[0001] Die Erfindung betrifft eine mehrstufige Dampfturbine mit geschlossenem Kreislauf,
mit mindestens einem in einem geschlossenen Turbinengehäuse angeordneten Laufrad,
das mehrere innenliegende Lavaldüsen aufweist, die mit mehreren am Laufradumfang angeordneten
Lavaldüsen in Verbindung stehen.
[0002] Die Dampfturbine stellt seit etwa einem Jahrhundert die wichtigste Antriebsmaschine
in Wärmekraftwerken dar; sie hat erhebliche Bedeutung erlangt als Schiffsantrieb,
zum Antrieb von Pumpen, Kompressoren, Stromgeneratoren usw. Während in den ersten
50 Jahren dieses Zeitabschnitts eine rasche Entwicklung der Dampfturbine stattfand,
zeigt die technische Literatur, dass in den vergangenen 50 Jahren die Entwicklung
der Dampfturbine nicht mehr durch einschneidende Weiterentwicklungen gekennzeichnet
ist.
[0003] Von vielen Autoren wird die folgende systematische Einteilung der Dampfturbinen gewählt:
a) Bei der Aktionsturbine wird das gesamte Wärmegefälle des Dampfes an den Düsen des
gehäusefesten Leitrades umgesetzt;
b) bei der Reaktionsturbine erfolgt die Umsetzung des Wärmegefälles am Laufrad;
c) bei der Gegendruckturbine verlässt der Dampf die Turbine mit einem Druck, der über
dem Atmosphärendruck liegt;
d) der Abdampf der Kondensationsturbine wird einem Kondensator zugeführt, in dem Unterdruck
herrscht.
[0004] Es gibt auch Zwischenformen der Aktionsturbine und der Reaktionsturbine, wobei das
Wärmegefälle teilweise im Laufrad und teilweise im Leitrad umgesetzt wird.
[0005] Die erfindungsgemässe Dampfturbine ist als Gegendruck-Reaktionsturbine einzuordnen,
unterscheidet sich aber in wesentlichen Merkmalen von den herkömmlichen Turbinen dieser
Gruppe.
[0006] Bei jeder Dampfturbinen-Bauart ist es ein wesentliches Ziel, die Verluste gering
zu halten, um einen hohen Wirkungsgrad zu erreichen. Einen wesentlichen Anteil der
bei herkömmlichen Dampfturbinen auftretenden Verluste haben die sogenannten Spaltverluste,
die im Spalt zwischen dem Laufrad und dem Leitrad bzw. am Umfang des Laufrades auftreten.
Die Spaltverluste herkömmlicher Dampfturbinen können in der Grössenordnung von 7 bis
8% angenommen werden.
[0007] Weitere Verluste treten im Bereich von Dampfdichtungen auf, beispielsweise an den
Wellendichtungen, an einem Schubausgleichskolben usw. Abhängig von der Grösse der
Turbine müssen diese Verluste üblicherweise mit etwa 16 bis 22% angenommen werden.
[0008] Eine bekannte mehrstufige Dampfturbine der eingangs genannten Gattung (US-A-3 032
988) weist als Laufrad eine Trommel mit einem inneren und einem äusseren Mantel auf,
in denen jeweils mehrere Lavaldüsen angeordnet sind, wobei die Lavaldüsen des innenliegenden
Mantels eine erste Turbinenstufe und die Lavaldüsen des aussenliegenden Mantels eine
zweite Turbinenstufe bilden. Alle Lavaldüsen stehen mit einem gemeinsamen Hohlraum
zwischen den beiden Trommelmänteln in Verbindung.
[0009] Der Dampf fliesst daher bei dieser bekannten Turbine nicht kontinuierlich von einer
Lavaldüse der ersten Stufe zu einer Lavaldüse der zweiten Stufe, sondern ein Teil
des aus einer Lavaldüse der ersten Stufe austretenden Dampfes fliesst zwar durch die
Lavaldüse der zweiten Stufe, jedoch fliesst ein anderer Teil des Dampfes in den Raum
zwischen den beiden Trommelmänteln und verursacht dort nur Strömungsverluste. Der
aus den Lavaldüsen der ersten Stufe austretende Dampf trifft auf den Mantel der nächsten
Stufe, wobei der weitaus grösste Teil seiner kinetischen Energie verlorengeht. Erst
arschliessend fliesst der Dampf teilweise durch die äusseren Lavaldüsen und teilweise
in den Raum zwischen den beiden Trommelmänteln. Der Wirkungsgrad wegen den aufgezeigten
ungünstigen Strömungsverhältnissen und Spaltverlusten ist sehr gering.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es, eine mehrstufige Dampfturbine der im Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 umrissenen Gattung so auszuführen, dass der Wirkungsgrad wesentlich
verbessert wird, wobei insbesondere Spaltverluste zwischen den einzelnen Stufen eines
Laufrades vermieden werden sollen.
[0011] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass jeweils ein bogenförmig
gekrümmtes Rohr am Laufrad befestigt ist und unmittelbar anschliessend von einer der
innenliegenden Lavaldüsen ggf. über eine oder mehrere weitere Lavaldüsen kontinuierlich
zu einer der am Umfang angeordneten Lavaldüsen verläuft.
[0012] Durch die gekrümmten Rohre wird der Dampf kontinuierlich und ohne jegliche Spaltverluste
von einer innenliegenden Lavaldüse zu einer aussenliegenden Lavaldüse geleitet. Ggf.
können im Verlauf des Rohres weitere Lavaldüsen vorgesehen sein. Jegliche Spaltverluste
zwischen den hintereinander geschalteten Lavaldüsen sind ausgeschlossen, ebenso Strömungsverluste
durch scharfe Umlenkungen der Dampfströmung.
[0013] Der thermische Wirkungsgrad dieser Dampfturbine ist wesentlich höher als bei herkömmlichen
Konstruktionen, weil Spaltverluste und Dichtungsverluste weitgehend vermieden oder
zumindest stark herabgesetzt werden, so dass nur Reibungs-, Isolierungs- und Strömungsverluste
zu berücksichtigen sind, die zusammen nicht mehr als 4 bis 5% bei einer Dampfturbine
mittlerer Leistung betragen. Gegenüber einem durchschnittlichen Wirkungsgrad von 78%
einer herkömmlichen Gegendruckturbine und von 80% einer herkömmlichen Kondensationsturbine
bedeutet dies eine Wirkungsgradverbesserung um 12 bis 15%. Ausserdem ist die Konstruktion
der erfindungsgemässen Dampfturbine durch den Wegfall des Leitrades und der Schaufeln
des Laufrades einfacher und robuster als herkömmliche Konstruktionen, so dass nicht
nur die Herstellung einfacher und billiger ist, sondern auch die Betriebssicherheit
erhöht wird, weil Schäden infolge mechanischer Überbeanspruchung der Schaufeln ausgeschlossen
sind.
[0014] Neben dem Einsatz in Wärmekraftwerken ist die erfindungsgemässe Dampfturbine auch
für den Antrieb von Schiffen, Lokomotiven und anderen Fahrzeugen geeignet.
[0015] Die Verwendung von für überkritische Gefälle ausgelegten Düsen (sogenannten Lavaldüsen)
ist im Dampfturbinenbau an sich bekannt. Diese Düsen, deren kleinster Querschnitt
(sogenannter kritischer Querschnitt) im mittleren Düsenbereich liegt, ermöglicht die
Umsetzung eines grossen Wärmegefälles, weil im engsten Querschnitt der Dampf mit der
Schallgeschwindigkeit strömt, die den Zustandswerten an dieser Stelle zugeordnet ist.
[0016] In Weiterbildung des Erfindungsgedankens ist vorgesehen, dass die Dampfturbine mit
mehreren, auf einer gemeinsamen Läuferwelle angebrachten Laufrädern ausgeführt ist,
und dass jeweils der Dampfaustritt einer Stufe mit einem Hohlraum im Laufrad der folgenden
Stufe verbunden ist. Bei der erfindungsgemässen Dampfturbine kann diese mehrstufige
Ausführung, die zur Ausnutzung des gesamten zur Verfügung stehenden Wärmegefälles
erforderlich ist, in konstruktiv sehr einfacher Weise, nämlich ohne Leiträder verwirklicht
werden.
[0017] Gemäss einer weiteren Ausgestaltung des Erfindungsgedankens sind die am Umfang des
Laufrades aufeinanderfolgenden Lavaldüsen abwechselnd axial nach beiden Seiten aus
der Laufradebene leicht abgewinkelt. Dadurch wird erreicht, dass der aus einer Düse
austretende Dampfstrahl nicht auf die nachfolgende Düse aufprallt, sondern frei an
dieser vorbeiströmt. Trotz dieser axialen Abwinklung der einzelnen Düsen entsteht
keine resultierende Axialkraft, die einen Axialkraftausgleich erforderlich machen
würde, weil sich die von den abwechselnd nach beiden Seiten abgewinkelten Düsen erzeugten
Axialkräfte am Laufrad gegenseitig aufheben.
[0018] In einer insbesondere für Fahrzeuge, wie Lokomotiven und Schiffe, geeigneten Ausführungsform
der Erfindung ist vorgesehen, dass mindestens zwei Laufräder mit einander entgegengesetzten
Austrittsrichtungen der am Umfang angeordneten Lavaldüsen angeordnet sind, und dass
die beiden Laufräder wahlweise mit dem Hohlraum zur Dampfzufuhr verbindbar sind. Dadurch
wird in konstruktiv sehr einfacher Weise ohne die Notwendigkeit eines Schaltgetriebes
eine Drehrichtungsumkehr ermöglicht.
[0019] Zur Umsteuerung dieser Ausführungsform ist vorgesehen, dass zentral in den Laufrädern
bzw. in einer die Laufräder tragenden Läuferwelle ein axial bewegbarer Schieber angeordnet
ist, der wahlweise eines der beiden Laufräder gegenüber dem Hohlraum zur Dampfzufuhr
absperrt.
[0020] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass
der den Dampfaustritt der ggf. letzten Stufe verlassende Dampf im geschlossenen Kreislauf
über einen Druckregenerator und wieder zum Laufrad der ggf. ersten Stufe geführt wird.
Durch die Verwendung eines derartigen Druckregenerators, wie er beispielsweise aus
der DE-A-2 613 418 bekannt ist, wird ein besonders hoher Wirkungsgrad erreicht, weil
der Dampf im geschlossenen Kreislauf nicht kondensiert und das Wasser wieder verdampft
werden müsste. Stattdessen bleibt der Dampf in einer Dampfphase; durch Wärmezufuhr
wird sein Druck auf den am Turbineneinlass erwünschten Wert erhöht.
[0021] Die Erfindung wird nachfolgend an Ausführungsbeispielen näher erläutert, die in der
Zeichnung dargestellt sind. Es zeigt:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemässe Dampfturbine,
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie 11-11 in Fig. 1,
Fig. 3 in einem senkrechten Schnitt eine abgewandelte Ausführungsform einer Dampfturbine,
Fig. 4 einen vereinfachten Schnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 3 und
Fig. 5 eine Teil-Abwicklung des Laufradumfangs nach Fig. 4.
[0022] Bei der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Dampfturbine ist in einem zweiteiligen Turbinengehäuse
1' eine Läuferwelle 2' in Lagern 3' gelagert, die beispielsweise als Gleitlager aus
Weissrnetall ausgeführt sind. Auf der Läuferwelle 2' sind nebeneinander zwei scheibenförmige
Laufräder 6' und 6" angeordnet, die jeweils an ihrem Umfang mehrere, tangential gerichtete
Düsen 9' und 9" tragen, die als sogenannte Lavaldüsen mit einem Querschnitt ausgeführt
sind, der sich vom Düseneintritt bis zu einem engsten Querschnitt verringert und zum
Düsenaustritt hin wieder erweitert. Die Austrittsrichtung der Düsen 9' des einen Laufrades
6' und der Düsen 9" des anderen Laufrades 6" sind tangential entgegengesetzt.
[0023] Die Laufräder 6' und 6" sind in einer Gehäusekammer 10' des Turbinengehäuses 1' frei
drehbar angeordnet, die einen Dampfaustritt 11' aufweist.
[0024] An einem Ende des Turbinengehäuses 1' ist ein Deckel 24 angebracht, durch den zentral
eine Dampfzufuhrleitung 15' in einen zentralen Hohlraum 5' der Läuferwelle 2' führt.
Von dort gelangt der Dampf über tangential angeordnete Düsen 25, die ebenfalls als
Lavaldüsen für überkritisches Gefälle ausgelegt sind, in bogenförmig gekrümmte Rohre
7', die nach aussen zu den Düsen 9' bzw. 9" verlaufen.
[0025] In den auf dem Laufrad innenliegenden Düsen 25 erfolgt der Abbau des Wärmegefälles
des Dampfes in einer ersten Stufe. Die aussenliegenden Düsen 9' bzw. 9" bilden die
zweite Stufe. Vom Dampfaustritt 11' fliesst der Dampf zu einem Druckregenerator (in
Fig. 1 nicht dargestellt) und von dort im geschlossenen Kreislauf wieder in die Dampfzufuhrleitung
15'.
[0026] Abweichend von dem Ausführungsbeispiel, bei dem der Dampf nacheinander zwei Düsen
25 und 9' bzw. 9" durchströmt, können abhängig von der Grösse des Wärmegefälles auch
drei oder mehr Düsen hintereinandergeschaltet sein. Da die Düsen 9' des Laufrades
6' und die Düsen 9" des Laufrades 6" tangential entgegengesetzt sind, lässt sich die
Drehrichtung der Läuferwelle 2' dadurch ändern, dass wahlweise das Laufrad 6' oder
das Laufrad 6" mit Dampf beaufschlagt wird. Hierzu ist im Hohlraum 5' der Läuferwelle
2' ein Schieber 26 axial verschiebbar angeordnet, der an seinem der Dampfzufuhrleitung
15' zugekehrten Ende eine Büchse 27 aufweist, die über Stege 28 mit einem kolbenförmigen
Schieberteil 29 verbunden ist. Zwischen den Stegen 28 hindurch tritt der Dampf in
den Innenraum jeweils eines der Laufräder 6' bzw. 6" ein. Der Schieber 26 ist über
eine Kolbenstange 30 mit einem Kolben 31 verbunden. Ein Ring 32 umgibt die Kolbenstange
30 dichtend und kann auf seinen beiden Seiten abwechselnd mit hydraulischem Druck
über Hydraulikleitungen 33 beaufschlagt werden. Dadurch wird der Schieber 26 wahlweise
in eine seiner beiden axialen Endstellungen bewegt, so dass wahlweise das Laufrad
6' oder das Laufrad 6" mit Dampf beaufschlagt wird. Entsprechend kehrt sich die Drehrichtung
der Läuferwelle 2' um.
[0027] In Fig. 2 ist nur das eine Laufrad 6" dargestellt. Das andere Laufrad 6' ist vollständig
spiegelbildlich zum Laufrad 6" ausgeführt.
[0028] Wie man in Fig. 1 erkennt, besteht die Läuferwelle 2' aus zwei Hohlwellen 34 und
35, die zwischen sich die Laufräder 6' und 6" aufnehmen, wobei zwischen diesen beiden
Laufrädern noch ein Wellenzwischenstück 36 angeordnet ist. Die eine Hohlwelle 35 ist
mit einem Wellenzapfen 37 verbunden.
[0029] Die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Ausführungsform ist besonders für schwere Fahrzeuge
geeignet, wie Lokomotiven, Schiffe usw. Die Maschine benötigt keinen Regler. Es versteht
sich, dass die Dampfturbine mit hintereinandergeschalteten Düsen 25 und 6' nach den
Fig. 1 und 2 auch ohne Einrichtung zur Drehrichtungsumkehr ausgeführt sein kann, beispielsweise
mit mehreren nebeneinanderliegenden Laufrädern 6', die mit dem gemeinsamen Hohlraum
5' verbunden sind.
[0030] Die Fig. 3-5 zeigen eine abgewandelte Ausführung einer Dampfturbine zur Erläuterung
einzelner Unteransprüche, wobei nicht alle Merkmale des Patentanspruchs 1 verwirklicht
sind.
[0031] In einem Turbinengehäuse 1 ist eine Läuferwelle 2 an ihren Enden in Lagern 3, die
vorzugsweise als Wälzlager ausgeführt sind, drehbar gelagert. Auf der Welle 2 ist
eine Büchse 4 befestigt, die zwischen sich und der Welle 2 axial nebeneinander mehrere
abgeteilte, als Ringräume ausgeführte Hohlräume 5 einschliesst.
[0032] Auf der Büchse 4 sind mehrere scheibenförmige Laufräder 6 angebracht, die jeweils
mehrere radiale Rohre 7 aufweisen, die einerseits über Bohrungen 8 mit den Ringräumen
5 in Verbindung stehen und an ihrem äusseren Ende in Umfangsrichtung abgewinkelt und
dort jeweils mit einer Düse 9 (Fig. 4) verbunden sind, die als Lavaldüsen ausgeführt
sind.
[0033] Die Laufräder 6 sind jeweils in einer Gehäusekammer 10 des Turbinengehäuses 1 frei
drehbar angeordnet. Jede Gehäusekammer 10 weist einen Dampfaustritt 11 auf, der jeweils
über eine Zwischenkammer 12, mehrere radiale Gehäusebohrungen 13 und mehrere radiale
Bohrungen 14 der Büchse 4 mit einem der ringförmigen Hohlräume 5 in Verbindung steht.
Diese Öffnungen, durch die der Dampf strömt, können auch in der Art von Lavaldüsen
ausgeführt sein, wie in der Zeichnung dargestellt, um die Strömungsverluste gering
zu halten.
[0034] In Fig. 3 ist eine mehrstufige Dampfturbine dargestellt. Der Dampf gelangt durch
eine Dampfzufuhrleitung 15 durch eine Gehäusebohrung 16 und eine radiale Bohrung 17
der Büchse 4 in den Ringraum 5 der ersten Stufe. Nach dem Durchströmen der Düsen 9
des Laufrades 6 der ersten Stufe gelangt der Dampf durch den Dampfaustritt 11 in den
Ringraum 5 der zweiten Stufe usw., bis der Dampf durch den Dampfaustritt 11 der letzten
Stufe über eine Leitung 18 zu einem in Fig. 1 nur schematisch angedeuteten Druckregenerator
19 und von dort über eine Leitung 20 und einen Regler 21 im geschlossenen Kreislauf
wieder in die Dampfzufuhrleitung 15 gelangt.
[0035] Aus Fig. 5 erkennt man, dass die einzelnen Düsen 9 jeweils in einem flachen Winkel
zur Laufradebene angeordnet sind, so dass die aus den Düsen 9 austretenden Dampfstrahlen
nicht auf die jeweils benachbarte Düse 9 treffen. Die Düsen 9 sind an Stegblechen
22 angeschraubt bzw. mit diesen verschweisst. Auch die Rohre 7 sind mit diesen Stegblechen
22 verschweisst, so dass die einzelnen Laufräder 6 jeweils ein scheibenförmiges Bauteil
bilden. Die Abdichtung der einzelnen Turbinenstufen gegeneinander und gegen die Atmosphäre
erfolgt durch in Fig. 3 nur schematisch angedeutete Stopfbuchsen 23 oder ähnliche
Dichtungen.
[0036] Da sich der Dampf beim Durchströmen der einzelnen Stufen zunehmend ausdehnt, haben
die Rohre 7 aufeinanderfolgender Turbinenstufen unter Berücksichtigung der Kontinuitätsgleichung
zunehmend grössere Durchmesser.
Bezugszeichenliste
[0037]
Turbinengehäuse 1, 1'
Läuferwelle 2, 2'
Lager 3
Büchse 4
Ringraum 5, 5'
Laufrad 6, 6', 6"
Rohr 7, 7'
Bohrung 8
Düse 9, 9', 9"
Gehäusekammer 10, 10'
Dampfaustritt 11, 11'
Zwischenkammer 12
Gehäusebohrung 13
Bohrung 14
Dampfzufuhrleitung 15, 15'
Gehäusebohrung 16
Bohrung 17
Leitung 18
Druckregenerator 19
Leitung 20
Regler 21
Stegblech 22
Stopfbuchse 23
Deckel 24
Düsen 25
Schieber 26
Büchse 27
Stege 28
Schieberteil 29
Kolbenstange 30
Kolben 31
Ring 32
Hydraulikleitung 33
Hohlwelle 34
Hohlwelle 35
Wellenzwischenstück 36
Wellenzapfen 37
1. Mehrstufige Dampfturbine mit geschlossenem Kreislauf, mit mindestens einem in einem
geschlossenen Turbinengehäuse (1, 1') angeordneten Laufrad (6, 6'., 6"), das mehrere
innenliegende Lavaldüsen (8, 25) aufweist, die mit mehreren am Laufradumfang angeordneten
Lavaldüsen (9, 9', 9") in Verbindung stehen, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils
ein bogenförmig gekrümmtes Rohr (7, 7') am Laufrad (6, 6', 6") befestigt ist und unmittelbar
anschliessend von einer der innenliegenden Lavaldüsen (8, 25) ggf. über eine oder
mehrere weitere Lavaldüsen kontinuierlich zu einer der am Umfang angeordneten Lavaldüsen
(9, 9', 9") verläuft.
2. Dampfturbine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dampfturbine mit
mehreren, auf einer gemeinsamen Läuferwelle (2) angebrachten Laufrädern (6) ausgeführt
ist, und dass jeweils der Dampfaustritt (11) einer Stufe mit einem Hohlraum (5) im
Laufrad (6) der folgenden Stufe verbunden ist.
3. Dampfturbine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die am Umfang des Laufrades
(6) aufeinanderfolgenden Lavaldüsen (9) abwechselnd axial nach beiden Seiten aus der
Laufradebene leicht abgewinkelt sind.
4. Dampfturbine nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens
zwei Laufräder (6', 6") mit einander entgegengesetzten Austrittsrichtungen der am
Umfang angeordneten Lavaldüsen (9, 9') angeordnet sind, und dass die beiden Laufräder
(6, 6') wahlweise mit dem Hohlraum (5') zur Dampfzufuhr zur Drehrichtungsumkehr verbindbar
sind.
5. Dampfturbine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zentral in den Laufrädern
(6', 6") bzw. in einer die Laufräder tragenden Läuferwelle (2') ein axial bewegbarer
Schieber (29) angeordnet ist, der wahlweise eines der beiden Laufräder (6' bzw. 6")
gegenüber dem Hohlraum (5') zur Dampfzufuhr absperrt.
6. Dampfturbine nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass der den
Dampfaustritt (11, 11') der letzten Stufe verlassende Dampf im geschlossenen Kreislauf
über einen Druckregenerator (19) und wieder zum Laufrad (6, 6', 6") der ersten Stufe
geführt wird.
1. Multiple-stage steam turbine with closed circuit, with at least one rotor (6, 6',
6"), arranged in an enclosed turbine casing (1, 1'), which reveals several internal
Laval nozzles (8, 25), which are connected to several Laval nozzles (9, 9', 9") arranged
at the rotor perimeter, characterised by the fact that in each case an arc-shaped
curved pipe (7, 7') is attached to the rotor (6, 6', 6") and runs directly consecutively
from one of the internal Laval nozzles (8, 25), if the necessity arises via one or
more further Laval nozzles, continuously to one of the Laval nozzles (9, 9', 9") arranged
at the perimeter.
2. Steam turbine according to Claim 1, characterised by the fact that the steam turbine
is constructed with several rotors (6) fitted on a common rotor shaft (2), and that
in each case the steam outlet (11) of one stage is connected with a hollow space (5)
in the rotor (6) of the following stage.
3. Steam turbine according to Claim 1, characterised by the fact that the consecutive
Laval nozzles (9) at the perimeter of the rotor (6) are slightly bent axially alternately
to the two sides from the rotor plane.
4. Steam turbine according to one of Claims 1-3, characterised by the fact that at
least two rotor wheels (6', 6") are arranged with mutually opposed outlet directions
of the Laval nozzles (9, 9') arranged at the perimeter, and that the two rotors (6,
6') may be connected optionally to the hollow space (5') for the steam supply for
reversal of the direction of rotation.
5. Steam turbine according to Claim 4, characterised by the fact that an axially movable
slide (29) is arranged centrally in the rotors (6', 6") or, respectively, in a rotor
shaft (2') carrying the rotors, the slide blocking off optionally one of the two rotors
(6' or 6" respectively) opposite the hollow space (5') for the steam supply.
6. Steam turbine according to one of Claims 1-5, characterised by the fact that the
steam leaving the steam outlet (11, 11') of the last stage in the closed circuit is
led through a pressure regenerator (19) and back to the rotor (6, 6', 6") of the first
stage.
1. Turbine à vapeur à plusieurs étages comportant un circuit fermé, au moins une roue
mobile (6, 6', 6") disposée dans un carter de turbine fermé (1, 1') qui présente plusieurs
tuyères de Laval intérieures (8, 25) qui sont reliées à plusieurs tuyères de Laval
(9, 9', 9") agencées à la périphérie de la roue mobile, caractérisée en ce qu'un tuyau
courbé en forme d'arc (7, 7') est chaque fois fixé à la roue mobile (6, 6', 6") et
s'étend immédiatement de l'une des tuyères de Laval intérieures (8,25), éventuellement
via une ou plusieurs autres tuyères de Laval, en continu jusqu'à l'une des tuyères
de Laval (9, 9', 9") agencées à la périphérie.
2. Turbine à vapeur selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'elle comporte
plusieurs roues mobiles (6) montées sur un arbre mobile commun (2) et en ce que l'ouverture
de sortie de la vapeur (11) d'un étage est chaque fois reliée à une chambre creuse
(5) pratiquée dans la roue mobile (6) de l'étage suivant.
3. Turbine à vapeur selon la revendication 1, caractérisée en ce que les tuyères de
Laval (9) qui se suivent sur la périphérie de la roue mobile (6) sont légèrement inclinées
axialement, alternativement d'un côté et de l'autre du plan de la roue mobile.
4. Turbine à vapeur selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce qu'au
moins deux roues mobiles (6', 6") sont agencées avec des tuyères de Laval périphériques
(9, 9') orientées selon des directions de sortie opposées l'une à l'autre et en ce
que les deux roues mobiles (6, 6') sont reliables, au choix, à la chambre creuse (5')
pour l'adduction de la vapeur pour le renversement du sens de rotation.
5. Turbine à vapeur selon la revendication 4, caractérisée en ce qu'un tiroir (29)
axialement mobile et agencé au centre des roues mobiles (6', 6") ou dans un arbre
(2') portant les roues mobiles, ledit tiroir séparant, au choix, l'une des deux roues
mobiles (6' ou 6") de la chambre creuse (5') pour l'alimentation en vapeur.
6. Turbine à vapeur selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que la
vapeur quittant l'ouverture de sortie de vapeur (11, 11') du dernier étage est ramenée,
en circuit fermé via un régénérateur de pression (19), à la roue mobile (6, 6', 6")
du premier étage.