(19)
(11) EP 0 035 694 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
31.08.1983  Patentblatt  1983/35

(21) Anmeldenummer: 81101345.7

(22) Anmeldetag:  25.02.1981
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3D06L 3/12

(54)

Mischungen von optischen Aufhellern

Mixtures of optical brighteners

Mélanges d'agents de blanchiment optique


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI NL SE

(30) Priorität: 07.03.1980 DE 3008812

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
16.09.1981  Patentblatt  1981/37

(71) Anmelder: HOECHST AKTIENGESELLSCHAFT
65926 Frankfurt am Main (DE)

(72) Erfinder:
  • Martini, Thomas, Dr.
    D-6232 Bad Soden am Taunus (DE)
  • Rösch, Günter
    D-6232 Bad Soden am Taunus (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Es ist bekannt, dass Mischungen von optischen Aufhellern einen höheren Weissgrad ergeben können als die in gleicher Menge eingesetzten jeweiligen Einzelkomponenten. Ein solcher Synergismus wurde bei Mischungen beobachtet, deren Einzelkomponenten sich in ihrer Nuance sehr wesentlich unterscheiden, so z.B. bei einer violettstichigen und einer blau-grünstichigen Einzelkomponente. Es wurde nun gefunden, dass ein derartiger Synergismus, der sich in einer Erhöhung des Weissgrades kundtut, auch bei solchen Aufhellern auftritt, die sich in ihrer Nuance nur geringfügig unterscheiden.

    [0002] Gegenstand der Erfindung sind Mischungen von optischen Aufhellern bestehend aus

    a) 1 bis 99 Gew.-% einer oder mehrerer Verbindungen der Formel 1,

    worin R1, R2 gleich oder verschieden sein können und Wasserstoff oder Alkyl bedeuten, und

    b) 99 bis 1 Gew.-% einer oder mehrerer Verbindungen der Formel 2

    wobei

    n 0 oder 1,

    X ein Sauerstoff- oder Schwefelatom,

    R3 und R4 gleiche oder verschiedene Reste aus der Gruppe Wasserstoff-, Fluor- oder Chloratome, Phenyl, Trifluormethyl, C1-C9-Alkyl, Alkoxy, Dialkylamino, Acylamino, Cyano, Carboxy, Carboalkoxy, Carbonsäureamid, Sulfonsäure, Sulfonsäureamid oder Sulfonsäurealkylester bedeuten, wobei zwei benachbarte Reste R3 und R4 zusammen auch für einen Benzoring, eine niedere Alkylen- oder eine 1,3-Dioxapropylengruppe stehen können,

    B Cyano, eine Gruppe der Formel -COORs oder CONR5R5, wobei R5 Wasserstoff, C1-C18-Alkyi, Cycloalkyl, Aryl, Alkylaryl, Halogenaryl, Aralkyl, Alkoxyalkyl, Halogenalkyl, Hydroxyalkyl, Alkylaminoalkyl, Carboxyalkyl oder Carboalkoxyalkyl bedeutet oder zwei Alkyl- bzw. Alkylenreste unter der Bedeutung von R5 zusammen mit dem Stickstoffatom auch einen Morpholin-, Piperidin- oder Piperazinring bilden können, bedeutet, oder

    B eine Gruppe der Formeln

    oder

    bedeutet

    wobei R6 eine geradkettige oder verzweigte Alkylgruppe mit 1-18 C-Atomen, vorzugsweise 1-6 C-Atomen, die durch Hydroxylgruppen, Halogenatome, Alkoxy-, Dialkylamino-, Alkylmercapto-, Chloraryloxy-, Aryloxy-, Arylmercapto- oder Arylreste substituiert sein kann, wobei im Falle der Dialkylaminoalkylgruppen die beiden Alkylgruppen zusammen auch einen Morpholin-, Piperidin-oder Piperazinring bilden können, oder R6 eine Gruppe der Formel -(CH2CH20)"-R mit n 1, 2 oder 3 und R=H, Alkyl, eine Dialkylaminoalkoxyalkyl oder Alkylthioalkoxyalkylgruppe, wobei die Dialkylgruppen im Dialkylaminoalkoxyalkyl zusammen einen Piperidin-, Pyrrolidin-, Hexamethylenimen-, Morpholin- oder Piperazinring bilden können, oder R6 einen Rest der Formel

    bedeutet, worin Rg und R10 gleiche oder verschiedene Reste aus der Gruppe Wasserstoff, Fluor-oder Chloratome, Phenyl, Alkyl, Alkoxy, Acylamino, Cyano, Carboxy, Carboalkoxy, Carbonsäureamid, Sulfonsäure, Sulfonsäureamid oder Sulfonsäurealkylester, bedeuten, wobei zwei benachbarte Reste Rg und R10 zusammen auch für eine Alkylengruppe, einen ankondensierten Benzoring oder eine 1,3-Dioxapropylengruppe stehen können, R7 ein Wasserstoffatom, eine Triphenylmethylgruppe oder einen niederen Alkylrest bedeutet, der gegebenenfalls durch eine niedere Carbalkoxy-, Carbonamido-, Mono- oder Dialkylcarbonamido-, Carboxy- oder Benzoylgruppe substituiert ist und R8 eine Cyangruppe oder eine Gruppe der Formeln

    bedeutet, wobei R', R", R''' ein Wasserstoffatom, einen niederen Alkylrest oder einen Phenylrest bedeuten, und wobei die niederen Alkylreste durch Hydroxy-, niedere Alkoxy- niedere Dialkylamino- oder niedere Halogenatome, niedere Alkyl- oder niedere Alkoxygruppen substituiert sein können, und in der R", R'" auch zusammen einen gesättigten zweiwertigen Rest bilden können, Y=O, S oder N-R mit R=H oder (C, bis C4)-Alkyl bedeuten, oder B eine Gruppe der Formel

    bedeutet,

    worin X ein Sauerstoff- oder Schwefelatom, R11 einen Phenylring, der durch ein oder zwei Chloratome, ein oder zwei Alkyl- oder Alkoxyalkylgruppen, eine Phenyl-, Cyano-, Carboxy-, Carbalkoxy-, Carbonsäureamid-, Sulfonsäure-, Sulfonsäureamid- oder Sulfonsäurealkylestergruppe substituiert sein kann, bedeutet.



    [0003] Von den Verbindungen der Formel 1 sind die Verbindungen der Formel 1a bevorzugt,

    wobei R1' und R2' die oben angegebene Bedeutung für R1 und R2 haben. Von den Verbindungen der Formel 2 sind die Verbindungen der Formel 2a bevorzugt

    wobei R3' und R4' zusammen einen ankondensierten Phenylring oder in 5- und 7-Stellung Wasserstoff oder Chlor, Alkyl, Phenyl, X Sauerstoff oder Schwefel und B' eine Gruppe der Formeln



    bedeutet, wobei R6' Alkyl, Chloralkyl, Alkoxyalkyl, Hydroxyalkyl oder eine Gruppe der Formel -(CH2CH2O)n-R bedeutet, wobei n 1, 2 oder 3 und R Wasserstoff oder Alkyl ist, R11' Phenyl bedeutet, das durch ein oder zwei Chloratome, ein oder zwei Alkyl-, Alkoxyalkylgruppen, eine Phenyl-, Cyano-, Carbonsäure-, Carboalkoxy-, Carbonsäureamid-, Sulfonsäure-, Sulfonsäureamid-, oder Sulfonsäurealkylestergruppe substituiert sein kann, R8' Cyano oder Carboalkoxy und R7' Alkyl bedeutet.

    [0004] Ganz besonders bevorzugt sind von den Verbindungen unter der Formel 2 die Verbindungen der Formel

    wobei R3" und R4" Wasserstoff oder Alkyl, n 1 oder 0 und B" eine Gruppe der Formeln

    -CN oder -COOAlkyl
    und Rs" Alkyl oder Methoxyäthyl bedeutet. Von besonderer Wichtigkeit sind die folgenden Verbindungen unter der Formel 2:

    und







    [0005] Soweit nicht anders definiert, enthalten Alkyl-und Alkoxygruppen . sowie andere, davon abgeleitete Gruppen 1 bis 4 C-Atome.

    [0006] Die Verbindungen der Formel 1 sind aus der DE-PS 1 594 834 und die Verbindungen der Formel 2 aus der DE-OS 2 709 924 sowie aus den bekanntgemachten japanischen Patentanmeldungen Sho 51/40090 und Sho 70/4568 bekannt.

    [0007] Das Mischungsverhältnis für die einzelnen Komponenten liegt zwischen 1 und 99 Gew.-% für die Verbindung der Formel 1 und entsprechend 99 bis 1 Gew.-% für die übrige Verbindung der Formel 2. Diese Verbindungen der Formeln 1 bzw. 2 können einzeln aber auch in beliebiger Mischung untereinander eingesetzt werden, wobei das Mischungsverhältnis dieser Verbindungen untereinander gänzlich unkritisch ist und beliebig variiert werden kann. Bevorzugt ist ein Mischungsverhältnis von 50 bis 99 Gew.-% für die Verbindung der Formel 1 und 50 bis 1 Gew.-% der Verbindung der Formel 2.

    [0008] Das optimale Mischungsverhältnis aller Verbindungen hängt im Einzelfall von der Struktur der jeweiligen Verbindungen ab und lässt sich durch einfache Vorversuche unschwer ermitteln.

    [0009] Wie bei optischen Aufhellern üblich, werden die einzelnen Komponenten durch Dispergierung in einem flüssigen Medium z.B. Wasser in die Handelsform gebracht. Man kann dabei die einzelnen Komponenten jede für sich dispergieren und dann die Dispersionen zusammen geben. Man kann aber auch die Einzelkomponenten in Substanz miteinander mischen und dann gemeinsam dispergieren. Dieser Dispergiervorgang geschieht in üblicher Weise in Kugelmühlen, Kolloidmühlen, Perlmühlen oder Dispersionsknetern. Die erfindungsgemässen Mischungen eignen sich besonders zum Aufhellen von Textilmaterial aus linearen Polyestern, Polyamiden und Acetylcellulose. Man kann diese Mischungen aber auch mit gutem Ergebnis bei Mischgeweben verwenden, die aus linearen Polyestern und anderen synthetischen oder natürlichen Faserstoffen namentlich hydroxylgruppenhaltigen Fasern, insbesondere Baumwolle bestehen. Die Applikation dieser Mischungen geschieht dabei unter den für die Anwendung von optischen Aufhellern üblichen Bedingungen so beispielsweise nach dem Ausziehverfahren bei 90 °C bis 130 °C mit oder ohne Zusatz von Beschleunigern (Carriern) oder nach dem Thermosolverfahren. Die in Wasser unlöslichen Aufheller und die erfindungsgemässen Mischungen können auch in organischen Lösemitteln z.B. Perchlor- äthylen, fluorierten Kohlenwasserstoffen gelöst zum Einsatz kommen. Dabei kann das Textilmaterial im Ausziehverfahren mit der Lösemittelflotte, welche den optischen Aufheller gelöst enthält, behandelt werden, oder man imprägniert, pflatscht, sprüht das Textilgut mit der aufhellerhaltigen Lösemittelflotte und trocknet anschliessend bei Temperaturen von 120-220 °C, wobei der optische Aufheller dabei restlos in der Faser fixiert wird. Man erhält dabei eine hervorragend aufgehellte Ware mit ausgezeichneter Lichtbeständigkeit, sowie Beständigkeit gegenüber Oxidations-und Reduktionsmitteln, wobei der Weissgrad der Mischung deutlich höher ist als der Weissgrad, den man mit der gleichen Menge nur einer Verbindung der Formel 1 oder 2 erreicht.

    [0010] Die folgenden Beispiele illustrieren die Erfindung.

    Beispiel 1



    [0011] Gewebeabschnitte aus Polyester-Stapelfasern werden gewaschen, getrocknet und auf einem Foulard mit wässrigen Dispersionen imprägniert, die entweder nur einen Aufheller der Formel 1 oder 2 zum Vergleich oder ein Gemisch aus beiden Aufhellern im Gewichtsverhältnis 8 zu 2 bezogen auf die Wirksubstanz enthalten. Die Aufheller der Formel 1 werden einer handelsüblichen Dispersion entnommen (20%ige Einstellung). Die Aufheller der Formel 2 kommen in einer 10%igen Dispersion in Polyvinylalkohol zum Einsatz.

    [0012] Die Gesamtmenge an Aufheller beträgt 1,66 g/I. Das Material wird mit einem Foulard zwischen Rollen so abgequetscht, dass sich eine Feuchtigkeitsaufnahme von ca. 80% ergibt. Das so geklotzte Material wird anschliessend bei 110 °C getrocknet und auf einem Spannrahmen bei den in der Tabelle angegebenen Temperaturen thermosoliert. Dabei wurden die jeweils angegebenen Weissgrade nach Ganz erhalten. Die Weissgrade wurden mit einem Remissionsspektralphotometer Typ DMC-25 gemessen (Firma Carl Zeiss, Oberkochen). Die Nuance wurde nach der Formel N= - 1132.OX+725.OY+115,46 von Ganz bestimmt.

    Beispiel 1


    Komponente 1



    [0013] 

    80 Gew. %

    Komponente 2



    [0014] 

    20 Gew. %

    Komponente 3



    [0015] 

    20 Gew. %




    Beispiel 2



    [0016] 100 mg einer Mischung bestehend aus 80 Gew.-Teilen an Komponente 4

    und 20 Gew.-Teilen an Komponente 3 bzw. jeweils 100 mg der reinen Komponenten 3 und 4 werden in einer Mischung aus 5 ml Dimethylformamid und 5 ml eines 85 proz. Nonylphenol-oxethylats mit 22-26 Ethylenoxideinheiten klar gelöst und unter Rühren in 90 g Eiswasser gleichmässig zugegeben. Mit dieser Dispersion wird dann wie bei Beispiel 1 weitergearbeitet.

    [0017] Nach dem Thermosolieren auf PES-Stapelfasergewebe bei 190° und 30 s erhält man folgende Weissgrade:


    Beispiel 3



    [0018] Es wird gearbeitet wie in Beispiel 1 angegeben bei einer Thermosoliertemperatur von 200 °C. Es wurden eingesetzt

    a) 2 g/I des Aufhellers der Formel

    b) 2 g/1 des Aufhellers der Formel

    c) 2 g/I eines Gemischs aus 80 Gew.-% des Aufhellers unter a) und 20 Gew.-% des Aufhellers unter b).



    [0019] Es wurden folgende Weissgrade erzielt:




    Ansprüche

    1. Mischungen von optischen Aufhellern, dadurch gekennzeichnet, dass sie bestehend aus

    a) 1 bis 99 Gew.-% einer oder mehereren Verbindungen der Formel 1

    worin R, und R2 gleich oder verschieden sein können und Wasserstoff oder Alkyl bedeuten, und

    b) 99 bis 1 Gew.-% einer oder mehrerer Verbindungen der Formel 2

    wobei

    n 0 oder 1,

    X ein Sauerstoff- oder Schwefelatom,

    R3 und R4 gleiche oder verschiedene Reste aus der Gruppe Wasserstoff-, Fluor- oder Chloratome, Phenyl, Trifluormethyl, C1-C9Alkyl, Alkoxy, Dialkylamino, Acylamino, Cyano, Carboxy, Carboalkoxy, Carbonsäureamid, Sulfonsäure, Sulfonsäureamid oder Sulfonsäurealkylester bedeuten, wobei zwei benachbarte Reste R3 und R4 zusammen auch für einen Benzoring, eine niedere Alkylen- oder eine 1,3-Dioxapropylengruppe stehen können,

    B Cyano, eine Gruppe der Formel -COORs oder CONR5R5, wobei R5 Wasserstoff, C1-C18aAlkyl, Cycloalkyl, Aryl, Alkylaryl, Halogenaryl, Aralkyl, Alkoxyalkyl, Halogenalkyl, Hydroxyalkyl, Alkylaminoalkyl, Carboxyalkyl oder Carboalkoxyalkyl bedeutet oder zwei Alkyl- bzw. Alkylenreste unter der Bedeutung von R5 zusammen mit dem Stickstoffatom auch einen Morpholin-, Piperidin- oder Piperazinring bilden können; bedeutet, oder

    B eine Gruppe der Formeln

    oder

    bedeutet,

    wobei R6 eine geradkettige oder verzweigte Alkylgruppe mit 1-18 C-Atomen, vorzugsweise 1-6 C-Atomen, die durch Hydroxylgruppen, Halogenatome, Alkoxy-, Dialkylamino-, Alkylmercapto-, Chloraryloxy-, Aryloxy-, Arylmercapto- oder Arylreste substituiert sein kann, wobei im Falle der Dialkylaminoalkylgruppen die beiden Alkylgruppen zusammen auch einen Morpholin-Piperidin-oder Piperazinring bilden können, oder R6 eine Gruppe der Formel -(CH2CH2O)n-R mit n 1, 2 oder 3 und R=H, Alkyl, eine Dialkylaminoalkoxyalkyl-oder Alkylthioalkoxyalkylgruppe, wobei die Dialkylgruppen im Dialkylaminoalkoxyalkyl zusammen einen Piperidin-, Pyrrolidin-, Hexamethylenimen-, Morpholin- oder Piperazinring bilden können, oder R6 einen Rest der Formel

    bedeutet, worin Rg und R10 gleiche oder verschiedene Reste aus der Gruppe Wasserstoff, Fluor-oder Chloratome, Phenyl, Alkyl, Alkoxy, Acylamino, Cyano, Carboxy, Carboalkoxy, Carbonsäureamid, Sulfonsäure, Sulfonsäureamid oder Sulfonsäurealkylester, bedeuten, wobei zwei benachbarte Reste Rg und R10 zusammen auch für eine Alkylengruppe, einen ankondensierten Benzoring oder eine 1,3-Dioxapropylengruppe stehen können, R7 ein Wasserstoffatom, eine Triphenylmethylgruppe oder einen niederen Alkylrest bedeutet, der gegebenenfalls durch eine niedere Carbalkoxy-, Carbonamido-, Mono- oder Dialkylcarbonamido-, Carboxy- oder Benzoylgruppe substituiert ist und R8 eine Cyangruppe oder eine Gruppe der Formeln

    bedeutet, wobei R', R", R'" ein Wasserstoffatom, einen niederen Alkylrest oder einen Phenylrest bedeuten, und wobei die niederen Alkylreste durch Hydroxy-, niedere Alkoxy-, niedere Dialkylamino- oder niedere Trialkylammoniumgruppen und die Phenylgruppe durch Halogenatome, niedere Alkyl- oder niedere Alkoxygruppen substituiert sein können, und in der R", R'" auch zusammen einen gesättigten zweiwertigen Rest bilden können, Y=O, S oder N-R mit R=H oder (C, bis C4)-Alkyl bedeuten, oder B eine Gruppe der Formel

    bedeutet,

    worin X ein Sauerstoff- oder Schwefelatom, R11 einen Phenylring, der durch ein oder zwei Chloratome, ein oder zwei Alkyl- oder Alkoxyalkylgruppen, eine Phenyl-, Cyano-, Carboxy-, Carboalkoxy-, Carbonsäureamid-, Sulfonsäure-, Sulfonsäureamid- oder Sulfonsäurealkylestergruppe substituiert sein kann, bedeutet.


     
    2. Mischungen von optischen Aufhellern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Verbindung der Formel 1 eine Verbindung der Formel

    enthalten, wobei R1' und R2' die im Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen für R1 und R2 haben.
     
    3. Mischungen von optischen Aufhellern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Verbindung der Formel 2 eine Verbindung der Formel

    enthalten, wobei R3' und R4' zusammen einen ankondensierten Phenylring oder in 5- und 7-Stellung Wasserstoff oder Chlor, Alkyl, Phenyl, X Sauerstoff oder Schwefel und B' eine Gruppe der Formeln



    bedeutet, wobei Rs' Alkyl, Chloralkyl, Alkoxyalkyl, Hydroxyalkyl oder eine Gruppe der Formel -(CH2CH2O)n-R bedeutet, wobei 1, 2 oder 3 und R Wasserstoff oder Alkyl ist, R11' Phenyl bedeutet, das durch ein oder zwei Chloratome, ein oder zwei Alkyl-, Alkoxyalkylgruppen, eine Phenyl-, Cyano-, Carbonsäure-, Carboalkoxy-, Carbonsäureamid-, Sulfonsäure-, Sulfonsäureamid-, oder Sulfonsäurealkylestergruppe substituiert sein kann, R8' Cyano oder Carboalkoxy und R7' Alkyl bedeutet.
     
    4. Mischungen von optischen Aufhellern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Verbindung der Formel 2 eine Verbindung der Formel

    enthalten, wobei R3" und R4" Wasserstoff oder Alkyl n 0 oder 1 und B" eine Gruppe der Formeln

    -CN oder -COOAlkyl und Rs" Alkyl oder Methoxyäthyl bedeutet.
     
    5. Mischungen von optischen Aufhellern nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie 50 bis 99 Gew.-% einer Verbindung der Formel 1 und 50 bis 1 Gew.-% einer Verbindung der Formel 2 enthalten.
     


    Revendications

    1. Mélanges d'azureurs optiques, mélanges caractérisés en ce qu'ils sont constitués:

    a) de 1 à 99% en poids d'un ou plusieurs composés de formule 1:

    dans laquelle

    R1 et R2, qui peuvent être identiques ou différents, représentent chacun l'hydrogène ou un alkyle, et

    b) de 99 à 1% en poids d'un ou plusieurs composés répondant à la formule 2:

    dans laquelle

    n est égal à 0 ou à 1,

    X représente un atome d'oxygène ou de soufre,

    R3 et R4 qui peuvent être identiques ou différents, représentent chacun un atome d'hydrogène, de fluor ou de chlore, un radical phényle, trifluorméthyle, alkyle an C1-C9, alcoxy, dialkylamino, acylamino, cyano, carboxy, alcoxycarbonyle, carbamoyle, sulfo, sulfamoyle ou alcoxysulfonyle, deux radicaux R3 et R4 voisins pouvent également former un noyau benzo ou représenter un radical alkylène inférieur ou un radical dioxa-1,3 propylène,

    B représente un radical cyano, un radical -COORs ou un radical -CONR5R5 dans lesquels R5 représente l'hydrogène, un alkyle en C1-C18, un cycloalkyle, un aryle, un alkylaryle, un halogéno- aryle, un aralkyle, un alcoxyalkyle, un halogéno- alkyle, un hydroxyalkyle, un alkylamino-alkyle, un carboxyalkyle ou un alcoxycarbonylalkyle, deux radicaux alkyles ou alkylènes R5 portés par l'atome d'azote pouvant également former avec celui- ci un noyau de morpholine, de pipéridine ou de pipérazine, ou

    B représente un radical répondant à l'une des formules suivantes:

    dans lesquelles

    Rs représente un radical alkyle, linéaire ou ramifié, contenant de 1 à 18 atomes de carbone, de préférence de 1 à 6, radical qui peut porter des groupes hydroxy, des atomes d'halogènes ou des radicaux alcoxy, dialkylamino, alkylthio, chlor- alkyloxy, aryloxy, arylthio ou aryles, les deux radicaux alkyles d'un radical dialkylaminoalkyle pouvant également former ensemble un noyau de morpholine, de pipéridine ou de pipérazine, ou R6 représente un radical -(CH2CH20)n-R dans lequel n est égal à 1 à 2 ou 3 et R représente l'hydrogène ou un radical alkyle, dialkylamino-alcoxyalkyle ou alkylthioalcoxyalkyle, les deux radicaux alkyles d'un radical dialkylamino-alcoxyalkyle pouvant également former ensemble un noyau de pipéridine, de pyrrolidine, de perhydro-azépine, de morpholine ou de pipérazine, ou R6 représente un radical répondant à la formule:

    dans laquelle

    Rg et R10 représentent chacun, indépendamment l'un de l'autre, l'hydrogène, un atome de fluor, un atome de chlore ou un radical phényle, alkyle, alcoxy, acylamino, cyano, carboxy, alcoxycarbonyle, carbamoyle, sulfo, sulfamoyle ou alcoxysulfonyle, deux radicaux Rg et R10 voisins pouvant également former ensemble un radical alkylène, un noyau benzo condensé ou un radical dioxa-1,3 propylène, R7 représente un atome d'hydrogène, un radical triphénylméthyle ou un radical alkyle inférieur éventuellement porteur d'un radical alkoxycarbonyle inférieur ou d'un radical carbamoyle, monoalkylcarbamoyle, dialkylcarb- amoyle, carboxy ou benzoyle, et

    R8 représente un radical cyano ou un radical répondant à l'une des formules suivantes:

    dans lesquelles

    R', R" et R'" représentent chacun un atome d'hydrogène, un alkyle inférieur ou un phényle, les radicaux alkyles inférieurs pouvant porter des groupes hydroxy ou des radicaux alcoxy inférieurs, dialkylamino inférieurs ou trialkylammo- niums inférieurs et le radical phényle pouvant porter des atomes d'halogène ou des radicaux alkyles inférieurs ou alcoxy inférieurs, et

    R" et R'" peuvent également former ensemble un radical bivalent saturé, Y représente O, S ou N-R, le symbole R désignant H ou un alkyle en C1-C4, ou

    B représente un radical répondant à la formule:

    dans laquelle

    X représente un atome d'oxygène ou de soufre et R11 représente un noyau phényle éventuellement porteur d'un ou deux atomes de chlore, d'un ou deux radicaux alkyles ou alcoxyalkyles ou d'un radical phényle, cyano, carboxy, alcoxycarbonyle, carbamoyle, sulfo, sulfamoyle ou alcoxysulfonyle.


     
    2. Mélanges d'azureurs optiques selon la revendication 1, caractérisés en ce qu'ils contiennent, comme composé de formule 1, un composé répondant à la formule:

    dans laquell

    R3' et R2' ont les significations qui ont été données pour R1 et R2 à la revendication 1.


     
    3. Mélanges d'azureurs optiques selon la revendication 1, caractérisés en ce qu'ils contiennent, comme composé de formule 2, un composé répondant à la formule:

    dans laquelle

    R3' et R4' forment ensemble un noyau benzo condensé, ou, occupant les positions 5 et 7, représentent chacun l'hydrogène, le chlore, un alkyle ou un phényle, X représente l'oxygène ou le soufre et

    B' représente un radical répondant à l'une des formules suivantes:



    dans lesquelles

    R6' représente un radical alkyle, chloralkyle, alcoxyalkyle ou hydroxyalkyle ou un radical -(CH2CH2O)n-R dans lequel, n est un nombre égal à 1, à 2 ou à 3 et R représente l'hydrogène ou un alkyle, R11' représente un radical phényle éventuellement porteur d'un ou deux atomes de chlore, d'un ou deux radicaux alkyles ou alcoxy alkyles, ou d'un radical phényle, cyano, carboxy, alcoxycarbonyle, carbamoyle, sulfo, sulfamoyle ou alcoxy sulfonyle, Ra' représente un radical cyano ou alcoxy carbonyle et R7' représente un radical alkyle.


     
    4. Mélanges d'azureurs optiques selon la revendication 1, caractérisés en ce qu'ils contiennent, comme composé de formule 2, un composé répondant à la formule

    dans laquelle

    R3" et R4" représentent chacun l'hydrogène ou un radical alkyle, n est un nombre égal à 0 ou à 1 et B" représente un radical répondant à l'une des formules:

    -CN et -COOAlkyle où R6" représente un radical alkyle ou méthoxyéthyle.


     
    5. Mélanges d'azureurs optiques selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisés en ce qu'ils contiennent de 50 à 99% en poids d'un composé de formule 1 et de 50 à 1 % en poids d'un composé de formule 2.
     


    Claims

    1. Mixtures of optical brighteners consisting of

    a) 1 to 99 weight % of one or several compounds of the formula 1

    wherein R1 und R2 are identical or different and represent hydrogen or alkyl, and

    b) 99 to 1 weight % of one or several compounds of the formula 2

    wherein

    n ist 0 or 1,

    X is oxygen or sulfur

    R3 and R4, which may be identical or different, are a radical selected from the group consisting of hydrogen, fluorine or chlorine atoms, phenyl, trifluoromethyl, C1-C9 alkyl, alkoxy, dialkylamino, acylamino, cyano, carboxy, carboalkoxy, carboxamide, sulfonic acid, sulfonamide or sulfonic acid alkyl esters, two adjacent radicals R3 and R4 forming optionally together a benzo ring, lower alkylene or 1,3-dioxapropylene,

    B is cyano, a group of the formula -COORs or CONR5R5, in which R5 is hydrogen, C1-C18-alkyl, cycloalkyl, aryl, alkylaryl, haloaryl, aralkyl, alkoxyalkyl, haloalkyl, hydroxyalkyl, alkylaminoalkyl, carboxyalkyl or carboalkoxyalkyl, or two alkyl or alkylene radicals falling under the definition of R5 forming optionally, together with the nitrogen atom, a morpholine, piperidine or piperazine ring, or

    B is a group of the formulae

    or

    wherein

    R6 is straight-chain or branched alkyl with 1-18, preferably 1-6, C atoms, which may be substituted by hydroxy groups, halogen atoms, alkoxy, dialkylamino, alkylmercapto, chloroaryloxy, aryloxy, arylmercapto or aryl radicals, both alkyl radicals in the case of dialkylaminoalkyl forming optionally together a morpholine, piperidine or piperazine ring, or

    R6 is a group of the formula -(CH2CH2O)n-R in which n is 1, 2 or 3 and R is H, alkyl, dialkylaminoalkoxyalkyl or alkylthioalkoxyalkyl, the dialkyl groups of dialkylaminoalkoxyalkyl forming optio- natty together a piperidine, pyrrolidine, hexame- thyleneimine, morpholine or piperazine ring, or

    R6 is finally a radical of the formula

    wherein

    Rg and R10, which may be the same or different, represent a radicalselected from the group consisting of hydrogen, fluorine or chlorine atoms, phenyl, alkyl, alkoxy, acylamino, cyano, carboxy, carboalkoxy, carboxamide, sulfonic acid, sulfonamide or sulfonic acid alkyl esters, two adjacent radicals Rg and R10 forming optionally together an alkylene group, a fused benzo ring or a 1,3-dioxapropylene group,

    R7 is a hydrogen atom, triphenylmethyl or lower alkyl, which may be substituted by lower carbalkoxy, carboxamide, mono- or dialkylcarboxamide, carboxy or benzoyl and

    R8 is a cyano group or a group of the formulae

    wherein

    R', R" or R'" represent hydrogen, lower alkyl or phenyl, the lower alkyl radicals being optionally substituted by hydroxy, lower alkoxy, lower dialkylamino or lower trialkylammonium and the phenyl group being optionally substituted by halogen atoms, lower alkyl or lower alkoxy and R" and R''' forming optionally togehter a saturated bivalent radical,

    Y is 0, S or N-R in which R is hydrogen or C1-C4- alkyl or

    B is a group of the formula

    wherein

    X is oxygen or sulfur

    R11 is a phenyl ring, which may be substituted by one or two chlorine atoms, one or two alkyl or alkoxyalkyl groups, a phenyl, cyano, carboxy, carbalkoxy, carboxamide, sulfonic acid, sulfonamide or sulfonic acid alkyl ester groupe.


     
    2. Mixtures of optical brighteners as claimed in claim 1, containing as compound of the formula 1 a compound of the formula

    wherein

    R1' and R2' are defined as specified in claim 1.


     
    3. Mixtures of optical brighteners as claimed in claim 1, containing as compound of the formula 2 a compound of the formula

    wherein

    R3' and R4' form together a fused benzo ring or, when being in the 5 or 7 position, hydrogen, or chlorine, alkyl, phenyl,

    X is oxygen or sulfur and

    B' is a group of the formulae



    R6' is alkyl, chloralkyl, alkoxyalkyl, hydroxyalkyl or a group of the formula -(CH2CH2O)n-R in which n is 1, 2 or 3 and R is hydrogen or alkyl,

    R11' is phenyl, which may be substituted by one or two chlorine atoms, one or two alkyl or alkoxyalkyl groups, a phenyl, cyano, carboxyl, carboalkoxy, carboxamide, sulfonic acid, sulfonamide or sulfonic acid alkyl ester groupe,

    R8' is cyano or carboalkoxy and

    R7' is alkyl.


     
    4. Mixtures of optical brighteners as claimed in claim 1, containing as compound of the formula 2 a compound of the formula

    wherein

    R3" and R4" are hydrogen or alkyl, and

    n is 0 or 1 and

    B" is a group of the formulae

    -CN or -COOalkyl and R6" is alkyl or methoxyethyl.


     
    5. Mixtures of optical brighteners as claimed in any of claims 1 to 3, containing of from 50 to 99 weight % of a compound of the formula 1 and of from 50 to 1 weight % of a compound of the formula 2.