| (19) |
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(11) |
EP 0 036 200 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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09.04.1986 Patentblatt 1986/15 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.09.1982 Patentblatt 1982/39 |
| (22) |
Anmeldetag: 14.03.1981 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: A63G 9/16 |
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| (54) |
Rundfahrgeschäft
Swing
Balançoire
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE FR GB IT LI NL |
| (30) |
Priorität: |
18.03.1980 DE 3010302 18.03.1980 DE 8007321 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.09.1981 Patentblatt 1981/38 |
| (71) |
Anmelder: Heinr. Wilhelm Huss & Co. Maschinenfabrik |
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D-2800 Bremen (DE) |
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Erfinder: |
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- Böhme, Karl
D-2800 Bremen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Eisenführ, Speiser & Partner |
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Martinistrasse 24 28195 Bremen 28195 Bremen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Rundfahrgeschäft mit einem Fahrgastträger, der am freien
Ende eines um eine horizontale Achse dreh- und antreibbaren Auslegerarms angebracht
und mit diesem bewegbar ist, wobei das Gegengewicht nur das Leegewicht des Fahrgastträgers
ausgleicht, daß auf das Zahnrad mehrere, jeweils von einem eigenen Öl -oder Gleichstrommotor
befestigtes, zur Achse konzentrisches Zahnrad von einem Ritzel angetrieben wird.
[0002] Bei dem aus der US-A-1987004 bekannten Rundfahrgeschäft dieser Art ist ein Elektromotor
vorgesehen, dessen Abtriebsritzel mit dem Zahnrad zusammenwirkt, welches auf einer
den Auslegerarm tragenden Welle befestigt ist. Bei diesem bekannten Rundfahrgeschäft
ist der Auslegerarm über diese Antriebswelle hinaus verlängert und trägt an seinem
dem Fahrgastträger gegenüberliegenden Ende ein Ausgleichsgewicht, dessen Grösse durch
veränderliche Wasserfüllung veränderbar ist.
[0003] Wenn das Farhverhalten eines solchen Rundfahrgeschäfts dem einer Schaukel - insbesondere
einer Uberschlagschaukel - angenähert wird, bedarf es der Übertragung grosser Kräfte
vom Motorantrieb auf das Zahnrad, weil das Durchmesserverhältnis zwischen Ausleger
und Zahnrad sehr gross ist. Das gilt auch dann, wenn der Fahrgastträger rasch und
ohne Aufschaukeln zu seiner Kreisbewegung beschleunigt werden soll. Die bekannte Anordnung
zur Übertragung der motorischen Antriebskraft auf das Zahnrad würde eine so grosse
Zahnbreite erfordern, dass eine praktische Ausführung in aller Regel ausscheidet.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen erheblich, auch exzentrisch
belasteten, um eine Achse drehbaren Auslegerarm im Achsbereich anzutreiben und dafür
das hierfür benötigte grosse Drehmoment über einen Zahnradantrieb von vertretbarer
Dimensionierung aufzubringen.
[0005] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass der Auslegerarm über die
Achse hinaus zu einem zweiten, ein Gegengewicht tragenden Auslegerarm verlängert ist
und ein an den Auslegerarmen angetiebene Ritzel arbeiten, und dass das Zahnrad Teil
einer Kugeldrehverbindung ist. Auf diese Weise ist es möglich, die Zahnabmessungen
innerhalb normaler Grenzen zu halten und dennoch beträchtliche Antriebskräfte zu übertragen.
Dabei gleicht die Elastizität des Ölmotorantriebs oder Gleichstrommotorantriebs Unterschiedlichkeiten
an den einzelnen Ritzeln aus. Überdies ermöglicht der hydraulische Antrieb die Realisierung
eines Freilaufs (der vorzugsweise zumindest während der Abwärtsfahrt des Schaukelkorbes
zuschaltbar vorgesehen ist) mit einfachsten Mitteln, nämlich durch einen by-pass zum
Ölmotor bzw. den Ölmotoren, in welchem ein Ventil öffnet, sobald die Druckverhältnisse
(beim Übergang in die Abwärtfahrt) wechseln.
[0006] Aus der DE-A-1650848 ist es zwar bekannt, Drehmonente mehrere Ritzel am Umfang eines
zentrischen Zahnrads vorzusehen und jedes Ritzel von einem eigenen Motor anzutreiben.
[0007] Über die Anwendung dieser Antriebsanordnung bei Rundfahrgeschäften hinaus ermöglicht
die Ausbildung des Zahnrades als Teil einer Kugeldrehverbindung den Verzicht auf eine
zentrische Welle und einen relativ grossen Lagersowie Zahnraddurchmesser.
[0008] Sofern nicht die schon erörterte Freilauffahrt - vorgesehen ist, soll vorzugsweise
die auf den Auslegerarm wirkende Antriebsleistung (ggf. auch das Antriebsmoment) über
die gesamte Kreisbahn des Fahrgastträgers gleich sein.
[0009] Der erfindungsgemässe Antrieb lässt sich mit Erfolg bei im übrigen unterschiedlichen
Rundfahrgeschäften der vorliegenden Art anwenden. So kann vorgesehen sein, dass der
Fahrgastträger starr am freien Ende des Auslegerarmes befestigt und im wesentlichen
einem Ausschnitt der vom Ende des Auslegerarms beschriebebenen Kreisbahn entsprechend
geformt ist. Bei einer solchen Ausbildung führt die gewollte Unwucht dazu, dass die
Bewegung des Fahrgastträgers im steigenden Ast der Kreisbahn verzögert und im fallenden
Ast beschleunigt wird. Die Fahrgäste haben daher den Eindruck, einen Looping zu fliegen
oder in einem Wagen zu fahren.
[0010] Jener Eindruck der Fahrgäste verstärkt sich, wenn der Fahrgastträger einen der Kreisbahn
im wesentlichen entsprechenden, zur Achse konzentrischen Ring übergreift, der ebenfalls
an den Auslegerarmen befestigt ist. Beim Betrieb dieses Rundfahrgeschäfts haben die
auf dem Fahrgastträger sitzenden Personen den Eindruck, in einem Wagen zu sitzen und
mit diesem auf der vom Ring gebildeten Schiene entlang zu fahren.
[0011] Während bei der vorstehend geschilderten Konstruktion des erfindungsgemässen Rundfahrgeschäfts
die Fahrgäste über Kopf durch den oberen Bereich der Kreisbahn geschleudert werden,
geht eine alternative Ausbildung des erfindungsgemässen Rundfahrgeschäfts von einem
Fahrgastträger aus, der am freien Ende des Auslegerarms derart schwenkbar angelenkt
ist, dass er in allen Winkelstellungen des Auslegararms waagerecht hängt, wobei ein
Gegengewicht an einem sich von der Achse in entgegengesetzter Richtung erstreckenden
Ausgleichsarm das Leergewicht des Fahrgastträgers im wesentlichen ausgleicht. Für
diesen Fall, der im Prinzip der aus der DE-A-2549261 bekannten Konstruktion entspricht,
ist erfindungsgemäss vorgesehen, dass der Fahrgastträger an einem sich achsparallel
vom Auslegerarm weg erstrekkenden Kragarm sitzt. Auf diese Weise ist der Fahrgastträger
auf der einen Seite völlig frei von irgendwelchen Konstruktionsaufbauten, so dass
den Fahrgästen der Eindruck vermittelt wird, sie schwebten frei durch die Luft. Dieser
Eindruck verstärkt sich noch, wenn - wie bevorzugt - die Sitze des Fahrgastträgers
quer zu dessen Schwenkachse, mit den Rückenlehnen zum Auslegerarm, angeordnet sind.
Ausserdem erhalten die Fahrgäste auf diese Weise ein bessere, nach beiden Seiten gleiche
Abstützung, wenn das Rundfahrgeschäft im Schaukelbetrieb (also mit wechselnder Drehrichtung)
läuft.
[0012] Eine Weiterbildung dieser Art von Rundfahrgeschäft mit einem Fahrgastträger, dessen
stets waagerechte Lage durch einen Kettentrieb zwischen der Schwenkwelle des Fahrgastträgers
und der ruhenden Drehachse des Auslegerarms gesichert wird (DE-A-2549261), besteht
darin, dass der Kettentrieb über ein am Auslegerarm gelagertes Kettenrad geführt und
mit diesem ein Zahnrad verbunden ist, welches mit einem Zwischenrad kämmt, das seinerseits
in ein zur Drehachse des Auslegerarms konzentrisches, ortsfestes Zahnrad eingreift,
und dass mindestens der den Kettentrieb mit dem Kettenrad und Zahnrad tragende Teil
des Auslegerarms an einem das Drehlager des Auslegerarms umfassenden Restteil lösbar
befestigt ist. Eine solche Ausbildung macht es möglich, unter Beibehaltung des bekannten
Kettentriebes (oder eines vergleichbar wirkenden Bauelements) die mit diesem bislang
verbundenen Probleme zu beseitigen. Sie ergaben sich vor allem daraus, dass bei der
in der Regel notwendigen Abnahme des Auslegers vom Traggestell (Ständer etc.) die
Kette ebenfalls abgenommen werden musste. Dies ist umständlich und insoweit gefährlich,
als Beschädigungen der Kette die Gefahr späterer Unfälle sich bergen.
[0013] Mit der vorstehend geschilderten Weiterentwicklung ist es möglich, den Ausleger im
wesentlichen zu demontieren und wieder anzubringen, ohne den Kettentrieb anzufassen.
Dabei spielt keine Rolle, ob das die notwendige Bewegungsumkehr bewirkende Zwischenrad
zum demontierbaren Teil des Auslegerarms gehört oder mit dem Restteil am Ständer verbleibt.
[0014] Der Schutz des Kettentriebs kann dadurch noch weiter vergrössert werden, dass er
in dem als Gehäuse ausgebildeten Teil des Auslegerarms, gekapselt untergebracht wird.
Gleichzeitig wird dadurch der Kettentrieb den Blicken der Fahrgäste entzogen, und
der Inneraum eines aus Gründen statischer Zweckmässigkeit als Hohlkasten ausgebildeten
Auslegerarms wird sinnvoll genutzt.
[0015] Die Zweichnung veranschaulicht die Erfindung an Ausführungsbeispielen, und zwar zeigt:
Fig. 1 eine schematische Ansicht der erfindungsgemässen Antriebsanordnung in Richtung
des Pfeils A in Fig. 2;
Fig. 2 einen Teilschnitt der Antriebsanordnung gemäss der Linie 11-11 in Fig. 1;
Fig. 3 eine schematische Ansicht eines erfindunggemässen Fahrgeschäfts von vorn;
Fig. 4 eine ebenfalls schematische Ansicht dieser Ausführungsform von der Seite;
Fig. 5 eine schematische Ansicht einer anderen Ausführungsform des Rundfahrgeschäfts
von vorn;
Fig. 6 eine ebenfalls schematische Ansicht dieser Ausführungsform von der Seite;
Fig. 7 in vergrösster Schnittdarstellung einen Auslegerarm mit der erfindungsgemässen
Parallelführung für den Fahrgastträger; und
Fig. 8 eine entsprechende Draufsicht.
[0016] Ein Ständer 1 bzw. 101 (Figuren 3-6), auf dessen konstruktive Einzelheiten es im
vorliegenden Zusammenhang nicht ankommt, trägt an seinem oberen freien Ende - seitwärts
gerichtet - den feststehenden Teil 3 der Antriebsanordnung und die im ganzen mit 2
bezeichnete Kugeldrehverbindung, welche in er-Figtren-1---und 2 näher dargestellt
ist. An dem sich um die Achse 7 drehenden Teil der Kugeldrehverbindung 2, nämlich
einer Nabe 4, ist der Auslegerarm 8 (Figuren 3 und 4) bzw. 108 (Figuren 5 und 6) befestigt.
[0017] Der Ständer 1 kann auch aus einer Lafette mit mehreren Radpaaren bestehen, an der
ein Achsträger schwenkbar angelenkt und nach jedem Transport des Rundfahrgeschäfts
mit Hilfe eines mehrstufigen Teleskopzylinders aufrichtbar ist. Dabei kann die Anordnung
(wie Fig. 4 veranschaulicht) so getroffen sein, dass der Achsträger nicht bis in seine
senkrechte Stellung geschwenkt zu werden braucht, wodurch die Möglichkeit besteht,
vorn einsteigende Fahrgäste nach hinten aussteigen zu lassen. Ein solcher Achsträger
wird in seiner Betriebsstellung von Pendelstützen ausgesteift.
[0018] Die Figuren 1 und 2 veranschaulichen die erfindungsgemässe Antriebsanordnung, welche
den beiden in den Figuren 3 und 4 bzw. 5 und 6 dargestellten Ausführungsbeispielen
gemeinsam ist. Der Innenring 2' der Kugeldrehverbindung 2 istwie am deutlichsten aus
Fig. 2 hervorgeht - am feststehenden Teil 3 der Antriebsanordnung befestigt. Der Aussenring
der Kugeldrehverbindung 2 ist als Aussenzahnrad 16 ausgebildet. In diesen Zahnkranz
greifen vier Ritzel 17 ein, deren jedes - von einem separaten Motor 18, beispielsweise
einem Ölmotor, angetrieben wid. Die Motoren 18 sind auf dem feststehenden Teil 3 der
Antriebsanordnung befistigt und in geeigneter Weise untereinander sowie mit der Kraftversorgung
und der Steuerung verbunden.
[0019] Beim Ausführungsbeispiel der Figuren 3 und 4 ist am freien Ende des Auslegerarms
8 ein Fahrgastträger 9 starr befestigt. Er (d.h. vor allem sein die Sitze 10 tragender
Boden 11) hat die Form eines Ausschnitts der Kreisbahn, die er bei Drehung des Auslegerarms
8 um die Achse 7 überstreicht. Ferner übergreifgt - zumindest scheinbar - der Fahrgastträger
9 einen Schienenring 12, welcher ebenfalls am freien Ende des Auslegerarms 8 sowie,
zur Achse diametral gegenüber, am freien Ende eines den Auslegerarm 8 über die Achse
7 hinaus verlängernden zweiten Auslegerarms 13 befestigt ist. Der Ring 12 dreht sich
demgemäss mit den Auslegerarmen 8 und 13, wenn diese über die Kugeldrehverbindung
2 um die Achse 7 drehend angetrieben werden.
[0020] Der Querschnitt des Ringes 12 ist so gewählt, dass die Fahrgäste auf den Sitzen 10
im Fahrgastträger 9 den Eindruck haben, sie sässen in einem Wagen, welcher auf einer
Schiene abrollt. Unter "Ubergreifen" ist im vorliegenden Zusammenhang auch ein Eingreifen
in den Ring 12 sowie jede andere, das Verbinden des Fahrgastträgers 9 bzw. des Auslegerarms,
8 mit dem Ring 12 erlaubende Relativlage zu verstehen.
[0021] Im Bereich des freien Endes des zweiten Auslegerarms 13 ist ausserdem ein das Gewicht
des leeren Fahrgastträgers 9 ausgleichendes Gegengewicht 14 angeordnet. Mit 15 sind
Ketten von Lichtquellen angedeutet, welche auf dem Ring 12 befestigt sind.
[0022] Die Figuren 5 und 6 zeigen ein anderes Ausführungsbeispiel; darin sind dem zuvor
beschriebenen Ausführungsbeispiel entsprechende, aber konstruktiv abweichende Bauteile
mit einem um 100 erhöhten Bezugszeichen versehen. Der Ständer 101 trägt die erfindunggemässe
Antriebsanordnung mit der Kugeldrehverbindung 2 zwischen dem feststehenden Teil 3
und der Nabe 4. An letzterer sind sowohl der den Fahrgastträger 109 tragende Auslegerarm
108 als auch der das Gegengewicht 114 tragende zweite Auslegerarm 113 befestigt.
[0023] Der Fahrgastträger 109 ist am Auslegerarm 108 mit Hilfe eines Kragarms 20 etwa in
Höhe der Fahrgastsitze 110 derart schwenkbar befestigt, dass er sich in allen Drehlagen
des Auslegerarms 108 in Waagerechter Lage befindet (vergleiche Fig. 7 und 8). Fig.
6 macht deutlich, dass die Fahrgastsitze 110 mit den Rückenlehnen zum Auslegerarm
108 hin angeordnet sind, und zwar in mehreren Reihen, die treppenartig gegeneinander
versetzt sind, wobei die höchste Reihe nächst dem Auslegerarm 108 angeordnet ist.
[0024] Die Figuren 7 und 8 zeigen ein Ausführungsbeispiel für die erfindungsgemässe Parallelführung
des Fahrgastträgers 109 am Auslegerarm 108, und zwar in schematischer Darstellung
unter Fortlassung der Antriebsanordnung.
[0025] Der den (hier nicht dargestellten) Fahrgastträger 109 haltende Kragarm 20 ist in
Form eines Schwenkzapfens im Auslegerarm 108 gelagert und trägt ein Kettenrad 125,
über das eine Kette 124 läuft. Das Gegen-Kettenrad 126 ist zusammen mit einem Zahnrad
127 auf einem Drehzapfen 131 befestigt, der ebenfalls am Auslegerarm 108 ge- . lagert
ist. Etwa tangential zum Teilkreis des Zahnrades 127 ist der Auslegerarm 108 bei 132
geteilt. Der Teil 123 mit dem Kettentrieb 124 bis 126 lässt sich vom Restteil 122
durch lösen von Schrauben o.dgl. abnehmen, wobei der gesamte Kettentrieb am Teil 123
verbleibt.
[0026] Beim Wiederansetzen des Teils 123 kommt das Zahnrad 127 mit einem am Restteil 122
des Auslegerarms 108 gelagerten Zwischenzahnrad 128 in Eingriff. Dieses kämmt seinerseits
mit einem feststehenden Zahnrad 129, welches konzentrisch zur Achse 7 an einem im
vorliegenden Beispiel als feststehende Achse dargestellten Bauteil befestigt ist.
Um diese ist der Restteil 122 des Auslegerarms 108 mittels des Gleitlagers 130 drehbar.
[0027] Wird der aus den Teilen 122 und 123 zusammengesetzte Auslegerarm 108 in nicht dargestellter
Weise in Drehung versetzt, so wälzt sich das Zwischenrad 128 auf dem Zahnrad 129 ab
und erteilt dem Zahnrad 127 (von gleicher Grösse wie das Zahnrad 129) eine Drehung,
welche durch den Kettentrieb 124 bis 126 auf den Kragarm 20 und damit den Fahrgastträger
109 übertragen wird. Dabei entspricht der Drehwinkel des Fahrgasttragers 109 entgegengesetzt
demjenigen des Auslegerarms 108, so dass der Fahrgastträger 109 stets in waagerechter
Lage gehalten wird. Gleichwohl braucht beim Demontieren und Zusammensetzen des Rundfahrgeschäfts
unter Abnahme des (grössten Teils des) Auslegerarms 108 der diese Relativlage sichernde
Kettentrieb nicht berührt zu werden.
[0028] Es ist daher auch möglich, den Kettentrieb 124 bis 126 in einem als geschlossenes
Gehäuse ausgebildeten Auslegerarm 108 praktisch vollständig gekapselt unterzubringen.
Selbstverständlich kann - wie ohne weiteres einleuchtet - die Trennstelle 132 zwischen
den Teilen 122 und 123 des Auslegerarms 108 auch im Bereich des Eingriffs der Zahnräder
128 und 129 angeordnet werden, so dass das Zwischenrad 128 ebenfalls am Teil 123 gelagert
ist.
1. Rundfahrgeschäft mit einem Fahrgastträger (9, 109), der am freien Ende eines um
eine horizontale Achse (7) dreh- und antriebbaren ersten Auslegerarmes (8, 108) angebracht
und mit diesem bewegbar ist, wobei der Auslegerarm (8, 108) über die Achse (7) hinaus
zu einem zweiten, ein Gegengewicht (14, 114) tragenden Auslegerarm (13, 113) verlängert
ist und ein an den Auslegerarmen (8, 13, 113, 108) befestigtes, zur Achse (7) konzentrisches
Zahnrad (16) von einem Ritzel (17) angetrieben wird, dadurch gekennzeichnet, daß das
Gegengewicht (14, 114) nur das Leergewicht des Fahrgastträgers (9) ausgleicht, daß
auf das Zahnrad (16) mehrere, jeweils von einem eigenen ÖI- oder Gleichstrom-Motor
(18) angetriebene Ritzel (17) arbeiten, und daß das Zahnrad (16) Teil einer Kugeldrehverbindung
(2) ist.
2. Rundfahrgeschäft nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das auf den Auslegerarm
(8; 108) wirkende Antriebsmoment bzw. die Antriebsleistung über die gesamte Kreisbahn
des Fahrgastträgers (9; 109) gleich ist.
3. Rundfahrgeschäft nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Antrieb des Auslegerarms
(8; 108) ein Freilauf vorgesehen ist.
4. Rundfahrgeschäft nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Fahrgastträger (9) starr am freien Ende des Auslegerarms (8) befestigt und
im wesentlichen einem Ausschnitt der vom Ende des Auslegerarms (8) beschriebenen Kreisbahn
entsprechend geformt ist.
5. Rundfahrgeschäft nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Fahrgastträger
(9) einen der Kreisbahn im wesentlichen entsprechenden, zur Achse (7) konzentrischen
Ring (12) übergreift, der ebenfalls an den Auslegerarmen (8, 13) befestigt ist.
6. Rundfahrgeschäft nach einen der Ansprüche 1 bis 3 mit einem Fahrgastträger (109),
der am freien Ende des Auslegerarms (108) derart schwenkbar angelenkt ist, dass er
in allen Winkelstellungen des Auslegerarms (108) waagerecht hängt, dadurch gekennzeichnet,
dass der Fahrgastträger (109) an einem sich achsparallel vom Auslegerarm (108) weg
erstreckenden Kragarm (20) sitzt.
7. Rundfahrgeschäft nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Sitze (110)
des Fahrgastträgers (109) quer zu dessen Schwenkachse, mit den Rückenlehnen zum Auslegerarm
(108) hin, angeordnet sind.
8. Rundfahrgeschäft nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Sitze (110)
in mehreren Reihen angeordnet sind, deren jede der benachbarten gegenüber treppenartig
in der Höhe versetzt ist, wobei die höchste Reihe nächst dem Auslegerarm (108) angeordnet
ist.
9. Rundfahrgeschäft nach Anspruch 6 mit einem die in allen Winkelstellungen des Auslegerarms
(108) waagerechte Lage des Fahrgastträgers (109) sichernden Kettentrieb (124) zwischen
der Schwenkwelle des Fahrgastträgers (109) und der ruhenden Drehachse (7) des Auslegerarms
(108), dadurch gekennzeichnet, dass der Kettentrieb (124) über ein am Auslegerarm
(108) gelagertes Kettenrad (126) geführt und mit diesem ein Zwischenrad (127) verbunden
ist, welches mit einem Zwischenrad (128) kämmt, das seinerseits in ein zur Drehachse
(7) des Auslegerarms (108) konzentrisches, ortsfestes Zahnrad (129) eingreift. und
dass mindestens der den Kettentrieb (124) mit dem Kettenrad (126) und Zahnrad (127)
tragende Teil (123) des Auslegerarms (108) an einem das Drehlager (130) des Auslegerarms
(108) umfassenden Restteil (122) lösbar befestigt ist.
10. Rundfahrgeschäft nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Kettentrieb
(124) in dem als Gehäuse ausgebildeten Teil (123) des Auslegerarms (108) gekapselt
untergebracht ist.
1. Manège forain avec un dispositif porteur de passagers (9, 109) monté à l'extrémité
libre, avec laquelle il est susceptible de se déplacer, d'un bras en porte-à-faux
(8, 108) susceptible de tourner et d'être entraîné autour d'un axe horizontal (7),
ce bras en porte-à-faux (8,108) étant prolongé au-delà de l'axe (7) pour constituer
un second bras en porte-à-faux (13, 113) protant un poids antagoniste (14, 114), une
roue dentée (16), fixée sur le bras en parte-à-faux (8, 13, 113, 108) et concentrique
à l'axe (7), étant entraînée par un pignon (17), manège caractérisé en ce que le poids
antagoniste (14, 114) ne compense que le poids à vide du dispositif porteur de passagers
(9), plusieurs pignons (17), entraînés chacun par un moteur hydraulique ou à courant
continu (18), engrenant sur la roue dentée (16), et la roue dentée (16) faisant partie
d'un ensemble rotatif à billes (2).
2. Manège forain selon la revendication 1 caractérisé en ce que le couple ou la puissance
d'entraînement agissant sur le bras en porte-à-faux (8, 108) reste constant sur toute
la voie circulaire du dispositif porteur de passagers (9, 109).
3. Manège forain selon la revendication 1, caractérisé en ce que, dans l'entraînement
du bras en porte-à-faux (8, 108), il est prévu une roue libre. _
4. Manège forain selon une des précédentes revendications, caractérisé en ce que le
dispositif porteur de passagers (9) est fixé regidement à l'extrémité libre du bras
en porte-à-faux (8) et est conformé de façon correspondante à un tronçon de la voie
circulaire décrite par l'extrémité du bras en porte-à-faux.
5. Manège forain selon la revendication 4, caractérisé en ce que le dispositif porteur
de passagers (9) chevauche un anneau (12) concentrique à l'axe (7) et correspondant
dans l'ensemble à la voie circulaire, cet anneau étant également fixé au bras en porte-à-faux
(8, 13).
6. Manège forain selon une des revendications 1 à 3, avec un dispositif porteur de
passagers (109) qui est articulé à l'extrémité libre du bras en porte-à-faux (108)
de façon qu'il soit suspendu horizontalement dans toutes les positions angulaires
de ce bras en porte-à-faux (108), manège caractérisé en ce que le dispositif porteur
de passagers (109) repose sur un bras formant console (20) qui s'étend à partir du
bras en porte-à-faux (108) autour d'un axe parallèle à l'axe de celui-ci.
7. Manège forain selon la revendication 6, caractérisé en ce que les sièges (110)
du dispositif porteur de passagers-(109) sont disposés transversalement par rapport
à l'axe de pivotement de ce dispositif avec les dossiers du côté du bras en porte-à-faux
(108).
8. Manège forain selon la revendication 7, caractérisé en ce que les sièges (110)
sont disposés selon plusieurs rangées dont chacune est décalée en hauteur à la façon
d'un escalier par rapport à la rangée voisine, la rangée la plus élevée étant la plus
proche du bras en porte-à-faux (108).
9. Manège forain selon la revendication 6, avec entre l'arbre de pivotement du dispositif
porteur de passagers (109) et l'arbre immobile de rotation (7) du bras en porte-à-faux
(108) un entraînement à chaîne (124) assurant dans toutes les positions angulaires
du bras en porte-à-faux (108) la position horizontale du dispositif porteur de passagers
(109), manège caractérisé en ce que cet entraînement à chaîne (124) passe sur une
roue à chaîne (126) montée sur le bras en porte-à-faux (108) et la relie à une roue
intermédiaire (127), qui engrène avec une roue intermédiaire (128), laquelle de son
côté est en prise sur une roue dentée fixe (129) concentrique à l'axe de rotation
(7) du bras en porte-à-faux (108), tandis qu'au moins la partié (123) du bras en porte-à-faux
(108), portant l'entraînement à chaîne (124) avec la roue à chaîne (126) et la roue
dentée (127), est fixée de façon amovible à une partie résiduaire (122) entourant
le palier de rotation (130) du bras en porte-à-faux (108).
10. Manège forain selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'entraînement à
chaîne (124) est logé, en étant encapsulé, dans la partie (123), formant un boîtier,
du bras en porte-à-faux (108).
1. Revolving ride device with a passenger carrier (9; 109), which is arranged at the
free end of a first projecting arm (8; 108) which can be rotated and driven about
a horizontal shaft (7) and is movable with said arm, the projecting arm (8; 108) being
extended beyond the shaft (7) to a second projecting arm (13; 113) carrying a counterweight
(14; 114) and a gear wheel (16) fixed on the projecting arms (8; 13; 113; 108) and
concentric with the shaft (7) is driven by a pinion (17), characterised in that the
counterweight (14; 114) only balances the weight of the passenger carrier (9) when
empty, that a plurality of pinions (17), each driven by its own oil engine or direct
current motor (18), operate on the gear wheel (16), and that the gear wheel (16) is
part of a swivellable ball joint (2).
2. Revolving ride device according to Claim 1, - characterised in that the driving
moment or the driving power acting on the projecting arm (8; 108) is the same over
the entire circular path of the passenger carrier (9, 109).
3. Revolving ride device according to Claim 1, characterised in that a freewheeling
device is provided in the drive means of the projecting arm (8; 108).
4. Revolving ride device according to one of the preceding claims, characterised in
that the passenger carrier (9) is rigidly fixed on the free end of the projecting
arm (8) and is shaped to conform substantially to a segment of the circular path described
by the end of the projecting arm (8).
5. Revolving ride device according to Claim 4, characterised in that the passenger
carrier (9) engages over a ring (12) substantially corresponding to the circular path
and concentric with the shaft (7), which ring is likewise fixed on the projecting
arms (8; 13).
6. Revolving ride device according to one of Claims 1 to 3, with a passenger carrier
(109), which is so swivellably connected to the free end of the projecting arm (108)
that it depends horizontally in all angular positions of the projecting arm (108),
characterised in that the passenger carrier (109) is seated on a bracket (20) which
extends in axially parallel relation away from the projecting arm (108).
7. Revolving ride device according to Claim 6, characterised in that the seats (110)
of the passenger carrier (109) are arranged transversely of its axis of rotation,
with the back-rests towards the projecting arm (108).
8. Revolving ride device according to Claim 7, characterised in that the seats (110)
are arranged in several rows, each of which is offset in height and stepwise with
respect to the adjacent rows, the highest row being arranged adjoining the projecting
arm (108).
9. Revolving ride device according to Claim 6, with a chain drive (124) between the
pivot shaft of the passenger carrier (109) and the stationary pivot shaft (7) of the
projecting arm (108), which chain drive safeguards the horizontal portion of the passenger
carrier (109) in all angular positions of the projecting arm (108), characterised
in that the chain drive (124) is guided by way of a chain wheel (126) mounted on the
projecting arm (108) and the chain wheel has connected thereto an intermediate wheel
(127) which meshes with an intermediate wheel (128) which, in its turn, meshes with
a fixed gear wheel (129) concentrically of the pivot shaft (7) of the projecting arm
(108), and that at least that part (123) of the projecting arm (108) which carries
the chain drive (124) with the chain wheel (126) and gear wheel (127) is releasably
secured on a residual part (122) which embraces the pivot bearing (130) of the projecting
arm (108).
10. Revolving ride device according to Claim 9, characterised in that the chain drive
(124) is arranged enclosed in that part (123) of the projecting arm (108) which is
formed as a housing.