wieder in die Rückzugsstellung
gebracht werden, so daß der Rückhub mit größerer Geschwindigkeit und geringerer Fluidmenge
durchgeführt wird als der Arbeitshub.
[0011] Wenn die Kolben-Zylinder-Einheit nahe an dem Ring angeordnet ist, ergeben sich kurze
Hebelwege und zur Aufbringung des erforderlichen Drehmomentes ist eine große Kraft
erforderlich. Die Gelenke der Kolben-Zylinder-Einheit müssen daher einer hohen Beanspruchung
standhalten. Um dies zu erreichen, weist die Kolbenstange an mindestens einem Ende
eine kalottenförmige Ausnehmung auf, in der eine Kugel sitzt, die in einer entsprechenden
Ausnehmung des Stützteiles bzw. des Kolbens abgestützt ist. Überraschenderweise hat
sich herausgestellt, daß bei einer Abstützung mittels einer Kugel,die in zwei Kalotten
liegt, ein Gelenk, das einer bestimmten Belastung standhalten muß, mit wesentlich
kleineren Abmessungen realisiert werden kann als bei üblichen Gelenkkonstruktionen.
Dies wird darauf zurückgeführt, daß bei einer Kugel nach anfänglicher Deformierung
eine vollflächige Anlage der betreffenden Teile erfolgt, so daß die zu übertragende
Last sich besser verteilt als beispielsweise bei einem zylindrischen Bölzen einer
Gelenkverbindung. Auch die Anpassung an die kraftübernehmenden bzw. die die Kraft
weiterleitenden Bauteile ist ausgezeichnet, da eine perfekte Anpassung in jeder Richtung
erfolgt und keine Scherwirkungen auftreten.
[0012] Um eine Schraube, die kein großes Widerstandsmoment aufbringt, nicht durch zahlreiche
Hübe der Kolben-Zylinder-Einheit bewegen zu müssen, sondern kontinuierlich drehen
zu können, ist gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung an dem Schlüsselkopf
ein Zahnrad gelagert, das mit einer Verzahnung des Ringes in Eingriff ist und unabhängig
von einer Betätigung der Kolben-Zylinder-Einheit in der einen Drehrichtung gedreht
werden kann.
[0013] Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme
auf die Figuren näher erläutert.
[0014] Es zeigen:
Figur 1 einen schematischen Längsschnitt durch einen Kraftschrauber und
Figur 2 einen Schnitt entlang der Linie II-II der Figur 1.
[0015] Der dargestellte Kraftschrauber weist einen Schlüsselkopf 10 auf, der eine im wesentlichen
kreisrunde Ausnehmung 11 besitzt, in der ein Ring 12 drehbar gelagert ist. Der Ring
12 ist an seiner Außenfläche zylindrisch ausgebildet und er trägt dort im Mittelbereich
seiner Länge eine Außenverzahnung 13. Zu beiden Seiten der Außenverzahnung 13 weist
der Ring 12 zylindrische Lagerflächen 14 und 15 auf. Das Innere des Ringes 12 ist
als Sechskant-Kanal 16 oder als ein anderes unrundes Innenprofil ausgebildet. In den
Sechskant-Kanal 16 kann beispielsweise eine Schlüsselnuß eingesteckt werden, die auf
diese Weise drehfest mit dem Ring 12 verbunden werden kann.
[0016] Wie insbesondere Figur 2 zeigt, weist der Schlüsselkopf 10, der den Ring 12 auf einem
erheblichen Teil des Umfangs umschließt, eine umlaufende innere Nut 17 auf, die Raum
zur Aufnahme der Außenverzahnung 13 des Ringes 12 bietet. Die beidseitig der Ringnut
17 befindlichen Flächen 11 laufen auf den Lagerflächen 14 und 15 des Ringes 12, so
daß der Schlüsselkopf 10 und der Ring 12 relativ zueinander zentriert sind.
[0017] Der Schlüsselkopf 10 weist einen radial abstehenden Ansatz 18 auf, der die Zylinderbohrung
19 der Kolbenzylindereinheit 20 sowie eine Ratsche 21 enthält.
[0018] Der Schlüsselkopf 10 ist, mit Ausnahme des Ansatzes 18, von dem Stützring 22 des
Stützelementes 23 umschlossen. Der Stützring 22 ist im Querschnitt U-förmig gestaltet,
wobei die Stirnseiten seiner Schenkel auf den Lagerflächen 14, 15 des Ringes 12 gleiten.
Der Stützring 22 umschließt den Schlüsselkopf 10, weist jedoch eine öffnung zum Durchtritt
des Ansatzes 18 auf. Das Stützelement 23 besteht aus einer Platte, die etwa tangential
zu dem Schlüsselkopf 10 bzw, zu dem Ring 12 verläuft und die mit den seitlichen Platten
24 eine U-förmige Struktur bildet. Wie Figur 1 zeigt, ragt der Ansatz 18 zwischen
die seitlichen Platten 24 des Stützelementes 23.
[0019] In der Zylinderbohrung 19 des Ansatzes 18 ist der Kolben 25 verschiebbar. Der Kolben
ist mit Dichtungen 26 gegen die Zylinderwand abgedichtet und weist an seiner Rückseite
eine kalottenförmige Ausnehmung 27 auf, in die eine passende Stahlkugel 28 eingesetzt
ist. Gegen die Stahlkugel 28 drückt die Kolbenstange 29, die an ihrem stirnseitigen
Ende ebenfalls eine kalottenförmige Ausnehmung 30 aufweist. Die Stahlkugel 28 bildet
auf diese Weise zusammen mit den kalottenförmigen Ausnehmungen 27 und 30 ein auf Druck
zu beanspruchendes Gelenk.
[0020] Ein ähnliches Gelenk befindet sich am anderen Ende der Kolbenstange 29. Dieses Gelenk
besteht aus einer Kugel 31, die in einer kalottenförmigen Ausnehmung 32 des Endes
der Kolbenstange 29 und einer kalottenförmigen Ausnehmung 33 des Stützelementes 23
sitzt.
[0021] Die Kolbenstange 29 ist von einem zylindrischen Mantel 34 umgeben, der fest mit dem
Kolben 25 verbunden ist. Das Ende der Zylinderbohrung 19 ist durch eine Buchse 35
verschlossen und gegenüber dem Mantel 34 mit Dichtungen 36 abgedichtet. Der Zylinder
der Kolben-Zylinder-Einheit 20 ist als doppelt wirkender Zylinder ausgebildet und
mit einer ersten Anschlußleitung 37 und einer zweiten Anschlußleitung 38 verbunden.
Wenn die erste Anschlußleitung 37 mit Druck beaufschlagt wird, dient die zweite Anschlußleitung
38 als Rücklaufleitung und umgekehrt. Die erste Anschlußleitung 37 führt in das rückwärtige
Ende der Zylinderbohrung 19 und die zweite Anschlußleitung38 in das vordere Ende der
Zylinderbohrung 19 hinein. Die zu den Anschlüssen führendenLeitungen sind nicht dargestellt.
Der Mantel 34 ist mit dem Stützelement 23 durch eine (nicht dargestellte) Feder verbunden,
um zu verhindern, daß der Ansatz 18 und das Stützelement auseinandergeschwenkt werden.
[0022] Wie Figur 1 zeigt, sind die Abstände der Kugeln 28 und 33 vom Mittelpunkt des Ringes
12 bzw. des Schlüsselkopfes 10 ungefähr gleich. Wenn durch den Einlaß 37 Druck in
die Zylinderbohrung 19 eingeleitet wird, wird der Kolben 25 (gemäß Figur 2 nach links)
ausgefahren. Wenn das Stützelement 23 gegen ein(nicht dargestelltes) festes Widerlager
gelegt wird, wird der Ansatz 18 im Uhrzeigersinn um den Mittelpunkt des Ringes 12
herum gedreht. Der Angriffspunkt des Druckes an dem Ansatz 18 liegt im Mittelpunkt
40 der Stirnfläche der Zylinderbohrung. Der Abstand des Punktes 40 vom Mittelpunkt
des Ringes 12 ist nicht wesentlich größer als der Abstand der Kugel 31 vom Mittelpunkt
des Ringes 12, so daß die Kolben-Zylinder-Einheit das Stützelement 23 und den Arm
18 wirksam auseinanderdrückt.
[0023] Die Ratsche 21, die bei einer Schwenkbewegung des Schlüsselkopfes 10 den Ring 12
nur in einer Richtung (im Uhrzeigersinn) mitnimmt, in der Gegenrichtung aber einen
freien Rücklauf des Schlüsselkopfes ermöglicht, ist bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel
ebenfalls in dem abstehenden Ansatz 18 des Schlüsselkopfes 10 untergebracht. Sie besteht
aus einem Verzahnungssegment 41, das in einem Hohlraum 42 des Schlüsselkopfes 10 untergebracht
ist und mit seinen Zähnen in die Außenverzahnung 13 des Ringes 12 eingreift. Das Verzahnungssegment
41 weist an seiner Rückseite entlang einer Schrägschulter eine kalottenförmige Ausnehmung
43 auf, in die eine Kugel 44 eingesetzt ist.
[0024] Die Kugel ragt ferner in eine kalottenförmige Ausnehmung 45 an der Stirnseite eines
Druckstückes 46 hinein. Das rückwärtige Ende des Druckstückes 46 ist ebenfalls mit
einer Kugel 47, die in zwei Kalottenschalen 48, 49 sitzt, an einem Schraubstück 50
abgestützt. Das Druckstück 46 ist in einer Bohrung 51 des Ansatzes 18 untergebracht.
Das äußere Ende dieser Bohrung ist mit einem Gewinde versehen und mit dem Schraubstück
50 verschlossen. Das innere Ende der Bohrung 51 mündet in den Hohlraum 42.
[0025] Die Bohrung 51 verläuft so, daß die Verlängerung ihrer Achse den Kreis der Außenverzahnung
13 des Ringes 12 als Sekante schneidet. Diese Sekante verläuft etwas außerhalb der
Mitte des senkrecht auf ihr stehenden Radius.
[0026] Da der Durchmesser der Bohrung 51 so groß ist, daß das Druckstück 46 Pendelbewegungen
in der Bohrung 51 ausführen kann, kann das Verzahnungssegment 41 sich aus dem Eingriff
der Außenverzahnung 13 lösen. Wird der Ansatz 18 jedoch imUhrzeigersinn verschwenkt,
dann wirkt das Druckstück 46 mit den durch die Kugeln 44 und 47 gebildeten Gelenken
als Kniehebelmechanismus, durch den das Verzahnungssegment 41 in die Verzahnung 13
hineingepreßt wird. Auf diese Weise erfolgt bei einer Drehung des Schlüsselkopfes
10 im Uhrzeigersinn eine Mitnahme des Ringes 12 über die Ratsche 21.
[0027] Bei einer Drehung des Schlüsselkopfes 10 im Gegenuhrzeigersinn löst sich dagegen
das Verzahnungssegment 41 aus seinem Eingriff mit der Verzahnung 13, so daß bei dieser
Bewegung keine Mitnahme erfolgt.
[0028] Da die Drehung des Ringes 12 durch zahlreiche Hübe des Kolbens 25 relativ langsam
vor sich geht, ist im Inneren des Schlüsselkopfes ein Zahnrad 55 gelagert, das mit
der Außenverzahnung 13 des Ringes 12 in Eingriff steht. Das Zahnrad 55 ist frei drehbar
an dem Schlüsselkopf 10 gelagert und steht in Eingriff mit einem weiteren Zahnrad
56, das ebenfalls an dem Schlüsselkopf 10 gelagert ist. Das zweite Zahnrad 56 weist
einen Innenvierkant 57 auf, in den ein Werkzeug eingesteckt werden kann, um den Ring
12 manuell zu drehen. Auf diese Weise ist es möglich, Schrauben mit geringem Drehmoment
anzuziehen, bevor das eigentliche Festziehen durch die Kolben-Zylinder-Einheit 20
erfolgt.
1. Kraftschrauber mit einem Schlüsselkopf, in welchem ein mit einem Schraubenkopf
verbindbarer Ring gelagert ist, einer Mitnahmevorrichtung, die den Ring nur in der
einen Drehrichtung des Schlüsselkopfes mitnimmt, und mit einer Kolben-Zylinder-Einheit,
die mit ihrem einen Ende gegen einen festen Ansatz des Schlüsselkopfes und mit ihrem
anderen Ende gegen ein Stützelement drückt, welches an dem Schlüsselkopf schwenkbar
gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß die wirksamen Längen des Stützelementes
(23) einerseits und des Ansatz (18) des Schlüsselkopfes (10) andererseits, jeweils
bezogen auf den Mittelpunkt des Schlüsselkopfes (10), sich um weniger als den Faktor
1,5 voneinander unterscheiden und insbesondere im wesentlichen gleich groß sind.
2. Kraftschrauber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder (19) der
Kolben-Zylinder-Einheit (20) starr mit dem Ansatz (18) des Schlüsselkopfes (10) verbunden
ist und daß die an dem Stützelement (23) gelenkig angreifende Kolbenstange (29) ebenfalls
gelenkig an der Rückseite des Kolbens (25) angreift.
3. Kraftschrauber nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange (29)
auf einem wesentlichen Teil ihrer Länge von einem fest mit dem Kolben (25) verbundenen
Mantel (34) mit Abstand umgeben ist, der durch eine abgedichtete Öffnung aus dem Zylinder
(19) herausführt.
4. Kraftschrauber nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Zylinder (19) ein doppelt wirkender Zylinder ist, dessen beide Fluidanschlüsse (37,
38) wechselweise mit einer Druckleitung und einer Rücklaufleitung verbindbar sind.
5. Kraftschrauber nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange
(29) an mindestens einem Ende eine kalottenförmige Ausnehmung (30, 32) aufweist, in
der eine Kugel (28, 31) sitzt, die in einer entsprechenden Ausnehmung (27, 33) des
Stützelementes (23) bzw. des Kolbens (25) abgestützt ist.
6. Kraftschrauber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Gelenkpunkte der Kolbenstange (29) bei einer bestimmten Kolbenstellung
im gleichen Abstand vom-Mittelpunkt des Schlüsselkopfes (10) angeordnet sind,
7. Kraftschrauber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Schlüsselkopf (10) ein Zahnrad (55) gelagert ist, das mit einer Verzahnung
(13) des Ringes (12) in Eingriff ist und unabhängig von einer Betätigung der Kolben-Zylinder-Einheit
(20) in der einen Drehrichtung gedreht werden kann.