[0001] Die Erfindung betrifft einen Abstandhalter aus Draht für untere und obere Bewehrungsmatten
in Betondecken, mit mehreren im wesentlichen in einer Ebene angeordneten Tragbeinen,
mit einem auf den Tragbeinen abgestützten oberen Steg für die obere Bewehrungsmatte,
mit je einem Stützbein mindestens für jedes randständige Tragbein, mit zusammengehörige
Stützbeine und Tragbeine verbindenden Streben und mit fußseitigen Tragschenkeln für
die untere Bewehrungsmatte.
[0002] Die DE-OS 15 09 036 beschreibt einen Abstandhalter der genannten Art. Derselbe muß
vor Verlegung der unteren Bewehrungsmatten auf die Schalung aufgestellt werden. Dann
wird zunächst die untere Bewehrungsmatte auf die Tragschenkel aufgelegt. Schließlich
wird die obere Bewehrungsmatte auf den oberen Steg aufgesetzt und muß dort festgelegt,
insbesondere festgebunden werden. Die Handhabung dieses Abstandhalters ist außerordentlich
kompliziert. Insbesondere ist es nachteilig, daß derselbe vor Verlegung der unteren
Bewehrungsmatte auf die Schalung aufgebracht werden muß. Das Verlegen der unteren
Bewehrungsmatte ist schwierig, insbesondere besteht die Gefahr, daß die Abstandhalter
vor oder beim Verlegen der unteren Bewehrungsmatte umkippen. Außerdem ist der Abstandhalter
nur für eine bestimmte Maschenweite der Bewehrungsmatten brauchbar.
[0003] Die DE-OS 23 03 880 beschreibt einen Abstandhalter, der nach Verlegen der unteren
Bewehrungsmatte auf der Schalung eingebaut werden kann. Es ist allerdings erforderlich,
die untere Bewehrungsmatte jeweils anzuheben, was praktische Schwierigkeiten bereitet,
da der Monteur ein besonderes Werkzeug benötigt, um die Bewehrungsmatte und sich selbst
anzuheben. Die Standfestigkeit dieses Abstandhalters ist im übrigen ungenügend, da
die Tragschenkel zu weit von dem Stützbein entfernt sind.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung eines Abstandhalters, der nach Verlegen
der unteren Bewehrungsmatte auf die Schalung eingebaut werden kann und ohne zusätzliche
Hilfsmittel und Werkzeuge ein Anheben der unteren Bewehrungsmatte ermöglicht. Außerdem
soll der Abstandhalter eine vollständige Standfestigkeit und Sicherheit haben, so
daß die Bewehrung nach Verlegen der oberen Bewehrungsmatte gefahrlos begehbar ist.
[0005] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung durch folgende Merkmale gelöst:
a) bezogen auf die durch die Fußenden der Tragbeine und Stützbeine festgelegte Standbeine
sind die Tragbeine in einer dazu etwa senkrechten Ebene ausgerichtet;
b) die Verbindungsstreben liegen oberhalb des Überdeckungsabstandes der unteren Bewehrungsmatte;
c) mindestens die Verbindungen der Streben mit den Tragbeinen liegen höher als der
Überdeckungsabstand der unteren Bewehrungsmatte;
d) die Tragschenkel sind ausschließlich an den Stützbeinen vorgesehen.
[0006] Der Abstandhalter nach der Erfindung unterscheidet sich insbesondere dadurch in nichtnaheliegender
Weise vom Stand der Technik, daß die Tragschenkel bzw. Haken in die Stäbe der auf
der Schalung aufliegenden unteren Bewehrungsmatte eingehängt werden können. Der Abstandhalter
läßt sich dann unter Aunutzung des durch den Hebelarm bedingten günstigen Drehmoments
und ohne Hilfswerkzeug von dem auf der Bewehrungsmatte stehenden Monteur in aufrechte
Lage hochkippen. Der Abstandhalter ist selbst das Hebewerkzeug zum Anhaben der Bewehrungsmatte.
Dieses ist ohne Schwierigkeiten möglich, auch wenn der Monteur auf der Bewehrungsmatte
steht. Dadurch wird die untere Bewehrungsmatte in ihren Überdeckungsabstand angehoben.
Die Tragbeine kommen in eine im wesentlichen senkrechte Stellung, so daß die obere
Bewehrungsmatte im wesentlichen einen Druck in senkrechter Richtung auf die Tragbeine
ausübt. Infolgedessen ist ein Umkippen des Abstandhalters ausgeschlossen. Eine weitere
Drehung in Aufstellrichtung ist auch nicht möglich, weil die Tragschenkel bzw. Haken
von der unteren Bewehrungsmatte festgehalten werden. Auch ein Zurückkippen ist nicht
möglich, weil die Stützbeine die entsprechende Belastung aufhalten. Besonders günstig
ist das hohe Stützmoment sowohl für die untere als auch für die obere Bewehrungsmatte.
Dieses wird dadurch sichergestellt, daß das Gewicht der unteren Bewehrungsmatte direkt
von den Fußstücken der Stützbeine aufgenommen wird und daß das Gewicht der oberen
Bewehrungsmatte durch die vertikal ausgerichteten Tragbeine übernommen wird.
[0007] Die Abstandhalter sind durch die Haken in die untere Bewehrungsmatte eingebunden
und können sich infolgedessen auf der Schalung nicht verschieben. Dadurch werden die
geforderten Stützabstände für die Bewehrungsmatten ohne weiteres eingehalten.
[0008] Nach einer Ausführungsform der Erfindung weisen die Tragbeine und Stützbeine großflächige
Fußstücke auf. Dadurch erreicht man, daß sich die Abstandhalter sicher und bequem
auf die Schalung auflegen. Eindrückungen werden vermieden. Dieses ist besonders bei
Sichtbeton wichtig.
[0009] In weiterer Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß jeder Tragschenkel als Haken
zum Einhängen in einen Querdraht der unteren Bewehrungsmatte und zum Hochheben derselben
ausgebildet ist. Dadurch läßt sich der Abstandhalter besonders einfach und sicher
in die untere Bewehrungsmatte einhängen. Der Haken wird jeweils um einen Querstab
der unteren Bewehrungsmatte gelegt, so daß das Gewicht der unteren Bewehrungsmatte
den Abstandhalter beschwert und sichert.
[0010] In weiterer Ausbildung sieht die Erfindung vor, daß der Endsteg jedes Hakens auf
das zugeordnete Fußstück ausgerichtet ist. Dadurch wird das Hochstellen des Abstandhalters
zum Anheben der unteren Bewehrungsmatte mit dem daraufstehenden Monteur erleichtert,
denn man erhält dadurch ein günstiges Anhebemoment.
[0011] In weiterer Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Scheitel der Haken innerhalb
der durch die Fußstücke festgelegten Standebene liegen. Hierdurch ist sichergestellt,
daß das Gewicht der unteren Bewehrungsmatte innerhalb der Standebene zwischen den
Fußstiikken aufgenommen wird, so daß die untere Bewehrungsmatte kein Kippmoment auf
den Abstandhalter ausübt.
[0012] In weiterer Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Stützbeine gegenüber
der Standebene eine Neigung zwischen 40 und 75°, vorzugsweise zwischen 50 und 65°,
haben. Diese Auslegung stellt sicher, daß eine hohe Hebelübersetzung zum Anheben des
Abstandhalters zur Verfügung steht.
[0013] In weiterer Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Streben abfallend gegen
die Stützbeine hin verlaufen und jeweils in die Haken ühergehen. Durch diese Ausbildung
erreicht man einen besonders stabilen Aufbau, weil die Streben mit den Haken einstückig
auspebildet sind und dadurch die auftretenden Kräfte besonders vorteilhaft aufnehmen
können.
[0014] In weiterer Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß Kopfabschnitte von Tragbeinen
nach oben über den Steg überstehen und nach dem Verlegen der oberen Bewehrungsmatte
umbiegbar sind. Durch Umbiegen dieser Kopfabschnitte über Stäbe der oberen Bewehrungsmatte
ist der jeweilige Abstandhalter fest in die Bewehrung eingebunden.
[0015] Ferner sieht die Erfindung vor, daß die Streben mit den Verbindungsstreben in einer
horizontalen Ebene einen stumpfen Winkel größer als 90° bilden. Dadurch wird erreicht,
daß sich die Abstandhalter nach der Erfindung ineinander stapeln lassen, was für Lagerung
und Transport derselben wichtig ist.
[0016] Eine Ausführungsform der Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die anliegenden
Zeichnungen erläutert, in denen darstellen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Abstandhalters nach der Erfindung,
Fig. 2 die Anordnung von Abstandhaltern innerhalb der Bewehrungen einer Betondecke,
Fig. 3 eine Erläuterung des Einbaus des Abstandhalters in die untere Bewehrungsmatte,
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht einer anderen Ausführungs form der Erfindung und
Fig. 5 eine Draufsicht auf Abstandhalter in gestapeltem Zustand.
[0017] Der Abstandhalter 21 nach der Erfindung umfaßt nach Fig. 1 mehrere in einer vertikalen
Ebene ausgerichtete Tragbeine 1, 1', die an ihren Kopfenden einen oberen Steg 2 abstützen,
der gleichzeitig die Tragbeine 1 und 1' miteinander verbindet. Im Fußbereich ist eine
Verbindungsstrebe 3 vorgesehen, die oberhalb des Überdeckungsabstandes der unteren
Bewehrungsmatte liegt. Es sind randständige Tragbeine 1 vorhanden. Zwischen denselben
befindet sich mindestens ein weiteres Tragbein 1', um dem Abstandhalter eine ausreichende
Stabilität zu geben. Die Zahl der Tragbeine l' kann jedoch auch größer sein und richtet
sich nach der Länge der Verbindungssstrebe 3. Im Bereich des oberen Steges 2 sind
mindestens an die endständigen Tragbeine 1 Stützbeine 4 angesetzt, die in geneigter
Richtung verlaufen. Insbesondere bei langen Abstandhaltern, d.h. großer Länge der
Verbindungsstrebe 3, kann man auch an mittleren Tragbeinen 1' Stützbeine 4' vorsehen.
Die Stützbeine 4 können im Kopfteil einen horizontalen Abschnitt 5 aufweisen, wie
dies beim dem Stützbein 4' bzw. bei der Ausführungsforn nach Fig. 4 dargestellt ist.
Das Stützbein 4' bildet damit zusammen mit dem Tragbein l' einen trapezförmigen Schenkel.
Die Stützbeine 4 sind mit den Tragbeinen 1 im Fußbereich durch Streben 6 verbunden,
die in die Verbindungsstrebe 3 übergehen. Die Fußenden der Tragbeine 1 und 1' sowie
der Stiitzbeine 4 und 4' weisen Fußstücke 7, 7' mit vergleichsweise großer Grundfläche
auf. Die Fußenden 22, 22' der Fußstücke 7 legen eine Standebene fest, die senkrecht
zu den Tragbeinen 1, l' ausgerichtet ist. Der Abstand der Verbindungsstreben 3 sowie
der entsprechenden Ansatzstellen der Streben 6 von der Fußfläche ist größer als der
Überdeckungsabstand der unteren Bewehrungsmatte 10 von der Schalungsfläche. Im Fußbereich
der Stützbeine 4 und 4' sind hakenartige Tragschenkel 8 angeordnet, deren Scheitel
8' von der Fußseite einen Abstand kleiner als der Überdeckungsabstand der unteren
Bewehrungsmatte haben. Die Scheitel 8' liegen innerhalb der durch die Fußstücke 7,
7' begrenzten Standfläche, so daß dadurch eine hohe Standsicherheit gewährleistet
ist. Die Endstege der Haken 15 sind auf die Fußenden 22' der jeweiligen Fußstücke
7' ausgerichtet. Die Stützbeine 4 verlaufen gegenüber der genannten Standebene unter
einem Winkel zwischen 40 und 75°, vorzugsweise zwischen 50 und 65°. Diese Auslegung
stellt für das Hochkippen des Abstandhalters 21 ein günstiges Hebelmoment sicher,
wie noch in Einzelheiten erläutert wird. Die genannte Neigung der Stützbeine läßt
sich umabhängig von der entsprechend dem Überdeckungsabstand der oberen Bewehrungsmatte
vorgegebenen Höhe des Abstandhalters'einhalten, indem bei niedrigen Abstandhaltern
gemäß Fig. 4 die Stützbeine 4' im Kopfteil einen horizontalen Abschnitt 5 aufweisen.
[0018] Der Abstandhalter 21 besteht aus einer stabilen Metallkonstruktion. In Fig. 1 ist
ein Abstandhalter aus Draht dargestellt. Die Drahtabschnitte sind miteinander durch
Schweißen verbunden. Die Fußstücke 7, 7' sind pufferartige Kunststoffteile, in die
die Drahtenden eingedrückt werden. Die Fußstücke 7, 7' gewährleisten eine großflächige
Abstützung auf der Schalung.
[0019] Die Fig. 4 und 5 zeigen einen Abstandhalter, der jeweils vier durch eine Verbindungsstrebe
3 verbundene Tragbeine 1 aufweist. Dieser Abstandhalter ist für einen geringeren Überdeckungsabstand
der oberen Bewehrungsmatte bestimmt. Dieses läßt sich durch den horizontalen Abschnitt
5 des Stützbeins 4' leicht erreichen. Die Fig. 4 und 5 zeigen deutlich, daß die Streben
6 mit den Stäben 3 in einer horizontalen Ebene einen stumpfen Winkel größer als 90°
miteinander bilden. Dadurch ist gewährleistet, daß sich die Abstandhalter gemäß Fig.
5 leicht ineinander stapeln lassen. Dieses ist für Lagerung und Transport der Abstandhalter
sehr vorteilhaft.
[0020] Fig. 3 zeigt die Verlegung eines Abstandhalters 21 auf der im einzelnen nicht dargestellten
Schalung. Zunächst wird eine untere Bewehrungsmatte 9 unmittelbar auf die Schalung
aufgelegt. Der Abstandhalter 21 wird mit den Haken 8 in der in ausgezogenen Linien
eingezeichneten Stellung unter einen Querstab 10 der unteren Bewehrungsmatte geschoben,
so daß der Haken 8 dort in der gezeichneten Weise eingehängt ist. Beim Hochschwenken
des Abstandhalters 21 in die Gebrauchsstellung sind folgende Drehmomente wirksam.
Die aufgebrachte Horizontalkraft H ist mit einem Kraftarm x
1 wirksam. Die Vertikalkraft V der unteren Bewehrungsmatte 9 ist mit dem Kraftarm x
wirksam. Die Schwenkachse ist durch die Auflagestellen der Fußstücke 7' festgelegt.
Da die beiden Momente einander gleich sein müssen, gilt die Formel:
[0021]

Damit bei möglichst geringer aufzubringender Horizontalkraft H eine große Vertikalkraft
V zur Verfügung steht, muß der Kraftarm x
2 möglichst klein sein. Dieses wird einerseits durch die Ausrichtung der Endstege 15
auf die Fußenden 22' und andererseits durch die Neigung der Stützbeine 4 gegenüber
der Standebene sichergestellt. Die Vertikalkraft V schließt in dem Gewicht der unteren
Bewehrungsmatte 9 selbstverständlich auch das Gewicht des darauf stehenden'Monteurs
ein. Jedenfalls kann'der Monteur durch Verschwenken des Abstandhalters 21 in Pfeilrichtung
24 die untere Bewehrungsmatte 9 ohne weiteres anheben, so daß der Abstandhalter in
die in strichpunktierten Linien eingezeichnete aufrechte Gebrauchsstellung kommt.
Dabei wird die untere Bewehrungsmatte 9 in die in strichpunktierten Linien eingezeichnete
Stellung 9' angehoben. In der beschriebenen Weise dient der Abstandhalter selbst als
Werkzeug zum Anheben der unteren Bewehrungsmatte 9. Infolge der beschriebenen günstigen
Hebelverhältnisse ist das Anheben ohne großen Kraftaufwand möglich. Da die Verbindungsstrebe
3 höher als der Überdeckungsabstand der unteren Bewehrungsmatte 9 angeordnet ist,
kann der Abstandhalter 21 vollständig aufgerichtet werden. Für diese Verschwenkung
kann der Abstandhalter an den Steg 2
[0022] gehalten werden. Es sind keine erschwerenden Maßnahmen zum Anheben der unteren Bewehrungsmatte
9 mit Monteur notwendig.
[0023] Nach dem Verschwenken des Abstandhalters 21 in die aufrechte Stellung läßt sich die
obere Bewehrungsmatte auflegen. Fig. 2 zeigt die Anordnung von Abstandhaltern 21 in
Gebrauchsstellung innerhalb einer Bewehrung. Man erkennt die untere Bewehrungsmatte
9, die sich in der zuvor beschriebenen Weise in angehobener Stellung befindet. Jeweils
ein Querstab 10 liegt in den Scheiteln 8' der Tragschenkel. Die Fußstücke 7 reichen
durch die Öffnungen der Bewehrungsmatte 9 hindurch und stehen auf der Schalung auf.
Infolge der großflächigen Fußstücke werden Eindruckstellen vermieden. Die Tragbeine
1 und l' verlaufen etwa senkrecht zur Schalungsfläche. Bereits in diesem Zustand ist
der Abstandhalter außerordentlich stabil auf der Schalung abgestützt. Die hakenförmigen
Tragschenkel 8 halten den Abstandhalter innerhalb der unteren Bewehrungsmatte 9 fest,
so daß ein Abkippen über die Fußenden der Tragbeine 1 unmöglich ist. Auch ein Abkippen
über die Fußenden der Stützbeine 4 ist ausgeschlossen, da die Fußstükke 7' der Stützbeine
4 einen großen Abstand von den Tragbeinen haben und da die Scheitel 8' innrhalb der
durch die Fußstücke 7, 7' festgelegten Standebene liegen. Der Abstand der Stützbeine
4, insbesondere die Länge der Streben 6, entspricht etwa der Länge der Tragbeine 1,
so daß man eine hohe Stabilität erzielt.
[0024] Eine obere Bewehrungsmatte 11 wird lose auf die Abstandhalter aufgelegt und stützt
sich auf den Stegen 2 ab. Einzelne Tragbeine 1 können mit einem Kopfabschnitt 12 nach
oben über den Steg 2 überstehen, so daß die Kopfabschnitte 12 durch die Bewehrungsmatte
11 hindurchreichen und ein Verschieben der Bewehrungsmatte 11 weitgehend ausschalten.
Die Abstandhalter nach der Erfindung werden sowohl durch die untere Bewehrungsmatte
9 als auch durch die obere Bewehrungsmatte 1 weitgehend stabilisiert. Nach dem Verlegen
der Abstandhalter ist die Bewehrung ohne Schwierigkeiten begehbar. Ein Kippen der
Abstandhalter ist ausgeschlossen, da einerseits die Tragschenkel 8 ein Abheben der
Stützbeine 4 und 4' ausschließen und andererseits ein Anheben der Tragbeine 1 und
l' durch das Gewicht der oberen Bewehrungsmatte und durch die große Länge der Streben
6 ausgeschlossen ist.
[0025] Zusätzlich sind die Kopfabschnitte über Stäbe der oberen Bewehrungsmatte umbiegbar.
Dadurch wird der Abstandhalter besonders fest mit der Bewehrung verbunden.
[0026] Der Abstandhalter nach der Erfindung kann nach den Fig. 4 und 5 auch vier Tragbeine
aufweisen. Wenn die Verbindungsstreben 3 eine größere Länge haben, kann die Anzahl
der Tragbeine größer sein, und man kann gegebenenfalls auch zusätzliche Stützbeine
4' vorsehen, damit jeweils die notwendige Stabilität gesichert ist.
[0027] Der Abstand des oberen Steges 2 von der Standebene maß mit dem Überdeckungsabstand
der oberen Bewehrungsmatte übereinstimmen. Der Abstandhalter kann diesem Überdeckungsabstand
jeweils angepaßt werden. Bei kleinerem Überdeckungsabstand sieht man an den Stützbeinen
4' horizontale Abschnitte 5 vor, damit die Neigung der Stützbeine gegenüber der Standebene
innerhalb der angegebenen Werte liegen kann.
[0028] Fig. 5 zeigt auch die Stapelfähigkeit des Abstandhalters. Dieses ist für Lagerung
und Transport der Abstandhalter wichtig
[0029] Der Abstandhalter nach der Erfindung zeichnet sich durch einen einfachen Aufbau,
eine hohe Stabilität und eine außerordentliche Sicherheit für die Standfestigkeit
der Bewehrung aus. Ferner ist die Handhabung des Abstandhalters.bei der Montage einfach.
Unter Ausnutzung der Kraftübersetzung kann der Abstandhalter ohne zusätzliche Hilfswerkzeug:
aufgerichtet werden.
1. Abstandhalter (21) aus Draht für untere und obere Bewehrungsnatten (9, 11) in Betondecken,
mit mehreren im wesentlichen in einer Ebene angeordneten Tragbeinen (1, 1'), mit einem
auf den Tragbeinen abgestützten oberen Steg (2) für die obere Bewehrungsmatte (11),
mit je einem Stützbein (4) mindestens für jedes randständige Tragbein (1), mit zusammengehörige
Stützbeine und Tragbeine verbindenden Streben (6) und mit fußseitigen Tragschenkeln
(8) für die untere Bewehrungsmatte (9), gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) bezogen auf die durch die Fußenden (22, 22') der Tragbeine (1, 1') und Stützbeine
(4, 4') festgelegte Standebene sind die Tragbeine in einer dazu etwa senkrechten Ebene
ausgerichtet;
b) die Verbindungsstreben (3) liegen oberhalb des Überdeckungsabstandes der unteren
Bewehrungsmatte (9);
c) mindestens die Verbindungen der Streben (6) mit den Tragbeinen (1) liegen höher
als der Überdeckungsabstand der unteren Bewehrungsmatte (9);
d) die Tragschenkel (8) sind ausschließlich an den Stützbeinen (4, 4') vorgesehen.
2. Abstandhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragheine (1, 1')
und Stützbeine (4, 4') großflächige Füßstücke (7) aufweisen.
3. Abstandhalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Tragschenkel
(8) als Haken zum Einhängen in einen Querdraht (10) der unteren Bewehrungsmatte (9)
und zum Hochheben derselben ausgebildet ist.
4. Abstandhalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Endsteg (15) jedes
Hakens (8) auf das zugeordnete Fußstück (7) ausgerichtet ist.
5. Abstandhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Scheitel (8') der Haken innerhalb der durch die Fußstücke (7) festgelegten Standfläche
liegen.
6. Abstandhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stützbeine (4) gegenüber der Standebene eine Neigung zwischen 40 und 75° haben.
7. Abstandhalter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützbeine (4) eine
Neigung zwischen 50 und 65° haben.
8. Abstandhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Streben (6) abfallend gegen die Stützbeine (4) hin verlaufen und jeweils in die Haken
(8) übergehen.
9. Abstandhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß Kopfabschnitte
(12) von Tragbeinen (1) nach oben über den Steg (2) überstehen und nach dem Verlegen
der oberen Bewehrungsmatte (11) umbiegbar sind.
10. Abstandhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Streben (6) mit den Verbindungsstreben (3) in einer horizontalen Ebene einen stumpfen
Winkel größer als 90° bilden.