[0001] Die Erfindung betrifft eine Glaskeramik-Kochfeldeinheit zum direkten Einbau in eine
Arbeitsplatte. Derartige Kochfeldeinheiten mit einer Glaskeramik-Kochfläche und den
fertig montierten elektrischen Bauteilen haben sich am Markt bewährt.
[0002] Es ist bekannt,Kochfeldeinheiten mit einem umlaufenden Tragrahmen zu versehen, über
den das Kochfeld in den Ausschnitt einer Arbeitsplatte eingehängt und mittels einer
entsprechenden Dichtung durch Schraub- und/oder Klemmverbindungen feuchtigkeitsdicht
eingespannt wird. Dabei ist die Kochfläche entweder mit einem elastischen Dichtprofil
in den Tragrahmrn eingeklemmt oder durch einen dauerelastischen, temperaturstabilen
Kleber an den Tragrahmen angekleht (DE-OS 28 19 118). Ein glatter bündiger Anschluß
zwischen der Arbeitsplatte und der Kochplatte ist hier nicht erreichbar.
[0003] Bekannt sind ebenfalls Kochfeldausführungen ohne umlaufenden Tragrahmen, die zum
direkten, flPächenhündigen Einbau in Arbeitsplatten aus Holz, Keramik oder Kunststoff
geeignet sind. Über Hilfsvorrichtungen wird das Kochfeld, bezogen auf die Oberseite
der Kochfläche, flächenbündig in den Ausschnitt der Arbeitsplatte eingesetzt und anschließend
der freie Spalt zwischen Kochfläche und Arbeitsplatte verfugt.
[0004] Nachteilig bei diesen "rahmenlosen" Kochfeldern ist, daß es sehr schwierig ist, die
Oberkanten der Kochfläche und des Arbeitsplattenausschnitts auf ein gleiches Niveau
auszurichten, insbesondere, wenn bei nicht planen Arbeitsplatten, z.B. gekachelten
Flächen, keine hinreichend definierte Bezugsebene zur Verfügung steht. Ein weiterer
Nachteil dieser Einbau-Ausführung besteht darin, daß bei Service-Arbeiten die Kochfläche
nur sehr schwer nach Zerstörung der Verfugung entfernt werden kann oder, bei Nichtentfernen
der Kochfläche, alle Service-Arbeiten "von unten" bei in die Arbeitsplatte eingebautem
Kochfeld erfolgen müssen. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse ist das oft sehr
mühsam.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Kochfeldeinheit ohne die vorgenannten Nachteile
zu schaffen und eine einfache, servicefreundliche Einbauweise zu ermöglichen. Darüber
hinaus soll diese Kochfeldausführung nach ihrem Einbau in die Arbeitsplatte zusätzliche
Gebrauchsvorteile ermöglichen.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe im Sinne der Erfindung dadurch, daß eine Kochfeldeinheit
geschaffen wird, bestehend aus einem Montagerahmen und dem eigentlichen Kochfeld,die
gegenseitig maßlich und funktionell aufeinander so abgestimmt sind, daß nach Einbau
- mit leicht zu realisierenden Einbautoleranzen - des Montagerahmens in den Ausschnitt
der Arbeitsplatte das Kochfeld über Federelemente durch Verstelleinrichtungen längs
des Kochfeldumfanges in Richtung auf den Montagerahmen so lange nach unten gezogen
werden kann, bis die Kanten der Rochfläche und die Kanten des Arbeitsplattrnausschnittes
in einem bestimmten, vorgewählten Höhenabstand zueinander liegen. Hierdurch kann nicht
nur problemlos ein flächenbündiger Einbau erreicht werden, sondern auch Lösungen,
bei denen die Kochflächenkanten definiert unterhalb oder oberhalb der Kanten des Arbeitsplattenausschnitts
liegen, was zusätzliche Gebrauchsvorteile ermöglicht. Nach dem definierten Einbau
kann die Fuge zwischen der Kochfläche und der Innenfläche des Arbeitsplattenausschnittes
mit verschiedenartigen Dichtstoffen, vorzugsweise dauerelastischen Klebern, verfugt
werden.
[0007] Die Vorteile, die sich bei Verwendung einer erfindungsgemäßen Kochfeldeinheit für
den Einbau, den Service sowie für die Benutzung ergeben, sollen nachfolgend zur Veranschaulichung
der Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabe anhand von einigen Beispielen an einer schematischen
Zeichnung erläutert werden, wobei der Einsatz der erfindungsgemäßen Kochfeldeinheit
keineswegs auf diese Einbaubeispiele beschränkt werden soll.
[0008] Bild 1 zeigt in einer Prinzipskizze die in die Arbeitsplatte eingebaute Kochfeldeinheit.
[0009] Bild 2 und 5 zeigen die erfindungsgemäße Kochfeldeinheit, flächenbündig in die Arbeitsplatte
eingebaut und mit einem Silikon-Kleber verfugt. Der Montagerahmen (4) wird zunächst
mit einer Höhentoleranz von ± 0,5 mm in dem Arbeitsplattenausschnitt durch Schrauben
(15) befestigt. Umlaufend auf dem oberen Schenkel des Montagerahmens ist ein elastischer
Dichtstoff (10) befestigt. Anschließend wird das Kochfeld auf den Dichtstoff lose
aufgelegt.
[0010] Das Kochfeld (1) seinerseits ist voll funktionsfähig mit Heizkörpern (3), Verdrahtung
usw. und genügt allen Sicherheitsvorschriften.
[0011] Auf der Innenfläche des unteren Schenkels des Montagerahmens (4) sind Federelemente
(5), vorzugsweise Blattfedern,angebracht sowie Bohrungen für die Schrauben (6). Durch
diese umlaufend in den unteren Schenkeln des Montagerahmens (4) befindlichen Bohrungen
werden Schrauben (6) geführt und mit diesen das Kochfeld, welches an gleicher Stelle
wie die Bohrungen des Montagerahmens Schraubmuttern oder dergleichen enthält, nach
unten angeschraubt. Durch die Federelemente (5) wird hierbei sichergestellt, daß eine
kraftschlüssige Verbindung zwischen Kochfeld (1) und Montagerahmen (4) entsteht. Die
Schrauben (6) werden umlaufend gleichmäßig solange angezogen, bis die Kochflächenkanten
flächenbündig mit den umlaufenden Kanten (11) des Arbeitsplattenausschnitts liegen.
Dieses Ausnivellieren kann einfach, z.B. mit einem Lineal,erfolgen. Nach dem zuvor
geschilderten Einbau des Kochfeldes wird anschließend, beispielsweise mit einem temperaturstabilen
dauerelastischen Silikonkleber, die Fuge zwischen der Kochfläche und der Arbeitsplatte
verfugt. Wird vor dem Verfugen auf die umlaufende Innenfläche des Arbeitsplattenausschnittes
ein geeignetes Trennmittel aufgebracht, so wird durch das Verfugen zwar eine hinreichende
Feuchtigkeitsdichtung erreicht, aber keine mechanisch feste Verbindung, so daß beim
Lösen der Schrauben (6) die Federelemente (5) das Kochfeld selbständig ohne weitere
Zusatzmaßnahmen nach oben aus dem Arbeitsplattenausschnitt herausdrücken. Für Service-Zwecke
oder zum Auswechseln der Kochfelder ist diese Möglichkeit des "nach oben abnehmbaren"
Kochfeldes sehr vorteilhaft. Ist, wie in Bild 2 dargestellt, der Muldenrahmen (7)
des Kochfeldes (1) zweigeteilt (7a, 7b), so läßt sich durch Lösen der Schrauben (14)
die Kochfläche alleine "nach ohen" abnehmen, wodurch die Heizkörper, Anschlußleitungen
und sonstige evtl. Zusatzkomponenten, wie beispielsweise Heißanzeigen, service-freundlich
"von oben" zugänglich sind, ohne daß das Kochfeld ausgebaut und die Verdrahtung zum
Schalterteil gelöst werden müssen.
[0012] Löst man andererseits die Schraubverbindungen (9),so kann man das Bodenblech (8)
beispielsweise zum Auswechseln von Heizkörpern (3) nach unten abnehmen, während das
gesamte Kochfeld (1) in der Arbeitsplatte (12) eingespannt bleibt. Sind die Heizkörper
od. dgl. auf dem Bodenblech (8) befestigt, so können alle auf dem Bodenblech montierten
Teile mit diesem ausgebaut werden und sind dann zu Servicezwecken frei zugänglich.
[0013] Durch die Konstruktion der erfindungsgemäßen Kochfeldeinheit wird wie zuvor geschildert
einerseits also ein einfacher flächenbündiger Einbau ermöglicht und andererseits eine
sehr gute Servicefreundlichkeit sichergestellt.
[0014] Baut man gemäß Bild 3 das Kochfeld (1) tiefer ein, beispielsweise so, daß die Kochflächenkanten
ca. 1 bis 3 mm tiefer liegen als die umlaufenden Kanten (11) des Arbeitsplattenausschnittes,
so wird darüber hinaus ein bestimmtes Überlaufvolumen (v) im Kochflächenbereich erreicht.
Wird andererseits das Kochfeld (1) gemäß Bild 4 höher eingebaut, so kann erreicht
werden, daß die Kochfläche höher als die umlaufende Arbeitsplatte (12) liegt, so daß
zur Seite gezogene Töpfe nicht unmittelbar die Arbeitsplatten-Oberfläche berühren
können. Diese Einbauweise bietet sich auch dann an, wenn die Kanten des Arbeitsplattenausschnittes,
beispielsweise bei Kacheltischen, auf keinem gleichmäßigen Niveau liegen.
[0015] Selbstverständlich ist es bei den verschiedenen Einbauweisen in Arbeitsplatten aus
Holz auch möglich, wie in Bild 4 dargestellt, zur besseren Verankerung des Dichtstoffes
(13) eine zusätzliche Nut(N) in die Ausschnitt-Innenfläche einzufräsen.
[0016] Die gleichen Einbaumethoden wie zuvor in Verbindung mit Arbeitsplatten aus Holz dargestellt,
können auch für Arbeitsplatten aus Keramik, Kunststoff oder Metall, z.B. Edelstahl,angewendet
werden. Hierbei empfiehlt es sich dann oft, den Montagerahmen direkt an diese Arbeitsplatten
"anzuformen". Dieser einstückig ausgeformte Montagerahmen gemäß Bild 6 enthält dann
seinerseits die Federelemente (5) und Bohrungen für die Schrauben (6).Vorteilhaft
ist diese Ausführungsform beispielsweise dann anzuwenden, wenn in große Arbeitsflächen
aus Edelstahl einzelne Kochzonen fugenlos eingebaut werden sollen.
[0017] Die erfindungsgemäße Kochfeldeinheit ist nicht nur auf eckige Formen der Kochflächen
beschränkt sondern gleichermaßen auch möglich bei runder, ovalen oder anders geformten
Kochflächen.
1. Glaskeramik-Kochfeldeinheit zum direkten Einbau in eine Arbeitsplatte aus Holz,
Keramik oder Kunststoff, bestehend aus dem Kochfeld mit der Kochfläche aus Glaskeramik
und den Heizkörpern sowie aus einem umlaufenden, das Kochfeld abstützenden Montagerahmen,
der einerseits mit dem Randbereich der Kochfläche und andererseits mit dem Rand eines
Arbeitsplattenausschnitts verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem
Kochfeld (1) und dem Montagerahmen (4) Federelemente (5) und Verstelleinrichtungen
(6) zum stufenlosen Annähern des Kochfelds(1) mit der Kochfläche (2) entgegen der
Wirkung der Federelemente (5) an den Montagerahmen (4) angeordnet sind.
2. Kochfeldeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstelleinrichtungen
(6) von Schrauben gebildet sind, die von unten durch einen waagerechten unteren Schenkel
des Montagerahmens (4) in das Kochfeld (1) eingeschraubt sind.
3. Kochfeldeinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Federelemente
(5) und die Verstelleinrichtungen (6) gleichmäßig über den Umfang des Kochfelds (1)
verteilt sind.
4. Kochfeldeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kochfläche (2) mittels eines dauerelastischen, temperaturstabilen Klebers (13) an
einen umlaufenden Muldenrahmen (7) angeklebt ist, an dem die Federelemente (5) und
die Verstelleinrichtungen (6) angreifen.
5. Kochfeldeinheit nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß am Muldenrahmen (7)
das Bodenblech (8) des Kochfeldes (1) befestigt ist.
6. Kochfeldeinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Bodenblech (8)
mittels Schrauben (9) abnehmbar am Muldenrahmen (7) befestigt ist, so daß nach dem
Entfernen des Bodenblechs (8) alle elektrischen Bauteile des fertig montierten Kochfelds
(1) von unten frei zugänglich sind.
7. Kochfeldeinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Bodenblech (8)
mittels Schrauben (9) abnehmbar am Muldenrahmen (7) befestigt ist und alle elektrischen
Bauteile einschließlich der Heizkörper (3) trägt, so daß nach dem Abnehmen des Bodenblechs
(8) die elektrischen Bauteile frei zugänglich sind.
8. Kochfeldeinheit nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der
Muldenrahmen (7) aus zwei mittels Schrauben (14) lösbar miteinander verbundenen Rahmenteilen
(7a und 7b) besteht, so daß nach dem Lösen der Schrauben (i4) die Kochfläche (2) mit
dem mit ihr verbundenen Rahmenteil (7a) abnehmbar und dadurch alle elektrischen Bauteile
des Kochfelds (1) von oben frei zugänglich sind.
9. Kochfeldeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Federelemente (5) und die Verstelleinrichtungen (6) so dimensioniert sind, daß die
Oberseite der Kochfläche (2) zwischen einer Stellung oberhalb und einer Stellung unterhalb
der Oberseite der Arbeitsplatte (12) verstellbar ist.
10. Kochfeldeinheit nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Kochflächenoberseite
aus einer Stellung ca. 0,5 bis 1 mm oberhalb über eine plattenbündige Mittelstellung
in eine Stellung ca. 1 bis 3 mm unterhalb der Oberseite der Arbeitsplatte (12) verstellbar
ist.
11.Kochfeldeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß
der Montagerahmen (4) einen oberen waagerechten Schenkel aufweist, der den Kochfeldrand
unter Zwischenfügung eines wasserdichten elastischen Dichtstoffs (10) untergreift.
12. Kochfeldeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß
der Montagerahmen (4) Bohrungen und/oder Stanzungen zu seinem Befestigen mittels Schrauben
(15) und/oder Bolzen an den Innenkanten des Arbeitsplattenausschnittes aufweist.
13. Kochfeldeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die Federelemente (5) als Blattfedern ausgebildet sind.
14. Kochfeldeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Montagerahmen
(4) einstückig an die Arbeitsplatte angeformt ist und mit den Federelementen (5) und
den Verstelleinrichtungen (6) versehen ist.